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Sulani Nr. 3 - Familie Greentail
Bea - letzter Post
Charakter: Familie Greentail
Titel: Willkommen zu Hause, pelziger Freund
Schon bald ist das Haus der Greentails voll mit Katzensachen... Spielzeug, Katzenkratzbaum und so weiter. Wie Silver wohl im neuen Haus zurechtkommen würde?

Bea knuddelt das Tier, um es in der neuen und fremden Umgebung zu beruhigen. Trotzdem bleibt Silver anfangs sehr vorsichtig. "Du bist hier sicher, Silver!", sagt sie. Die Familie hat beschlossen, den Namen, den die Katze im Tierasyl bekommen hat, beizubehalten und sie nicht umzubenennen. Und irgendwie scheint das auch zu wirken, denn die Samtpfote fängt an zu schnurren.

Doch bald siegt die Neugier des pelzigen Familienzuwachses und Silver streunt durch das Haus, um alles zu erkunden. Anfangs eher vorsichtig...

... Doch schließlich hat sich das Tier soweit beruhigt, dass es sogar ein Nickerchen wagt.

Auch wenn der Schlafort des Tieres eher ungewöhnlich ist.

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Bea - letzter Post
Charakter: Bea
Titel: Vier Pfoten
Bea ist begeistert. Silver fühlt sich wohl und hat sich mittlerweile schon lange an ihre neue Umgebung gewöhnt. Die Katze springt auf den Tisch und kratzt sich mit der Hinterpfote am Kopf. Das ist so süß, dass Bea direkt ein Foto von dem Tier macht.
"Hey du Süße!", sagt Bea lächelnd zu dem Tier, "Du machst dich gut auf den Fotos!" Und so kommt es, dass Ellie und Nouki jeweils eine Nachricht bekommen, bei der Bea Katzenfotos mitschickt. Immerhin waren die beiden ja dabei, als das Tier Teil der Familie Greentail wurde.
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Bea - letzter Post
Charakter: Bea
Titel: Was ist passiert?
Nach der Schule: Bea klopft nachdenklich mit ihrem Lineal auf den Tisch. Es ist ein neues Lineal, das sie vor einigen Tagen gekauft hat. Das, was sie vorher hatte, ist auf unerklärliche Weise irgendwo verschwunden. Sie hätte schwören können, dass sie es in der Schule vergessen hatte, doch am nächsten Tag lag es einfach nicht mehr dort. Vielleicht hat es jemand eingesteckt, vielleicht hat sie es aber auch einfach woanders verloren. Da so ein Lineal jetzt aber auch nicht so teuer ist, hat sie dann einfach ein neues gekauft, anstatt dem Rätsel weiter auf den Grund zu gehen.
Ihre Gedanken drehen sich um etwas völlig anderes: Um Shane. Die Gerüchte, die sich momentan um ihn drehen, gehen ihr einfach nicht aus dem Kopf. Sie erinnert sich an das Festival und wie Shane geweint hat, weil er sich mit Viola gestritten hat... und jetzt soll der selbe Shane Blaze angegriffen haben? Irgendwie hat sie nicht das Gefühl, dass das zu ihm passt und hätte eher Viola verdächtigt, so etwas zu tun..
Viola hat ein Alibi, und sie hätte wohl auch ein anderes Opfer gesucht und nicht Blaze. Aber was ist wirklich passiert? Sie hat nur die Gerüchte gehört und war nicht vor Ort. Doch wenn es Viola nicht war... hat sie Shane dann wirklich so falsch eingeschätzt?
Sie hat nicht gewagt, ihn heute in der Schule darauf anzusprechen. Vielleicht hätte sie das tun sollen.
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Theo - letzter Post
Bea - letzter Post
Bella - letzter Post
Charaktere: Kaplan, Lashawn, Familie Greentail
Titel: Lashawns Trauma
Nach einer längeren Autofahrt erreicht Kaplans Wagen das Zuhause von Bea. Er hält an und nimmt Lashawn wieder auf die Arme, während er sich mit Bea dem Haus der Greentails nähert.

Bella kommt erschrocken angelaufen. "Oh mein Gott! Was ist passiert?"

Bea seufzt. "Mom, alles gut, wir sind..." Bella unterbricht ihre Tochter: "Warum hat niemand den Krankenwagen gerufen?? Ich... oh. Das ist nur Farbe." Erleichtert wischt sie sich den Schweiß von der Stirn. "Schade um eure schönen Kostüme." Sie sieht zu Lashawn, der es noch schlechter zu gehen scheint als Bea. "Verdammt, Lashawn, das tut mir leid um dein tolles Kostüm. Willst du hier duschen? Du hast eine ähnliche Größe wie Bea, die dir bestimmt was zum frisch anziehen leiht."
Sie sieht zu ihrem Lehrerkollegen und stellt erneut die Frage, was denn passiert ist.
Der Sportlehrer trägt das angeschlagene Mädchen ins Haus. Dabei erklärt er Bella, was in der Schule vorgefallen ist. Er fügt hinzu, dass Lashawn einen Schock erlitten hat und daher so neben der Spur ist. "Es ist sicher gut, wenn du dich um sie kümmerst. Sie braucht jetzt jemand, der ihr aus dem Schock hilft."
"Das mach ich gerne.", sagt Bella. "Sie kann so lange bleiben wie nötig. Gibt es jemanden, der informiert werden müsste?"
"Ihre Eltern. Aber das überlasse ich dir. Ich werde zur Schule zurück kehren und dort weiterhelfen. Wenn dies für dich in Ordnung ist?" Lashawn zittert noch etwas.

Bella nickt. "Mach ich."
Der Lehrer fährt wieder zurück und lässt Lashawn bei den Greentails. Bella hat die Nummer von Lashawns Eltern allerdings nicht. Vorsichtig versucht sie ihr Glück. "Lashawn? Kannst du mir die Nummer geben, damit ich deine Eltern informieren kann?"
In diesem Moment kommt Katze Silver neugierig näher. Sie schnuppert an der unbekannten Person.

Die Gefragte sieht auf. Durch die Tränen hat sich die ganze Schminke und der Lidschatten in alle Richtungen im Gesicht verteilt. Nickend sagt das Mädchen die Nummer ihre Eltern der Lehrerin. Sie zieht anschließend die Beine an sich. Man sieht ihr an, dass es ihr nicht gut geht.
Während Bella die Eltern informiert, setzt Bea die Katze Lashawn auf den Schoß. Sie selbst setzt sich daneben und legt tröstend ihren Arm um sie.

Lashawn lehnt sich an Bea an. "It was so schrecklig", sagt sie leise und matt.
"Komm, ich zeig dir wo die Dusche ist und du gehst erst mal aus den dreckigen Sachen.", sagt Bea. "Du leihst dir dann einfach Sachen von mir aus."
Nickend folgt Lashawn und macht sich unter der Dusche frisch. Trotzdem laufen ihr die Tränen. Sie ist sehr sensibel und der Streich von Blaze hat sie noch mehr getroffen, als die Mobberei des Fashion Clubs.
Auch Bea zieht ihr dreckiges Kostüm aus. Ihr eigenes lässt sich bestimmt noch säubern aber das von Lashawn könnte komplett hinüber sein. So was gemeines! Sie legt Lashawn Ersatzklamotten vor die Badezimmertür und zieht sich ebenfalls frisch um.
Schließlich, in Beas Klamotten, erscheint die Afroamerikanerin bei der Freundin im Zimmer.
"Mom wird heute noch eine Wäsche aufsetzen. Wir schauen mal, ob wir das Kostüm retten können.", sagt Bea. Dann ballt sie ihre Faust. "Aber da ist Blaze echt zu weit gegangen!" Sie zweifelt gar nicht mehr daran, dass er das war. Das sieht ihm einfach zu ähnlich.
Lashawn setzt sich auf Beas Bett und nickt traurig.

Bella macht ein Tablett mit Knabbereien und Getränken zurecht und bringt es in das Zimmer der Mädchen. "Falls ihr noch Hunger habt." In diesem Moment kommt Theo aus seinem eigenen Zimmer. Er sieht erst jetzt, dass Bea Besuch hat. "Mama, wenn Bea Besuch hat, darf ich dann Patrick einladen?" - "Nicht heute, Theo.", sagt Bella nur knapp.

Dankend nimmt Lashawn ein Getränk, hält aber das Glas gedankenverloren in der Hand. Sie starrt auf einen Bereich des Zimmers. "Why?", fragt sie schließlich.
"Weil Blaze ein Arschloch ist." Bea ballt ihre Faust und sieht zu Lashawn. "Er hätte da eigentlich einen Denkzettel verdient."
Betrübt sieht Lashawn zu Bea. "And then?"
"Weiß nicht.", muss Bea zugeben. Streiche oder Denkzettel sind eigentlich nicht ihr Fachgebiet. "Ich hoffe, der fliegt mal von der Schule.", sagt sie grimmig.

"And then? ... Er wird nicht aufhören", sagt Lashawn resigniert.
"Hast du schon mal über einen Selbstverteidigungskurs nachgedacht?", schlägt Bea vor, "Selbst wenn du den Kampf nie wirklich anwenden muss, steigt allein durch das Können bestimmt dein Selbstbewusstsein. Wenn du das zeigst, dass du dich nicht unterkriegen lässt, könnte es vielleicht schon helfen. Und wenn du willst, mach ich bei dem Kurs auch gleich mit, damit du nicht alleine bist. Wird mir ebenfalls nicht schaden, so ein Kurs."
Lashawn sieht auf. "Really? Dat würdest you für mick tun?"
"Natürlich!", verspricht Bea.
Mut fassend antwortet die Mitschülerin: "I will try it."
"Gut. Sollen wir gleich mal im Internet schauen, was es da so für Kurse gibt?", fragt Bea.
Ein Nicken folgt als Antwort.
Die Mädchen setzen sich an Beas PC. Es gibt ganz unterschiedliche Kurse: Von Kampfsportarten wie Judo oder Karate, über Kurse, die einfach nur sicheres Auftreten lehren und wie man "Nein" sagt. "Was sagt dir denn davon am ehesten zu?", fragt Bea.

Lashawn denkt nach. Der Kurs über sicheres Auftreten würde ihr zusagen. Das teilt sie Bea mit.
Bea lächelt. "Ich bin sicher, das wird helfen." Sie schaut sich das Kursangebot genauer an: "Schau, das erste Mal ist noch kostenlos, damit wir uns das erst einmal anschauen können."

Die Zuhörerin nickt. "Dat is good. Ich freue mich really Bea. Thank you so much!" Sie umarmt die Gleichaltrige herzlich.
Bea meldet sich und Lashawn auch direkt an für den Schnuppertermin, der in einer Woche stattfinden wird. Ihre Mutter würde sie später darüber informieren. Bella würde nichts dagegen haben, im Gegenteil.
Mit Lashawns Eltern hat Bella ausgemacht, dass die Afroamerikanerin die Nacht über bleiben würde und dann am nächsten Tag die Fähre für den Rückweg nehmen kann. Und so legen sich die beiden Mädchen nach dem Abendessen schließlich schlafen, mit dem Wissen, zumindest schon mal den ersten Schritt in mehr Selbstvertrauen für Lashawn gemacht zu haben. Hoffentlich würde der Kurs auch etwas nutzen, aber es schadet ja nichts, es zu versuchen. Vor allem, da die Schnupperstunde am Anfang noch kostenlos ist.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begleitet die Familie Greentail Lashawn zur Fähre. Auch Theo ist dabei, den das Mädchen nun auch kennenlernen konnte. Erst als die Fähre aus dem Sichtfeld ist, gehen Bea, Theo und deren Mutter wieder nach Hause.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
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Ort: Brindleton Bay High
Charaktere: Charlie, Familie Greentail
Geschichtsstrang: Mathenachhilfe
Bea wartet nach Schulschluss vor dem Eingang. Dort hat sie sich mit Charlie verabredet, die den Weg zu Bea ja gar nicht kennt. Die Meerfrau denkt an das Sit-In zurück. Sie hatte Charlie um Mathenachhilfe gebeten. Hoffentlich würde das wirklich helfen. Bea lächelt. Sie denkt daran, wie begeistert Charlie war, als sie von dem Kanu in Sulani erfuhr. Vielleicht könnten sie die Mathenachhilfe ja mitten im Meer stattfinden lassen, auf besagtem Kanu? Sie nimmt sich vor, das vorzuschlagen. In diesem Moment sieht Bea ihre Verabredung auch und winkt ihr zu.
Charlie hebt die Hand aus der Ferne und kommt mit lässigen Schritten näher. Die Hände in den Hosentaschen. In Brinderlton ist es deutlich kälter, als in Sulani. Vorsorglich hat sie andere Klamotten eingepackt. "Hey.", grüßt sie freundlich, als sie bei Bea ankommt. "Und bist bereit für die Lektionen deines Lebens?"
"Und wie!", lacht die Meerfrau. "Freu mich, dass es geklappt hat. Zur Fähre geht es da lang..."

Ort: Sulani
Nach einiger Zeit erreichen die beiden Mädchen Sulani. "Mom ist nicht da, sie arbeitet Teilzeit in der Bar, wenn sie keinen Unterricht gibt.", erzählt Bea. "Aber Theo, mein Bruder, müsste zu Hause sein." Sie öffnet die Tür. Der Junge ist tatsächlich da. Er krault gerade Katze Silver. "Hallo!", sagt er, "du musst Charlie sein."

"Muss ich wohl." Die Besucherin zieht verschmitzt einen Mundwinkel nach oben. "Wie geht's dir, Theo? Ist deine Schwester nett zu dir?"
"Öhm... nein!", sagt er, und versucht ein ernstes Gesicht zu machen. "Sie nervt!" - "Hey!", ruft Bea in gespielter Empörung, "Dir helfe ich noch mal bei deinem Simlisch-Aufsatz!" Theo muss lachen. "Ach, sie ist wohl doch ganz ok.", sagt er grinsend. Dann sieht er Charlie an. "Das ist übrigens Silver!", Er hebt die Katze auf seinem Schoß hoch.

"Hey, Silver. Was geht?" Das Tier schaut mit interessierte Augen zur Asiatin und gibt ein gurrendes Geräusch von sich. Charlie nickt ihr zu. "Verdammt cool. Pass nur auf, dass dich deine Zweibeiner dabei nicht erwischen."
"Wie alt bist du, Theo?", fragt sie dann den Jungen.

"12", antwortet der Gefragte. Die Katze fängt an zu schnurren, fast so, als hätte sie Charlies Worte verstanden.
"Zwölf.", nickt Charlie. "Ich hab auch einen Bruder. Der ist genauso alt. Wenn der jetzt auch noch deinen Namen hätte, würde ich denken, ich bin Bea." Ihre schmalen Augen werden zu Schlitzen und sie lacht die Größere an. "Sollen wir?"
"Okay, Bea 2", sagt Theo lachend. Bea grinst. Dann sieht sie zu Charlie: "Klar. Hab mir überlegt, ob wir als Nachhilfeort vielleicht das Kanu wählen und das mitten auf dem Meer machen. Was meinst du?"

"Woa, Hammer!", ruft die Asiatin aus.
"Dann würde ich sagen, komm mit. Könnte nur nass werden. Wir sollten die Schulbücher also vielleicht noch mit Plastiktüten schützen oder so. Nur für den Fall. Aber das Wetter sieht gut aus."
"Bis dann, Theo." Charlie hebt ihm eine Hand entgegen, bevor sie Bea nach draußen folgt.
"Das ist ja wie im Urlaub.", staunt sie, als sie auf die Terrasse tritt. "Wahnsinn."
Das Kanu liegt am Steg und lässt sich von der Terrasse aus betreten. Bea lässt Charlie den Vortritt und folgt ihr, nachdem der Gast sich gesetzt hat. Sie steuert auf das Meer. "Würde sagen, wir fangen mit Mathe an, damit wir uns danach auf das Kanu fahren lernen freuen können. Was meinst du?"
"Klar.", nickt Charlie und klettert vorsichtig auf das Kanu. Mit den Armen balanciert sie sich aus, als das Gefährt einige Zentimeter davon treiben will und landet schließlich sicher auf ihrem Hintern.
Bea steuert das Kanu weiter auf das Meer. Es ist windstill, aber auch das ändert nichts daran, dass das Kanu etwas wackelt. Ein Kanu ist kein Passagierschiff mit Anker, aber Bea bleibt in der Nähe des Steuers, für alle Fälle. Eine Kiste mit Stiften und Papier für Matheaufgaben ist mit an Bord, doch die Schulbücher haben sie zur Sicherheit im Haus gelassen. Wenn ein Zettel ins Wasser fällt, ist der zwar verloren, aber immer noch besser, als wenn das dem ganzen Schulbuch passiert. Während Charlie ein paar Aufgaben für Bea aufschreibt, soll diese die Formeln auswendig aufsagen. Was manchmal klappt, aber meistens nicht ganz.

Charlie zeigt sich sehr geduldig. Wenn Bea hängt, gibt sie ihr ein Stichwort, um sie doch noch auf die Lösung zu bringen. Nach einer Weile erkennt sie schon einen ersten Fortschritt. "Diese Formel hattest du am Anfang noch nicht drauf. Das ist cool, Bea. Weiter so." Sie freut sich, dass ihre Hilfe fruchtet. Bei Jadyn kommt ihr die Arbeit eher vergebens vor. Er hat kein wirkliches Interesse daran, zu lernen. Aber die Meerfrau strengt sich an und sucht Wege und Eselsbrücken, um besser zu werden.

Auch Bea bemerkt, wie sie am Ende der Übungseinheit viel sicherer geworden ist. Sie packen die Zettel wieder weg. "Und jetzt kommt der spaßige Teil!", lächelt Bea. "Bist du bereit?" Charlie nickt aufgeregt.

Bea lässt Charlie ans Steuer. Sie erklärt, wie das Segel Einfluss auf die Fahrtrichtung hat. Wie man bei Flaute mit Hilfe des Ruders trotzdem weiter kommt. Wie man Tempo aufbaut und abbremst. Und wann es sicherer ist, das Segel einzuholen. Während Bea erklärt, versucht sie, auf Seemannsbegriffe zu verzichten, damit Charlie auch hinterher kommt, was sie sagen möchte. Mittlerweile kommt auch etwas Wind auf. "Willst du es nun mal probieren?", fragt Bea. "Falls was schief geht, bin ich ja auch noch da."

"Klar will ich." Voller Euphorie setzt sich Charlie ans Steuer und gibt ihr Bestes. Sie hat gut zugehört und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Sie liebt es, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Unter anfänglicher Anleitung steuert die Asiatin das Kanu zuerst noch etwas holperig durch die kleine Bucht, doch nach einigen Minuten hat sie ein Gefühl für das Fahrzeug entwickelt und traut sich einige Meter aus den flacheren Gewässern heraus. "Das ist so megacool!", strahlt sie übers ganze Gesicht.

"Jaa!", jubelt auch Bea. Das Meer ist ihr Element.

Aber dann ändert sich ihr Gesichtsausdruck. Die Wettervorhersage hat mildes Wetter vorausgesagt und eine geringe Windstärke. Doch Bea ist erfahren genug, um zu erkennen, dass sie sich geirrt haben muss. "Die Wolken machen mir Sorgen. Wenn die so aussehen wie jetzt, heißt das, dass sich ein Sturm anbahnt.", warnt sie, "vielleicht sollten wir langsam umkehren."

"Alles klar, Boss!", ruft Charlie und nimmt einen großzügigen Wendekreis. Für einige Sekunden schließt sie die Augen und genießt den Wind im Gesicht. Sie liebt es, hier zu sein.

Bald spürt man, wie die Windstärke immer höher wird. Das kleine Kanu wackelt in den Wellen, und der Korb mit Papier landet dabei fast im Wasser. Bea bekommt ihn noch zu fassen. Noch hat sie die Hoffnung, an Land zu kommen, ohne das Meer durch Papier beschmutzen zu müssen. Da sie mehr Erfahrung im Segeln hat als Charlie würde sie am liebsten wieder das Steuer übernehmen.. Doch Charlie hat schnell gelernt und macht ihre Sache gut. Zumal es schwierig ist die Plätze zu wechseln, während das Kanu so wackelt. Und so gibt sie Charlie Anweisungen, mit denen es die Asiatin tatsächlich schafft, das Kanu rechtzeitig vor dem Sturm zurück zu bringen und wieder am Steg zu befestigen.
"Das war super, Kapitän Charlie!", lobt Bea lächelnd, nachdem beide wieder ausgestiegen sind.

"Was für ein Ritt!", schnauft die Kleinere glücklich. "Danke, Bea. Das war riesig." Sie knufft die neue Freundin kameradschaftlich in den Oberarm.
"Oh ja. Das hat Spaß gemacht!", sagt die Angesprochene grinsend. "Jedenfalls mehr als Mathe!"
"Wie sieht's denn mit etwas zu Beißen aus?", fragt Charlie unverhohlen. "Meeresluft macht echt hungrig."
"Kein Problem. Möchtest du, dass wir selber was kochen oder sind dir Reste lieber? Beides ist möglich.", erzählt Bea. "Wir haben noch was von gestern übrig, aber das wird morgen auch noch halten, wenn du lieber selbst kochen willst."

"Wenn du so fragst ... " Charlie legt einen Finger ans Kinn und grübelt kurz. "Wenn ich schon hier bin, wäre was traditionell sulanisches natürlich super. Fällt dir da etwas zu ein?"
"Gekochte Bananen zum Beispiel. Die sind hier recht beliebt. Alles, was so mit den hiesigen Obst zu tun hat, natürlich. Wir machen zum Beispiel auch viele Gerichte mit Ananas." Bea lächelt. "Und Fischgerichte gibt es auch viele, auch wenn das eher die Menschen hier machen und nicht die Meersims."

"Ich schaue Tieren lieber beim Leben zu, als sie auf dem Teller zu haben.", gibt die Kleinere zurück. "Aber für alles andere bin ich offen. Was ist dein Leibgericht?"
"Ah, du bist Vegetarierin?", fragt Bea lächelnd. "Gefällt mir. Also ich esse vieles gerne. Die erwähnten gekochten Bananen finde ich lecker. Aber es darf auch mal was ungesundes wie Pancakes sein.. Auch wenn die kein traditionelles Sulani-Gericht sind."
"Pancakes sind geil. Die gab's bei uns immer zum Frühstück, als ich kleiner war.", erzählt die Besucherin. "Aber die Bananen klingen gut. Lass uns das machen."
Bea holt die Zutaten. Bananen natürlich, doch es gibt auch Kräuter und Soße, um es aufzuwerten. Bea kennt das Rezept auswendig und gemeinsam bereiten sie alles zu. "Hey, kann ich mitmachen? Ich kann die Soße schon mal vorbereiten!", kommt Theo schließlich hinzu.

"Klar, Großer." Charlie stellt ihm die Zutaten zurecht und rückt etwas näher zu Bea, um Platz zu machen. "Wann kommt denn eure Mama nach Hause?", fragt sie, ohne jemanden bestimmten anzusehen.
"In etwa einer Stunde.", antwortet Theo, der damit etwas schneller war als seine Schwester.
Die drei bereiten die Bananen vor, rechnen auch für Bella eine Portion mit ein, die pünktlich ankommt, als gerade der Tisch auf der Terrasse gedeckt wird. "Hm, das riecht aber lecker.", freut sich Bella, als sie den Besuch bemerkt. "Oh, hallo Charlie. Wie lief Mathe?" Sie weiß von ihrer Tochter darüber.

Kurz schaut die Gefragte zu Bea herauf und schenkt ihr ein ehrlich gemeintes Lächeln. "Kriegen wir hin.", nickt sie dann zuversichtlich.
"Ja, es hat sich wirklich gelohnt!", bestätigt auch Bea. "Nächstes Mal bringe ich eine 1+ in der Mathearbeit nach Hause!" Sie muss dabei selber lachen. "Aber ernsthaft. Es hat geholfen."
"Wenn wir das wöchentlich machen, bist du schnell auf einem guten Stand." Charlie stemmt enthusiastisch die Hände in die Hüften. "Wirst sehen."
"Das wäre toll!", sagt Bea ehrlich.
"Sulani ist wirklich toll.", schwärmt Karlotta beim gemeinsamen Essen. "Haben die Greentails schon immer hier gelebt?", fragt sie neugierig in die Runde.
"Ja!", antwortet Bella, nicht ohne Stolz, "Auch meine Eltern und Urgroßeltern schon. Auch wenn unser Haus jetzt nicht ganz so alt ist."
"Beeindruckend.", fragt das Mädchen. "Wie weit kann man die Ahnenreihe zurück verfolgen?"
Bella lächelt. "So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es sind mindestens fünf Generationen."

"Daf iff wo fpannt.", mampft Karlotta mit großen Augen und würgt den riesigen Brocken herunter. "Ich kenne mich mit Meersims gar nicht aus. Wie ist das? Weiß man, wie alt euer Volk ist? Gibt es eine eigene Kultur, die ihr pflegt? Einen Glauben? Rituale?" Das Interesse der Mitsschülerin wurde geweckt und überschwemmt ihre Gedanken geradezu mit Fragen. Am liebsten würde sie sofort in die nächste Bibliothek laufen und sämtliche Bücher über dieses Thema verschlingen.

"Es gibt verschiedene Arten von Meersims!", erzählt Bella weiter, "Aber es wird angenommen, dass alle einem gemeinsamen Vorfahren entspringen. Wie alt Meersims im Allgemeinen sind, lässt sich schwer sagen. Manche sagen, älter als die Menschheit. Andere sagen, ungefähr genauso alt. Und wieder andere denken, dass dieser Okkult quasi eine Mutation von Menschen ist, die sich in späteren Generationen immer mehr an das Wasser angepasst haben." Theo mischt sich nun ein. "Ja! Es heißt, manche Meersims sind böse. Locken Seefahrer mit ihrem Gesang gegen Klippen und so. Aber wir nicht. Wir sind nett." Bea grinst. Da die anderen beiden ihrer Familie nun schon was gesagt haben, kümmert sie sich um die letzte Frage: "Unsere Kultur in Sulani dreht sich um den Gott Maoi. Viele Menschen in der Gegend haben diese Kultur jedoch auch angenommen. Aber es gibt auch Meersims mit anderem Glauben."

"Ihr seid wirklich richtig nett.", betont Charlie dem Jungen zugewandt. Sie mag den Kleinen. Er ist aufgeschlossen und freundlich. Insgesamt fühlt sie sich einfach wohl in dem Haushalt der Meersims. Und so vergisst sie natürlich, auf die Zeit zu achten. "Ach, du heilige Ungneyo!", ruft sie erschrocken aus. "Schon so spät?!" Hektisch steht sie auf und räumt ihr Geschirr ab. "Ich muss leider schnell los. Tut mir echt leid." Sie dreht sich zur Familienmutter und verbeugt sich. "Vielen Dank, dass ich herkommen durfte, Frau Greentail. Ich hatte wirklich eine gute Zeit.", strahlt sie.
Auch Bea blickt auf die Uhr. Es ist wirlich schon spät. "Du kannst sonst gerne auch hier übernachten, bevor du so spät noch unterwegs sein musst.", sagt sie, "Aber wenn du wirklich fort musst, leisten wir dir noch Gesellschaft bis zur Fähre."
Die Asiatin überlegt kurz. "Da müsste ich zu Hause anrufen und fragen." Sie zückt ihr Telefon und geht einige Schritte aus dem Raum. Wortfetzen einer fremden Sprache dringen zu der Familie, Lachen, mehr Worte und lauteres Lachen. Kurz darauf kommt Karlotta zurück und hebt grinsend die Daumen.

Bea freut sich. "Super. Eine Ersatzmatratze oder nen Schlafsack haben wir auch." Charlies Ausruf fällt ihr wieder ein. "Aber wer ist die heilige Ungneyo?"
Karlotta stutzt, bis ihr klar wird, was Bea meint. "Das ist die heilige Bärenfrau. Eine uralte koreanische Legende. Ich kann sie euch gern als Gute-Nacht-Geschichte erzählen.", grins sie und schließt damit auch Theo mit ein, denn sie weiß, wie Jungen in seinem Alter auf Geschichten stehen. "Ein Schlafsack reicht mir völlig. Ich bin es gewohnt, auf festem Grund zu liegen.", fügt sie hinzu.
"Au ja! Ich will Geschichten über Bärenfrauen hören!", freut sich der Junge. Aber auch die beiden weiblichen Greentails zeigen Interesse.

Karlotta lacht fröhlich. "Ich weiß ja nicht, wie das bei Meersims läuft. Aber bei uns zu Hause wird sich vor den Geschichten gewaschen und umgezogen. Einverstanden, Theo? Das gilt ntürlich auch für die Erzählerin."

"Na gut!", sagt Theo und eilt sofort los um sich umzuziehen. Bella muss lachen. Wenn das doch immer so gut klappen würden.
"Vor langer Zeit, als es noch keine Zeiten gab, herrschte Hwanin Kor über alle Himmel.", beginnt Karlotta die Geschichte, die ihre Mutter ihr jeden Abend erzählte. "Er hatte einen Sohn, Hwanung. Er sehnte sich danach, das Himmelsreich zu verlassen und Neues zu entdecken. Also sagte er seinem Vater, dem Herren aller Himmel, er wolle zur Erde reisen. Hwanin Kor konnte seinem Sohn diesen Wunsch nicht abschlagen, also wählte er einen Ort, an den sein Kind reisen konnte. Mit 3.000 Gefolgsleuten landete Hwanung auf dem Berg Taebaek. Dort gefiel es dem Sohn so gut, dass er die Stadt Sinsi, die Stadt Gottes, errichtete, um dort von nun an leben zu können.

Unter seinen Gefolgsleuten wählte er Minister, mit denen er den Menschen Gesetze, Moral, Kultur, Medizin und Landwirtschaft gab.
Sie lebten in Frieden mit einander und im Einklang mit der Natur, sie achteten alle Tiere und Geschöpfe Gottes.
Eines Tages baten ein Tiger und ein Bär Hwanung darum, sie in Menschen zu verwandeln. Hwanung gab ihnen Knoblauch und Beifuß, das war das erste Gimchi, und befahl ihnen, dies hundert Tage lang zu essen und während dieser Zeit das Sonnenlicht zu meiden.
Der Tiger gab kurz darauf auf, während der Bär blieb und in eine Frau verwandelt wurde.
Die Frau, ihr Name war Ung-nyeo, erwies sich als sehr dankbar, aber sie hatte keinen Mann und wurde traurig, weil sie keine Kinder hatte.
Hwanung wurde von ihren Gebeten gerührt und nahm sie zur Frau. Ihr gemeinsamer Sohn hieß Dangun Wanggeom - aus ihm wurde schließlich der erste König Koreas und unser aller Vater."

Die Asiatin richtet ihren Rücken auf und lächelt. "Das bedeutet, dass es das koreanische Volk nicht gegeben hätte, wenn die heilige Ungneyo nicht so eisern durchgehalten hätte. In unserer Kultur wird sie für ihren starken Willen geehrt." Ihr Blick macht die Runde. "Diese Gesichte wird jedem Kind erzählt, damit es weiß, wo es herkommt. Und dass es wichtig ist, seine Träume nicht aufzugeben."
"Schön erzählt!", freut sich Bea. "Und eine schöne Message." Sie grinst. "Geschichten aus fremden Kulturen haben mich schon immer interessiert." Theo freut sich ebenfalls: "Hast du noch mehr Geschichten?", fragt er Charlie.
"Das nächste Mal wieder, okay?", schlägt Karlotta vor.
"Och Menno!", sagt Theo, doch Bella sieht ihn an. "Für heute ist es schon zu spät. Geh schlafen." - "Ich träume bestimmt von der Bärenfrau!", erzählt Theo, während er sich tatsächlich in Richtung Bett aufmacht. "Das wird dann ein schöner Traum!", grinst Bella.
Auch die anderen machen sich nun bett- beziehungsweise Schlafsack-fertig und gleiten bald ins Reich der Träume.

(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon )
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<<< Bella kommt von Newcrest Nr. 13 - Waisenhaus Heimathafen <<<
Charaktere: Bella, "Joghurtfreak"
Geschichtsstrang: Wasserfee & Joghurtfreak
Bella scrollt durch die Profile der Dating App. Bea wird nun bald 18 und sicher nicht mehr ewig hier wohnen. Wird Zeit, dass wieder jemand in ihr Leben tritt. Es ist schon zu lange her, dass ER abgehauen ist... Dass er sie im Stich gelassen hat.

"Der hier vielleicht?" Bella überlegt... hm, nein passt nicht. Der wirkt wie ein Stubenhocker, nicht das Richtige. Sie scrollt weiter, bis sie schließlich ein Profil findet, das ihr Interesse erweckt. Das Alter passt. Er ist sechs Jahre jünger als sie, aber das ist noch im Rahmen. Er mag den eigenen Garten, das gefällt ihr. Leute, denen Pflanzen wichtig sind. Und er mag Tanzen! So wie sie!

Sie beschließt, ihn mal anzuschreiben. Mehr als schief gehen kann es ja nicht.
Zitat
Hallo, mein lieber Joghurtfreak
Mir ist sofort ins Auge gefallen, wie gerne du tanzt. Wer weiß, vielleicht könnten wir gemeinsam in die Zukunft tanzen.
Deine Wasserfee
Bella legt ihren Kopf schief. Einen Moment überlegt sie noch. Dann schickt sie den Text ab.
Neue Nachricht von Joghurtfreak
Zitat
Hi, Wasserfee 🙂
Spontan dachte ich bei deinem Namen an die Teichjungfern, die ich heute früh beobachten konnte.
Ich habe keine Ahnung, wie man zu klassischer Musik tanzt - außer Ballett, aber ich fürchte, das lässt mich nicht sehr elegant aussehen 😛 Aber ich bin jung, wild und lernwillig.
Wie stellst du dir denn deine Zukunft vor?
Neugierige Grüße
Bella muss lächeln. Der Joghurtfreak wirkt offen und sympathisch.
Zitat
Hallo Joghurtfreak.
Wie gerne würde ich deinen Garten sehen. Ich mag es, im Grünen zu sitzen, vor allem, wenn ein Teich vorhanden ist. Doch was deine Eleganz betrifft, mach dir da mal keine Sorgen. Es ist nie zu spät, etwas neues zu lernen. Ich bringe es dir gerne bei.
Ich sehne mich nach einer Zukunft mit jemanden, der das Tanzen so liebt wie ich. Vielleicht langfristig, wenn es mit der Chemie passt.
Nur wenige Minuten später:
Zitat
Dann schlag ich vor, schwingen wir zusammen das Tanzbein. Hast du einen Lieblingsclub?
Das war wirklich eine schnelle Antwort. Bella antwortet direkt:
Zitat
Ich lass mich gerne überraschen. Es gibt das Narwal, aber vielleicht kennst du ja auch was tolles.

Zitat
Alles klar. Passt es dir morgen abend? 19 Uhr?
Zitat
Ich werde da sein. Freue mich schon!
, antwortet Bella schnell.
In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon
>>> Bella geht nach Windenburg Nr. 8 - Narwal Arms (3) >>>
<<< Bella kommt von Windenburg Nr. 8 - Narwal Arms (3) <<<
<<< Bea kommt von Windenburg - Eventhalle (3) <<<
Charaktere: Theo, Bea, Bella
Geschichtsstrang: Super-Theo und andere Gesprächsthemen
„... und dann ist Nouki geflogen!“ Begeistert erzählt Bea von Aidarias Show und wie ihre Klassenkameradin sich in die Lüfte erhebt. „Wäre echt cool, wenn die Magierin auch bei meinem Geburtstag auftreten könnte!“ Aber Bea kennt die Kontaktdaten nicht. Aus dieser Idee wird nichts werden.

„Will auch fliegen!“ Theo lacht. „Dann bin ich Super-Theo!“ Er breitet seine Arme aus und rennt um den Tisch... „Super-Theo... To the rescue!“ Der Junge hat Spaß bei der Vorstellung. „Und dann rette ich immer die Void-Kreaturen, wenn die in Gefahr sind.“ Bea muss lachen. „Vielleicht solltest du mal nen Karate- oder Judokurs besuchen. Dann kannst du wirklich ein Held sein.“ Es hat auch Lashawn gut getan, den Selbstverteidigungskurs zu besuchen. „Au ja!“, freut sich Theo. „Darf ich, Mama?“

Bella muss nicht lange überlegen. Es kann nie schaden, wenn die Kids sich verteidigen können. „Willst du auch, Bea? Kann sicher nicht schaden.“, bietet sie an, „Ich geb euch die Kursgebühr aus.“

Sie gehen ins Nachbarzimmer und stöbern im Internet, bis sie schließlich ein interessantes Angebot finden. „Schaut euch das an! Den Kurs gibt es erst seit diesen Monat, ihr fangt also quasi mit dem Kursleiter an.“ Die drei Greentails werden auf eine Homepage geleitet, die erst vor kurzem eingerichtet wurde. Aber auch jetzt sind schon einige Fotos von der Halle zu sehen, und auch einige Karatestunden... Bella stutzt, als sie ein Foto des Kursleiters sieht: Das ist doch Jarred!
Sie freut sich. „Bei ihm seid ihr in guten Händen!“ Schnell sind die Kids angemeldet. „Ich kenn ihn. Hab' ihn bei der Eröffnung des Waisenhauses kennen gelernt.“, erklärt Bella ihren Kindern. „Er ist sehr sympathisch.“ Beim Thema Sympathie fällt ihr auch ihr Date ein. „Hab auch sonst noch jemanden kennen gelernt. Richard heißt er. Oder auch Joghurtfreak. Wer weiß, was daraus wird.“ Sie fasst den Abend kurz zusammen.

„Da ist wohl jemand verliebt!“, neckt Bea, doch Bella winkt ab. „Wir haben uns gut verstanden, ja. Von Liebe würde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reden. Aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich das ja da raus. Wird jedenfalls nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mich mit ihm treffe. Selbst wenn es nur bei einer Freundschaft bleibt.“

Dass Bella nun schon seit einiger Zeit einen neuen Partner sucht, ist Bea bekannt. Ob das heißt, dass bald wieder ein Mann einzieht? Super verknallt wirkt die Mutter noch nicht, aber wer weiß? Ihr ist das egal. Sie ist bald volljährig. Sie wird nicht ewig bei ihrer Mutter wohnen bleiben. Aber für Theo hofft sie, dass Bella mit einem Mann zusammen kommen wird, der auch mit dem Jungen gut klar kommt. Doch noch ist es ja auch nicht so weit. „Wäre ja schön, wenn bald jemand neues einzieht.“, sagt Bea nur, „Vor allem, da ich selbst ja nicht ewig bleiben werde.“ - „Genau. Ich lasse Patrick einziehen!“, scherzt Theo und lacht. An Bellas Date verschwendet er keinen weiteren Gedanken.
Charaktere: Bea, Bella, Theo
Geschichtsstrang: Familienfeier
„Happy Birthday!“ Theo stürmt in Beas Zimmer. Verschlafen reibt sich die Schwester die Augen. „Mein Geburtstag ist doch kein Grund, mich zu wecken.“ Theo grinst. „Doch, ist es, du Schlafmütze. Vor allem, da du jetzt, wo du 18 bist, ja auch ausziehen kannst. Ist doch klar, dass ich dich dann so früh wie möglich wecke.“ – „Damit ich so früh wie möglich ausziehe?“ Bea muss grinsen. „Danke. Wirklich. Du bist so herzensgut.“

Auch Theo kann sich sein Grinsen nicht verkneifen. Eine kleine Neckerei unter Geschwistern macht doch immer Spaß. „Bin ich doch immer. Also, was ist? Stehst du jetzt auf? Geschenke sind unten.“

Als Bea schließlich – nach einer Dusche – zum Frühstück runter kommt, ist auch Bella schon wach. Sie begrüßt ihre Tochter mit einer Umarmung. „Herzlichen Glückwunsch.“, sagt sie feierlich. Bea lächelt.
„… und das ist von Familie Muschel…“ Bea ist fleißig dabei, Geschenke auszupacken. Sie feiert heute im Kreis der Familie. Die Feier mit Freunden wird es erst in ein paar Tagen geben. Auf die freut sich Bea schon besonders.
Bisher gibt es eine gute Ausbeute von Familienfreunden und Verwandten. Finanzielle Unterstützung. Gutscheine. Nach sulanischer Tradition gilt man bereits als volljährig, wenn man geschlechtsreif ist und die Tattoos bekommt, also noch vor dem 18. Lebensjahr. Doch es ist dennoch von großer Bedeutung, wenn man auch im Rest der Welt als volljährig zählt, vor allem, wenn man wie die Greentails genug Verbindung zu anderen Kulturen hat.
Ein Gutschein ist dabei, der Bea besonders freut: ‚Gutschein für eine Wohnungseinrichtung‘ „Ein paar neue Möbel können nicht schaden, sobald ich ausziehe.“, lächelt Bea, „Auch wenn es Theo nicht früh genug geschehen kann, wie?“ Der Junge schweigt. Er weiß, dass die Wirklichkeit anders aussieht als die Neckerei vermuten lässt. Er wird Bea vermissen, wenn sie erst mal weg ist. Bea fährt fort. „Wird allerdings noch ein paar Monate dauern, die du dich gedulden musst. Ich werde ausziehen, sobald mein Studium beginnt. Vorher lohnt es sich noch nicht.“

Der Tag verläuft wie viele Geburtstage: Mit Geschenken, leckerem Essen, Glückwünschen… Das ist mittlerweile rübergeschwappt. Doch der Abend ist es, worauf sich Bea wirklich freut. Hier kommt die sulanische Feier-Tradition zum Zuge: Mit Gesang, Tänzen um das Feuer, bis in die frühen Morgenstunden… Bea überlegt, ob sie ihren Freunden diese Tradition auch zeigen sollte, wenn sie dann mit ihnen nachfeiert.
>>> Bella geht nach Oasis Springs Nr. 20 - Oasis Bowling (3) >>>
>>> Theo geht nach San Myshuno Nr. 20 - Sky Fitness & Spa Fitnesscenter >>>
#19
<<< Charlie kommt von Copperdale - Haus Familie Sølberg <<<
<<< Dylan kommt von Brindleton Bay Nr. 16 - Tierauffangstation (2) <<<
<<< Kurt kommt von Newcrest (2) <<<
Charaktere: Bea, Charlie, Dylan, Kurt
Geschichtsstrang: der Ernst des Lebens
Barfuß läuft sie über den Strand. Das Lagerfeuer ist aufgeschichtet, auch wenn es noch nicht brennt. Der Grill steht bereit, größtenteils mit vegetarischen Optionen. Auch wenn Bea keine volle Vegetarierin ist, isst sie nur wenig Fleisch. Auch für Musik wird gesorgt.
Doch das ist alles erst für später. Auf dem Rücken liegend genießt sie das Wasser. "Na los, kommt doch mit ins Meer, wenn ihr euch traut!", neckt sie ihre Gäste.
Im Schatten sitzend beobachtet Kurt die Mitschüler. Erst vor wenigen Tagen hat er sich getraut, die Kirche zu verlassen, nachdem es in seinem Kopf scheinbar ruhiger wurde. Doch hat er in der Zeit in seinem Versteck verstanden, dass die meisten Sims weder sagen, was sie denken, noch denken sie, was sie sagen. Zwar möchte er an das Gute in jedem glauben, doch weiß er mit Sicherheit, dass Gott ihm dieses Geheimnis nicht ohne Grund offenbart hat. Noch begreift er nicht, was das alles für ihn bedeutet - welche Aufgabe der Allmächtige ihm zukommen lassen wird, doch er kann warten. Nur mit Glaube und Geduld kommt man im Leben weiter. Er wird es wissen, wenn es soweit ist. Bis dahin versucht er, die Nähe Beas zu genießen - was ihm nicht leicht fällt, wenn dieses andere Mädchen ständig an seiner Freundin hängt. Sie lachen miteinander, umarmen sich bei jeder Gelegenheit und halten Händchen. Sicher - sie sind gute Freundinnen, aber eben nur das. Ihm missfällt ihre Nähe zueinander. Er sollte derjenige sein, dessen Hand Bea halten will.
Abschätzend folgt er Charlie mit Blicken, als diese der Aufforderung des Geburtstagskindes folgt und lachend ins Wasser rennt. Das Shirt im Lauf herunter gerissen landet achtlos im Sand. 
Mit einigen kräftigen Zügen erreicht Karlotta ihre Freundin und legt ihre Arme um dessen Schwanzflosse. Wieder einmal staunt sie, wie glatt sich die Schuppen anfühlen. "Man, ihr wohnt hier echt im Paradies.", lächelt sie ihr entgegen. "Wir könnten Wasserball spielen. Was hältst du davon?", fragt sie Bea, ehe sie den Vorschlag den Jungs unterbreiten will. Schließlich ist es ihr Geburtstag und sie soll entscheiden.
"Wasserball klingt doch super!" Sie lässt ihre Schwanzflosse ins Wasser platschen, so dass Charlie nass wird. Sie taucht unter und hinter Charlie wieder auf. Grinsend fügt sie noch hinzu: "Auch wenn ihr da sicher keine Chance habt. Aber uns fällt schon was ein, um das auszugleichen." Vielleicht lässt sich ja auch Kurt darauf ein. Der wirkt in letzter Zeit unzufrieden und still. Wahrscheinlich hat er immer noch an den fremden Gedanken zu knabbern. Sie rechnet es ihm hoch an, dass er trotzdem hier ist und hofft, dass etwas Sport und Spaß ihn von seiner Sorge ablenken kann.
Wohlig streckt sich Dylan auf seinem Handtuch aus und genießt die Wärme, die der Untergrund durch den Stoff an seinen Rücken abgibt. Mit aufgestellten Beinen, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, schaufelt er spielerisch Sand mit den Zehen, gräbt sie ein, wühlt wieder frei und beobachtet abwechselnd Kurt und die Mädchen. Ab und zu schließt er entspannt die Augen, fühlt wie die Brise vom Meer über seinen, sich langsam aufheizenden Körper streicht und könnte zufriedener nicht sein. "Wasserball klingt doch super!" lässt ihn aufhorchen. Die Sonne hat Kraft, aber das Wasser ist noch frisch um diese Jahreszeit, das weiß er aus Erfahrung. In vier Wochen hätten sie zu tun ihn wieder aus dem Meer heraus zu bekommen, aber die Temperatur jetzt lockt ihn nicht ins Nass.
Allerdings ist es keine Option das vor den Mädels zuzugeben, deshalb klappt er die Lider wieder auf und sieht zu Kurt, der mit wenig erfreuter Miene unter einer Palme sitzt und ebenfalls das Treiben im Wasser beobachtet. Vielleicht geht es ihm ähnlich, mutmaßt Dylan und setzt sich auf. Neben seinem Handtuch liegt der zerknautschte, aufblasbare Wasserball. Na gut. Spielverderber ist nicht. Er schnappt sich das Teil und wedelt damit Richtung Meer. "Ich kümmer mich drum!" ruft er den beiden zu und fängt an das Plastik zu glätten. "Hey Kurt, bist du dabei beim Wasserball?" Er zieht die Luftpumpe zu sich, stöpselt sie an und steht auf um zu pumpen. 
Karlotta hebt schützend die Arme vors Gesicht. "Dann spielen wir eben zu dritt gegen dich.", grinst sie unschuldig. Fröhlich hält sie Dylan die Daumen entgegen. "Mega!"
'Mega!', wiederholt Kurt im Gedanken. Sein Blick geht von ihr zu Dylan, gerade in dem Moment, als der ihn anspricht. Innerlich seufzend zögert er, nickt aber schließlich. Er verspürt wenig Lust, sich zu den anderen zu gesellen. Am liebsten würde er Bea schnappen und mit ihr an einen einsamen, unerreichbaren Ort teleportieren. Weg von dem Sunnyboy, neben dem er nur lächerlich aussehen kann und weg von der Kleinen, die seine Freundin beschlagnahmt. Doch anstatt seinem Wunsch nachzugehen, rappelt er sich auf, klopft den Sand von seiner Kleidung und geht Richtung Wasser.
"Oder wir machen eine Mischung aus Land- und Wasserball.", schlägt Bea vor, die zufrieden mitbekommt, wie Kurt sich erhebt. "Wie damals beim Sozialprojekt mit Dave." Sie klärt die anderen auf, die ja schließlich in einer anderen Klasse sind: "Er hat mir die Bälle zugespielt und ich hab sie mit der Schwanzflosse zurück gestoßen." Gerne erinnert sie sich an den Tag zurück. Mit Dave verbindet sie kein freundschaftliches Gefühl, aber an diesem Tag für dieses Projekt hatte sie trotzdem Spaß.
Sie schwimmt Richtung Ufer, zu Kurt. "Schön, dass du mitmachst.", sagt sie lächelnd. Sie fragt nicht nach, was ihn bedrückt, nicht solange die anderen noch in Hörreichweite sind. Wenn er von sich aus davon reden will, kann er es tun. Aber sie wird damit warten bis sie alleine sind, bis sie selber nachfragt.
Der Plastikball ist nicht sehr groß und füllt sich schnell. Während er damit hantiert, beobachtet Dylan aufmerksam Charlie im Wasser. Sie hat eine verdammt heiße Figur. Er fragt sich was für eine Art Sport sie betreibt. Den Muskeln nach trainiert sie regelmäßig. Vielleicht könnten sie zusammen mal was unternehmen.. Der Plastikball gibt ein unangenehmes Geräusch von sich und Dylan bemerkt, dass er mehr als genug Luft hinein gepresst hat. Er verschließt das Ventil und knufft ihn ein paar mal spielerisch in die Höhe, dann läuft er los. Seine Faust pufft den Ball in der Bewegung zu Kurt. "Zum aufwärmen!" lacht er, macht eine halbe Drehung und springt seitlich grätschend weiter, immer den Ball im Blick.
Aus dem Nichts pufft eine schwarze Wolke auf und der Ball fliegt ins Leere. Kurt steht plötzlich einige Meter entfernt und schaut aus großen Augen zu Dylan herüber. Unsicher reibt er sich den Unterarm, ein schüchternes Lächeln legt sich auf sein Gesich, ehe sein Blick den Ball sucht. Beschämt setzt er sich in Bewegung, holt das vermeintliche Geschoss und eilt zum Mitschüler zurück. "Tut mir leid.", murmelt er verlegen und wirft den Ball zu Dylan.
Verblüfft stoppt Dylan in der Bewegung und strauchelt kurz. Was war das denn? Irgend ein okkulter Anteil schlummert in dem Sim, der nicht so offensichtlich ist, wie seine Hautfarbe. Es ist Kurt anzusehen, dass ihm die Aktion peinlich ist, auch wenn er das zu überspielen versucht. "Schon gut, jeder erschreckt sich mal." sagt Dylan deshalb nur kurz, fängt den Ball und saust damit Richtung Wasser. "Zeigen wir's den Mädels." ruft er lachend und winkt Kurt mit. Augen zu und durch, anders wird das nichts. Seien Beine durchpflügen das Wasser und wirbeln es zu kleinen Fontänen auf, als Dylan in die kühlen Wellen rennt. Schwungvoll wirft er den Ball zu Bea, taucht ganz unter und kommt neben Charlie prustend wieder hoch. "Los geht's!" feuert er sie grinsend an und schüttelt wild seine Haare, so dass die Tropfen in alle Richtungen spritzen. Beste Taktik um zu verhindern, dass ihm die Mimik entgleist. Das Wasser IST frisch.
Kurts Lächeln wird wärmer, als Bea ihn anspricht. Noch immer etwas unsicher, nimmt er ihre Hand und verschränkt seine Finger mit ihren, als der Ball plötzlich auf ihn zufliegt.
Stutzend schaut Kurt dem Jungen hinterher, als der losrennt und ihn auffordert mitzukommen. Ein Blick über die eigene Schulter beweist, dass niemand anderes gemeint sein kann. Zuerst zögerlich, dann entschlossener folgt er Dylan. Im Wasser holt er ihn schnell ein. Die Kälte macht ihm nichts aus. Neben Bea platziert er sich und macht sich bereit, zu reagieren.
"Gaaahh", ruft Karlotta lachend aus, "du auch noch..." Eine Hand wischt übers Gesicht, um das Wasser aus den Augen zu bekommen. "Okay, also okkult gegen durchschnittstypen. Scheint mir nicht sehr fair. Was meinst du, Dylan? Lassen wir uns von den beiden nass machen?" Kampfbereit streckt sie ihm die geballte Faust zum abklopfen entgegen.
"Ja, das ist wirklich nicht fair. Wir sollten die Gruppen anders aufbauen. Es gilt Jungs gegen Mädels", schlägt Bea vor. Kurt ist zwar okkult, aber kein Wassersportler. Doch da lässt sich grad nichts machen. Vielleicht läuft es ja auch. Sie schiebt Kurt sanft zu Dylan rüber. Als sie seinen Blick erhascht, fragt sie sich allerdings, ob das wirklich die richtige Entscheidung ist. Der Hybrid wirkt nicht gerade begeistert.
Sie schwimmt zu ihm, gibt ihm einen Kuss. "Danke. Dass du trotz allem hergekommen bist.", sagt sie zu ihm leise, so dass die anderen es nicht mitbekommen. Sie sollen keine Fragen haben.
Die Teams sind festgelegt: Jungs gegen Mädels. Bea taucht unter, schwimmt zu Charlie zurück, und taucht unter deren Beinen durch. Wieder auftauchend sagt sie: "Also dann, für die Girl Power!" Sie lässt sich von Charlie den Ball zuwerfen, den sie mit ihrer Schwanzflosse weiter schießt.
"Wer den Ball hinter die gegnerische Linie schafft, macht nen Punkt!" ruft Dylan, springt Hoch, ballert den Ball mit der Faust zurück zu Charlie, die blitzschnell Ihre ausfährt, abwehrt und Kurt attackiert. "Hey, Powerfrau, freu dich nicht zu früh, der nächste sitzt." lacht Dylan.
'Eifersucht ist eine Sünde.', ermahnt sich Kurt in der Hoffnung, sein aufkeimendes Gefühl bändigen zu können. Warum will seine Freundin mit Charlie zusammen sein und nicht mit ihm? Es wäre alles viel leichter, wenn er seine Kräfte kontrolliert einsetzen und Gedanken nach Belieben lesen könnte. Zwar ist er froh und dankbar, dass es in seinem Kopf nun ruhig ist, doch würde ein Einblick in die Köpfe der Mädchen ihm Gewissheit verschaffen. Von den Tagen der unbezwingbaren Gedankenflut fremder Sims weiß er inzwischen, dass die meisten von ihnen unehrlich und niederträchtig sind. Skepsis und Misstrauen sind in der Regel durchaus angebracht. Aber auch bei Bea? Seiner Bea? Sein Herz krampft für eine Sekunde bei dem Gedanken daran, sie könnte nicht ehrlich zu ihm sein. Im letzten Moment landet sein Bewusstsein wieder in der Realität, als etwas auf ihn zufliegt. 
"Vergiss es, Sunnyboy!", lacht Karlotta Dylan entgegen und schmettert den Ball zurück. "Gegen uns habt ihr keine Chance."
Ohne auszuholen boxt Kurt gegen das Geschoss und bemerkt nicht, wie viel Kraft in seinem Schlag steckt. Seine glühenden Augen fixieren die Asiatin.
"Wow!" Erstaunt verfolgt Karlotta die Flugbahn des Balls. Weit hinter ihr schießt er ins Wasser. Beeindruckt nickt sie dem Hybriden zu. "Du willst es wissen, was?", grinst sie und macht sich davon, den Ball zu holen. Es dauert einen Moment, bis sie zurück kehrt und einen neuen Aufschlag andeutet. "Also gut. Bis hierhin war Spaß." Auffordernd zwinkert sie Bea zu und spielt den Ball in dessen Richtung.
Wie ein Fisch springt Bea aus dem Wasser, dem Ball entgegen. Bevor sie wieder untertaucht, nimmt sie erneut ihre Schwanzflosse zur Hilfe, um den Ball Richtung der Jungs zu befördern. Mit Schmackes fliegt das Geschoss Richtung Dylan. Zu schnell für den Jungen, der nicht rechtzeitig reagieren kann und den Ball nur knapp streift. Der rauscht unter seinen Händen durch, hinter die Linie. Ein Punkt für die Mädels.
"Super!" Bea lacht und freut sich. Sie taucht ins Wasser, kommt hinter Charlie wieder zum Vorschein und gibt ihr ein High Five, bevor sie wieder zu ihrer ursprünglichen Position zurück schwimmt. Sie wartet auf den Angriff der Jungs.
Bea mit ihrer Megaflosse. Klar, dass sie gegen diesen Heimvorteil keine Chance haben. Dylan verliert ein wenig die Motivation, hechtet aber dem verlorenen Ball nach und balanciert ihn spielerisch auf den Fingerspitzen, während er sich bereit macht für den nächsten Schuss. Die grinsende, wasserbeperlte Charlie reizt ihn mehr, als der Gedanke an den Sieg. Entschlossen fasst er den Ball fester, holt aus und donnert ihn mit aller Kraft in ihre Richtung. Mit einem klatschenden Geräusch prallt er von Karlottas Schuler, entlockt ihr einen empörten Schmerzenslaut und eine lachend erhobene Faust in seine Richtung. Triumphierend krault Dylan mit ein paar kräftigen Zügen zu ihr, taucht ab, kommt hinter ihrem Rücken wieder hoch und streicht entschuldigend über die jetzt rot gefleckte Stelle. "Das wollte ich wirklich nicht." Ihre nasse Schulter schimmert in der Sonne und fühlt sich samtweich an. Einen Augenblick lang verweilt Dylans Hand dort, ehe er ihr ins Ohr raunt: "Das allerdings schon." Blitzschnell taucht er ein, packt sie an den Unterschenkeln, stemmt sie weit aus dem Wasser und katapultiert sie mit Schwung in Richtung Bea. Charlie landet eine Fontäne aufwirbelnd mit lautem Platsch knapp hinter ihrer Freundin im Wasser. "Volltreffer! Zehn Punkte für den Wurf!" feixt Dylan und zeigt Kurt lachend das Victory Zeichen. 
Unsicher, was er von der Aktion halten soll, beobachtet Kurt die Szene. Ein Mundwinkel hebt sich zu einem Schmunzeln. 'Das hat sie verdient.', erwischt er sich bei ungewohnter Schadenfreude. Gleichzeitig fragt et sich, was es ist, dass das Mädchen scheinbar so beliebt macht, dass um ihre Aufmerksamkeit gebuhlt wird.
Karlotta indessen krakehlt in schrillen Tönen, als sie laut klatschend im Wasser landet. Zwei Sekunden darauf taucht sie wieder auf, wischt sich das Nass aus dem Gesicht und schenkt dem Angreifer ein kampflustiges Grinsen. "Dich krieg ich." Abtauchend nähert sie sich ihm mit kräftigen Zügen und will die Beine unter seinem Körper davon reißen, so dass er den Halt verliert und plötzlich im Meer versinkt. Doch der Plan geht nicht auf. Das Wasser ist klar und ihre Absicht eindeutig. So kann Dylan seinen Stand festigen und rührt sich nicht von der Stelle. Überraschend geht Karlotta zu Plan B über, taucht hinter ihm auf und schlingt einen Arm um seinen Hals. An seinem Rücken hängend hält sie ihn kraftvoll im Würgegriff, schiebt nun ihren Fuß in seine rechte Kniekehle und erreicht doch noch ihr Ziel. Dylan verliert das Gleichgewicht und kippt mit dem zusätzlichen Gewicht nach hinten.
Kurt schwimmt in der Zwischenzeit zu Bea, stellt sich nah an sie und sieht sie fragend an. Bei dem Gerangel fühlt er sich nicht nur überflüssig, sondern auch unwohl, kann er die Intentionen nicht klar deuten.
Bea schaut der Szene lachend zu und bemerkt Kurts Blick nicht auf Anhieb. "Komm, Kurt, wir sollten uns auch austoben, damit wir dann auch richtig Hunger haben nachher und sich das Essen lohnt." Darauf freut sich Bea schon besonders. Nicht nur, dass es leckeres Essen geben wird, sie wird ihren Gästen auch die sulanische Kultur bei Feiern näherbringen können.
Da an Wasserball nun nicht zu denken ist, neckt sie Kurt, indem sie ihn mit Wasser nassspritzt. Sie taucht und schwimmt unter seinen Beinen durch.
Sand und Wasser aufwirbelnd rangeln Dylan und Charlie kurz unter Wasser, bis sie lachend und prustend wieder an die Oberfläche kommen. Triefend und immer noch breit grinsend strampelt Dylan mit den Beinen auf der Stelle. "Du bist ja ne richtige Kampftigerin!" sagt er mit Bewunderung in der Stimme. "Und Kraft für zwei. Trainierst du?"
Dylan will zurück zu Bea und Kurt, als ihm im wieder erklarten Wasser etwas auffällt. "Sieh mal, was für ein Prachtexemplar." Er zeigt auf einen großen Seestern, direkt neben ihren Füßen. "Ich würd ihn am liebsten hoch nehmen, um ihn ganz genau an zu schauen, aber das sollte man nicht." Sein Ton wird ernst. "Jeden Sommer seh ich wie Leute sie aus dem Wasser nehmen für.." Er gestikuliert Gänsefüßchen. "..coole Fotos auf irgendwelchen social media accounts." Er verzieht abschätzig die Mundwinkel. "Und wenn du ihnen sagst, die ersticken nach kurzer Zeit und bis dahin quälen sie sich jede Sekunde, die sie nicht im Wasser sind, kriegst als Antwort: ich setz ihn ja gleich wieder rein." äfft er nach und rollt die Augen. "Man sollte sie untertauchen und wenn sie Panik bekommen, sagen, ich lass dich ja gleich wieder hoch." Er schnaubt spöttisch und schüttelt verständnislos den Kopf.
"Nur ein bisschen Yoga und Kampfsport.", lächelt Karlotta amüsiert. Ihr gefällt die Energie, die Dylan ausstrahlt. Der aufgeweckte Blick und seine halblange Frisur lassen ihn lässig wirken, doch durch die vergangenen Gespräche weiß sie, dass deutlich mehr in ihm steckt.
"Das war mir nicht klar.", staunt sie nach seiner Erläuterung. "Ich finde es beeindruckend, wie viel du weißt." Ihre braunen Augen leuchten ihn fasziniert an. "Ich lerne bei dir jedes Mal etwas dazu. Das finde ich richtig klasse." Nur schwer kann sie den Blick von ihm abwenden, um sich den Seestern anzusehen. Durch das klare Wasser ist seine rötliche Farbe gut zu erkennen. "Wie wunderschön er ist ..."
"Ja. Finde ich auch." Ihre Worte machen Dylan ein wenig stolz. Ermutigt davon und ihrem Blick, lässt er sich von einer sanften Welle etwas näher an Karlotta heran schaukeln. "Mich fasziniert die Unterwasserwelt und das Meer allgemein sehr. Ich würd gern mal einen Tauchkurs machen." Er sieht sie an. "Aber nicht allein." lächelt er.
Ohne den Kopf anzuheben, schaut sie unter den Brauen zu ihm auf. "Vielleicht musst du das gar nicht.", lächelt sie zurück. "Ich meine, wenn du lieber einen Kumpel mitnehmen willst, ist das okay für mich. Aber vielleicht könnte ich dich auch begleiten." Jetzt sieht sie auf und schaut ihm direkt in die Augen.
"Was für Kumpel?" Dylans Grübchen vertiefen sich, als er lächelt. "Ich nehm dich beim Wort." sagt er und erwidert ihren Blick. Am liebsten würde er jetzt gleich los tauchen, egal wie kalt das Wasser ist. Er setzt an etwas zu sagen, aber Beas Stimme unterbricht den Moment. Sie pusht den Ball mit den Schwanzflossen auf und ab und winkt. Bedauernd hebt Dylan eine Schulter und weist mit dem Kinn in ihre Richtung. "Da wird jemand ungeduldig. Du bist eben gefragt." scherzt er. "Los! Wer zuerst drüben ist." Mit einer schnellen Drehung hechtet er in die Wellen und krault los. 
Einige Zeit später sitzt Bea mit den Gästen am Strand auf der mitgebrachten Decke. Gemeinsam mit Kurt hat sie sich um das Lagerfeuer gekümmert, das nun den abendlichen Himmel erhellt und für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Auf einem mittgebrachten Klapptisch stehen die Futtersachen. Bea gönnt sich gerade von dem Nudelsalat. Das ist nicht gerade ein traditionelles sulanisches Gericht, aber es schmeckt gut. "Ach ja, das Feuer.", erzählt sie gerade, "Da gibt es auch eine Geschichte über den Halbgott Māui." Sie lehnt sich zurück und erzählt: Wie Māui festgestellt hat, dass den Menschen das Feuer fehlt und daher die Feuergöttin Mahuika aufgesucht hat. Wie er mit allerhand Tricks versucht, an das Feuer zu kommen und es ihm schließlich gelingt.
Sie legt einen Holzscheit nach und setzt ihre Geschichte fort: "Daraufhin ist die Feuergöttin wütend und setzt Land und Wasser gleichermaßen in Brand. Māui kann nur entkommen, indem er sich in einen Falken verwandelt und durch die Lüfte fliegt. Doch nun hat er den Salat: Um das Feuer zu löschen bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu seinen göttlichen Ahnen Tāwhirimātea und Whatiri-matakataka zu beten. Die haben Erbarmen und antworten mit starkem Regen, der das Feuer erlischt." Die Meerfrau genießt es, von den kleinen und großen Legenden ihrer Kultur zu erzählen.

Aufmerksam hört Dylan Beas Erzählung zu, während er ein paar lecker aussehende, frittierte Gemüsetaschen und Nudelsalat für sich und Charlie schöpft. Noch ein bisschen Couscous Salat und .sein Blick fällt auf eine hübsche, kleine Dekoblume. Spontan greift er danach und platziert sie sorgfältig auf einem der Teller. "Ich mag diese Legenden um List und Rache, mutige Halbgötter und dramatische Szenarien." schmunzelt er und reicht Karlotta den dekorierten Teller. Im Schneidersitz macht er es sich neben ihr auf der Decke bequem und sieht Bea an. "Geht der traditionelle Feuertanz hier auf diese Legende zurück?" erkundigt er sich und nimmt den ersten Bissen vom Salat.
Bea freut sich über das Interesse an ihrer Kultur. "Genau das!" Sie klatscht in die Hände. "Wir ehren das Feuer und die Götter. Der Tanz soll symbolisieren, wie das Feuer unter Kontrolle gebracht wird. Auch der Tanz erfordert Kontrolle." Sie lächelt. "Wenn du willst, kann ich dir den Tanz auch beibringen." Bea blickt in die Runde. "Das gilt für euch alle natürlich. Hättet ihr denn Interesse?"
"Den Feuertanz lernen?" Dylan bewegt abwägend den Kopf. "Warum eigentlich nicht" Er stellt den Teller neben sich ab und zieht seinen Rucksack näher zu sich. "Ich hab noch was dabei, das uns vielleicht hilft die ganze Sache gechillter anzugehen." Er befördert zwei Flaschen zutage und hält sie hoch. "Selbst gemachtes Kava." grinst er. "Letzten Sommer hat mir jemand bei gebracht wie 's geht." Zu den Flaschen gesellen sich noch Becher, die er zusammen mit dem Getränk für alle greifbar platziert. "Dann steht dieses Jahr Feuertanz auf dem Programm."
Karlotta schürzt nachdenklich die Lippen. Aus irgendeinem Grund hat sie das Gefühl, es stünde ihr nicht zu, sich die Kultur Sulanis anzueignen. Dennoch ist sie neugierig auf die Unterrichtsstunde, die Dylan freudig annimmt. "Ich schau lieber erstmal zu.", lächelt sie aufgeschlossen. Ihr Blick fällt auf die zurechtgelegten Flaschen. Leicht vorgebeugt, den Hintern in die Luft gestreckt, angelt sie sich eine von ihnen, nebst Becher, und beginnt sogleich für alle einzuschenken. "Mal sehen, was du hier gemixt hast.", zwinkert sie ihm zu.

Schade. Sie hätte auch gerne Charlie dabei gehabt. "Wie sieht es bei dir aus, Kurt? Bist du dabei?" Der wirkt über die Frage nicht begeistert und schüttelt nur den Kopf. Bea seufzt. Sie mag Kurt. Und doch hätte sie ihm etwas mehr Selbstbewusstsein gewünscht. Dennoch mischt sie sich nicht in seine Entscheidung ein. Dann eben für Dylan.
Sie holt die Stöcke hervor und bindet einige rote und gelbe Bänder dran. "Damit werden die Flammen symbolisiert.", erklärt sie, "Für den aller ersten Versuch solltest du noch nicht mit echtem Feuer hantieren." Sie macht es vor. Obwohl sie selbst geübt genug ist, um auch die Flammen zu nutzen, bleibt sie bei den Stöcken, die sie eh schon in der Hand hat. Eigentlich fast langweilig. Schließlich endet ihre Vorführung und sie reicht dem Jungen die Stöcke. "Versuch es erst mal ganz langsam." Sie achtet darauf, dass Dylan die richtige Körperhaltung angenommen hat.
"Nur Gutes." grinst Dylan während er aufsteht. "Nimm nen kräftigen Schluck und unterstütz mich hier." sagt er zu Charlie und nimmt die Stöcke entgegen. "Ihr lasst mich doch wohl hier nicht alle im Stich?" Er lässt eines der Bänder auffordernd in Richtung Kurt flattern, und beobachtet dann aufmerksam Beas Spiel mit den Stäben.
Er kann mit Bällen jonglieren, aber das hilft hier nur bedingt weiter. Die Stäbe über die Finger tanzen zu lassen gelingt einigermaßen, aber die Bänder beginnen sich heillos zu verknoten, bis es schließlich unmöglich ist, damit weiter zu schwingen. "Boah, was für ein Kuddelmuddel." lacht er und beginnt das Knäuel zu entwirren. "Können wir nicht doch mit Feuer weiter machen?" fragt er Bea. "Das fänd ich ehrlich gesagt auch spannender. Feuer, aber dafür nicht so komplizierte Figuren?"
Bea lächelt bei Dylans Versuchen. "Mit den Bändern zu üben ist die einfache Version. Aber du bist alt genug. Wenn du sagst, du fühlst dich bereit dazu, will ich dich nicht aufhalten. Auf deine Verantwortung." Aber sollte wirklich was passieren, ist das Meerwasser ja nah. Er wird schon nicht verbrennen. Bea entfernt die Bänder, entzündet die Fackeln, und zeigt Dylan eine einfache Übung.

Karlotta schaut mit großen Augen zu. "Denkst du wirklich, dass das eine gute Idee ist? Überschätzt du dich da nicht?" Zwar bewundert sie den Mut des Mitschülers, dennoch fragt sie sich, was ihn zu einem solchen Leichtsinn treibt. Nervös schaut sie von einem Gesicht zum anderen. Bea wirkt entspannt, ganz anders als Kurt, dem die Sorge aus jeder Pore sticht.
"Wird schon gehen mit was Einfachem." Dylan schielt zu Charlie. "No risk, no fun." Er hebt die beiden Stöcke mit den Bändern vom Boden auf und drückt je einen Karlotta und Kurt in die Hand. "Mit Unterstützung geht es aber sicher besser."
Dann dreht er sich zu Bea, beobachtet konzentriert ihre Bewegungen und nimmt schließlich die beiden Fackeln von ihr entgegen. Er beginnt sie behutsam in kleinen Kreisen zu schwingen, wie Bea es vor macht. Ermutigt vergrößert er den Radius. Wenn er schnell genug wirbelt, gibt es keinen Funkenflug und die Fackeln zeichnen eine schöne, feurige Spur in die dunkle Nacht. Das macht Spaß.
Die Lippen ironisch schürzend, funkelt Karlotta ihren Kumpel an. Na schön, dann macht sie eben mit. Ehrfürchtig nimmt sie etwas Abstand zu den Anderen und tut es Dylan gleich. "Hey, das ist cool!", freut sie sich, als die Bänder durch die Luft zischen.

Begeistert sieht Bea zu, wie gut es bei Dylan und Charlie klappt, sie immer mehr wagen. Klar, noch sind die Kunststücke relativ ruhig und sicher, aber sie freut sich, dass die beiden deutlich Spaß an der Sache haben. Sie korrigiert die Haltung wo sie kann, und lobt, wenn es gut aussieht. "Sehr gut!", lobt sie die beiden. Dann fällt ihr Blick auf den Blauhäutigen.
Kurt hingegen wirkt wenig begeistert. Um keine Spaßbremse zu sein, nimmt er die Stöcker entgegen und hantiert unsicher damit herum. Unwohlsein überkommt ihn, als in ihm die Bilder von damals aufsteigen. Sandrine war die Flammenbändigerin. Ihre Nummer bestand daraus, mit Feuer zu jonglieren, es zu schlucken und hindurch zu tanzen. Das Publikum liebte ihre Show. Kurt hatte sie still bewundert, vielleicht sogar beneidet. Kinderaugen leuchteten verzaubert auf, wenn sie ihr Können präsentierte. Über sie wurde nicht getuschelt oder gelacht. Im Gegensatz zu ihm, für den sie nur Hohn, Spott und Sensationsgier übrig hatten.
In Gedanken versunken, lässt Kurt die Stöcker sinken. Ein Ende ragt in den Sand. Das Gelb seiner Augen leuchtet schwach, als Karlotta ihn plötzlich anspricht: "Was ist, Kurt? Machst du nicht mit?"
"Hm?" Aufschauend sieht er von einem Teenager zum anderen, zuletzt zu Bea. "Ehm, ja sicher.", murmelt er halblaut, hebt die Stöcke erneut an und versucht sich an einer Drehung, ehe er wieder die Arme hängen lässt. Beschämt schaut er zu Boden. Seine blauen Füße graben sich in den kühlen Sand. "Nein, ich ... ich kann nicht." Entschuldigend wirft er Bea einen Blick zu. "Tut mir leid. Ich muss ... -" Aus dem Nichts hüllt ihn eine schwarze Rauchwolke ein und er verschwindet. Die Stöcker fallen kurz darauf in den Sand.
"Was ist mit ihm?" Karlotta sieht verwirrt zu Bea. "Habe ich etwas Falsches gesagt?"
Bea sieht verwirrt zwischen Charlie und Kurt hin und her. Irgendwas scheint Kurt zu bedrücken. "Ich glaube nicht, dass es deine Schuld ist.", sagt die Meerfrau, immer noch verwirrt über die Szene. Warum haut Kurt ab? Wenn er einfach keine Lust auf den Feuertanz hat, ok. Aber dann hätten sie auch sicher was anderes für ihn gefunden, ohne dass er gleich abhauen muss.. Warum lässt er sie im Stich? An ihrem Geburtstag? "Kurt??" Bea ruft den Namen des Hybriden, in der Hoffnung, dass er noch in der Nähe ist. Wie auch Charlie macht sie sich Vorwürfe. Und die Selbstzweifel wachsen. Hat sie etwas falsch gemacht?

Abgelenkt von den Geschehnissen um Kurt, passt Dylan einen Moment nicht auf. Eine der Fackeln entgleitet ihm, beschreibt einen außerplanmäßigen Bogen und fällt Funken sprühend in den Sand. Glühende Splitterchen verteilen sich über Dylans Fußrücken und die nähere Umgebung. "Scheiße!" Er saugt zischend die Luft zwischen die Zähne, greift den Fuß und wischt hektisch wedelnd die Funken von seiner Haut. Ohne weiter auf die Anderen zu achten, rennt er zum Meer und taucht den Fuß ins kalte Wasser. Aufstöhnend plumpst er in den Sand und lässt die sanften Wellen das geschundene Körperteil umspülen.
Erschrocken über Dylans Reaktion sieht Karlotta ihm hinterher. Sie hat nur am Rande mitbekommen, was geschehen ist. "Bin gleich zurück.", wirft sie Bea entgegen, lässt die Stöcker fallen und rennt zum Wasser. "Alles okay?" Neben Dylan niederkniend betrachtet sie seinen Fuß. Zwei kleine Brandflecken zeichnen sich ab - nichts, was nicht in wenigen Tagen völlig verheilt sein dürfte. Erleichtert, dass es nicht schlimmer aussieht, lächelt sie ihn verschmitzt an. "Wer mit Feuer spielt, kann sich verbrennen." Seufzend legt sie sich neben ihn in den Sand, den Blick zu den Sternen gerichtet. "Bist du in eurer Gruppe auch so tollpatschig?", grinst sie.

Kurt bleibt außer Sicht. Ist sie schuld? Dylan geht es gut, wie Bea schon an Charlies erleichtertem Grinsen erkennt. Doch wo ist Kurt? Sie läuft weiter, noch immer seinen Namen rufend. Wie weit können die Strecken sein, die er teleportieren kann? Gibt es da eine Grenze? Oder könnte er sich schon nach Hause teleportiert haben?
Mit angezogenen Knien, den Kopf auf den verschränkten Armen abgelegt, beobachtet Dylan wie das Wasser sanft über seine Füße spült. Der Schmerz lässt nach und er kommt nicht umhin Charlies Bemerkung mit einem anerkennenden Grinsen zu honorieren. Den Kopf hebend sieht er sie an und lüpft schmunzelnd die Brauen. "Nicht nur stark, auch weise." Der Mond steht mittlerweile höher und einzelne Sterne funkeln am nachtschwarzen Himmel. Ohne es zu wollen verweilt Dylans Blick an Charlies aufgestellten Beinen, als sie sich neben ihm in den Sand sinken lässt. Ihre bronzene Haut schimmert leicht im Mondlicht und Dylan wird es heiß. Die Geräusche der Nacht werden plötzlich überlaut, seine Gedanken stehen still. Pochend weckt ihn sein Herz aus diesem Zustand. Sie hat ihn etwas gefragt. Er schluckt und lässt sich rücklings neben sie in den Sand fallen. Auf Ellbogen und Unterarme gestützt, die Füße immer noch im Wasser wendet er ihr das Gesicht zu. "Nein..." Verlegen, weil sie ihn tollpatschig genannt hat, sieht er aufs Meer hinaus. "Da versuch ich nicht jemanden mit nicht vorhandenen Qualitäten zu beeindrucken." Sein Herz nimmt wieder Fahrt auf bei diesem Eingeständnis. Er lächelt zwar, aber es ist ihm unangenehm, dass der Plan nicht aufging.

"Hmm,", Karlotta spitzt überlegend die Lippen, "vielleicht solltest du bei etwas bleiben, das du kannst, wenn du ... jemanden ... beeindrucken möchtest. Nicht, dass du das nötig hättest." Flirtend lenkt sie den Blick vom Meer zu Dylans Gesicht. "Ich meine, ...", ein lasziver Augenaufschlag trifft ihn, als sie zuerst seine Lipppen, dann dann seine Augen betrachtet, "du bist süß. Aber solche Aktionen werden deiner Intelligenz nicht gerecht."
Hat sie in gerade süß genannt? Intelligent und... Dylan vergisst die Füße, dreht sich seitlich und bleibt auf den Ellbogen gestützt so liegen. Er wagt es kaum zu atmen, als ihre Blicke sich treffen. Ein spitzbübischer Ausdruck tritt in seine Augen. "Du bist frech, das gefällt mir." sagt er mit belegter Stimme und rückt etwas näher an sie heran. Er füllt eine Hand mit Sand und lässt ihn langsam ihren ausgestreckten Arm entlang rieseln. "Ich weiß nicht, ob ich es gut kann...aber ich weiß, was ich jetzt gern..." Ein Schrei von Bea, die nach Kurt ruft, lässt ihn zusammen fahren und den Kopf wenden. Den Vorfall am Feuer hat er komplett vergessen. Am liebsten würde er sich mit Charlie wegteleportieren, wie Kurt vorhin, aber das ist leider keine Option. Dylans Mimik sagt alles, bevor er sich erhebt und ihr die Hand reicht, um ebenfalls auf zu stehen. Als sie für einen Moment Hand in Hand stehen, wird der Impuls mit ihr den Strand entlang weg zu laufen beinahe übermächtig. "Wir sollten wohl suchen helfen." sagt er stattdessen und hebt bedauernd die Schulter.

Der kühle Sand treibt Karlotta Gänsehaut über die Glieder. Dylan tief in die Augen schauend, kann sie sich bei seiner Andeutung ein Lächeln nicht verkneifen. Ihr Herz pocht plötzlich bis zum Hals, während in ihrem Kopf hektisches Chaos ausbricht. Will er ...? Ist das der Moment? In sich hineinhorchend sucht sie nach der zweifelnden Stimme. Ohne Erfolg. Sie ist nicht da. Bedeutet das ... ? Hat Dylan das, was sie bei Sky vermisst hat? Nervös unterdrückt sie ein freudiges Seufzen. Die Gedanken zur Ruhe zwingend, lehnt sie sich Dylan ein kaum merkliches Stück entgegen, als plötzlich Beas Stimme durch die Nacht schneidet. Karlotta atmet stumm aus. Während Dylan zur gemeinsamen Freundin herüber schaut, betrachtet Karlotta wehmütig sein Profil, ehe sie seinem Blick folgt. Verdammt. Bea scheint sich wirklich zu sorgen. Dylan steht auf und reicht Karlotta die Hand. Beherzt packt sie zu und lässt sich zu ihm hoch ziehen. Den Sand vom Körper abklopfend nickt sie auf seinen Vorschlag hin. Sie hat im Grunde keinen Bezug zu dem Hybriden. Dennoch hat Dylan recht. Man lässt niemanden hängen, wenn man weiß, dass es ihm nicht gut geht.
Als wäre es das normalste der Welt, nimmt sie ihn an die Hand und zieht ihn mit zu Bea. "Warte!", ruft sie ihr entgegen. "Wir helfen suchen." Die Backen aufgebläht, lässt sie den Blick über die dunkler werdende Landschaft schweifen. Kurt könnte überall sein. "Hat jemand einen Plan? Sollen wir uns aufteilen? Oder lieber als Gruppe gehen?" An die Freundin gewandt, schlägt sie vor: "Du kennst dich hier aus. Wie wäre es, wenn du die Gegenden absuchst, die versteckter liegen und wir kämmen die übersichtlicheren Orte durch?"

Warum.. warum ist Kurt abgehauen? Bea ertappt sich dabei, dass sich ihre Gedanken ständig um diesen Punkt drehen. „Es gibt eine Höhle am Strand.“, sagt Bea auf Charlies Vorschlag, „das übernehme ich dann lieber. Ich kenne diese Höhle. Ihr übernehmt den Strand an sich.“
Die Gruppe trennt sich. Mit der Handytaschenlampe leuchtet Bea die Höhle aus. „Kurt? Bist du hier?“ Das Echo ihrer Stimme schallt zurück. Doch niemand antwortet. Wo steckt er nur? Trauer überfällt sie. Charlie und Dylan verstehen sich gut, das ist ihr nicht entgangen. Und wenn Kurt da wäre, wäre das für sie kein Problem. Aber jetzt, so allein, fühlt sie sich ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen. „Kurt, das ist nicht lustig! Wo steckst du?“
Eigentlich ist Bea gesellig und kommt mit den meisten Leuten klar. Warum tut Kurt das? Warum haut er ab? In ihre Trauer mischen sich Funken von Wut. Warum lässt er sie im Stich? Oder ist ihm etwas passiert? Sie lässt sich gegen die Höhlenwand lehnen und schluchzt.
Unweit von ihr pufft plötzlich eine schwarze Wolke auf. Der Duft von Schwefel liegt in der Luft. Aus dem Dunkeln der Höhle leuchten Bea zwei gelbe Augen entgegen.
"Ich wollte dir dein Fest nicht verderben." Die Augen schließen sich und scheinen für einen Moment verschwunden. Erst als Bea ihn mit dem Licht anstrahlt, zeichnet sich Kurts blaue Haut vage von dem umgebenen Schwarz ab. "Verzeihst du mir?" Den Blick beschämt zum Boden gerichtet wagt er es nicht, sie anzusehen.
Bea sieht auf, sieht Kurt an. Sofort fällt ihr das schlechte Gewissen des Hybriden auf. Sie kann nicht anders, als ihm zu verzeihen. Sie fällt ihm in die Arme, erleichtert, dass er wieder da ist. Eine Weile schweigt sie, während sie ihn umarmt. Schließlich unterbricht sie die Stille mit einer Frage: "Was war denn los?"

"Gehen wir ein paar Schritte?" Kurt reicht ihr seine Hand und führt sie aus der Höhle. Noch immer sieht er auf den Sandboden direkt vor sich. Seine Füße graben sich mit jedem Schritt in den weichen Untergrund, bis er kurzentschlossen stehen bleibt. Einige Meter vor ihnen erstreckt sich das Meer, die seichten Wellen glitzern im Licht des Mondes. Betreten seufzend hebt er den Blick. Wie soll er nur beginnen? Die Augen schließend versucht er Kontrolle über seinen Atem zu erlangen, während sich in seinem Hals alles zusammenkrampft. Eine Träne rinnt ihm aus dem Augenwinkel, erreicht binnen einer Sekunde den Kieferknochen und bleibt als glänzender Tropfen dort hängen. "Ich war im Zirkus.", beginnt er. "Als ich bei meinem Vater lebte. Ich musste dort auftreten. Als Freak. Eine Absurdität. Eine Laune der Natur. Ich habe alberne Kunststücke aufgeführt und die Leute haben mich angesehen, als wäre ich ein Monster." Schwer schluckend sieht er auf. Noch immer vermeidet er den Augenkontakt zu Bea. "Sie lachten über mich, hatten Angst vor mir. Und mein Vater sagte immer, das sei das Einzige, wozu ich taugen würde."

"Shit..." Bea muss sich auf den Boden setzen. "Und ich erdreiste mich noch, wütend zu sein, dass du plötzlich abgehauen bist." Jetzt ist es an ihr, schuldbewusst auf den Boden zu schauen. "Ich hätte wissen müssen..." Sie unterbricht sich, nimmt ihn weiter in den Arm. "Ich hätte wissen müssen, dass da mehr dahinter steckt.", fängt sie den Satz wieder an. Sie streicht ihm tröstend über die schwarzen Haare. "Dein Vater hat keine Ahnung. Du taugst zu viel mehr!" Sie sieht ihn an. "Ich weiß nicht, ob das, was ich sage, dir helfen kann. Mein Vater war auch ein Idiot. Hat Mom alleine gelassen, hat uns Kinder zurück gelassen. Mich hat er noch ertragen, aber als Theo dann auf dem Weg war, wurde es ihm zu viel. Weil er keine Kids wollte. Aber das... das was dein Vater angestellt hat, klingt viel schlimmer." Väter können grausam sein. Bea mustert Kurt. Der Hybride wäre ein besserer Vater, da ist sie sich sicher. Besser als sein eigener Erzeuger. Und auch besser als der ihrer? Oder würde er bei einer Schwangerschaft auch das Weite suchen?

Bea stellt die Frage jedoch nicht. Sie ist nicht schwanger. Die Frage ist in diesem Moment irrelevant. Warum kommt sie ihr denn überhaupt in den Sinn? "Möchtest du darüber reden? Oder hilft es dir, wenn ich dir was vorsinge, um dich auf andere Gedanken zu bringen?"
Leise schniefend wischt Kurt sich die Wange trocken. "Du weißt, dass ich deine Stimme liebe. Wie könnte ich Nein sagen?" Er ringt sich ein Lächeln ab und betrachtet sie gerührt, als sie die Melodie anstimmt.

Während der ganzen Zeit in der Charlie redet, ist sich Dylan ihrer Hand in seiner sehr bewusst. Als Bea in Richtung Inselinneres aufbricht, lockert er kurz seinen Griff, als wolle er Karlotta los lassen. Gedanken, die er schon den ganzen Tag verdrängt, finden ihren Weg zurück ins Bewusstsein. Obwohl ihn das unruhig macht, liegt über der letzten Stunde eine Magie, die er nicht bereit ist aufzugeben. Dylan schließt seine Finger wieder enger um ihre und läuft zügig los. Die Haut am Fuß spannt zwar ein bisschen, aber er kann sich problemlos bewegen. Rufend eilen sie den langen Strand entlang, ohne dass sich eine Spur von Kurt findet. Irgendwann verlangsamt Dylan das Tempo, bis sie leicht außer Atem nebeneinander her gehen. Er fixiert haltsuchend eine Palme in der Nähe mit den Augen und räuspert sich nervös. "Sag mal.." Sein Herz klopft so laut, dass er das Gefühl hat, sie müsste es durch das leise Schlagen der Wellen an den Strand immer noch hören können. "Was ist eigentlich mit dir und Sky?" Er bleibt stehen und sieht sie angespannt an. "Seid ihr noch zusammen?"

"Sky?" Überrascht blinzelt sie Dylan an. "Nein, das hat nicht gepasst." Irritiert von der leicht aufkommenden Traurigkeit hebt sie überspielend einen Mundwinkel. "Wir sind noch Freunde, aber da läuft nichts mehr. Und ... du?" Verlegen schaut sie auf ihren Fuß, mit dem sie unbeholfen im Sand schart. "Hast du jemanden?"
Ihre Antwort flutet Dylans Gehirn mit Endorphinen. "Vielleicht." Er greift nach ihrer anderen Hand und tritt einen kleinen Schritt näher. "Wenn sie das will." raunt er gepresst weil ihm sein Herz und die Spannung den Atem rauben.
Karlotta wagt nicht, aufzublicken. Um ruhigen Atem bemüht betrachtet sie ihre Hände in Dylans. Sie fühlen sich wohlig warm an. "Vielleicht ... fragst du sie einfach mal." Langsam wandert ihr Blick aufwärts. Dylans Kehlkopf zeichnet sich unter der Haut am Hals ab. Seine Lippen sind leicht geöffnet, das locker am Nacken hängende Haar tanzt in einer Windböe. Seine Augen glänzen ihr warm entgegen. "Ich meine, es ist möglich, dass sie -"
Das Handy vibriert in ihrer Hosentasche. Ein resignierendes Lächeln stiehlt sich in ihr Gesicht. Trocken schluckt sie die Nervosität herunter, zieht eine Hand zurück, um das Telefon aus der Tasche zu ziehen. Einen Moment später steckt sie es wieder ein. "Sie hat ihn gefunden." Karlottas Stimme wirkt belegt, als sie erneut seinem Blick ausweicht.

Der unvollendete Satz kreist weiter in Dylans Kopf, während Karlotta auf ihr Handy sieht. Sie ist gut einen Kopf kleiner als er und wirkt in dieser Position sehr zart auf ihn. Sein Blick wandert über ihre schön geschwungene Nackenpartie, als sie den Kopf zum Display senkt. Der Mond strahlt mittlerweile so hell, dass unter ihrem türkisfarbenen Schopf, am Ansatz, ein paar feine, dunkle Härchen zu erkennen sind. Einem Impuls nachgebend, streicht er mit den Fingerspitzen zart darüber und stoppt erst, als sie aufblickt und die Nachricht verkündet. "Das ist gut." bringt er rau, mit unvermindert klopfendem Herzen heraus und dreht sanft ihr Gesicht zu sich, damit sie sich in die Augen sehen können. Kurz flammt der Gedanke auf etwas zu sagen, stattdessen nähert er sich vorsichtig ihren Lippen. Sie weicht nicht zurück. Ein letzter suchender Blick in ihre Augen, dann fließt die ganze angespannte Energie in einen zärtlichen Kuss.

Karlottas Herz setzt einen Schlag aus, als ihre Lippen sich berühren. Der Kuss ist ganz anders als bei Sky. Intensiver und kribbelnder. Die Augen geschlossen genießt sie Dylans Nähe und die Gänsehaut, die er ihr beschert. Endlose Sekunden gibt es nur sie und ihn, bis sie sich voneinander lösen. Im Hintergrund rauscht das Meer, der Wind treibt eine frische Böe über den Strand. Verträumt streichen Karlottas Finger um Dylans herum, verweben sich mit ihnen zu einem Gitter, bis ihre Handflächen dicht aneinander liegen. Das Spiel betrachtend lächelt sie glücklich. Sie könnte die ganze Welt umarmen. "Ganz schön kitschig, oder?", Verträumt schaut sie zu ihm auf. "Das Meer, der Mond, ... wir ..."
Dem aufregenden, prickelnden Kuss nach spürend gleitet Dylans Zungenspitze kurz über seine Unterlippe, ehe er ihr Lächeln erwidert. "Es ist perfekt.", sagt er leise, legt ihre Arme um seinen Körper und zieht sie nahe zu sich, so dass ihr Kopf an seiner Brust zu liegen kommt. Er schämt sich nicht dafür, dass ihm das Herz immer noch bis zum Hals schlägt. Gott sei Dank hat er sich das getraut, wer weiß was sonst wieder dazwischen gefunkt hätte. Glücklich hält er sie im Arm, den Blick auf das weite Meer gerichtet und kann es kaum fassen, dass das hier gerade wirklich passiert. Plötzlich glaubt er im leisen Rauschen der Palmblätter über ihnen einen Laut zu vernehmen, der vorher nicht da war. Oder kommmt es vom Meer? Wieder mischen sich melodische Töne in die Geräusche der Natur. Er lockert die Umarmung und sieht Charlie an. "Hörst du das auch? Es klingt wie ... Gesang?"
Karlotta lauscht in die junge Nacht hinein. Dylan hat Recht. Ein nuancenreicher Gesang schwebt durch die Luft. Die Worte sind nicht zu erkennen, doch die Stimme selbst ist ihr nicht fremd. "Das ... ist Bea." Berührt lächelt sie vor sich her. "Sie singt bestimmt Kurt etwas vor. Sie hat mal erwähnt, dass ihn das beruhigt." Einen kurzen Moment lauscht sie weiter der Melodie, ehe sie sich an Dylan richtet: "Sollten wir zu ihnen gehen? Vielleicht können wir den Abend noch als das feiern, was er eigentlich sein sollte - Beas Geburtstag."
Dylan nickt. "Ja, wir feiern. Geburtstag und..." Er sieht Charlie verträumt an. Statt den Satz fortzuführen zieht er sie nochmal in seine Arme und küsst sie. "..uns." Das ist einfach der Wahnsinn. Grinsend fasst er sie fester, hebt sie hoch und wirbelt einmal mit ihr im Kreis, ehe er sie wenig behutsam wieder absetzt.

"Kava und Tanz zu Inselrhythmen warten auf uns. Wenn einen das nicht lockt, was dann?" sagt er mit einer verzweifelt komischen Grimasse. "Geh 'n wir."
(In Zusammenarbeit mit @Murloc und @simscat2 )
>>> Kurt geht nach Willow Creek Nr. 16 - Haus Darkholme >>>
>>> Bea geht nach Magnolia Promenade Nr. 2 - Shopping Destrict (6) >>>
>>> Dylan geht nach Britechester (3) >>>
<<< Bea kommt von Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High (11) <<<
<<< Theo kommt von Sulani (2) <<<
Charaktere: Bea, Theo
Geschichtsstrang: Der Pirat und sein 1. Maat
Die Frühlingssonne lässt Sulani auch jetzt bereits warm werden. Es reicht für T-Shirts und kurze Hosen. Bea sitzt nachdenklich am Campingtisch und lässt ihre Gedanken schweifen. Kurt hat bisher nicht versucht, sie zurückzugewinnen. Sie hofft, dass das auch so bleibt. Aber vielleicht war er noch nicht völlig verloren. Vielleicht hat es noch rechtzeitig geendet bevor sie das Einzige wurde, das ihn antreibt. Hoffentlich.

„Arrr!“, hört sie eine bekannte Stimme, „Komm mit, 1. Maat! Die Karte führt hier hin!“ Sie hebt den Kopf, erblickt ihren Bruder Theo. Ein Lächeln huscht über Beas Gesicht. Theo trägt sein Piratenkostüm, hat eine selbstgemalte Karte in der Hand und kommt auf die Terrasse gerannt. Hinter ihm die weißgraue Katze Silver, die schon immer mehr auf Theo fixiert war, als auf den Rest der Familie.

Bea freut sich über die Ablenkung. Bestimmt ist sie der Grund, warum die Karte laut Theo... oder laut Superpirat Zen – zu ihr führt. Theo wollte, dass sie in sein Spiel involviert wird. Sie geht darauf ein: „Da irrst du dich aber, Superpirat Zen! Meinen Schatz bekommt ihr nicht!“ Sie mustert Zens 1. Maat, der auf den Tisch gesprungen ist und gerade, laut schnurrend, die Sonne genießt die auf den pelzigen Bauch scheint.
Theo lacht. „Arr! Das werden wir ja noch sehen!“ Er hüpft weiter auf Bea zu, schwingt ein Holzschwert, „Hey, 1. Maat! Hilf mir!“ Die Katze räkelt sich, wälzt sich einmal auf die andere Seite. Sie scheint jedoch von Theos Energie angesteckt zu werden. Mit ihrer Pfote versucht sie Beas Haare zu erwischen. Lachend ergibt sich diese: „Okay, okay! Ihr habt gewonnen! Ihr sollt den Schatz haben!“

Sie erhebt sich, geht zur Bar. „Was möchte der Herr Superpirat denn als Schatz bekommen?“ - „Was soll die Frage? Ein Pirat braucht Rum, das weiß man doch!“ Anstatt Rum bereitet sie ihrem Bruder einen Mangosaft zu. „Und schmeckt der Rum?“ Zufrieden trinkt der Pirat sein Glas aus. „Wie gut erzogen für einen Piraten!“, denkt Bea amüsiert, als Theo, ganz aus Gewohnheit, das Glas zur Spülmaschine trägt.
Einen Moment überlegt Bea, wie auch Silver den Teil ihrer Beute bekommen kann. Gerade, als Theo wieder zurück kommt, kommt auch ihre Idee: „Und für Silver basteln wir ein richtiges Piratenkostüm!“ Theo ist begeistert. „Au ja!“
Mit Beas Hilfe und einigen Stoffresten gelingt es den Kids, eine Weste für das Tier anzufertigen. Gut, dass sie im Internet ein einfaches Schnittmuster finden konnte. Bea hätte keine Ahnung gehabt, wie sie Ärmel annähen soll. Doch für die Weste ist dies nicht nötig. Und so reichen ihre Fähigkeiten dazu, das Kleidungsstück anzufertigen. Theo vollendet die Weste noch, indem er einen Totenschädel auf den Stoff malt. „So was braucht schließlich jeder Pirat, der etwas auf sich hält!“, sagt er, als er das Werk betrachtet. Nur dass seiner kein menschlicher Schädel ist sondern der einer Maus.

Bleibt nur noch eine Frage: Was wird Silver dazu sagen? „Komm her, Silver!“ Das Leckerli, das Bea dem Tier hinhält, reicht als Bestechung um Silver anzulocken. Die wehrt sich jedoch. „Autsch!“ Bea schaut frustriert auf den blutenden Kratzer am Finger, den die Kralle erwischt hat. „Ich fürchte, das wird...“ Doch noch bevor sie den Satz aussprechen konnte, versucht Theo sein Glück. Bei ihm bleibt Silver ruhig, bis es dem Jungen tatsächlich gelingt, sie einzukleiden. Bea seufzt ein wenig neidisch. Das Tier hat Theo zu seinem Lieblingssim erkoren, da kommt sie einfach nicht hinterher.

„Perfekt!“, freut sich der kleine Pirat, „Jetzt steht weiteren Abenteuern nichts mehr im Wege!“
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