Bitte geben Sie einen Grund für die Verwarnung an
Der Grund erscheint unter dem Beitrag.Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 5
In der Zwischenzeit hat Lucía dem neuen Mitschüler Kurt ein paar Klassenkameraden gezeigt. "Das ist Tani. Eine.. Freundin von mir." Normalerweise ist sie das auch, aber ihre Zickerei in letzter Zeit ist sehr anstrengend. Tani bemerkt scheinbar, dass von ihr gesprochen wird. Sie geht auf die Beiden zu. "Hallo!"
"Hallo,", nickt Kurt ihr freundlich zu, "ich bin Kurt." Schüchtern senkt sich sein Blick. "Das weißt du bestimmt längst.", lächelt er unsicher.
Tatsächlich wusste es Tani noch nicht, da sie sich in letzter Zeit kaum für andere interessiert hat. "Eh ja." Zugeben möchte sie es allerdings nicht. "Ich stelle Kurt gerade ein paar unserer Mitschüler vor." Lucía lächelt und hofft, dass sich Tani vernünftig benimmt. "Schön, ich geh mal weiter. Bis später oder so.", antwortet Tani nur kurz. Lucía wendet sich an Kurt. "Sonst ist sie gesprächiger. Sollen wir uns noch was zu trinken holen?"
"Gern.", lächelt er. Seine weißen Fangzähne leuchten auf.

--------------
Artjom legt den Ärger in der Sekunde ab in der er das Mirkophon ergreift. Zeit für das Theaterstück. Die Interessierten sitzen auch schon vor der Bühne und warten. Er erkundigt sich kurz ob alle des Dramaclubs bereit sind und legt dann den Schalter am Mic um. "Die Verzögerung tut uns sehr leid, es gab ein paar technische Probleme." kündigt er kurz an, nickt schließlich Nadine zu und dann wird er vor der Bühne in flutendes Licht getaucht. Er lächelt.
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, herzlich Willkommen im Wanderzirkus Knopf!" Er streckt einladend einen Arm aus und präsentiert den imaginären Rummelplatz mit Zirkus. "Mein Name ist Jack und ich arbeite hier." fährt er das Schauspiel mit lauter, klarer und fröhlicher Stimme fort, "Ja, ich bin Kassierer… nein Scherz, ich bin Madame Devilles persönlicher Assistent und der beste Clown den man sich vorstellen kann! Und ich habe eine Geschichte für euch. Hört gut zu." Bei den letzten Worten senkt er die Stimme als würde er dem Publikum eine Geheimnis anvertrauen. Er schwenkt den Arm Richtung Bühne und tritt zur Seite während er erzählt:

"Madame Deville, eine alte gebrechliche Dame, sagte den Freunden des Zirkus‘ und jedem der ein paar Münzen übrig hatte, dass sie in der Lage war, mit viel Konzentration, Geister von Verstorbenen Leuten herbei zu rufen um mit ihnen zu sprechen." Auf der Bühne öffnet sich ein Vorhang. "Bestimmt haben Sie von ihr gehört, wertes Publikum, stimmts? Sie war eine kleine Person, mit langer krummer Nase, bunten altbackenen Gewändern und dünnen grauen Haaren." Das Publikum wie auch Artjom blicken zur Bühne und erwarten den Auftritt der Hexe.
Kurt stutzt eine Sekunde als Artjom die Einleitung beginnt. Mit großen Augen dreht er sich herum. Ein Zirkus?! Gebannt starrt er auf die Bühne.
Blaze sitzt zurückgelehnt in seinem Stuhl, hat den Kopf in die Hand gestützt und grübelt immer noch darüber nach, was dabei rumkommt wenn Shane und Vero fertig sind mit rumheulen. Was Artjom in seinem schwarzweissen Aufzug erzählt, hört er kaum und wie aufs Stichwort stehen der blonde Vampir und seine kleine Freundin im Eingang der Aula. Das Rektorengespräch ist wohl vorbei. Er schaut mit unbewegter Mine rüber und Shane tut als hätte er ihn nicht gesehen.
Shane hat gemischte Gefühle vom Gespräch mit Frau Fernandèz. Er ist sich nicht sicher ob sie die Sache auflösen kann. Aus Filmen weiß er, dass Mobber verpetzen immer auf das Opfer zurück fällt. Es sei denn der Mobber kann es sich nicht leisten als solcher dargestellt zu werden. Und Frau Evens war der Grund, der ihn bewegte die Rektorin aufzusuchen. Aber jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Es wird sich zeigen was passiert. Eins weiß Shane... er will nicht mehr länger alles herunterschlucken. Schnell nimmt er Vero mit auf freie Plätze, möglichst weit weg von Blaze und Viola und versucht, mit dem Stück des Dramaclubs die bedrückenden Gedanken zu vertreiben.
-------------------------
Denize steht neben Bea und wartet auf ihren Einsatz. Sie blickt zu Leyla mit den Medusahaaren und ist sich unsicher ob sie etwas sagen soll. Allgemein hat ihr Selbstbewusstsein enorm nachgelassen seit.... und Artjom ist ihr keine Hilfe obwohl sie es gehofft hatte. Und jetzt steht er dort und hat keine Zeit mehr etwas zu ändern. Soll sie...? "Leyla... dein Kostüm ist wirklich sehr schön." beginnt sie vorsichtig.
Leyla sieht zur Mitschülerin. Ihre Augen leuchten weiterhin grün und erinnern immer mehr an die einer Schlange. "Issss weissss ...", züngelt sie als Antwort entgegen. Ihre Aura wirkt so verändert. Mit einem frohlockenden Lächeln sieht sie zu Nouki. Was hat Leyla nur vor? ...
Lashawn steht in einer Ecke und betet. Sie hat Angst und sucht im Glauben Halt.
Denize tritt zurück. Besser sie sagt doch nichts. Irgendetwas stimmt hier nicht. Hilfesuchend blickt sie zu Bea.
Bea, die gerade damit beschäftigt ist, die Scheinwerfer zu bewegen, so dass die immer auf das richtige Ziel leuchten, hätte Denize' Blick beinahe übersehen. Doch aus den Augenwinkeln erkennt sie die Mitschülerin doch und hält inne. Denize sieht besorgt aus. "Gibt es Probleme?", fragt sie, so leise, dass niemand auf der Bühne, und erst recht keiner im Zuschauerbereich das hört. Nur Denize steht nah genug.
Denize lehnt sich zu Bea mit Blick auf Leyla. "Irgendwas stimmt mit ihr nicht."
Bea blickt zu Leyla, auf die sie zuvor nicht weiter geachtet hat... doch jetzt bemerkt sie es ebenfalls. Irgendwas Bedrohliches geht von ihr aus. "Ich weiß, was du meinst." murmelt Bea leise, "Ich spüre das auch." Im Moment gibt es jedoch nichts, was sie tun könnte außer abwarten und hoffen, dass das Gefühl sie täuscht.

-----------------
Viola tut so, als würde sie Veros und Shanes Ankunft nicht weiter interessieren. Äußerlich gelangweilt lehnt sie sich zurück in den Stuhl. Innerlich überlegt sie jedoch fieberhaft nach einer Lösung für ihr Problem. Die beiden sind wirklich nicht zu trennen. Notfalls müsste sie auf Breuer ausweichen, auch wenn das nur eine Notlösung wäre. Denn Vero und Shane hätten durchaus einen Denkzettel verdient!
Bevor Blaze angegriffen wurde, hatte Viola Shane einfach ignoriert und sogar versucht, sich an den Waffenstillstand mit Vero zu halten. Und auch wenn das anfangs noch nicht sofort gelungen ist und ihr aus Gewohnheit immer noch mal ein Spruch rausgerutscht ist, so hatte es letztendlich ja doch irgendwie geklappt. Sogar bei einem gemeinsamen Referat. Doch der Angriff auf Blaze ändert alles und lässt Viola ihr schlechtes Gewissen wegen des Handgelenkes vergessen. Das ging nun wirklich zu weit. Und dass auch Vero weiterhin zu Shane steht, rückt auch sie erneut in Violas Fokus.
Ellies Laune bessert sich wieder, als das Theaterstück kurz zuvor steht. Sie sieht Vero mit Shane reinkommen und winkt ihr kurz zu. Vero winkt der Freundin freundlich zurück.

Auch Bea beobachtet Shane. War es richtig, einfach zu gehen? Er sieht wirklich niedergeschlagen aus, seit so viele diese Gerüchte glauben. Allerdings hatte sie sich als 5. Rad am Wagen gefühlt, weil Shane mehr an Vero interessiert war. Und nun hat sie wegen ihres Auftritts ohnehin keine Zeit mehr. Das Schwebende Buch ist bereits in Position, und auch die anderen Utensilien für die Geräuschkulisse stehen bereit. Sobald der Auftritt um ist, kann sie die beiden ja wieder ansprechen.
Stumm nimmt Shane bei Ellie Platz und fixiert Blaze‘ Hinterkopf. Das er die Krankenschwester vorhin angefahren hat kommt ihm nicht in den Sinn, was ungewöhnlich für ihn ist. Stattdessen hängen seine Gedanken dem Angriff auf Blaze nach bis…. Er springt auf. „Das ist es!“ alle drehen sich zu ihm um und er sackt wieder zusammen. Sein Innerstes ist so aufgeregt. Er dreht sich zu Vero, „Ich weiß wie ich die Beisser-Nummer beende!“ flüstert er ihr zu, steht auf und steuert Blaze an. Er steht den Leuten im Weg, das ist ihm bewusst, aber er will sich nicht vor Blaze ducken, bei dem er jetzt steht. „Verpiss dich du stehst mir im Licht, Psycho!“ fährt dieser ihn an.
„Ich habe ein Angebot für dich.“ sagt Shane ungerührt. Blaze sieht in seiner gelangweilten Haltung zu ihm hoch und schaut dann ein wenig belustigt zu Viola. „Oh hast du das gehört? Ein Angebot, als hätte er etwas was ich will.“
Verwundert sieht Ellie Shane nach. Beißer-Nummer? Auch wenn Shane geflüstert hat, saß Ellie nah genug, um auch das mitzubekommen. Will er beweisen, dass er es nicht war? Wenn das stimmt hatte Vero die ganze Zeit recht gehabt. Oder plant er etwas ganz anderes? Ellie dreht sich zu Vero: "Weißt du, was das jetzt werden soll?", fragt sie.
Vielleicht.. Vielleicht könnte sie die Tatsache ausnutzen, dass Shane ihre Aura spürt, denkt sich Viola gerade, und...
Als Shane plötzlich vor ihr auftaucht und sie aus ihren Gedanken reißt, verdreht sie die Augen. Sie steht auf und klopft dem Vampir auf die Schulter, ganz so, als wollte sie ihm Anerkennung zeigen. Tatsächlich sagt sie jedoch: "Toll, dass du dich nicht mehr hinter Vero versteckst, Shane. Aber falls du es nicht bemerkt haben solltest: Blaze hat kein Interesse an deinen Eiern. Die sind ihm zu faulig. Geh und nerv' Vero damit! Vielleicht will die ja."
Mit einem Ruck schiebt sich Chip im Stuhl wieder hoch, als Shane auftaucht. Der hat jetzt gerade noch gefehlt.
„Und ich dachte erst es stinkt hier so, weil unser Beißer hier die BeißerCHEN nicht geputzt hat.“ kommentiert er feixend in Richtung Viola.

Bei Chips Einwurf muss Viola grinsen. Sie mag dessen Humor.
Shane, der die Maske hochgeschoben hat um besser sehen zu können, wirft Viola und Chip nur einen abwertenden Blick zu, als Blaze sie angrinst und mit dem Kumpel einschlägt für den „tollen Witz“. Es liegt ihm eine Erwiderung auf der Zunge. Eine die er sich schon oft überlegt hat weil diese Situation nicht neu ist. Aber das wird Blaze provozieren und dann ist es vorbei mit dem Angebot. „Setz dich hin, Beißer“ flüstert jemand, „Ja du verdeckst die Sicht!“ ergänzt ein anderer und wie automatisch geht Shane in die Hocke. Etwas was er nicht tun wollte. Er will nicht unter Blaze stehen, auch wenn es nur perspektivisch ist. Blaze blickt auf ihn herab und das ist nicht nur der Perspektive zu verdanken. Shane sieht ihn unvermittelt an. „Ich hab Vero geholfen sich zu erinnern als sie nicht mehr wusste was nach dem Werwolfangriff passiert ist. Ich kann die Erinnerungen sehen die im Blut sind, auch wenn du dich nicht bewusst daran erinnerst.“ sagt er so neutral wie er kann. Das überrascht Blaze augenscheinlich. Shane kann es in seinem Gesicht sehen, doch er regt sich nicht aus seiner zurückgelehnten Haltung und mustert den Vampir. „Du willst mich nochmal beißen?“ stellt er trocken fest. „Ich hab dich nicht gebissen! Darum gehts doch! Ich beweise es so.“ - „Psssscccchhttt!!“ zischt es von den anderen Theatergästen. Blaze setzt sich langsam auf, stellt beide Füsse bedrohlich auf den Boden und lehnt sich zu Shane vor, „Ver-piss dich. Beisser.“ spuckt er ihm absichtlich entgegen.
Viola mustert Shane wenig beeindruckt. Der Vampir hat nichts bemerkt. Gut. "Ja, toller Beweis, wenn du dann einfach behauptest, was auch immer du willst.", sagt sie nur, "Glaubst du wirklich, da fällt jemand drauf rein?"

Sie sieht zu Blaze: "Diese Fähigkeit gibt es tatsächlich. Ich selbst hab es noch nie probiert, und daher nicht dran gedacht. Aber Mom hat es schon mal gemacht." Und zwar ausgerechnet bei Vero, was Viola aber nicht laut ausspricht. "Falls du das wirklich willst, musst du dich also nicht unbedingt von Shane beißen lassen."
Blaze weiß dass es Vampire gibt die das können. Horatio hat es ihm erzählt und er wollte Viola damals damit beweisen wie mies es ihm ging weil er Mist gebaut hatte. Es wurde nur nicht nötig. Was ihn, wenn er ehrlich ist, sehr erleichtert hat. Er wendet den Blick nicht von Shane ab. Er soll sich vom Acker machen.
Shane hingegen weiß nicht ob Viola das kann, nicht alle haben die selben Fähigkeiten. Er verzieht das Gesicht gen Viola. "Du bist so eine Klugscheisserin." rutscht es ihm raus und ist selbst ein wenig überrascht. "Dann machs du, wenn dus kannst und du wirst sehen dass ich recht habe." Er will grade ansetzen, um zu sagen, dass sie dann diejenige ist, die einfach weiterhin behauptet Shane wäre es gewesen, wenn sie denn wollte, doch Blaze unterbricht beide. "Keiner beisst hier irgendwen, klar. Weisst du, ich find die Geschichte so wie sie ist eigentlich ganz gut. Du bist der verkackte Beißer, also verzieh dich endlich du Volltrottel und komm mir nich mehr zu nahe." Blaze lehnt sich wieder zurück und lächelt finster. Shane steht auf und sein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus Schock und Verstörtheit. "Du bist der gemeinste Sim den ich kenne." murmelt er und läuft weg. Blaze verschränkt die Arme. Irgendwie hat ihn Shanes Auftauchen beleidigt und er schweigt sauer.

Neben Vero lässt Shane sich auf den Stuhl fallen und wirkt niedergeschmettert. Wie immer wenn er mit Blaze gesprochen hat. Er legt die Arme um sich und schaut vor sich auf den Boden, dann schiebt er beschämt die Maske wieder über sein Gesicht. Er spürt das Vero ihn erwartungsvoll ansieht. "Hat nicht geklappt." murmelt er. "Ich dachte er will die Wahrheit wissen. Aber das will er gar nicht." Hinter der Maske kann sie hören wie er die Nase hochzieht. "Ich hätte ihm sagen können was für Erinnerungen ihm fehlen. So wie bei dir damals.... aber... keine Chance..."
Die Freundin sieht zu ihm. Genug ist genug! "Mach bitte nichts dummes!", bittet sie Shane. Dann steht sie selbst auf und geht direkt auf Viola zu. "MITKOMMEN! SOFORT!", knurrt sie die Vampirin an.
Viola ignoriert Shanes Kommentar. Sie muss nur grinsen, als der sich endlich trollt.... bis im nächsten Augenblick Vero aufkreuzt. Was zum? "Was willst du?", fragt sie die Blondine.

---------------
Währenddessen spricht Frau Evens hinter den Kulissen mit Bea. Deren Aussage über die Geschehnisse deckt sich im großen und Ganzen mit Veros. Bevor Evens geht, lobt sie die Theater-AG. "Sieht super aus, eure Kostüme und das Bühnenbild." Nach dem Theaterstück würde sie mit Kalea über die Sache reden.
---------------
In voller Montur und mit einem Accessoire ausgestattet, das ihr in letzter Minute noch eingefallen ist, steht Nouki hinter der Bühne und hört Artjoms Ansage zu. Er ist einfach unschlagbar bei sowas. Die Energie, die er rüber bringt und seine Stimme. Seine Stimme...die sie so gern hört und die ihr manchmal sogar eine Gänsehaut oder kleine Schauer über den Rücken beschert. Schluss jetzt mit den Gedanken. Er verhält sich professionell, also wird sie das auch tun. Sie sind ein gutes Team und das soll auch so bleiben...am liebsten nicht nur für die Theater AG. Sie atmet noch ein letztes Mal stoßartig aus, packt den Stock mit der linken Hand fester und nimmt den Plastiktotenkopf in die Rechte. Als Artjom sich umdreht, schlurft sie langsam, in gebeugter Haltung auf die Bühne, die für die Séancen wie das Zelt einer Wahrsagerin dekoriert ist. Tisch und Stühle für die ratsuchenden Gäste stehen in der Mitte, ringsherum sind Regale mit Zauberwälzern aus Pappe aufgestellt, Tücher und Kerzen zaubern eine geheimnisvolle Atmosphäre, doch das Spotlight folgt jetzt ihren Schritten. „ He,he, he, he.“ lacht sie meckernd, während sie sich mit schleppenden Tippelschritten Richtung Bühnenrand bewegt.
„Jaaaa, siicherr haben sie schon von mir gehöörrt.“ Ihre Stimme dringt unangenehm schrill bis in die letzten Reihen. Dann etwas leiser, betörend. „Wer r hat noch niicht von uns gehöörrt? Mein Liebster, mein Guuter.“ Sie küsst den Totenschädel mehrmals innig. Dann macht sie einen Bogen, klopft mit dem Stock auf den Boden und redet im weiter gehen laut vor sich hin, immer wieder unterbrochen von gehässigem Lachen. „Aah, wir werden ihnen errzäählen..das wollen sie doch immerr? Nicht wahr? Sollen sie nuuurr kommen, Madam Deville ist berreit..alles wird sie iihnen saagen...ALLES.“

Sie hebt den Schädel in die Höhe. „Alles füürr dich, mein Liebster...mein Bester“, dann klemmt die Hexe den Liebsten unter den Arm und betritt schlurfend ihr Refugium. Dort legt sie den knochigen Freund behutsam auf dem Tisch ab, bevor sie ihm nochmal liebkosend über die glatte Oberfläche streichelt. Mit raschelnden Röcken setzt sie sich und zieht mit theatralischer Geste ein glitzerndes Tuch von der Kristallkugel vor sich. Ein hämisches Kichern ist von der Wahrsagerin zu vernehmen, der Scheinwerfer schwenkt wieder zu Artjom und Noukis Zelt wird nur noch schwach von Kerzenlicht erhellt.
----------------
Veros Blick funkelt Viola wütend an. "Bist du taub? ... Ich sagte mitkommen! Wir haben was zu klären!" Unabhängig ob die Vampirin folgt oder nicht, geht Vero aus der Aula in den Flur. Sie wartet ab.
"Lass die einfach da draussen stehn." sagt Blaze augenrollend zu Viola. "Die spinnt doch. Soll sie da versauern."
"Normalerweise würde ich dir zustimmen.", antwortet Viola, "aber wer weiß, ob ich das nicht noch ausnutzen kann, dass sie grad alleine da ist." Sie verschweigt, dass sie auch bei Shane schon angefangen hat, als sie ihm auf die Schulter klopfte. Aber wer weiß, ob alles klappt wie geplant, und mit Vero als zweite Chance ist es noch besser.
Irgendwie wundert es sie, dass Vero ganz alleine rausgelaufen ist. Ohne Shane oder sonstigen Beistand. Doch diesmal würde sie wohl kein gebrochenes Handgelenk befürchten müssen. Es wäre nicht klug, Vero etwas anzutun. Nicht nur, weil es genug Zeugen gibt, die sie haben rausgehen sehen. Auch, weil selbst Viola der Meinung ist, dass sie nie wieder so die Kontrolle verlieren will.
Und Viola glaubt auch nicht, dass Vero für sie eine Falle geplant hat. Sie folgt Vero. Draußen lehnt sie sich an die Wand und funkelt Vero mit verschränkten Armen an, ohne ein Wort zu sagen.
Die Mitschülerin hat bereits auf die Vampirin gewartet. "Na, konntest dich endlich von deinem Blazilein lösen? ... Kommen wir zur Sache ... Ich finde es einfach nur armselig, wie ihr diese Lügen über Shane verbreitet und alle gegen ihn aufhetzt!" Bedrohlich funkeln Veros Augen Viola entgegen.
Viola kann sich gerade noch zurück halten, Vero anzugreifen. "Blaze hat mehr Charakter als du und Shane zusammen. Bei ihm kommt zumindest nicht nur Müll aus seinem Mund, wenn der redet, nicht so wie bei dir." Viola fährt fort: "Ich spreche mal langsam, damit du es kapierst: Ich habe keine Gerüchte in die Welt gesetzt. Ich habe auch niemandem den Gedanken eingepflanzt, Shane sei der Beißer. Die meisten Schüler sind halt klug genug, das selber auszurechnen, auch ohne dass ich ihnen etwas vorsagen müsste." Sie spricht diese Sätze nun tatsächlich langsam. "Ist ne einfache Rechnung. Wir haben auf der Schule hier 3 Vampire... 3 1/2, wenn wir Kurt mitzählen. Ich weiß, dass ich es nicht war. Ich weiß auch, dass Lucía es nicht war. Ich habe sie vorher noch ganz woanders gesehen. Kurt kann es auch nicht gewesen sein. Er war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf der Schule. Na, kommst du selber drauf, wer da übrig bleibt, oder muss ich dir das auch noch vorkauen?"

Das stimmt auch, dass die Gerüchte nicht von Viola ausgingen.
Vero lacht laut auf. "Du brauchst mir nichts vormachen Viola ... das alles haben Blaze und du doch so geplant ... Ihr habt nichts besseres zu tun als ständig Unruhe zu stiften ... Und Mobbing ... betreiben nur die Sims ... die einfach null Charakter haben!" Ihr ist es egal, ob Viola sie angreifen wird oder nicht. Sie wird sich ihr stellen und ihren Freund verteidigen. "Außerdem ... Blaze hat es ja abgelehnt die Wahrheit zu erfahren ... Er könnte es jederzeit ... Aber nur wer etwas zu verbergen hat ... lässt sich nicht in die Karten schauen ... Mal drüber nachgedacht? ... Und da du scheinbar ihn deckst, bist du genauso eine miese, arrogante und abartige Lügnerin und Mobberin!"
"Klar. Natürlich war ich es.", antwortet Viola sarkastisch. "Komisch, dass niemand darüber Gerüchte verbreitet. Wo ich doch einen viel schlechteren Ruf habe als Shane und daher wohl die erste bin, die man verdächtigen würde. Vielleicht liegt es ja daran..." Sie funkelt die Blondine an, "dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe? Und ihn fand, als er bereits verletzt war? Schon mal darüber nachgedacht?"
"Ich glaube einer Lügnerin und Mobberin nicht ... Und wenn du einen Hauch von Anstand hättest ... würdest du in Blaze seinem Blut die Wahrheit anschauen! ... Hast du etwa Angst, dass dein geliebter Blazilein dich vielleicht angelogen hat, wenn du tatsächlich nichts damit zu tun haben solltest?", Vero gibt keinen Zentimeter nach. In ihren Augen lodern Flammen.

"Du sprichst in Rätseln." Viola kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Erst behauptest du, ich war es. Und dann soll ich Angst haben, dass Blaze mich anlügt. Aber wenn ich das war, weiß ich das doch selber. Worüber sollte Blaze mich da denn anlügen?" Sie zuckt die Schultern. "Wenn er mich darum bittet, würde ich in seinem Blut lesen, aber mit Sicherheit nicht gegen seinen Willen. Dazu ist mir die Freundschaft viel zu viel wert. Aber von solchen Dingen verstehst du ja nichts." Sie zuckt die Schultern. "Naja, was soll's. Hat ohnehin keinen Zweck, mit dir zu reden. "
Hinter Vero steigt plötzlich Nebel auf.

Wieder lacht Vero. "Ich weiß genau, dass solche Erinnerungen nur mit dem Einverständnis des Betroffenen funktionieren. Und du hast mich schon verstanden ... Aber ich wusste eh, dass du so reagierst, wie du reagierst ... Daher spitz die Lauscher! ... Das Mobbing ist bereits gemeldet und ich habe beschlossen, jede Möglichkeit zu nutzen, die besteht, um dieses Mobbing gegenüber Shane zu beenden!"
Den Nebel ignoriert Vero, da sie auf Viola fokussiert ist.
Mobbing? Einen Augenblick hält Viola inne. War es das, weswegen Vero und Shane bei der Rektorin waren? Aber... sie hat doch nichts getan! Sie hat sich doch wirklich bemüht in letzter Zeit, um zumindest ein halbwegs vernünftiges Abschlusszeugnis zu ergattern. Wenn das alles umsonst gewesen ist, weil Veros falschen Anschuldigungen geglaubt wird, kann die Blondine was erleben. Dann ist ihr der Waffenstillstand auch egal.
Doch sie lässt sich ihre Gedanken nicht anmerken. "Ja, da bekomm ich sicher die selbe Strafe für wie Leyla und Co, die ständig Lashawn mobben... Das kümmert auch keinen der Lehrer. Vor allem deshalb, weil ich nichts getan habe, muss mich das ja wenig jucken." War ja klar, dass Vero nur Müll labert.

Viola hat nie damit gerechnet, dass der Nebel ausreichen würde. Sie beschließt, die Atmosphäre noch weiter auszubauen. Plötzlich sind Schritte zu hören, die sich nähern. Auch das ist noch nicht das Finale. Viola reagiert absichtlich ebenfalls auf die Schritte und schaut in die Richtung, damit Vero nicht ahnt, dass sie der Auslöser dafür ist.
"Frau Fernández wird das Mobbing allgemein angehen ... Ich habe volles Vertrauen in sie ... Dann wird auch Lashawn zu ihrem Recht kommen!" Zwar vernimmt Vero die Schritte, aber das kann ja sonst wer sein. Sie sind ja auf einer Halloweenfeier. Oh Überraschung.
Was Lashawn betrifft, ist das Viola egal. Wenn die Rektorin ihr helfen kann, gut, wenn nicht, stört es Viola auch nicht weiter. Sie spricht eine Warnung aus: "Ich habe nichts getan, Vero. Diesmal zumindest nicht. Wenn deine falschen Anschuldigungen mir schaden werden..." Während Viola redet, kommen die Schritte näher .. und plötzlich greift eine geisterhafte Hand von hinten durch Veros Körper hindurch.

"... dann wirst du schon sehen, wie gemein ich sein kann. Das wird..." Viola unterbricht sich und tut so, als hätte sie sich von dieser Hand erschrecken lassen, bleibt jedoch stehen.

Vero blickt nach unten und dann wieder so Viola. Aufgrund derer Reaktion ahnt Vero, dass da was oberfaul ist. "Oh, ich erschaudere vor Angst." Der Sarkasmus ist deutlich raus zu hören. "Und dein "Ich habe aber nichts getan"-Gejammer, kannst du dir sonst wo hinschieben! Wenn du unschuldig bist, dann finde durch Blazes Bluterinnerungen den wahren Täter, anstatt Shane diese ganze Sche iße anzuheften!" Sie dreht sich um und lässt Viola stehen. "Geisterhand ... was besseres hat die nicht drauf? ... So eine Anfängerin!"
Viola muss wohl schwerere Geschütze auffahren. Sie packt Vero an der Schulter, bevor sie den Raum betritt und hält sie fest. Wie damals auf dem Festival hebt sie Vero unter den Achseln in die Höhe, was ihr aufgrund der Vampirstärke auch gelingt. "Du bist offenbar dümmer als ich dachte! Ich sagte ja, wenn er mich darum bittet, kann ich das machen. Da er es nicht getan hat, geht das eben nicht." Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, keine körperliche Stärke anzuwenden. Doch sie ist frustriert. Erstens, weil Vero einfach nur nervt, und zweitens, weil sie die Illusion einfach ignoriert. Diese besteht jedoch noch immer. Mittlerweile ist die Geistergestalt angewachsen und groß genug, um Viola und Vero einzuhüllen. Kälte ist zu spüren. Die Illusion ist besser geworden, als Viola dachte. Da ärgert sie es erst recht, dass Vero das egal zu sein scheint.
Sie funkelt Vero an, ohne sie loszulassen.

Unterdessen hat Leon den Weg wieder herunter in die Mensa gefunden. Ich habe einen Bärenhunger ... Er schnappt sich paar Leckereien und setzt sich an einen der freien Tische. Fast alle Schülerinnen befinden sich in der Aula, weshalb er allein ist. Schritte hallen durch den Raum, der Sportlehrer erscheint. "Hi Leon. Cooles Outfit!" Der Angesprochene dreht sich zum Erwachsenen. "Oh hi. Danke." Dann fällt ihm auf, dass Herr Coşkun nicht verkleidet ist. Dies bemerkt auch Kaplan und lacht herzlich. "Ich bin nicht so der Verkleidungs-Typ. Aber eure Rektorin bat mich, auf euch alle aufzupassen."- "Ah", erwidert der Junge. Er reicht seinen Teller, um dem Gesprächspartner etwas anzubieten. Doch dieser lehnt ab. "Ich esse nur die Sachen, die Halāl sind." -"Ha-was?" -"Halāl", daraufhin erklärt Kaplan was damit gemeint ist. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind und was eben nicht gestattet ist. Aufmerksam hört Leon zu.

"Man lernt immer wieder was Neues." -"Das stimmt", nickt der Ältere. "Jetzt wo ich dich sehe ... Leon ... wie gut bist du im Schwimmen?" Der Gefragte schaut verwundert über den Themenwechsel. "Öhm ... solala ... wieso?" Der Lehrer erklärt: "Nun ... wir haben bald unseren ersten Wettkampf mit einer anderen Schule. Die Disziplin ist schwimmen. Daher versuche ich nun ein Team zusammen zu stellen. Wärst du trotzdem dabei?" Der Junge überlegt. "Ich könnt es versuchen. Ich mache halt mehr Parcourse und so."- "Perfekt, dann hast du starke Oberarme. Das braucht man beim schwimmen." Stolz klopft Kaplan auf Leons Schulter. "Sehr gut. Dann suchen wir noch weitere Mitstreiter. Wir müssen zu viert sein insgesamt."
"Ah ok", sagt der Schüler. Irgendwie macht es ihn neugierig, wer noch alles in Betracht käme. "Und wer wäre noch so geeignet?", fragt er neugierig. Kaplan erwidert: "Das habe ich noch nicht gesichtet. Ich gehe einfach spontan auf die Schüler*innen zu und dann sehen wir weiter. Trainieren müssen eh alle gemeinsam."

Als Vero gepackt wird, sieht sie rot. "LASS MICH SOFORT LOS DU ❤️❤️❤️❤️!" und tritt Viola ans Schienbein. Durch die Wut bemerkt sie weder die Kälte noch die Illusion. "LASS MICH LOS!"
Viola bemerkt erst jetzt, was sie da tut... Nein.. sie darf nicht wieder die Kontrolle verlieren. Man sieht ihr an, dass sie über sich selbst erschrocken ist. Nicht schon wieder... Sie setzt Vero vorsichtig wieder runter, was diesmal ohne Verletzung geschieht "Vero, ich...", fängt Viola an.
Durch das Geschrei wird Kaplan hellhörig. Er steht auf und läuft in die Richtung, wo er das Geschrei hört. Schließlich bemerkt er Viola und Vero. "HEY! Auseinander! Sofort!", fordert er sie beide streng auf.
Zeitgleich mit der Ankunft des Lehrers ist Vero wieder auf dem Boden. Erst jetzt bemerkt Viola Kaplan. Verdammt! Das hatte ihr gerade noch gefehlt! "Ich weiß, dass ich hier grad Mist gebaut hab.", sagt sie, "Aber niemand ist verletzt. Ich hab sie runtergesetzt, bevor ich ihr wehgetan habe. Und bevor ich Sie bemerkt habe, also aus eigenen Stücken."
In diesem Moment passieren mehrere Dinge. Tim Breuer verlässt die Aula... nur um in die Illusion zu laufen und panisch umzukehren. "Hilfe!", brüllt er und rennt zurück in die Aula. Durch die geöffnete Tür können nun auch andere Schüler die Illusion sehen.
Viola bemerkt jedoch nichts davon. Sie hatte extra Aidaria um Hilfe gebeten, für die Halloween-Illusion, die ihr einen Zaubertrank herstellte... wirf die Phiole auf den Boden und die Illusion startet. Die Schritte und der Nebel, die lediglich für die Atmosphäre sorgen sollten, haben nichts mit der Phiole zu tun.
"Hör mal Vero.", fängt Viola an. "Ich muss mir dir reden. Diesmal in ruhiger Atmosphäre ohne gegenseitige Provokation. Geht das?"
Kaplan mustert die beiden Mädchen. "Worum ging es, weil gebrüllt wurde?", fragt er streng. Seine große Statur lässt ihn in der aktuellen Atmosphäre unheimlich wirken. Vero sagt lediglich: "Die da hat mich nicht anzufassen ... ein kaputtes Handgelenk reicht mir!" Der Lehrer, der wegen der Verletzung im Bilde ist, da Vero aufgrund der Einschränkung an manchen Sportaktivitäten nicht teilnehmen kann, sieht zu Viola. "Wenn deine Mitschülerin dies nicht möchte, bitte ich darum das auch zu respektieren. Ok?", ermahnt Kaplan sie. "Wenn sonst nichts weiter vorgefallen ist ... dann versucht trotzdem das Halloween an der Schule zu genießen. Keine Zankereien mehr. Ok?"

Vero nickt. "Ja, hab verstanden." Dann sieht sie zu Viola, um auf ihre Bitte zu reagieren. "Nein, das möchte ich nicht. Halt dich von mir fern!"
Dann dreht sie sich um und verlässt das Schulgebäude.
Viola sieht zu Kaplan. "Ich habe Vero soeben ein Friedensangebot gemacht, und wollte ruhig über alles reden. Das ist Ihnen hoffentlich auch nicht entgangen. Wenn sie da ablehnt, kann ich auch nichts machen."
Der Lehrer hat das registriert und sagt zu Viola bevor sie geht: "Das war auch richtig. Wenn Vero aktuell nicht sprechen möchte, muss das ebenso respektiert werden. ... Aber ... genießt die Party und zankt euch nicht." Dann geht er in die andere Richtung weiter.
Vero steht an der Bushaltestelle und nimmt die nächste Möglichkeit nach ... Forgotten Hollow.
-------------
Inzwischen.....
Blaze sinkt in den Stuhl und streckt die Beine als Viola Vero folgt. „Schon wieder Zickenkrieg.“ stöhnt er zu Chip und tut als wär er müde von allem.
Chip der mit verschränkten Armen reichlich schief auf seinem Stuhl hockt und sich gerade von den Geschehnissen auf der Bühne einlullen lässt, gibt nur ein paar unbestimmte Laute von sich, die mit viel Fantasie als Zustimmung gedeutet werden könnten. Blaze nervt ihn grade, obwohl er weiß dass das irrational ist. Wie er da zufrieden sitzt..mit seinem Auftritt und seinem verliebten Lächeln für Viola vorhin. Er selbst würde am liebsten aufstehen, hinter die Bühne gehen und Denize da raus holen. Blaze spiegelt ihm gerade die guten Zeiten, die mit Denize derzeit definitiv vorbei sind, das regt ihn innerlich auf.
Shane bemerkt das Vero und Viola vor die Tür gegangen sind. Sein Bein beginnt nervös auf und ab zu zucken. Es ist nie gut wenn die beiden allein sind und Shane macht sich Sorgen um Vero. Er wirft einen flüchtigen Blick zu Ellie, zwischen ihnen Veros leerer Platz. Das Theater geht indes ungerührt weiter. Shane senkt den Kopf. Mach nichts dummes. Hatte Vero gesagt. Er schließt die Augen, „Mach du nichts dummes Vero.“ flüstert er unter der Maske, so das keiner etwas verstanden haben kann.
Erschrocken starrt Ellie in Richtung der Tür, hinter der Vero mit der Vampirin verschwunden ist. Das war diesmal keine von Violas Fallen sondern das Gespräch ging von Vero aus. Nur warum? Vero sah nicht so aus, als wollte sie ein Friedensgespräch führen. Ellie gefällt das alles nicht. Auf das Theaterstück achtet sie in diesem Moment gar nicht erst.
Artjom bemerkt den Tumult im Publikum. Irgendwo vorne links sind die Leute nicht bei der Sache, doch er macht munter einfach weiter. Er hat das Licht auf sich und beginnt mit den Händen auf dem Rücken, mit grossen langsamen Schritten den Gang im Publikum hinauf zu gehen. Dabei lächelt er als wüsste er mehr als er erzählt. Während er durch die Gäste geht hält er sich die Hand mit dem Mikrophon wieder an den Mund. „Meine Chefin, war beliebt bei den Gästen des Zirkusrummels. Ihr Erscheinen mochte im ersten Moment abschreckend wirken aber sobald sie ihnen zeigte was sie konnte, hielten sie vor Erstaunen die Luft an.“ Er schaut abwechselnd ein paar Schüler an die links und rechts von ihm sitzen und wandert schließlich durch die stehenden Gäste. „Ihr Zelt war gut besucht und viele Leute fanden den Weg zu uns…. Was…“ er bleibt bei Lucia und Kurt stehen, „ist mit dir? Willst du einen Versuch wagen und die Meisterin kennenlernen….?“ verschwörerisch sieht er erst die Fee dann den Samurai an. Mit fragend aufforderndem Gesichtsausdruck, nickt er zu Madame Devilles „Zelt“ und wartet darauf dass einer von den beiden sich traut.

Die Szenerien halbwegs mitbekommend, verspürt Lucía ein Fluchtgefühl. Ohoh."Ehm, magst du mit mir nach draußen gehen, wo es etwas ruhiger ist?"
Kurt bemerkt zuerst kaum, dass er angesprochen wird und reagiert verzögert.
"Ja, sehr gern.", sagt er dann aber mit einem erleichterten Lächeln und folgt Lucía nach draußen.
Dort angekommen atmet die Vampirin erleichtert aus. "Mir war das gerade irgendwie zu viel." Verlegen sieht sie zu Boden. "Ich hab zuhause im Moment ein bisschen Stress und das kann ich hier nicht gebrauchen."
Überraschend besorgt schaut der Teenager seine Mitschülerin an.
"Stress?", fragt er vorsichtig. "Möchtest du davon erzählen? Oder lieber nicht - das wäre natürlich auch in Ordnung."
Kurz denkt sie nach, als ihr Irinas Rat einfällt: Komm mehr aus dir heraus, spreche mit deinen Mitschülern. Nur so kannst du deine Schüchternheit überwinden.
Den Rat zu Herzen nehmend, fängt sie an zu sprechen: "Ich wohne zur Zeit bei der Freundin meines Vaters. Er hat aus Mitleid meine Mutter aufgenommen, aber ich kenne sie. Sie nutzt die Gutmütigkeit meines Vaters aus und das kann ich nicht ertragen."

"Oh, ich verstehe.", murmelt der blauhäutige und grübelt kurz. "Ich nehme an, er hört nicht darauf, wenn du ihm davon erzählst."
"Richtig." Seufzend setzt sie sich auf eine Bank. "Aber lass uns nicht über negatives sprechen. Wieso bist du denn hierher gezogen?"
"Meine Mutter wollte hierher. Sie hat nicht verraten, warum. Aber ich glaube, sie sucht nach jemandem." Kurt setzt sich neben das Mädchen und schaut über den Schulhof. "Ich bin noch nicht sehr lange bei ihr.", fügt er hinzu.
Das hört sich für Lucía recht spannend an. Noch nicht lang bei ihr? Hm, das hätte sie nicht gedacht. Na, sowas kann man ja auch niemandem ansehen.. "Aber ihr kommt gut klar?", fragt sie vorsichtig.
"Naja,", Kurt spielt ein bemühtes Schmunzeln um die Lippen, "sie ist nicht ganz einfach. Aber zum Glück ist meine Schwester auch noch da und sie kann gut zwischen uns vermitteln."

"Geht deine Schwester auch hier auf die Schule?" Mittlerweile hat sich Lucías Schüchternheit gelegt.
"Nein, sie ist älter und schon erwachsen." Bei dem Gedanken daran, dass Rogue irgendwann ausziehen wird, mischt sich ein wehmütiges Gefühl unter seine Stimmung.
Kurz betrachtet er Lucía und fragt sich, wie sie ihr Vampirdasein wohl erlebt. Ist sie stolz darauf? Doch er traut sich nicht, danach zu fragen. Stattedessen schlägt er ein anderes Thema ein:
"Hast du deinen Namen von deiner Mutter oder deinem Vater bekommen?"
Die Gefragte schaut auf ihre Schuhe. "Mein Papa. Der Name bedeutet die Leuchtende oder die Lichtbringende. Das fand er so schön." Sie lächelt und schaut zu Kurt. "Und wie war es mit deinem Namen?"
Die Lichtbringende?, wiederholt er überrascht. Das ist eine sehr vage Übersetzung des Ursprunges. Allerdings scheint ihr Vater ein guter Sim zu sein, so, wie sie über ihn redet.
"Mein Mutter wollte einen schlichten irdischen Namen.", erklärt er. "Aber warum es genau dieser wurde, hat mir nie einer beantwortet."

Nun weiß Lucía nichts mehr zu sagen, doch zurück ins Schulgebäude möchte sie ebenfalls nicht. "Hm, ich glaube ich geh nach Hause. Ich hab mir den Abend in der Schule irgendwie anders vorgestellt. Gehst du nochmal rein?"
"Nein, ich werde auch gehen.", gesteht Kurt - erleichtert, dass er nicht der Einzige zu sein scheint, der sich hier etwas fehl am PLatz fühlt. "Darf ich dich begleiten?", fragt er freundlich.
"Gern." Die Beiden machen sich auf den Heimweg.
---------------
Da Lucia und Kurt sich wortlos umgedreht und weggegangen sind, zuckt Artjom die Schultern, dreht sich zurück zur Menge. „Ja schwache Nerven sind keine gute Voraussetzung. Dann lauft lieber.“ wirzelt er und streift weiter durch die Leute, "Was ist mit dir? Traust du dich?" fragt er Ellie die er damit offenbar aus den Gedanken erschreckt.
Verwirrt sieht Ellie zu Artjom. Sie braucht eine kurze Zeit, um zu begreifen, worum es eigentlich geht. "Na gut.", sagt sie schließlich. Vero ist alt genug und sie will sie nicht bemuttern. Vielleicht bringt sie das Theater auf andere Gedanken.
"Mutig! Das Lob ich mir!" feiert Artjom die Krankenschwester und nimmt sie mit zur Bühne. "Betrete nun das Zelt." sagt er und weißt hinauf zu dem freien Platz vor Madame Deville.

Chip schenkt seinem Freund keine weitere Aufmerksamkeit, sondern beobachtet Artjom, wie er Ellie aus dem Publikum holt. Auch von hinten ziemlich hot, die Krankenschwester stellt er fest. Wer hätte gedacht, dass er mal so über das Mauerblümchen denken würde.
Ellie lächelt nun wieder etwas. Noukis Kostüm ist wirklich großartig, und die Szenerie wirkt authentisch. Sie betritt das Zelt.
"Aaah, ein Gast, ein Gast. Nuuurrr herrein, nuuurrr heerrein mein liebes Kind. Setz dich...setz dich." Nouki spricht mit Fistelstimme und weist auf den freien Stuhl ihr gegenüber. "Das Schickssal hat dich zu miiirrr gefüührt, wie kann Madame diirr helfen? " Eine Hand streichelt sanft den Totenkopf, die andere gestikuliert über der Kristallkugel.
Artjom beobachtet Nouki und Ellie und erzählt weiter, „Ein Gast für Madame Deville. Sie ist bekannt für ihre Gabe ins Geisterreich zu sehen. Was wird dieses junge Mädchen von ihr wissen wollen? Wen möchte sie etwas fragen was jetzt nicht mehr möglich ist? Und was will sie fragen?“ er vertraut ein bisschen darauf dass das Publikum sich drauf einlässt und mitspielt. Blaze würde er niemals fragen ob er rauf kommt. Der würds bestimmt versauen. Gebannt richtet Artjom den Fokus auf Ellie genau so wie die Schüler.

Ellie versucht sich in die Rolle hineinzuversetzen. "Wisst Ihr, edle Madame... Ich möchte die Zukunft erfahren. Ich..." Sie zupft an ihrem Krankenschwesterkostüm herum, "Werde ich je mein Glück finden?" Sie überlässt Nouki die Interpretation, was mit "mein Glück" gemeint ist.

"Aaaaah, das ist die Frraage der Fragen, ja." Nouki stupst ihren Zeigefinger gen Ellie. "Und Madame Deville wird sie dir beantworten..wie gewünscht, mein schöönes Kind!" Ihre Stimme klingt jetzt schmeichlerisch.

Sie zieht die Hand zurück und fährt ein paar Mal über der Glaskugel hin und her, fremdartig klingende Silben von sich gebend. Dann erstarrt sie und sieht Ellie durchdringend an. "Die Geister saaagen, du sollst aus dem Buch lesen, dem beschwoorenen Buch." Noukis Arme recken sich zur Decke. "Erscheine und erleuchte uns!" ruft sie laut nach oben.
Schmunzelnd verfolgt Chip die Darbietung. Schade dass Nouki ihm nicht die Zukunft vorhersagen kann, das hätte er heute direkt in Anspruch genommen. Obwohl...sie ist eine böse Hexe, vielleicht doch besser so. Er kann die Mundharmonika in seiner Hosentasche fühlen als er auf dem Sitz etwas verrutscht, was ihn wieder an Blaze' song erinnert. Da braucht er mit einer mickrigen Melodie nicht mehr ankommen. Seine Miene verfinstert sich wieder, während er den Blick zurück zu den Geschehnissen auf der Bühne richtet.
"Ok, Cruella.", denkt sich Ellie in Gedanken, ohne es laut auszusprechen. Ihr ist schon klar, dass diese Madame Deville nicht die selbe Person ist, die Dalmatinerwelpen für einen Pelzmantel umbringen will, aber die Ähnlichkeit im Namen erinnert sie trotzdem daran. Doch sie reißt sich zusammen. Staunend erkennt Ellie, dass tatsächlich ein Buch heranschwebt. Sie ist nah genug dran um zu erkennen, dass es mit unsichtbaden Fäden befestigt wurde, aber aus dem Publikum wird das nicht mehr zu erkennen sein. Trotzdem, ein toller Effekt!
Bea hat die Szene lange geübt. Sie lässt das Buch einen Schlenker machen und kurzzeitig fliegt es auch an Ellies Nase vorbei. Währenddessen wird gruselige Musik eingespielt, die zwar nur von einem CD-Spieler kommt und keinem echten Orchester, aber immerhin. Die Musik endet, als das Buch seinen Platz erreicht hat und vor Nouki anhält, während es noch immer schwebt.

Die Hexe kichert, dreht das Buch in Ellies Richtung und schiebt es ihr zu. "Was siehst du, Kindchen...was siehst du im Buch?"
Ellie überlegt. Was soll sie nun sagen? "Hm.... da steht: Givua Taara Mox!", erfindet Ellie spontan irgendwelche Worte. Mal sehen, was Nouki daraus macht.
Die Hexe kichert lauter und streichelt weiter den Totenschädel. Mit einer schnellen Bewegung zieht Nouki das Buch wieder zu sich und steckt ihre Nase tief hinein. "Ja, das steht da und weißt du auch was das heißt? " Sie grinst. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß." Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht.
"Errkennst du ihn?" Nouki fixiert Ellie mit einem wilden Blick, muss sich aber gleichzeitig ein Grinsen verkneifen. Es macht Spaß die Hexe zu sein und sie kann ein wenig von der unguten Energie vorhin im Spiel los werden. Nouki hält eine Hand an ihr Ohr und tut, als lausche sie einer für andere unhörbaren Stimme. "Er ist es, er...den du unglücklich gemacht hast. Heiß hat er dich geliebt und du hast ihn verrschmäääht und betrroogen." Sie beugt sich zu Ellie vor. "Er ging ins Wasser, meine Liebe. Die eiseskalten Fluten haben in verschlunggen und nun ist er hier ..und dorrt..und überrall wo du bist, um sich zu räächen." Sie lacht hämisch. "Deshalb steht geschriieben im Buch des Schicksals: Auf ewig dein! " Es folgt ein frohlockendes Kichern. "Und darum wirst du NIEMALS dein Glück finden, dafür sorgt dein..Schatz!" Sie lehnt sich zufrieden zurück. "Und nun geh...und leide."

Ellie starrt Nouki an, und wirft einen Blick auf Leyla, die den Geist spielt. Sie spielt die Rolle mit: "Oh nein, Harold. Das wollte ich doch nicht! Verzeih mir! Aber verfluch mich bitte nicht!" Da Nouki von einem "Er" gesprochen hat, gibt sie Leyla einen männlichen Namen anstatt so zu tun als sei sie lesbisch.
----------------
Schulterzuckend geht Viola zur Aula zurück und setzt sich neben Blaze: "Vero hat das Schulgebäude verlassen. Keine Ahnung, ob sie zurück kommt oder nicht.", sagt sie nur, ohne Details zu verraten. Sie weiß noch immer nicht, dass die Illusion zumindest bei Breuer gewirkt hat.
Blaze blickt zu Viola die zurückgekommen ist. "Hast sie verscheucht?" er grinst und mustert das Theater weiter. "Was wollte sie denn...?"
Viola seufzt. "Nur nerven. Sie ist zu dumm um zu erkennen, wie knapp sie einer weiteren gebrochenen Hand entkommen ist, so sehr hat sie genervt und provoziert." Vor Blaze möchte sie keine Geheimnisse haben, und so erzählt sie von Veros Provokation und wie sie dadurch fast die Kontrolle verloren hat. Nur das Friedensangebot verschweigt sie. Vero hatte ihre Chance. Wenn sie nicht will, wird Viola ihr da nicht hinterher rennen.
"Typisch." meint Blaze. Er behält für sich, dass eine weitere gebrochene Hand sicher schlimmere Konsequenzen hat als das lezte Mal, denn das weiß sie selber. Er ist sich nicht sicher wie das noch weiter geht. Fakt ist, er wird sich nicht die Erinnerungen aus dem Blut saugen lassen. Irgendwie ist ihm das zu unheimlich. Wen kümmerts wenn Shane seinen Beisser-Status behält.
"So kann das nicht weiter gehen.", erzählt Viola weiter, ohne auf das Theaterstück zu achten. "Irgendwann kann ich mich nicht mehr im letzten Moment zurück halten und dann war es das mit meinem Abschluss.... Drei Kreuze, wenn diese verdammte Schule endlich um ist und ich die Nervensäge nicht ständig sehen muss."
Blaze, der immer noch im Stuhl versunken und mit gestreckten Beinen fast schon eine Schlafposition eingenommen hat, reibt sich mit einer Hand über das Gesicht. Sche iß auf den Abschluss. Denkt er. Es gibt keine Möglichkeit diesen Zickenkrieg zu beenden, ausser wenn sie sich aus dem Weg gehen. Wenn Vero sich weiter einmischt, kann Viola das vergessen. Entweder Vero verlässt die Schule oder seine Freundin. Oder Vero wird zum schweigen gebracht.... "Wenn du irgendwas gegen sie in der Hand hättest, wärs einfacher sie fern zu halten."

"Oh, sie ist sicher nicht unschuldig. Immerhin provoziert sie ja auch mal ganz gerne. Und diesmal ging ja auch alles von ihr aus. Und das nur, weil sie zu dumm ist die Wahrheit über Shane wahrhaben zu wollen. Aber sie hat sich natürlich schon bei den Lehrern eingeschleimt und uns "Bösewichte" verpetzt.", grummelt die Vampirin. "Wenn mir das den Abschluss kostet, dann gibt es kein Happy End."
Er schüttelt den Kopf, „Ne, das mein ich nicht. Ich meine wenn sie ne Leiche im Keller hätte, von dem keiner was wissen dürfte…“ er hebt eine Braue und schaut zu Viola neben sich hoch, „Was was nichts mit uns zu tun hat…“ Irgendwas muss man ihr doch unterjubeln können.

Viola muss nun lachen. "Irgendwas, was man ihr in den Rucksack schmuggeln kann.", führt sie die Idee fort. "Aber lasst uns die Idiotin für heute vergessen. Ich hab ja noch eine Aufgabe zu erfüllen."
„Ja… sowas…“ sagt er nachdenklich und schaut zurück zum Show wo er kaum mitkommt. Er wartet nur darauf, dass dieses Theater bald vorbei ist, damit jemand in seine Falle tappen kann.
Währenddessen denkt Viola über ihre eigene Aufgabe nach. Sie war zu ungeduldig bei Vero. Beim nächsten Opfer muss das besser klappen. Aber zum Glück hat sie nicht alle Munition verspielt.
-------------
Als das Stichwort kommt, lächelt Leyla eiskalt. Ein Kribbeln überzieht ihre Haut. Die Reptilschuppen, die sie ursprünglich nur auf ihre freien Hautstellen gemalt hat, nehmen Form an. Ihre Fingernägel werden länger und ähneln Krallen. Mit jedem Schritt, den sie auf Ellie und Nouki zugeht, vernimmt man das rasselnde Geräusch einer Klapperschlange. Eine düstere Aura durchströmt den Raum. Diese spürt Lashawn und kniet sich nieder, um zu beten. Das Mädchen sucht Schutz im Glauben. Doch sie ist nicht das Ziel von Leyla. Der "Geist" erscheint schließlich auf der Bühne. Leylas Augen glühen aggressiv.
"Verflucht ssssseissss du! Ssssspür meinen Ssssorn!", zischt sie bedrohlich. Ihre Worte gelten eigentlich Nouki, jedoch passen sie gerade zur gespielten Szene.
Die Mitschülerin soll für den Frevel an ihrem Kleid büßen. Diese Energie lässt sie zur Bestie werden.
"Werde ssuuu Stein!" In diesem Moment erleuchten ihre Schlangenaugen. Der Kopfschmuck wird lebendig. Die Schlangenköpfe bewegen sich und fauchen.
Ellie wird tatsächlich zu einer steinernden Skulptur ihrer selbst.
Der Fluch der Medusa ... er ist Realität geworden.

Durch ihre Kristallkugel verfolgt Miss Vanya alles.
Die restlichen Fashion Girls verfolgen die schauspielerische Leistung ihrer Freundin auf der Bühne. Sie sind begeistert und applaudieren laut. Dies bemerkt Leyla, sie sieht daher auf. Als sich deren Blick mit dem der Freundinnen trifft, erstarren sie ebenfalls zu Stein.

Das Leyla sich so ins Zeug legt überrascht Nouki. Erfreut beobachtet sie wie der Medusengeist näher kommt, zischelt und droht...bis Ellie zu Stein wird. Was zum Teufel? Das ist doch kein Make up..woher auch so plötzlich? Sie sieht erschreckt zur Freundin um dann noch geschockter zum Fashion Club, der in Sekundenschnelle auch zu Statuen erstarrt ist. Sind das die Augen der Medusa? Die Geschichte ist zu Horror Wahrheit geworden?? Das ist doch Irrsinn...kann doch nicht.. Sie berührt Ellies Arm, der sich hart, kalt und leblos anfühlt. Ein Schreckensschrei entfährt ihr und aus einem Reflex heraus hebt sie die Kristallkugel hoch und hält sie vor ihre Augen. So idiotisch das ist, in ihre Augen soll der Teufel Leyla-Medusa nicht schauen. Wenn dann soll sie an der Spiegelung ihres eigenen Blicks erstarren. Nouki hofft zumindest dass diese Weisheit aus Fantasybüchern hier weiter helfen wird. "Spinnst du?!" brüllt sie Leyla hinter der Kugel heraus an. "Hör sofort auf mit dem Sche iß!!"

(In Zusammenarbeit mit @Murloc, @Ripzha, @KFutagoh89, @Spatz und @RivaBabylon
Nebel und Versteinerungen byMurloc)
Vero - Nächster Post
Viola wird erst jetzt auf das Geschehen aufmerksam. Sie spürt die Magie und weiß, dass es nicht nur Show ist... Leyla verwandelt die Leute tatsächlich zu Stein. Was zum?? Die Aura fühlt sich an wie Magie... allerdings anders als bei Aidaria oder anderen Magiern, die sie kennt. Es scheint geliehene Magie zu sein, oder zumindest schwächere. Doch sie ist zu vielen anderen mythischen Kreaturen begegnet, um jetzt panisch wegzurennen.
"Echt mal, Leyla, und alle halten mich immer für die Böse!", knurrt Viola. Sie hält sich ihren Arm vor die Augen um dem Fluch nicht zu erliegen... doch die Aura verrät ihr auch so, wo Leyla ist. In der Mythologie wurde Medusa durch ihr eigenes Spiegelbild besiegt... doch wo soll sie jetzt so einen Spiegel hernehmen? Viola hat selten einen Handspiegel dabei... wozu auch, wenn sie sich darin eh nicht sehen kann?

Auf Nouki aufmerksam geworden, lacht Leyla teuflisch. Sie hat ihr nächstes Opfer in Visier. Sie umkreist die Mitschülerin und spricht etwas in einer Sprache, die keiner versteht. Sie kichert immer wieder.
Leon, der sich nach dem Gespräch mit Kaplan und einem Snack die Beine vertreten möchte, kommt zur Aula und bemerkt den Tumult. "Was zur Hölle!", setzt er an, als der Junge realisiert, dass Nouki von Leyla bedroht wird. Ein Schalter legt sich in ihm um. Wut schnaubend läuft er in Richtung Bühne. "Hey! Lass Nouk in Ruhe!" Die Medusa dreht sich um, lacht und auch Leon wird augenblicklich zu Stein.

Tani schaut gerade Richtung Bühne, als sie die versteinerten Schüler sieht. "Ernsthaft? Gut, dass ich die Kostüme nicht anfertigen musste." Angeödet schaut sie zu Nouki, anschließend zu Leyla. "Großes Kino, totaaaal..." Entnervt rollt sie mit den Augen.
Diese Provokation bemerkt das Schlangenmädchen. "Ssssei sssstill!", faucht sie Tania an und auch diese wird durch den Blick Kontakt zu einer Steinstatue.

"Schau sie nicht an.", zischt Viola Blaze zu. "Und besorg nen Spiegel, während ich sie ablenke." Die Fashiongirls haben bestimmt irgendwelche Spiegel in ihrem Gepäck, doch dazu müsste sie die erst mal finden, samt deren Rucksäcken. Mit dem Arm vor den Augen ist das schwierig. Schließlich ist Viola auch in Fledermausgestalt keine echte Fledermaus... und orientiert sich anders als diese mit ihren Augen.
Trotzdem verwandelt sie sich in eine Fledermaus. Mit geschlossenen Augen sucht sie Leylas Aura und flattert auf die Mitschülerin zu. Sie versucht die Schlangenköpfe zu erwischen, was mit geschlossenen Augen jedoch nicht so einfach ist, trotz der Aura. Hoffentlich kann sie Leyla lange genug ablenken, bis jemand tatsächlich mit einem Spiegel antanzt. Ob das auch hier klappt oder nur in der Mythologie, weiß sie nicht, doch irgendwas müssen sie versuchen.

Die Schlangenhaare der Medusa schnappen nach Viola. Ihren großen Fangzähnen sollte sie nicht zu nahe kommen.
Als der Tumult auf und um die Bühne herum mehr wird, kommt wieder Leben in Chip. Er richtet sich ungläubig auf und rammt Blaze unsanft den Ellbogen in die Rippen. "Hey, schieb ich n Film oder werden da Leute versteinert? " Das kommt doch nicht von der einen Pfeife draußen Denize ist irgendwo hinter der Bühne, wenn da was nicht stimmt, dann.. Er springt auf. "Ich muss zu Denize." Er stürmt nach vorne und wühlt sich durch bis in die Kulissen.Sie steht bei Nadine und Bea. "Alter, was geht da ab? Habt ihr das mitbekommen?" Besorgt sieht er seine Freundin an. "Geht's dir gut? Da sitzen überall Stauen herum, die mal Sims waren. Sag mir bitte dass ich grad nen Horrortrip hab oder was ist da los?"
Denize steht am Vorhang und ihr Gesicht ziert Entsetzen. „Das gehört nicht zur Show.“ sagt sie zu Chip mit hoher nach Luft schnappender Stimme. „Ich weiss nicht was los ist.“

Empört reibt sich Blaze die Rippen und sieht Chip nach während er Violas Worte hört. Hä was? Er hat zwar zum Theater geschaut, war aber abwesend und nur die Blickrichtung hat gestimmt. Jetzt ist er wieder bei sich und realisiert die versteinerten Sims. Echter Stein? Spiegel? Er braucht einen Moment um alles zu verarbeiten bis er Viola als Fledermaus die Medusa umschwirren sieht. Den Mythos kennt er aus Filmen aber wie zum Teufel ist das hier passiert?!
Artjom steht da mit herunterhängenden Armen. Er wollte vor Sekunden noch die Story mit seiner Erzählstimme ergänzen aber das gehört so überhaupt nicht zur Show. Sie wollten zwar ein wenig improvisieren, denn das muss man wenn Zuschauer teil des Stücks werden aber das? Um ihn herum bricht entsetzen, erstaunen, Ratlosigkeit und Unruhe aus. Er ist wie zu Stein erstarrt. Noch nicht im wahrsten Sinne des Wortes, aber bald wenn er sich nicht zusammen reisst. Allerdings will dieses Szenario nicht in seinen Kopf. Das ist nicht real. Er hat eine Menge Geschichten und Comics gelesen in denen Personen und Schurken ähnliche Fähigkeiten hatten, aber all die Gegenmassnahmen die die Protagonisten versucht haben sind wie weggeblasen. Er kann das gesehene nicht verarbeiten.
Nadine beobachtet von ihrer Position aus alles und fängt sich schnell wieder. Hat Artjom wieder was am Drehbuch geändert? War ja klar dass sie das nicht mitbekommt. Sie schaut zu ihm, der dort reglos im Raum steht. Wirkt nicht als wüsste er was da vorgeht. Aus einer Kurzschlussreaktion heraus legt sie den Lichtschalter um für den sie zuständig ist und taucht die ganze Aula in Dunkelheit. Nur noch ein wenig Licht kommt durch die Tür vom Flur. Durch die Schülerschaft raunen erschrockene Schreie und Verwirrung durch die Finsternis.
Artjom wird angerempelt und stösst gegen eine Steinstatue die einmal Dave gewesen sein mochte. Sie fällt laut zu Boden und das reicht um ihn aus seinem Schock zu befreien. Im nächsten Moment wird es Finster.

Shane springt auf. Trotz der Dunkelheit kann er genug sehen um auszumachen was auf der Bühne vor sich geht, nur erklären kann er es nicht. Er beobachtet allerhand Reaktionen. Panik, Stress, Freude an der Show, Missmut über den Tumult. Doch er spürt dass es echt ist. Medusa ist echt. Und was macht Viola da? Er sieht Blaze aufspringen und zur Tür hinaus laufen. Shane verwandelt sich und fliegt ihm hinter her durch die Tür bevor diese ins Schloss fällt. Blaze unter ihm findet kaum halt auf dem Boden als er abbiegt und auf die Toilette zu rast. Eigentlich ein guter Zeitpunkt ihn allein zu stellen…
Blaze spurtet durch den Flur, stösst die Toilettentür auf und bremst so abrupt dass er hinfällt wärend er sich an den Waschbecken festhält und rappelt sich sofort wieder hoch. Er sieht sich im Spiegel an, dann fährt sein Blick den Kanten entlang. Zu gross zum mitnehmen. Ohne zu zögern reisst er die Papiertücher aus dem Kasten, viele fallen zu Boden, dann wickelt er sich die die er erwischt hat um die Faust. Er denkt an Viola und das Bild einer versteinerten Fledermaus die auf den Boden fällt und zerbricht drängt sich vor seine Augen. Er schliesst sie und schlägt zu.

Bea starrt hinter den Kulissen auf die Szene. Das gehört sicherlich nicht zur Show! Geschockt verfolgt sie das Alles.. Zum Glück scheint Leyla grad nicht an die Leute zu denken, die hinter den Kulissen stehen. Doch gerade, als sie die Idee hat, Leyla mit dem Bühnenscheinwerfer zu blenden, macht jemand das Licht aus.
Tim Breuer blinzelt unter seinem Stuhl hervor. Einige Schüler in der Nähe scheinen zu Stein verwandelt sein... Er hört, wie Leute rumrennen und rufen, wie Türen schlagen, wenn Leute aus dem Raum rennen... Er sieht, wie Viola um Leyla herumschwirrt... und dann.. ist plötzlich alles dunkel. Nicht, weil er zu Stein erstarrt wurde, sondern weil jemand das Licht in der Aula ausgemacht hat. Er weiß nicht, was er tun soll... Soll er abhauen? Soll er was tun? Er ist doch sonst so klug... Er kennt zwar die Legende über Medusa, doch er hat keinen Spiegel da.
Evens erkennt schnell, was vorgeht. Sie weiß, dass Vanya für ein paar Special Effects sorgen soll. Ist das ihr Werk? Geht das nicht etwas zu weit? Evens glaubt nicht, dass die Verwandlung für immer andauert. Das würde Vanya nicht zulassen. Aber weiß Leyla das? So wie es scheint, kümmert es sie nicht, wen sie erwischt.. Evens nutzt aus, dass Leyla von Viola abgelenkt wird, um aus der Aula zu laufen. Sie muss Vanya finden.
Viola unterbricht ihren Flug nicht. Immer wieder fliegt sie auf Leylas Kopf zu, schafft es auch mal, die Schlangenköpfe zu erwischen... bis sie plötzlich einen stechenden Schmerz im Bein spürt. Einer der Schlangenköpfe hat sie mit seinen spitzen Zähnen erwischt. Durch den Schock vergisst sie, die Fledermausgestalt zu halten. Sie schreit kurz auf und stürzt in humanoider Gestalt zu Boden, rappelt sich aber schnell wieder auf. Zum Glück ist es keine Giftschlange. Es ist der Blick, der gefährlich ist. Trotzdem schmerzt es.

Viola hätte die Chance nutzen können, um abzuhauen. Doch erstens will sie keine Schwäche zeigen... erst recht nicht vor Idioten wie Leyla... und zweitens würde sie Blaze nicht im Stich lassen wollen. Sie muss ihm die Zeit erkaufen, einen Spiegel zu finden, bevor er selber verwandelt wird. Daran, dass er zurück kommen würde, zweifelt Viola keine Sekunde.
Zum Fliegen braucht Viola das Bein nicht, und so verwandelt sie sich wieder. Sie muss ihre Taktik ändern. Der Kopf ist zu gefährlich. Und daher fliegt sie diesmal tiefer, außer Reichweite der Schlangen. Sie bereitet sich auf einen schmerzhaften Aufprall vor.. und fliegt Leyla in voller Geschwindigkeit gegen den Magen, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei tropft etwas Blut der Beinwunde auf Leylas Outfit. Davon weiß Viola allerdings nicht. Sie hält ihre Augen noch immer geschlossen und orientiert sich an der Aura, die sie spürt.
Das blanke Entsetzen spricht aus Noukis Blick. Sie verfolgt Violas Attacken, die Leyla kaum irritieren. Mit einem Aufschrei schleudert sie die Kristallkugel in Richtung Medusa, verfehlt aber knapp und steht jetzt ohne eigenen Schutz da. Panisch rennt sie von der Bühne und flüchtet sich hinter einen der Vorhänge. Sie prallt gegen einen versteinerte Kim, die wohl schon vor ihr vergeblich hier Zuflucht gesucht hat. Übelkeit steigt in ihr hoch, trotzdem verharrt sie neben der grusligen Gestalt und nutzt sie als Schild.

Sie sieht Breuer unter einem der Stühle hervor schauen. "Bleib da unten und schau nicht hoch." zischt sie ihm zu. Sie weist warnend mit dem Finger auf die Kim-Statue vor sich. Dann wird es finster, nur schemenhaft kann sie die Leute und Gegenstände im Saal erkennen. Nouki hält den Atem an. Herauswagen und Leyla ausknocken? Eine Sirene schrillt und erschreckt sie zu Tode. Nouki klammert sich an 'Kim' und stürzt mitsamt der Statue zu Boden. Ein Knacken, als würde ein Baum gefällt, dann kullert der steinerne Kopf in Richtung Bühne davon und bleibt leise schaukelnd davor liegen. Noukis Finger krallen sich noch an den rauen Kanten der Bruchstelle fest, dann muss sie sich übergeben.

Shane siegt über seine Wut und landet vor dem Rektorenzimmer. Er stösst die Türen auf um zu Frau Fernández zu gelangen mit der er zuvor noch gesprochen hat, „Frau Rektorin! Wir werden angegriffen. Die Schüler… sie werden zu Stein!“ in der nächsten Sekunde schrillt ein lauter durchdringender Ton durch die ganze Schule.

Kalea sitzt ruhig in ihrem Stuhl und trinkt eine Tasse Tee. Sie sieht auf und begrüßt Shane freundlich. "Hallo, was hast du auf dem Herzen?"
Nadine rennt zu Denize. „Ich hab den Feueralarm eingeschaltet.“ sagt sie zu den Umstehenden. „Los raus hier. Passt auf wo ihr hintretet.“ das Licht ist immer noch aus, in der Hoffnung dass im Dunkeln keiner das Monster ansehen kann und sie sich jetzt auf den Boden konzentrieren um heraus zu finden.
Plötzlich umgibt die Szenerie dichter Nebel. Die Konturen der Protagonisten verschwimmen. Der Nebel hüllt die komplette Schule ein. ...
Im nächsten Augenblick erscheint das Theaterstück. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß", sagt Nouki. Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht. Es ist Lashawn, die sich alle Mühe gibt, gruselig zu sein. Leyla hat wegen ihrem beschmutzten Kleid einen Nervenzusammenbruch erlitten. Ihre Freundinnen brachten sie direkt heim. Sie fällt daher fürs Bühnenstück aus. Die Zuschauer des Theaters, seien es Viola, Blaze, Chip, Shane oder andere Schüler*innen ... sie alle sitzen da. Unterhalten sich, lachen, schauen dem Spektakel zu, welches die Theater AG zum Besten gibt. Als sei all das, was geschehen ist... niemals passiert ... War das ganze nur ein Traum? Einzig das schaurige Gefühl, was Halloween ausmacht, ist geblieben.
Zufrieden lehnt sich Miss Vanya zurück. Ihr Werk ist getan.

Nach ihrem Auftritt atmet Lashawn auf. "Oh Jesus ... Ik hatte so viel Lampenfieber", sagt sie zu Bea.
"Du warst toll!", lobt Bea Lashawn, "Ich habe immer noch ein richtig gruseliges Gefühl von dem Auftritt." Darüber freut sich das Mädchen sehr.

Tani bemerkt einen starken Kopfschmerzen. Oha, was ist jetzt los?! Wie sie es hasst, wenn ihr Körper nicht mitspielt. Sie schaut in Richtung Bühne. Schulterzuckend bewegt sie sich in eine Ecke des Raums und langweilt sich.
Leon, der von der Mensa in Richtung Aula läuft, verspürt nen Kopfschmerz Impuls. Ungewöhnlich, sonst plagt ihn sowas nicht. Er erreicht die Aula und sieht Noukis Rolle zu. Er ist sehr stolz auf sie und lächelt.
Ellie blinzelt. Ihr kommt so vor, als hätte sie grad wirres Zeug geträumt. Irgendwas mit irgendner Medusa... Komisch, Leyla ist doch schon vorher gegangen! Und als sie die Augen öffnet, ist nur Lashawn als Geist vor ihr. Komisch... Naja, egal. Sie spielt ihre Rolle als Opfer der Wahrsagerin weiter.
Viola blinzelt. Sie sitzt neben Blaze auf ihrem Stuhl. Doch die Aura von Magie liegt in der Luft, als ob gerade ein großer Zauber gewirkt wurde. Und ihr Bein tut weh... sie schaut drauf und bemerkt einen blauen Fleck... Oh right. Vero hatte sie ja getreten. Trotzdem, irgendwie komisch, vor allem, da sie die Magie in der Luft noch immer irgendwie spüren kann. Sie sieht sich um, ob noch jemand anderem irgendetwas seltsam vorkommt.

Artjoms erster Gedanke ist, dass er sich gleich ein Ibu reinpfeifen muss, sonst wird der Abend die Hölle. Der Geist Verschwindet wieder und Ellie spielt ihre Rolle in dem sie panisch das Zelt verlässt. Sein part ist erledigt. Fast. Er lacht böse gemeinsam mit der Hexe und verschwindet hinter dem Vorhang der das 'Zelt'-Innere vor den Augen des Publikums verbirgt.
Denize beobachtet die Szenen. Warum muss sie ausgerechnet jetzt Kopfschmerzen bekommen. Jetzt wo sie dran ist. Sie ignoriert den Impuls sich zu setzen und geht vor die Bühne. In der Hand hält sie ein Mikrophon.
Ein stechender Schmerz durchzuckt Nouki. Sie kneift die Augen zusammen und schüttelt kurz den Kopf. Ihr Hexenlachen, das sich mit Artjoms Gelächter mischt, dröhnt unangenehm in ihrem Kopf und für eine Sekunde verspürt sie den Wunsch die Kristallkugel vor sich zu packen und ins Publikum zu schleudern. Was ist los?Gott sei Dank fällt der Vorhang kurz darauf. Ein kurzer Blick zu Artjom. Sie würde gerne was sagen, aber er redet gleich mit den anderen und Nouki beteiligt sich kurz an den aufgeregten Gesprächen. Der Auftritt ist gut gelaufen, alle haben mitgespielt und ihren Spaß gehabt. Als Denize draußen anfängt zum Publikum zu sprechen, entfernt sich Nouki vom Rest der Truppe und geht sich umziehen. Das Hochgefühl des Auftritts verfliegt langsam und ein Bedürfnis nach Frischluft kommt auf.
"Mein Name ist Amelie, ich arbeite schon lange hier bei diesem Zirkus. Haben Sie sich heute Abend vergnügt? Hatten sie Spass auf unserem Jahrmarkt? Sie, da… ich habe sie gesehen wie sie in das Zelt von Madame Deville gegangen sind. Warum haben Sie das gemacht?" Sie versucht sie möglichst unschuldig zu geben und geht auf Ellie zu die wieder auf ihrem Platz sitzt. Sie hält ihr das Mikrophon hin.

Ellie hat sich mittlerweile wieder von ihrem seltsamen Tagtraum erholt, als sie von Denize in ihrer Rolle als Amelie angesprochen wird. "Ich wollte das doch nicht mit Harold." Sie schluchzt und wundert sich selbst darüber, dass ihr sogar ein paar Tränen rauslaufen, obwohl das alles ja nur Schauspiel ist. "Aber meine Angst hat sich bewahrheitet! Ich wurde verflucht!" Noch mehr geschauspielertes Schluchzen.

Denize blickt sich verwirrt im Publikum um. "Sie meinen... aber wie kann das sein? Madame Deville und ihr Assistient...." betroffen fast sie sich an den Hals und schluckt. "Sie sind doch schon seit drei Jahren tot."
Nadine schaltet auf ihr Stichwort das Hauptlicht aus und sie überkommt ein Déjà-vu als die Aula ins Dunkel getaucht wird. Was wahrscheinlich nur Logisch ist, da sie das oft genug geprobt hatten. In der Dunkelheit lachen Clown Jack und Madame Deville erneut bis es verhalt und Nadine das Licht langsam wieder aufdreht. Der Vorhang geht auf und die Schauspieler als auch die Crew stehen dort um sich unter Applaus zu verbeugen. Artjom fühlt noch dieses seltsame Gefühl. Verdammt, die Show hat er verflucht gut gestaltet.
Ellie ist begeistert von der Show und klatscht. Sie freut sich, eine kleine Rolle in dem Stück gespielt zu haben. Sie muss unbedingt Vero davon erzählen! Erst jetzt fällt ihr die Szene mit Vero und Viola wieder ein. Sie Show hat sie wirklich auf andere Gedanken gebracht!
Statt aufzustehen und zu applaudieren wartet Shane noch immer auf Vero. Doch sie kommt nich zurück. Viola ist längst wieder da aber was ist mit seiner Freundin? Er blickt auf sein Handy. Eine Nachricht von ihr! Schnell öffnet er die App und liest:
Zitat
Ich war vorher in Forgotten Hollow. Dort habe ich mit Violas Mutter geredet. Sie hat mir versprochen uns zu helfen. Ich hoffe mit den vielen Hilfestellungen endet bald dieser Mobbing Terror.
Und was richtig cool war: ich bin auf einen Zentauren heim geritten. Das war mega cool. Kommst du nach der Halloween Feier noch zu mir? Liebe Grüße, Vero

Zu erst ist er verwirrt. Zentauren? Violas Mutter? Jetzt? Er steht vor aufregung auf ohne die Nachricht aus den Augen zu lassen. Kommst du nach der Feier noch zu mir? Shane ist schwindlig, das sind zu viele emotionen die nicht zu einander passen. Der Spuk von vorhin, der Ärger darüber dass Vero weg ist, das klopfende Herz über die Einladung. Nach Halloween? Was soll er denn hier allein? Die Wut ist wie immer in lezter Zeit stärker und sein dunkles Ich redet ihm allerhand Dinge ein. Warum ist sie nicht zurück gekommen? Warum haut sie ab ohne etwas zu sagen? Warum regelt SIE seine Angelegenheiten? Weil er zu blöd dafür ist? Er beginnt stärker und schneller zu atmen.
------------
Evens ist begeistert von ihrer Theater-AG und kommt aus dem Klatschen nicht mehr raus. Die Show gehört zum Event und wird nicht benotet, aber wenn, hätte jeder eine 1+ verdient. Als der Applaus verebbt, erinnert sie sich jedoch an das Versprechen, das sie Vero gegeben hat. Sie steht auf und klopft bei Kalea an die Tür.
"Herein", ruft die Rektorin. Sie wälzt Akten und Formulare.

Evens begrüßt Kalea, setzt sich, und erzählt ihr dann von den Ereignissen: Wie Joe Dark sie angesprochen hat, er sei von Shane angegriffen worden. Wie sie mit unterschiedlichen Schülern geredet hat und zu der Konklusion gekommen ist, dass Joe zuerst auf Shane losgegangen ist und nicht umgekehrt. Und wie Vero von Mobbing geredet hat was Shane betrifft.
Aufmerksam hört die Ältere zu. Sie bietet unterdessen der geschätzten Kollegin Gebäck und Tee an.
Dann antwortet sie: "Ich verstehe. Die beiden Schüler*innen waren vor kurzem auch bei mir. ... Diese Angelegenheit sollten wir ernst nehmen, Carolina. ... Mit Nael habe ich mich bereits auch kurz beraten."
Evens nickt. Sie nimmt sich etwas Gebäck. "Nael. Das ist gut. Der kann uns da bestimmt helfen.", sagt sie. "Ich werde auch noch mal mit Joe reden, wenn ich ihn finde. Aber ich glaube, er ist schon nach Hause gegangen."

------
Blaze hebt den Kopf ruckhaft, als wäre er grade aus einem Tagtraum erwacht. Ist die Show schon vorbei? Etwas verwirrt schaut er auf seine Hand die er zur Faust ballt und wieder öffnet. Wie haben die das geschafft, das Gefühl, als hätte er einen Horrorstreifen geschaut in ihm zu wecken ohne dass er wirklich aufgepasst hat? Damn... Er setzt sich auf.
"Seltsam", murmelt Viola in Blaze' Richtung. "Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gesagt, irgendein großer Zauber ist vor kurzem gewirkt worden. So langsam hat sich die Aura aufgelöst, aber eben konnte ich das noch spüren. Oder spinne ich jetzt schon?"

Darauf hat Blaze keine Antwort. Die Leute klatschen immernoch und er steht auf. Endlich ist die Show vorbei. "Zeit für unsere Parts." sagt er zu ihr und grinst.
Viola nickt gedankenverloren. Sie glaubt nicht, sich getäuscht zu haben, und dass tatsächlich ein Zauber gewirkt wurde. Aber wenn, dann muss es Miss Vanya gewesen sein. Seit Ria nicht mehr hier ist, ist die Lehrerin die einzige Magierin. ... Ach egal, vielleicht hatte der Zauber ja auch gar nichts mit den Schülern zu tun. Sie verwirft den Gedanken und denkt über ihre Aufgabe nach. Bei Vero ist sie zu ungeduldig gewesen. Ursprünglich war geplant gewesen, Aidarias Phiole aus einem Versteck heraus zu nutzen, so dass keiner sie damit in Verbindung bringen kann.. und auch der Grund, warum es mit Shane schwierig wäre, der sie in ihrem Versteck gespürt hätte. Doch da es erst möglich war, ihn von Vero zu trennen, als diese die Vampirin selbst angesprochen hatte, war keine Möglichkeit mehr das im Verborgenen zu machen. Jetzt muss das aber besser klappen und...
(In Zusammenarbeit mit @Spatz @KFutagoh89 @Ripzha @simscat2 )
(Der Screenshot mit Nouki stammt von @simscat2 )
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 7
"Vero, wo bist du?" Ellies Ruf holt Viola aus den Gedanken. Die Krankenschwester weiß wohl nicht, dass ihre Freundin längst nicht mehr da ist. Hm, egal.
Mit Ellie wäre es sicher einfacher, zumal Viola sich dann auch wieder verstecken könnte. Doch sie hat mit der Mitschülerin keine Fehde und eigentlich auch nichts gegen sie. Leyla fällt als Opfer auch weg, da sie nicht mehr da ist. Bleibt im Grunde also nur Shane oder Tim.
In diesem Moment kommt auch bei Ellie und Bea eine Nachricht an: >Hi ihr Lieben, ich bin nun daheim. Macht euch keine Sorgen. Kuss Vero<
Ellie seufzt. Na dann kann sie ja lange nach ihr suchen. Warum ist Vero gegangen? Wenn Viola sie verletzt hätte, hätte sie das in der Nachricht doch bestimmt erwähnt, oder? Sie schreibt kurz ein "OK, dir noch einen schönen Tag" zurück. Sie würde Vero irgendwann mal fragen, aber lieber persönlich als per Chatnachricht.

--------
Artjom steht bei den anderen und begeistert sich für die Show: "Habt ihr mega gut gemacht. Alle." lobt er und sein Blick fällt auf Nouki. Der Ärger kommt wieder hoch. Sie wird sich jetzt erstmal umziehen und ihr Pilzkustüm auffrischen. Zeit genug um Tania zur Rede zu stellen. Er wünscht den anderen noch viel Spass auf der Party und verlässt die Bühne. Er schaut sich um und entdeckt die Römerin gelangweilt in einer Ecke. Selbstbewusst geht er auf sie zu. "Hast ne Minute?" fragt er sie und nickt Richtung Flur.
Überrascht schaut Tani zu Artjom. "Klar." Im Flur angekommen, dreht sie sich zu ihm. "Was ist los?"

Artjom schaut sich um, keiner zu sehen. Er öffnet die Tür zum Klo und schiebt sie dort rein. Hinter sich schliesst er die Tür und stellt sich davor damit sie nicht auf die Idee kommt sich dem Gespräch zu entziehen. Die Szene ist beiden bekannt nur etwas ist anders.... "Was hast du Nouki erzählt?" fragt er direkt.
Ach, daher weht der Wind. "Nur die Wahrheit. Wir hatten was miteinander und fertig." Sie verschränkt die Arme.
Artjom mustert sie voller Unverständnis. "Zum Teufel. Wieso?!"
Verwundert runzelt Tani die Stirn. "Wie wieso? Nouki ist meine Freundin, das gehört sich einfach. Abgesehen davon habe ich das Gefühl, dass sie mehr empfindet für dich. Was wäre ich da für eine Freundin, wenn ich sie diesbezüglich anlüge?"

Er lacht verständnislos, blickt zu Seite und wieder zu Tania. "Ja na klar." meint er Ironie durchtränkt und macht einen Schritt auf sie zu. Sie wirft den besten Fick den sie rundum haben kann, für etwas weg was nicht relevant ist? "Wir wissen beide, dass du einen scheiss drauf gibst wies Nouki geht. Sonst hättest dus für dich behalten und alle wären Glücklich gewesen. Vor allem wenn du schon weisst was sie empfindet.... Es sei denn du denkst, wenn ich dich nicht vögel, dann keine." Mit abwertendem Blick macht er einen weiteren Schritt auf sie zu, "Von wegen Freundin." Da er selber die eine oder andere Sache mit schnellem unverbindlichen Vergnügen kompensiert, geht er davon aus, dass es Tani genau so handhabt. Der Grund ist vollkommen Schnuppe, auch wenn sie einfach nur eine Nymphomanin wäre. Tani hätte, wenn sie die Klappe gehalten hätte, vielleicht nicht mal drauf verzichten müssen. "Red Nouki keinen Scheiss ein. Du und ich, wir haben nichts mehr miteinander zu tun, es war nur kurz und ist schon eine ganze Weile her, und komm ja nich auf die Idee ihr irgendwas anderes aufzutischen." Er drängt sie, ohne sie anzufassen, soweit zurück bis sie an die Wand stößt. "Oder ich schwöre, ich sorg dafür, dass bald die ganze Schule über dich bescheid weiß." Artjom tritt zurück und sieht sie drohend an bis er rückwärts bei der Tür ist, um der Ansage Ausdruck zu verleihen. Spätestens wenn Nouki sie nach den anderen Typen fragt, wird Tania wissen, dass er es ernst meint.

Ungläubig wird Artjom von Tani gemustert. "Ist das wirklich dein Ernst? ... Ich versteh überhaupt nicht, wo dein Problem jetzt ist." Ihre rechte Hand berührt ihre Stirn und sie schüttelt nur mit dem Kopf. "Ich habe keinen Scheiss erzählt, ich habe einfach gesagt, was Sache ist. Du kannst doch trotzdem mit Nouki zusammen kommen. Wieso sollte ich denn bitte noch ein Interesse haben mit Dir zu schlafen, wenn ich weiß, dass meine Freundin Gefühle für dich hat?!"
Mit ernster Miene schaut sie in seine Augen. "Ernsthaft, du kannst mir gerne drohen, oder was auch immer herum erzählen über mich. Dann bitte. Mach ruhig. Aber überleg Du dir einfach mal, was dich das für einen Sim macht, bzw. ob Nouki dich nicht dann in einem anderen Licht sieht. Mit wem du in der Vergangenheit geschlafen hast, damit kann man sich arrangieren. Aber nicht mit einem Sim, der plötzlich seinen wahren Charakter zeigt." Sie geht in Richtung Tür, um zu versuchen, an Artjom vorbei nach draußen zu gelangen.

Klar können manche sich damit arrangieren. Aber nicht jeder kann sich damit abfinden die Verflossenen von jemandem täglich anzusehen ohne daran zu denken. Artjom lässt Tania nicht vorbei. "Ich mach dir das Leben zur Hölle wenn du uns im Weg stehst." verspricht er. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Leute die sich für ihren Lebensstil interessieren. Er öffnet die Tür und tritt zu erst hinaus. Dort nimmt er direkt Tumult aus der Aula wahr und wendet sich dem Raum zu. Was ist jetzt schon wieder los?
Tani verdreht auf Artjoms Worte hin nur die Augen. Wenn du wüsstest, mein Leben kann gar nicht mehr schlimmer werden, als es schon ist. Genervt verlässt sie das Schulgebäude.
------
Ah, was für eine Erlösung. Die frische Luft wirkt wie ein Aufputschmittel und macht Nouki augenblicklich wieder munterer. Sie hat gerade mit Leon besprochen, sich gleich nochmal in der Mensa zu treffen, aber erstmal durchatmen. Herumschlendernd lässt sie den Verlauf des Abends Revue passieren. Eigentlich wollte sie ja noch mit Tani das Gespräch beenden, aber die Freundin ist wie vom Erdboden verschluckt. Als Nouki um eine Ecke biegt, sieht sie Tani an der Hauswand lehnen. Mit klopfendem Herzen nähert sie sich, lehnt sich so gut es der Hut zulässt daneben und schielt zu ihr rüber. Ihre Miene ist schwer zu deuten. "Hi..hab dich schon vermisst." Sie blickt zu Boden. " Warum bist du ganz allein hier draußen?"
Überrascht dreht Tani ihren Kopf in Richtung Nouki. "Ach, ich musste mal raus. Den Kopf frei kriegen." Seufzend wendet sie ihren Blick von ihrer Freundin ab und schaut ebenfalls zu Boden.

"Ja, mir geht's grad genauso." Nouki schweigt einige Augenblicke. "Hey, ich wollte eigentlich noch unser Gespräch von vorhin zu Ende bringen...der Auftritt hat's ja unterbrochen. Geht das? Ich...Ich will einfach Klarheit und dich auf keinen Fall verletzen wegen Artjom...auch wenn du gesagt hast, du bist nicht verliebt, aber manchmal weiß man das ja gar nicht so genau...so wie ich' s auch gar nicht so genau weiß und..aber irgendwie doch..." Sie hat das Gefühl , alles kommt falsch heraus, deshalb unterbricht sie sich und sieht Tani an.
Erneut entfährt der Angesprochenen ein Seufzer. Als hätte das Gespräch mit Artjom nicht schon gereicht. Aber Nouki ist ihre Freundin und diese Freundschaft will sie nicht wegen einem Typen auf Spiel setzen.
"Also, das mit Artjom war rein körperlicher Natur. Weder er noch ich haben andere Absichten gehabt.. Zumindest denke ich das." Erneut nimmt sie Blickkontakt auf. "Ganz ehrlich, wenn Du meinst, mit ihm zusammen zu kommen, dann mach das. Es fühlt sich für mich komisch an - ja, aber ich will echt keinen Stress, weder mit Dir, noch mit Artjom." Ernst sieht sie die Freundin an, während sie an die Drohung auf der Toilette denkt. "Ich dachte, ich wäre Dir das schuldig gewesen, besser ich hätte meinen Mund gehalten." Die Arme verschränkend wendet sie sich ab und spielt mit ihrem rechten Fuß auf dem Boden herum.

Rein körperlich...ist Artjom so? Ein Draufgänger? Nouki schweigt und die Gedanken rotieren. Ihr wird mit einem Schlag bewusst wie unerfahren sie selbst ist. Das mit Stephen auf dem Festival ist alles was sie an körperlicher Erfahrung vorweisen kann. Und Tani? Rein körperlich? Sie erinnert sich an Artjoms Worte vor dem Auftritt. "Du kannst alle fragen..." Sie schüttelt den Kopf um das zu verscheuchen. Einmal tief durchatmen. "Tani, wir haben keinen Stress, ich red doch nur hier mit dir weil unsere Freundschaft mir viel wert ist." Sie sieht auf. "Es war gut, dass du es gesagt hast. Jetzt weiß ich Bescheid und kann das verarbeiten. Ich..ich mag Artjom sehr gern, er war immer lieb und wir haben so viel gemeinsam..vielleicht wird da mehr daraus , vielleicht auch nicht. Ich bin durcheinander. " Soll sie Tani fragen wegen...der 'anderen' die Artjom erwähnt hat? Sie wirft ihr einen prüfenden Blick zu. Besser nicht jetzt, die Stimmung ist schon gedrückt genug...außerdem muss Tani das selber wissen, es steht ihr gar nicht zu einfach mit sowas heraus zu platzen. Was wenn Artjom gelogen hat? Was wenn nicht? Egal. Tani ist ihre Freundin und Punkt. "Wir bekommen das schon hin. Zwischen uns kommt nichts, okay?"

Durch Noukis Worte verspürt Tani endlich wieder ein wenig Wärme in ihrem tiefen Inneren. Sie lächelt ihre Freundin an und umarmt sie daraufhin. Als sie sich löst, lässt sie ihren rechten Arm auf Noukis Schulter verweilen. "Hör zu. Nimm Dir Zeit ihn kennen zu lernen und herauszufinden, ob er derjenige welche ist, der dich glücklich macht. Aber pass bitte auf dich auf!"
Ellie, die auf der Suche nach Vero auch nach draußen gelaufen ist, will sich nach deren Nachricht wieder in die Aula begeben. Doch auf dem Weg dorthin sieht sie Tani und Nouki und ändert ihren Plan. "Hallo ihr beiden, alles klar?", fragt sie freundlich. Von dem Gespräch hat sie nichts mitbekommen.

Nouki lächelt Tani an, obwohl das 'pass bitte auf dich auf', sie irritiert. "Klar mach ich das." sagt sie nur und dreht sich dann überrascht zu Ellie um, die plötzlich um die Ecke biegt. "Mmh, wir schnappen nur frische Luft." antwortet sie. "Und du? Was treibt dich hier raus?"
"Hab Vero gesucht.", antwortet Ellie, "aber offenbar ist sie schon zu Hause."
Als Ellie von Vero spricht, fällt Tani auf, dass sie ihre Sandkastenfreundin den Abend über kaum gesehen hat. "Hast Du ihr mal eine Textnachricht geschrieben?", fragt sie daher.
"Nein, sie mir.", sagt Ellie und zeigt Tani die Nachricht. "Eine Begründung, warum sie früher gegangen ist, hat sie aber nicht genannt."
Das erscheint der Freundin merkwürdig. Ich werde sie morgen mal anschreiben.
"Ich werd auf dem Rückweg mal bei ihr vorbei schauen.", sagt Ellie bestimmt.

------
Zeitgleich...
Als seine linke Schläfe zu pochen beginnt, fährt Chip in seinem Sitz hoch. Boah. Er reibt energisch darüber und sieht sich leicht verwirrt um. Irgendwie ist das Zeug was er geraucht hat nicht gut. Er hat sonst nie Kopfschmerzen. Ist er eingenickt oder was? In diesem Moment beginnt Denize' Auftritt und er ist sofort von ihrer Ausstrahlung gefangen. Sehnsüchtig verfolgt er ihre Bewegungen im Publikum und wünscht sich, er wäre an Ellies Stelle. Wär schon cool, wenn er mit seiner Freundin in der Theater AG wäre...wieso hat er da eigentlich nicht daran gedacht am Anfang vom Schuljahr? Sie war ja auch der Grund dafür, dass er im letzten Schuljahr der Schulband beigetreten ist, aber da waren sie auch noch nicht zusammen. Trotzdem.. er könnte Zeit mit ihr verbringen und sie ihm nicht dauernd ausweichen. wie armselig..jetzt denkst du dir schon Tricks aus, damit du in ihrer Nähe sein kannst Ärger über sich selbst und über die Situation klumpt sich erneut in seinem Magen zusammen. Als sich die Schauspieler verbeugt haben und von der Bühne gehen, steht er klatschend auf und geht ohne den Applaus zu unterbrechen nach vorne, wo Denize neben Nadine Platz genommen hat. Er rollt die Augen. Chip lässt sich in den freien Stuhl neben seiner Freundin fallen und legt einen Arm um ihre Schulter. tu, als wär alles in Ordnung Er beugt sich zu ihr und haucht ihr einen Kuss aufs Ohr. "Ihr wart toll, aber am schönsten war die Amelie." Er lächelt sie zärtlich an.

Blaze geht ein paar Schritte und beobachtet Chip der sich zu Denize setzt. Er hört wie sie sagt, "Danke. Es ist toll gelaufen obwohl ich echt angst hatte. Gut das Lashawn so felxiebel reagiert hat." Blaze steuert den Tisch mit den Getränken an und lügt im vorbei gehen, "Gute Show." und grinst Denize an. "Nicht so gut wie deine." lächelt sie zurück. Das überrascht ihn, so das er stehen bleibt. Er sieht sie an dann Chip daneben und wieder Denize. Soll er sich jetzt bedanken? Er hat gar kein Feedback erwartet ausser von Viola. "Danke.." sagt er schliesslich, schüttelt für sich den Kopf und geht weiter. Denize schaut ihm glücklich nach.

Kalte Dusche in Reinform. Chips Miene erstarrt kurz zu Eis, dann fängt er sich wieder und wirft Blaze einen feindseligen Blick nach, ehe er sich wieder zu Denize dreht. Sein Atem geht rascher, er versucht das Heben und Senken seines Brustkorbs zu kontrollieren, aber es gelingt nicht ganz. Wieso schwärmt sie Blaze so an? Er registriert ihren glücklichen Gesichtsausdruck und der Zorn kocht heiß in ihm hoch. Ist er eigentlich gar nichts mehr wert in ihrer Welt. Innerlich Zähne knirschend fragt er äußerlich freundlich. "Hat dir der song gefallen, ja?" Ist das Masochismus? Er muss einfach hören was sie sagt.
Denize Brauen ziehen sich minimal zusammen. Was ist los? "Ähm.. ja, war doch total schön. Ich freu mich für ihn und Viola.... du nicht?" Sie versteht nicht ganz was ihn so seltsam wirken lässt. Sind das wieder ihre Hormone und sie nimmt es nur zu stark wahr? Sie selbst verhält sich doch wie sonst? Sie war immer zu jedem freundlich und hat sich immer für jeden aufrichtig gefreut. Das ist doch nichts neues. "Was ist?" fragt sie vorsichtig.

"Nichts." Chip lächelt gezwungen. "Mich interessiert halt, was meiner Freundin gefällt und warum." Dann entspannt er sich wieder etwas. Schließlich ist sie nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen, wie die Leaderin eines imaginären Blaze Fanclubs. Er streichelt ihr über die geschminkten Wangen, nimmt den Duft ihrer Haare wahr, der ihm einen Schauer über den Rücken jagt. Etwas näher an sie heran rückend, sagt er leise. "Du, ich hab heute unser Haus ganz für mich, wollen wir zusammen den Abend feiern? Kommst du später mit zu mir?" Super...voll mit der Tür ins Haus gefallen, aber Chip hat keine Nerven mehr für ausgeklügelte Taktik oder fantasievolle Formulierungen. Die Sehnsucht ist so überwältigend, dass es schmerzt.
Zu ihm nach Hause? Sie weiss was wo das endet. Entweder sie weicht hier aus oder bei ihm und hier ist definitv die bessere Wahl. Sie hat ehrlich angst vor körperlicher Nähe ob wohl sie nicht viel schwangerer werden kann. Aber was wenn ihm auffällt das ihr Körper sich verändert. "Ich...ähm..." sie blickt zu Blaze der sich ein Getränk nimmt, dann zu den Schülern hinter Chip. "Weisst du ich muss..."
Plötzlich schreit jemand und sie blickt zu dem Jason der in die Luft springt. Sie saugt erschrocken Luft ein. "Was passiert da?"

-------
Viola beobachtet Shane. Der sieht nicht gerade glücklich aus. Schlechte Nachrichten, die er gerade mit seinem Handy erhalten hat? Viola ahnt irgendwie, dass die Nachricht bestimmt von Vero ist. Und wenn nicht, ist das auch egal: Er starrt jedenfalls noch immer auf das Display. Vielleicht ist er jetzt abgelenkt genug. Sie hat noch mehr von Aidarias Tricks parat und beschließt, einfach ihr Glück zu versuchen. Und in der Menschenmenge der Schüler fällt es vielleicht auch nicht weiter auf, dass sie der Auslöser für die Illusion ist. Sie zielt und wirft die Phiole unter seinen Sitz. Die Magie verhindert, dass man das Klirren hört.
Diesmal ist die Illusion anders als die davor. Die Kälte um Shane herum breitet sich schneller aus als beim ersten Mal. Die Illusion hingegen kommt etwas später. Erst langsam baut sie sich auf. Diesmal beginnt es damit, dass mehrere geisterhafte Hände anfangen, sich aus dem Boden zu erheben.

Viola weiß nicht, ob es bei Shane funktioniert. Er ist immerhin selber ein okkultes Wesen. Wenn nicht, müsste sie wohl wirklich Breuer als Opfer wählen.
Shane nimmt außerhalb seines Handybildschirms verschwommen irgendwas wahr was vorher noch nicht da war. Er senkt die Hand und erkennt erschrocken grüne Hände die nach ihm greifen. Ein schriller schrei entfährt seinem Mund, lässt das Handy fallen und mit einem Satz ist er auf dem Stuhl auf dem er vor der Nachricht noch gesessen hat. Erschrocken reisst er sich die Maske vom Kopf und starrt nach unten. Die Finger kriechen die Stuhlbeine hinauf und es überkommt ihn ein Schauer den andere Spüren wenn sie vor einer Spinne oder Maus flüchten. Aber weiter zurückweichen geht nicht, das stellt er just in dem Moment fest, als er an die Stuhllehne kommt und mit samt dem Stuhl nach hinten auf den Boden donnert. Er schlägt sich den Kopf am harten Parket an und der Aufprall verschlägt ihm den Atem so das er einen Moment liegen bleiben muss. Au...

Bea bleibt geschockt stehen, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, als um Shane herum so ein Spuk entsteht. Sie wagt nicht, sich zu bewegen.
Blaze kann von seiner Position beobachten wie Shane auf den Stuhl springt und einen Moment später rücklinks nach hinten auf den Boden kippt. Es kracht und quietscht durch die Halle. Ihm entfährt ein belustigtes Lachen was er sofort unterbindet in dem er die Luft anhält und wartet was jetzt passiert.
Viola starrt Shane an. Mit so einer Reaktion hat selbst sie nicht gerechnet. Shane ist ein Vampir. Was will er auf dem Stuhl? Selbst wenn es eine echte Bedrohung wäre und nicht nur die Illusion hätte er sich doch einfach in die Fledermausgestalt werfen können. Sie kann sich das Grinsen nicht verkneifen. So ein Trottel.

Artjom kommt grade zur Tür herein als Shane schon ab Boden liegt. Um ihn herum kommen Schüler näher. Verhaltenes Gekicher wimmelt durch den raum. Neben Viola kommt er zum stehen. "Gibts schon wieder Schlägerei?" fragt er ein wenig belustigt. Diese Schule hat was. Schön mal nicht derjenige zu sein der Spinde von innen betrachtet. Schön mal auf der neutralen Seite zu stehen.
Viola dreht sich zu Artjom: "Schlägerei? Ich hab Shane nichts getan. Kann nichts dafür, dass der rumspinnt." In diesem Moment löst sich die Illusion auch wieder auf, die leider nur von kurzer Dauer ist. Egal, das war es wert gewesen.

Bea reibt sich die Augen. Es ist nichts gruseliges mehr zu sehen. Wahrscheinlich hat sie sich einfach nur getäuscht. Sie sieht zu Shane und rennt zu ihm. Sie reicht ihm die Hand um ihm aufzuhelfen. "Alles klar? Was ist passiert?"
Artjom hebt die Hände. "Wow. Wer hat das den behauptet." Die Kleine bezieht gern alles auf sich. Das hat er sich schon gedacht als sie so vehement drauf beharrt hat, sie wärs nicht gewesen auf dem Klo. Blaze stellt sich dazu. "Warst du das?" fragt er Viola und dann ist Artjom doch überrascht. Ist er es der ihr gern die Schuld einredet und sie hat das adaptiert? Blaze denkt sich nichts dabei. Artjom ist in der Band und Bandmember sind von Natur aus loyal.

Viola grinst. "Dem Beißer sind vor Schreck wohl die Beißerchen rausgefallen. Das ist besser gelaufen als gedacht." Das sollte Blaze als Antwort ja reichen. Sie dreht sich zu Artjom: "Aber gelogen hab ich trotzdem nicht. Hab ihn nie geschlagen." Schade nur, dass die Ilusion nicht lange Bestand hat.
Shane hört das Gelächter und öffnet die Augen. Er sieht Beas Hand, nimmt sie aber nicht. Sein Rücken tut weh und er will liegenbleiben. Das ist gelogen. Eigentlich will er weg von hier. Langsam richtet er sich auf und fasst sich an den Hinterkopf und das Blut an seinen Fingern reicht aus um ihm den Rest zu geben. Warum passiert ausgerechnet ihm das? Warum er? Was hat er getan? Er sieht Bea unfassbar traurig an, dann verpufft er zu Fledermaus und schwirrt durch ein gekipptes Fenster nach draussen.
Artjom verzeiht das Gesicht. Blaze schaut ihn an als hätte Artjom ihr das unterstellt. "Wer behauptet das?" - "Ich nicht!" antwortet Artjom prompt und tritt zurück. Die Beiden spinnen doch. Er verlässt die zwei, er hat wirklich keine Lust sich noch mehr Anschuldigungen anzuhören die nicht wahr sind. "Bis später." er verlässt die Aula und lehnt sich an eine Wand. Phu... Was für ein Abend.
Blaze misst dem keine Bedeutung zu, schließt die Lücke zwischen sich und Viola und legt den Arm um ihre Schulter. Er greift in die Tasche und öffnet die Hand mit dem Stein darin. Lächelnd hält er ihn ihr hin.
Viola lächelt. "Ich erzähl dir später mal, wie. Wenn nicht so viele potentielle Zuhörer in der Nähe sind.", flüstert sie, während sie den Stein einsteckt. Im Moment hat sie noch keine Idee welche Aufgabe Blaze bekommen wird, aber sie hat ja auch alle Zeit der Welt, sich etwas zu überlegen.

--------
Die alte Leier, Chip hätte es wissen müssen. Der Blick, ihr Ton. Hitze steigt in Chip hoch. "Weich mir nicht schon wieder aus." sagt er ernst. Er hält sie am Arm fest. "Ich brauch dich. Seit Wochen..." Er unterbricht sich, weil Denize mit einem Aufschrei aufspringt. Verwirrt folgt er ihrem Blick und sieht Shane auf einem Stuhl herumtänzeln, umgeben von..Nebelhänden?? What the..? Dann besinnt er sich und dreht Denize am Ellbogen wieder zu sich herum. "Hey, bleib jetzt mal bei uns beiden, ich red mit dir."

Erschrocken darüber das Chip handgreiflich wird, reisst sie sich los und ihr trägerloses Kleid verrutscht. Schützend hält sie sich die Hände vor den Oberkörper und schaut ihn entsetzt an. "Bist du verrückt geworden?!" sofort richtet sie ihr Kleid und macht noch einen Schritt zurück.
"Ja, vielleicht, weil du mich verrückt machst mit deiner Ausweicherei." erwidert Chip lauter als geplant und drosselt dann seine Stimme. "Wie lang willst das Spiel noch trieben?" Er kann sich einfach nicht zurück halten und die Sims um ihn herum sind ihm auch schnurz. "Ist es das für dich? Hm? Ein Spiel?" Er nimmt wieder ihren Arm um sie näher her zu ziehen. Die Verzweiflung über ihre Verweigerung droht die Oberhand zu gewinnen. Seine Gefühle intensivieren sich mit jeder Sekunde, die er ihr nahe ist. Er ringt um Beherrschung.
Die umstehenden bemerkten die kleine Auseinandersetzung und wenden den Blick von Shane ab und zu dem streitenden Paar. Die Neugier auf einen neuen Skandal über den sie sich den Mund zerreissen können treibt sie her wie Zombies die nach frischem Fleisch gieren. Daran muss Blaze denken als Denize' Ruf ihn von seinen eigentlichen Worten ablenkt. Er behält es für sich, küsst Violas Schläfe und lässt sie los. "Jetzt ich." sagt er vorfreudig grinsend und läuft fast schon mit einem Freudensprung hinter die Vorhänge der Bühne.

Viola wirft Chip und Denize einen verwunderten Blick zu, sagt aber nichts. Sie freut sich schon auf was immer Blaze geplant hat. Und was das ist, weiß sie selber noch nicht. Er hat ihr nur gesagt, wo sie nicht sitzen soll, ist jedoch nicht ins Detail gegangen.
Was wäre Halloween ohne ein paar Klischees. Hatte Blaze sich gedacht und sich deswegen so für die Deko in der Aula ins Zeug gelegt. Die schöne verhangene Decke mit den Tüchern aus dem Hauswirtschaftskurs, haben ihren bisherigen Zweck mehr als gut erfüllt. Zeit das auszunutzen. Hinter der Bühne, ist ein Seil befestigt was hinauf zur Decke in der Aula führt und an dem zieht Blaze jetzt mit einem schnellen herzhaften Ruck. Kurz darauf hört er auch schon die Schreie.
Denize kann es nicht fassen. Ja sie ist ihm aus dem Weg gegangen. Es ging immer nur darum, das es ihm schlecht geht, das er sie braucht und er, er, er. Versteht er wirklich nicht dass sie einfach nur ruhe brauchte bei etwas was er nicht ändern konnte. Sie brauchte Luft, musste nachdenken, aber das kümmert ihn gar nicht. Sie möchte auf seine lauten Worte reagieren und dann spürt sie etwas kühles auf ihrer Wangen.
Sie wischt mit den Fingern darüber und schaut darauf. Ehe sie realisieren kann was sie sieht wird sie in dieses Kühle regelrecht getaucht. Übergossen ist das richtige Wort und kurz darauf steht sie wie ein begossener Pudel in mitten der Leute und hat Mund und Augen weit aufgerissen und den Kopf eingezogen.

Die Arme von sich gestreckt und die Hände nach unten hängend, fallen rote Tropfen von ihrem Fingern in die Lache unter ihr. Ringsum wurden alle mit der roten Farbe bespritzt. Es trifft neben Denize vor allem Chip. Die Schüler stieben auseinander, flüchten vor dem was auf den ersten Blick wie Schweineblut wirkt und Denize ergreift die Flucht.

Das ist nicht wahr! Immernoch geschockt, geht sie einfach Richtung Flur und auf die Toilette zu. Dabei tropft sie alles mit roter dünner Farbe voll. Die Nachhilfelehrerin kommt ihr entgegen und sieht sie entgeistert an. Denize ignoriert sie und setzt ihren Weg eisern fort. Lena blickt zu ihr, dann folgt sie der Blutspur in die Aula.
Blaze verschwindet von der Bühne, hält nochmal bei Viola und meint, "Ich bin weg." er zwinkert ihr zu, läuft zu einem der Fenster, öffnet es und springt ins Freie.

Miss Vanya hat die Szenerie um Shane verfolgt. Sie murmelt etwas und aus der Kristallkugel erscheint ein leuchtende Kugel. Diese verwahrt sie in einem Fläschchen und verstaut diese in ihrer Kleidung. Auch ist ihr die Sache mit Blaze nicht entgangen.
-----
Aus den Augenwinkeln hat Chip noch bemerkt, wie Blaze hinter die Bühne verschwindet, denkt aber nicht weiter darüber nach. Er muss das jetzt mit Denize ausdiskutieren, wenn nicht hier, dann irgendwo anders. Es reicht. Als er weiter reden will hört er noch ein seltsames Geräusch, im nächsten Moment sieht er Blutstropfen auf Denize' Wange und dann im wahrsten Sinne des Wortes rot. Sieht und trieft rot, genau wie Denize. Was zur Hölle?! Irgendeine rote Soße ist von der Decke gestürzt und nimmt ihm jede Sicht. Entsetzt reißt er sich die Brille von der Nase und schüttelt sie aus, dass die Tropfen in alle Richtungen spritzen, zieht dann das durchnässte, am Körper pappende Hemd von sich weg, ebenso die Hosenbeine. Dann kommt die Wut. Blaze. Wer sonst? Das wird er büßen! Als er sich aufrichtet sieht er, dass Denize schon auf dem Weg Richtung Toiletten ist. Klar. Angeekelt folgt er ihr. Während er innerlich brodelt und Blaze verflucht, wird ihm plötzlich klar, dass das DIE Gelegenheit ist, allein mit ihr zu sprechen.
Artjom beobachtet Denize die ein wenig Nass wirkt, wie sie aus der Aula kommt und zu den Toiletten trottet. Als Chip ihr ähnlich begossen folgt stösst er sich von der Wand ab und schaut beiden hinter her. Was hat er verpasst? Es folgen noch mehr Schüler die rot gesprenkelt aus der Aula laufen und er fragt sich unweigerlich wo seine Pilzdame eigentlich ist.
Lashawn steht wie erstarrt da. Der Streich von Blaze hat sie großflächig getroffen. Das weiße Leichenbrautkleid ist beschädigt. Die Afroamerikanerin ist in Schockstarre. Fassungslos. Und niemand scheint sich um sie zu kümmern. Langsam betrachtet sie ihre Hände. Durch die Farbe und die Konsistenz sieht es so aus, als würde Blut an ihren Händen kleben. Das Mädchen beginnt zu zittern und sackt auf die Knie. So verharrt sie.

Glücklich darüber, wirklich weit weg genug gesessen zu haben, betrachtet Viola auf das Schauspiel. Es ist zum Glück kein echtes Blut - das wäre Verschwendung gewesen - sondern rote Farbe. Sie hatte schon damit gerechnet, dass jemand nass gespritzt werden würde, aber die Farbe war dann doch eine Überraschung. Als Blaze sich verabschiedet, nickt Viola. Sie folgt ihm. An diesem Streich ist sie zwar unschuldig, aber sie hat keine Lust darauf, aufgrund ihres Rufs von Lehrern befragt zu werden.
Bea, die immer noch neben dem umgekippten Stuhl steht, auf dem Shane vorher saß, starrt entgeistert auf die Szenerie. Sie stand weit genug entfernt, um auch vor den Spritzern entkommen zu sein, aber die Sauerei lässt sie auch nicht völlig kalt. Ob das Blaze war? Er war ja in der Aula am Dekorieren. Wenn ja, kann er das gerne selber sauber machen.
"Igitt!", flucht Tim. Die volle Breitseite der Farbe erwischte zwar Denize und Chip und nicht ihn, aber ein paar Tropfen hat er dennoch abbekommen. Das schöne Kostüm! Hoffentlich kann man das noch rauswaschen! Er eilt zur Toilette.
Ellie hat von der ganzen Farbaktion rein gar nichts mitbekommen, da sie sich draußen befand. Sie umarmt Tani und Nouki zum Abschied. "Naja, ich werd mich dann auch mal aufmachen." Mit diesen Worten geht sie zur nächsten Bushaltestelle, um den Bus nach Evergreen Harbor zu nehmen. Schließlich hat sie ja einen Besuch bei Vero geplant.
Nouki hat Vero schon ewig nicht mehr gesehen und wegen dem Auftritt nichts mit bekommen, kann also auch nichts hilfreiches zum Thema beitragen. "Vielleicht war's ihr einfach zu viel Trubel." antwortet sie kurz. "Also..ich geh wieder rein, vielleicht muss ich der Truppe noch was helfen oder so." Sie lächelt die Freundinnen ein bisschen gezwungen an, winkt Ellie noch und geht mit schnellen Schritten wieder ins Schulgebäude zurück.

Hoffentlich hängt Leon noch irgendwo herum, der Freund erscheint ihr mal wieder als Fels in der Brandung. Drinnen staunt sie nicht schlecht, als sie Denize , triefend voll mit roter Farbe vorbei staksen sieht, Chip direkt hinter ihr, kaum weniger beschmutzt. Gab's ein Drama bei der Theatergruppe? Schnell eilt sie zur Aula und da zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Das ganze Areal vor der Bühne ist mit dieser roten Flüssigkeit bespritzt, als hätte jemand oben Schleusen geöffnet..Jemand? Sie kann sich fast denken wer das war, aber warum hat's dann auch Chip getroffen? Sie sieht sich suchend um. Bestimmt ist Leon auch hier und wollte sehen was passiert ist. Stattdessen trifft ihr Blick auf den von Artjom und für eine Sekunde setzt ihr Herzschlag aus. Soll sie mit ihm auch noch reden? Es ist das reinste Chaos heute, innerlich wie äußerlich. Dann gibt sie sich einen Ruck und geht zu ihm rüber. "Was ist passiert? Das sieht aus wie im Schlachthof hier. Hat das was mit der Theater AG zu tun?" Sie braucht erst neutralen Gesprächsboden, will aber natürlich wirklich wissen wie es zu der Sauerei hier gekommen ist.

Artjom lehnt sich wieder an die Wand und beobachtet die Horde rotgefleckter Zombies die alle auf die Toilette rennen und dort auf ein Hindernis stossen. Die Tür in der Chip grade verschwunden ist, ist wohl verschlossen. Die Schülerinnen klopfen ein paar mal, dann suchen sie sich eine andere Toilette. In seinem Kopf sieht er Chip und Denize sich in der roten Sauce suhlen und sich den Schlamassel gegenseitig vom Gesicht.... Vielleicht ist es keine Farbe, sondern... Tomatensaft? Urg... Naja wer drauf steht. Er hebt amüsiert die Brauen und schaut Nouki an. "Ich weiss nicht." antwortet er. "Habs nicht mitbekommen. Ich glaub nicht das der Anschlag der AG galt." Obwohl er schon darüber lachen müsste wenn es Miss Oberschlau Denize absichtlich erwischt hätte. "Aber es hat die Party gesprengt. Ich glaube heute läuft hier nichts mehr." er hebt freundlich die Mundwinkel. "Brauchst du eine Begleitung nach Hause?" Obwohl sie vorhin so zwiegespalten war, hat er nicht das Gefühl abzublitzen. Immerhin hat er ihr die Sache bereits verziehen.

Kurz ist Nouki unentschlossen. Ihr Blick wandert über die Schüler, aber sie kann Leon nirgends entdecken. Schließlich erwidert sie das Lächeln zaghaft und nickt. "Ja, lass uns gehen, bevor noch mehr Sachen von der Decke stürzen."
Aus dem Spinnt nimmt er seine Jacke und wartet auf Nouki bis sie fertig zur Abreise ist. Er hat kein Problem damit einen Umweg nach Windenburg zu machen. Dann kann er auch einmal sehen wo sie wohnt.

Leon ist nach dem Auftritt von Nouki in die Mensa zurück gegangen. Dort hat ihn die Hauswirtschaftslehrerin aufgehalten. Frau Borowski würde ihn sicherlich mit ihren ganzen Speisen mästen, bis der Sportler kugelrund ist. "Probier das und das", sagt sie immer wieder in ihrem polnischen Akzent. Irgendwann flüchtet der Holzfäller und findet an der frischen Luft seine Ruhe. Er atmet auf. Dann bemerkt er, dass Nouki mit Artjom verschwindet. Verwundert und betrübt zugleich schaut er ihnen nach. Warum hat sich die Freundin nicht von ihm verabschiedet? ... ist doch sonst nicht ihre Art.
---------
Als sie in der Mädchentoilette verschwindet, schlüpft er schnell hinter ihr durch die Tür.. Denize steht am letzten Waschbecken, den Hahn voll aufgedreht und hat ihn noch nicht bemerkt. Er schaut sich suchend um. In der Ecke liegt der schwarze Gummikeil , den der Hausmeister benutzt um die Türen offen zu halten, wenn frisch gewischt ist und der Boden schnell trocknen soll. Perfekt. Chip schiebt das Ding unter die Eingangstür, die damit vorerst blockiert ist und geht zu Denize, die grade das Gesicht unter dem Wasser hat. Der Boden ist blutrot verschmiert, die Wand auch und er selbst zieht eine Spur hinter sich her, die filmreif wäre. Er atmet kurz durch, drückt den immer noch schwelenden Zorn über die Schweinerei weg und legt ihr eine Hand auf die Schulter. Sein Blick fällt dabei in den Spiegel und unwillkürlich entfährt ihm ein Schreckenslaut. Das verschmierte, schwarz-weiße Make up schimmert durch den blutroten Farbfilm in seinem Gesicht, kein Zombie könnte furchterregende raussehen. "Hey, lass dir helfen."

Denize weicht zur Seite aus als Chip näher kommt. Sie will nicht angefasst werden. Jetzt nicht. Der Rand der Waschbecken ist schon ganz rot und sie stützt sich darauf ab und senkt den Kopf so das ein paar nasse lockige Strähnen in ihr Gesicht fallen. "Warum?" fragt sie erzwungen beherrscht ohne ihn anzusehen. Sie spürt dass die Wut die in ihr brodelt nicht normal ist. Sie hebt den Kopf, und sieht ihn an, "Warum hab ich das Gefühl, dass du mich ständig kontrollieren willst?"
ER ist schuld. ER macht ihr ein Scheißgefühl. ER kontrolliert! sie, er, er, er.. Chip tritt einen Schritt zurück und lässt dem Unmut freien Lauf. "Ich kontrollier dich?! Du checkst echt gar nix! Ich kontrollier dich nicht, ich renn hinter dir her wie ein Schoßhündchen, weil du ständig vor mir auf der Flucht bist und dich weigerst anständig mit mir zu reden! Aber klar, mach's dir einfach, hau rein. Chip du kontrollierst mich, du Freak oder was? " Er äfft eine hohe, affektierte Mädchenstimme nach. "Ooh Chip, das macht mir ein schlechtes Gefühl, ich bin sooo sensibel und du bedrängst mich." Er redet sich definitiv in Rage, kann das aber nicht mehr stoppen und will auch gar nicht. "Alter..dann mach mir halt keine Angst und erklär mir einfach was mit uns passiert!"

Seine Laute Stimme tut ihr in der Seele weh. "Hör auf zu schrien!" schreit sie ihrerseits. Sie starren sich einen Moment an. Er scheint zu warten. "Das redest du dir doch ein. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich, verstehst du das denn nicht? Was ist falsch daran?" Sie hat das Gefühl Bauchschmerzen zu bekommen und krümmt sich ein wenig ehe sie sich wieder aufrichtet und ihn anstarrt.
Sie hört nicht auf dasselbe Zeug zu erzählen. Chip funkelt sie an. Wen will sie hier für blöd verkaufen? In ihm tobt eine Mischung aus Schmerz, weil er sie einfach umarmen will, Ärger über dieses Gefühl und Wut darüber, dass sie ihm schon wieder so kommt. "Ach ? Ich rede mir das ein, ja?" Er macht einen kleinen Schritt auf sie zu und sticht mit dem Finger in ihre Richtung. "Du brauchst Zeit für dich und hängst dann mit Nadine herum? Sie stört nicht?"

Chips Freundin wird langsam richtig sauer und laut. Das kennt sie gar nicht von sich selbst. "Nein! Nadine bekifft und betrinkt sich nicht dauernd und ich bekomme von ihr Antworten die nicht vernebelt oder vollkommen belanglos sind! Du wolltest damit aufhören! Schon vergessen!? Aber auf dich achtest du genau so wenig!" Wie soll sie so ein Kind mit ihm großziehen!? Denize ist froh dass er das noch nicht weiss.
---------
Buzz, der noch immer im Musikzimmer sitzt, hat von all dem Trubel nichts mitbekommen. Er wischt sich die Tränen von der Wange und steht auf. Irgendwie hat er keine Lust mehr hier zu sein. Er verlässt das Schulgebäude und läuft nach Hause. Wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland verschwindet er. Lautlos, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Als Tim sein Kostüm so gut wie möglich von den Farbtropfen befreit hat, holt er seine Jacke aus der Garderobe und macht sich direkt auf den Heimweg. Hier hat er nichts mehr zu verlieren, vor allen, da jetzt alles feucht ist. Wenigstens ist die Jacke davon verschont geblieben und trocken und warm.
--------
Durch ihre Kristallkugel kann Allegra das Ausmaß der Verwüstung in der Aula sehen. Sie gibt zu: Der Schüler hat es raffiniert und gut geplant, vorbereitet und umgesetzt. Aufgrund des Halloween-Gedankens, der auch Schabernack, Streiche und wie ihre Illusion Angst und Panik zulässt, hat sie sich nicht in die Situation eingemischt. Jedoch ... als sie die Gesichter einiger Schülerinnen sieht ... besonders in derer, die einen Schock erlitten haben ... seufzt die Hexe laut. Ihre Magie ist für diesen Abend am Limit. Diesmal kann sie keinen Zauber anwenden, um für 'Heilung' oder Ordnung zu sorgen. Diesmal sind die Schülerinnen auf sich gestellt. Wieder klopft es an Kaleas Tür. "Herein", ruft sie. Es ist Kaplan, der hereinschreitet. "Wir haben ein ... Problem." Er wirkt sehr ernst. Die Rektorin steht auf. "Was ist passiert?" Kaplan deutet an, dass sie ihm folgen soll. Die beiden Erwachsenen kommen zur Aula. Jetzt erst wird der Frau das Ausmaß des Streiches vor Augen geführt. Sie hält sich die Hand vor dem Mund. Das darf nicht wahr sein ..., denkt sie sich.
Bea läuft nun zu Lashawn. "Oh verdammt!" Sie legt der Afroamerikanerin tröstend eine Hand auf die Schulter. "Weißt du was, ich leihe dir meine Jacke aus, und wir schauen mal, ob wir die Farbe noch rauskriegen." Die Jacke ist noch in der Garderobe, aber so muss Lashawn nicht mit feuchten Sachen rumlaufen.
Die Schülerin zittert am ganzen Laib. Ihre Augen starren auf die Hände. Sie vernimmt Beas Stimme nicht sofort.
"Lashawn?", fragt Bea nun etwas lauter. Sie legt nun ihre zweite Hand auf die Schultern. Es ist ihr egal, ob ihre Hände nun von Farbe beschmiert sind. Sie wiederholt ihren Satz mit der Jacke nun etwas lauter.

Endlich scheint die Angesprochene aus ihrer Trance zu erwachen. Ihre Augen füllen sich mit Tränen und weinend drückt sie sich in Beas Arme und schluchzt laut.
Bea umarmt Lashawn. Eigentlich ist sie ohne Spritzer davon gekommen, doch durch die Umarmung ist ihr eigenes Kostüm jetzt natürlich ebenfalls rot befleckt. Doch das kümmert Bea nicht. Lashawn ist jetzt wichtiger.
In dieser Haltung findet Kalea die Schülerinnen vor. Kaplan sieht sich um und schüttelt nur den Kopf. Weitere Lehrkräfte stoßen hinzu. Darunter auch Milena, die entsetzt aufschreit. Die Rektorin geht auf Lashawn und Bea zu. "Ihr Lieben, seid ihr verletzt?", fragt sie besorgt.
"Ist nur Farbe!", sagt Bea und dreht sich zur Rektorin. "Aber Lashawn wurde voll getroffen!"
Die Genannte schluchzt weiterhin herzzerreißend in Beas Armen. Der Anblick bricht Kalea das Herz. Sie sieht zu ihren Kolleginnen. "Kaplan, bitte bringe die beiden Mädchen heim." Der Aufgeforderte nickt. "Kommt. Es wird wieder alles gut." Er nimmt Lashawn hoch und trägt sie auf den Armen hinaus. Als nächstes prüft die Rektorin, ob es weitere traumatisierte Jugendliche gibt oder gar Verletzte. Auch andere Lehrerinnen folgen ihrem Beispiel. Zum Glück scheint niemand verletzt zu sein. Schließlich ballt Kalea die Faust. Entschlossen sucht sie ihr Büro auf. Über die Lautsprecher lässt sie ausrufen: "Mit sofortiger Wirkung wird die Halloween Nacht an unserer Schule als Beendet erklärt. Lasst euch von euren Eltern abholen. Falls dies nicht möglich ist, kommt bitte in mein Büro. Wir finden eine Lösung. Euch allen eine gute Nacht und gute Heimreise." Danach zückt sie ihr Telefon und ruft Nael an. Auf spanisch sagt sie klar und deutlich: "Komm bitte sofort an die Schule. Es ist dringend." Das gleiche macht sie mit Peter. Ihr ist es unangenehm die beiden Männer aus dem Bett zu klingeln. Jedoch hat diese Angelegenheit nun höchste Priorität.
Während sich Tani nach der Ansage auf den Heimweg macht, setzt sich Nael schnell in seinen Wagen und fährt los. Es scheint ernst zu sein. Was ist wohl passiert?
Bea holt ihre Jacke aus dem Spind und legt sie über Lashawn. "Soll ich heute mal mit zu dir kommen?", fragt sie, "dann muss Herr Coskun nur eine Richtung fahren." Sie würde ihre Mutter natürlich informieren.
Leon, der den Ausruf mitbekommt hebt die Augenbraue. Verwunderung und Neugier packen ihn. Er geht ins Gebäude und läuft an den verschiedenen Sims vorbei. Schließlich sieht er, was in der Aula geschehen ist. Er sieht sich um und schnaubt verachtend. Er wird schließlich von Milena aufgefordert nach Hause zu gehen. Er schüttelt den Kopf und fragt, ob er helfen kann. Jedoch erklärt ihm die Polin, dass sich alles regeln wird und er nach Hause soll. Nickend verlässt der Sportler nun auch das Schulgelände und fährt mit dem Rad heim.
Lashawn ist kaum ansprechbar. Der Sportlehrer sagt schließlich: "Ich fahre euch erstmal zu dir Bea. Vielleicht kann deine Mutter ihr helfen." Sie steigen ins Auto ein und fahren nach Sulani.
---------
Vernebelt und vollkommen belanglos?! Geht's noch? Die Worte treffen mitten ins Herz, der Pegel steigt, die Hitze flutet jetzt regelrecht durch Chip hindurch. "Ah, danke!" sagt er sarkastisch." Und Blaze? Kann der auch tolle Antworten geben oder vielleicht noch mehr? Hm? Befriedigt ER alle deine Bedürfnisse?"
"W-was?" Hat er grade angedeutet das sie möglicherweise fremd geht? Sonst noch was? "Spinnst du jetzt total? Wir haben Schulsachen besprochen für seinen Auftritt und... Er hat mich wenigstens nicht gelöchert an dauernd!“

"Schulsachen, klar." Chip rollt mit den Augen. "Und deshalb hängt deine Jacke bei ihm und er schreibt solche songs wie den heut. Wen willst du verar***en?" Er imitiert Blaze tiefe Stimme: "Tolle Show." Dann affektiert: "Nichts so toll wie deine." Seine Augen blitzen zornig. " Er löchert dich nicht? Vielleicht muss er das nicht, weil du dich ihm an den Hals wirfst." Sein Atem geht jetzt stoßweise, während der ganz Frust der letzten Wochen hochgespült wird, und in einer einzigen Schlammlawine über Denize zusammen schlägt.
Er unterstellt ihr das wirklich und mit voller überzeugung! Geschockt und böse zu gleich starrt sie ihn an, es rinnt immernoch rote Farbe aus ihrem Haar in ihr Gesicht und sie sieht wahrhaftig aus als wäre sie grade in der Schule mit einer Axt amok gelaufen. Den Ärger über die Jacke überspielt sie. Blaze hatte sie ihr bringen wollen, hat es aber nie getan und das ist die Folge. Ganz toll! "Jetzt hör aber auf!" Oh nein. Wenn er wirklich davon ausgeht sie hätte mit Blaze, dann... Oh Gott. Nein... "Ich hab nichts mit ihm! Ich hab mit überhaupt niemandem was! Warum bist du so besessen von der Vorstellung?! Kiff und sauf doch noch mehr!" sie tippt sich an die Stirn um ihm vorzuführen wos bei ihm spukt.

Chips Ton trieft vor Sarkasmus und nur mühsam unterdrücktem Zorn. "Ja, du bist plötzlich Nonne geworden! Da kenn ich aber anderes von dir." Die Erkenntnis, dass das der Vergangenheit angehört, lässt ihn wieder aufbrausen. "Vielleicht habt ihr gesoffen und du weißt gar nichts mehr. Ist nichts Neues! Du kriegst ja nix mehr mit weil sich alles nur noch um dich dreht, ich bin nicht besessen!, ICH weiß wovon ich rede, ICH sauf schon lang nix mehr weil.."
Seine Worte beginnen in Denize Kopf zu hallen und verhallen während ihr gleichzeitig das Bild vor Augen geführt wird, dass er sie verlässt weil er denkt sie erwartet Blaze' Kind. Es gibt keine andere Möglichkeit, wenn sies ihm jetzt nicht erklärt, dann wird sich das zu einer Abwärtsspirale bewegen und sie wird ihm das nie wieder erklären können.
"...ich dich betrogen hab!"
"Ich bin schwanger!"

Die Schreie prallen gefühlt hundertfach von den gekachelten Wänden ab, werden zurückgeworfen, mischen sich zu immer neuen Echos, explodieren in seinem Kopf, während der Rest von Chips Körper von einer Taubheit erfasst wird, die ihn bewegungsunfähig macht. Wie vom Donner gerührt steht er da. Sie starren sich an, während der Raum sich mit unheilvoller Stille füllt, nur unterbrochen vom leisen 'dap, dap' der Kunstbluttropfen, die vom Waschbecken und ihren Kleidern auf den verschmierten Boden tropfen.

Alles ist Stillstand, keine Gefühle , keine Gedanken, kein atmen. Watte. Dann passiert alles auf einmal. Er schluckt, schnappt nach Luft, , dreht sich um, kickt den Keil unter der Tür weg, reißt sie auf und läuft los. Durch die versprengten Schüler, rutscht auf dem glitschigen Boden, hält sich an irgendwelchen Jacken, rennt weiter und stürzt sich durch die Eingangstür ins Freie. Immer weiter in die Nacht, ohne Ziel und Richtung, bis er irgendwo stoppt und sich keuchend und würgend in die Büsche übergibt.

Die Tür fällt ins Schloss und Denize weiss nicht wie ihr geschieht. Nicht nur dass genau das eingetreten ist was sie so befürchtet hatte - er verlässt sie - nein, er setzt auch noch einen drauf. Ihre Beine wollen nicht mehr, sie sinkt auf die Knie, die Hand weiterhin am Waschbecken und beginnt zu zittern.

Nadine gehört zu den Umstehenden die einige Spritzer abbekommen haben und auch zu denen die auf die nächste Mädchentoilette wollte, aber nicht konnte weil die Tür klemmte. Also ging sie mit den meisten einen Stock höher. Die Farbe war recht dünn, weswegen sie auch so weit gespritzt ist, aber ist dadurch auch noch einigermassen auswaschbar. Sie ist sauer. Es gibt nur einen der so eine Scheisse abzieht. Sie verlässt wütend die Toilette und macht sich auf die Suche nach Denize, kann sie aber nicht finden. Die Ansage, das die Party vorbei ist, kam schon. Auf dem Weg nach unten sieht sie einen Rotgetränkten Chip aus der Toilette stürmen und verschwinden. Sie sieht ihm nach und öffnet die Tür zu dem WC was vorhin noch versperrt war. Da trifft sie der Schock. "Denize!" ruft sie und läuft zu ihr hin. Sie weint jetzt hemmungslos und bekommt kein Wort heraus als Nadine sie fragt was passiert ist. Sie lässt sie weinen.
(In Zusammenarbeit mit simscat2, KFutago89, Spatz, murloc)
Shane, Ellie - nächster Post
Tania - nächster Post
Artjom - nächster Post
Nouki geht nach Windenburg
Bea - nächster Post
Viola, Blaze - nächster Post
Chip geht nach Oasis Springs Nr.11 - Familie Töpfer
Lucia - nächster Post
Denize - nächster Post
Nael - letzter Post
Charaktere: Nael, Milena, Lena, Carolina, Peter, Kalea, Allegra
Titel: Notsitzung im Rektorat
Schließlich finden sich im Büro der Rektorin folgende Beteiligten wieder: Rechtskundelehrer Nael, Hauswirtschaftslehrerin Milena, Nachhilfe Lena, Musiklehrerin Carolina, Vize-Rektor Peter und Kalea. Sie beginnt die Notsitzung mit den Worten: "Danke, dass ihr alle so schnell hier sein konntet."

Peter Heidemann hatte eigentlich seinen freien Tag heute, doch er beeilt sich, der Notsitzung beizusitzen. Er trägt eine Zombie-Halloweenverkleidung. "Sorry, ich war bis eben noch mit meinem Sohn auf einer Trick or Treat - Runde.", sagt er entschuldigend wegen seines Outfits. "Worum geht es?"

"Lieber Peter, tut mir Leid, dass ich dich von deinem Event mit deinem Sohn wegholen musste." Kalea steht hinter ihrem Pult und wirkt sehr angespannt. Wenn nicht sogar ungewohnt ... wütend. "Heute Abend, an dieser Halloween Feier hat sich in der Aula ein inakzeptable Vorfall ereignet. Nael und Peter haben es noch nicht gesehen, aber der Rest von euch. SO ... habe ich mir die Festivität nicht vorgestellt! ... Die Aula ist ein einziges Schlachtfeld. Nicht nur die Schüler*innen wurden damit beschmutzt, ... die Farbe ist überall. Böden, Wände, Stühle, Bühne, Equipment ...", führt Kalea das Gespräch fort.
Carolina nickt. "Das ging wirklich zu weit. Ein kleiner Spaß hier und da ist ja nicht so schlimm. Aber Farbe auf Schüler schütten? So habe ich mir Halloween ebenfalls nicht vorgestellt."
Milena fasst sich an den Kopf. "Einfach entsetzlich! Das dauercht Tage bis ich daas geputzt haabe!" Die Rektorin schaut zur Köchin. "Du putzt da gar nichts! Das kommt gar nicht in die Tüte!"
Lena hält die Hände vor sich verschränkt und hört schweigend zu. Sie hatte die Aufsicht im Flur und sie ist unglaublich froh dass das nicht dort passiert ist.
Entrüstet schaut Nael zwischen seinen Kollegen hin und her. Er kann gar nicht verstehen, wie sich so etwas ereignen konnte. "Das hört sich für mich nach Sachbeschädigung an. Weiß man schon, wie es dazu kam?"

"Einer der Schüler hat eine Falle in die Aula eingebaut.", erklärt Carolina. "Und die dann losgehen lassen. Wer hat denn die Aula dekoriert, weiß das jemand?" Sie war mit der Theater-AG beschäftigt und weiß nicht, welcher Schüler für welche Dekoration zuständig war.
Lena beobachtet schweigend. Sie denkt an den Hausmeister der wahrscheinlich genau wie Milena den Schock seines Lebens erhalten hätte. Der Mann tut ihr wirklich leid, wenn er am Montag in die Schule kommt und das vorfinden muss.
"Diese Frage kann uns nur eine beantworten", kündigt Kalea an. Sie sieht auf eine freie Stelle im Raum. "Allegra, wir brauchen dich!", ruft sie. In sekundenbruchteil erscheint aus einer Rauchwolke die Hexe. "Ihr habt gerufen, Miss Kalea!", sagt die Zauberin ehrfürchtig. "Ja. Du hast sicher eine Idee, wem wir dieses Chaos in der Aula zu verdanken haben." Die Gefragte nickt. "So ist es!"
Gespannt beobachtet Nael die Magierin. Für ihn hört sich das alles nicht mehr nur nach Sachbeschädigung an, sondern mutwilliger Zerstörung. Eine Straftat, der nachgegangen werden muss.
Gespannt dreht Peter den Kopf zu der Magierin. In der Schule, in der er vorher unterrichtet hat, gab es niemanden, der der Magie fähig war, doch mittlerweile hat er sich daran gewöhnt, dass Allegra sich manchmal neben einem materialisiert. Anfangs hatte er noch größere Probleme damit.

Lena hat da schon so einen Verdacht. Es gibt einen Schüler, der regelmäßig bei ihr Nachsitzt während sie andere in der Nachhilfestunde betreut. Er ist nicht der Einzige der hin und wieder nachsitzt aber mit abstand der häufigste Gast in ihrem Klassenzimmer. Sie mag falsch liegen, aber ihr Bauchgefühl traut das sonst keinem anderen Schüler zu.

Die Hexe atmet durch und hebt dann ihre Hände nach vorne. Ihre offenen Handflächen materialisieren einen Kugel. Sie murmelt etwas in einer unbekannten Sprache und in der Kugel zeigen sich Bilder. Wie ein Film zeigen sie wie Blaze den Streich ausführt und augenzwinkernd mit den Worte: "Ich bin weg." verschwindet.

Das Licht der Kugel schwindet und diese löst sich auf. Die Hexe seufzt und muss sich setzen. "Heute warch es sehrch viel ...", sagt sie erschöpft.

"Sullivan... ja das sieht ihm ähnlich!", grummelt Peter. Auch bei ihm im Unterricht zeigt sich der Junge eher selten bis gar nicht von seiner besten Seite.
"Er muss zur Rechenschaft gezogen werden. Wir können das nicht einfach so dulden und lediglich mit Nachsitzen oder Ausschluss vom Unterricht bestrafen." Nael ist alles andere als begeistert. Seine Wut muss er unterdrücken. Wenn er Rektor wäre, würde es scharfe Konsequenzen geben.
Lena rollt mit den Augen. Sie hat es geahnt. Vor kurzem lag er noch in Toiletten, ausgeknockt, und schon wenig später baut er wieder den selben Mist wie zuvor. Sie hat in seiner Akte gelesen, aus Neugier. Diese ist alles andere als rein. Er hätte öfter sitzen bleiben müssen als das eine mal. Aber aus irgend einem Grund ist er das nicht. Lena weiss nicht was in der alten Schule diesbezüglich schief lief. "Was liegt denn so drin an Bestrafungen?" fragt Lena Nael. "Rein Rechtlich gesehen."
Kalea hört aufmerksam zu und möchte den Kolleg*innen zunächst Raum zum Sprechen geben.
Milena sagt ganz klar: "So ein böserch Juunge ..." und fügt noch was in polnisch hinzu, was ihren Unmut widerspiegeln soll.

"Laut dem Paragraphen 303 des Strafgesetzbuches steht Freiheits- oder Geldstrafe im Raum." Der Anwalt schüttelt sauer den Kopf. "Das ist doch nicht das erste Mal, dass wir mit Sullivan Ärger haben. Ich für meinen Teil wäre für die Bezahlung des gesamten Schadens und einen Verweis von der Schule. So einen Schüler können wir nicht weiter dulden!"

"Gut gesprochen!", mischt sich Peter ein. "Dann lernt er es hoffentlich mal. Auch wenn ich das bezweifel." Aber wenn der Junge von der Schule fliegt, muss das ja nicht mehr sein Problem sein.
Kalea, deren Zorn in ihr rumort, nickt zustimmend. "Ich denke wir alle sind uns einig ... hier wurde eine Grenze überschritten. Und es müssen jetzt Konsequenzen folgen." Sie sieht zu Nael. "Wie stehen die Chancen, dass Herr Blaisdell für den Schaden aufkommen muss?"
Dann sieht sie in die Runde. "Und welche Konsequenzen sollen wir noch folgen lassen? Ich bin", Kaleas Blick verfinstert sich, "für JEDE Idee offen!"

Nael räuspert sich. "Sehr gut. Außer er will seinen Sohn im Knast sehen." Nachdenklich legt er seine rechte Hand ans Kinn. "Die Blaisdells haben doch Geld, nicht wahr? Ich denke, das sollte das geringste Problem sein."
Die Antwort von Nael gefällt Kalea.
Milena meldet sich zu Wort und sagt: "Wirch lasse ihn putzen alles!"
Auf Milenas Vorschlag hin schüttelt Nael jedoch nur den Kopf. "Ich denke nicht, dass das viel bringt. Wir sollten einen Reinigungstrupp auf Kosten von Sullivans Vater bestellen lassen, damit wir die Aula schnell wieder herrichten können. Sullivan könnte allerdings andere Arbeiten vollrichten, z.B. Müll auf dem Schulhof einsammeln oder unserem Hausmeister helfen."
Kalea winkt ab. "Das ist zwar eine richtige, erzieherische Maßnahme ... aber ich glaube nicht, dass dies was bringen wird. Dafür kenne ich seine Akte zu gut." Sie wird das Gefühl nicht los, dass ihre liberale Haltung als Freischein für Unfug verstanden wurde und somit der jetzigen Situation damit Nährboden gegeben hat.

Peter nickt. "Das Geld wird den Blaisdells leider auch nicht weh tun. Da haben sie zu viel von. Aber zumindest können wir uns dann die Reinigung finanzieren."
"Dann bleibt ja nur Übernahme der gesamten Kosten und ein Rauswurf. Sind alle dafür?", fragt Nael überschwänglich.
Kalea denkt nach. "Es gibt noch eine Möglichkeit", dabei sieht sie zu Miss Vanya. Die Hexe schaut auf und seufzt. "Sicherch", antwortet sie knapp.
Neugierig sieht Carolina zur Hexe. Sie kennt sich in Sachen Recht zu wenig aus und hat sich daher im Gespräch etwas zurück gehalten, doch diese Möglichkeit, die Kalea erwähnt, hat sie neugierig gemacht. "Welche Möglichkeit denn?", fragt sie daher.

Lena schaut mit ihren verschränkten Armen auf. Wollen sie es ihm mit gleicher Münze heimzahlen? Ihr Blick wandert zu Nael. Ist das Rechtens?
Kalea steht auf und schaut ihre Kolleginnen an. "Dafür müsste ich etwas ausholen. ... Wie ihr sicher alle aus Erzählungen oder Überlieferungen wisst, besitzen Hexen oder Zauberer unterschiedlich starke, magische Kräfte. ... Allegra hat mir vor Halloween erzählt, dass ihre Kräfte an zwei bestimmten Tagen des Jahres am größten sind. An der Walpurgisnacht und heute an Halloween. Daher habe ich sie gebeten, wenn sie es für passend findet, den Jugendlichen ein unvergessliches Halloween zu bescheren. Ein Halloween, an das sie sich gerne erinnern. ... Jedoch ist jetzt das Gegenteil eingetreten ..."

Dann wendet die Rektorin ihren Blick auf Allegra zu. "Gibt es in der okkulten Welt Regeln, die wir in keinem Fall missachten sollten?" Die Gefragte atmet durch und erklärt: "In magische Welt wirch Hexen dürchfen mit Magie keine Wunden heilen, Tote wiederchbelebe oderch das Wesen von Sims verändern. Das sein nicht so gut und wird bestraft." Die Zuhörerin erwidert: "Aber im Rahmen dieser Regeln dürfen wir uns frei bewegen?" Die Hexe nickt. Lächelnd sieht Kalea zu den Kolleg*innen. "Was haltet ihr davon, wenn wir Sullivan durch einen Zauber vor Augen führen, welchen Schaden sein Handeln verursacht hat? In einer Form, dass er nachhaltig was lernt?"
An der Ethik zweifelnd verzieht Lena das Gesicht. Ist das wirklich nötig? Ein Schulverweis und die Kosten für den Schaden zu tragen, sind angemessene Bestrafungen. Wenn er weg ist, ist er nicht mehr das Problem der Lehrerschaft hier und er wird keinen Abschluss machen. Das wird ihn vielleicht heute nicht ärgern, vielleicht auch nicht morgen, aber irgendwann wenn er älter ist. Spätestens wenn ihm Türen versperrt sind die er nur mit einer anständigen Schulbildung durchqueren kann. "Wie traumatisch wollt ihr es denn gestalten...?" fragt die Nachhilfelehrerin sarkasmusgeschwängert. Klar, wenn er jetzt was draus lernt würde er vielleicht nicht in eine verbaute Zukunft steuern, aber ganz ehrlich? Das ist doch nicht ihr Problem.

"Also, ich bin der Meinung, dass ein Rauswurf die bessere Möglichkeit ist.", mischt sich Peter ein. "Sullivan hatte schon genug Chancen. Er will es einfach nicht einsehen. Er wird es auch nach dem Rauswurf nicht einsehen, aber das ist dann nicht mehr unser Problem." Dann fügt er noch dazu: "Und natürlich kommt die Geldstrafe ja auch noch hinzu." Es ist deutlich, dass der Lehrer Sullivan nicht wirklich leiden kann.
Carolina steht Sullivan zwar neutraler gegenüber als ihr Kollege, aber sie sieht ein, dass der Streich in der Aula wirklich zu weit ging. Ein Rauswurf wäre da schon gerechtfertigt. "Also ich denke auch, dass wir auf einen Zauber verzichten sollen.", sagt sie nur.
Ein Blick auf die Uhr lässt Kalea zur Vernunft kommen. "Ihr habt sicherlich recht. Es ist spät und solche schwerwiegende Entscheidungen sollten nicht in einer Hauruck Aktion entschieden werden. ... Das Konsequenzen folgen müssen, steht außer Frage. Ich bin für eure Argumente und Sichtweisen dankbar. Wir vertagen die Sitzung auf den nächsten Tag. In der großen, gemeinsamen Runde treffen wir dann eine gemeinsame Entscheidung. Wäre dies in eurem Sinne?"

Lena nickt. Es ist eine gute Idee darüber zu schlafen. Sie schaut auf ihre Uhr. "Ja. Tut mir Leid." entschuldigt sie sich für die forsche Haltung von eben. "Es ist spät. Ich werd auch nochmal darüber nachdenken."
"Einverstanden.", sagen Peter und Carolina fast gleichzeitig. Sie sehen sich an. Wenn die Situation nicht so ernst wäre, hätte Carolina einen Spruch wie "Zwei Dumme, ein Gedanke!" oder sowas in der Art rausgehauen, doch das ist in dieser Situation nicht angemessen. Und so belässt sie es dabei.
Nickend sieht Kalea zu Allegra. "Würdest du uns noch einen letzten Gefallen tun?" Die Hexe kann sich denken, worum es geht und nickt. Die Rektorin sagt also: "Dann schlaft gut, erholt euch und dann sehen wir uns morgen mit frischer Energie wieder. Miss Vanya, sie dürfen." Die Hexe hebt ihre Hand und sagt: "Bibbidi Babbidi Bu"

Und schon verschwinden alle Anwesenden in Rauchwolken und finden sich jeweils in ihrem eigenen Zuhause wieder. Für die Sitzung, die über Sullivans Strafe entscheidet, werden alle Lehrer*innen von Kalea benachrichtigt.
(In Zusammenarbeit mit @Ripzha @KFutagoh89 @Spatz )
Bella - letzter Post
Hannah, Jose - letzter Post
Ort: Brindleton Bay - Brindleton Highschool
Charaktere: Alle Lehrer
Geschichtsstrang: Sullivans Strafe
Lena findet sich wie besprochen in der Schule ein. Auf dem Weg ins Lehrerzimmer kommt sie an den Farbspuren vorbei die die Schüler auf dem Weg zur Toilette hinterlassen hatte. Sie nimmt ihr Handy und dokumentiert alle Farbspuren mit Fotos. Die Aula lässt sie auch nicht aus. Die Farbe ist jetzt dunkler, da sie trocken ist und der Raum wirkt noch viel düsterer. Getrocknetes Blut wird auch dunkel...
Sie betritt das Lehrerzimmer und setzt sich. Die halbe Nacht lag sie wach und hat drüber nachgedacht was in einem jungen Sim vor sich gehen muss damit er solche Ideen bekommt. Wahrscheinlich zu viel TV und Filme. Die Dusche mit dem Schweineblut ist aus Carry von Stephen King und es würde sie wundern wenn er die Geschichte gelesen statt in einer Flimmerkiste gesehen hat. Dennoch ist es höchst verwunderlich, denn auch die arme Carry im Film leidet sichtlich. Wie kommt es, dass er Sympathie für die Antagonisten hat. Soviel dass er sie nachmachen will? Sie legt die Füsse auf den Tisch und lehnt sich nachdenklich zurück. Der Film ist darauf ausgelegt Carry zu sympathisieren und nicht die gemeinen Schüler. Irgendwas läuft doch schief bei ihm. Sie denkt über den Schulausschluss nach der ihm im späteren Leben eine lehre sein wird. Oder... oder statt ihn ganz rauszuwerfen könnte man.... ja man könnte ihn doch zu der neuen Lehrerin schicken. Die Psychologin. Sie sollte ihn begutachten und entscheiden ob es sinnvoll ist ihn da zu behalten und wenn er sich weigert dann fliegt er. So oder so. Das wäre eine vorbildliche Maßnahme die die Schule in ein verantwortungsbewusstes Licht rückt. Lena würde es außerdem interessieren was seine Eltern dazu sagen. Als die Tür aufgeht, erschreckt Lena sich und nimmt schlagartig die Beine vom Tisch. Räuspernd setzt sie sich gerade hin und streicht als hätte man sie ertappt über ihre Oberschenkel die Hände trocken. Dann lächelt sie den Ankömmling an.
"Hallo Lena.", begrüßt Nael seine Kollegin mit einem Lächeln, auch wenn der Grund der Zusammenkunft keineswegs zum Lachen ist. Zuhause hat er vergleichbare Fälle von Sachbeschädigung in Schulen verglichen und ist weiterhin für einen direkten Schulverweis. Sogar ein Prozess wäre in seinem Sinne.
Er setzt sich gegenüber der Kollegin und schaut auf die Uhr. Gleich sollten auch die anderen Lehrer erscheinen.
"Na, wie gehts dem bestausehendsten Lehrer auf der Brindleton High?" fragt sie und grinst ihn belustigt an. "Konntest du schlafen?"
Mit einem Grinsen erwidert er: "Nun, wie es einem so gehen kann, nach solch einer Nacht. Geschlafen habe ich nicht viel, aber ausreichend, um fit zu sein. Und du? Hast du dir noch viele Gedanken gemacht?"
Lena lehnt sich auf den Tisch vor und streicht mit dem Zeigefinger über eine Rille in der Tischplatte. "Ja irgendwie schon..." seufzt sie und sieht auf, "Irgendwas muss doch passiert sein, dass dieser Junge keinerlei schlechtes Gewissen hat. Ich habe darüber nachgedacht ob er nicht zu einem psychologischen Befund verdonnert werden sollte."
In diesem Moment betritt Carolina Evens das Lehrerzimmer. Die letzten Worte von Lena hat sie noch mitbekommen. "Ihr redet von Sullivan?", hakt sie nach. Aber von wem sollte denn sonst die Rede sein?
Kurz darauf treffen der Konrektor, Bella Greentail, das Ehepaar Garcia-Klein, die Kunst-, sowie Chemielehrerin, der Sport- und Biolehrer, die Schulköchin in den Sitzungsraum ein. Kalea folgt daraufhin selbst. Alle begrüßen sich gegenseitig freundlich.
"Sind alle anwesend?", fragt die Rektorin in die Runde.
Lena kommt nicht dazu Caro zu antworten, da alle grade eintrudeln, sie wirft Nael ein lächeln zu und lehnt sich zurück bis alle Platz genommen haben.

Ein schneller Blick zeigt, dass alle Sims der Bitte von Kalea gefolgt sind. "Danke, dass ihr alle gekommen seid." Sie sieht zu ihrem Spanischlehrer und Milena, winkt Allegra anschließend zu sich. "Hilfst du bei der unkomplizierten Kommunikation?" Die Hexe nickt und spricht einen Zauber aus. Damit ist gewährleistet, dass alle Sims die Worte des Anderen ohne Sprachbarriere verstehen können.
"Also ... wir haben uns heute hier eingefunden, um uns über die Maßnahmen zu einigen, bezüglich verwüstete Aula und Täter Sullivan Blaisdell. Gibt es vorab Fragen?"
Lena hebt die Hand. "Wurden seine Eltern schon benachrichtigt?"
Kalea schüttelt den Kopf. "Bisher nicht. Dies wird nach unserer Sitzung passieren."
Fiore hebt die Hand. "Was ist genau passiert?" Der Biolehrer wird daraufhin kurz aufgeklärt, was vorgefallen ist.
Bella hört ebenfalls zu. Sie erinnert sich nun an Lashawn. Das ist ihr also passiert!
Kaplan, der mit verschränkten Armen sitzt, sagt direkt: "Das was an Halloween passiert ist, war mehr als unsportlich. Dafür muss der Täter die rote Karte gezeigt bekommen."
Jasmin schweigt. Sie findet den Umstand furchtbar.
Carolina sieht in die Runde: "Der letzte Stand war ja, dass er rausgeworfen werden soll und es eine Geldstrafe gibt, um die Renovierungskosten für die Aula zu decken. Ist das auch weiterhin der aktuelle Stand?"

Nael fällt mit einem lauten "Ja" in das Gespräch. José bestätigt das. "Er muss bestraft werden, alles andere würde dazu führen, dass sich andere Schüler daran ein schlechtes Vorbild nehmen."
Lenas Kopf geht hin und her und verfolgt die Sprechenden. Sie steht auf, und geht zu einem der verschlossenen Aktenschränke wo sie einen Ordner herauszieht. Sie setzt sich wieder. "Es ist auf keinen Fall normal. Gestern war ich sehr wütend und dann dachte ich an seine Akte." Sie schiebt die Kopie - das Orignal befindet sich gut verstaut in Kaleas Büro - in die Mitte der Tische. "Er kam schon öfter mit solchen Streichen durch und er wurde auch schon mal von einem Schulpsychologen untersucht. Das ist allerdings schon länger her. Ich denke so ein Mass an Unverantwortlichkeit hat einen Grund. Wir können ihm Helfen oder wir schieben ihn ab. Andere Möglichkeiten sehe ich aktuell nicht."
Fiore nimmt den Gesprächsfaden auf. "Aus pädagogischer Sicht sollten wir in Erwägung ziehen eine angebrachte Maßnahme zu finden. Ich schließe mich Lena an, dass wir ihm helfen sollten."
Peter wirkt zwar nicht gerade begeistert, doch er sieht ein, dass es vielleicht auch andere Lösungen gibt als nur einen Rausschmiss. Und wenn sich Sullivan danach besser benimmt, war es das auf jeden Fall auch wert. Einen Versuch ist es vielleicht wert mit dem Schulpsychologen. "Ich stimme zu.", sagt er daher.

Milena schnaubt. "Dies sein böser Junge ... Ich am liebsten ihm gebe Ohrfeige! Gute alt Methode. Klappt immer!" - "Nein, das unterlässt du bitte", mahnt Kalea sie.
Bella grinst bei Milenas Aussage. Doch Kaleas Widerspruch gegen diesen Vorschlag ist wohl die richtige Entscheidung.
Die Rektorin sieht zu Nael, dann zu seiner Mutter. "Ich denke mal, dass der Sachschaden sicher und klar darlegbar ist und wir in diesen Punkt wahrscheinlich alle der gleichen Meinung sind, dass die Kosten der Familie Blaisdell auferlegt werden können. ... Wir hast du Sullivan als Vertrauenslehrerin wahrgenommen?"
Unterdessen wirft Allegra ein: "Vielleicht wir solle bedenke, Junge ist Wolf und kein Schaf ... Habe gesehe in Kristallkugel ... Mobbing Problem auch von ihm kommt." Kaplan springt darauf an. "Ich könnt so kotzen ... Mobbing ist einfach nur abartig. ... Wenn der das auch macht, dann will ich den nicht mehr auf andere Schüler loslassen. ... Lieber, ich nehm den Vergleich, den Wolf verjagen als die Schafsherde von dem fressen zu lassen."
"Stimmt, Vero hat ihn auch erwähnt.", erwidert Carolina, "als sie mit mir über Mobbing sprach. Und Viola hat sie als Namen auch noch genannt."
Lena sieht zu Kalea die sie sehr selten wütend erlebt. "Wegen Shane? Ich weiss nicht ob wir ihnen das allein anhängen können." sie versucht den Jungen und auch die Vampirin nicht unbedingt zu schützen aber wenigstens Gerecht zu denken.
"Nein, wohl nicht. Es sind nicht nur Viola und Sullivan. Irgendwie hat gefühlt die halbe Schule Shane irgendwann mal "Beißer" genannt.", gibt Carolina zu bedenken. "Und Joe Dark hat ihn auch noch angreifen wollen."
Allegra spricht Lena an. "Nein ... Junge nicht allein sein Problem ... viele Jugend sein Problem. Wolf sein einer von vielen."
"Wenn ich da an Lashawn Flores denke ... so einen gelähmten Sim vom Schock habe ich lange nicht mehr gesehen. ... Müssen wir am Ende die Lämmer wegsperren um die Wölfe laufen lassen zu können? ... Einfach absurd!" Für den Sportlehrer ist ein Rauswurf definitiv die effektivste Lösung.

Beim Thema Lashawn meldet sich Bella zu Wort: "Aber ja! Kaplan hat Lashawn zu mir gebracht, gemeinsam mit meiner Tochter Bea. Die arme brauchte wirklich eine freundschaftliche Unterstützung. Zum Glück ist Bea alles anderes als eine Mobberin und sie konnte Lashawn etwas trösten. Aber auf Dauer müssen wir das Mobbingproblem wirklich lösen. Die arme Lashawn ist ja nicht nur Sullivan ausgesetzt. Auch Leyla ist gerne mal dabei."
Fiore hingegen argumentiert: "Die Kids sind alle in der Pubertät. Vergesst das nicht. Habt ihr euch alle in deren Alter richtig verhalten? ... Hormonchaos, Umgebung, Sozialkontakte, alles formt den Sim in der Pubertät sehr stark. Das dürft ihr nicht außer acht lassen."
"Das tun wir ja nicht.", meldet sich Peter Heidemann zu Wort, "aber es gibt nun einmal Sachen, die einfach zu weit gehen. Hormone hin oder her. Wie z.B. das mit der Aula."
Fiore schmunzelt. "Du willst nicht wissen, was ich in meiner Jugend alles gemacht habe." Dann wird der Biolehrer ernst. "Aber ich verstehe deine Sichtweise. Der Sachschaden ist und bleibt ein Sachschaden, der behoben werden muss."
Nael und José sind weiterhin einer Meinung. "Bei all dem Ärger können wir hier auch nichts mehr ausrichten. Wenn in der Akte schon steht, er war bereits bei einem Psychologen, dann sind diese Mittel bereits erschöpft.", sagt der Ältere. "Ich für meinen Teil wäre ja sogar für einen Prozess. Nur so kann er endlich seine Konsequenzen erhalten und hoffentlich draus lernen. Wir müssen auch an die anderen Schüler denken." Nael ist sich seiner Meinung sicher. Doch dann kommt auch Hannah zu Wort. "Also, Sullivan ist ein schwieriger Fall. Aber ich bin eher für eine letzte Chance. Geld klar, die Strafe muss sein, aber bei einem psychologischen Gespräch könnten noch weitere Hilfsmaßnahmen für sein Umdenken erfolgen. Und sollte das auch nichts bringen und es passieren wieder solche Unannehmlichkeiten, dann können wir ihn immer noch rauswerfen." Doch José schüttelt den Kopf. "Nein, das wird nicht helfen. Der Fall ist eindeutig." Hannah schaut ihren Mann gar nicht erst an, sondern sieht zu Kalea. Die Eheleute hatten bereits Zuhause diesbezüglich eine umfangreiche Diskussion und waren sich letztlich einig, dass sie uneinig sind.

"Ich finde das mit der Schulpsychologin auch eine gute Idee.", sagt Carolina, "So geben wir ihm noch eine allerletzte Chance. Sollte das nicht klappen, fliegt er dann." Peter nickt. "Ich hätte nichts dagegen, ihn direkt rauszuwerfen, aber wenn die Schulpsychologin vorher mit ihm reden soll, ist es mir auch recht."
„Wir können auch dem Vater ans Herz legen einen Psychologen zu konsultieren.“ sagt Lena, „Sollte die Mehrheit dafür sein ihn zu suspendieren.“ Sie ist immer noch der Meinung das wird ihm nicht gut tun, ihn von der Schulpflicht zu befreien, ist aber Zwiegestalten was der junge Mann wirklich verdient hätte.
Kalea seufzt. "Ich bin trotz der verschiedenen Meinungen froh, dass wir diesen Fall gemeinsam besprechen. Es wird, nach meiner bisherigen Erfahrung, kein reines schwarz/weiß geben. Wir werden immer gezwungen sein in Graustufen zu denken. ... Mir liegen alle Schülerinnen am Herz. Ich bin die Letzte, die einem Sim keine Chance mehr gibt. Ich glaube generell an das Gute in einem. ... Jedoch ... müssen wir diese Situation auch nutzen, um Grenzen aufzuzeigen. Daher würde ich noch einen Punkt einbringen, bevor wir zur Abstimmung kommen. ... Dieser wäre: würdet ihr es als notwendig erachten, wenn wir mit Allegra eine Hexe an unserer Seite wissen, ihre Zauberkraft nutzen, um benachteiligte Schülerinnen zu schützen? Oder haltet ihr dies für überzogen?"
Fiore schüttelt den Kopf. "Ich halte nichts davon, die Kids in Watte zu packen. Sie müssen lernen mit Konflikte umgehen zu können. Daher ein klares Veto von mir zu diesem Vorschlag."

"Wir sollten das Problem lieber an der Wurzel packen.", stimmt Carolina Fiore zu, "Es bringt wirklich nichts, jeden in Watte einzupacken, wenn das Mobbing an sich dann trotzdem noch bestehen bleibt."
Lena denkt darüber nach. Auch wenn es heldenhaft klingt die benachteiligten Schüler zu schützen, was ist wenn sie die Schule abgeschlossen haben und in die Welt ohne Magie kommen wo keiner sie mehr beschützt. "Vielleicht sollten wir einfach das Vertrauensprogramm atraktiver aushängen, damit die Schüler sich bei Hannah melden. Sie kann mit sicherheit dafür sorgen, dass die Schüler ein besseres Gefühl haben und auch aufzeigen was sie tun können wenn es ihnen schlecht geht. Dann helfen die Schüler sich selbst und lernen was dabei." Lena lächelt sanft. "Wir sollten abstimmen wer dafür ist den jungen Blaisdell zu suspendieren und wer ihm noch eine Chance geben will."
Kalea signalisiert Lena, dass sie gern vorab die restlichen Meinung hören möchte, bevor es zur Abstimmung kommt.
"Also, meine Meinung wisst ihr ja schon.", sagt Peter. "Ich glaube nicht, dass ein psychologisches Gespräch irgendetwas bringt und würde ihn am liebsten direkt suspendieren."
Carolina sieht zu Kalea. "Ich finde schon, dass die Psychologin vorher gesprochen werden sollte.", sagt sie, "Auch wenn das die letzte Chance ist, die wir ihm geben. Und eine Geldstrafe muss es aber so oder so geben."
"Ja, die Geldstrafe gehört dazu!", stimmt Peter zu. "Unabhängig davon, ob wir die Psychologin hineinziehen oder nicht."
Bella nickt. "Bei der Geldstrafe stimme ich euch zu. Was die Psychologin betrifft, bin ich mir aber noch nicht sicher. Ich überleg das noch etwas."
Die Garcia Männer sind sich weiterhin einig. Sullivan muss von der Schule fliegen und die gesamten Kosten tragen. Trotzdem hält Hannah an ihrer Meinung fest und lässt sich nicht beirren. "Ich wäre auch für eine Aufarbeitung des Vertrauensprogramms. Ich denke, es gibt viele Schüler, die gerne mit mir sprechen würden, sich aber nicht trauen. Und wie ich schon sagte, eine letzte Chance sollte er noch haben." José verdreht die Augen und schüttelt dabei den Kopf. Ärger im Paradies.., denkt sich Nael. Gut, dass ich getrennt von meinen Eltern gefahren bin.

Kaplan und Allegra sind der Ansicht, dass der Junge eine Gefahr darstellt und die Schule verlassen sollte. Fiore hingegen bleibt bei seiner Meinung mit der Pubertät und dem Reifeprozess, der normal ist. Jasmin schweigt und Milena hört einfach zu, da sie weiterhin denkt: Eine Ohrfeige schadet nie.
Damit hat die Rektorin alle Meinungen, Argumente und Sichtweisen rangetragen bekommen. Somit kann sie die Abstimmung einleiten.
"Bitte hebt alle eure Hand, die dafür sind, dass Familie Blaisdell für den Sachschaden, der entstanden ist, vollumfänglich aufkommen muss."
Kaplan, Fiore, Jasmin, Milena, Allegra halten ihre Hand hoch.
Auch alle drei Garcias sind sich zumindest hierbei einig und heben die Hand.
Lena hebt die Hand. Auch Bella, Peter und Carolina heben die Hand.
"Damit wird dieser Punkt als einstimmig gezählt und mit Naels Hilfe, werde ich alles diesbezüglich in die Wege leiten. ...
Kommen wir nun zu Sullivan Blaisdell selbst. Zuerst: Wer ist dafür, dass der Junge die Schule zu verlassen hat?"
Kaplan, Allegra und Milena heben ihre Hand hoch.
Auch Peter meldet sich.
"Okay, zweite Möglichkeit: Sullivan bleibt auf der Schule und muss sich einem psychologischen Gutachten stellen, welches über sein Bleiben oder sein Gehen entscheidet?"
Jasmin, Fiore und sogar Allegra heben die Hand hoch. Lena hebt die Hand.
Carolina meldet sich. Und auch Bella hat sich mittlerweile entschieden und meldet sich ebenfalls.
Kalea schaut in die Runde. "Damit ist der 2. Vorschlag per Mehrheitsentscheid angenommen und wird von allen Lehrkräften mitgetragen. ... Ich hätte zu Sullivan noch eine Sache: Wer ist dafür, dass der Junge, unabhängig vom Gutachten, eine Strafarbeit absolviert. Z.b. für einen festgelegten Zeitraum die ganzen Toiletten säubern oder in der Kantine aushelfen soll oder dergleichen."

Kaplan, Milena, Allegra, Jasmin, Fiore heben ihre Hände hoch.
Lena hebt die Hand.
Die Garcias heben ihre Hände.
Peter erhebt seine Hand und auch Bella und Carolina folgen seiner Meinung schnell und heben ebenfalls die Hand.
Nickend zieht Kalea als Fazit: "Damit ist dieser Vorschlag als einstimmig angenommen. Über das Maß der Strafarbeit reden wir gern im Anschluss. ... Gibt es von eurer Seite aus noch Dinge, die wir besprechen sollten?"
"Ich hab nichts", sagt Peter. "Ja, das wichtigste Thema haben wir jetzt. Es gibt auch andere Schüler, die nicht unbedingt nett sind, aber keiner von denen hat die Aula zerstört.. nur Sullivan.", fügt Carolina hinzu.
"Und je nachdem was das Psychologengespräch ergibt, könnte Sullivan doch noch von der Schule verwiesen werden.", erwidert José. "Erstmal warten wir ab!" Hannah hat einen bestimmten Unterton in ihrer Stimme. Nael fängt so langsam an sich für die Zickerei seiner Eltern fremdzuschämen.
Fiore sagt schließlich: "Welches Strafmaß würdet ihr als angemessen empfinden? ... Wir sollten bei der Vorgeschichte bedenken, dass die Strafe einem Lerneffekt erzielen sollte." - "Sorry Fiore", mischt sich Kaplan ein. "Er sollte was machen, was a) keine Freude bereitet und b) wo er nicht den nächsten Blödsinn anstellt."
"Er könnte Erwyn unter die Arme greifen nach der Schule. Da ist er unter Aufsicht." wirft Lena ein.
"Das ist ein guter Plan.", stimmt Carolina zu. "Ich selbst hätte keine Aufgabe für ihn."
"Das wäre er bei Milena in der Kantine auch. Nicht wahr", entgegnet Kaplan belustigt. Die Genannte grinst diabolisch. "Oh ja ... Böser Junge komme zu mir ..."
Bei der Vorstellung, wie die polnische Mama den Jungen zurechtweist, kann sich Kalea ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Auch Bella und Peter hätten keine Aufgaben für Sullivan, und so sind sie froh, wenn andere Lehrer etwas haben, das sie ihm auflasten können.

Kalea fragt schließlich in die Runde: "Also, welche der Strafarbeiten sollen wir umsetzen und für wie lange?"
"Es muss sich schon lohnen!", sagt Peter bestimmt.
"Vorerst, so lange er an der Schule bleibt." sagt Lena, "Ich weiss nicht wie lange die Psychologin braucht aber wenn er suspendiert wird, können wir sowieso nicht mehr damit rechnen das er auftaucht." folgert sie.
"Das ist richtig", stimmt die Rektorin ihr zu.
"Ich bin dafür, dass Milena sich dem Burschen zur Brust nimmt. Allein das mitzuerleben ... wäre doch auch für uns ein Spaß", feixt Kaplan ungeniert offen.
Lena mustert die Köchin. Ihre eigenen Nachsitzstunden bringen nichts mehr, da war er schon oft und oft auch nicht obwohl er sollte. Sie nickt. "Küchendienst wenn Milena in brauchen kann und sonst putzen mit Erwyn. Ich weiss nicht... wie oft in der Woche ist legitim?" sie blickt zu den Anwälten.
Die Polin haut raus: "In meiner Heimat wir arbeiten hart. Du musst bringe gute Leistung. Ich bringe böser Junge bei. Zeit is egal. Ob 1 Monat oder 3 oder 10 ... egal."

"Sei ruhig streng mit dem Burschen!", feuert Peter sie an, "Er hat es verdient."
Fiore ist skeptisch, ob das zum gewünschten Ziel führt. Er schweigt jedoch.
"Dreimal die Woche sollte schon drin sein.", schlägt Nael vor. "Oder jeden Tag!", erwidert sein Vater.
Allegra schließt sich José an. "Jede Dag sein gut."
Lena teilt den selben Blick wie Fiore. "Gibts da nicht irgendwelche... Kinder...arbeits... rechts... gesetze oder sowas? Ich habe gelesen sein Vater geniest hohes Ansehen. Er sollte mit seinen Anwälten nicht die Schule verklagen."
Schnell korrigiert sie sich und hebt die Hände gen Nael, "Nicht das ihr, da nicht gegen an kommt, also... ich..." sie presst entschuldigend lächelnd die Lippen zusammen.
"Die Strafe muss im Verhältnis stehen. Wir müssen sowieso mit Sullivans Vater sprechen und die Konsequenzen erklären. Ich denke wir finden eine Einigung mit ihm." José ist sich dessen sehr sicher.
Milena steht schließlich auf. "Ich hole Tee. Mit gute polnische Kekse. Klein Moment." Mit diesen Worten verlässt sie die Gesprächsrunde und kommt wenig später mit einem Tablett bestückt mit Teekanne, Tassen und dem Gebäck wieder. "Da ... für alle genug sein." Sie teilt das Geschirr auf und gießt jedem Tee ein.
Carolina liebt Kekse, vor allem die von Milena. Sie bedankt sich und greift munter zu.
Lena schaut auf die Uhr. "Wann soll er benachrichtigt werden?" fragt sie.
Kalea, die gerade einen Schluck Tee genießt antwortet: "Ich würde die Familie direkt nach unserer Sitzung kontaktieren. Mit unseren Anwälten möchte ich mich bezüglich der Wortwahl noch abstimmen."

Die Uhr im Blick behaltend nickt Lena. "Tut mir wirklich Leid, ich habe noch einen Termin. Braucht ihr mich noch für etwas wichtiges?"
„Haltet mich auf dem Laufenden, ja?“ sagt Lena lächelnd, „War ein gutes Gespräch.“ ergänzt sie während sie in ihre Jacke schlüpft und die Tasche nimmt. „Bis… bald zusammen.“ sie stibitzt sich einen Keks und zwinkert Milena dankend zu, ehe sie das Lehrerzimmer verlässt.
Peter blickt zu den Garcias. Ist eigentlich ein interessanter Beruf, so ein Anwalt. Wenn er nicht Lehrer und Konrektor geworden wäre, hätte das ebenfalls eine berufliche Laufbahn für ihn sein können. Aber er sieht es eher als Alternative, als dass er seine eigene Entscheidung bereuen würde. Ein wenig gespannt ist er ja trotz allem, wie sich die Sache entwickeln würde.
"Vielen Dank für die Kekse, Milena!", bedankt sich Hannah. José steht auf und holt seine, als auch die Jacke seiner Frau. Eisig hilft er ihr in den Mantel, auch sie spricht kein Wort mit ihm, lediglich ein knappes "Gracias" geht über ihre Lippen. "Einen schönen Tag noch!", verabschiedet sich die Vertrauenslehrerin und geht mit ihrem Mann schweigend zum Auto.
Nael bespricht sich noch mit Kalea. Er erklärt ihr, was sie am besten zu Sullivans Vater sagen kann. "Alles Weitere klären wir dann im persönlichen Gespräch hier. Da wird mein Vater auch dabei sein. Aber bis dahin so wie besprochen. Kurz und knapp."

Die Sitzung endet mit unterschiedlichen Nachwirkungen bei den Beteiligten.
Jedoch kennen nun alle den Fahrplan. Kalea berät sich kurz mit Nael, dann geht sie in ihr Büro, um die Familie Blaisdell zu kontaktieren.
Es klingelt in der Leitung.
Eine männliche leicht gestresste Stimme nimmt ab: "Hallo?"
"Hallo. Hier ist Kalea Fernández, Schulleiterin der Brindleton Bay Highschool. Spreche ich mit Herrn Blaisdell persönlich?", die Anruferin ist freundlich am Telefon.
Sie kann ein kurzes seufzen hören. "Am Apparat.."

"Sehr schön. ... Herr Blaisdell, ich möchte es kurz halten: Es gab in der Schule einen Vorfall, an dem Ihr Sohn verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um erhebliche, mutwillige Sachbeschädigung am Halloween-Event an unserer Schule. Nach Rücksprache mit dem schulischen Rechtsbeistand, werden wir nun die nötigen Schritte einleiten. Dies bedaure ich zutiefst. Selbstverständlich sind Sie herzlich dazu eingeladen, sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Beschädigung zu machen. Dass Sullivan an diesem Umstand schuldig ist, steht aktuell zweifelsfrei fest. Gerne dürfen Sie sich dazu äußern und jederzeit in meinem Büro vorsprechend werden." Kalea ist ernst und konsequent in ihrer Ausführung.
Sachbeschädigung? Schon wieder? "Was genau hat er getan...?" fragt Irving beherrscht.
"Die komplette Aula ist durch sein tun beschädigt. Böden, Wände, Ausstattung. Es sollte wohl ein Halloween-Streich sein, der allerdings eine Grenze überschritten hat. Und wir reden NUR von der Sachbeschädigung, Herr Blaisdell." Die Sprecherin bleibt ruhig, dennoch weiterhin ernst.
"Ich Entschuldige mich für meinen... Sohn..." meint Irving zurückhaltend. "Von was für Schritten sprechen wir? Schadensersatz? Kein Problem.."
"Richtig. Wir reden einerseits von Schadensersatz in voller Höhe des Sachschadens. Außerdem möchte ich mit Ihnen über weitere Konsequenzen bezüglich Sullivan sprechen", erwidert Kalea.
"Was schwebt Ihnen vor?"

"Nun, Herr Blaisdell ... uns, damit meine ich das komplette Kollegium, den Rechtsbeistand und mich eingeschlossen, schweben folgende zwei Punkte vor: 1) Ihr Sohn wird den kompletten Winter bei unserer Lehrerin Frau Borowski in der Küche und im Catering helfen. Das ist quasi seine Strafarbeit für sein Fehlverhalten. 2) Parallel ist es erforderlich, dass Sullivan regelmäßig, und hierbei sprechen wir von mindestens einmal in der Woche, bei unserer Schulpsychologin ist, damit diese ein Gutachten über ihn erstellt. Sein Verhalten in beiden Fällen wird darüber entscheiden, ob Sullivan für die Schule tragbar bleibt oder fliegen wird. Dies muss in aller Deutlichkeit gesagt werden. Sind Sie mit diesen Schritten einverstanden, Herr Blaisdell?", führt Kalea detailliert aus.
Es wird einen Moment still auf der anderen Seite der Leitung. "Sicher. Sie werden wissen was angemessen ist." Seine Stimme klingt neutral.
"In Ordnung. Ich danke Ihnen für die Kooperation. Sie werden in den nächsten Tagen ein Schriftstück zur Angabe des Sachschadens und der Höhe der Schadenssumme erhalten, die ein Gutachter ermitteln wird. Falls Sie weitere Fragen haben, dürfen Sie mich jederzeit kontaktieren. Ich wünsche Ihnen, trotz dieser Angelegenheit, einen schönen Tag und bedanke mich für das Gespräch", schließt Kalea das Telefonat mit diesen Worten ab.
"Danke für den Anruf..." zwingt Irving sich zu sagen, "Ich werde dafür sorgen, dass er seine Strafe antritt... auf Wiederhören."

Damit endet das Telefonat zwischen Irving und Kalea. Erleichtert atmet die Rektorin auf. Sie ist zuversichtlich, dass diese Schritte alles zum Gute führen werden.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89, @Spatz und @Murloc)
Nael - nächster Post
Hannah, José - nächster Post
Kaplan, Fiore, Peter - nächster Post
Bella - nächster Post
Artjom - letzter Post
Nouki kommt von Windenburg
Ellie - letzter Post
Ort: Brindleton High
Charaktere: Ellie, Jadyn, Artjom, Nouki
Titel: Mensageschichten
Ellie wartet in der Schlange der Essensausgabe. Sie hat bereits Hunger, doch noch sind so viele Leute vor ihr an der Reihe. Sie beobachtet gedankenverloren die Schüler, während sie wartet.

"Das klingt ja echt nervig." Ein Gespräch, irgendwo hinter Ellie, schwappt zu ihr nach vorn.
"Ach, eigentlich war's ganz witzig.", entgegnet die kleine Asiatin ihren Klassenkameraden. "Die meiste Zeit hat er sich gut benommen. Ich glaube, er war dankbar, dass ich mit ihm los bin."

"Wieso lassen deine Eltern ihn nicht allein gehen? Er ist doch kein Baby mehr."

"Was weiß ich? Eltern eben." Die Kurzhaarige zuckt mit den Schultern. "Was dauert das denn so lange heute?" Sie reckt ihren Hals und versucht an den Schülern vor ihr vorbei zu schauen, kann aber nichts erkennen.
"Hey, Blauschopf!", ruft Charlie nach vorn, "Kannst du sehen, wo es stockt?"
Ellie dreht sich in die Richtung des Gesprächs. Die Kids, die sich unterhalten, hat sie schon mal gesehen. Sie sind in der Parallelklasse. Vor allem die Kurzhaarige mit den bunten Haaren ist durchaus auch auffallend. Doch die Namen kennt sie nicht. Gerade, als sie sich wieder umdrehen will, wird sie angesprochen. "Dürfte bald soweit sein.", sagt Ellie, nachdem sie die Lage gecheckt hat, "Nur noch ein paar Leute vor uns."
"Danke.", nickt die Asiatin ihr zu und widmet sich wieder den Klassenkameraden.

Nach ein paar Minuten hat Ellie tatsächlich ihr Tablett. Sie sieht sich um, an welchen Tischen noch Platz ist und setzt sich schließlich hin.
Von ihrer Clique ist noch keiner in der Mensa angekommen, und so setzt sich Ellie vorerst an einen leeren Tisch.
Wenig später zieht die Asiatin mit ihren zwei Begleitern an Ellie vorbei. "... irgendwie süß, oder?"
"Woher soll ich das wissen?", fragt die Kurzhaarige und setzt sich einen Tisch weiter und beginnt gleich, zu essen.

Im selben Moment nähert sich ein Junge aus der selben Klasse. Abwesend hält er das Tablet in der einen Hand, während er mit der anderen im Handy herumwischt. Er stößt gegen einen der Stühle, gerät ins Schleudern und bevor er reagieren kann, landet sein Handy auf dem Tisch und nur knapp neben Karlottas Teller. Sein Tablett purzelt von der anderen Hand, dreht sich in der Luft und die gesamte Malzeit verteilt sich direkt vor Ellie. Der Saft schleudert ihr entgegen und klatscht laut auf ihren Oberkörper.

Schallendes Gelächter hallt durch die Mensa. Der Schüler steht erschrocken da und starrt Ellie an. "Los, Lamon, gib ihr dein Shirt!", ruft jemand von hinten.
"Whoa!" Ellie ist erschrocken. Das Essen des Jungen ist auf dem Tisch verstreut. Wenigstens das hat sie - bis auf ein paar Kleckse - nicht getroffen. Doch der Saft ist schon schlimm genug. "Pass doch auf!", sagt Ellie genervt und versucht sich das nasse Shirt mit Servietten abzuwischen. Leider ohne großen Erfolg. Das nasse Papier reißt und nun hängen noch Papierkrümel an ihrem Shirt.

Viola sitzt mit einem Getränk in der Ecke. Sie musste nicht anstehen, um ein Tablett zu bekommen. Getränke gibt es einfach im Automaten und als Vampirin ist sie nicht auf Essen angewiesen. Doch sie bekommt die Szene um Ellie mit, sagt jedoch nichts dazu. Sie ist nur froh, dass der Typ nicht bei ihr aufgetaucht ist um sie zu nässen.
"Oh, Sh... Das ... tut mir ...WAHNSINNIG leid!" Der Tollpatschige macht einen Schritt auf das Mädchen zu und beginnt, die Dinge auf dem Tisch zusammen zu stellen. "Hast du was zum Wechseln dabei? Man, das ist mir echt unangenehm. Ich bin am Stuhl hängen geblieben und ..." Er schnauft unbeholfen. "Ich hab noch ein Shirt im Spind. Das kann ich dir geben, wenn du was brauchst. Ich meine, so willst du ja bestimmt nicht den ganzen Tag rumlaufen..." Er presst die Lippen zusammen und blinzelt mit seinen hellen Augen. Normalerweise ist er nicht so ungeschickt.

Ellie sieht den Jungen nun etwas genauer an. Sie glaubt ihm, dass es keine Absicht war. "Ja, das wäre nett mit dem Shirt.", sagt sie daher.
"Okay, ja natürlich." Jetzt findet er sein Lächeln wieder. "Komm mit, ich gebs dir dann." Eilig geht er los, bleibt nach zwei Schritten stehen und dreht sich zu ihr herum. "Also, das Shirt meine ich. DAS gebe ich dir. Oh, man...", er lacht leise und schüttelt den Kopf.
Ellie muss selber grinsen. Irgendwie ist ihr der Junge sympathisch mit seiner Tollpatschigkeit. Zumindest ist das ihr erster Eindruck von ihm. "Das will ich doch hoffen, dass du das Shirt meintest.", sagt sie grinsend.
Als sie im Flur ankommen, geht er zielstrebig auf seinen Spind zu. "Du siehst echt scheisse aus.", betrachtet er den Fleck. Dann schließt er lachend die Augen und korrigiert sich: "Der Fleck ... sieht scheisse aus. Ich schwöre, ich bin eigentlich nicht so ein Trottel.", lacht er sie nun an. "Jadyn heiße ich. Nur für den Fall, dass du dich über mich beschweren willst."
Er öffnet den Spind und wühlt in einer der Taschen herum und zieht schließlich ein sauberes schwarzes Shirt heraus und hält es ihr hin.

Ellie betrachtet den Jungen. Warum ist er so nervös? Sie tut doch niemandem was. "Ja, schon kapiert.", sagt sie. "Danke für das Shirt, Jadyn. Ich bin Ellie. Ich geh mich kurz umziehen." Sie macht einen kurzen Abstecher ins Mädchen-WC, wo sie ihr nasses Shirt auszieht und in den Rucksack stopft und das schwarze Shirt überzieht. Der Junge ist ein ein bisschen größer als sie selbst, aber das Shirt passt trotzdem ganz gut. Und es ist trocken.

Als sie zurück kommt, steht Jadyn immer noch da. Aber es hat ja auch nicht lange gedauert, kurz das Shirt zu wechseln. "Hoffen wir mal, dass mein eigenes Tablett noch da steht. Ich war noch nicht fertig mit essen.", sagt sie und muss dabei irgendwie grinsen.
"Vielleicht kann ich dich zur Entschädigung einladen. Wenn du Zeit hast. Auf einen Snack oder was auch immer du magst. Und... verstehe das bitte nicht falsch, aber ich würde natürlich für die Reinigung bezahlen." In Gedanken hört er seine Mutter auf ihn einreden, was sich gehört als anständiger Sim.
"Ich glaube, damit sollte eine normale Wäsche auch schon fertig werden. Ist ja nur Saft.", meint Ellie schmunzelnd, "Aber die Einladung nehme ich gerne an."

"Dann lass mich einfach wissen, wann und wo." Er macht eine fragende Geste in Richtung Mensa.
Ellie betritt die Mensa wieder. Ihr eigenes Tablett steht nicht mehr auf dem Tisch. Es wurde mit abgeräumt, als der Tisch abgewischt wurde. Allerdings stehen zwei frische neue Tabletts da, so dass gleich für Ersatzessen gesorgt wurde. "Was für ein Service.", freut sie sich und bedankt sich bei der Köchin, die dafür gesorgt hat.
"... Ja das kann ich mir vorstellen." sagt Artjom zu Nouki auf dem Weg in die Mensa. "Es gibt ein schwedisches Forschungsprojekt, nennt sich Meowsic. Die untersuchen was die Laute von Katzen zu bedeuten haben und ob sie Dialekte sprechen."

Artjom lächelt Nouki an. Artjoms Unnützes Wissen Nummer 47. Er stellt sich mit ihr in die Schlange an der Essensausgabe und wartet bis Dave mit der Köchin abgeklärt hat, was alles im Essen drin ist und ob es gut für seinen Körper ist.
"Dialekte?" wiederholt Nouki amüsiert, während sie ihr Tablett ein wenig weiter rückt, nachdem Dave endlich in Richtung Tische verschwunden ist. Man kann's echt auch übertreiben. Wahrscheinlich ernährt er sich eigentlich hauptsächlich von diesen Proteinshakes und diskutiert hier nur herum, um Eindruck zu schinden.

"Vielleicht sollten sie lieber erforschen, warum Sims zu dumm sind die Körpersprache dieser Tiere zu lernen, dann bräuchten die sich nicht extra die Mühe machen, miauen zu lernen für uns." Sie wählt ihr Essen, nachdem Artjom ausgesucht hat und sieht ihn schelmisch an. "Schön, dass DU mich immer verstehst." und ich mich genau deshalb so wohl fühle mit dir Nouki schmiegt sich kurz an ihn, bevor sie sich zum Raum umdreht und den Blick über die gut besuchte Mensa wandern lässt. Schließlich bleibt sie an Ellie hängen, die sich gerade mit einem ihr unbekannten Jungen an einen der Tische setzen will. Hm.. Das ist ja interessant.

Ja, das tu ich. lobt er sich selbst und folgt dem Blick von Nouki. Und um vorherigen Gedanken zu bestätigen: "Sollen wir uns zu Ellie setzen?" Eine von Noukis Freundinen, die bei Artjom weniger ins Gewicht fällt. Er hat ihr mal in Simlisch einen Stift geborgt, das war bisher die einzige relevante Interaktion mit ihr. Mit dem Jungen der bei ihr ist, hat er noch weniger am Hut. Er ist neugierig und nutzt diesen Blick um Nouki freundlich fragend anzusehen.
Überrascht, dass er ihr mit dieser Frage zuvor kommt, nickt Nouki lächelnd. Es ist schön, dass er auch ihren Freundinnen gegenüber aufgeschlossen ist. Der Gedanke an Tani streift sie kurz, wird aber sofort wieder verdrängt. Das war damit nicht gemeint. Zielstrebig steuert sie den Tisch an. "Hi ihr zwei, habt ihr noch Plätze frei?" fragt sie heiter. Ihre Neugier siegt über den kurz aufploppenden Gedanken, ob sie hier womöglich eher stören.
Ellie sieht zu Nouki. "Für dich ist doch immer Platz!", grinst sie. Auch für Artjom ist noch genug Platz, also hat sie nichts dagegen, wenn auch er sich setzt. "Für euch ist noch Platz, natürlich!"

"Hi,", lächelt Jadyn den Schülern entgegen und rückt ein Stück zur Seite, um Platz zu machen. "Seid ihr alle in der selben Klasse?", fragt er dann in die Runde.
Artjom setzt sich lächelnd hin und schiebt das Tablett vor sich zurecht. Er zwinkert Ellie zu, die sie beide eingeladen hat sich zu setzen als kleiner Dank und sieht den neuen Schüler an. "Ja, ich bin Artjom. Du bist neu hier. Parallelklasse?" Er stellt es mehr fest, als zu fragen. Offensichtlich war er heute Morgen nicht mit ihnen in Mathe.
"Also, bevor du mir das T-Shirt durchnässt hast, habe ich dich aber zumindest noch nicht häufig gesehen.", lächelt Ellie.
"Ja. Jadyn. Aber so neu bin ich eigentlich nicht.", schmunzelt der Brunette. "Sind immerhin schon zwei Jahre in Willow Creek."
"Das ist länger als ich." entgegnet Artjom freundlich. ""Ach mist." ärgert Artjom sich gespielt und grinst, "Ich dachte schon ich werde den Titel des 'Neuen' endlich los. Wo warst du in der Zwischenzeit?" Er betrachtet den etwa gleich grossen Typen.
"Ich schätze, ich habe die Jahre in der Klasse gesessen und den schlechtesten Plan ausgebrütet, euch unauffällig kennen zu lernen.", lacht der Angesprochene amüsiert.

Ellie grinst. "Ja, ganz ausgereift war der Plan wohl wirklich nicht. Immerhin habe ich jetzt dein trockenes Shirt."
Nouki, die ein wenig lustlos in ihrem Salat herumstochert, überlegt ob ihr der Junge irgendwann mal begegnet ist, kann sich aber nicht erinnern. Sie sieht zu Ellie und bemerkt das erwähnte Shirt, dass ihr ein wenig zu weit und zu lang ist. "Was war denn der Masterplan, der dich das gute Stück gekostet hat?" fragt sie dann Jadyn amüsiert, mit der Gabel auf Ellies Oberkörper weisend.
"Masterplan...", wiederholt Jadyn kichernd. "Darauf kommst du nie. Ich hab nicht geguckt, wo ich hinlatsche und der Stuhl hat mir dreisterweise ein Bein gestellt." Er betont die Worte, als wäre es die spannendste Grusgeschichte, die ein Sim je gehört hat. "Daraufhin verlor ich das Gleichgewicht. Das Tablett...", er macht eine verheißungsvolle Pause und schaut die Runde mit großen Augen an, "landete direkt auf dem Tisch. Es war bereit zum Angriff und schoss eine Ladung Saft ab... Direkt auf das wunderschön saubere Shirt deiner Freundin." Betroffen schüttelt er den Kopf. "Es war furchtbar. Sie hatte keine Chance."

"Ja, und mein Shirt hatte erst Recht keine Chance!", vervollständigt Ellie die Erzählung, "bis Jadyn sich todesmutig dazwischen gestellt hat und mir sein eigenes Shirt als Ersatz anbot." Er hat Humor, und das gefällt ihr.

Artjom mustert den Jungen mit leicht schiefgelegtem Kopf, während er erzählt. Er erinnert ihn an... dabei blickt er kurz zu Ellie und dann Nouki, was ihre Mimiken hergeben während der andere spricht, dann steckt er sich eine Gabel voll Nudelauflauf in den Mund. Lächelnd kauend spricht er Jadyn an, "Du sagts du wohnst in Willow. Wo genau? Ich bin auch von da."
"Unten am Fluss.", antwortet der Brunette. "Nummer 21. Direkt neben dem kleinen Spielplatz."
"Oh, da bin ich manchmal mit Leon wenn wir Parcour laufen und danach gehen wir oft ins KOJ auf nen Energydrink.“ Nouki spießt ein Salatblatt auf. "Warst du schon mal im KOJ? Es ist in Newcrest." Sie schaut Jadyn neugierig an.
"Da treten doch manchmal Bands auf, oder?", überlegt er. "Ziemlich lange her, dass ich da war."
"Ja, letztens zum Beispiel Deffekt.", grinst Ellie. Sie sieht Viola in etwas Entfernung bei Blaze sitzen und schielt in deren Richtung. "Die beiden gehören zu der Band, und sonst Chip."

Den kann sie im Moment jedoch nirgends sehen. Stattdessen grinst sie in Artjoms Richtung. "Und der Vierte im Bund sitzt dir direkt gegenüber."
"Schuldig im Sinne der Anklage." meint Artjom und grinst ein wenig stolz. Dabei vergisst er Leon, über den er kurz nachgedacht hat als Nouki ihn erwähnte.

Nouki wird es bei der Erinnerung an den Abend ganz warm ums Herz. Sie legt endgültig die Gabel zur Seite und lächelt Artjom verliebt an. "Was machst du denn in deiner Freizeit? Ich mein, weil du zu beschäftigt bist für Freizeitvergnügen im Jugendzentrum." wendet sie sich dann wieder interessiert der neuen Bekanntschaft zu. Ihrem Ton ist zu entnehmen, dass sie das nicht ganz ernst meint. "Irgendwelchen Sport vielleicht?"
Jadyn lacht leise bei dem Gedanken, dass für die meisten Sims Vergnügen bedeutet, in einem Club rumzuhängen. Dabei gibt es so viel mehr als das. "Ich treibe tatsächlich viel Sport.", erklärt er. "Schwimmen, Joggen, Basketball hauptsächlich." Ellie hört Jadyn einfach nur zu.
Sport. Natürlich. Artjom lehnt sich zurück und trinkt aus seinem Glas. „Ist auf jeden Fall gesünder als in Bars zu sitzen.“ sagt er freundlich, mit dem aufbauenden Gedanken, dass Schlagzeug spielen doch ziemlich nah an Sport ran kommt. „Aber ich wette meine Freundin macht dich bei einem Wettlauf fertig.“ er legt Nouki einen Arm um und grinst Jadyn vergnügt an.
"Das ist die Frisur. Aerodynamisch.", lacht er Nouki an.

Nouki grinst in die Runde. "Ja, da bin ich immer ein paar Hundertstel voraus." Sie kuschelt sich in Artjoms Arm und sagt dann ernster. "Ich trainiere grade für einen Halbmarathon und jogge regelmäßig. Mein Freund Leon ist wahrscheinlich beim Wettkampf dann auch dabei. Interessiert dich sowas?" Warum nicht neue Leute für Aktivitäten rekrutieren.
"Auf jeden Fall.", nickt Jadyn begeistert. "Vielleicht wäre das auch etwas für meinen Bruder.", überlegt er dann laut.
Ellie seufzt. Sie hat nichts sportliches beizutragen. Sie ist eher durchschnittlich sportlich und hätte bei einem Halbmarathon nicht den Hauch einer Chance. Irgendwie gefällt es ihr nicht, nicht auch selber etwas interessantes beizutragen haben.. "Ich male nur.", sagt sie schließlich.

„Und ich mach nur Musik.“ Artjom lächelt schief und ehrlich zu Ellie, bevor er Jadyn wieder an sieht. Lügen für den guten Zweck. Dabei behält er Nouki im Arm. „Wie alt ist dein Bruder?“ fragt er den Jungen.
"Siebzehn. So wie ich.", erklärt dieser, wohlwissend, dass die meisten auf Zwillinge erstaunt reagieren. Ellies Aussage weckt allerdings sein Interesse. Er selbst malt auch gern. "Was malst du denn so?"
"Oh alles mögliche. In meinem Zimmer hängt zum Beispiel ein Bild meines Schäferhunds Toby, das ich mal gemalt habe." Die Angesprochene freut sich sichtlich über das Interesse. "Meistens male ich in einem eher realistischem Stil, aber manchmal versuche ich auch anderes, z.B. im Stil eines Comics zu malen."
"Sie ist eine tolle Künstlerin." lobt Nouki ihre Freundin. "Ich bewundere das, wenn jemand einfach so drauf los malen kann." Sie sieht Ellie an. "So wie in unserem Selvadorada Urlaub. Da hast du einfach ein Bild vom Dschungel und der Umgebung vom Balkon aus gemalt. Das ist wunderschön geworden. Gibt's das noch?"

"Oh ja, das hängt bei uns im Wohnzimmer!", erinnert sich Ellie, "Ich hab davon leider kein Foto, aber auf meinem Handy ist eines von dem Toby-Bild." Sie holt ihr Handy hervor und sucht das Bild raus. Das zeigt sie nun in die Runde.
"Wow, das ist wirklich gut.", staunt Jadyn.
Artjom überlegt noch dem Zwilling hinterher. Ist er dann nicht auch an dieser Schule? Eineiig oder zweieiig? Er wendet sich seiner Freundin zu, „Ihr wart in Selvadorada? Hast mir noch gar nicht erzählt.“ neugierig schaut er sie an.
"Ja, im Sommer, das war ziemlich aufregend. Wir hatten ein Ferienhaus für uns und einen privaten Führer, der uns durch den Dschungel und in einen Tempel begleitet hat. Ich zeig dir mal Bilder davon." berichtet Nouki stolz. "Ich durfte dort schon mal Urlaub machen und kenne da ein paar wirklich nette Leute." Sie lächelt Artjom und Ellie an. "Und Ellie war zum ersten Mal klettern dort."
"Ja, das war cool. Ich bin immer noch stolz auf mich, dass ich mich das getraut habe. Dank Nouki.", lächelt Ellie.
"Dank deiner Entschlossenheit vor allem." korrigiert Nouki.

"Du kletterst?", fragt Jadyn die Blauhaarige. "Wie cool. Vielleicht können wir das mal zusammen machen."
"Oh, ich bin nicht gut drin.", sagt Ellie, "Das war ein Mal, das ich das gemacht habe, und seitdem nicht wieder. Aber mit dir würde ich auch einen weiteren Kletterversuch wagen."
"Darauf komme ich zurück.", lächelt er sie an.
Da war das Seufzen von Ellie beim Thema Sport doch ganz schön unberechtigt. Artjom grinst die Beiden an die jetzt offenbar mehr gemeinsam haben als ein geteiltes Shirt, antwortet aber Nouki. „Die Bilder musst du mir unbedingt zeigen. Die simlische Kolonialzeit ist interessant. Ich würd auch gern mal einen dieser omiscanischen Tempel von innen sehen.“ Aber da wird er mit seinen Eltern garantiert niemals hinfliegen. Man stelle sich Anastasia in einer Wolke von Insekten vor. Wenigstens sein Vater müsste ihr Gejammer darüber nicht ertragen. Unwillkürlich belustigt ihn die Vorstellung dennoch ein bisschen.
Kaum hat Artjom ausgesprochen, steigt in Nouki die sehnsüchtige Vorstellung auf, wie sie zusammen den Dschungel erforschen und abends in Alvaros Bar tanzen gehen und Spaß haben. "Vielleicht reisen wir ja mal zusammen dorthin." kommt es ihr spontan über die Lippen. Sofort steigt eine heiße Welle aus Schreck und leichter Verlegenheit in ihr hoch und sie spürt, dass sie dezent errötet. Sie sind ja gerade erst zusammen gekommen. Ein bisschen früh noch für solche Vorschläge.

"Wir haben sogar einen wertvollen Fund gemacht, der im Museum ausgestellt wird. Hier in Newcrest." lenkt sie deshalb schnell von diesem Satz ab.
"Hey, das könnten wir uns ja mal gemeinsam anschauen.", schlägt Ellie vor, "Habt ihr Jungs denn auch Lust auf das Museum?"
"Museen sind nicht so meins.", gesteht Jadyn schulterzuckend. "Aber wenn wir danach noch was unternehmen, bin ich dabei."
„Immer.“ antwortet Artjom hingegen. „Ich weiss welches ihr meint. Hatte noch nicht die Zeit hinzugehen. Aber wenn da was von euch ausgestellt ist, umso besser.“ In Wahrheit war er bisher einfach zu faul dort aufzuschlagen, obschon er durchaus spannend findet was es in Geschichtsmuseen zu sehen gibt. Er dreht den Kopf zu Nouki und flüstert nur für sie in ihr Ohr, „Ich würde gern mit dir in den goldenen Dschungel reisen.“ dann lächelt er sie an und nimmt die roten Wangen als Kompliment.
Mit klopfendem Herzen schmunzelt Nouki. Die Röte bleibt, als sie dann aufblickt und möglichst neutral zu allen sagt:" Dann ist das gebongt? Find ich super. Wann habt ihr denn Zeit?"
"Wenn es für euch machbar ist, eher in der Woche.", schlägt Jadyn vor. Die Wochenenden verbringt er oft mit seinem Bruder, aber die Erklärung spart er sich für den Moment.

"Passt von meiner Seite aus.", sagt Ellie. Da hätte sie wohl Zeit
Artjom überlegt kurz und nickt. „Da Bandprobe aktuell flach fällt, lässt sich schon was einrichten.“
Ellie horcht auf. "Was ist denn mit der Band?"
„Blaze hat Hausarrest.“ sagt Artjom knapp und zuckt die Schultern. Den Grund muss er wohl nicht nennen und dazu kommt er auch gar nicht weil das erste Läuten das Pausenende ankündigt.
"Oh." Ellie ahnt warum. Sie hat den Streich in der Aula nicht live miterlebt, da sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr dort war, aber natürlich hat sie davon gehört. "Naja man sieht sich.", sagt sie noch zu Jadyn. "Ich geb dir das Shirt dann morgen." Ihr eigenes ist immer noch nicht trocken.
"Keine Eile,", winkt er entspannt ab und schiebt den Stuhl an den Tisch. "Es klingt vielleicht unglaublich, aber ich habe noch ein paar mehr zu Hause."
Das Gespräch erinnert Nouki an den T-Shirt 'Tausch' mit Stephen auf dem Festival, was ihr ein wenig unangenehm ist in Artjoms Gegenwart. Sie steht ebenfalls auf. "Das ist echt schade mit den Proben, aber schön dass du dafür Zeit hast ins Museum zu gehen." Sie grinst. "Always look on the brigt side of life oder wie war das noch?" Sie verabschiedet sich mit einem kleinen Winken von Jadyn und meint zu Ellie und Artjom: "Unsere bright side ist jedenfalls Sport jetzt. Besser geht's nicht."
„Yeeey…“ entgegnet Artjom mit einer Faust auf Schulterhöhe mit einer Begeisterung die scherzhaft klingt aber nicht abwertend. „Wir sehn uns gleich.“ er küsst Nouki auf die Schläfe bevor er wie die anderen die Mensa verlässt.

(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon , @Ripzha , @simscat2 )
Ellie, Jadyn - nächster Post
Artjom - nächster Post
Nouki geht nach Newcrest Nr. 5 - Selvadorada Museum
Blaze - letzter Post
Charaktere: Milena / Blaze
Geschichtsstrang: Strafarbeit I

Nach dem letzten Klingeln der Schulglocke für heute, findet sich Blaze neben dem Hauswirtschaftsraum ein. Unmotiviert lehnt er sich an die Wand. Er hat keine Ahnung was auf ihn zu kommt, aber von der Schule fliegen ist keine Option. Wenn dann ist das seine Entscheidung. Immer wieder sagt er sich, es ist nicht für lange und das geht vorbei. So wie der Hausarrest. Er vermisst Viola und dementsprechend übel ist seine Laune während er mit verschränkten Armen wartet.

Milena Borowski kommt aus dem Lehrer*innen Zimmer und geht in Richtung Hauswirtschaftsraum. Als sie Sullivan erblickt verfinstert sich ihr Blick. "Mitkomme!", sagt sie streng und geht in Richtung Kantinen-Küche. Dort angekommen mustert sie den Schüler von oben bis unten. "Nie [Nein] ... Junge sein unmöglich! Deshalb Strafe ... Varstanden!" Dann zeigt die Polin auf die Arbeitsplatte, wo ein Brett mit einem Messer und ein Sparschäler liegen. "Junge jetzt schäle ziemniak!" Dabei zeigt sie auf die drei vollen 25 Kilogramm Kartoffel-Säcke. "Schäle, dann wasche, dann schneide ... verchstand! rozkaz należy natychmiast wykonać! [der Befehl ist sofort auszuführen!] Nach der klaren Ansage läuft sie auf ein Radio und schaltet es an. "Jetzt du höre gute polnisch Musik! Seien gut für Arbeit!" Es läuft ein Lied an.
'My, Słowianki, wiemy, jak użyć mowy ciała
Wiemy, jak poruszać tym, co mama w genach dała
To jest ta słowiańska krew
To jest ta uroda i wdzięk!'
hat es Milena angetan. Diese kann grob übersetzt werden als:
>We're Slavic girls
We know how to use our charming beauty
Now, shake what your mama gave, ya!
Clap your hands to this music
This is our nature
This is our call
This is our hot Slavic blood<
Bei dem musikalischen Part lächelt die Lehrerin und schafft es, während sie sich rhythmisch dreht Töpfe und Pfannen auf den Herd zu platzieren.

Mit gesenkten Armen sieht Blaze der Alten kurz zu wie sie zur Muke voll abgeht. Als sie ihm einen bösen Blick zu wirft, zieht er die Mütze tiefer über die Ohren und dreht sich zu dem fetten Berg Kartoffeln um. Es ist nicht für lange, es geht vorbei. Es ist nicht für lange es geht… er krempelt die Ärmel hoch, nimmt den Schäler und eine Kartoffel, und muss nach kurzer Zeit feststellen dass das bei anderen, die zack zack zack den Erdapfel von der Schale befreit haben, sehr viel einfacher aussieht als es ist. Die kleinen Schalenstücke fallen herunter und er ist bereits am Überlegen wie man das effizienter und schneller durchführen könnte.

Eine Maschine vielleicht, auf die man das Ding drauf steckt und es um die eigene Achse dreht, und die klinge nur Ansetzen muss… hmm… Die durchdringende Musik stört seine Konzentration. Zugegeben gibt es schlimmere Muke, aber auch bessere. Er schält, wäscht das Gemüse und legt es in den Korb, er versucht schneller zu werden, weil er sonst nie fertig wird, die Idee der Maschine lässt ihn nicht mehr los und zack, „Ah.. shit…“ schält er sich in den Finger so das Blut tropft. Er lässt Schäler und Kartoffel fallen und dreht das Wasser auf um die Wunde drunter zu halten. Was ne scheisse.

Milena hat den Jungen unterdessen beobachtet. Ihr ist nicht entgangen, wie unbeholfen und unkonzentriert der Schüler ans Kartoffeln schälen heran geht. Kopfschüttelnd geht sie auf ihn zu. "Ungeschicke Junge ... Zeige her." Sie greift nach seinem Finger und schaut sich die Schnittwunde an. "In Küche Hygiene A und O." Sie geht dann an einen Hängeschrank und holt einen Erste Hilfe Kasten hervor. Anschließend tränkt sie ein sauberes Tuch in Alkohol, der unter der Spüle stand. Mit nassem Tuch und einem Pflaster kehrt sie zu Sullivan zurück. Die Schnittwunde wird zuerst mit dem Alkohol desinfiziert, was sicher unangenehm brennt.

Dann kommt das Pflaster darum. "So, jetzt Junge nehme Handschuh für Hand mit Pflasterch. Dann mache weiterch. Wir habe viel zu tun. ... Ich dirch zeige nochmal wie rchechtig gehe." Sie nimmt eine Kartoffel, schält sie in vier gleichmäßigen Handbewegungen und wirft sie in den "erledigt" Korb. "So du habe es zu mache ... du habe Glück mit Schnitt ... In Polen wir schele mit Messer. Wenn nicht aufpasse, Finger schnell ab. Verstanden!?! ... Jetzt deine Aufgabe weiter machen konzentriert!" Dann geht Milena an die Arbeitsplatte und schneidet geschickt Schnittlauch klein.

Blaze macht missgelaunt weiter, nach der halben Arbeit beginnt bereits sein Handgelenk zu schmerzen und der Handschuh nervt. Der Finger pocht. Und schlecht ist ihm auch weil ihm das Blut nicht mehr aus dem Kopf geht. Wobei er das auch zu seinem Vorteil nutzen könnte. Statt die Übelkeit zu unterdrücken, könnte er der Alten auch hier über die geschälten Kartoffeln kotzen. Leider wird ihn das wahrscheinlich nur wieder an den Anfang katapultieren. Alles von vorn. "Kann ich eben aufs Klo...?" fragt er schließlich monoton die Lehrerin.

Milena mustert Sullivan und ist von dessen Leistung unzufrieden. "Is gut ... komme schnell wieder. Sonst du schele weitere 25 Kilo ziemniak! Ichr hab Zeit. Kann ganz Nacht da sein mit dirch!" Dies ist eine deutliche Warnung an ihn. Sie hat die Kräuter fertig und kümmert sich nun um Speck, der gewürfelt wird.

Blaze lässt den Sparschäler fallen und zieht den Handschuh aus, während er die Küche verlässt. Pause. Endlich. Er geht auf die Toiletten und pinkelt. Nach dem Händewaschen, blickt er sich im Flur um und steckt sich eine Kippe an. Ausser ihm und der alten Borowski ist eh keiner mehr hier. Er blickt zum Feuermelder an der Decke der sich nicht an dem bisschen Qualm stört, dann eilt er mit der Zigarette zwischen den Lippen in den obersten Stock. Prüfend öffnet er die Kammer des Hausmeisters.
Ein paar Minuten später öffnet Blaze die Tür zur Mensaküche wieder. "Spricht was dagegen die Ziemnnnllak..." Blaze verschluckt sich fast an seiner eigenen Zunge, "Die Kartoffeln ein wenig effizienter zu schälen...? fragt er ernstgemeint, mit einem kaum wahrnehmbaren, verschmitzten schiefen Lächeln.

Milena erkennt an, dass der Junge das Schälen effektiver gestalten möchte. In einer Küche, egal ob Restaurant, Hotel oder Kneipe muss zügig und effizient gearbeitet werden. Sonst funktioniert der Service nicht. Doch Sullivan hat derzeit keinen Anspruch darauf, seine Arbeit erleichtert zu bekommen. Weiter schneidend sagt die Köchin streng: "Ich dir gab Aufgabe ... du umsetzen Arbeit ... kein wen aberch. Hab dirch Tachnik gezeit." Die Speckwürfel verteilt sie auf mehrere Dosen. "In Polen du werst Taugenichs ... Du wollen sein Taugenichs?", fragt sie ihn unverblümt.

Blaze atmet geräuschvoll aus, presst die Zähne und dann die Lippen zusammen. Irving 2.0, cool. Genervt und enttäuscht stellt der den Akkubohrer auf die Theke, geht daran vorbei zurück zum Arbeitsplatz um die kack-Kartoffeln manuell weiter zu schälen. Vielleicht sind seine Ideen nicht immer ... super. Zugegeben sind sie meistens ziemlich Sinnfrei, machen dafür aber Spass. Aber die Perlen die er sich zwischendrin ausdenkt, interessieren auch keinen. Warum sollte er sich also bemühen sich nur auf Sinnvolles zu beschränken? Keinen Juckts.

Die Strafe hier ist genau so pädagogisch wertvoll wie die Strafe zu Hause. Sobald das durchgestanden ist, wird sich zum trotz nichts ändern. Das verspricht Blaze. Er zieht sich wieder einen Handschuh an und wäscht sich die Hände. Er schält die Kartoffeln. Langsam. Eine nach der anderen. Er hat auch Zeit. Entweder ist er hier oder in seinem anderen Gefängnis. Deshalb, scheiss drauf. "Haben Sie Kinder...?" fragt er.
Schmunzelnd antwortet Milena: "Tak [Ja], zwei Tochter und ein Sohn. Olga, Alicja und Jakub." Sie nimmt sich ein Kochbuch blättert darin. "Junge habe Geschwister?", fragt sie nun ihn.

Er hat zwar nur aus langweile gefragt und nicht mit einer Rückfrage gerechnet, aber er muss sich eingestehen dass er sich irgendwo, ganz tief drin, darüber freut etwas antworten zu können. Ohne die Kartoffeln die er bearbeitet aus den Augen zu lassen antwortet er, "Ich hab nen Halbbruder. Er ist dreizehn Jahre älter als ich..." In der Aussage schwingt etwas wie bedauern. "Wie alt sind ihre..?"

"Olga Alteste mi 35. Alicja sein 28 und Jakub ist 23. ... Du habe gut Kontakt zu Halbbruderch? Du ihn magen?" Die Köchin legt das Kochbuch auf eine Ablage und winkt Sullivan zu sich. "Junge ... du schaue ... wir mache Kartoffelsalat, Kartoffelbrei und Bratkartoffeln. Was du esse gern?"
Blaze schaut auf, nickt auf die Frage zu Del, legt die Werkzeuge und das Gemüse nieder und stellt sich zu der Frau. Blaze betrachtet das Kochbuch, dann die Küchenchefin und zuckt mit den Schultern. "Keine Ahnung." er überlegt was wohl das einfachste ist zuzubereiten, ist sich aber nicht sicher. Blaze musste noch nie in seinem Leben in einer Küche stehen. "Das erste." fügt er an.

"Kein Achnung? ...", harkt Milena verwundert nach. Das jemand ein Kartoffelgericht nicht sofort mag oder davon schwärmt, wäre ihr neu. Als Sullivan auf den Kartoffelsalat eingeht, nickt sie. "Salat sein immer gut ... Wir mache zwei Sorte ... Einmal ohne Ei, anda mit Ei. Mache Schritt fürch Schritt. Ok?"

Ein wenig ratlos sieht Balze sie an und nickt halt. "Von mir aus." Je eher, desto schneller ist er hier raus. Er kann sich weiss Creator nicht vorstellen, was einen dazu veranlagt Koch zu werden. "Wieso machen Sie das hier." spricht er schließlich seine Gedanken aus. "Wollten Sie schon immer in einer mittelmäßigen Schule die Kantine schmeißen?" Ganz zu schweigen, den mittelmäßigen Schülern das Löffelschwingen beizubringen.

Milena sieht Sullivan musternd an. "Junge von nichts wisse ... zu jung ... Doch ich dirch sage: Wenn Arbeit dirch mache Freude, du machst Arbeit gern. ... Arbeit Kinder mache mirch Freude. ..." Dann überlegt sie kurz. "Was mache Junge Freude?", fragt sie direkt. Dabei zeigt sie auf die Kartoffeln, die weiter geschält werden müssen. Bei der Arbeit kann man ja reden. Von allein schält sich das Gemüse allerdings nicht.

Blaze wendet sich wieder der Arbeit zu. Er antwortet nicht sofort. Die frage hat ihm Beth auch schon gestellt bevor er den Abstecher in die Kunstschule gemacht hat. Elite-Kunstschule. Wos ihm am ende genau so wenig gefallen hat. Er glaubt es lag an den Leuten um ihn herum, der Stoff an sich war ganz okay, wenn auch viel auf einmal. Sein grosses Ziel ist weg von zu Hause zu kommen, so schnell es geht, den Kontakt zu Irving Carter Blaisdell abbrechen und sein Ding machen. Was auch immer das für ein Ding ist. Zur Zeit ist es so, dass alles was er testet ihm zwar anfangs Spass macht, aber irgendwann verliert er die Lust daran und dann wars das mit der Motivation. Auch wenn er immer mal wieder darauf zurück kommt. Er schüttelt den Kopf. "Musik machen, Sprayen.." Alles was er jetzt nicht mehr kann und erst jetzt wo es ihm verboten ist, will er es umso mehr. "Nichts was Geld einbringt.." fügt er die Worte seines Vaters an.
"Aba Herz gehen auf dabei, rchichtig?", bleibt Milena am Thema dran.

Blaze zuckt die Schultern und nickt. Jedenfalls eine Zeit lang, bis seine Interessen sich wieder verschieben. Was stimmt eigentlich nicht mit ihm? Jeder hat irgendwas an dem er dran bleibt. Bei ihm ist das anders.
"Das sein gut. Das sein wichtig, Junge", mit diesen Worten bereitet die Ältere alles vor, damit die Salate hergestellt werden können.
"Junge weiß, warchum wirch mache Salat heut und nicht morgen?"

"Kein Plan.." antwortet Blaze immernoch dem Problem nachdenkend, was die Frau grade aufgewühlt hat. Er schält die letzten zehn Kartoffeln.
"Salate sein besonders gut, wenn ein Nacht durchziehe. Darum mache heut Salate. Brei genauso. Bratkartoffel morgen. ... Du helfen morchgen bei Esse-Ausgabe", erklärt sie und kündigt nebenbei seinen Dienst an.

Blaze stellen sich die Haare auf. Gehts noch? "Ich hab den ganzen Tag Schule. Ich arbeite doch nich in der Mittagspause. Ist das überhaupt erlaubt!?" empört dreht er sich zu der Lehrerin um.
"Strafe sein, du helfen in Küche. Küche nicht allein kochen. Küche sein auch Ausgabe. Dein Mittagspaus sein, wenn kein Schülerchin mehr Essen brauche. Mit polnisch Mama alles schnell gehe, Junge. Du sein gut dran ... in Polen du musse alles allein mache ohne Hilfe", sagt sie schon fast belustigt.

"Du jetzt komme ... wir mache Brei."
Die meisten Kartoffeln für die Salate und den Brei sind bereits nebenbei im Wasser gekocht. Milena zeigt Sullivan, wie er die Kartoffeln in einem polnischen Stampfgerät, was hauptsächlich zur Butterherstellung verwendet wird, fein stampfen kann.
"Du sein Junge, du habe Kraft ...", ermutigt sie ihn.

"Ich bin in der Hölle.." sagt Blaze, nimmt aber trotzdem den Stil vom Stampfgerät in die Hand. Was das Essen ausgeben angeht, das werden sie ja noch sehen. Die wollen ihn hier demütigen? Nicht mit ihm.
"Junge sein selber schuld", mehr hat die Frau nicht dazu zusagen. Während der Schüler die Kartoffeln stampft, macht sie den Rest fertig.
Es ist viel Zeit vergangen. Als die Köchin auf die Uhr schaut, sagt sie zu Sullivan. "Für heut sein genug. Morgen du helfe bei Ausgabe. Gut schlafe sicherlich. Du kanne gehen", mit diesen Worten entlässt sie ihn für heute.

(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Lashawn - letzter Post
Bea - letzter Post
Tania - letzter Post
Artjom, Jadyn - letzter Post
Ellie - letzter Post
Nouki kommt von San Myshuno - Haus der Geschwister Hawk
Viola - letzter Post
Vero - letzter Post
Charaktere: Milena / Schüler
Geschichtsstrang: Strafarbeit II - Mensageschichten
Blaze hat versucht die letzte Stunde vor der Mittagspause in die Länge zu ziehen in dem er dämliche Fragen gestellt hat und am ende mit der Lehrerin eine Diskussion über Nonsens begann. Aber es nutzt nix. Mit dem grössten Anschiss der Welt, trottet er zur Mensa und betritt die Küche wo die Borowski schon wartet... Er sieht sie an, "Wissen Sie warum das eine ganz blöde Idee ist?" fragt er wissend.
Milena lächelt belustigt. "Blöde Idee? .. Warchum? ... Junge, du noch nicht habe begreifen, warum es gäht. ... Vielleicht späterch, jetzt du mirch helfe." Sie zeigt auf die Metallschalen, wo sich der Karoffelbrei, die Salate und die frischen Bratkartoffeln, sowie weitere Leckereien befinden. "Du trage jetzt mit mirch vor. Junge sein stark", mit diesen Worten nimmt sie die ersten Schalen und stellt sie in die Ausgabe.
Sie wills nicht wissen? Blaze sieht sie an, dann hebt er die Schultern. Dann wird er es ihr eben zeigen. Er verkneift sich ein grinsen und tut es der Lehrerin nach. Er stellt den Kram zur Ausgabe und wartet auf weiter Anweisungen.

"Du nehme Handschuhe und stelle neben mirch. Dann du mache Essen auf Teller, was Schülerchin möge. Ganz einfach", sagt sie. Sie legt ihre übliche Schürze an. Aus Nachsicht von Hänselei, überlässt sie es Sullivan, ob er eine Schürze anziehen möchte oder nicht. "Für Hygiene besser, aber sein ok auch ohne. Junge musse aufpasse dann."
Er hebt eine Braue. Ach was. Blaze verzichtet liebend gern. Er stellt sich an die Ausgabe, zieht die durchsichtigen Plastikhygienehandschuhe an und bedient die ersten Schüler die schon eine Schlange gebildet haben.
Milena hat Sullivan stets im Blick, auch wenn sie wie immer herzlich ihren Schützlingen das Essen ausgibt.
Viola beobachtet Blaze von einem der Tische aus. Sie vermisst die Gespräche mit ihm jetzt schon, die sie in der Mittagspause gerne geführt haben. Doch jetzt muss er arbeiten... Sie seufzt. Normalerweise holt sie sich ein Getränk aus dem Automaten und stellt sich nicht in die Schlange. Doch sie überlegt, ob sie das diesmal anders machen soll, nur um mal kurz in Blaze' Nähe zu sein.
Vero steht in der Schlange. Als sie Blaze erblickt, entfährt ihr ein Grunzgeräusch, um ihr Lachen zu unterdrücken. Schließlich steht sie vor ihm. "Was gibt es heut im Angebot? Gibt es eine Empfehlung?", fragt sie ihn direkt mit gespielter, zuckersüßen Stimme.

Blaze sieht Vero an. War ja mit zu rechnen, dass er hier zum Gespöt wird. Er wirft Frau Borowski einen Seitenblick zu dann antwortet er leicht grinsend, "Ein 5-Gänge-Gourmet-Menü aus purem Glück und Liebe. Aber is leider gerade ausverkauft."
Grinsend beugt sich Vero zu ihm vor und erwidert breitgrinsend: "Das ist aber schade. Dann nehme ich doch gern den Kartoffelsalat mit Ei und von den Wienern vier Stück. ... Machst mir davon zur Feier des Tages eine extra große Portion vom Salat auf den Teller. Das wäre ganz liebenswürdig von dir, Schnucki." Allein bei dieser Wortwahl würde sich Vero gern selbst übergeben, aber sie zieht ihr Ding durch. Milena verfolgt das Ganze, während sie einer Schülerin etwas auf den Teller portioniert.
Viola bemerkt Blaze' Grinsen. Und das, obwohl Vero bei ihm ist? Schade, dass sie zu weit entfernt ist, um seine Antwort zu hören, die er ihr gegeben haben muss. Sie kritzelt etwas auf einen Zettel. Dann steht sie auf und stellt sich ebenfalls in die Schlange. Vero beachtet sie nicht weiter. Auch jetzt ist sie zu weit hinten in der Schlange, um irgendwas zu hören, was vorne vor sich geht.
Blaze grinst sie mit der selben falschen Liebenswürdigkeit zurück an und klatscht ihr eine Extraportion vom Essen ohne Reue auf den Teller. "Aber gern, lass es dir schmecken. Und denk dran wer es gestern Abend mit seinen eigenen Händen zubereitet hat." er grinst sie herausfordernd an und zwinkert, "Lass es dir schmecken."

"Da bin ich sicher, dass Frau Borowski dafür gesorgt hat, dass DU deinen Job auch richtig machst, Blazilein", kichernd verlässt sie ihn und freut sich aufs leckere Essen.
Blaze zieht den Rotz geräusch- und bedeutungsvoll in der Nase hoch als sie sich abwendet. Und grinst fies.
"Tze Tze", ermahnt ihn Milena. "Hygiene Junge, Hygiene!", ihr stetiges Mantra. Dabei wollte sie ihn für seinen freundlichen Umgang mit der Schülerin loben. Vielleicht ein anderes mal.
Genervt sieht Viola Vero nach. Doch sie sagt nichts, bis sie bei Blaze angekommen ist. Erst als Milena sich wieder einem anderen Schüler zuwendet, spricht sie ihn an. "Netten Besuch gehabt, wie?", fragt sie, und schielt zu Vero. Wenn diese blöde Strafarbeit doch endlich zu Ende wäre. "Was gibt es denn im Angebot?", fragt sie und tut so, als würde sie sich für das Essen interessieren, auch wenn sie in Wahrheit nur Blaze sehen wollte. Sie reicht ihm heimlich den Zettel. Eine gezeichnete Fledermaus ist drauf, und ein kleines Männchen, das mit viel Fantasie ein wenig wie Blaze aussieht. Viola ist nicht ganz so kreativ wie Ellie, wenn es ums Zeichnen geht. Auch ein Satz steht drauf:

Wie lange hast du noch Hausarrest? Soll ich dich nachher heimlich besuchen kommen?
Natürlich hätte sie ihn das auch einfach persönlich im Unterricht fragen können, oder einfach per Handynachricht, aber so fand sie es irgendwie interessanter. Passt zum Thema Heimlichkeit.
Blaze ist überrascht aber erfreut als Viola vor ihm steht. Wie er sie vermisst... und die Zeit mit ihr... allein... er schüttelt den Kopf um aus der Tagträumerei aufzuwachen. Er wirft einen kurzen Blick auf den Zettel und lächelt. Um ihr mit ein zwei versteckten Hinweisen zu antworten sagt er: "Ich servier dir... heute was Exotisches mit einem.... Hauch von Gefahr. Aber vorsicht.... könnte scharf sein." er grinst, nicht nur aus Vorfreude.

"Klingt super.", grinst die Vampirin zurück. "Just what I wanted."
"Habt ihr fertig geturtelt?", fragt Jadyn hinter der jungen Vampirin amüsiert.
Viola, die nicht erwartet hat, von hinten angesprochen zu werden, dreht sich verwirrt um. "Wieso, bist neidisch?", fragt sie zurück.
"Klar. Aber sieht nicht so aus, als würdest deinen Lover teilen." Er zwinkert Blaze übertrieben zu.
"Mit dir schon gar nicht." Viola verdreht die Augen. Ist der Kerl schwul, oder was will der jetzt?
"Keine Sorge, ich steh nicht auf schon Angebissenes." Unbeeindruckt schiebt er Viola zur Seite und gibt seine Bestellung auf.
"Dann laber keinen Dünnschiss, wenn du nicht gebissen werden willst!" Sie erkennt den Typen wieder. "Und pass mit deinem Tablett auf. Reicht ja, wenn du Ellie damit auf die Nerven gehst." Es gefällt ihr nicht, dass der Typ sich einfach einmischt, obwohl sie ihm nie was getan hat.

"Flirtest du mit mir?" Breit grinsend wedelt er mit dem Zeigefinger in der Luft. "Ja, das ist deine Art zu flirten..."
"Klar, Darling.", flötet Viola. "Und jetzt lass mich in Ruhe."
"Legs nich drauf an Mann," grinst Blaze, und schöpft mit der Kelle die Bestellung auf Jadyns Teller. Stolz darüber, dass er weiss wie man Viola glücklich macht, fügt er an, "an dem Temperament verbrennst du dich."
Jadyn bekommt seine Ausgabe und entfernt sich, nicht ohne ihr noch einmal zuzuzwinkern.
Viola bekommt das Zwinkern nicht einmal mit. Sie ist damit beschäftigt, ihr eigenes Tablett zum Tisch zu bringen.

Ellie sieht, wie Jadyn mit Viola spricht. Seit wann steht sie in der Schlange? Will sie rumstressen? Als Jadyn sein Essen hat, setzt sie sich neben ihn. "Macht sie Probleme?", fragt sie.
Jadyn winkt lachend ab. "Ach, die steht auf mich. Ich stelle es mir nur anstrengend vor, den ganzen Tag so grimmig gucken zu müssen. Macht ja auch Falten. Aber für eine Vampirin ist das vermutlich nicht so ein großes Problem."
Bei dieser Aussage muss Ellie lachen. Sie schielt zu Viola, die an ihrem Tisch sitzt, und nichts mitbekommen zu haben scheint. "Na solange sie nicht rumstresst.", sagt sie. "Wie geht's dir so?"
"Wenn ich dich sehe, geht's mir gut.", säuselt er.

Awww.. Ellie ist gerührt, sowas zu hören. Das war eindeutig ein Flirt. Sie spürt, dass sie rot wird und versucht das zu überspielen. "Freut mich jedenfalls, dass du so einfach glücklich zu machen bist.", grinst sie... und schämt sich im nächsten Moment gleich für diese Aussage.
Er legt sein Besteck auf den Tisch und schaut sie direkt an. "Mein Bruder würde da widersprechen. Aber weißt du, was mich glücklich machen würde?"
"Was denn?", fragt Ellie neugierig.
"Wenn du am nächsten Wochenende zu mir kommst. Meine Eltern sind weg und wir haben das Haus für uns. Ich lade ein paar Leute ein. Nichts Besonderes, keine Party oder so. Nur zusammen sitzen, quatschen, Musik hören, ... Sowas. " Er legt die Fingerspitzen beider Hände zusammen und verstellt die Stimme zu einem tiefen Kratzen:" So fangen die schlechtesten Horrorfilme an... Muhahahaaar"
Ellie freut sich. "Oh, da bin ich gerne dabei! Ist auch dein Bruder da?" Sie wusste nicht, dass er einen Bruder hat, bis er ihn eben erwähnte.
"Klar. Wenn er uns stört, sperren wir ihn im Bad ein.", lacht Jadyn.
Das Mädchen grinst. "Bei meinem eigenen Bruder wäre das schwierig. Der ist älter als ich. Aber da könnte ich seine Freundin anrufen, um ihn abzulenken."

"Das ist fast noch besser.", grinst er breit.
"Ich glaub, Nouki und Arti wollen auch kommen. Du bist dann also in guter Gesellschaft."
"Oh gut, das klingt doch super. Nette Gesellschaft also."
"Bring auch Schlafsachen mit. Man weiß ja nie ... Einige werden bestimmt über Nacht bleiben."
"Klar, mach ich." Ellie freut sich schon darauf. "Ben hat dann auch sturmfreie Bude!", lacht sie, obwohl er ja der Ältere der Geschwister ist.
In der Zwischenzeit ist Viola fertig. Sie hat nicht wirklich etwas gegessen, auch wenn sie sich zur Tarnung vor Milena einen Teller mitgenommen hat. Sie lässt ihren Blick schweifen. Sie fragt sich, was der Typ vorhin für ein Problem hatte. Sie hatte ihm schließlich nie was getan. Ihr fällt auf, dass Ellie richtig verliebt aussieht, wenn sie mit dem Jungen spricht, auch wenn sie nicht nah genug sitzt, um die Worte zu verstehen. Manche Leute haben schon einen seltsamen Geschmack. Sie kümmert sich jedoch nicht weiter darum sondern bleibt eine Weile sitzen. Sie freut sich sich schon darauf, später Blaze zu besuchen.
Vero beobachtet Ellie und schmunzelt. Sie hat sich zu Tani gesetzt und hofft, dass Shane ebenfalls dazu kommt. Allein beim Gedanken daran errötet sie.

Ellie bemerkt Vero bei Tani sitzen und lächelt ihr kurz zu, macht aber keine Anstalten, sich ebenfalls zu ihren Freundinnen zu setzen. Diesmal hat sie sich bewusst zu Jadyn gesetzt. Und ihrem Lächeln nach zu urteilen hat Vero damit auch kein Problem. Ist ja nicht so, dass sie sich sonst nie sehen würden.
Buzz sitzt in einer ruhigen Ecke und isst Salat.
Bea kommt etwas verspätet erst jetzt in die Mensa. Im ersten Moment ist sie überrascht, Blaze zu sehen.. dann erinnert sie sich an die Aula. Ist bestimmt eine Strafarbeit. Sie stellt sich hinter Lashawn in die Schlange.
Lashawn ist noch in der Schlange für die Essensausgabe und fragt Blaze zögerlich, was die beiden Kartoffelsalate unterscheidet.

Dieser atmet resigniert aus und zeigt leicht ungeduldig auf den einen "Mit Ei." und auf den anderen "Ohne Ei." Er sieht das schüchterne Mädchen an und verzieht das Gesicht mit missmutigem bedauern. Kurz blickt er zu der Borowsky und zurück und hebt fragend die Brauen gen Lashawn.
Lashawn antwortet: "Ick nehm dat Salat without egg." Als sie von Blaze ihre Portion erhält, sucht sie einen Tisch auf.
Bea setzt sich zu Lashawn an den Tisch. "Lass es dir schmecken.", sagt sie. Sie hat den selben Salat wie Lashawn bestellt.
Die Sängerin nickt. "How are you?", fragt sie die Nixe.
"Oh, mir geht es gut.", antwortet diese. Sie schielt zu Blaze. "Trotz der Bedienung hier." Vor der Sache mit der Aula war ihr der Junge eher egal, aber nun mag sie ihn gar nicht mehr... nicht nach allem, was er Lashawn angetan hat.

Lashawn legt einen Arm um die Freundin. "It's ok", sagt sie leicht matt und isst brav an ihrem Salat weiter.
Bea freut sich, dass es Lashawn wieder besser geht. Sie betrachtet den Salat... und fragt sich plötzlich, ob das eine gute Idee ist, den zu essen. Wer weiß, was Blaze damit angestellt hat. Aber eigentlich sieht er schon lecker aus und sie hat Hunger. Also probiert sie dann doch und kann auch nichts ungewöhnliches daran feststellen.
Milena ist mit Blaze Arbeit zufrieden. "Junge mache Arbeit gut", lobt sie ihn aufrichtig. Blaze schenkt ihr ein unechtes Mundwinkelzucken.
Bea futtert währenddessen. Sie sieht, wie Milena mit Blaze redet und dabei sogar recht freundlich aussieht. Aber sie kann die Worte nicht verstehen und wendet ihren Blick nun also wieder Lashawn zu. Nach wie vor findet Bea es schade, dass sie ihre Singstimme so selten zeigt. "Wenn du einen Wunsch frei hättest... was würdest du dir wünschen?", fragt Bea, um Lashawn in ein Gespräch zu verwickeln.
Lashawn überlegt. "My wish? ... To be ... more ... selfconfident ...", gibt sie ehrlich zu.
"Das kriegen wir hoffentlich hin, wenn der Kurs dann anläuft.", lächelt Bea der Afroamerikanerin zu.

"Wenn das nicht so umständlich wäre, würd ich auf jeden Fall Bananen den Energyriegeln vorziehen. Die kicken bei mir unheimlich. Spätestens zwei, drei Minuten nachdem ich eine gegessen hab, krieg ich nen Schub und kann nochmal einen drauf setzen an Tempo. Das reinste Doping. " Nouki sieht Leon schmunzelnd an, der ihr gegenüber sitzt und mit Appetit futtert. Sie selbst hat heute überwiegend Kohlehydrate Tag und genehmigt sich eine vegetarische Lasagne. "Ah, apropos. Hab ich dir schon gesagt, dass Jadyn.." Sie sticht kurz mit der Gabel in Richtung des Tisches an dem der Junge mit Ellie sitzt. "..mittrainieren will für den Marathon? Er ist auch ein Sportfreak, wie wir." Sie isst einen Bissen Lasagne und überlegt. "Ich fänd's cool, wenn noch mehr Leute mitlaufen an dem Tag, das motiviert zusätzlich."

Der Angesprochene nickt. "Da stimme ich dir zu." Er isst einen Gemüsemix mit Brokkoli und dazu Kartoffelbrei mit Bratensoße. Er mustert kurz Jadyn und konzentriert sich dann auf Nouki. "Hast du schon mit Trainer Coskun geredet? Der sucht noch Mitstreiter für das Schule gegen Schule Event."
"Stimmt, das rückt auch langsam näher. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Schwimmkünste dafür ausreichen, aber cool wär's ja. Müsste ich vielleicht noch an meiner Kraultechnik arbeiten, die ist nicht immer so sauber wie sie sein müsste." Sie lächelt Leon an. "Da bist du besser. Du könntest mal zuschauen wenn ich schwimme und mir sagen, wenn dir was auffällt, wo ich was ändern kann." Nouki erwärmt sich langsam für den Gedanken. "Bist du denn schon fix dabei?" Sie winkt kurz ihren Freundinnen, bevor sie sich wieder Leon zu wendet. Wo steckt nur Artjom?

Artjom kommt in die Mensa. Er hat grade noch ein Buch in die Bibliothek zurück gebracht und jetzt knurrt sein Magen. Erst als er in der Schlange dran kommt, überrascht ihn, wer ihn bedient. „Unerwartet.“ sagt er und Blaze atmet mit gepressten Lippen schwer ein und aus. „Was willst du haben?“ mit jedem ‚Kunden‘ sinkt seine Laune und ihm gehn die dummen Sprüche aus. Was zuvor noch einigermassen amüsant war, verbraucht viel Energie und sein Gesicht tut schon weh vom vielen gestellten Lächeln. Artjom schaut in die Auswahl, „Was würdest du nehmen?“
Blaze schüttelt den Kopf, „Scheissegal, nimm einfach irgendwas.“ Artjom kann sich ziemlich gut vorstellen, dass Blaze das Essen in einem Stillen Moment modifiziert hat… würde zu ihm passen, und das verdirbt Artjom ein wenig den Appetit. „Wieviele haben sich schon nicht getraut was zu nehmen was du gekocht hast?“ fragt er lächelnd, doch Blaze‘ Geduld ist am Ende. Er will auch in die Pause, also klatscht er seinem Bandmitglied was von dem Salat auf den Teller und winkt ihn weiter. „Nerv mich nich, Alter. Geh weiter.“ Artjom nimmt ihm das nicht übel. Was solls. Mit dem Tablett steuert er Nouki an, die bereits bei jemandem sitzt… Leon…

Mit freundlicher Mine kommt er näher, setzt sich neben seine Freundin, und fragt im allgemein netten Ton, den er immer anschlägt, „Na ihr. Worüber sprecht ihr grade?“
Leon schmunzelt Nouki an. "Ja klar, ich bin zwar auch nicht der beste Schwimmer ... aber wird bestimmt mega cool. Vielleicht sollten wir uns Tipps von unserer Mitschülerin holen?", dabei deutet er mit der Hand auf Bea. Artjom kommt hinzu und Leons Blick verändert sich leicht. "Hi", sagt er neutral freundlich. "Wir quatschen über das anstehende Schule vs Schule Turnier."
Artjom hebt verstehend den Kopf als er den Stuhl heranzieht. "Ahja, ihr trainiert hart. Hat Nouki erzählt." meint er freundlich zurück und zwinkert ihr zu.
"Da bist du ja, hab dich schon vermisst." Nouki lächelt Artjom an, stupst ihn kurz mit der Gabel und antwortet dann mit Blick zu Leon. "Ja, ohne ihn wär ich nur halb so fit, er stachelt mich immer wieder zu Höchstleistungen an. " Sie isst von der Lasagne, die plötzlich viel besser schmeckt, seit Artjom neben ihr sitzt.

Hab dich schon vermisst ..., diese Worte hallen in Leons Kopf. Seine Augenbraue zuckt leicht, aber unauffällig. "Ja, als Sportler müssen wir immer fit sein. Sonst wird das nichts mit dem Wettkampf", er stochert in seinem Essen und isst einen Happen. Der Appetit ist ihm gerade vergangen. So gut es eben geht, versucht er seinen Unmut nicht anmerken zu lassen. Ob dies auch gelingt?
Artjom ist darauf ausgerichtet Mimiken und Gesten einzuschätzen, da er zu Hause mehr oder weniger nur so kommuniziert. Das betrifft dafür weniger die Nuancen in Stimmlagen. Er hat dennoch nicht das Bedürfnis auf irgendwas von Leon einzugehen und wendet sich mit stolz Nouki zu. "Ihr werdet gewinnen." sagt er überzeugt.
"Sicher, wir sind die Champs." Nouki grinst Leon an und stutzt dann. Sonst isst ihr Freund mit Bärenappetit, jetzt stochert er mehr oder weniger nur herum. "Schmeckt der Kartoffelbrei nicht? Womöglich hat Blaze den gewürzt." Sie lacht leise und widmet sich wieder der Lasagne.
Leon schaut aufs Essen. Er seufzt innerlich und isst weiter. "Kommst dann später mit? Will nach der Schule ins Hallenbad gehen", fragt er Nouki direkt.
Artjom traut dem Essen nicht, und schiebt es ein wenig von sich weg. Er stüzt den Kopf in die Hand und beobachtet die Unterhaltung, während er nebenbei kurz aufs Handy schaut. Hallenbad.. Schön für euch.

"Ja, super. Dann können wir gleich an meiner Kraultechnik feilen." Nouki nickt Leon freudig zu. "Kommst du auch mit schwimmen?" fragt sie Artjom. "Das geht ja auch mit deinem Knie gut, im Wasser bist ja fast schwerelos." Sie schaut wieder Leon an. "Und wir müssen ja nicht nur trainieren. "
Leon sieht zu Nouki. Eigentlich will er nur trainieren. Aber war ja klar, dass sie Artjom dabei haben will. Ihm ist nicht entgangen, dass die Freundin ständig mit diesem Typen abhängt. In Leon zieht sich der Magen zusammen. "Klar. Dann gehen wir zusammen", sagt er neutral. Er hat schon jetzt keinen Bock mehr drauf.
Artjom richtet sich auf. Er soll mit? "Was? Wann? Heute? Sorry." er lehnt sich zurück und winkt ab, "Ich hab versprochen mit in Dads Büro zu fahren und zu übersetzen. Die haben da ein Meeting und er wäre gern dabei." er lächelt schief zu Leon. "Vielleicht n andermal." Oder niemals.
Hat die Sportskanone etwa Glück? Leon wartet Noukis Reaktion ab.
"Ach? Das ist ja lieb von dir. Wird sicher spannend und du kannst in das Journalismus Business rein schnuppern." Nouki ist beeindruckt. "Dann verschieben wir das eben auf ein anderes Mal." Berührt von der Fürsorge für seinen Vater, küsst sie Artjom zärtlich auf die Wange. "Das bedeutet ne harte Zeit für dich. Ich hab die Stoppuhr dabei." sagt sie dann schmunzelnd zu Leon, während sie ihr Besteck zur Seite legt. Besser nicht so voll gestopft sein vor dem Sport.

Leons Augenbraue zuckt erneut. Am liebsten würd er aufstehen und gehen ... aber beißt sich auf die Zunge und bleibt ruhig.
Artjom lässt sich gern küssen. Verdient. Dann wird er heute Abend eben doch den neuen DeadSim Comic Vol 17 einweihen. "Viel Spass euch." sagt er zu den beiden und zu Nouki scherzend; "Mach ihn fertig." er zwinkert Leon zu, bevor er aufsteht, darauf dass er den Spruch nicht so ernst nehmen soll. Nimms sportlich Bro. "Ich geh an die Luft." Hinter Nouki bliebt er stehen und legt ihr die Hände auf die Schulter. Er beugt sich zu ihrem Ohr und flüstert leise. "Bisschen rumknutschen bevor die Pause vorbei ist?"
In Leons Beisein ist der Gedanke daran irgendwie seltsam, aber Noukis Herz schlägt sofort Purzelbäume. Sie wird ein bisschen verlegen, lässt sich aber nichts anmerken. "Okay, nach der Schule auf der Bank beim Baum?" fragt sie Leon im Aufstehen. "Ich freu mich drauf." Ohne seine Antwort ab zu warten, nimmt sie ihren Teller, lächelt ihm nochmal zu und geht mit Artjom das Geschirr aufräumen. Unterwegs ergreift sei mit ihrer freien Hand die seine und drückt sie, während sie ihm einen schelmischen Blick zu wirft.
Leon verfolgt das Geschehen und zerdrückt den Plastikbecher in seiner Hand. Jetzt ist seine Laune absolut im Keller. Frustriert wirft er das kaputte Ding in den Müll.

(In Zusammenarbeit mit @simscat2, @KFutagoh89, @Murloc, @RivaBabylon)
Ellie, Tania - nächster Post
Viola, Blaze - nächster Post
Artjom - nächster Post
Nouki geht nach Windenburg - Familie Jaspers
Leon geht nach Oasis Springs Bowling
Jadyn, Bea - nächster Post
Vero - nächster Post
Lashawn - nächster Post
Buzz - nächster Post
Tania - letzter Post
Ellie - letzter Post
Charaktere: Ellie, Tania
Titel: Freundinnen sind füreinander da - komme was da wolle
"Und wann darf ich deinen Körper erkunden?" Der Schüler lacht und die Jungs um ihn herum brechen ebenfalls in lautes Gelächter aus. Tania hingegen senkt ihren Kopf und sagt nichts dazu. Es ist nicht der erste Kommentar, den sie sich in letzter Zeit anhören darf. Doch sie hat keine Kraft mehr diese verletzenden und beleidigenden Sätze über sich ergehen zu lassen. Der Kloß in ihrem Hals sitzt tief. Wäre ich heute mal gar nicht in die Schule gegangen. Der Wunsch einfach ab zu hauen, wird immer größer.
Plötzlich stößt sie gegen eine Person. "Oh Entschuldigung." Sie sammelt die Blätter auf und sieht ein paar Kunstwerke. "Ellie?" Den Blick nach oben gerichtet, erkennt sie die Freundin und ein Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht. "Sorry, hab dich gar nicht gesehen. War mit den Gedanken woanders." Die Blätter sorgfältig aufeinander gestapelt, gibt sie diese ihrer Freundin zurück.
Ellie wollte ihrer Freundin zu Hilfe eilen, als sie diese Idioten bemerkten, doch als Tani sie anrempelt, verliert sie die aus den Augen. Ellie nimmt Tani die Blätter ab. Sie sieht wütend aus. "Was wollten diese Deppen?", knurrt Ellie. "Was soll der Mist?" Ein lauter Seufzer entfleucht der Rothaarigen. "Das Übliche. Du kennst doch die Gerüchte." Den Kopf schüttelnd, schaut sie zu Boden. "Können wir vielleicht irgendwo hin? Nach draußen oder so? Ich glaub ich fang gleich an.." Sie schluckt und hält sich die Tränen zurück.

Ellie würde Tani am liebsten sofort in den Arm nehmen, aber besser, keiner bekommt es mit, wie es der Rothaarigen geht. Sie versucht, Tani etwas von den Blicken abzuschirmen und geht mit ihr nach draußen. In einer ruhigen Ecke setzt sie sich mit Tani hin und umarmt die Freundin erst mal. Ellie reicht ihr auch noch ein Taschentuch. "Hier...", sagt sie tröstend. Ja, von den Gerüchten hat Ellie natürlich auch schon gehört. Doch sie spricht diese jetzt nicht an. Wenn Tani darüber reden will, wird sie das schon von selbst tun.
Dankbar schnieft sie ins Taschentuch und Tränen kullern ihr über die Wangen. Schnell wischt sie sich diese Weg in der Hoffnung, dass niemand etwas mitbekommt. Nach ein paar Minuten beruhigt sie sich. Diese blöden Hormone! "Ich kann nicht mehr.", sagt sie ihrer Freundin mit einem ernsten Blick. "Ja, ich habe mit ein paar Typen geschlafen, aber nicht mit der ganzen Schule! Das ist alles so beschämend."
Ellie hebt eine Augenbraue. Sind diese Gerüchte also doch wahr? "Das gibt den Idioten nicht das Recht, dich so anzumachen!", sagt Ellie ernst. Sie weiß davon, dass Tani ne Zeitlang was mit Artjom hatte. Aber Tani hat von mehreren Typen gesprochen. "Tani, ich hab die Gerüchte nie geglaubt.", sagt sie schließlich, jedoch ohne Vorwurf in der Stimme. Ellie muss diese Information erst mal verarbeiten.
"Es tut mir Leid." Wieder fängt die Rothaarige an zu weinen. "Ich.. ich brauchte ein Ventil." Und das ist der Lohn, den sie aus ihrem 'Ventil' nun zieht. Ob es das wirklich wert war? "Ich weiß nicht mehr weiter." Ellie streichelt ihre Freundin tröstend über den Rücken. In dieser Lage will sie Tani auch keine Vorwürfe machen, auch wenn Ellie es nicht fassen kann, was sie da gerade gehört hat. Aber die Freundschaft ist jetzt wichtiger als das. Sie umarmt Tani. "Alles wird gut.", sagt sie.

Wenn ich das nur glauben könnte. Der Trost ihrer Freundin spendet der Niedergeschlagenen Kraft. "Ich war nicht ganz ehrlich euch gegenüber.. Ich hatte Angst, ihr wollt nicht mehr mit mir befreundet sein." Nachdem sie ein letztes Mal ins Taschentuch schnäuzt, legt sie es in die Tasche. "Ich mach das nicht mehr. Ich will das auch gar nicht mehr. Als Single bin ich besser dran." - "Wie ist es denn dazu gekommen?", fragt Ellie, ohne Vorwurf in ihrer Stimme.
Tania berichtet von der Situation zuhause mit ihren Eltern. "Ich wollte einfach fliehen, weg von diesen Lügen. Und da habe ich mir die Zuneigung - wenn auch nur kurz - woanders geholt." Ganz schön dumm ihr Denken. Was war das für eine Zuneigung? Vermutlich die, die auch ihr Vater sucht. "Aber ich habe eingesehen, dass das ein Fehler war. Du weißt ja, wie das was mit Artjom war beinahe einen Keil zwischen Nouki und mir getrieben hätte." - "Ja..." Ellie erinnerte sich an den Spaziergang, als sie die drei kleinen Kätzchen gefunden haben. Auch da hatte Tani schon von den Problemen in der Familie erzählt. Dass das solche Auswirkungen haben würde, hätte Ellie jedoch nie erwartet. Es ist ihr bewusst, dass sie manchmal wohl etwas zu naiv ist für diese Welt. Doch dazu sagt sie nichts. Tatsächlich spricht sie ein anderes Thema an: "Aber Nouki ist zum Glück loyal zu ihren Freunden. Und ich auch." Sie legt ihren Arm um Tani. "Wir sind immer für dich da."
Dankbar drückt sie ihre Freundin fest an sich. "Ich bin so froh, dass ich Euch habe!" Dann schaut sie auf ihre Uhr. "Wir haben noch etwas länger Pause, sollen wir ein Stück gehen?" - "Ja gerne. Und du bist wichtiger als der Unterricht. Wenn es etwas später wird, ist es eben so." Lächelnd nimmt Tania ihre Freundin in den Arm und geht mit ihr etwas abseits vom Schulgelände durch eine kleine Baumallee. "Genug der schlechten Nachrichten. Wie macht denn die Liebe? Du und Jadyn?"
Ellie wird rot. "Wir haben uns geküsst!", erzählt sie sofort. "Er kam plötzlich vorbei, hat mich eingeladen.. und dann sind wir gemeinsam zum Strand in Brindleton gegangen und haben dort gemeinsam gemalt!" Sie kann nicht aufhören zu erzählen: "Er hat mich gemalt, stell dir das vor! Und dann kam es zu dem Kuss!" Man sieht ihr richtig an, wie sie noch immer von diesem Tag schwärmt. Er meint es wohl ernst mit ihr. Hofft Tania zumindest. Sie hat ihn anders kennen gelernt. "Das hört sich ja so an, als ob ihr beide auf dem Weg in eine Beziehung seid."
"Oh ja!", Ellie lächelt noch immer, wird dann aber wieder ernst. "Ich hoffe es zumindest. Ich bin zu unerfahren in diesem Gebiet und vielleicht manchmal zu naiv." Doch sie verwirft den Gedanken wieder. "Aber dieser Kuss.. der fühlte sich so echt an!"
Zu Unerfahren. Das ist Jadyn ganz und gar nicht. Bilder kommen Tania in den Kopf. Ob sie es ihr sagen soll? "Das freut mich ehrlich. Ich fänd' es schön, wenn ihr beide zusammen kommt." Dann räuspert sie sich. "Hör mal Ellie. Ich glaube, ich muss Dir was beichten." Ellie bleibt stehen und blickt Tani an. "Was?" Nervosität macht sich in ihr breit.
Die Freundin hat das Thema angeschnitten, jetzt kann sie es nicht mehr von sich weisen. "Ich möchte ehrlich zu Dir sein. Auch Jadyn war einer dieser Kerle... mit denen ich... du weißt schon." Beschämt sieht sie zu Boden. Ellie starrt Tani eine Weile wortlos an. Es dauert, bis sie schließlich doch noch das Wort erhebt. "Wann war das?" Vielleicht geschah das ja lange bevor sie Jadyn überhaupt kennengelernt hat...

"Das ist schon einige Wochen her." Zum Glück hat sie nicht gefragt, wie oft, denn gezählt hat sie die Male nicht. Ellie versucht ihre Gedanken zu ordnen. "Ich glaube, zu dem Zeitpunkt kannte ich ihn nicht mal. Da kann ich wohl weder dir noch ihm einen Vorwurf machen." Tania schaut ihre Freundin an und bleibt für einen kurzen Moment stehen. "Ich hoffe, das ändert an deinen Gefühlen nichts. Du wirst ihm sicher gut tun." Lächelnd streicht sie über Ellies Arm. Ellie schüttelt den Kopf, auch wenn es ihr einen Stich ins Herz versetzt. Doch es stimmt wohl tatsächlich, dass sie dann niemandem einen Vorwurf machen kann, vor allem, wenn es zwischen ihm und Tani nie als etwas ernstes geplant war.
Die beiden Schülerinnen gehen weiter und genießen die frische Luft. Die Rothaarige fühlt sich deutlich besser als zuvor, obwohl ihr die ganze Mobbingsache rund um ihre Vergnügungen noch immer zu schaffen macht. "Ich glaube, wir müssen so langsam zurück. Hast du die nächsten Tage Zeit? Außerhalb der Schule?" - "Sicher!", antwortet Ellie, die nun wieder lächelt. "Wir könnten wirklich mal wieder was unternehmen."
Tania - nächster Post
Ellie - nächster Post
Kurt - nächster Post
Bea - letzter Post
Titel: Andere Kulturen

"Die wenigsten Bewohner gehen den mühsamen Weg zur Eroberung des Herrschertitels.", erklärt Kurt der Klasse. Heute hält er sein Referat im Fach über fremde Kulturen. Da es an der Schule einige Vampire, aber keinen Alien gibt, hat er sich dazu entschlossen, über die Kultur seiner Mutter zu reden. "Die Mehrheit wächst in der Annahme auf, dass es klüger ist, sich dem aktuellen Herrscher zu unterwerfen und das eigene Leben unter dessen Bedingungen zu führen. So kommt es seltener zu einem Duell, als man glauben würde. Im Schnitt findet dieses Schauspiel nur alle sechs bis zehn Jahre statt."


Der Schüler schaut hinter seinen Zetteln auf und lässt seinen Blick über die Klasse schweifen. Er hasst es, so sehr im Mittelpunkt zu stehen, doch die Gesichter sehen zumeist interessiert aus.

Frau Greenteil bedankt sich bei ihm und fordert ihn auf, sich wieder zu setzen. Gerade als er Platz genommen hat, ertönt die Pausenglocke und die Schüler eilen aus dem Raum.

Bea eilt zu Kurt. "Das war wirklich interessant, was du da erzählt hast. Ich weiß so gar nichts über Aliens und deren Kultur." Sie lächelt. "Aber was passiert eigentlich, wenn der Herrscher auf natürlichem Wege stirbt? Ohne dass es einen Herausforderer gibt?"

Gemeinsam durchqueren die Schüler den Flur, verstauen ihre Sachen in den Spinden und gehen zur Pause. Sie setzen sich draußen im Pausenhof auf eine Bank. Bea blickt in den Himmel. Es hat angefangen zu schneien.

Der Hybrid lächelt das Meermädchen an. "Dann wird der nächste Verwandte verpflichtet. Eine Ablösung ist nur durch das Duell möglich.", berichtet er, was er von Raven weiß, während er die letzten Unterlagen in die Tasche legt und sie schultert. "Man hat dann zwar die Möglichkeit ein Duell auszurufen, aber trotzdem gelten die ursprünglichen Regeln, dass nur einer lebend diesen Kampf verlässt. Im Grunde entscheidest du also, ob du gegen deinen Willen herrschst oder den Freitod wählst."

"Keine schöne Entscheidung. Kein Wunder, warum so viele Bewohner den Planeten verlassen." Für sie selbst wäre es jedenfalls nichts.
Kurt nickt bekräftigend. "Meine Mutter ist geflohen, weil sie zu der Bewegung gehörte, die das System ändern wollte. Der Herrscher zu ihrer Zeit war sehr mächtig und lange Zeit ungeschlagen."

"Ich habe ihre Situation lange nicht verstanden - auch, dass sie mich bei meinem Vater abgegeben hat - aber inzwischen weiß ich, warum sie so handeln musste."
Bea nickt. "Wie bist du eigentlich hierher gekommen, wenn du bei deinem Vater gelassen wurdest?", fragt sie neugierig.
Kurt weicht bedrückt ihren Blicken aus. "Meine Schwester.", sagt er knapp. "Sie hat mich gefunden und ... mitgenommen."

Bea wusste bisher nicht einmal, dass Kurt eine Schwester hat. "Wärst du denn gerne dort geblieben?"
Mit großen Augen schüttelt der Blauhäutige den Kopf. "Es war ... furchtbar.", murmelt er und senkt den Blick. "Meine Mutter ist nicht einfach. Aber ich bin froh, dass ich bei ihr gelandet bin." Kurt streckt eine Hand aus und eine Schneeflocke landet auf seiner Haut. "Magst du Eislaufen?", fragt er Bea plötzlich mit einer kindlichen Freude.
"Oh, gerne.", lächelt Bea. "Sowas macht auch Spaß. In Sulani wird es dazu nicht kalt genug, aber ich hab es schon mal bei einem Weihnachtsurlaub in Windenburg gemacht."

Der Mitschüler lächelt breit. "Dann treffen wir uns heute nach der Schule?"
"Da bin ich gerne dabei!", freut sich die Meerfrau.
"Ich habe es erst gelernt, nachdem ich hergezogen bin. Und ich bin wirklich nicht gut darin." Kurt lacht, als er sich an seine eigene Tollpatschigkeit erinnert. "Aber es macht trotzdem Spaß."
"Das auf jeden Fall.", stimmt Bea zu. "Wo wollen wir es denn machen?"
"Entweder in Windenburg, wo du schon warst, oder bei uns in Willow Creek.", überlegt Kurt. "Die Bahn ist nicht besonders groß, aber sie ist die einzige, die ich kenne." - "Dann Willow Creek. Dann lerne ich das auch mal kennen.", erwidert Bea. Sie mag spontane Verabredungen, und mit Kurt kommt sie soweit ja auch gut klar. Der ruhige Junge ist ihr irgendwie sympathisch.
"Wenn du magst, können wir danach noch bei mir etwas zum Aufwärmen trinken.", lächelt Kurt und bemerkt zu spät, dass ihm die Verlegenheit ins Gesicht steigt. Da muss auch Bea lächeln. "Das ist eine gute Idee. Vor allem bei diesen Temperaturen." Sie ist schon gespannt, wie es bei Kurt so aussieht. Verlegen reibt er sich den Hinterkopf und ist zum Teil erleichtert, als die Glocke zur nächsten Stunde leutet.
(Fortsetzung folgt...)
(In Zusammenarbeit mit Riva)
Kurt / Bea - nächster Post
- Das Forum
- Foren Hub [Neulinge starten hier]
- Fragen zum Rollenspiel
- Spielwelt-Richtlinien
- Support & Feedback
- Ankündigungen und Neuigkeiten
- Das Grosse Sims 4 RPG
- Orte
- Willow Creek
- [Archiv]
- Oasis Springs
- [Archiv]
- Newcrest
- Magnolia Promenade
- Windenburg
- [Archiv]
- San Myshuno
- [Archiv]
- Forgotten Hollow
- [Archiv]
- Brindleton Bay
- [Archiv]
- Del Sol Valley
- [Archiv]
- Strangerville
- Sulani
- [Archiv]
- Glimmerbrook
- [Archiv]
- Britechester
- [Archiv]
- Evergreen Harbor
- [Archiv]
- Mt. Komorebi
- Henford-on-Bagley
- [Archiv]
- Tartosa
- Moonwood Mill
- [Archiv]
- Chestnut Ridge
- Archiv
- Copperdale
- [Archiv]
- San Sequoia
- Archiv
- Tomarang
- Ciudad Enamorada
- Ravenwood
- Nordhaven
- Innisgreen
- Granite Falls
- Selvadorada
- Orte außerhalb von Simswelt
- Vampirwelt - Bloodmoon Valley
- Charaktere
- Hauptcharaktere
- Nebencharaktere
- Randfiguren
- Passanten
- Inaktive Randfiguren
- Inaktive Passanten
- [OPTIONAL] CC für Charaktere
- Kreativ Ecke
- Kreationen und Geschichten
- Häuser und Grundstücke
- Sims
- Geschichten und Challenges
- Community Talk
- Forenspiele
- Sonstiges
- Schreibübungen
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!
