Bitte geben Sie einen Grund für die Verwarnung an
Der Grund erscheint unter dem Beitrag.Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Brindleton Bay Nr. 16 - Tierauffangstation
Ellie - letzter Post
Nouki kommt aus Selvadorada
Vero, Tania - letzter Post
Charaktere: Ellie, Nouki, Vero, Tania
Geschichtsstrang: Auf den Hund gekommen
(In Zusammenarbeit mit @Murloc, @simscat2 und @KFutagoh89. Bilder von @Murloc.)
Vero ist von ihren Freundinnen abgeholt worden und gemeinsam haben sie das Tierheim erreicht. Sie ist schon ganz aufgeregt. Ob sie heute ihre Hausratte finden wird? Sie lächelt und kann es nicht erwarten, das Tierheim zu betreten. Leider ist Veros Arm immer noch nicht ganz verheilt.
Ellie freut sich, ihre Freundin zu sehen, doch es wäre umso besser, wenn das Handgelenk endlich wieder gesund wäre. Schade, dass es noch nicht soweit ist. Doch sie möchte Vero nicht wieder daran erinnern und spricht daher ein anderes Thema an: "Letztes Mal hatten sie jedenfalls Ratten da als ich hier gearbeitet habe um für die Selva-Reise zu sparen. Die Tiere sind sicher auch jetzt noch da!"

Vero freut sich bei dieser Aussage sehr. "Wollen wir dann rein? Ich bin so neugierig", treibt sie die Freundinnen an. Sie betreten gemeinsam das Tierheim und steuern die Anmeldung direkt an. Vero winkt dem Mann zu, der am Tresen steht. "Hi. Wir wollen uns etwas umsehen. Ist das ok?"
Das Hundegebell ist das Erste, was Tani wahrnimmt. Am liebsten würde sie direkt zu den Hunden gehen und mit ihnen spielen. Aber sie wollte mit ihren Freundinnen gemeinsam alle Tiere anschauen und begrüßen. Zum Glück hatten es sich Marina und Joachim, die Eltern von Tani, anders überlegt in Sachen Haustier. Zuerst waren sie strikt dagegen, als es Tani allerdings schlecht ging und auch Marina sich einen tierischen Beschützer für zu Hause wünschte, da Joachim schließlich oft fort war, gab es keinen Zweifel mehr am Familienzuwachs. Eines stand zudem fest: Wenn ein Hund, dann ein großer Hund.

Ellie erzählt: "Das ist die Freundin, die wegen der Ratten hier ist!" , und schaut dabei in Veros Richtung. Sie weiß noch nichts davon, dass nicht nur Vero, sondern auch Tani Interesse an einem neuen pelzigen Freund hat. Bertram Bärwald, Fionas Kollege, nickt. Er weiß Bescheid. "Na dann wollen wir uns die Nagetiere einmal anschauen!" Da im Tierasyl normalerweise keine Ratten sind, wurden sie provisorisch in einem leerstehenden Hundezwinger untergebracht... nicht freilaufend, sondern in Kleintierkäfigen, die man dort hineingestellt hat. Auf dem Weg dorthin kommen die Mädchen also unweigerlich auch an Hunden vorbei.

Vero folgt der Gruppe und sie kommen an verschiedenen Hunden vorbei. "Suchen die alle ein Zuhause? Krass wie viele es sind", staunt sie überrascht. In vielen Tieraugen blicken sie traurig oder verängstigt an. Der Betrachterin baut sich dabei ein mulmiges Gefühl in der Magengegend auf. Schließlich erreichen sie den Bereich, wo die Nagetiere verwahrt werden. Neugierig schaut sich Vero um. Neben Chinchillas gibt es noch Kaninchen, Meerschweinchen und sogar tatsächlich Farbratten. Die Teenagerin kniet sich vor den Käfig hin und betrachtet die Tiere genauer.

Ellie lächelt, als Vero sich die kleinen wuseligen Tierchen anschaut. Niedlich sind sie ja. Aber solange Toby schon zu Hause ist, sollte sie sich wohl kein Kleintier anschaffen. Wer weiß, wie der Schäferhund darauf reagieren würde.
Tani bleibt zwischendurch kurz stehen. Sie ist ganz aufgeregt. Als sie den Anschluss an die Mädels wieder gefunden hat und Vero sieht, muss sie ebenfalls lächeln. Tiere machen wirklich glücklich, das würde sie bald auch selber feststellen. "Und was sagst du Vero?" , fragt Tani.
Die Angesprochene sieht zur Freundin auf. "Die sind so süß. Aber ich würde erstmal eine nur mitnehmen. Die Frage ist welche davon."
Ellie grinst. "Sven hat auch zwei Ratten!" , erzählt sie, "du konntest deinen Vater aber nicht zu einer zweiten überreden, oder? Das würde es vielleicht einfacher machen." Sie selbst wüsste nicht, für welche davon sie sich entscheiden würde.
"Hans muss sie wohl erst mal selbst sehen, dann würde er sich ebenfalls nicht entscheiden können und mehrere haben wollen!" Tani grinst. Auch sie steht gerade im Konflikt mit sich selbst, denn sie geht stark davon aus, dass auch ihr die Entscheidung, welchen Hund sie nimmt, sehr schwer fallen wird.
Vero zuckt mit den Schultern. "Papa hat gesagt, nur eine. Mehr möchte er nicht im Haus haben. ... Naja, ich kann mir ja Zeit nehmen und schauen, welche mir besser gefällt." Sie setzt sich vor den Käfig hin und beobachtet die Tiere aufmerksam. "Ihr könnt ruhig schon weiter gehen, dass wird eine Weile dauern", fügt sie hinzu. "Ja, so eine Entscheidung dauert immer." , sagt Ellie.
Tani möchte ihre Freundin eigentlich nicht alleine lassen, sie ist allerdings sehr ungeduldig. "Ja.. also.. ich muss Euch noch was erzählen.." Sie lächelt verlegen. "Meine Eltern haben mir erlaubt, einen Hund zu halten. Ich habe auch schon einen Hundeführerschein gemacht." Sie sieht zu Ellie. "Könntest du mir beim Auswählen ein paar Tipps geben? Er soll auf jeden Fall groß sein." "Oh wow!", Ellie freut sich über Tanis Nachricht. "Das klingt ja super. Hunde sind toll!" Sie lächelt. "Natürlich helfe ich dir."

Ziemlich außer Atem kommt Nouki beim Tierasyl an. Sie hat in Brindleton eine kleine Radtour gemacht und sich ein bisschen in der Zeit vertan. Bestimmt sind die Freundinnen schon da. Schnell steigt sie vom Fahrrad, schiebt es um die Ecke und läuft ins Gebäude. "Hi Bertram." begrüßt sie Fionas Kollegen, der heute Dienst an der Rezeption macht. "Ist Ellie mit zwei anderen Mädels schon da?" Bertram nickt lächelnd. "Komm erst mal wieder zu Atem..bist hierher gejoggt?" fragt er grinsend. "So ähnlich." schmunzelt Nouki. "Wo sind sie denn hin?" Bertram zeigt mit dem Daumen über seine Schulter. "Richtung Zwinger.", sagt er und wendet sich wieder seinem PC zu. Nouki eilt mit einem schnellen "Danke" davon.
Plötzlich entdeckt sie Vero, die vor einer Box hockt und aussieht, als würde sie aufmerksam etwas beobachten. Bestimmt sind da die Ratten drin, denkt Nouki und stupst Vero an der Schulter. "Hi, wie schön dass es geklappt hat.", begrüßt sie das Mädchen freudig und umarmt sie dann. Anschließend geht sie neben ihr ebenfalls in die Hocke. "Hast du schon ´ne Favoritin?" erkundigt sie sich neugierig, als sie die Käfige mit den Nagern sieht.
Vero sieht auf, als sie Nouki bemerkt. Sie lächelt und erwidert die Umarmung herzlich. "Schön, dass du da bist." Als die Freundin fragt, ob sie schon weiß, welche Ratte es werden soll, schüttelt Vero den Kopf. "Noch nicht. Ich schwanke zwischen der Schwarzen und der Weißen mit den roten Augen." Ehrlich gesagt achtet sie auf Tani und Ellie nicht, da sie sich mehr auf die Nager konzentriert.
"Hallo ihr zwei!" Nouki umarmt Ellie und Tani ebenfalls zur Begrüßung . "Hab ich da grade mit angehört du möchtest dir nen Hund aussuchen, das ist ja megacool.", freut sie sich mit Tani. "Hast du denn schon einen entdeckt, der in Frage kommt?"
Tani freut sich, Nouki zu sehen. "Um ehrlich zu sein, würde ich am liebsten alle mitnehmen."
Ellie grinst. "Ja, das kann ich verstehen. Sind schöne Tiere." Sie umarmt Nouki und wendet sich dann an alle: "Dann würde ich sagen, helfe ich Tani mit Hundetipps. Währenddessen kann sich Vero ja überlegen, welcher Nager es wird. Mit Ratten kenne ich mich nicht so gut aus." Sie dreht sich zu Tani: "Ein großer Hund soll es also sein? Hast du eine bestimmte Rasse im Sinn?“
"Hauptsache groß und lieb. Und am besten mag er mich." , lächelt Tani zu Ellie.
Ellie und Tani verabschieden sich von den beiden anderen Mädchen, um sich die Hunde anzusehen.
Nouki winkt den beiden kurz “Tschüß“ und geht dann wieder neben Vero in die Hocke.
"Ich bin ja gar nicht so ein Nagerfan...ehrlich gesagt, aber die Ratten gefallen mir ganz gut. Ich erschreck mich eigentlich nur, wenn Mäuse so blitzschnell und unverhofft aus ihrem Loch sausen...eklig sind die ja nicht, eher putzig.", stellt Nouki zu ihrer eigenen Verblüffung fest. "Ich würde zu einer Farbigen tendieren..am liebsten schwarz-weiß...oder du schaust, ob eine zu dir gerannt kommt, wenn du ihre Aufmerksamkeit weckst. Das wird dann Deine.", schlägt sie Vero lächelnd vor.
Vero nickt. "Das ist eine gute Idee. Ich wart einfach ab. Musst nicht auf mich warten, falls auch zu den anderen willst." "Okay, dann schau ich mal was die beiden bei den Hunden machen." antwortet Nouki. "Bis nachher, ich bin schon gespannt, welche es werden wird."
Vero winkt Nouki nach und schaut weiter auf die Nagetiere. Die Ratten putzen sich, knabbern süß an Möhren oder gähnen. Sie scheinen sich zumindest nicht unwohl zu fühlen. Das Mädchen überlegt und legt dann einen Finger ans Gitter des Käfigs. Sie wartet ob eine der Ratten zu ihr kommt oder nicht.
Schließlich kommt eine Ratte auf sie zugelaufen und schnuppert am Finger. Vero wartet ab und ist ruhig, ... bis sich ihre Augen weiten und sie ein "AUA" ertönen lässt. WTF ... was soll das!
Hat doch dieser Nager ihr tatsächlich in die Fingerkuppe gebissen. Das Mädchen nimmt den Finger in den Mund, um die Blutung "zu stoppen". Innerlich grummelt sie. Die ganze Aktion hat nur dazu geführt, dass sich die Nagetiere erschrocken in ihre Holzhäuser verkrochen und sich versteckten. Doch so schnell will Vero nicht aufgeben. Sie hebt nun den anderen Finger ans Gitter und wartet ab.
Zeitgleich:
Ellie erzählt währendessen gerade Tani: "Ich habe hier ja bisschen gearbeitet, um mir das Geld für Selvadorada zu sparen. Da haben wir zwei tolle Hunde ausgeführt. Einmal die weiße Hündin Pirate und Nero. Die werden dir bestimmt beide gefallen!" Zuerst kommen sie an Neros Zwinger vorbei. Das Tier freut sich sichtlich, Ellie zu sehen und schaut auch Tani neugierig an.
"Ach, der ist aber süß." Tani sieht zu ihm. "Hallo mein Süßer!"

Der Hund schnuppert gleich an Tanis Hand. "Soll ich Bertram holen, damit er den Zwinger öffnen kann und du Nero besser kennen lernen kannst? Oder soll ich dir vorher Pirate zeigen?" , fragt Ellie.
Tani freut sich über den Vorschlag. "Oh ja, das wäre toll!" Ellie sagt Bertram Bescheid, der sich etwas wundert, da er nur von den Ratten wusste. Aber er öffnet für Tani auch den Hundezwinger.
Tani geht in den Zwinger zu Nero. Sie ist erst etwas nervös, da er sich ihr aber ganz lieb nähert, geht sie zu ihm und streichelt ihn. "Du bist ein ganz Braver!" Sie hat sich verliebt.
Ellie bemerkt sofort, wie sehr Tani den Hund mag. "Der ist auch super erzogen, auch wenn es mit Tricks noch nicht ganz klappt." Sie erinnert sich an die Szene im Hundepark. "Und Pirate ist gleich im Zwinger nebenan!" Die weiße Hündin mit dem schwarzen Fleck auf dem Auge hört offenbar trotz der Trennwand ihren Namen, denn Ellie kann sie bellen hören. "Die ist auch ein tolles Tier!", fügt sie dann noch hinzu.
"Gut erzogen, das wäre sehr wichtig!“ Tani denkt an die Worte ihrer Eltern und welche Erwartungen die beiden an einen Familien-Hund haben.
Nouki sucht Ellie und Tani und entdeckt sie verblüfft bei Nero in der Box. Als der Hund Nouki sieht, läuft er schwanzwedelnd zu ihr und kläfft einmal kurz auffordernd. Nouki muss lachen und krault ihm die Ohren. "Nein, heute bin ich nicht zum Gassi gehen da, du Schlingel." Sie schaut zu Tani. "Habt ihr euch schon kennen gelernt? Er ist superlieb, aber temperamentvoll."
Das Tier genießt Noukis Aufmerksamkeit. Ellie lehnt sich lächelnd an die Wand. Tani würde bestimmt am liebsten gleich beide Tiere mitnehmen. Die Entscheidung wird sicher nicht leicht. "Wir können natürlich auch gleich bei Pirate reinschauen!", sagt Ellie, "aber dann wird die Entscheidung umso schwerer."
"Oh ja, Nero ist super!", sagt Tani zu Nouki. "Wir wollten jetzt noch zu Pirate." Tani geht mit den Mädels in den Zwinger nebenan.


Auch Pirate freut sich über Besuch und ist sofort neugierig, wer denn das andere Mädchen ist, das sie noch nicht kennt. Ellie krault die Hündin. "Sie ist super verspielt!", erzählt sie, "und sie mag Nero!" Ob Tani wohl auch gleich zwei Hunde mit nach Hause nehmen dürfte?
Auch Pirate schleicht sich sofort in Tanis Herz. "Du bist so eine Liebe!" Nachdem sie Pirate ausgiebig streichelt, muss Tani seufzen. "Zeigt mir bitte keine weiteren Hunde. Die Entscheidung zwischen den Beiden wird mir schon so schwer fallen.." Ellie nickt. Die beiden sind auch die einzigen, die in Frage kämen. Es gibt noch einige kleine Hunde, aber Tani wollte ja eine große Rasse.
Nach einiger Zeit steht Tani traurig auf. "Ich kann mich doch nicht einfach entscheiden. Beide sind wundervoll!" Sie überlegt kurz. "Wisst ihr was, ich rufe meine Mama an. Soll sie doch entscheiden. Ich kann das nicht.."
Lächelnd beobachtet Nouki wie Tani Pirate kennen lernt. Sie wirft Ellie einen beredten Blick zu. Auch sie selber täte sich schwer, wenn sie sich für eines der Tiere entscheiden müsste. "Du darfst sicher nur einen Hund?" fragt sie dann Tani.
Tani nickt. "Es ist auch eine schwere Entscheidung!", bestätigt Ellie. "Hm...also..egal welcher es wird, wir können immer den anderen hier abholen und dann mit allen zusammen spazieren gehen.", schlägt sie vor.
Tani ruft Marina an, in der Hoffnung, dass ihr die Entscheidung abgenommen wird.

Marina hatte gerade einen Streit mit Joachim gehabt. Er war früher von der Arbeit gekommen und nicht mal eine halbe Stunde später wollte er wieder los. Er wollte ihr aber nicht sagen wohin. Sie war unglücklich über die derzeitige Situation, doch war es ihm egal. "Sei doch froh, ich geh arbeiten und du hast dieses tolle Leben. Also beschwer dich nicht und lass mich!" - das hatte er zu ihr gesagt. Marina hatte sofort Hannah angerufen. Die sagte ihr in aller Deutlichkeit, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen sollte. Das Telefonat war beendet, als Marinas Handy erneut klingelt.
"Hallo mein Schatz!", sagt sie zu Tani.
"Ah Mama, ich hab hier ein echtes Problem! Du musst mir helfen!", sagt Tani. Sie erzählt von ihrem Dilemma und Marina überlegt. "Naja, du weißt ja, Papa will nur einen Hund und.." Moment, wieso entscheidet Joachim eigentlich immer alles? Weil er das Geld verdient? Müssen wir jetzt nach seiner Pfeife tanzen? Marina war so wütend auf ihren Mann und Hannahs Worte hatten sie nur noch bestärkt. "Ach Tani, weißt du was. Wir haben so ein großes Haus, nimm beide. Ich freue mich schon!", sagt Marina mit vollem Selbstbewusstsein, wie sie es schon in den letzten Jahren nicht mehr gehabt hatte.
"Danke danke danke Mama!", freut sich Tani und legt auf. Sie lächelt ihre Freundinnen an. "Ich kann beide mitnehmen. Yeah!" Sie jubelt und springt in die Luft.
"Hey, super!" Das sind wirklich tolle Nachrichten und Ellie freut sich. "Vor allem, da sich die beiden Tiere so gut verstehen!" So muss keines der beiden zurückgelassen werden.
"Wow, die Glückspilze! Und du auch!" Nouki legt Tani und Ellie einen Arm um die Schulter und beginnt vor Freude auf und ab zu hüpfen.
Bei den Ratten wartet Vero geduldig. Doch die Nagetiere lassen sich nicht mehr blicken. Seufzend schaut sie an die Decke. Das gibt es doch nicht ... Man! Sie erhebt sich und schaut nochmal auf den Käfig ehe sie den Zwinger verlässt und nach ihren Freundinnen sucht. Gerade biegt Vero um die Ecke. "Hey, stell dir vor, Tani darf zwei Hunde mit nach Hause nehmen, das ist der Hammer.", ruft Nouki ihr zu.
Vero nimmt ihren Finger aus den Mund und hebt den Daumen hoch. "Spitze, Läuft ja bei ihr!", antwortet sie schmunzelnd.
"Ihr Süßen, ich nehme euch jetzt mit!", sagt Tani zu Nero und Pirate. Offenbar versteht Pirate die Worte, denn sie springt an Tani hoch und leckt ihr das Gesicht. Ellie muss lachen. Und auch Nero scheint aufgeregt zu sein. Tani hat nur noch Augen für die beiden Hunde und spricht mit den Beiden. "Meine Geschwister können echt anstrengend sein, aber keine Sorge, ich werde mich um euch kümmern."
"Bist du verletzt?" fragt Nouki Vero. Sie grummelt leise: "Ja ... Wurde gebissen."
"Na, was ist denn hier los?" dringt eine amüsierte Stimme zu den Mädchen. Fiona hat ihren Dienst angetreten und schaut jetzt nach, was da für ein Tumult ausgebrochen ist, auch wenn sie schon von Weitem hören konnte, dass es freudige Stimmen sind. Trotzdem weiß man ja nie, vor allem weil sie gehört hat, dass Hunde auch Laut gegeben haben. "Oh hallo ihr beiden.", begrüßt sie Ellie und Nouki. "Heute Sonderschicht?" fragt sie in Richtung Ellie.
Ellie grinst und zeigt auf Vero. "Vero ist die, die wegen der Ratten hier ist. Und nun haben wir festgestellt, dass auch Pirate und Nero ein neues Zuhause finden!" Sie grinst, dann erst hört sie Veros Worte und dreht sich zu ihr: "Brauchst du ein Pflaster oder so? Dein Arm hat doch eigentlich schon genug gelitten, da muss der Finger nicht auch noch dran glauben." Vero schüttelt den Kopf. "Passt schon. Aber danke."

Fionas Miene hellt sich auf. "Was? Beide? Wer von euch nimmt denn wen?" "Tani nimmt gleich beide!", erzählt Ellie fröhlich, und sieht ihrer Freundin zu, die mit beiden Hunden redet. Dann wendet sich Fiona an Vero. "Du wurdest gebissen?" Augenblicklich verfinstert sich ihre Miene wieder etwas. "Von einem der Hunde?" Sie nimmt Veros Hand und begutachtet den Finger. "Ah, das sieht nach Nager aus. Augenblick." Energisch kramt sie in einer ihrer Kitteltaschen und zieht einen Desinfektionsspray heraus, den sie Vero auf den Biss sprüht. "So, das ist schon wichtig." Sie lächelt. “Hast du dich denn schon für eine entschieden? Oder hat dich der Biss jetzt abgeschreckt...das wäre schade, aber verständlich."
Vero schüttelt den Kopf. "Sowas schreckt mich nicht ab. Da hab ich schon Schlimmeres erlebt." Unweigerlich muss sie an Viola, ihren Arm, aber auch an den Werwolf denken. Da ist der Biss echt nix dagegen. Ellie dreht sich zu Vero: "Hast du denn trotzdem eine Lieblingsratte gefunden?" "Ich hab leider noch keine gefunden, ... dürfte ich denn nochmal kommen, wenn sich die Kleinen beruhigt haben?", fragt sie Fiona. Damit beantwortet sie indirekt auch Ellies Frage.
"Natürlich!", antwortet Fiona, "wenn du dich noch nicht heute entscheiden kannst, geht das immer." Sie betrachtet den verletzten Arm, stellt dazu aber keine Fragen. Die Verletzung stammt jedenfalls nicht von einer Ratte, so viel ist klar. Aber es geht sie ja auch nichts an, was da stattdessen passiert ist.
"Also wir sind bereit.", sagt Tani und grinst. Sie sieht zu ihren neuen Mitbewohnern. "Ich bräuchte allerdings noch Hundezubehör, also Leine und Halsband. Kann ich das hier bekommen?"
Fiona nickt. "So etwas haben wir im Lager. Nicht die größte Auswahl aber es sollte für den Anfang schon passen." Ellie lächelt. "Super. Dann schau ich selber auch gleich, ob ich noch was Neues für Toby finde!" Tani nickt begeistert und lässt sich das Zubehör zeigen.
Vero schaut zu Nouki und Ellie. "Immerhin haben wir mit dem Besuch heut eine von uns glücklich machen können." Sie grinst dabei. "Was haltet ihr davon, wenn wir noch ins Kino oder ins Bowlingcenter gehen? Hätt Bock auf eine Riesenportion Pommes." „Oooh, Pommes und Kino klingt beides super. Ich hab solchen Hunger vom Radeln!" freut sich Nouki.
"Kino klingt super!", sagt Ellie, nachdem sie einen neuen Spielball für Toby mitgenommen hat, den ihr Fiona sogar kostenlos überlassen hatte - als Dank für ihre Arbeit. "Aber zum Bowlen müsste dein Arm wohl erst einmal heilen. Lass uns daher das Kino wählen. Oder was meint ihr?" Sie dreht sich zu Tani und Nouki. Vero stupst Ellie mit ihren gesunden Ellenbogen an. "Hörst dich fast wie Papa an. Habt ihr euch etwa abgesprochen?" Die Blondine lacht herzlich.
"Also ich möchte gerne mit meinen zwei Süßen nach Hause gehen. Beim nächsten Mal komme ich gerne wieder mit, aber heute ist der Abend nur für meine Babys geplant." Tani lächelt Pirate und Nero an. "Klar Tani, das wird bestimmt spannend, wenn du dann mit den beiden nach Hause kommst. Erzähl uns so bald wie möglich, wie alles läuft und so...oder schick auch Bilder, ich bin neugierig.", bittet Nouki schmunzelnd.
Fiona beobachtet lächelnd die Mädchen und wendet sich dann an Tani."Wollen wir uns dann um die Formalitäten kümmern? Es gibt einiges auszufüllen. Nach drei Wochen komme ich euch dann mal zuhause besuchen und schau mir an, wie es den Beiden geht. Sollte es irgendwelche Probleme geben, könnt ihr jederzeit hier anrufen, wir werden für euch da sein.", erklärt sie Tani und geht mit einem auffordernden Wink in Richtung ihres Büros.

Vero freut sich, dass Ellie und Nouki mit ihr ins Kino gehen. Sie versteht, dass Tani sich nun um ihre Hunde kümmern möchte. Sie drückt die Freundin und sagt dann: "Ich warte dann draußen auf euch." Sie geht dann aus dem Tierheim.
Tani folgt Fiona und erledigt alle Formalien. Anschließend leint sie die Hunde an und wendet sich an die Freundinnen. "So meine Lieben, ich danke euch sehr! Ohne euch hätte ich diese beiden wunderbaren Schätze jetzt nicht." Sie verabschiedet sich und geht nach Hause in tierischer Begleitung.

Die Mädchen winken Tani und den Hunden hinterher. Dann dreht sich Ellie zu den anderen: "Also, dann mal los Richtung Kino. Und unterwegs können wir dir alles von Selvadorada erzählen, Vero!" Nouki kann das Rad bestimmt auch mit in die Straßenbahn nehmen.
Tani - Nächster Post
Ellie, Vero - Nächster Post
Nouki, Bea - Nächster Post
Marie, Scott - letzter Post
Charakter: Marie, Scott
Titel: Neuer Familienzuwachs
Marie arbeitet an diesem Wochenende wieder einmal in der Auffangstation. Die kleinen Babykätzchen daheim entwickeln sich prächtig. Durch die "Kinder" im Haus hat die Singlefrau etwas Ablenkung. Seit Christin in der Klinik ist, ist das Gefühl von Einsamkeit in Marie stark gewachsen. Allein die Arbeit im Institut und in dem Tierheim lenkt sie zusätzlich ab. Gerade schrubbt sie die Katzenklos an einer Spüle.
Scott kommt gerade an der Tierauffangstation an. Er ist schon gespannt und betritt das Gebäude.
Nach der Reinigung der Katzenklos holt Marie etwas aus dem Futterlager und trägt einen Futtersack. Als sie diesen zur Futterküche bringen möchte, wird ihr zugerufen, dass ein Besucher angekommen sei. Wie üblich soll sie übernehmen, da die anderen Mitarbeiter verhindert sind. Seufzend setzt sie den Futtersack ab und geht an den Empfang.
"Hallo, willkommen in ...." Sie sieht Scott und errötet leicht. "Oh, hallo", sagt sie schüchtern.
Scott lächelt, als er Marie sieht. "Ja hallöchen, schön Dich zu sehen!" Er macht eine kurze Pause, bevor er weiter spricht. "Du ahnst sicher schon, weshalb ich hier bin." Die Angesprochene nickt.

"Möchtest du gleich ... ähm ... zu den Katzen mitkommen?"
"Gern." Er folgt Marie zu den Katzen.
Etwas nervös und angespannt zugleich läuft Marie voraus. Ok, jetzt entspann dich ... es ist nur ... Scott ... Nur ein Bekannter ... nicht mehr ... Sie räuspert sich, als sie vor dem Katzenzwinger steht.
"Bitte denk dran dich vorsichtig und umsichtig zu verhalten. Manche der Katzen sind sehr scheu", sagt sie zu ihm. Scott hält sich an Maries Anweisung und bleibt ruhig. Ihm fallen direkt ein paar Katzen auf, die sich in die Nähe der Zwingertür bewegen. Er lächelt und hält seine Hand in Richtung der Katzen hin. Eine der Katzen traut sich näher heran und beschnuppert Scotts Hand.
"Hallo du!", sagt er zu der Katze. Er lässt sich weiter beschnuppern und bleibt ruhig, bis sich noch eine weitere Katze in seine Nähe traut. Er sieht zu Marie und lächelt. "Ich glaube, ich habe mich verliebt."
Die junge Frau verfolgt das Geschehen und nickt zustimmend. "Scheint so. Das ist Felix. Und das ist seine Geschichte: Felix kam hier her, weil seine ehemaligen Besitzer ihn beim Umzug einfach zurück gelassen hatten. Einige Monate wurde er von verschiedenen Nachbarn „durchgefüttert“, zum Tierarzt ging leider niemand mit ihm als er eine bereits entzündete Bissverletzung hatte. Inzwischen ist alles gut verheilt, er ist gechipt und hat seinen Impfschutz. Felix ist ein kleiner Charmeur, absolut lieb und verschmust, aber wenn ihm etwas nicht gefällt kann er auch mal kurz etwas zickig reagieren. Vom spielen und toben kann er nicht genug bekommen. Ebenso genießt er aber auch die menschliche Gesellschaft um sich in einen Schoß zu kuscheln. Würde er dir zusagen?"
Scott sieht zu Felix und fühlt Wärme in seinem Herzen. "Ja, unbedingt. Ich möchte ihm gerne ein neues Zuhause geben, in dem er dauerhaft leben kann. Das wäre mir ein Herzensanliegen."
Marie kniet sich herunter und streichelt den Kopf von Felix. "Na dann ... lass uns dann die Formalitäten erledigen. Dann kannst du Felix mit nach Hause nehmen. Folge mir einfach."

Sie verlassen den Zwinger und gehen an den Empfang zurück. Dort steht ein Mitarbeiter. Marie spricht ihn an. "Hey, Felix hat ein neues Zuhause gefunden. Könnt du die Übergabe machen?" Der Angesprochene nickt und holt aus einer Schublade Formulare hervor.
Marie sieht zu Scott. "Jetzt musst nur noch die Formulare ausfüllen und kannst Felix dann am nächsten Tag abholen. Vorher wird er nochmal durchgecheckt, damit er nicht mit Bauchweh oder Schnupfen zu dir kommt. Reiner Routinecheck eben."
Scott nickt. "Ich danke Dir! Ich freu mich schon so auf den Kleinen. Dann gehe ich sofort ein paar Sachen für ihn einkaufen... Sag mal, du hast nicht zufälligerweise Zeit um mit mir einkaufen zu gehen? Tipps von einer Katzen-Expertin wären sicher für den Anfang ganz gut."
Über diese Bitte Marie etwas überrascht, ihre Wangen verfärben sich. "Ähm ... ich ..." Der Mitarbeiter bemerkt die Situation, schmunzelt und ruft ihr zu: "Du warst heut so fleißig, da kannst du ruhig früher Feierabend machen und dein Date genießen!", dabei zwinkert er ihr zu. Jetzt wird Marie noch mehr rot im Gesicht. Das ist so peinlich. Niedergeschmettert nickt sie schließlich und sagt: "Ok, ich komm mit. Warte kurz."
Deprimiert holt sie ihre Tasche und kommt dann zu Scott zurück.
Scott bedankt sich bei Maries Kollegen. "Da bin ich jetzt aber erleichtert, ich hatte gar nicht daran gedacht, mich vorher schon umzuschauen. Und jetzt geht das so schnell mit Felix, ich möchte einfach super vorbereitet sein." Scott erledigt noch die letzten Formalitäten und geht dann mit Marie aus der Auffangstation. "Kannst du mir einen Laden empfehlen, wo wir alles bekommen?", fragt er sie.
Marie überlegt, während sie die Straße entlang laufen. "Entweder schauen wir hier in Brindelton Bay oder gehen nach Henford-on-Bagley oder San Myshuno. Dort gibt es sicher Läden für Tierbedarf." Was besseres fällt ihr aktuell nicht ein. "Ähm, was benötigst du so?"
"Also, ich brauche Katzenstreu, Katzenfutter, Wasser- und Futternapf.. Um ehrlich zu sein alles, bis auf ein Katzenklo, das habe ich schon mit ein paar Spielzeug und einem kleinen Kratzbaum gekauft. Vielleicht fällt Dir ja auch noch was ein, was du mir anraten würdest.", sagt er nachdenklich.
Marie denkt nach und gemeinsam erreichen sie die Bushaltestelle in der Nähe der Tierauffangstation. "Wenn du die komplette Grundausstattung brauchst, würde ich vorschlagen, wir fahren nach Henford-on-Bagley. Dort gibt es einen Laden, der sich auf sowas spezialisiert hat." Scott nickt und beide nehmen den Bus.
Ort: Henford-on-Bagley
Nach einer längeren Fahrt, wo sie über dies und das gesprochen haben, erreichen sie den Marktplatz in Finchwick, einem älteren Ortsteil von Henford-on-Bagley. Sie steigen aus und Marie läuft zielstrebig zu einem Laden im Ortskern. Das Ambiente ist einfach schön und die Besucherin ist gerne hier. Neben den Wäldern in Windenburg ist Henford-on-Bagley ein weiterer, beliebter Ort von Marie.
Vor der Ladentür, deren Glasscheiben mit Hunden und Katzen Mosaiken verziert sind, bleibt sie stehen. "Da wären wir. Der Laden wird von einem älteren Ehepaar geleitet. Sind ganz liebe und herzliche Sims." Sie geht hinein und eine Glöckchen erklingt.
"Hallo. Schön Sie wiederzusehen", begrüßt sie eine ältere Dame. "Willkommen Sonnenschein. Schön, dass du uns besuchst. Was brauchst du diesmal?", antwortet diese. Marie zeigt nun auf Scott. "Der junge Mann hier braucht eine Katzengrundausstattung." Die Verkäuferin mustert ihn und nickt. "Verstehe. Dann komm mal mit Jüngchen. Wir haben sicher das Passende für dich." Sie winkt ihn heran. Er geht zur älteren Dame und lässt sich beraten. "Ja, also das gefällt mir." Er zeigt auf ein Napf-Set. "Da passt ja auch allerhand rein."
So gehen sie gemeinsam die verschiedenen Punkte durch, die für eine Katzenhaltung wichtig sind. Futter und Verträglichkeit, Schlafplatz und Kuschelkissen, Katzenminze, Haarbürste, Katzenstreu und dessen Saugfähigkeit. Am Ende ist Scott bestens für Felix ausgestattet.

Er geht glücklich mit Marie aus dem Laden. "Ich muss mich nochmal bei Dir bedanken. Ich hätte das nie so gut geschafft alleine. Danke!" Er überlegt.
"Es gibt hier doch bestimmt ein Café, wo wir was Trinken können. Hast Du noch etwas Zeit?", fragt er sie. "Nix zu danken. Hat mir auch Spaß gemacht." Das hat es tatsächlich. Völlig unerwartet für sie.
Auf seine Frage hin, zeigt sie auf eine Gaststätte. "Dort könnten wir was trinken." Er lächelt und geht mit ihr in die Gaststätte.
Sie lassen sich an einen Tisch bringen und die Karte wird ihnen gebracht. Marie bestellt sich einen Salat und eine Apfelschorle. Scott bestellt sich einen warmen Kakao und Kartoffelsalat mit Frikadellen. Nachdem der Kellner fort ist, sieht er zu Marie. "Wie siehts denn bei Dir zuhause mit deinem Nachwuchs aus?" Marie lächelt. "Die Kätzchen entwickeln sich prächtig." Sie nimmt ihr Handy und zeigt Scott Bilder von den Kleinen. "Jetzt brauchen die nur noch Namen."
"Oh wie niedlich!", schwärmt Scott. Katzen haben es ihm wirklich angetan.
"Das muss ja ein Highlight sein für Dich nach Hause zu kommen. Beneidenswert." Sie nickt. "Es ist schön die Kleinen aufwachsen zu sehen. Nur muss ich mir Gedanken machen wie es mit ihnen weiter geht. Alle können weder Christin noch ich behalten."
"Ich bin mir sicher, dass Du für die Kleinen ein schönes Zuhause finden wirst. Felix hat ja jetzt auch schnell ein neues Zuhause bekommen." Er lächelt. Marie seufzt. "Ich hoffe es." Das Essen kommt und sie fangen an zu essen.
Marie - Nächster Post
Scott - Nächster Post

Fiona, die Leiterin der Auffangstation, grüßt die Mädchen freundlich. "Oh, hallo Ellie, schön dich mal wieder zu sehen!", sagt die Frau. Seit Ellie hier mal gearbeitet hat, um sich das Geld für die Selvadorada-Reise zu sparen, duzt sie sich mit Fiona und den anderen Mitarbeitern. Fiona dreht sich nun zu dem anderen Mädchen: "Und auch ein Hallo für dich. Was führt euch beide denn hier her?" Auch Tania begrüßt Fiona und berichtet von ihren tierischen Fund. Sie reicht ihr die Tasche.

"Wir wussten nicht, was wir mit den Dreien machen sollten, aber es scheint nicht so, als seien sie in letzter Zeit gut versorgt gewesen. Könnt ihr den Dreien helfen?" Fiona wirft einen kurzen Blick auf die Tiere. Sie lässt sich von den Mädchen sagen, wo sie den Fund gemacht haben und wirkt auf einmal bestürzt. "Oh. Von dort wurde uns gestern eine schwer verletzte Katze gebracht, die leider nicht überlebt hat. Es war deutlich, dass sie Milch gibt, aber wir konnten die Kätzchen nicht finden. Gut, dass ihr sie gefunden habt, sonst wären sie verhungert." Ellie ist geschockt. Die arme Katze! "Ich war schon am überlegen, ob ich vielleicht eines davon adoptieren kann.", sagt sie nun. "Toby scheint die Drei zumindest als Freund zu sehen." Als der Hund seinen Namen hört, wedelt er mit dem Schwanz. Auch Tania ist sichtlich betroffen. Sie schaut zu Ellie. "Das wäre ja schön. Meinst du, dein Bruder hätte etwas dagegen?" - "Den würde ich schon rumkriegen.", sagt Ellie bestimmt.

Fiona lächelt. "Die Kätzchen werden noch ein paar Tage hier bleiben. Hier werden sie erst mal aufgepäppelt und sie bekommen die wichtigen Impfungen. Jetzt sofort kannst du also noch keine mitnehmen. Ich werde mich bei dir melden, wenn sie bereit sind, zur Adoption freigegeben zu werden. Bis dahin kannst du dir das ja noch durch den Kopf gehen lassen." Fiona untersucht die kleinen Fellknäuls. "Zwei Katzen und ein Kater.", stellt sie fest. "Hättest du schon einen Favoriten?" Doch das hat Ellie noch nicht. "Ich würde mich dann entscheiden, wenn sie bereit zur Adoption sind.", sagt sie und sieht zu Tani: "Aber die sind alle drei so süß!" Fiona lächelt und übergibt die Kätzchen an eine Mitarbeiterin, damit sie sich um die Tiere kümmern kann. "Ja, die sind wirklich süß.", bestätigt sie.

"Und alle drei?", fragt Tania Ellie mit einem Grinsen. Ellie überlegt. "Das wäre auch cool. Aber vielleicht ein bisschen viel auf einmal." Fiona grinst. "Aber dann haben sie auch Spielpartner in ihrer eigenen Größe. Nichts gegen Toby. Er ist ja ein ganz lieber Kerl. Aber vielleicht etwas ungestüm, um als Spielpartner zu dienen." - "Hm...", sagt Ellie daraufhin. "Das muss ich mir dann aber wirklich gut überlegen." Leider käme für Tania eine Kätzchenadoption nicht in Frage. Nachdem ihr Vater alles andere begeistert war über Pirate und Nero, würde es unter den gegebenen Umständen keineswegs besser werden.
Schließlich verabschieden sich die Mädchen von Fiona. "Wollen wir jetzt noch ins Kino?", wechselt Ellie das Thema. "Ja, gerne. Wenn du magst, kann Nero bis nach dem Film bei Euch bleiben." Da sich die beiden Rüden gut verstehen, sollte das kein Problem sein. "Klar kann er das." Ellie lächelt.
Die beiden Hunde werden zu Ellie gebracht. Auch Ben ist mittlerweile wieder zu Hause.

Er grüßt Tani und begrüßt auch den Hund: "Nero... der Name passt.", lächelt er, als er diesen erfährt. "Euch viel Spaß im Kino. Ich beschäftige die Hunde schon." - "Danke Ben!", ruft Tania ihm zu, als die beiden Freundinnen sich nach Draußen begeben. "Auf einen entspannten Kinoabend." Sie harkt sich bei Ellie ein.
Die beiden Mädchen schauen einen Actionfilm und eine Weile kann auch Tani ihre Probleme vergessen. Als sie nach dem Film wieder zu Ellie gehen, muss diese lachen. Ben, sowie die Hunde, sind total durchnässt. "Nero wollte im Teich spielen und Toby konnte dem dann auch nicht widerstehen.", sagt Ben, "Ich konnte es nicht verhindern." Doch er nimmt es mit Humor. "Ich geh mich mal umziehen, bevor ich mich erkälte. Ich hoffe, der Film war gut!" - "War er.", bestätigt Ellie. Sie würde Ben später mehr Details verraten, doch erst mal sollte er sich wirklich umziehen. Ellie sieht zu Tani: "Vielleicht sollten wir Nero auch erst mal abtrocknen, bevor du mit ihm nach Hause gehst." - "Das ist eine gute Idee.", findet auch Neros Frauchen und der Vierbeiner wird ordentlich abgetrocknet, bevor sich Tania und ihr Begleiter auf dem Heimweg machen.
Tania - Nächster Post
Ellie - nächster Post
Ellie, Tania - letzter Post
Nouki kommt von Newcrest
Ort: Brindleton Bay, Tierauffangstation
Charaktere: Ellie, Nouki, Tani
Titel: Kitten, Kitten, Kitten!
Ellie kann sich nicht sattsehen an den süßen Fotos, die ihr Fiona von der Tierauffangstation geschickt hat. Das pelzige Trio, das sie vor einigen Tagen beim Spaziergang mit Tani entdeckt hat, ist mittlerweile geimpft und hat sich nun auch an Menschen gewöhnt. Sie waren noch jung genug, um sich schnell umzugewöhnen. Sie sind bereit, ein neues Zuhause zu finden.
Mit Ben hat Ellie bereits geredet. Er konnte sich schließlich auch für Haustierverstärkung begeistern. Fionas Fotos haben da ebenfalls ihren Teil zu beigetragen. "Aber nicht alle drei.", hat er ihr noch eingeschärft. "Eines reicht!" Sie hatte gebettelt, dass die Kätzchen doch Spielpartner in ihrer eigenen Größe brauchen und schließlich ließ sich Ben erweichen. "Okay, okay. Ich kann diesen Kätzchen auch nicht widerstehen. Aber wir haben nun einmal nicht genug Platz für drei neue Vierbeiner. Vielleicht nimmt eine deiner Freundinnen ja das dritte Tier, und du nimmst zwei?" Ellie will das zumindest versuchen. Sie schickt Fionas Fotos an Nouki, Vero und Tani.

Nouki und Vero hat sie schon vorher längst von ihrem Fund erzählt, und Tani war eh dabei, und so schreibt sie nur:
Zitat
Die Kitten sind bereit zur Adoption! Wollt ihr mitkommen und bei der Entscheidung helfen? Namen fehlen ja auch noch!
Kurz darauf erhält Ellie von Vero eine Absage. Schade. Aber vielleicht haben Nouki und Tani ja Zeit.
Tania freut sich für Ellie. Sie hat es also geschafft, ihren Bruder zu überzeugen. Direkt antwortet sie ihrer Freundin. "Ich bin schon unterwegs." Sie macht sich auf den Weg zur Auffangstation.
Ellie wartet bereits. Als Tani kommt, umarmt Ellie sie. "Die sind jetzt ja schon ein klein bisschen gewachsen. Schade, dass ich nicht alle drei mitnehmen kann, aber Ben ließ sich dazu überreden, dass ich eines oder zwei mitnehme.", erklärt sie. "Hoffentlich findet der Rest des Trios dann auch noch ein Zuhause." Bei Tani wird das allerdings schwierig, wie Ellie weiß. Und bei Vero auch, wegen der Ratten. Außerdem weiß Ellie, dass Katzen nicht Veros Lieblingstiere sind. Aber vielleicht Nouki! Sie nimmt sich vor, die Freundin danach zu fragen, ob Bandido vielleicht noch einen kleinen Spielgefährten gebrauchen kann.
"Oh wie süß!" Nouki zeigt die Fotos ihrer Mutter, die gerade mit ihr am Küchentisch sitzt. "Ellie darf sich Kätzchen in der Auffangstation holen. Ich fahr hin und helf mit den Namen und so." Emily schmunzelt. "Ja, die sind wirklich goldig. Aber nicht dass du dann alle mit nach Hause bringst, ich kenn dich." Nouki grinst. "Keine Sorge, ich will sie nur anschauen." Damit stürmt sie aus der Küche und schwingt sich aufs Fahrrad. Kurz darauf erreicht sie in Rekordtempo die Auffangstation und begrüßt stürmisch die Freundinnen.

"Wollen wir gleich rein gehen? Ich kann's kaum erwarten die Winzlinge zu sehen. Cool, dass du welche haben darfst, dein Bruder kann dir halt nichts abschlagen, hm?" Dann fragt sie Tani. "Nimmst du auch eins?" Diese schüttelt den Kopf. "Nein, ich darf leider nicht." Etwas traurig schaut sie zu Boden, ringt sich dann aber wieder zu einem Lächeln.
Ellie sieht zu Tani. "Ja, schade. Aber du kannst dann bei der Namensgebung helfen." Zu Nouki sagt sie: "Aber Ben lässt mich nur eins oder zwei Kätzchen mitnehmen. Sag mal, braucht Bandido vielleicht noch einen kleinen Freund? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn keines der drei zurück bleiben muss und alle drei ein Zuhause finden."
Nouki bläst die Wangen auf und atmet laut aus. "Oh je, gerade hat meine Mutter gemeint...aber nicht dass du die dann mit nach Hause bringst." sagt sie lachend. "Ich weiß echt nicht ob sie das erlauben würde." In leicht sehnsüchtigem Ton fährt sie fort. "Das wäre schön, ich hab Bandido ja schon als ausgewachsenes Tier bekommen, ein kleines Kätzchen hatte ich noch nie...aber ob das überhaupt funktionieren würde? Wenn er so ein Küken ins Revier gesetzt bekommt. Was meint ihr?" Sie sieht die beiden etwas ratlos an.

Ellie lächelt. "Es kann gut ausgehen, es kann auch schief gehen. Das kann ich leider nicht sagen. Aber meistens gewöhnen sich die Tiere aneinander und freunden sich an. Du musst bei den ersten Treffen natürlich aufpassen und am besten dabei sein." Aber wenn Noukis Mama da was dagegen hat, wird es so oder so schwierig.
"Du kannst es ausprobieren. Aber vielleicht kannst du deinen Mama mal anrufen und fragen, ob zumindest ein Kitten in Ordnung wäre?", fragt Tania.
Nouki schaut sie an und lässt sich dabei Ellies Worte durch den Kopf gehen. "Ich glaub wir müssen sie ein bisschen austricksen. Wir machen ein Video von den Kleinen, wie sie spielen und sowas und dann warten wir ein wenig und DANN erst ruf ich sie an und frag." Sie grinst Tani an. "Nein warte, noch besser...erst eins von allen und dann eins von mir mit nur dem Kätzchen was zu uns kommen soll..und dann fragen." - "Super Plan!", grinst Ellie, "das muss dann einfach klappen." Sie hakt sich bei Tani und Nouki unter. "Wollen wir rein?" - "Gern.", antwortet Tani.
Die Drei betreten das Gebäude. Fiona führt die Mädchen in den Raum mit den Kätzchen. Schon durch das Fenster erkennt man, dass die drei gerade miteinander spielen. "Die beiden dreifarbigen Kätzchen sind die Mädels und der Orangene ist ihr Bruder.", erklärt sie gerade. Sie öffnet die Tür, so dass die drei die Tiere näher kennen lernen können.

"Dann schauen wir mal, wer von uns welches Kätzchen nimmt!", grinst Ellie zu Nouki. Sofort kommen die drei Tiere neugierig näher. Eines der Katzenmädels schnuppert an Ellies Hand, und diese krault das kleine Tier.

Das Kätzchen spielt mit Ellies Armreif. Diese lächelt. Weiße Grundfarbe, mit orangenen und schwarzen Flecken. Ein hübsches Tier. "Wusstet ihr, dass diese dreifarbigen Katzen zu 99% weiblich sind? Und orangene sind zumindest zu 80% männlich.", wendet sich Ellie an ihre Freundinnen, "Hat jeweils genetische Gründe. Unsere Findlinge passen also perfekt in die Statistik." Die anderen beiden Kätzchen haben sich währenddessen zu Tani und Nouki gesellt.
Nouki setzt sich im Schneidersitz auf den Boden und beobachtet die drei Fellknäuel. "Ach? Echt? Das wusste ich nicht, nein." antwortet sie Ellie, dann bricht sie in helles Lachen aus. Die beiden anderen Katzen sind in einen kleinen Kampf verwickelt und rollen als ineinander verschlungenes Knäuel auf sie zu. Dann hört man einen quiekenden Laut , das weibliche Tier landet vor ihren Knien und versucht sich ungestüm, aber tollpatschig auf ihren Schoß zu retten, während der Kater Tani vor die Füße purzelt. Nouki greift das kleine Tier, streckt die Beine aus und setzt es darauf. Sofort beginnt es schwankend und unbeholfen darauf hin und her zu laufen.

Nouki nimmt ihr Handy und filmt alle drei Kätzchen. "Die sind so unglaublich süß." Dann stoppt sie die Aufnahme, schickt sie an ihre Mutter und meint: "Ich glaube mit einem Weibchen würde es besser funktionieren mit Bandido. Bestimmt liefern die sich sonst irgendwann Revierkämpfe , wenn der kleine Kater dann in die Pubertät kommt."
Tani kuschelt mit dem Kater. Am liebsten würde sie auch eines der Kätzchen zu sich nehmen, doch das geht nun mal nicht. Der Kater genießt die Streicheleinheiten und bleibt ruhig auf ihrem Schoß liegen.

Ellie lächelt. "Die ist aber auch wirklich süß, die kleine Dame auf deinem Schoß." Dann ist das wohl entschieden, welches Kätzchen bei Nouki bleibt.. bestimmt schafft sie es, ihre Mutter zu überreden. Dann würde das heißen, dass die anderen beiden wohl bei ihr einziehen. "Fehlen nur noch Namen.", sagt Ellie nun. "Jemand Ideen?"
"Ich kann ihr keinen Namen geben, solange ich nicht weiß, ob ich sie behalten darf." sagt Nouki nachdenklich. "Sonst fühlt es sich nachher noch schlimmer an, wenn es nicht klappt..dann ist sie schon fast meine Freundin." Schnell nimmt sie wieder das Handy zur Hand, schickt ihrer Mutter nochmal ein Video von dem Kätzchen und wie es auf ihr spielt. Mama, bitte, bitte ...ich würd sie so gern mit nach Hause nehmen, Bandido freut sich bestimmt auch. Kurz darauf klingelt das Handy, es ist ihre Mutter. Nouki steht auf. "Ich geh kurz telefonieren, bin gleich wieder da." sagt sie aufgeregt zu den Freundinnen und geht nach draußen.

Ellie drückt ihrer Freundin beide Daumen, dass es auch klappt. Während Nouki am Telefonieren ist, überlegt sich Ellie Namen für die anderen Kätzchen. Sie weiß ja bereits, dass sie zwei davon mitnehmen kann. Das Katzenmädchen, das bei Nouki auf dem Schoß saß, lässt sie dabei vorerst außen vor. Denn wenn es bei Nouki klappt, wird es ihr Kätzchen.
"Der Kater sieht mir nach einem Rudi aus.", sagt Ellie gerade zu Tani, "Oder was meinst du?" Für das dreifarbige Kätzchen ist ihr bisher noch nichts eingefallen.
"Na Rudi.", sagt Tani zum Kater, der daraufhin schnurrt und Tanis Hand ableckt. "Ja, er ist einverstanden." Grinsend schaut sie erst zu Ellie, dann wieder zurück zum Kater.

Ellie muss lachen. "Ja, der Name bleibt ihm nun auch erhalten." Sie dreht sich zu Tani. "Hast du eine Idee für die Dame hier?" Sie hält das Kätzchen mit den schwarzen und orangenen Flecken hoch. Ob sie Tanis Vorschlag dann übernimmt oder nicht bleibt dann ja ihre Entscheidung.

"Hm.." Die Freundin überlegt. "Kayra.. oder Kara?" Sie überlegt weiter. "Mila.. oder Mia." Mehr fällt ihr nicht ein, doch das wären ihre Favoriten.
"Mia gefällt mir." Ellie lächelt, "Ich mag kurze Namen und der Name hat drei Buchstaben. Für jede Farbe einen!" Sie muss dabei selber lachen. Sie setzt sich das Kätzchen auf die Schulter, das nun an Ellies Haaren spielt.
Nouki betritt den Raum wieder und beantwortet die fragenden Blicke der Freundinnen mit einem verhaltenen Grinsen und einer Hin- und Herbewegung der Hand, die andeutet: halb/halb. Sie setzt sich wieder auf den Boden und nimmt 'ihr' Kätzchen auf den Schoß. "Ich darf sie mit nehmen, bin aber ganz allein dafür verantwortlich, dass alles gut geht..mit Bandido und überhaupt. Wenn ich's nicht hin bekomme, muss ich sie zurück bringen." Sie streichelt das Tier weiter. "Habt ihr schon Namen gefunden? Hab ich da eben Mia gehört?"
"Ja, das war die Überlegung für dieses Mädel hier." Ellie lächelt und krault das Kätzchen auf ihrem Schoß. "Und der Kater heißt Rudi."
"Also fehlt nur noch dieses Mädchen hier? Hm..." Sie überlegt. "Sie ist ein Mädel, also kann sei einfach Chica heißen. Eine süße Chica, passend zum verwegenen Bandido."
"Chica! Das ist ja wirklich süß.", ruft Ellie, die sich freut, dass es bei Nouki geklappt hat. "Bestimmt wird sie Bandido eine tolle Freundin!" Hofft sie zumindest.
Nouki lacht und schaut zu Tani. "Wie geht's eigentlich bei euch mit den Hunden? Haben sie sich gut eingelebt?" - "Die Beiden haben sich gut gemacht, ich gehe regelmäßig spazieren mit Ihnen. Auch meine Mutter geht gerne mit den Beiden." Lächelnd denkt Tania an ihre tierischen Mitbewohner.
"Das ist ja auch toll, dass gleich zwei Hunde ein neues Zuhause gefunden haben! Genau wie die Kätzchen. Da kriegen wir sogar alle drei unter." Ellie lächelt und krault das Kätzchen auf ihrem Schoß, das zu schnurren anfängt. "Ja, ist immer toll wenn die Eltern das erlauben." bestätigt Nouki.

Da sie zu quirlig wird, nimmt sie Chica auf den Arm und kuschelt so mit ihr weiter. "Ich hab grad überlegt ob ich noch was kaufen soll in der Tierhandlung..ein Katzenbett, aber Bandido nutzt seins eh nie, der schläft fast immer auf meinem Bett." Sie schmunzelt und hebt Chica hoch, so dass sie fast Nase an Nase sind. "Dann bekommst du eben sein riesengroßes Katerbett." Das Kätzchen auf dem Schoß weiter kraulend überlegt sie laut. "Aber ein größerer Kratzbaum wäre ganz gut, so einer mit Höhlen. Wollen wir nachher noch zusammen in die Tierhandlung und einen kaufen?" Dann fällt ihr noch was ein. "Auf Simtube hab ich mal was gesehen, die haben eine Hängematte selber gebaut, das war auch witzig. Keine Ahnung ob ich handwerklich begabt bin, müsste man mal ausprobieren." Sie schaut lächelnd zu den Freundinnen.
Tani sieht zu Ellie und dann wieder zu Nouki. "Klar kommen wir noch mit. Und sicher können wir dir auch helfen mit der Hängematte, oder?" Fragend sieht sie Ellie an.
"Klar helfen wir.", grinst Ellie, "Sowas könnte ich selber für die Kätzchen ebenfalls gebrauchen. Einen Kratzbaum und anderes Katzenzeug hat Ben mit mir gestern schon gekauft, aber für Chica brauchen wir sowas natürlich auch. Aber ich glaube, hier in der Auffangstation kann man auch Tiersachen kaufen. Zumindest sowas wie Spielzeug und Futterschüsseln. Das brauche ich für meine Frechdachse auch noch und du kannst dir da ja auch was holen. Vielleicht gibt es ja sogar Kratzbäume, aber das weiß ich grad nicht. Den haben wir woanders gekauft."
"Schüsseln und sowas brauch ich nicht, aber wir können zusammen den Kratzbaum kaufen, ich denke schon dass ich es schaffe Chica bei uns zu behalten." Nouki lächelt zuversichtlich. "Und wenn sie erstmal da ist, becirct sie bestimmt alle. Gehen wir dann Die Sachen kaufen für Rudi und Mia?" Nouki setzt ihr Kätzchen auf den Boden und steht auf." Ich denke ich werd sie morgen abholen, am besten zusammen mit meiner Mutter. Hab ja keinen Transportkorb dabei heute."
Ellie nickt. "Da ich drauf vorbereitet bin, kann ich die beiden Minis auch heute schon mitnehmen, aber Chica ist morgen ja auch noch da." Die Freundinnen kaufen bei der Tierauffangstation noch etwas Katzenzubehör und auch die Formalitäten für die Adoption werden erledigt. Dann verabschieden sich die drei voneinander.
(In Zusammenarbeit mit @Spatz und @simscat2 )
Tania - nächster Post
Ellie - nächster Post
Nouki geht nach Brindleton Bay Nr. 9 - Green Fingers
David kommt von Britechester - Wohnkomplex - Wohnung Janko
Dylan kommt von Copperdale - Haus der Familie Sievers
Start: Klara Sievers (derzeit noch im Char.bogen von Dylan)
Charaktere: Dylan, David, Klara
Geschichtsstrang: Not-und andere Fälle
Behutsam setzt David das Tier zurück in seinen Käfig. "Das hast du ganz toll gemacht, meine Kleine. Jetzt ruh dich aus. Morgen ist ein großer Tag."
Das Eichhörnchen tappst in die hintere Ecke seiner vorübergehenden Unterkunft und rollt sich in die weiche Decke ein. Die schwarzen Augen funkeln dem Zweibeiner skeptisch entgegen.
Niemand hatte daran geglaubt, dass die kleine Patientin durchkommt, doch sie erwies sich als wahre Kämpferin. Dies sind die Momente, in denen David Kraft für seine Arbeit schöpft, die bei weitem nicht immer ein gutes Ende nimmt.
"Mimi ist versorgt und freut sich auf ihre Freilassung.", berichtet er, als nach vorn zur Kollegin kommt.
"Wunderbar. Diese Freude haben wir viel zu selten."
Die Glöckchen an der Tür bimmeln, als sie geöffnet wird und ein bekanntes Gesicht eintritt.
"Ich schüttel die Box doch gar nicht, du übertreibst voll." Mit der Schulter stößt Klara die Eingangstür auf und lässt sie hinter sich, direkt vor Dylans Nase, wieder zu fallen.
"Hey, soll ich gleich mit verarztet werden oder was?" Kopfschüttelnd fängt Dylan sie ab, betritt hinter seiner Schwester die Auffangstation und folgt ihr zum Schreibtisch von Fiona Finkenheimer, der Leiterin und guten Seele des Hauses. "Wenn ich sie dir aufgehalten hätte, wäre bestimmt die Schachtel geschüttelt worden." kontert seine Schwester grinsend und lehnt sich ans Pult. 
"Hi Fiona." grüßt Dylan lautlos, da sie sich gerade in einem Telefonat befindet. Er zeigt auf seine Schwester und die Schachtel mit den Luftlöchern in ihrer Hand und gestikuliert, dass sie nach hinten durch gehen, wo Davids Stimme zu hören ist. Lächelnd nickt Fr. Finkenheimer und hebt den Daumen zur Bestätigung. Dylan setzt sich in Bewegung, bemerkt aber nach ein paar Schritten, dass Klara ihm nur zögernd folgt. "Was ist? Soll der Vogel ewig da drin bleiben?"
"N..nein?" Klara schiebt trotzig ihr Kinn nach vorne und legt an Tempo zu. Als sie mit Dylan auf gleicher Höhe ist, knufft er sie mit dem Ellbogen leicht in die Seite. "David frisst dich nicht, das macht er nur mit kleinen Eichhörnchen." neckt er sie grinsend.
Errötend funkelt Klara in an. "Idiot!" zischt sie, verstummt aber gleich wieder, weil sie in Hörweite angelangt sind. Dylan schlägt mit seinem Kumpel ein, grüßt seine Kollegin Susi und schiebt Klara, die hinter seinem Rücken stehen geblieben ist, kurzerhand nach vorne.
"David, meine Schwester hat einen neuen Patienten dabei. Einen gefiederten, sie hat ihn zusammen mit einer Freundin.." - " Die Schwester kann für sich allein sprechen." mault Klara und sieht David verlegen lächelnd an. 
Dylan hebt beide Hände in einer beschwichtigenden Geste und grinst seinem Kumpel zu. "Wer hätte gedacht, dass du so schnell deine Sprache wieder findest." Währenddessen öffnet seine Schwester vorsichtig den Deckel des Kartons und gibt die Sicht auf eine Krähe frei, die apathisch aussieht und nur leicht den Schnabel reckt. "Sie hat einen gebrochenen Flügel." sagt sie leise. "Und sie hat nichts gefressen bis jetzt.." Sorgenvoll blickt sie zu David auf und streckt ihm die Box hin, damit er sich selbst vom Zustand des Tieres überzeugen kann.
Breit grinsend beobachtet David die Geschwister bei ihren Neckereien, spart sich aber jeden Kommentar. Er hat genügend Erfahrung mit seinen eigenen Schwestern, um zu wissen, wie das läuft. 
Seine Aufmerksamkeit wandert zum Vogel, als Klara ihm die Kiste hinhält. "Viel wichtiger ist es, dass er etwas trinkt." Ein kurzer, aber routinierter Blick streift den abstehenden Flügel, ehe der Auszubildende sich Handschuhe überziehend der Kollegin zunickt. "Schaust du mal, ob Doktor Breidt da ist?"
Susi huscht sogleich aus der Tür, während David behutsam die Krähe aus der Kiste hebt. "Er sieht jung aus. Habt ihr ihn direkt angefasst?"
Unangenehm berührt nickt Klara. "Ja..er hüpfte auf dem Schulhof umher und fiel dauernd auf die Seite um. Wir haben nicht nachgedacht." gibt sie zu. "Ich weiß von Dylan, dass man sie mit Handschuhen anfassen sollte oder in ein Handtuch wickeln, aber wir waren so aufgeregt.." schließt sie kleinlaut. "Wird ihm das schaden?"
"Wird sich zeigen. In dem Alter sind sie noch bei den Eltern. Im schlimmsten Fall nehmen die ihn nicht mehr auf." Zaghaft tastet David den Flügel ab, streckt ihn der Länge nach und schenkt Klara dann einen aufmunternden Blick. "Oberflächlich keine Verletzungen. Das heißt, er hat gute Chancen auf eine Behandlung. Was bedeutet, dass er hier bleibt. Was bedeutet, dass er eh Sims ausdünsten wird, wenn er nach Hause geht. Euch sei also verziehen." Er setzt das Tier in die Kiste zurück, um hinter sich eine Pipette aus dem Schrank zu holen. "Er bekommt erstmal etwas Flüssigkeit. Dann geht's zum Röntgen." Die Pipette in einem Wasserkanister auffüllend, erklärt er: "Es kommt immer wieder vor, dass sie gegen ein Fenster prallen. Dabei können sie sich ernsthafte Verletzungen und sogar innere Blutungen zuziehen." Zurück an der Schachtel legt er vorsichtig eine Hand um den Vogel, mit dem Daumen stützt er den empfindlichen Kopf. "Keine Angst, kleiner Mann, wir wirken zwar gruselig, aber wir sind alle deine Freunde." Mit der Pipette träufelt er dem Tier einige Tropfen Wasser in den Schnabel. "Ja, du bist durstig. Das tut gut, nicht wahr?" Klara ansehend lächelt er: "Du darfst ihm einen Namen geben." 
"Pegasus." sagt das Mädchen ohne zu zögern. "Ich glaub dran, dass er bald wieder fliegen kann." Bewundernd sieht sie David an. "Vor allem weil du ihn jetzt versorgst.", betont sie mit leuchtenden Augen.
Dylan gibt einen undefinierbaren Laut von sich. Er wackelt David hinter Klaras Rücken mit den Augenbrauen zu und kann sich einen Kommentar nicht verkneifen.
"Dr. Jankos Sprechstunde ist leider für heute beendet und eben kam die Meldung von der BBH, dass ein gewisses Klärchen Sievers zum Nachmittagsunterricht vermisst wird." Erschrocken fährt Klara herum, nimmt sich aber noch die Zeit Dylan zu boxen. "Nenn mich nicht so!" Dann winkt sie mit geröteten Wangen David zu. "Ich hab voll die Zeit vergessen." - "Gern geschehen, Klär.." Ein weiterer Boxhieb vor die Brust und Dylan geht gespielt gequält ausatmend in die Knie. Klara zieht mit erhobenem Kopf an ihm vorbei, aber im anderen Zimmer werden die Schritte schneller, bis schließlich mit einem Rumms die Eingangstür zu fällt.
"Puh. Klarinator." Dylan tritt näher an den Pappkarton und nimmt den Pflegling unter die Lupe. Sanft streicht er dem Rabenvogel übers Gefieder. "Das Wasser wird ihm Aufschwung geben, ganz wie es sich für Pegasus gehört." Er lässt sich auf den Stuhl neben David fallen, um auf Dr. Breidt zu warten. "Was geht bei dir grad so?"
"Macht Spaß, sie zu ärgern, was?", grinst David breit. Seine bemerkenswert geraden Zähne leuchten Dylan entgegen. "Pass bloß auf, wenn du jemanden am Start hast, rächt sie sich. Das wird peinlich."
Hinter ihm springt die Tür auf und Susi tritt ein. "Wir können gleich rüber zur Untersuchung.", berichtet sie.
"Hier." David drückt ihr die Schachtel in die Hand. "Er heißt Pegasus. Wasser hat er bekommen."
Die Kollegin nickt und verschwindet mit dem Patienten. 
"Meine Ex ist bei mir eingezogen." David zieht sich die Handschuhe aus und wirft sie in den Mülleimer. "Die hat vielleicht einen Knall, sage ich dir."
„Sie braucht das, sonst weiß sie nicht, dass sie meine Lieblingsschwester ist.“ lacht Dylan und verweilt gedanklich kurz bei Davids Rachetheorie. Das würde sie sich nicht trauen, oder doch? Der letzte Satz seines Freundes holt ihn zurück. „ Du hast dir deine Ex wieder ins Haus geholt?“ Er hört auf mit dem Drehstuhl hin und her zu wackeln und sieht David verblüfft an. „DIE Ex?“ spielt er auf ein paar wilde Anekdoten an, die David ihm erzählt hat, als sie sich in einer Pause mit dem Thema Mädels beschäftigt haben.
Der Ältere lacht humorlos. "Naja, 'ins Haus geholt' ist nicht die Formulierung, die ich wählen würde." Von der Papierrolle auf der Arbeitsfläche reißt er ein Blatt ab, greift zur Sprühflasche und benässt den Tisch, auf dem vor Kurzem noch der Karton mit der Krähe stand. "Sie war halt plötzlich da, von wegen, sie wüsste nicht, wohin und so. Hat sich mit ihren Eltern gezofft. Was eigentlich gar nicht geht, weil ...", emsig wischt er mit dem Papier hinterher, ehe er Dylan mit einem fragwürdigen Grinsen ansieht, "die erlauben ihr alles. Und ich meine wirklich ALLES. Sie könnte einen Drogenlabor mitsamt Umschlagplatz bei sich aufbauen und die würden nichts dazu sagen." Kopfschüttelnd wendet er sich wieder der Reinigung. "Wie kann man sich mit solchen Leuten zoffen?" 
"Eine Familie, die dir keine Grenzen setzt? Klingt verlockend." Dylan stellt sich vor was er in solche einem Umfeld schon alles hätte verwirklichen können, aber will man das wirklich? "Für unsere Sache wäre das ganz praktisch, aber zuhause so leben wollte ich nicht." Er steht auf und streckt sich. "Da drehst du doch irgendwann ab und versuchst alles, nur damit mal einer überhaupt reagiert."
David hebt die Augenbrauen und deutet ein halbes Nicken an. "Ich sag ja, die ist irre. Absolut unberechenbar." Das Tuch landet im Mülleimer bei den Handschuhen. "Für unsere Sache viel zu gefährlich."
„Hattest du mal daran gedacht?“ Dylan tritt zu dem Käfig, in dem Eichhörnchen Mimi munter umher hopst und beobachtet das Tier, während er auf Davids Erwiderung wartet. "Sie einzuweihen mein ich."
"Naja, anfangs mal." David setzt sich auf den Hocker, auf dem zuvor Dylan saß. "Weißt schon, man ist verknallt und will alles zusammen machen. Boom hätte einen mords Spaß an sowas, so viel ist klar." Erinnerungen schieben sich in sein Gedächtnis von wilden Saufgelagen, Prügeleien, Hetzjagden und anderen - völlig surrealen - Situationen, in die er hineingezogen wurde. "Aber sie hat kein Interesse am Tierwohl. Sie will sich nur unterhalten. Ich bin echt froh, dass ich ihr nie was gesagt hab. Du musst echt aufpassen, wem du was erzählst."
"Mhm." entgegnet Dylan, ohne David an zu sehen. Er würde ihm gern von Charlie erzählen, weiß aber nicht wie er das Thema angehen soll. "Hast du Lust kurz raus zu gehen? Ich könnt bisschen frische Luft vertragen." Sie nutzen öfter die Arbeitspausen, um sich über Geplantes oder Neuigkeiten aus zu tauschen. Im Moment sind alle Patienten versorgt und draußen gibt es keine Mithörer.
David wirft einen flüchtigen Blick auf die Uhr. "Auf ein Getränk?", fragt er.
Einen Moment später zieht er an Fiona vorbei. "Bin in Kaffeepause.", ruft er ihr zu, während er in die Jacke schlüpft. Die Tür aufhaltend lässt er Dylan den Vortritt. "Ladies first."
Im Freien setzen sie sich auf eine Bank mit Blick auf den Hafen von Brindleton Bay. Dylan nimmt einen kräftigen Schluck Mineralwasser, das er aus dem Personalkühlschrank genommen hat. Getränke sind für Angestellte und ehrenamtliche Helfer frei. "Ja, ich bin vorsichtig, klar."greift er den Gesprächsfaden wieder auf. Sein Blick wandert nachdenklich über die Hafenbucht. Eine leichte Brise bewegt die Meeresoberfläche und lässt die vertäuten Segelboote entlang des Landungsstegs sanft auf und ab schaukeln. "Ich kenn ein Mädchen, die eventuell in Frage kommen würde." sagt er dann geradeheraus und sieht David an. "Sie hat ordentlich power und die richtige Einstellung ."
David nimmt einen Schluck seiner Schorle, ehe er Dylans Blick auffängt. "Wie gut kennst du sie?"
"Noch nicht so gut, aber ich arbeite daran." sagt Dylan und grinst schief, überrascht von sich selbst . "Also..ich mein..ja, genau das mein ich." sagt er dann leise lachend. Er neigt den Kopf seitlich und nimmt intensiven Blickkontakt zu David auf. "Kennst du das? Du sprichst mit einer Person, kannst es nicht erklären, aber dein Bauchgefühl sagt dir, es passt. Die richtige Energie, die richtigen Ansichten. Sie ist couragiert und verschwiegen. So viel steht fest." Die Eindringlichkeit in seiner Stimme unterstreicht, wie wichtig ihm dieser Aspekt ist.
Im ersten Moment fragt sich David, ob sein Freund wirklich über die Gruppe spricht oder eher über etwas privateres. Für manche macht das kaum einen Unterschied, doch er weiß, dass man beides trennen können muss. "Klar kenne ich das." Den Blick haltend senkt er die Stimme. "Die Frage ist nur, ob du deinem Bauch trauen kannst. Wenn du auf sie stehst, dann lass es lieber. Dann bist du nicht objektiv." Prüfend mustert er Dylan einen Moment, ehe ihm seine Mimik zu entgleiten scheint und sich ein spitzbübisches Grinsen in sein Gesicht schleicht. "Und? Stehst du auf sie?"
"N-nein.." sagt Dylan zögerlich und fühlt sich gleichzeitig ertappt. "Keine Ahnung..ich find sie gut, wir hatten mal ein Date, aber da lief nichts." Er sieht David schulterzuckend an. "Es ist anders als mit den Mädels am Strand, aber auf sie stehen? " Er beginnt sich unwohl zu fühlen, weil er David keine klare Antwort auf seine Frage geben kann. "Mich beeindruckt ihre Art und dass sie dieselben Ansichten hat, was die Tiere angeht." Jetzt lächelt er wieder. "Wir haben über die Ferkel geredet und sie begleitet uns wenn wir sie abholen. Da kannst du sie kennen lernen." 
"Na, das klingt doch interessant.", grinst David breit. "Ach, mach dich locker." Er verpasst Dylan einen Knuff mit dem Ellenbogen. "Wenn du meinst, die taugt was, bring sie mal mit. Vielleicht finden wir eine Gelegenheit, sie zu testen."
Seine aufkeimende Verlegenheit vertuschend, fährt sich Dylan zwei mal über die Nase und nickt dann. Davids Grinsen steckt an. In beiden Wangen zeigen sich kleine Grübchen, als er ihn ansieht und zurück schmunzelt. "Ja, das ist eine gute Idee. Wir kommen dich mal zusammen besuchen. Wie ich sie einschätze stülpt sie sich gleich ein paar Handschuhe über und wartet auf Anweisungen, wo sie helfen kann." sagt er leise lachend. "Und genau das mein ich. Ich mag das, wenn Leute Tatkraft haben und nicht nur herumtheoretisieren." In seine Augen tritt ein Leuchten, dass nur bei bestimmten Themen zum Vorschein kommt. "Apropos, Mimi sieht gut aus, die kann bald wieder ausgewildert werden, was meinst du?"
Stolz hebt David den Kopf. "Morgen geht sie schon nach Hause." Melancholisch seufzend richtet er seinen Fingerring. "Sie wird mir fehlen. Wir hatten gute Gespräche. Aber die Freiheit hat sie sich wirklich verdient." Selig lächelnd sieht er nun Dylan an. "Ich bin echt mega happy, dass sie es gepackt hat. Sie war meine erste eigene Patientin."
"Ich sag ja, Dr Janko hat's drauf." lächelt Dylan. "Freut mich für dich und für Mimi. Wo werden wir sie aussetzen? Sollte schon weiter weg sein, oder? Damit sie nicht auf die Idee kommt, wieder zu ihrem Pfleger zurück zu kommen um eine Extraportion Haselnüsse abzusahnen."
Eine junge Möwe landet nur einen Meter entfernt von ihnen und beäugt die flügellosen Zweibeiner interessiert. Kurzerhand beschließt sie, sich dem Fischstand zuzuwenden, um auf eine günstige Gelegenheit zu warten und etwas abzugreifen.
Amüsiert verfolgt David das Geschehen. Er sitzt gern hier und schaut dem geschäftigen Treiben von Sim und Tier zu.
"Wir haben uns für Henford entschieden. Da ist viel Platz und sie kann lernen ohne Sims zurecht zu kommen."
"Ich hab morgen keinen Nachmittagsunterricht, kann also dabei sein." Man hört die Vorfreude in Dylans Stimme. "Es ist so spannend die ersten Schritte in die Freiheit zu beobachten." Kurz schießt ihm der Gedanke in den Kopf, Charlie davon zu erzählen, aber er will nichts überstürzen. Sie soll sich nicht bedrängt fühlen, weil er permanent mit dem Thema Tiere ankommt. Und dann gibt es ja auch noch Sky..
"Na, dann schlage ich vor, kommst du direkt rüber und dann reiten wir los." Beherzt schraubt er den Deckel von der Flasche und trinkt ein paar Schluck, ehe er aufsteht und Dylan erwartungsvoll ansieht. "Ich muss zurück. Kommst noch mit oder sehen wir uns morgen?"
"Ich geh noch paar Sachen einkaufen für meine Mutter und dann hol ich Klara ab. Sie soll nicht allein nach Hause radeln." Er zuckt grinsend die Schultern. "Lang werd ich das nicht mehr durchziehen können, aber das soll sie unserer Mutter mal selber erklären dann." Dylan streckt sich und schlägt mit David ein. "Bis morgen, kann 's kaum erwarten."
(in Zusammenarbeit mit @RivaBabylon)
>>> Dylan geht nach Sulani Nr. 3 - Familie Greentail (2) >>>
<<< Marley kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) <<<
<<< Raphael kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) <<<
<<< Veronika kommt von Forgotten Hollow Nr. 1 - Haus von Pablo Garcia-Lopez (4) <<<
Charaktere: David, Marley, Raphael, Veronika
Geschichtsstrang: Pelzige Wiedervereinigung
Gewissenhaft bürstet David das kräftige Fell des Katers. Das Tier ist längst nicht mehr so misstrauisch wie bei seiner Ankunft. "Das findest du gut, was? Jetzt siehst du wieder richtig edel aus. Da wird sich deine Mama freuen, wenn sie dich endlich wieder sieht." Die Bürste beiseite legend, krault der Auszubildende den Kater hinter einem Ohr. Genüsslich schnurrend windet der Schützling sich und presst seinen Nacken gegen Davids Hand. "Bist du so ein toller Kater." Davids Stimme klingt weich und liebevoll, als er die feinen Glöckchen am Eingang hört. "Vielleicht ist das schon dein Taxi? Wollen wir mal nachsehen?" Vorsichtig hebt er das Tier unter dem Brustkorb an und setzt es in eine Transportbox. Inzwischen weiß er genau, wie er eine Katze halten muss, um sie ohne viel Aufsehen in einen solchen Käfig zu platzieren. Mit ruhigen Bewegungen schließt er das Gitter und schaut noch einmal in die Kiste hinein. "Lauf nicht weg. Ich bin gleich wieder da."

Eiligen Schrittes geht er in den vorderen Bereich zum Tresen, wo bereits drei Kunden warten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
"Hi.", grüßt er mit neutralem Ausdruck. "Raphael und Marley?"
Marley gibt dem Jungen die Hand. "Da liegst du richtig." - "Und Veronika.", fügt diese noch hinzu. Der Anruf, dass der Kater gefunden wurde, hatte nicht nur Marley und Raphael, sondern auch die Vampirin mit Freude erfüllt, als sie es ihr telefonisch mitteilten. Sie hat darauf bestanden, mit den beiden Reitern bei der Abholung dabei zu sein. "Es war wirklich eine Erleichterung, zu erfahren, dass es Snow gut geht.", fügt sie noch hinzu.

"Dann bin ich wohl David.", erwidert er den Händedruck. "Er war etwas unterernährt, aber das haben wir schnell in den Griff bekommen. Verletzungen gab es keine. Er ist frisch gebürstet und freut sich auf ein Wiedersehen. Ich hole ihn schnell."

David verschwindet in den hinteren Räumen und kommt einen Augenblick später mit der Transportbox zurück. "Sooo, hier ist der Hübsche." Die Kiste auf den Tresen stellend, winkt er Veronika heran. "Bitte mal einen Blick schmeißen - nur um sicher zu gehen." Vorsichtig öffnet er das Gitter und greift in die Box. "Komm mal her, kleiner Mann. Hier möchte dich jemand begrüßen."
"Snow!" Veronika ruft den Namen aus und das Tier erkennt sein Frauchen sofort. Zielstrebig hüpft er schnurrend zu ihr und leckt ihr über das Gesicht. Die Vampirin spürt, wie ihr die Tränen über das Gesicht laufen. "Snow, ich hab dich so vermisst!" Sie krault das Tier über und über und fällt dann auch David in die Arme. "Danke!", ruft sie erleichtert. Auch Marley und Raphael müssen sich eine Umarmung gefallen lassen. Es ist deutlich, dass der Anblick des Katers Veronika wieder neuen Mut gibt.

Schließlich ist auch das Tier wieder dran, mit Streicheleinheiten übersäht zu werden. "Er sieht wirklich gut aus." Veronika blickt zu David. "Gut gepflegt und super zutraulich. Wirklich gute Arbeit."
Raphael betrachtet die Szenerie und ein warmes Lächeln legt sich auf seinen Lippen. Dankbar legt er einen Arm und Marley. Veronika hat viel verloren, doch nun ist sie endlich wieder mit ihrem geliebten Kater vereint.

"Ich deute das als ein 'Das ist er'.", lacht David zufrieden. Es immer ein gutes Gefühl, wenn er Tieren helfen kann, in ihr gewohntes Umfeld zurück zu kehren. Wenn man dabei auch Sims glücklich machen kann, ist das ein Bonus. "Wir müssten dann noch eine kleine Formalität klären. Nur, dass die Akte geschlossen werden kann." Hinter dem Tresen holt er ein Formular hervor. "Bitte unterschreiben."
Das erledigt Veronika wirklich gerne. "Hier, das hast du dir verdient!" Sie drückt David ein großzügiges Trinkgeld in die Hand. Zum Glück waren Pablo und Irina damit einverstanden, dass Snow während ihres Aufenthalts ebenfalls in Pablos Haus einen Platz findet. Als die Formalitäten erledigt sind, legt Veronika Marley und Raphael ihren Arm um die Schultern. "Und euch zwei Schätzchen lade ich irgendwann auch mal auf einen Barbesuch ein, oder so was. Aber zuerst sollte ich wohl Snow sein neues Übergangszuhause zeigen. Wäre ja nicht schön für ihn, wenn er die ganze Zeit im Katzentransportkorb ausharren muss."
In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon und @Spatz
>>> Veronika geht nach Forgotten Hollow Nr. 1 - Haus von Pablo Garcia-Lopez (4) >>>
>>> Marley geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) >>>
>>> Raphael geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) >>>
>>> David geht nach Newcrest Nr. 13 - Waisenhaus Heimathafen (2) >>>
#17
<<< David kommt von Sulani - Clemens Ferienhütte <<<
<<< Ellie kommt von Granite Falls <<<
Charaktere: David, Fiona, Ellie
Geschichtsstrang: Smalltalk und seine Tücken
"Keine Sorge, mein Freund. Ich bin zwar riesig, aber ich bin ungefährlich." David greift behutsam in den Käfig. Das struppige Gefieder des zierlichen Spechtes sträubt sich unter seiner Hand. "Ich will nur deine Wunde versorgen. Danach hast du Ruhe vor mir." Das Tier auf dem Behandlungstisch abgesetzt, schaut David sich den Schnabel an, ehe er mit einem Wattestäbchen zaghaft über die Naht streicht. "Du machst das großartig. Gleich sind wir fertig." Das Stäbchen bleibt sauber, die Wunde hat aufgehört zu nässen. Zufrieden trägt David die Salbe auf, dann hat der Vogel die heutige Prozedur überstanden. Zurück im Käfig spreizt er drohend seine Flügel, bis David sich abwendet. Im vorderen Bereich der Station sind Stimmen zu hören. Die neue Kollegin scheint angekommen zu sein. David streift die Handschuhe ab und geht in Richtung der Unterhaltung.
"Aber ja, Fiona!", lacht Ellie, "Ich weiß noch, wo alles ist." Sie lächelt, als sie sich an die Selvadorada-Reise erinnert, für die sie das Geld zusammen gespart hat. Dass sie gemeinsam mit Nouki einen Schatz gefunden hat, kann sie immer noch nicht wirklich glauben. Irgendwann, so nimmt sie sich vor, wird sie nach Selvadorada zurück kehren.
"Na dann willkommen zurück!", ruft Fiona aus, als sie David bemerkt. "Wenn du doch noch Fragen hast, wird dir David sicher helfen." Sie winkt ihrem Mitarbeiter zu.
"Das wäre dann ich." Der Auszubildende hebt aufmerksam die Brauen und nickt der Neuen entgegen. "Hey. Ellie, richtig?" Mit festem Händedruck begrüßt er sie. "Du hast schon mal hier gejobbt? Dann weißt du ja schon in etwa, wie der Hase läuft. Ich wollte grade die neuen Spenden aufnehmen. Wenn du startklar bist, kannst mir dabei helfen."
"Ja, damals noch als Sommerjob, um mir eine Reise zu finanzieren.", antwortet Ellie während sie die Hand schüttelt. Auf den ersten Blick scheint dieser David ja sympathisch zu sein. Das macht es ihr einfacher, zur Ruhe zu kommen. "Aber mit den Spenden hatte ich damals nie was zu tun gehabt. Aber so kompliziert klingt das ja auch nun wieder nicht. Da helf ich dir gerne."
"Ist ganz einfach. Zeig ich dir." Zielstrebig führt David die Kollegin in den hinteren Bereich zum Lager. Einige Kartons, befüllt mit Futter und Medikamenten, stehen vor den Regalen auf dem Boden. Ein Klemmbrett zu Ellie herüberreichend deutet er auf eine vorgefertigte Liste. "Hier trägst du ein, was und wie viel gespendet wurde. Ich räume alles in die Regale." Aus der Ecke zieht er eine Leiter und stellt sie vor der Regalwand auf. "Oder anders rum. Mir egal."
Ellie nimmt die Liste in die Hand. Ein Messer liegt bereit, mit dem sie eines der Pakete öffnet. "Hier spendet jemand 7.. nein 8 Dosen Katzenfutter.", zählt sie auf, "und zusätzlich noch vier mal Hundefutter." Sie schiebt den Karton zu David rüber, damit er alles einsortieren kann. Während er das tut, nimmt sie sich den nächsten Karton vor. Die Arbeit ist nicht wirklich kompliziert, aber das macht Ellie nichts aus. Sie mag es, kreativ zu arbeiten, aber manchmal ist es trotzdem schön, einfach nur etwas abzuarbeiten, bei dem sie nicht groß nachdenken muss.
Auch in der zweiten Kiste befindet sich Tierfutter. "Hey, diese Sorte liebt Toby über alles!", erklärt sie lächelnd. "Mein Schäferhund." Sie beginnt nun zu zählen, wie viele Dosen es dieses Mal sind.
"Vergiss nicht die Besonderheiten zu notieren. Diätfutter, Senior, Kitten oder Welpen und so weiter. Das muss später alles für Steuern und Behörden aufgeführt sein." Akribisch stellt David die Dosen auf, sortiert nach Marke, Sorte und Eigenschaften. "Hunde- und Katzenfutter sind die häufigsten Spenden.", kommentiert er weiter. "Als gäbe es nichts Anderes, das benötigt wird. Dabei haben wir auch immer wieder Wildtiere, die genauso Futter und oft Medikamente brauchen. Medizin geht richtig ins Geld." Die Leiter herabsteigend nimmt er die nächste Ladung entgegen. "Wie alt ist dein Hund? Und warum hast dich für einen Zuchthund entschieden?"
Ellie nickt. Sie hatte ohnehin schon die Details beachtet, denn die Liste zählt diese Punkte einzeln auf. "Fast drei.", erzählt sie. Bei der Frage nach dem Warum hebt sie kurz eine Augenbraue, spricht dann aber weiter: "Das habe ich nicht allein entschieden, es war eine Familienentscheidung. Toby wurde uns als 'familienfreundlich' empfohlen und er ist ja tatsächlich ein toller Hund."
Familienentscheidung war zu erwarten. Schließlich wirkt die Kollegin ziemlich jung. Davids Neugierde ist geweckt. "Es gibt jede Menge tolle und familienfreundliche Hunde in Heimen und Pflegestationen. Was ist mit denen?" Ein schwer zu deutender Blick funkelt Ellie entgegen. David pflegt sein undurchdringliches Pokerface mit Hingabe.
Ellie fühlt sich so, als würde er ihr Vorwürfe machen. Ja, Toby ist ein Hund vom Züchter. Doch ihre Familie hat ihn nicht von irgendeinem Züchter gekauft. Natürlich haben sie sich informiert, wie der so drauf ist. Aber auch in Tierheimen werden mal Schäferhunde abgegeben. Auch wenn er bei Toby recht hat, warum geht er von Anfang an davon aus, er sei auf keinen Fall von dort? Ihr erster Eindruck, dass er eigentlich ganz sympathisch wirkt, sinkt nun ein wenig. Als ob sie schuld daran wäre! Oder bildet sie sich das alles nur ein?
Anstatt auf die Frage zu antworten sagt sie: "Zwei Katzen gehören auch zum Haushalt. Die wurden hier aufgepäppelt, und Fiona sagte mir damals auch, dass die Mutter verstorben ist. Jetzt haben sie bei uns ein neues Zuhause." Ganz so, als müsste sie sich für Toby verteidigen.
Lässig an die Leiter gelehnt sieht David das Mädchen an. "Und das rechtfertigt die Unterstützung von Überzüchtungen? Oder warum erzählst du das? Oder weichst du immer aus, wenn du dich ertappt fühlst?" Eine ausgestreckte Hand macht herandwinkende Gesten, um das nächste Paket anzunehmen, während er in neutralem Ton mit Ellie spricht.
Ellie schiebt ihm den Karton genervt rüber. "Auch Toby hat es verdient, eine tolle Familie zu finden, die ihn adoptiert.", ist das Einzige, was sie noch dazu sagt. Dann setzt sie schweigend ihre Arbeit fort.
"Niemand behauptet etwas Anderes." In sich hineinschmunzelnd steigt David die Leiter wieder herauf und stapelt die Dosen. "Warum regst du dich so auf?", fragt er unschuldig. "Ein, zwei kritische Fragen sollten doch erlaubt sein."
"Was erwartest du jetzt von mir als eine Antwort? Dass es mir leid tut, dass Toby bei mir in der Familie lebt und kein Hund vom Tierheim? Dass ich mich schäme, weil meine Familie da mal einen Züchter unterstützt hat?" Ellies Laune sinkt und es wird deutlich, als ihr der Stift aus der Hand fällt. Sie hebt ihn wieder auf und macht einen Haken bei den Tierspielzeugen, die in der letzteren Lieferung dabei waren. Zumindest in einem Punkt hat David Recht: Medikamente kamen bei den Spenden bisher nur selten vor. Erst einmal hatte sie dort einen Haken setzen können, zumindest bisher.
"Du irrst dich." Vollkommen entspannt steigt David die Leiter herab, ohne Ellie anzusehen, um sie ein Stück weiter zu schieben und wieder hinaufzusteigen. "Ich erwarte gar nichts. Ich unterhalte mich nur." Ein Blick geht über seine Schulter zu ihr. "Um dich kennenzulernen. Das macht man doch so. Man unterhält sich." Den Blick wieder nach vorn gerichtet, legt er das Spielzeug in die dafür vorgesehene Kiste. "Oder liege ich da falsch?"
"Aber doch nicht so! Mit unterschwelligen Vorwürfen!" Ellie lässt David nicht aus den Augen. "Machst du das immer so wenn du jemanden kennen lernst?"
Nun kann sich David ein offenherziges Lachen nicht verkneifen. "Nicht immer, nein. Manchmal." Er steigt zum letzten Mal die Leiter herab, klappt sie zusammen und stellt sie zurück an ihren Platz. "Außerdem waren das keine Vorwürfe. Vielleicht solltest du versuchen, nicht alles so persönlich zu nehmen." Keck zwinkert er ihr zu. "Komm mit, ich zeige dir unsere aktuellen Patienten."
Er verlässt das Lager in Richtung der Tierunterkünfte. Neben abgetrennten Räumen befinden sich auch kleine und große Käfige dort. Die meisten Behausungen stehen leer. Drei Hunde in unterschiedlicher Verfassung, ein kleines Rudel Katzen und einige Vögel fallen zuerst ins Auge. "Die Katzen hier kommen aus einer verwahrlosten Wohnung. Das sind die, die gerettet werden konnten. Einige andere mussten eingeschläfert werden, weil ihre Missbildungen zu stark waren." Davids Stimme klingt, anders als zuvor, weich und fürsorglich. "Inzest. Die Hunde kommen von der Straße. Einer davon angebunden auf einem Parkplatz. Sie alle sind inzwischen gesund und gut genährt und können vermittelt werden."
Leiser sprechend macht er einige Schritte tiefer in den Raum. "Und hier haben wir die Kleinen. Ein Taubenküken, das aus dem Nest gefallen ist. Es wird noch gute zwei Wochen hier bleiben, aber es geht ihm gut." Grinsend schaut er Ellie an. "Wir nennen ihn Turtel Taube. Und das hier ist Hackepeter." Mit leuchtenden Augen schaut er zu dem Specht hinein, den er vor Kurzem noch versorgt hat. "Er hatte sich mit dem Schnabel in einem Stacheldraht verfangen. Beinahe hätte er ein Auge verloren. Aber die Doc konnte alles sauber entfernen und er ist auf dem Weg der Besserung. Er mag mich nicht. Aber das kann ich verstehen." Liebevoll lächelnd betrachtet David das Tier, das sich mit breiten Flügeln in die Ecke setzt. "Wenn alles gut geht, kann er Ende der Woche nach Hause. Dann bist du mich los, Hackepeter."
Ellie wirft einen Blick zu David. Seine Tierliebe wird deutlich, so liebevoll wie er mit Hackepeter und Turtel-Taube umgeht. Sie atmet noch einmal tief durch. "Als ich den Sommerjob hier hatte, gab es zwei Eichhörnchen, die aufgepäppelt werden mussten. Die hießen damals Chip und Chap, nach den Disney-Hörnchen benannt.", plaudert sie plötzlich, ohne sich selbst erklären zu können warum. "Als sie wieder in die Natur entlassen werden konnten, war ich aber leider nicht mehr da. Habe aber später ein paar Fotos auf's Handy geschickt bekommen, die Fiona gemacht hat."
Verstehend nickt David. "Ist immer ein ganz besonderer Moment. Auch wenn das Loslassen oft nicht so leicht ist." Seufzend richtet er sich auf. "Es muss IMMER um das Wohl des Tieres gehen." Sein Blick wird eindringlich. "Jemand, der nicht danach handeln kann, sollte keine Tiere halten." Tief einatmend verändert sich seine Mimik erneut. Die flache Hand klopft kameradschaftlich gegen Ellies Oberarm. "So. Bist du bereit, den Putzlappen zu schwingen? Einige der Boxen müssen noch sauber gemacht werden und anschließend führen wir die Hundegang aus."
Das sind Aufgaben, die Ellie auch in ihrer Zeit hier bereits erledigen musste. So weiß sie genau, wo sie Putzzeug findet. "Natürlich!", sagt sie daher. Ohne, dass David sie dahin führen muss, lenkt sie ihre Schritte ganz automatisch Richtung Putzschrank.
"Ich bin neugierig.", läuft David ihr hinterher. "Wie unterhält man sich denn, um sich kennenzulernen?"
Ellie holt sich alles Nötige aus dem Schrank. Sie reicht auch David die Utensilien für die nächste Aufgabe. Bei seiner Frage muss sie nun doch lachen. "Keine Ahnung.", sagt sie, "Hab mal gehört, man stellt Fragen. Nennt sich Smalltalk, oder so ähnlich." Normalerweise arbeitet Ellie eher schweigsam vor sich hin. Doch Davids ständige Fragen will sie auch nicht unbeantwortet lassen.
"Dann habe ich alles richtig gemacht." Ernst schauend nimmt er die gereichten Sachen entgegen. "Ich habe Fragen gestellt."
"Mit unterschwelligen Vorwürfen!", beharrt Ellie. "Und das ist der Part, der nicht in der Anleitung steht, wie man Smalltalk betreibt." Sie kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Und nein, ich weiß auch nicht, wer diese Anleitung geschrieben hat."
David nickt vorgeblich nachdenklich. "Es gibt nur einen Haken bei deiner Theorie.", erklärt er, die erste Transportbox auseinandernehmend.
"Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, dann empfindest du Kritik auch nicht als Vorwurf. Also liegt das Problem nicht beim Fragesteller, sondern bei der Person, die nicht zu ihrer Entscheidung steht." Gewissenhaft sprüht er alle Flächen mit dem Reiniger ein, verharrt kurz und sieht Ellie herausfordernd an. "Sagt das nicht viel mehr über dich aus, als das Aufzählen deiner spannenden Hobbys?"
Ellie zuckt nur die Schultern. "Was du in meine Aussagen reininterpretiert, da hab ich ja keine Kontrolle." Sie bereut keine Sekunde, dass Toby nun Teil ihres Haushalts ist.
"Aber anders herum gilt das nicht?" Wieder glimmt das Funkeln in Davids Augen auf.
"Das hab ich nie behauptet." Ellie beginnt mit dem Putzen.
"Dann frage ich dich, warum du mir die Verantwortung auferlegst, wie du meine Fragen interpretierst." Die nicht verdunstete Desinfektion trocknend, wischt David über den Boden der Box, ehe er sich dem Deckel widmet. "Ich sagte dir, dass ich dir keine Vorwürfe mache und trotzdem unterstellst du mir genau das. Nach wie vor." Kritisch sieht er Ellie erneut an. "Ist es möglich, dass du mit zweierlei Maß misst?"
"Wenn ich dich falsch interpretiert habe, tut es mir leid.", sagt Ellie kurz angebunden. Sie ist es nicht gewohnt, lange zu diskutieren. Sie weiß, dass ihr das auch nicht liegt. Wenn es eine Entschuldigung braucht, damit er zufrieden ist, dann ist es eben so. Sie sieht ihn an. Wahrscheinlich hat sie wirklich zu viel auf sich selbst bezogen. Sie seufzt. Kein Wunder, dass ihr so etwas nicht liegt.
"Mir scheint, das hast du." Davids Lippen formen ein schiefes Schmunzeln. "Macht aber nichts. Passiert öfter." Immer wieder kommt es vor, dass Davids Gegenüber seine Spitzen missverstehen. Er ist Ellie nicht böse deswegen. Schließlich ist er es gewohnt und versteht, warum das immer wieder passiert. Ein Gedanke streift die Unterhaltung mit Dennah, bevor sie nach Sulani fuhren. 'Die Sache, mit der du den Leuten auf die Nerven gehst.' Insgeheim liebt er diese kleinen Gefechte. Sims mit sich selbst und ihren Entscheidungen, ihren Wahrheiten und Überzeugungen zu konfrontieren. Nur um zu sehen, ob sie sich selbst treu bleiben oder ihre Meinung der seinen anpassen. Was Ellie angeht, wird er vielleicht noch ein oder zwei Versuche starten müssen, um ihr wahres Selbst zu erkennen. Das ist viel effizienter als Smalltalk. Und unterhaltsamer.
"Entschuldigung angenommen.", lächelt er friedfertig und entscheidet, sie nicht über den eigentlichen Sinn der Diskussion aufzuklären. Noch nicht.
(in Zusammenarbeit mit @Murloc )
>>> David geht nach Britechester (3) >>>
>>> Ellie geht nach Windenburg Nr. 11 - Wohnung von Doris und Marvin Minze >>>
#18
<<< David kommt von Newcrest Nr. 12 - Fussballplatz <<<
<<< Ellie kommt von Newcrest Nr. 12 - Fussballplatz <<<
<<< Felix kommt von Windenburg Nr. 11 - Wohnung von Doris und Marvin Minze <<<
<<< Alessa, Linus kommen von San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko <<<
Charaktere: David, Ellie, Alessa, Felix, Linus
Geschichtsstrang: Familienzuwachs I
"Und wenn du alles kontrolliert hast, hakst du hier einfach ab, setzt deinen Ellie hinter und fertig ist die Laube." David unterzeichnet mit einem Kürzel das Papier und schließt den Ordner, als sich die Eingangstür öffnet. Alessa lässt ihre beiden Söhne eintreten, bevor sie selbst hindurch geht. "Das kann ich dir nicht versprechen. Wir müssen erst schauen, ob die beiden sich vertragen", erklärt sie dem Jüngsten. Aufschauend legt sich ein warmes Lächeln auf ihr Gesicht, als sie ihren Ältesten hinter dem Schreibtisch sieht. "Da sind wir."
"Hi.", grüßt der Auszubildende zurück, geht auf die drei Besucher zu und umarmt sie der Reihe nach. "Ihr seid früh dran. Hast wieder die letzte Stunde geschwänzt?" Breit grinsend boxt er Linus in den Oberarm.
"Er war so aufgeregt, dass wir erst her kamen und später was essen." Alessa legt liebevoll eine Hand auf die Schulter ihres Sohnes. "Wenn du noch nicht Pause hattest, kannst du ja mit kommen. Ich würde mich gern mit dir unterhalten."
"Ich muss warten, bis Cheffe wieder da ist. Worüber denn?" David ahnt Böses. Wenn seine Mutter sich "mit ihm unterhalten" will, geht es nicht um Smalltalk. Bestimmt hat sein Vater -
"Dein Vater hat mir erzählt, was passiert ist", beginnt sie.
Müde schmunzelnd weicht David ihrem besorgten Blick aus. "War ja klar", murmelt er.
"Ich wünschte, du hättest es mir gesagt." Fürsorglich betrachtet Alessa ihr Gegenüber.
Zu ihr heruntergebeugt, zieht David die Augenbrauen weit in die Stirn. "Das ist wohl kaum der richtige Ort hier, oder? Lass mal regeln, weswegen ihr hier seid." Nicht bereit, darüber zu diskutieren, wendet er sich Ellie zu. "Das ist Ellie. Sie hat sich um Buddy gekümmert." Halb genervt deutet er anschließend auf die Besucher. "Das sind meine Mutter und meine Brüder. Sie wollen dein Baby kennenlernen."
Alessa kommt mit ausgestreckter Hand auf das Mädchen zu. "Hallo, Ellie. Alessa."
"Hallo!", grüßt Ellie freundlich. Irgendwie ist sie neugierig, was der Vater so erzählt hat, aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, danach zu fragen. Stattdessen wendet sie sich ebenfalls dem Thema zu, um das es jetzt geht: "Ja klar. Es freut mich, wenn Buddy in gute Hände kommen kann." Sie grinst. "Anfangs hat er mir immer die Schnürsenkel zerknabbert und..."
Ellie unterbricht sich, als sie Felix wieder erkennt. Sie zwinkert ihm grinsend zu, mit einem "Wir Blauhaarigen müssen zusammen halten!", auf den Lippen. Erst in diesem Moment fällt ihr auf, dass David ja ebenfalls ein Sohn dieser Frau ist. "Moment.. ihr seid Geschwister?" Sie sieht von Felix zu David. Der Blauhaarige lacht und legt David seinen Arm um den Hals. "Klar. Ich meine, man sieht doch die Ähnlichkeit, oder nicht?"
"Sieh genau hin, Ellie. Wir haben beide gute Zähne." Wie auf Kommando blecken die Jungen ihre Kauleisten, als würden sie es vollkommen ernst meinen. "Und Linus hat den größten Verstand von uns. Keine Ahnung, wo er den her hat." Feixend dreht David sich zu seiner Mutter herum. "Du bist sicher, dass da nicht noch ein anderer Paps rumläuft?"
"Ich bin sicher, dass du mit deinen Angelegenheiten genug zu tun hast", kontert Alessa gelassen. Die Hand im Rücken des Jüngsten schiebt sie das Kind vor sich her. "Wollen wir?"
Ellie muss lachen bei der Szene mit den Zähnen, wechselt dann aber in ihre professionelle Rolle, als es darum geht, nach dem Hund zu sehen. Sie führt die Familie zu den Boxen. Buddy erkennt sie sofort und kommt schwanzwedelnd angetrabt, als er Ellie erkennt. "Na du Hübscher!" Sie krault das Tier hinter dem rechten Ohr - das liebt er besonders - und erklärt: "Er ist manchmal etwas ungetüm, aber ein ganz lieber. Gut verträglich mit Kindern und anderen Hunden." Dass auch ein weiterer Hund ins Spiel kommt, hat sie schon mitbekommen. "Wuff!" Buddy findet den Ball in seiner Box, und lässt ihn Ellie vor die Füße fallen.
"Der ist ja noch viel hübscher, als auf den Bildern", ruft Linus begeistert.
"Das liegt an der Fellfarbe", entgegnet David nüchtern. "Helle Haare machen nun mal schön. Pech für Louis, würde ich sagen." David deutet Ellie, das Schloss zu öffnen, Buddy stürmt mit wedelndem Schwanz heraus und schnuppert geschäftig an den unbekannten Besuchern herum. "Wenn ihr wollt, könnt ihr eine Runde mit ihm machen. Zum Kennenlernen."
Linus allen voran stimmt freudig zu. Kurz darauf verlassen er, Felix, Alessa und Buddy die Station in Richtung Hundepark. David sieht der Familie hinterher. "Linus ist manchmal bisschen stürmisch. Aber das wird schon klappen. Sind ja alle nicht unerfahren." Der besorgte Unterton in seiner Stimme ist kaum zu überhören, doch als er sich Ellie zuwendet, scheint davon nichs übrig. "Wenn alles klappt, kannst du dein erstes Tier vermitteln."
"Das wäre super. So ein schönes Tier verdient keine Haltung hinter Gittern." Es wärmt ihr jedes Mal das Herz, wenn jemand ein Tier adoptiert und wie diese sich dann freuen. "Damit er auch so einen Freudentanz aufführen kann wie Ronja neulich. Die war ja wirklich aus dem Häuschen, als sie kapiert hat, dass sie eine neue Familie gefunden hat." Sie denkt gerne an die freundliche, schwarze Hündin zurück, wie auch an jeden anderen der ehemaligen "Bewohner" der Auffangstation. Sie lächelt. "Was für eine Rasse ist denn ihr erster Hund?"
Davids Gesichtsausdruck wird hart. Eine Braue schnellt in die Stirn. "So ein schönes Tier? Welches Tier verdient denn die Haltung hinter Gittern? Schweine? Kühe? Nutz- und Versuchstiere? Oder doch lieber die 'Gefährlichen'?" Mit beiden Händen setzt er Anführungszeichen in die Luft. "Wie Tiger, Bären und Hamster?"
Ellie verdreht die Augen. Sie spart es sich zu argumentieren, dass sie das so nicht gesagt hat. David weiß das durchaus auch selbst. "Kühe und Schweine sind coole Tiere.", sagt sie bestimmt, "und keine Tiere verdienen den Knast." Sie grinst leicht. "Außer Hamster. Die darf man wirklich nicht auf die Menschheit loslassen."
Die Augen zu schmalen Schlitzen geformt mustert David sein Gegenüber. Seine Mimik bleibt unerbittlich. "Was hast du für ein Problem mit Hamstern? Hat dich mal einer angepinkelt?" 
"Wie? Hast du etwa noch nie von Wer-Hamstern gehört? Die deine kleinen Zehen anknabbern? Nein? Da siehste mal, wie gut es ist, dass sie eingesperrt sind. Damit du eben nicht mit denen dealen musst.", antwortet Ellie augenrollend. Manchmal kann David schon anstrengend sein.
"Verstehe." David nickt bekräftigend. "Wenn wir Tiere anbeißen ist das okay, aber andersrum droht der Knast. Das ist nicht sehr empathisch, Ellie Hawk." Enttäuscht schüttelt David den Kopf. "Hast du mal überlegt, dass so ein Wer-Tier auch nur seinen natürlichen Aufgaben nachgeht? Wer bist du, darüber zu urteilen?"
"Also, was ist das für ein Hund?", wechselt Ellie das Thema, "den deine Familie schon hat?"
"So machst du das also, ja? Ablenken und Thema wechseln." David zieht an ihr vorbei in den hinteren Bereich. "Du solltest in die Politik gehen, weil die gen-..." Von hinten ertönt lautes Klappern, das seine Stimme übertönt. "-... ter aller Sau." Für einen kurzen Moment kehrt Ruhe ein, bis Davids Stimme wieder näher rückt. Mit einem Hefter in der Hand kommt er neben ihr zum Stehen. "Echt nicht okay. Aber was willst du machen? Das System lässt sich nicht an einem Tag stürzen." Die Unterlagen für seine Ausbildung aufschlagend, setzt er sich. Solange es nichts Konkretes zu tun gibt, studiert er die letzten Lektionen des Unterrichts. "Es ist eine Mischlingsdame", sagt er nach kurzer Pause. "Labbi-Colli-Straßenköter-Mix."
"Von dir gibt es wohl nie eine einfache Antwort auf eine einfache Frage.", seufzt Ellie. "Und ich werde wählen gehen, wenn es wieder soweit ist, wenn du dir da Sorgen machen solltest." Doch dann lächelt sie doch. "Mischling also? Ein größeres Tier? Das ist gut, dann kommt sie mit Buddys Energie klar und wird nicht überrannt. Ich hoffe, dass es klappt mit den Tieren."
"Glaub mir, Sorgen mache ich mir um ganz andere Dinge." Davids Blick bleibt auf dem Text vor sich gerichtet, doch seine Gedanken schweifen zum kommenden Wochenende - wenn er und Dylan Charlie in ihren ersten Einsatz mitnehmen. Der Plan fühlt sich beinahe routiniert an, trotzdem weiß er, dass jede Menge schief gehen könnte. Es kann immer etwas anders laufen, als gedacht. Besonders, wenn man Neue dabei hat. Wer weiß, ob Dylan voll bei der Sache ist, wenn sie mitkommt. Wenn man bis über beide Ohren verknallt ist, sieht man alles mit anderem Blick. Das weiß David nur zu gut. "Ja. Das hoffe ich auch."
>>> David geht nach San Myshuno >>>
>>> Alessa geht nach San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko >>>
>>> Ellie geht nach San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko >>>
>>> Felix geht nach San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko >>>
>>> Linus geht nach San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko >>>
(in Zusammenarbeit mit @Murloc )
<<< Ellie kommt von Britechester - Pine Hill University <<<
<<< David kommt von Britechester Nr. 11 (E) - Wohnung von David Janko <<<
<<< Louis kommt von San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko <<<
<<< Alessa kommt von San Sequoia - Doppelhaushälfte der Familie Janko <<<
Charaktere: Ellie, David, Louis, Alessa, Fiona
Geschichtsstrang: Familienzuwachs III
"Sobald Ellie hier ist, könnt ihr euch auf den Weg machen. Deine Eltern warten sicher schon." Fiona sortiert die letzten Papiere in den Ordner, als sie David einen flüchtigen Blick zuwirft. "Es war nett von dir, dass du an sie gedacht hast."
"Buddy ist ihre erste Vermittlung.", entgegnet der Auszubildende nüchtern. "Und sie hat sich mehrere Woche um ihn gekümmert. Da sollte sie sich verabschieden können."
Fiona schweigt mit einem leichten Lächeln im Gesicht. Es spricht nichts dagegen, dass die beiden den Hund zum Treffpunkt bringen. Die Formalitäten sind erledigt, alle Unterlagen sind signiert. Vor knapp einer Stunde war die Familie bereits in der Auffangstation gewesen, um die Adoption offiziell zu machen.
"Sollen wir dann gleich die Post einwerfen, wenn wir schon unterwegs sind?" David legt das Berichtsheft vor seiner Chefin ab, um es gegenzeichnen zu lassen.
"Ja, das wäre super. Danke." Seine Eintragungen überfliegend, blättert sie zur letzten Seite und setzt ihre Unterschrift auf die Linie. Sie sieht keine Notwendigkeit darin, ihn zu kontrollieren. Er hat die Aufgaben immer gewissenhaft notiert und bearbeitet, bei Unklarheiten stets ihren Rat gesucht. Es wird alles seine Richtigkeit haben. "Auf ins letzte Jahr, was?" Lächelnd reicht sie ihm die Mappe zurück.
"Hätte nicht gedacht, dass die Zeit so schnell vorbei geht.", zuckt er bestätigend mit einer Schulter.
"Komm mal erstmal in mein Alter."

Die Tür wird aufgestoßen und Ellie betritt den Empfang.
"Guten Morgen.", grüßt Fiona. David zunickend gibt sie ihm das Signal, den Hund vorzubereiten.
Mit einem Fingerzeig sendet er der Kollegin einen lässigen Gruß entgegen, ehe er sich in die hinteren Bereiche trollt.
"Du gehst gleich mit David los.", erklärt die Chefin. "Ihr trefft euch mit Alessa und Louis Janko im Park. Sie nehmen Buddy heute mit. Ist schon alles geregelt. David fand, du solltest dabei sein, wenn er uns verlässt."
Ellie lächelt. „Oh ja, Ich werde Buddy vermissen. Da bin ich froh, mich wenigstens verabschieden zu können.“ David hatte ihr bereits davon berichtet, dass der Hund heute weitervermittelt wird.

Bald sind die beiden tatsächlich im Park. Ellie streichelt Buddy über den Kopf, während David die Leine hält. Noch ist keine Spur von seinen Eltern. Vielleicht reicht die Zeit ja, unter vier Augen mit ihm zu reden.
„David?“, fängt sie vorsichtig an.
"Ellie?" Seine Augen heben sich in die Stirn. Ein schmales Grinsen trifft das Mädchen.
Das Mädchen nimmt all ihren Mut zusammen. „Was dachtest du eigentlich über den Kuss, als...“ Genau in diesem Moment sieht sie, wie sich Alessa und Louis nähern. Verdammt! Ausgerechnet jetzt!

Flüchtig sieht David zu ihnen herüber. Das Winken seiner Mutter ignorierend, durchbohrt sein Blick Ellie. Er hat Verständnis dafür, dass sie das Thema nicht vor den beiden besprechen will. Dennoch neigt sich sein Kopf ein Stück ihr entgegen. "Als ...?"
Buddys Rute beginnt heftig gegen sein Bein zu schlagen, so dass er intuitiv die Hand an dessen Kopf legt, um ihm am Ohr zu kraueln. Beiläufig, ohne dass es geplant wäre, berühren seine Finger die von Ellie. Seine hellen Augen fixieren sich eindinglich, als wollte er sagen 'Mach hinne. Die sind gleich hier.'
Ellie spürt Davids Finger. Sie wird bei der Berührung fast ein wenig rot. Und wagt es nicht, weiter darüber nachzudenken. Stattdessen stellt sie ihre Frage: „Als wir auf der Party waren. Du hast kaum reagiert, hast nichts gesagt was du darüber denkst. Was denkst oder fühlst du darüber? Denn...“ Weiter kommt Ellie nicht. Die beiden Erwachsenen sind bereits in Hörreichweite.
„Guten Morgen ihr zwei!“, grüßt Louis mit seltener guter Laune, „Und guten Morgen Buddy!“ Er beugt sich zu dem Hund runter um ihn zu kraulen.

Ellies Finger entgleiten dem Kontakt, als sie sich höflich an das Paar richtet. Ihre leicht geröteten Wangen entgehen David nicht. Einen Moment lang hält er den forschenden Blick auf ihr, nicht gewillt, von ihrem peinlich berührten Ausdruck abzulassen.
Erst als Alessa ihn sanft am Arm berührt, lassen seine Augen das Mädchen los. "Hi.", grüßt er neutral. "Cool, dass das geklappt hat." In Gedanken viel zu sehr mit der eben gestellten Frage beschäftigt, schaut er auf den Hund herunter. Ein Seufzen entfährt ihm, als er beschließt, die Symbolik sprechen zu lassen. Mit einem Funkeln in den Augen reicht er Ellie die Leine. "Dann mach mal."
Gedankenverloren nimmt Ellie die Leine entgegen. Und jetzt? „Ähm...“, beginnt sie feierlich, wendet sich dabei an Louis und Alessa, „ich habe gehört, dass die Formalitäten erledigt sind. Und somit übergebe ich die Leine feierlich an die neuen Besitzer!“ Sie überreicht diese nun Louis. Der Mann lächelt. Er geht gar nicht darauf ein, dass man Ellies Nervosität merkt. Wahrscheinlich macht sie so etwas das erste Mal. Aber jeder ist irgendwann mal neu und unerfahren. „Danke dir, Ellie.“, sagt er und nimmt die Leine. Um die Unterlagen muss sich David noch immer kümmern.
Im Gegensatz zu seiner Kollegin, reicht er seiner Mutter die Papiere vollkommen unaufgeregt. "Wenn es Probleme oder Auffälligkeiten gibt, wisst ihr ja Bescheid." Sein abgeklärter Blick springt zwischen Alessa und Louis hin und her, bis er mit einem kurzen Nicken die Transaktion beendet. "Wir sehen uns, Buddy." Er geht in die Knie und gräbt die Finger beider Hände ins Fell des Tieres. "Zeig denen, wo es lang geht. Kumpel." Abschließend klopft er dem Hund an die Flanken, bevor er sich aufrichtet. "Kommt gut nach Hause. Und grüßt alle."

Auch Ellie kniet sich zu dem Tier runter, das gar nicht aufhören kann mit dem Schwanzwedeln. Es ist, als würde er ganz genau kapieren, dass er adoptiert wurde. Und, dass es nun offiziell ist. "Und grüße Lizzy von mir!", lächelt sie dem Tier zu. Dann erhebt auch sie sich. Als sie ihren Blick auf die neuen Tierbesitzer wirft, sieht sie deren Lächeln. Offenbar freuen sie sich bereits auf ihren neuen Familienzuwachs.
Das Ehepaar winkt zum Abschied, als es sich Richtung Parkplätze entfernt - gefolgt vom leichtfüßig tänzelnden Buddy.
David sieht ihnen einen Moment hinterher. Es beruhigt ihn, dass er den Schützling auf lange Sicht nicht gänzlich aus den Augen verliert. Könnte er doch immer einen Rest Kontrolle behalten. "Das war ein guter Job.", sagt er halblaut vor sich her, ohne die Blickrichtung zu ändern. "Komm, wir werfen die Post ein und gönnen uns etwas zu trinken."
Ohne auf ihre Reaktion zu warten, kehrt er um und nimmt den entgegengesetzten Weg.
"Ich weiß nicht, was ich denke.", setzt er aus dem Nichts heraus an, als Ellie neben ihm erscheint. "Ich weiß, dass ich nicht mit sowas gerechnet hab."

"Ich... habe selbst nicht damit gerechnet.", gibt sie zu. "Dass ich das wage. Und das macht es so schwer. Jetzt nicht zu wissen, was du dazu sagst."
David streicht mit der Hand über sein Kinn. "Was denkst du, hat dir den Mut gegeben?", weicht er der versteckten Frage aus, nicht allerdings ihrem Anblick. Forschend mustert er sie, als sie den Park verlassen und die Straße überqueren.
"Warum weichst du der Frage aus?", fragt sie direkt. "Ja, es hat Mut gekostet. Aber was macht es für einen Unterschied, woher der kam?"
Ruckartig bleibt David stehen. Eindringlich sieht er sie an. "Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du den Mumm nur hast, weil dir Pegel zu Kopf gestiegen ist und einfach nicht allein sein willst oder ob du wirklich verliebt bist." Kühl blitzt es in seinen Augen auf. "Hättest du dich auch ohne die Drinks getraut?" Abwinkend hebt er die Hand. "Nein, nein warte. Sags mir nicht. Ich will etwas Anderes wissen." Er kommt einen Schritt näher, zu voller Größe aufgerichtet, blickt er streng zu ihr herunter. "Bist du wirklich verliebt in mich? Was ist es, dass du an mir so magst?"
Ellie schweigt einen Moment, überlegt. Ja, sie ist wirklich verknallt. Sie weiß nicht genau, an welchem Tag es angefangen hat... aber dass sie verknallt ist, ist kein Geheimnis. Das hat sie auch Nouki bereits erzählt. Sie nickt. Ihre Stimme klingt nervös, fast so als hätte sie Angst vor der Antwort. "Ist das so unglaubwürdig für dich? Du warst alles, was ich nicht bin." Doch sie wird ruhiger, je weiter sie mit ihrer Erklärung fortfährt. "Schlagfertig. Mutig. Vielleicht habe ich dich dafür bewundert." Sie lässt ihn nicht aus den Augen. "Und deshalb will ich wissen, was du dazu sagst.", lässt sie nicht locker. Diesmal will sie sich nicht abwimmeln lassen. Sie will eine Antwort. Wenn er ihre Gefühle nicht erwidert, ist es hart und schmerzvoll. Aber immer noch besser als nur hoffen zu können, ohne Gewissheit.

Davids Blick klärt sich. Es ist nicht so, dass er sie nicht mag. Aber 'sie hat kein Feuer.', schießt es ihm durch den Kopf. "Du bist eigenartig.", sagt er mit einem beinahe enttäuschten Unterton in der Stimme. "In dir steckt so viel mehr, als du siehst. Du bist tough und couragiert. Das ist cool. Aber ich glaub nicht, dass das ausreicht." Er wendet sich ab und nimmt den Weg wieder auf. "Du bist nicht verliebt in mich, Ellie. Du hast es gerade selbst gesagt. Du bewunderst die eine oder andere Eigenschaft an mir." Aus der Innenseite der Jacke zieht er die Briefe von Fiona, um sie in den Postkasten zu werfen. "Das ist etwas völlig anderes." Von der Seite sieht er sie wissend an.
Ellie senkt den Kopf. Die Antwort tut weh. Sie schafft es irgendwie, die Tränen zurückzuhalten. Doch auch ohne diese merkt man ihr die Enttäuschung an. "Vielleicht kann ich das Gefühl auch einfach nicht besser erklären.", sagt sie nur, etwas ausweichend. Aber das Gefühl stimmt, da ist sie sich sicher. Weil sie rot wird, wenn sich ihre Finger streifen. Weil sie oft an ihn denkt. Weil sie es nicht in Worte fassen kann, woher dieses Gefühl kommt. Davids Worte lassen sie nicht los. In dir steckt so viel mehr, als du siehst. Du bist tough und couragiert. Das ist cool. Irgendwie hat sie das geahnt. Dass sie mehr kann, als sie sich zugesteht. Aber was nützt es ihr? Er sagte ja selber, dass es ihm nicht ausreicht.
Ihr Verstand meldet sich zu Wort. Vergiss ihn. Er nimmt dich nicht ernst. Er sagt ja selbst, dass du ihm nicht ausreichst. Er ist es nicht wert.
Doch Ellie hört meistens eher auf ihr Herz. Wenn du dich anstrengst, wenn du zeigst, was in der steckt... dann sieht er dich vielleicht!
In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon
>>> David geht nach Britechester Nr. 11 (D) - Wohnung von Kitty Pride >>>
>>> Alessa geht nach Britechester Nr. 11 (D) - Wohnung von Kitty Pride >>>
>>> Louis geht nach Britechester Nr. 11 (D) - Wohnung von Kitty Pride >>>
>>> Ellie geht nach Brindleton Bay Nr. 9 - Green Fingers >>>
#20
<<< David kommt von Del Sol Valley (2) <<<
>>> Abs >>> Start
Charaktere: David, Fiona, Abs
Geschichtsstrang: Kleiner Donner, große Wirkung I
'Kaaaa-lack' ist das Geräusch, dass ihr bis in die Knocken nachhallt, als die Eingangstür einer kleinen Wohneinheit hinter ihr ins Schloss fällt. "Mist, man!", entfährt es ihr, mit ihrer letzten, verblieben Kraft. Das war die sechste WG in Folge, die erst hellauf von ihr begeistert war und nachdem sie sich als Vogelspinnenhalterin geoutet hatte, mit Mühe und Not die Abscheu einhergehend mit der Absage langsam und höflich aussprechen konnte. Mehr traurig als wütend stampft sie, nachdem sie sich kurz orientiert hat, in Richtung Bushaltestelle. Ein Blick aufs Handy sagt der jungen Erwachsenen, dass sie noch eine Stunde Zeit hat, um zu ihrem Air B'n'B zu kommen, inklusive Essensbeschaffung. Theoretisch könnte sie auch noch irgendetwas tun oder sich ansehen, aber ihr ist nicht danach. Plus, es gilt nach weiteren WG-Zimmern Ausschau zu halten, um spontan weitere Chancen für morgen zu bekommen. Je früher sie dazu kommt desto besser.
Abs seufzt. Sie hatte sich die Suche nach einer neuen Bleibe unkomplizierter vorgestellt - entgegen dem Rat ihrer selbstgewählten Mama und ihrer Oma. Beide hatten ihr gesagt, dass sie es mit Fridolin garantiert drei Mal so schwer haben wird, ein Zimmer zu finden. Sie wollte es nicht glauben. Er ist so ein liebes und friedvolles Wesen. Sie hatte gedacht, dass sie etwaige Zweifelnde überzeugen konnte. Bisher nicht. An der überdachten Wartestation angekommen will sie sich gerade setzen, als es nicht weit von ihr dumpf und rumpelig scheppert?!? Sie schaut sich um. Keine Auffälligkeiten auf dem Geweg. Aber was ist das da auf der Straße? Ein Vogel! Ohne zu überlegen sprintet sie los, auf und über die Hälfte der Straße. "Liebe Güte, du armes kleines Geschöpf!", flüstert sie dem kleinen Jungraben zu. Das Tier versucht sich hoch zu rappeln schlägt mit nur einem Flügel. "Das sieht nicht gut aus", stimmt sie in das panische Krächzen mit ein. "Scheiße ich kenn mich hier nicht aus... Wo kann ich nur Hilfe für dich bekommen?" Mitfühlend schaut sie auf den Vogel, während sie sich ihre Jacke auszieht. "Erstmal holen wir dich von der Straße, und dann schauen wir weiter." Mit angehaltenem Atem sichert sie sich erst vor den Kopf mit dem kräftigen Schnabel um dann das Rabentierchen von der Fahrbahn aufzuheben. Vorsichtig umarmt sie das Rabentierchen so, dass es eng an ihrem Oberkörper liegt. So, dass es sich nicht freifuchteln und oder sich weiter verletzen kann. Als sie wieder an der Bushaltestelle ankommt, hat sich das Vogelkind etwas beruhigt. Gut. Nächster Schritt. Abs schaut sich um, der Bus kommt. Als der Fahrer die Türen öffnet, ist die Achtzehnjährige im Fahrzeug und erkundigt sich. Danach setzt sie sich erleichtert auf den ersten Sitz, schräg hinter der offenen Fahrerkabine.
Zu dem Bündel in ihren Armen murmelt sie, "Keine Sorge kleiner Freund. Wir haben Glück und nun eine Adresse, wo wir Hilfe für dich bekommen. Der Busfahrer kann uns bis auf Laufnähe an unseren Zielort bringen."
Wie an den meisten frühen Abenden sitzt Fiona am Schreibtisch und überprüft die Zahlen des Tages, als David sich aus den hinteren Räumen zu ihr gesellt. Eine Braue weit in die Stirn gezogen tippt er mit dem Zeigefinger in gleichbleibendem schnellen Rhythmus gegen die Schläfe, während er konzentriert seine Berechnungen studiert, die ihm auf dem Display des Tablets in der anderen Hand entgegenleuchten. "Fiona? Hast du einen Moment?"
Den Finger hebend deutet sie ihm, einen Moment zu warten. Kaum hörbar murmelt sie vor sich her, um ihre Gedanken nicht zu verlieren.
Geduldig wartet David, bis sie schließlich den Blick hebt. "Was gibts denn?"
"Es geht um den Transport für Queen.", beginnt er. "Ich würde gern die Strecke schon mal abfahren. Ihr Heimweg könnte holperig werden, da möchte ich alles gut vorbereitet wissen."
Fiona lächelt David entgegen. Sie mag seine verlässliche Art, auch wenn er manchmal etwas penetrant ist. Er gibt sich Mühe, versucht an alle Eventualitäten zu denken, damit die Tiere so gut wie irgend möglich versorgt sind. "Wo liegt das Problem?"
"Ich hab mir die möglichen Routen online angesehen." Ein eleganter Wisch auf dem Display öffnet die vergleichende Auflistung der verschiedenen Strecken, ehe er Fiona das Gerät reicht. "Ich hab über den Daumen gepeilt ausgerechnet, wie viel Zeit und Benzin jeweils benötigt wird. Da kommt ein stolzes Sümmchen zusammen."
Fiona überfliegt die Notizen. "Und?"
"Ich bin nicht sicher, welche Route am sinnvollsten ist. Aber alles extra abfahren ..." Sichtlich unzufrieden hebt David die Brauen in die Stirn. "Naja, das verbraucht ziemliche viele Ressourcen. Mir ist dabei nicht wohl."
"Was genau macht dir Sorgen?"
"Zuerst mal will ich nicht so viel Benzin verschleudern." Bekräftigend hält David den Daumen aufzählend in die Luft, der Zeigefinger der andere Hand ruht dagegen gelehnt. "Ein Drittel der Strecke ist Naturschutzgebiet, da will ich nicht die Luft verpesten. Einige Pflanzen da oben sind recht empfindlich." Finger Nummer zwei wird angetippt. "Außerdem ist Urlaubszeit. Lothar und Ilona sind nicht hier, da kann ich nicht drei Tage lang draußen herumfahren. Ellie ist zwar eine gute Hilfe, aber mit ihr allein wirst du den Laden hier nicht wuppen können. Zumal sie ja nur teil-"
"David, David." Fiona unterbricht ihn, die flache Hand hochhaltend. "Du tust es schon wieder."
Der Auszubildende stutzt. "Was denn? Mitdenken?"
"Du machst dir Gedanken über Dinge, die nicht zu deiner Zuständigkeit gehören." Sie schenkt ihm ein freundliches Lächeln. "Entspann dich und kümmere dich um deine Testfahrten. Der Betrieb hier vor Ort ist meine Aufgabe. Okay?"
"Ich wollte nur -"
"Ich weiß. Und ich schätze deine Sorgfalt. Aber bitte - " Fiona unterbricht sich, als die Tür vorsichtig aufgeschoben wird. Eine junge Frau schleicht hinein, im Arm hält sie ein kleines Bündel. "Guten Abend.", grüßt Fiona, wendet sich dann kurzerhand wieder an den Auszubildenden. "Kümmere dich einfach um deine Vorbereitungen und überlass mir den Rest, ja? Nachdem du die beiden empfangen hast." Sie steht auf, legt das Tablet beiseite und sammelt ihre Papiere zusammen. "Ich muss noch schnell etwas durchgehen. Wenn was ist, rufst du."
"Klar, Boss.", nickt David gehorsam. "Hi." Aufgeschlossen wendet er sich der Besucherin zu. "Ihr seht aus, als ob ihr Hilfe braucht." Ohne sich vom Fleck zu bewegen, linst er zu dem in Stoff eingewickelten Patienten. "Was ist passiert?" 
Als Abeena sich mit dem kleinen Patienten durch die Tür und zwei Schritte in den Raum schiebt, sind zwei Mitarbeitende in ein Gespräch vertieft. Nachdem die beiden Gäste förmlich begrüßt und mit Aufmerksamkeit bedacht werden, kullern Abs die ersten Steine vom Herzen. Verstärkend zum ersten Gefühl des angenommen seins, mischt sich ein leichter, angenehmer Geruch von Tieren und einem schönen Raumklima, das von Sims in der Regel ausgeht, die positive Vibes haben. Das wenige Tageslicht des frühen Abends fließt angenehm in die vorherrschende Farbe des Zimmers mit seinem gedeckten und blaugrau. Das Rabenkind in ihren Armen ist ganz ruhig. Die als Chefin angesprochene Frau entschwindet durch eine kleine dunkle Holztür und der junge Kerl in ihrem Alter erfasst die Situation folgerichtig. Ein "Hey." stolpert ihr heraus. Dann ein nicken. "Ja, das brauchen wir. Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute... " macht sie zwei weitere forsche Schritte auf ihr Gegenüber zu und wickelt das kleine Köpfchen soweit aus, dass es identifizierbar ist. Mit dem Ende des Satzes kommt Abs vor ihm zum Stehen. "Es hat im Flugversuch ein Fahrzeug gestreift und ist dann auf die Straße geplumpst." Mit großer Überwindung löst sie das Bündelchen von sich und hält es ihm hin. "Was können wir nun für ihn oder sie tun? Eine Untersuchung beim Tierarzt sollte sicherheitshalber gemacht werden." Sie seufzt aufgeregt. "Ich kenne mich hier bloß überhaupt nicht aus und mein Telefon ist ausgegangen... Ich bin grad bisschen aufgeschmissen mit meiner neuen Verantwortung hier." Sich räuspernd schaut sie gefühlt drei Köpfe höher ins das bis auf die Piercings helle, wie freundlich-ernste Gesicht. "Ich übernehme auch die Kosten."
"Keine Sorge,", David schüttelt blinzelnd den Kopf, "Wildtiere sind gesetzlich versichert. Das kostet dich gar nichts." Vorsichtig nimmt er das weiche Paket an sich, wobei seine Finger die der jungen Frau streifen. Das leicht aufgewühlte Zittern bleibt ihm nicht verborgen. "Ich bring ihn nach hinten zum Untersuchen. Komm ruhig mit." Er spricht bewusst leise und mit ruhiger Stimme, um dem Tier möglichst wenig Reize zu geben, als er den Weg hinter dem Empfangstisch einschlägt. "Du hast also nicht gesehen, wie der kleine Donner verunfallt ist? Gab es aufgeregte Rufe von ihm oder aus der Umgebung? Ist dir da was aufgefallen?" In einem der Behandlungsräume setzt David das Tier vorsichtig auf den Untersuchungstisch und weicht einen Schritt zurück, um die Reaktion des Patienten zu beobachten. Den Schnabel leicht geöffnet, die noch nicht voll gefiederten Flügel ungleich abgespreizt, hockt das Junge da, kopfruckend und wartend.
Die Berührung seiner Finger hinterlässt einen irritierend angenehme Empfindung. Abs bleibt jedoch keine Zeit weiter darüber nachzudenken, da sie erleichtert seiner Einladung folgt. Auf ihre Umgebung achtet sie nicht, sie kann ihren wachsamen Blick nicht von dem Vogelkind nehmen. Sie muss lächeln, als der Retter in der Not den kleinen mit einem Spitznamen belegt. Einen, der ihr ziemlich gefällt. Leicht schmunzelnd blickt sie auf das ungelenke Federhäufchen vor sich auf dem Tisch. 'Kleiner Donner passt zu dir.' Als sie die gestellten Fragen beantwortet, muss sie den Drang niederringen, den Vogel wieder an sich zu nehmen. Es muss sich fürchterlich ängstigen. "Nein, ich hab nichts weiter wahrgenommen.", erklärt sie. "Aber ich fürchte, ich hab da auch keine gute Nacharbeit geleistet." Betreten schaut sie kurzzeitig zur Zimmerdecke. Dann zuckt sie ein Mal mit den Schultern und fügt hinzu, "Ich hab ihn einfach nur schnell von der Straße und Hilfe holen wollen. An was anderes hab ich nicht mehr gedacht."
Konzentriert schließt sie die Augen und greift sich mit Daumen und Mittelfinger der rechten Hand an ihre Nasenwurzel. "Ich bin in einer Straße in Britechester gewesen, die... die... Ja! Mit Bäumen in regelmäßigen Abständen bepflanzt ist, die meisten groß und alt. Die Baumkronen waren dicht, die Geräusche...", bemüht sie sich angestrengt in die Szenerie zurück zu kehren. Ihr Fuß wippt ungeduldig, der mit orangen Dreads beschmückte Kopf wendet sich dem nun fiebsendem Vogelkind zu. "Mist, nein. Es gab keine Mutterrufe von einem Kolkraben oder von weiteren Kücken, beziehungsweise Jungvögeln, da bin ich mir... sicher. Ja." Besorgt sucht sie den Blick des jungen Mannes. 
Obwohl David nicht den Eindruck erweckt, ihr zuzuhören, lauscht er aufmerksam. Merkwürdig... "Hilfsbereitschaft ist nicht immer einfach zu ertragen.", murmelt er, ohne den Blick vom Tier zu lösen. "Besonders wenn es die eigene ist." Nun schenkt er dem Mädchen ein aufbauendes Lächeln. "Ich versteh das gut. Versuch nächstes Mal erst eine Minute zu beobachten. In einem Fall wie diesem - an einem sicheren Ort absetzen - nicht ins Gebüsch - und Abstand nehmen. Wenn sich nichts tut, nimmst das Tier mit." Ruhig macht er einen Schritt nach vorn. "Hi, Kleiner Donner." Seine Stimme ist noch leiser als zuvor, als er in den imaginären Dialog geht, wie es seine Art ist. "Ich bin David. Aber du darfst mich auch Krah nennen." Unter dem Tisch zieht er ein paar Handschuhe aus einer Schachtel, die er in wenigen Sekunden mit geschmeidigen Bewegungen überstreift. "Ich möchte dich gern mal untersuchen. Keine Angst, ich bin zwar riesig, aber ich bin eigentlich ganz nett... Doch, doch. Du darfst nicht alles glauben, was dir zweibeinige Säugetiere erzählen... Naja ... der hat meine Mutter beleidigt. Da musste ich deutlich werden. Das verstehst du sicher." Sanft nimmt er einige Federn des Nackens zwischen die Finger und lenkt das kleine Köpfchen minimal von einer Seite zur anderen, vor und zurück. "Bist du ein Rabe oder eine Saatkrähe?" Nachdenklich hebt sich die gepiercte Braue ein Stück an. "In Gegenden wie Britechester findet man eher Saatkrähen als Kolkraben.", erklärt er beiläufig. "Letztere fühlen sich wohler, wenn sie genügend Sicherheitsabstand zu Sims halten. Aber seit einigen Jahren scheint die Population in Kleinstädten zuzunehmen. Das ist, gelinde gesagt, bedenklich." Er löst die Finger und tastet in gleichbleibenden Bewegungen den linken Flügel ab, hebt und streckt ihn, um ihn anschließend wieder zu beugen. Mehrere Male wiederholt er diese Prozedur, achtet auf feinste Sprünge, Blockaden und Streckungen unter der dünnen Haut. "Die Anzeichen sind aber eindeutig. Kleiner Donner ist ein Rabe. Vermutlich ... um die sechs Wochen alt, vielleicht sieben. - War das dein erster Flug?" Ein leises heiseres Krächzen entfährt dem Vogel. "Wirklich? Und dann gleich sowas... Hier?" David nickt langsam. "Keine Sorge, das ist nicht gebrochen. Vermutlich eine Prellung. Tut weh, hm? Du bekommst gleich ein Schmerzmittel. Aber zuerst muss ich dich wiegen. Das ist sicherer."
Zuletzt nimmt er das Tier so in die Hand, dass es ihm den Bauch anzeigt. Die Füße ziehen wie automatisch nah an den Körper heran. "Gleich hast du es geschafft, du machst das großartig." Der Daumen fährt in kreisenden Wellen über das Brustbein, ehe David sich ein Stetoskob in die Ohren setzt und den Patienten konzentriert abhorcht. "Da sind wir aber alle erleichtert." Seine sich erhellende Mimik passt zur Äußerung. "Ich kann keine inneren Blutungen wahrnehmen. Es scheint nur der Flügel zu sein. Und ihm ist heiß. Aber wie könnte es anders sein bei diesem Wetter?" Routiniert setzt er Kleiner Donner auf die Waage und notiert das Gewicht. "Das Geschlecht lässt sich mit Sicherheit nur über einen DNA-Test bestimmen. Aber ich möchte jetzt nicht an Kleiner Donner rumrupfen. Früher oder später wird eine Feder fallen. Die untersuchen wir dann. Ganz ohne Stress." Er greift nach einem der gestapelten Käfige an der Seite des Schrankes und setzt den Vogel behutsam hinein. Mit wenigen Handgriffen justiert er eine Vogeltränke und füllt sie mit klarem Wasser auf. "Ich muss eben Rücksprache halten, wartet kurz." Mit den Worten verschwindet er aus der Tür, um Fiona von seinen Untersuchungsergebissen zu berichten. Zwar ist er inzwischen sehr sicher in diesen Aufgaben, doch als Auszubildender darf er schlichtweg nicht allein über Medikationen entscheiden.
Abs ist noch mit ihren Gedanken zugange, als Pfleger-Doktor-Krah wieder leise ins Zimmer kommt. Was hat er da zu Beginn seines Monologes zu ihr gesagt, bevor er sich an den Patienten gewandt hatte? 'Die eigene Hilfsbereitschaft ist nicht immer einfach zu ertragen?!?' Über diese für sie eindeutige Unverschämtheit muss sie noch immer nachdenken. Ihre Lippen wollen eine Antwort formen, aber so richtig will es ihr nicht gelingen. Seine Worte und der dennoch freundliche Gesprächston sowie seine Körperspannung und -sprache, stehen im totalen Kontrast zu dem Gesagten. Sie ist nachhaltig irritiert. Und ein kleines bisschen empört. Nein, sie muss ihre Gedanken jetzt verbalisiert kriegen. Sie muss das für sich klar stellen oder sich korrigieren lassen.
Nach einem Es-ist-mir-ernst-Räuspern erkundigt sie sich in einer entstehenden Weiterbehandlungspause, wie er das mit dem schwer auszuhalten gemeint hat. Dabei strafft sie ihren Rücken und macht einen Schritt auf ihn zu. Als die junge Frau bemerkt, dass sie nahezu in Gefechtsbereitschaft ist, ergänzt sie ihren Auftritt um ein paar Erklärungen. "Verzeih mir meine Frage mit Angriffslust. Es klang ein bisschen so, als würdest du meine geleistete Hilfestellung kritisch in Frage stellen. Das wäre per se kein Problem, ich lasse mich - wenn angebracht und berechtigt - gerne korrigieren. Ohne Fehler kein Lernen. Aber! Wenn ich deinem Handlungsbeispiel beim nächsten Mal folgen würde, gäbe es außer einer Zeitverzögerung keinen nennenswerten Unterschied, oder?" Fragend schaut sie David an. "Oder gibt es da etwas, dass ich über Wildvögel nicht weiß? Zum Beispiel, dass sie aus dem Nest gekrachte Kinder wie ein Automatengreifarm schnappen und zurück ins Nest transportierten um dann selbst das Stethoskop anzulegen und Medis zu berechnen und zu verabreichen?" Irgendwie haben sich ihre Hände in die Hüfte gestemmt. "Oder wäre man so oder so nicht um das menschliche Eingreifen und so den störenden, Elterntier abstoßenden Simsgeruch herumgekommen?" Sie weiß, dass nun auch beide Brauen hochoben sitzen. "Genauer: Macht es nicht doch Sinn, so schnell wie möglich Hilfe zu holen, weil die Vogeleltern eh nichts anderes machen können als ihr Kind zum verrecken zurück zu lassen?"
Der Patient ist versorgt, nun gilt es, ihm einen komfortablen Platz zu schaffen. Doch ehe David sich im Lager an den Materialien bedient, widmet er sich interssiert dem Gespräch. Das Mädel hat Bock zu diskutieren? Wie angenehm ... "Natürlich stelle ich es infrage." Mit ernster Mine mustert er sie - lediglich ein verspieltes Funkeln blitzt in seinen hellen Augen auf. "Blindes Vertrauen gibt's nicht im Schlussverkauf. Besagte Szene ist ja nur eins von vielen möglichen Beispielen." Ein leichtes Tuch über dem Käfig drapierend lässt er eine Gedankenpause zwischen den Worten. "Bleiben wir einfach mal dabei, muss ich dir sagen, dass es manchmal durchaus Sinn ergibt, zu warten. Kleiner Donner könnte sich durch einen Aufprall nur eine kurzweilige Orientierungslosigkeit zugezogen haben." Vorsichtig hebt David den Käfig an, um ihn aus dem Behandlungsraum zurück zum Empfang zu tragen. "In dem Fall würden Mama und Papa Donner ihn so lange versorgen, bis er bereit wäre, den Heimweg anzutreten. Der Begriff 'Rabeneltern' sollte eigentlich als Kompliment verstanden werden. Stattdessen ist es eine Beleidigung. Nur ein Beispiel dafür, wie wenig der Volksmund weiß." Wenige Schritte bringen ihn zurück in den Flur, wo er seine Jacke vom Haken nimmt. Wer hätte an diesem Morgen gedacht, dass es so warm werden würde?
Nachdem er sich bei Fiona in den Feierabend verabschiedet, ist er nur einen Augenblick später wieder bei der Besucherin. "Das Abwarten und Beobachten ist mitunter das Schwierigste. Das meinte ich vorhin. Manchmal willst du helfen, aber du kannst oder darfst nicht gleich eingreifen - wenn überhaupt." Kühler Ernst vertreibt jedes Funkeln aus seinem Gesicht. Er weiß gut, wovon er redet. Wie oft hätte er am liebsten misshandelte und geschundene Tiere aus ihrem Elend befreit und musste sich beherrschen, damit skrupellosen Händlern und Wirtschaftlern etwas nachgewiesen werden konnte. Jedes Mal sagt ihm sein Verstand, dass er richtig handelt, während das Herz schmerzlich gegen diese Entscheidung rebelliert.
"So, mein Freund.", die letzten Utensilien für ein bequemes Pflegenest in eine große Tasche gestopft, schultert David sie auf der linken Seite, um mit der rechten Hand den Käfig nach draußen zu tragen. "Wir fahren jetzt in dein Krankenlager." An die Rothaarige gerichtet bittet er darum, die Tür zu öffnen, ehe er erklärt, dass der neue Patient nicht in der Station verweilen kann. "Wir mussten das Außengehege umbauen. Da ist es derzeit nicht sicher." Felix wird sicherlich kein Problem damit haben, sich tagsüber um den Vogel zu kümmern. Schließlich hat er Ferien. Die Nachtschicht wird David selbst übernehmen. Das ist zwar nicht ideal, aber im Moment die naheliegendste Lösung. Es sei denn ... "Wie siehts bei dir aus? Kannst du dir vorstellen, ihn ein paar Tage zu versorgen?"
Mit der ersten Erläuterung zieht die Bereitschaft zum Streiten aus - dass sie überhaupt nicht an so ein Beispiel denken konnte, wo ihre Kernfamilie doch selbst seit ein paar Jahren ein Nymphensittich aus der Handaufzucht beherbergt, ist ihr unerklärlich peinlich. Lange hält Abs es allerdings nicht aus, ihn ihren Gedanken zu bleiben, da die Infos zu Kleiner Donners Gattung ultra spannend sind. Sie macht sich innerlich eine Notiz, sich literarisch oder per Simsflix eine Doku über Rabenvögel anzuschauen. Nachdem sich der Große in den Feierabend verabschiedet hat, erklärt er freundlich seine Worte, die bei ihr so heftig in den falschen Hals geraten sind. Sie spürt durch die Art wie er es sagt, dass er eigene, schmerzliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat, wahrscheinlich auch nicht nur ein Mal. Noch bevor Abs nachhaken kann, entzieht David ihr seine Aufmerksamkeit und ist vorübergehend wieder bei dem kleinen tapferen Kerlchen im Käfig und dem Packen einer Tasche.
Kurze Zeit später stehen alle drei und die Frage vor der Tür, ob SIE sich vorstellen könne, sich vorerst um Donner zu kümmern. Ihr Herz macht einen Hüpfer. Umgehend erwidert sie ein "Voll!", noch bevor sie nachgedacht hat. Nach einem kurzen Zögern muss sie zurückrudern. "Aber ich denke, ich kann ihn nicht gut genug begleiten." Traurig und zunehmend unruhig erklärt sie ihm ihre vorerst schwierige Situation. Air B'n'B-Unterkunft für nur noch zwei weitere Übernachtungen, bisher erfolglose WG-Zimmer-Suche, morgen die Hälfte des Tages schon verplant mit Besichtigungen, weitere zwölf sollte sie sicherheitshalber noch organisieren. Betreten schaut sie zu Boden, die Nüchternheit der Umstände und ihr leerer Magen fordern sie lautstark heraus, letzterer grummelt unanständig fies. "Ich möchte es wirklich, schätze nur, ich wäre gegenwärtig keine gute Patentante. Zumal ich auch erst gegenüber meinem - für mich zwar unverständlich, aber gut - scheinbar schwierigen Tierchen eine Bleibe finden muss. Also für uns beide." Den aufkommenden, trockenem Kloß in ihrem Hals entgegen schluckend, fässt sie sich unbewusst auf den knurrenden Magen. "Bis Mitte nächste Woche."
"Klingt ...", David betrachtet das Mädchen von der Seite mit einem schmalen Lächeln, "nervenaufreibend." Einen kurzen Moment schiebt er Gedanken im Inneren von einer Seite zur anderen. "Ich mach dir mal jetzt einen Vorschlag.", setzt er neu an. "Und du kannst ablehnen, weil, naja, es ist nur ein Vorschlag. Du begleitest mich nach Britechester - da wohn ich. Ich schmeiß uns beiden ein Abendessen zusammen und du bastelst in der Zeit aus diesem Zeug hier", er hebt die Schulter mit der Tasche ein Stück an, "einen Schlafplatz für unseren Kleiner Donner, dann essen wir drei in Ruhe. Wenn du willst, kannst du die Nacht bei mir auf der Couch pennen. Ich würde dir das Bett anbieten, aber ehrlich gesagt, ist dieser Körper", er streckt ein Bein betonend nach vorn aus, "zu lang, um auf dem Sofa erholsamen Schlaf zu bekommen. Und wenn du morgen ein anständiges Frühstück hattest, reitest du weiter und regelst, was geregelt werden muss." Ohne eine Antwort abzuwarten, schlägt er den Weg Richtung Haltestelle ein. Ob sie einwilligt oder nicht - sie müssen nicht hier herumstehen. "Was die Versorgung angeht ... ich frag meinen Bruder. Der ist Vogelfanatiker und freut sich einen zweiten Darmausgang, wenn er helfen darf." Hoffentlich ist er nicht grade auf einer seiner Touren unterwegs...
Abs muss nicht lange überlegen, allein die Aussicht auf ein (nein zwei!) Essen, die sie sogar zubereitet bekommt (!) sind so verlockend, dass die Tatsache, dass er ein völlig Fremder für sie ist, erstmal in den Hintergrund geschoben wird. Es wäre sogar on Top eine gehörige Fahr- und Wegezeitersparnis, da ihr gemietetes Domizil nicht in Britechester liegt. So könnte sie vielleicht sogar noch mindesten eine weitere Besichtigung für den kommenden Vor und sogar Nachmittag ausmachen?!?
Als Abeena ihm folgt, wiegt sie seinen Vorschlag mit den von ihr beobachteten, bewertbaren Waagschalenbeigaben ab.
Er hat klare Standpunkte und ist zielgerichtet, um Deutlichkeit und Kritik-Gebung nicht verlegen.
Seine liebevolle Art und das Vergeben eines Kosenamens für ein Wildtier sprechen für sich, beziehungsweise eindeutig für ihn.
Er hätte ihr unter anderen Sofa-Umständen sogar sein Bett angeboten. Das ist schon was.
Lange grübeln muss sie nicht, bisher macht er nicht den Eindruck als wäre er ein verkappter Serienkiller. Dieses Gefühl wird von einer ihrer ersten Wahrnehmungen, der Fingerberührung abgerundet. Er ist ihr ziemlich sympathisch und für eine weitere Absicherung kann sie, sobald sie ihr Telefon wieder aufladen kann, eine Info und nen Standort an ihre Familie schicken.
"Abgemacht, ich nehme dein Angebot gerne an, vielen Dank! Auch dafür, dass du dich so großartig um das kleine Findelkind kümmerst und ich auch helfen darf." Mit drei größeren Schritten hat sie aufgeschlossen und erkundigt sich, "Und dein Bruder liebt Vögel? Wohnt er auch in Britechester? Falls er den Kleinen nehmen würde, könnte ich dann auch bei ihm Donner mal besuchen, um zu sehen wies ihm geht? Was meinst du."
Mit seinen langen Beinen und gewohnter Zielstrebigkeit legt David ein zügiges Tempo vor, und hat beinahe einen Block hinter sich gebracht, als er bemerkt, dass die deutlich kleinere Begleitung etwas abgehetzt neben ihm her eilt. Die Geschwindigkeit anpassend, zuckt er beiläufig mit der bepackten Schulter. "Ich versuch nur, das Richtige zu tun." Freundlich blinzelt er zu ihr herunter. "Er wohnt sogar im selben Haus. Eine Etage unter mir. Früher Stockbetten, jetzt Stockbuden." Ein müdes Schmunzeln folgt, als würde er innerlich wegen des eigenen Witzes die Augen verdrehen. "Was genau suchst du denn? Soweit ich weiß, ist da noch ein Zimmer frei." Mit einem Kopfrucken deutet er an, die nächste Straße abzubiegen, in der bereits der Aufgang zum Bahnhof zu erkennen ist. Mit dem Zug spart er pro Fahrt gute zwanzig Minuten ein, obwohl der Einstieg etwas weiter entfernt liegt als die Bushaltestelle.
Mit Erleichterung schaltet die junge Frau einen Gang runter, als David seine Geschwindigkeit ihrer anpasst. Ein bisschen außer Atem jappst sie, "Ernsthaft?" 'Hab ich das gerade wirklich gehört?' "Tja also... Ich such ne kleine WG von 2-4 Leuten, die Grundentspannt und Spinnentolerant sind. Das Zimmer darf gerne klein und gemütlich sein. Waschmaschine ist Pflicht, Badewanne und Geschirrspüler wären geil." Abs fässt sich, die Seitenstiche bemüht ignorierend, an der rechten Seite in den Oberkörper. "Und viel kosten darf sie nicht, ich fang grad erst ne Ausbildung an... Da bin ich trotz einer kleinen Unterstützung seitens meiner Tutu eingeschränkt." Nachdenklich schaut sie sich in der nun erreichten Bahnhofsumgebung interessiert und wachsam um. "Jaaa und entgegen meines Alters brauch ich auch nicht ständige Home-Partys, ich habs auch gern überwiegend ruhig im Zuhause. Lese viel."
"Spinnentolerant?" Davids Brauen heben sich interessiert in die Stirn. Das wird ja immer spannender. "Vogel-, Spring- oder Wolfsspinne?"
Der Zug fährt mit einem monotonen Zischen im Gleisbett ein, woraufhin er einige Schritte zurückweichend den Käfig schützend ein Stück hinter sich hält. "Ich hab keinen Plan, was die Wohnung kostet und über die vorhandene Ausstattung weiß ich noch weniger. Aber im Moment sind sie zu zweit und beide sind gesellig, aber keine penetranten Partygänger." Aufmerksam achtet er auf sein Umfeld, als er auf den Zug zugeht, um erst einzusteigen, nachdem sich die Trauben an den Türen gelichtet haben. Den Käfig nah vor sich in Brusthöhe haltend, betritt er den rechten Wagon und findet schnell einen geeigneten Platz. Kleiner Donner wird behutsam auf dem Fensterplatz drapiert, die Tasche als Polster zwischen Käfig und Wand. Zuletzt setzt David sich auf den Sitz daneben, legt einen Arm auf dem Gitter ab, um Stabilität zu gewährleisten. "Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wie Kitty zu Spinnen steht. Zumindest bei Felix sehe ich kein Problem. Der hatte nie Angst vor irgendwas." Außer Ausgrenzung. "Als Kinder waren wir oft draußen im Wald zum Campen. Da sind wir mit allem Möglichen in Berührung gekommen. Schätze, das hat uns geerdet."
Okaaaay... Da kennt sich jemand nicht nur mit Hund-Katze-Maus und Rabe aus. Ein paar Sekunden verstreichen, der Zug fährt ein. Abs schnaubt über diesen Maus-Haus-Raus-Reimgedanken, der völlig unbeabsichtigt war. Nachdem die Aussteigenden und die vor ihnen einsteigenden Sims sich verteilt und platziert haben, beansprucht der zunehmend interessanter werdende Kennenlernzufall freie Plätze. Donner wird auch hier fürsorglich abgestellt und gesichert. Abeena setzt sich den beiden gegenüber, nun mit allen Sinnen auf den Zweibeiner ausgerichtet. Was er sagt, klingt nach einer unglaublich guten Chance. Fifty - Fifty. "Eine Chilenische Vogelspinne, 'Homoeomma Chilensis'. Er heißt Fridolin, ist sieben und ein Umbau- sowie Grabungsexperte... ständig wühlt er in seinem Terrarium herum." 'Er ist soooooo süß.' Sie weiß, dass ihre Augen nun leuchten, dass tun sie immer, wenn sie von ihm spricht, nur verstehen tut es keiner. David scheint nicht abgeschreckt, geerdete Camper-Vibes?! Sehr angenehm. Abs würde gerne noch etwas Smalltalk halten, aber sie ist zu verzweifelt und hungrig um höflich zu sein, ihr Bauch protestiert lautstark gegen ihr heutiges Essverhalten. "Sorry David, ich kann mich grad nich gut konzentrieren und ich sterbe vor Neugier aus der Not! Ich muss dich fragen: Würdest du nicht nur Kleiner Donner, sondern auch mich an deinen Bruder vermitteln? Was du über euch sagst, klingt passend. Also Charakterlich. Ich würd die beiden und das Zimmer gern kennenlernen." Nervös nestelt sie an ihrem Kleidersaum herum. "Und glaubst du, dass Kitty bestechlich ist? Ich bin nahezu zu allem bereit, was Teillegal ist auf dem Mitbewerbermarkt."
Einen Moment betrachtet David seine Gegenüber mit abschätzender Mine, als würde er versuchen, hinter ihre Gedanken zu schauen. Exotische Tierhaltung ist oft ein heikles Thema. Leute wollen unbedingt einen ungewöhnlichen Gefährten, sind dann aber zu unerfahren, zu geizig oder schlichtweg zu ignorant, die Verantwortung zu übernehmen. Der erste Eindruck von dieser hier vermittelt zwar ein gewisses Maß an Bemühungen, dennoch beißen ihm die konfrontierenden Fragen im Hinterkopf.
Ihr Magenknurren grummelt sich bis zu seiner Wahrnehmung durch, so dass er sich fragen muss, ob ihre plötzlich offenbarte Beschämtheit mit den natürlichen Bedürfnisse ihres Körpers zu tun hat, oder in dem angefragten Gefallen begründet liegt. "Naja,", er holt zu einem tiefen Seufzen aus, ohne sie aus den Augen zu lassen, "dazu müsste ich erstmal wissen, wie du heißt." Die gepiercte Braue hebt sich leicht. "Meine Mutter versohlt mir den Hintern, wenn ich meinem kleinen Bruder fremde Mädchen auf den Hals hetze." Behutsam streckt er die Arme über Kleiner Donners Transportdomizil und wühlt in der Tasche herum. "Ich kenne Kitty nur oberflächlich. Sie scheint in Ordnung zu sein - was auch immer das heißt." Ein leuchtend roter Apfel kommt zum Vorschein, ehe David sich wieder bequem in den Sitz lehnt. "Ich rede allerdings nicht gern über nichtanwesende Sims, wenn ich keine Ahnung von ihnen hab." Sein Ausdruck ist schwer zu deuten, irgendwo zwischen kühler Freundlichkeit und Skepsis, während seine linke Hand das Obst an einer Servierte abputzt. "Du wirst dir ein eigenes Urteil bilden müssen." Mit einer kurzen Bewegung wirft er den Apfel treffsicher zu ihr herüber. 
Reflexartig hebt sie flink die rechte Hand auf Brusthöhe und fängt das Obststück ohne mit der Wimper zu zucken oder zu blinzeln. Den durchleuchten Blick haltend 'Ist das Misstrauen?', stellt Abs sich entschuldigend vor. "Ich heiße Abeena Silva, bevorzuge allerdings 'Abs'. Tut mir leid, dass ich mich vorhin nicht ordentlich vorgestellt habe. Und obendrauf auch noch unverschämte Erkundigungen." Sie hebt den Apfel an und beißt zum Dank nickend ins Lieblingsobst. "Find deine Haltung absolut richtig." Abs schaut aus dem Fenster und mampft genüsslich den sie wieder ins Gleichgewicht bringenden Snack. Nachdem sie ihn nahezu aufgegessen hat, nimmt sie ihren Reisebegleiter ins Visier. "Versteh mich bitte nich falsch, aber was ist dein Problem? Was passt dir noch nicht so ganz, beziehungsweise was willst du noch wissen?", beendet die junge Frau ihre Fragerunde.
Abeena Silva - geil. Die Frau braucht keinen Künstlernamen mehr. "Da war nichts Unverschämtes.", versichert David ernst gemeint. Abs wendet sich ab und er versteht. Er hat kein Problem damit, gemeinsam zu schweigen. Weder empfindet er es als bedrückend, noch beleidigend.
Aus seiner Tasche zieht er das kleine Notizbuch hervor, ein Bein überschlagend blättert er bis zu der Stelle, an der er die Seite für Ellie herausgerissen hatte. Am Tag der Garteneinweihung hatten sie sich gut verstanden. Es gefiel ihm, sie in diesem Umfeld zu erleben. Es passte zu ihr. Anders als beim Paintball. Es mag an der Gesellschaft gelegen haben, oder an dem Charme des Spiels, aber an dem Tag gab es keinen wirklichen Kontakt zwischen ihnen. Vielleicht missfällt ihr, wie er mit ihrem Bruder gesprochen hatte. Vielleicht hat auch das Eine nichts mit dem Anderen zu tun. Gut möglich, dass ihre Liebelei für ihn langsam abflacht.
Den Gedanken abschüttelnd zieht David den Stift aus der Lasche. Die Mine streicht sicher über das Papier, feine Linien ergeben rasch eine grobe Skizze, werden betonend nachgezogen. Erst als Abs wieder das Wort ergreift, schaut er auf. Sein Problem? Naja, so ganz allgemein ... die Welt geht vor die Hunde. Sims lügen, betrügen, beuten aus, ohne ihre Fehler einzusehen. "Ich verstehe nicht." Die Zeichenhand ruht entspannt auf dem Papier, seine hellen Augen fokussieren sie aufmerksam. "Warum denkst du, dass mir was nicht passt?"
"Warum ich denke, dass dir was nicht passt?", lacht sie hell auf. "Wirklich?" Als David ihre Rückfrage bestätigt. "Nun", beginnt sie gedehnt, "Du hast da quasi einen imaginären Stock in den Arsch geschoben bekommen, als ich von Fridolin angefangen hab zu sprechen." Abs versucht ein Lachen zu unterdrücken und hält sich kurzzeitig drei Finger über Mund und ans Kinn gelehnt. "Auch wenn es nur ein kleiner bis mittelgroßer ist." Ihre Finger öffnen sich und geben ihr unteres Gesicht wieder frei, dann zuckt sie mit den Schultern, grinsend.
Davids Züge werden weicher - nur ein wenig. Es gefällt ihm, dass sie ihn mit ihrer Beobachtung konfrontiert. In seinem unterkühlten Blick blitzt es verspielt auf, die Mundwinkel heben sich, die Lippen werden schmal. "Tja, weißt du,", den Kopf interessiert neigend klappt er das Notizbuch zu und lehnt sich ihr ein Stück entgegen, "die Haltung von exotischen Tieren empfinde ich als ... fragwürdig.", beginnt er. "Findest du es gut, sie ihrem natürlichen Lebensraum zu entreißen, nur damit du dich damit brüsten kannst, anders zu sein? Denkst du, das macht dich cool?"
"So so. Fragwürdig. Hm. Lass mich nachdenken." Während sie überlegt, in welcher Reihenfolge sie ihm die Infos zukommen lassen will, knabbert sie den Knust noch weiter ab. "Da ist schon was dran, ja. Denke, ich würde mit meinem Wissen von heute auch solche Tierkäufe nicht mehr anregen und, oder durchziehen. Aber:", wird ihr Blick strenger. "Nur, weil es diesertage zu Recht zur Disskurzion gestellt hört, werde ich meinen Fridolin nicht weg geben, um 'sauber' dazustehen - er ist Teil meiner Familie." Langsam rückt Abs sich näher an den großen Sitznachbarn heran, "und deine Unterstellung finde ich ebenfalls m i n d e s t e n s fragwürdig. Wie kommst du dazu zu denken, er wäre ein Statussymbol für jemanden wie mich?" Sie schaut an sich herab und wieder herauf, bis in seine hellen Augen. "Sehe ich ernsthaft aus als wäre mir ein Status wichtig? Als hätte ich Geld oder sowas?", schnaubt sie leicht belustigt und kneift ihre Augen so zusammen, dass sie seine Intelligenz in Frage stellen.
"Mit nem Tierchen, dass ich nicht herumführen kann? Das neunzig Prozent meiner Lebenswelt ekelig bis abstoßend findet, nur weil es nicht in brain-gewash-the, ästhetische Muster passt, die von Katzen- und Hundewelpen domestiziert sind?" Abschließend und mit gesetztem Punkt erklärt sie ihm, "Er ist kein importiertes Tier und lebt so artgerecht es geht schon sein ganzes Leben lang bei uns, bei mir. Ich stehe zu meinen Entscheidungen, auch wenn sie vor Jahren getroffen worden sind." Sie erinnert sich noch gut an seinen Kauf. Damals war sie elf, und der Brief aus Hogwarts ließ auf sich warten. Bei der Erinnerung muss sie schmunzeln. Und sie ist stiiiiiill ein Potterhead und mit Hagrid im Herzen verbunden.
Abeena schaut ihn an, als hätte sie gerade vor im das Mikrofon fallen lassen. Eine überhebliche So,-da-hast-du's-Geste unterdrückend.
Mit versteinerter Mimik lauscht David gebannt ihren Worten. Das Meiste gefällt ihm. Nur eine Sache ist beinahe ermüdend. "Ich unterstelle nicht.", sagt er betont ruhig, wie er es immer an dieser Stelle tut. "Ich frage." Entspannt lehnt er sich wieder zurück, ohne Abeena aus den Augen zu lassen. Anders als viele Sims hält sie seinem bewusst bohrenden Blick mühelos stand. Eine Welle von Zufriedenheit durchströmt ihn. Sie hat definitiv etwas an sich, das seine Neugierde weckt. Ja, Abeena Silva hat nicht nur den Namen einer Abenteurerseele, sie hat auch die nötigen Eier, sich Konfrontationen zu stellen. Kann man nicht gerade von jedem behaupten. "Die Aussagekraft vom Aussehen ist verschwindend gering. Dreadlocks bedeuten ebenso wenig wie maßgeschneiderte Anzüge. Du wärst möglicherweise erstaunt, was für Leute ...", die Brauen heben sich bedeutungsvoll in die Stirn, "was für Tiere spazieren führen. Oftmals nur um ihr Ego aufzupolieren." Er atmet einmal durch, als würde er seine Gedanken neu ordnen. "Nimms mir nicht übel, Abeena Silva, ich bin nur ein neugieriger Wichtigtuer." Zwei Sekunden sticht sein Blick durch sie hindurch, die Augen schmal zusammengekniffen neigt er sich vor, so dass sich seine Ellenbogen auf das Knie stützen. "Warum eine chilenische Vogelspinne? Warum nicht ... Geckos, Zwergpinseläffchen oder ... Chinchillas?"
Zweifelnd zieht sie ihre rechte Braue scharf nach oben, als er behauptet, er würde 'nur fragen'. Was er nicht tut. Klar hat er vorerst ein Bild von jedem, in diesem Falle ihr, vorerstellt. Das ist simslich, dass macht jeder ganz automatisch. Die Art und Weise wie er bisher mit ihr im Gespräch umgegangen ist macht deutlich, dass er sie prüft. Ihr gefällt das er es so offen und direkt tut. Die meisten Leute machen das stumm und oft hinterrücks. David stellt zur Rede. Eröffnet einen Dialog, wenn auch herausfordernd.
Nachdem sie ihm den Bezug zu einem ihrer allerliebsten Buchserien mit ihrem Lieblingsprotagonisten offenbart hat, erklärt es sich fast von selbst, dass ihre Aufmerksamkeit schon in jungen Jahren auf diese ungewöhnlichen und ehr verprellten Tiere gelenkt wurde. Abs sieht ihn nicken und ist sich noch immer nicht ganz sicher, was er denkt. Als David vorerst nichts sagt, nimmt sie den Gespächsfaden zu seiner Äußerungen wieder auf. Prinzipiell ist sie nicht streitlustig und Konfliktbedürftig - im Gegenteil. Aber so stehen lassen, will sie seine Behauptung auch nicht. "Ich glaube dir, dass du 'fragst' um dein Meinungsbild zu überprüfen und das du dich auch gerne vom Guten in den Sims überzeugen lassen magst. Aber wie du tatsächlich richtig gesagt hast: Es gibt ja nicht nur zutreffende Klischees.", ihre Hände öffnen und schließen sich. "Und somit bleib ich bei meiner Wahrnehmung einer Unterstellung. Denn selbst wenn du es rhetorisch gut verpackt als Frage formulierst, heißt das nicht, dass es seine wertende und provokante Art ablegt." Ihn spiegelnd, setzt sie nun auch ihre Ellenbogen auf ihre Knie, um seine Körperhaltung einzunehmen. "Und du hast es doch mehr als nur ein bisschen in Erwähnung gezogen, dass ich mich wie so manch einer nur interessanter machen will durch ein exotisches Tier an meiner Seite, oder?" Abs lässt nun wieder ihre entspannte Freundlichkeit auf ihrem Antlitz einziehen. "Oder hattest du wirklich kein dich leitendes Vorurteil in deiner Frage? Ich mags dir auch gerne glauben. Auch, wenn ich davon überzeugt bin, dass du liebend gern und gewohnheitsmäßig deine Mitsims herausforderst." Wieder lässt sie ein kleines Päuschen entstehen. "Kann das sein? Ich frage nur...", ergänzt sie schmunzelnd und blitzt ihn mit ihren karamellfarbenen Augen an, die ihm sagen, dass sie ihm gar nichts übel nehmen kann und will. Weil sie längst begonnen hat ihn zu schätzen. 
David lacht, leise, aber nicht zurückhaltend. "Es s o l l wertend und provokant klingen.", nickt er zustimmend. "Damit bekomme ich ehrlichere Reaktionen. Du bist nicht die Erste, die mir unterstellt, anderen etwas zu unterstellen. Ich bin das gewohnt. Der Unterschied ist nur - ", sein Ausdruck nimmt wieder die neutrale, schwer zu deutende Ernsthaftigkeit an, "die Allermeisten rücken nicht von ihrem Urteil ab. Sie behaupten zu wissen, was ich denke und warum ich, das, was ich sage, so sage, w i e ich es sage. Und d a s ist es, was eine Unterstellung ausmacht. Weißt du,", Gedankenpause, leichtes Kopfschütteln, "es ist mir egal, wenn Leute mich für einen Klugscheißer halten. Ganz ehrlich - ich bin einer." Lachend breitet er die Hände zu einer offenen Geste aus, bevor die rechte sich schließt, als würde er etwas Filigranes zwischen Daumen und Zeigefinger halten. "Aber ich will meine Mitsims kennenlernen. Sie sehen, hören und spüren, verstehst du? Ich will wissen, was sie reizt und erfreut, wovon sie träumen und wovor sie Angst haben. Das ganze Paket. Das erfordert mitunter drastische Maßnahmen." Seine Schultern zucken resignierend. "Bin ich deswegen ein anstrengender Spinner? Ja, manchmal. Na und? Meine Freunde mögen mich. Wenn auch nicht immer von Anfang an." Wieder lacht er - kurz und offenherzig. "Du willst wissen, ob ich mir ein Urteil über deine Motive gemacht hab?" Das Lachen bricht ab. Ernsthaftigkeit strahlt ihr entgegen, als sein Blick sich erneut regelrecht in sie hinein bohrt. "Hab ich nicht. Kann ich nicht. Nicht bevor ich gesehen habe, wie dein Fridolin lebt. Du weißt schon - Größe und Ausstattung des Terrariums, physischer und psychologischer Umgang und so weiter." Ein verspieltes Lächeln legt sich auf sein Gesicht. "Wer weiß? Vielleicht, wenn du unter mir einziehst, kann ich euch ja mal beobachten. Und dann sehen wir, obs Pfeffer gibt." Das Lächeln formt sich zu einem frechen, offensiven Grinsen.
Sein intensiver, herausfordernder Blick ist von einer solch kindlich schelmischen Natur, dass Abs aufpassen muss ihn nicht auszuschmunzeln. Er wirkt wie ein fünfjähriger, der gerade dabei ist seine Grenzen auszuloten. Allerdings scheint das, was er über sich Preis gibt ehrlich und reflektiert zu sein. Übelst angenehm. Nachdem sie zu Ende genickt hat, zögert sie eine kleine Kunstpause heraus, um dann noch einmal die Essentials zusammen zu fassen. "So so. Du bist also ein armer wissbegieriger Klugscheißer, dem regelmäßig Unterstellung unterstellt werden, der sich dadurch aber nicht davon abschrecken lässt, seine Mitsims in all ihren Facetten zu ergründen. Dein gewählter Weg des Kennenlernens ist provokatives hinterfragen und bei Notwendigkeit, pfeffern. Okay.", lacht Abs nun doch mit all ihrer innewohnenden Herzlichkeit auf.
Lachend lehnt David sich zurück. "Ich weiß auch nicht, aber wenn du es so sagst, klingt das einfach grundsympatisch."
Kurzes Schweigen legt sich zwischen sie, während er sie neugierig betrachtet. Sie gefällt ihm. Mit ihrem wachen Blick und dem scharfen Verstand ist sie ihm sofort sympathisch. Vielleicht klappt es ja mit der Wohnung. Er würde ihr gern hin und wieder zufällig über den Weg laufen. Weil es einfach etwas anderes ist, sich gezielt zu verabreden, als den Alltag für ein paar Minuten zu teilen. Überraschend und ungeplant. Gemeinsam den Moment nutzen und sehen, was passiert.
"Wir steigen gleich aus.", sagt er, den Blick noch zwei Sekunden auf ihrem Gesicht ruhend, bevor er das Notizbuch zurück in die Tasche schiebt.
(In Zusammenarbeit mit @S.Bin. )
>>> David und Abs gehen nach Britechester Nr. 11 (E) - Wohnung von David Janko >>>
- Das Forum
- Foren Hub [Neulinge starten hier]
- Fragen zum Rollenspiel
- Spielwelt-Richtlinien
- Support & Feedback
- Ankündigungen und Neuigkeiten
- Das Grosse Sims 4 RPG
- Orte
- Willow Creek
- [Archiv]
- Oasis Springs
- [Archiv]
- Newcrest
- Magnolia Promenade
- Windenburg
- [Archiv]
- San Myshuno
- [Archiv]
- Forgotten Hollow
- [Archiv]
- Brindleton Bay
- [Archiv]
- Del Sol Valley
- [Archiv]
- Strangerville
- Sulani
- [Archiv]
- Glimmerbrook
- [Archiv]
- Britechester
- [Archiv]
- Evergreen Harbor
- [Archiv]
- Mt. Komorebi
- Henford-on-Bagley
- [Archiv]
- Tartosa
- Moonwood Mill
- [Archiv]
- Chestnut Ridge
- Archiv
- Copperdale
- [Archiv]
- San Sequoia
- Archiv
- Tomarang
- Ciudad Enamorada
- Ravenwood
- Nordhaven
- Innisgreen
- Granite Falls
- Selvadorada
- Orte außerhalb von Simswelt
- Vampirwelt - Bloodmoon Valley
- Charaktere
- Hauptcharaktere
- Nebencharaktere
- Randfiguren
- Passanten
- Inaktive Randfiguren
- Inaktive Passanten
- [OPTIONAL] CC für Charaktere
- Kreativ Ecke
- Kreationen und Geschichten
- Häuser und Grundstücke
- Sims
- Geschichten und Challenges
- Community Talk
- Forenspiele
- Sonstiges
- Schreibübungen
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!
