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Forgotten Hollow
Veronika - letzter Post
Irina - letzter Post
Pablo - letzter Post
Irina, Pablo, Veronika
Geschichtsstrang: Einweihung des Neubaus bei den Garcias
Veronika Blanch wohnt zwar nicht direkt in Forgotten Hollow, doch sie weiß, dass ihre Freundin Irina inzwischen bei Pablo eingezogen ist. Veronika grinst. Sie beschließt, ihrem „Schätzchen“ einen Überraschungsbesuch abzustatten. Immerhin weiß sie ja gar nicht, wie Irina nun so wohnt, und vielleicht wäre Alvaro ja auch in Pablos Villa...

Doch bevor Veronika das Haus erreicht, bemerkt sie, dass Pablo und Irina offenbar irgendwohin unterwegs sind. Sie holt die beiden ein.

„He, Schätzchen!“ Veronika grinst. „Wohin des Weges, ihr zwei Hübschen? Ich muss doch immer noch eure neue Bude kennen lernen!“

Irina muss lächeln. „Später mal, Vero. Wir sind für heute schon verplant.“ - „So?“, fragt diese verwundert, „Wo seid ihr denn?“ - „Bei Pablos Verwandten! Es gibt eine Einweihungsparty!“

Veronika grinst und schaut von Irina zu Pablo. „Cool, ich liebe Partys! Und deine Familie will ich auch unbedingt mal kennen lernen! Ich komme mit!“
Irina verdreht die Augen. Veronika liebt Partys. Das ist nichts Neues. Und die Gastgeber schienen ja ohnehin Begleitgäste eingeplant zu haben. Eigentlich spricht also nichts dagegen, wenn Veronika tatsächlich mitkommt. Aber andererseits.... Irina sieht zu Pablo. Dem wird das doch sicher nicht gefallen, oder?
Da irrt sich Irina aber. Pablo fühlt sich trotz Veronika nicht als das fünfte Rad am Wagen. Im Gegenteil: Er lächelt freundlich und bietet Veronika tatsächlich an, sie mitzunehmen. Irina sieht ihn lange an. Aber Pablo scheint tatsächlich kein Problem damit zu haben. Na dann!

Jetzt lacht auch Irina. „Klar, Vero, dann mischen wir Mädels die Leute mal auf!“ - Auf Jeden!“, bestätigt die Weißhaarige.

Die drei machen sich auf den Weg zum Neubau der Familie Garcia.
(In Absprache mit @Spatz )
#22
Viola und Dennah kommen von >>> Magnolia Promenade Nr. 2 - Shopping Destrict (6)
Ort: Vergessene Höhle
Charaktere: Dennah, Viola
Geschichtsstrang: Kein Alkohol ist auch keine Lösung
Trotz der winterlichen Kälte zieht Viola ihre Schuhe aus und hält ihre Füße ins Wasser. Sie setzt sich auf einen Stein in der Nähe. "Schon als Kind war ich gerne hier. Bevor sich die Vampirkräfte manifestiert hatten." Und bevor sie Blaze überhaupt kannte. Wenn es wärmer war, hat Klein-Viola den Wasserfall auch zum Duschen genutzt. Doch das ist nichts, was sie Dennah unbedingt erzählen möchte. Stattdessen sagt sie: "Hab mich damals immer gefragt, was in der Höhle über dem Wasserfall ist. Damals konnte ich die Fledermausgestalt ja noch nicht nutzen. Jetzt weiß ich zumindest, dass es da nicht so spannend drin ist, wie ich es mir damals immer vorgestellt habe." Damals war Viola noch ein naives Kind mit Vorstellungsvermögen.

Vom Whiskey leicht benebelt, lässt Dennah den Blick beeindruckt über das Wasser gleiten, verfolgt seinen Weg zurück bis zur erwähnten Höhle und stellt sich wackelig auf die Zehenspitzen, in der Hoffnung durch die gewonnenen Zentimeter ins Innere des Dunkels schauen zu können.
"Ich finds mega!", staunt sie mit anfänglichem Zungenschlag. "Zu Hau-", sie unterbricht sich, schließt einen kurzen Moment betroffen die Augen und schluckt. "In Sequoia haben wir sowas nicht - ich mein, gibt's sowas nicht. Da ist swar auch Wasser, aber das kommt nich von oben. Naja, außer Regen. Aber das ja was anderes." Amüsiert über ihren gedanklichen Ausrutscher grinst sie Viola kindlich an. "Wir haben uns einen coolen Plats unter der großen Brücke eingerichtet." Die Laune hebt sich kurzfristig, als sie von dem Lieblingort erzählt und ihn so gut es geht beschreibt. Schließlich versiegen ihre Worte und weichen einem sehnsüchtigen Schweigen, ehe sie Viola die Flasche abnimmt, mit der inneren Stimme auf Schlussstriche anstößt und gierig den Whiskey ansetzt.
"Ne Brücke gibt's hier auch, aber die ist nichts Besonderes. Nicht groß genug, um sich da drunter einen Platz einzurichten.", antwortet Viola amüsiert. Dennah scheint nicht ganz so alkoholfest zu sein wie Boom, stellt sie fest. Sie wirkt bereits beschwipst. Das Thema, um das es ihr eigentlich geht, schiebt Viola jedoch erst mal noch nach hinten. Das läuft ihr nicht weg. Und da noch nicht einmal die zweite Flasche angebrochen wurde, auch der Whiskey nicht. "Willste mal sehen, was in der Höhle ist? Ich könnte hochflattern und Videoaufnahmen machen oder so." Viola lächelt schief. "Aber erwarte nicht den Drachen, den ich mir als Kind immer als dortigen Bewohner vorgestellt habe. Der existiert leider nicht wirklich."
"Klar! Geile Idee." Dennah strahlt erfreut, als ihre Neugierde geweckt wird. "Ich pass so lange auf den Whiskey auf."
"Daran zweifel ich nicht!" Viola grinst schief. Sie flattert nach oben. Neben dem Höhleneingang ist genug Platz, um auch in der humanoiden Form Platz zu finden. Viola landet dort und verwandelt sich zurück, um ihr Handy auch bedienen zu können. Zuerst macht sie Aufnahmen von der Aussicht. Für einen kurzen Moment sieht man auch Dennah auf dem Video, wie sie sich dem Alkohol widmet. Von hier oben wirkt sie ziemlich klein, doch es ist dennoch zu erkennen, wer sie ist. Das Video schwenkt um, zeigt kurz das Panorama. Man sieht Pablos Haus, und im Hintergrund die Villa Blutrose und sogar die Gruselvilla. Erst dann filmt Viola das Innere der Höhle. Es ist dunkel, doch das Handy beleuchtet die Gegend ein wenig. Man erkennt, wie das Wasser durch die Höhle fließt, und schließlich im Wasserfall mündet.
Viola kann jedoch nicht weiter rein. Sie könnte es in Fledermausgestalt, und hat es auch schon oft getan, doch in humanoider Gestalt ist das zu gefährlich. Die Strömung des Wassers könnte sie sonst mitreißen. Als Fledermaus kann sie zwar fliegen, jedoch nicht das Handy nutzen. Daher landet sie wieder bei Dennah. "Weiter rein sieht es ähnlich aus, bis die Höhle sich schließlich nach oben öffnet. Da gibt es einen Fluss in den Bergen, der für das Wasser sorgt, das dann in das Loch in die Höhle fließt, bis nach hier unten." 
"Muss cool sein, überall hinzukommen." In Dennahs Worten liegt ein Hauch von Neid. In Gedanken malt sie sich aus, wo sie mit diesen Fähigkeiten überall einsteigen könnte.
"Ja... Fliegen zu können ist einer der Vorteile des Lebens als Vampir." Viola belässt es bei der Aussage, ohne Dennah vorzuschlagen, sie auch zu verwandeln. Dazu kennt sie die Mitschülerin nun wirklich noch nicht gut genug.
Die Teenagerinnen gönnen sich den Rest der Whiskeyflasche, bis Viola sich sicher ist, dass Dennah genug hat. "Ist gut, der Whiskey, was? Sogar besser als der bei der Party." Das ist nicht mal übertrieben. Viktor kann sich gutes Zeug leisten wenn er denn will.
Die Vampirin mustert ihre Altersgenossin, die nun mittlerweile deutlich angetrunken ist. "Apropos Party... Wie hat Boom es denn geschafft, mich zu schlagen?"
Dennah schaut Viola erschrocken an. Die Augen weit aufgerissen fragt sie: "Wann hattie dich denn geschlagn?"
"Na beim Wetttrinken. Nicht körperlich." Viola kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Selbst wenn sie erfahren sollte, dass geschummelt wurde, hat es irgendwie auch für die Ablenkung gesorgt, die sie gesucht hat.
Verwirrung mischt sich unter Dennahs Blick. "Du meins geisssslichhh?" Irritiert kratzt sie sich am Kopf. "Mmneee, keine Annst, Vee. Soo schlau is Boom nich.", winkt sie dann ab. "Aber ich verrat dirn Geheimnis." Sie setzt die Flasche an und stellt fest, dass außer einem kleinen Tropfen nichts heraus kommt. Enttäuscht beäugt sie den Gegenstand, schaut dann blinzelnd die Klassenkameradin an. "Gimma die andre." Zufrieden lächelnd nimmt sie die noch fast volle Flasche und trinkt einige große Schluck. Rülpsend setzt sie ab, kichert vor sich her und lehnt sich zu Viola vor. "DasEheimnis is ... ehm ..." mit offenem Mund erstarrt sie. Was wollte sie sagen? ... Boom ... Geheimnis ... ach ja.. "Boom kann nich schnibbsn. Is das nich verrüggt?!" In sich hinein kichernd führt sie den Whiskey wieder zum Mund, nippt daran und fährt dann fort. "Asso unn sie hat einlich niss gewonn. War voll der Beschiss, weissu? Sie hatdo nur Wasser gedrungn. Aber ers alssu die Kah Oh Drobfn hattes. Alda, unnu hass immer noch estandn. Ey, voll meeeega, Vee." Respektvoll den Kopf schüttelnd nuschelt sie abschließend in die Flasche hinein: "Chschwör dir - sowas habich nonich gesehn."
Viola legt den Kopf schief. Dennahs Genuschel macht es nicht gerade einfach, ihre Wörter zu identifizieren. Doch schließlich ist die Vampirin sich sicher, etwas von KO-Tropfen gehört zu haben, und davon, dass Boom am Ende eh nur Wasser getrunken hatte. Einen Moment überlegt sie, ob sie wütend über diese Enthüllung sein sollte... und doch kann sie keine Wut verspüren. Eher Respekt, dass die beiden Mädchen so etwas gewagt haben. Die 10 Simoleons, die sie verloren hat, als sie auf sich selbst wettete, sind ihr eigentlich auch egal. "KO-Tropfen also? Sag mal... hast du da noch welche übrig? Hab da bestimmt auch mal Verwendung für!", fragt Viola.
Fragend hebt Dennah eine Augenbraue. "Nich hier. Aber kannich viel-hick-leich besorgen." Die Augenlider auf Halbmast formen sich ihre Lippen zu einem breiten Grinsen. "Für wen isn das?"
Viola schweigt eine Weile. Es gab eine Zeit, da hätte sie so was bei Vero verwendet. Mittlerweile hat sie jedoch kein Interesse mehr an dem Zickenkrieg und hat an eine andere Person gedacht: "Für mich selbst. Manchmal will ich mich auch mal dicht trinken können, ohne was weiß ich wie viele Gläser dafür nötig zu haben." Sie mustert die Whiskeyflasche, von der bisher nur ein paar Schlücke fehlen. "Kriegst auch den Rest der Flasche dafür."
"Sja nobl." Verzückt klimpert die Dreadhead mit den Wimpern. "Sdauert n paar Tage. Aber ich krieg dasseug für dich." Dennahs Oberkörper neigt sich unrythmisch hin und her. "Scheiße Vee, wir brauchen Mmmmusigg. Komm, ich machn Beat un du sinks dassu." Umständlich rappelt sie sich auf, stützt sich dabei auf Violas Schulter und pendelt sich mit ausgebreiteten Armen ins Gleichgewicht, ehe sie einen fetzigen Rhythmus mit 'Pf-ts-Pf-pf-ts'-Lauten vorgibt. Einen Fuß auf den Boden stampfend und mit beiden Fingern schnippend ist sie schnell in einem Trance ähnlichen Zustand, begeistert und überzeugt von ihrem Können, das mit nüchternen Ohren eher an panisches Getrappel von gejagten Ratten auf einem alten Dachboden erinnert.
Violas Ohren zucken. Für diese Art von Musik ist sie definitiv noch zu nüchtern. Nicht so wie Deffekt, dessen Musik sie genießt. Und doch kann sie einfach nur lachen. "Du klingst wie panische Ratten!", grinst die Vampirin. Ihre Laune hat sich deutlich gebessert.
"Pf-ts-pf-pf-ts-pf-tsie kenniss niss. Wasn das fürne risstung? Ham die was Bekanntes? Pf-ts-pf-pfff-pfs-ts-tspfpff"
Viola wischt sich die Lachtränen aus dem Gesicht. Der Abend mit Dennah hat ihr mehr gegeben als erwartet. Eine Antwort, was wirklich passiert ist.. aber auch Ablenkung und in gewisser Weise sogar Spaß. Und, das sollte sie nicht vergessen, auch diverse Möglichkeiten, wenn Dennah wirklich für KO-Tropfen sorgt.
"Ach schon gut.", sagt Viola grinsend. Trotz der eher nervigen Performance ihrer 'Kollegin' beschließt Viola, den Spaß einfach mitzumachen. Sie erinnert sich an einen Song, den sie mit den Jungs bei dem Debütauftritt gespielt hat. Obwohl der Takt überhaupt nicht passt, ist Viola es in dem Moment egal.
Ich will niemals niemals erwachsen sein
Niemals so sein wir ihr mich haben wollt
Ich will niemals niemals tun was ihr sagt
Und nie so sein wir ihr mich haben wollt
Sie verschwendet keinen Gedanken daran, dass auch Blaze ein Teil von Deffekt ist.
"Wooow! Voll rebellerisch." Beeindruckt starrt Dennah die Andere an. "Sdas vonne Radden? Muss mir ech ma was von den gebn." 
Viola wird mit einem Mal nun doch wieder an Blaze erinnert, reißt sich aber zusammen. "Ne, das ist Deffekt. Wer weiß, vielleicht kann ich dir da Konzertkarten besorgen, wenn die mal wieder auftreten." Sie verschweigt, dass auch sie ein Teil der Band ist. Wenn, dann kann es auch eine Überraschung für Dennah werden.
(in Zusammenarbeit mit @Murloc )
>>> Dennah geht nach Brindleton Bay Nr 10 - Brindelton High (10) >>>
>>> Viola geht nach Newcrest Nr. 12 - Fussballplatz >>>
<<< Viola kommt aus Newcrest Nr. 12 - Fussballplatz <<<
Charakter: Viola
Geschichtsstrang: Rolling stone
Viola lauscht dem Rauschen des Wasserfalls. Sie spürt den kühlen Stein in ihrer Hand. DER Stein. Ganz so locker, wie sie es vor Lucía oder auch Dennah vorgab, sieht sie die Trennung mit Blaze noch immer nicht. In manchen Momenten ist es immer noch schlimm. Seit Tagen wartet sie darauf, dass er versucht, sie zu erreichen. Aber nichts. Und sie ist viel zu stolz, selber den ersten Schritt zu tun. Immerhin hat er es vermasselt, nicht sie.

Es ist nicht das erste Mal, dass es Streit mit Blaze gab, und normalerweise haben sie sich irgendwann auch wieder vertragen. Und jetzt... jetzt fühlt es sich so endgültig an. Jetzt, wo Blaze fort ist bei der Army. Was ist nur falsch gelaufen? War das Gefühl eine Lüge, sich auf Blaze verlassen zu können? Blaze... der ihr Mut gemacht hat, als sie Angst hatte. Der sie sogar zur Gruselvilla begleitet hat, weil sie den Wunsch hatte, ihr Trauma zu überwinden. Er war immer für sie da. Bestimmt wird sich der Streit auch diesmal irgendwie wieder klären lassen.

Und wenn nicht? Will sie das überhaupt noch?

Viola flattert zur Höhle hinauf, und setzt sich neben den Höhleneingang. Was heißt das dann für Deffekt? Ist die Sache gegessen? Wird er Ersatz für sie suchen? Sie öffnet ihre Hand und betrachtet den Stein, der die Freundschaft mit Blaze überhaupt erst ins Rollen gebracht hat... im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Vampirin ballt ihre Hand zur Faust. Warum? Warum musste es so weit kommen? Nicht nur, dass Blaze sich nicht einmal meldet, nicht einmal versucht, das richtig zu stellen... Er hat sie hier alleine gelassen. Blaze... dem sie vor einiger Zeit noch ohne zu zögern das Ewige Leben angeboten hatte. Sie spürt, wie ihr die Tränen über die Wange laufen. Sie muss loslassen. Kann nicht immer nur an ihn denken. Ein letztes Mal atmet sie tief durch. Dann wirft sie den Stein mit Schwung in das Wasser unter ihr. Der Stein, mit dem alles begann. Und mit dem alles endet.

>>> Viola geht nach Stranger Ville - Labor Dr Henry McCoy >>>
<<< Viola kommt von Windenburg - Eventhalle (3) <<<
Charakter: Viola
Geschichtsstrang: Steinchensuche
Der Atem ist sichtbar. Es ist immer noch kühl, auch wenn der Schnee mittlerweile geschmolzen ist. Viola überblickt den See in der Nähe des Wasserfalls. Einzelne Eisflächen sind zu sehen, doch das Wasser ist zu unruhig, als dass es jemals komplett zufrieren würde. Umso besser. Das Steinchen müsste doch wieder zu finden sein.

In Fledermausgestalt flattert sie über der Stelle, in der das Steinchen damals gelandet ist. Sie hat nicht wirklich Lust auf ein kühles Bad, nicht nach der Dusche beim Event. Doch das Wasser ist klar. Ihr Steinchen hat eine andere Farbe als die anderen hier in der Gegend, dunkler. Falls sie das sieht, würde sie landen.
Sie flattert eine Weile an der Stelle, die sie vermutet, vergrößert den Radius nach und nach... nichts. Keine Spur. „Verdammt!“
Sie landet am Ufer, greift mit der Hand ins Wasser, holt ein paar Steine hervor. Ohne Erfolg. Wenn es DAS Steinchen gewesen wäre, hätte sie es wieder erkannt. Viel zu oft hat sie es in der Hand gehabt um es nicht zu erkennen.

Irgendwann gibt sie auf. Es bleibt unauffindbar. Sollte sie einfach irgendeinen anderen Stein nehmen und es ersetzen? Prüfend nimmt sie sich einen anderen Kiesel in die Hand... Aber nicht einmal die Farbe passt. Es würde ihm auffallen.
Viola überlegt. Das Steinchen hatte sie damals vom Schulhof, als sie noch im alten Gebäude waren. Von dort könnte sie doch etwas finden, das auch farblich besser passt... Nein... Nein. Sie will ihn nicht täuschen. Auch er kennt das Teil.
Die Vampirin lehnt sich an den Felsen. Sie würde es Blaze wohl beichten müssen. Wegen eines Steinchens wird er schon nicht an die Decke gehen, oder?
>>> Viola geht nach Del Sol Valley - Wasserturm >>>
<<< Lilly kommt von Forgotten Hollow Nr. 2 - Vampir Bar (5) <<<
<<< Gary kommt von Windenburg - Eventhalle (3) <<<
Charaktere: Lilly, Gary
Geschichtsstrang: Spuren der Vergangenheit
Lilly schließt die Augen. Mittlerweile ist ihr Geigenspiel viel sicherer geworden. Wenn es um das Thema Musik geht, lernt sie immer schnell. Sie lauscht. Lauscht den Geigentönen, lauscht der Klaviermusik, die von Gary kommt. Auch er ist mittlerweile wirklich gut geworden.
Das Duett endet schließlich. "He, das lief schon viel besser als am Anfang.", sagt Lilly grinsend, "Wir können die Rollen wirklich schon tauschen, und es klappt." Sie mustert Gary.

"Ich hab das Gefühl, dass ich noch mehr Fingerübungen machen muss." Gary dreht sich auf der Sitzbank des Klaviers und sieht zu Lilly auf. "Ich mach das schon für die Geige, aber du könntest mir bei Gelegenheit noch ein paar spezielle für Klavier zeigen." Er erhebt sich streckt, die Hände in die Seiten gestützt, den Rücken durch. "Wir haben ziemlich lang geübt heute, was hältst du von einem Spaziergang durch Forgotten Hollow? Frischluft tanken?" Er hält seine Violine hoch. "Und unsere beiden Schätze hier nehmen wir mit, wer weiß was sich ergibt."

Lilly lächelt. Sie selbst hätte kein Problem damit gehabt, auch jetzt noch weiter zu musizieren. Aber Garys Vorschlag hat ebenfalls etwas für sich. Forgotten Hollow hat einen gewissen Charme, besonders in der Nacht. "Klar!", lächelt sie. "Gehen wir!"
Die Straßenlaternen der Gegend bieten nur wenig Licht. Für Lilly reicht das aus. Sie blickt zu Gary. Wie gut kommt er klar mit seinen menschlichen Augen? Doch er beschwert sich nicht, und so nimmt Lilly an, dass es auch für ihn so passt. Sie spricht das Thema nicht weiter an.
... "Und du kannst dir nicht vorstellen, wie nervös ich war. Dachte, es sei einfacher, weil das Publikum nur aus Kindern besteht!" Lilly berichtet gerade von ihrer Geschichte, die sie während des Toleranz-Events erzählt hat. "Aber Pustekuchen! Die Kids hatten ganz unterschiedliche Ideen, und ich wollte niemanden links liegen lassen. Hab ehrlich versucht, immer alles mit einzubauen." Sie lächelt und fasst die Story kurz zusammen. "Im Nachhinein wäre es wohl einfacher gewesen, sich auf jeweils einen Vorschlag pro Absatz zu konzentrieren." Sie macht eine kurze Pause. "Das Klavierspielen am Ende des Events war einfach im Vergleich."

Sie biegen auf einem schmalen Weg ab, der zu einer Anhöhe hoch führt. Am Rand wachsen dieselben fluoreszierenden Pflanzen, die Gary schon in der Villa Blutrose gesehen hat und bei jedem Besuch vergisst danach zu fragen. Er kann es an den Blättern erkennen und vermerkt es dick markiert erneut auf seinem inneren Notizblock. Nach dem gemeinsamen musizieren sind andere Themen wichtiger, genau wie jetzt. "Ja." bestätigt er mit einem leisen Lachen. "Dazu kommt, dass die Kinder sehr kritische Zuhörer sind. Maren ist erst drei, aber wehe ich lese auch nur eine Zeile falsch in ihrem Lieblingsbuch, dann werde ich sofort korrigiert."
Lilly muss bei Garys Geschichte über Maren lachen. "Viola war da anfangs genau so. Später, als sie älter wurde, wollte sie aber immer, dass ich irgendeinen Mord zu den Geschichten dazu dichte. Das hatte mir auch die Idee gegeben, mit dem Krimi schreiben anzufangen."

Gary streift den Busch mit den Fingerspitzen und sieht dann Lilly an. "Na ja..einfach war es sicher nicht." Er schmunzelt kurz und wird dann wieder ernst. "Zumindest nicht im Vorfeld. Ich kenne den Druck, der auf einem lastet, wenn man vor größerem Publikum spielen soll. Man weiß nie was passiert und kann nur hoffen, dass alles glatt geht." Er nimmt den steiler werdenden Pfad unter die Lupe und bleibt einen Moment verschnaufend stehen. "Apropos." Ein prüfender Blick zu Lilly, dann setzt er sich wieder in Bewegung. "Magst du mir mehr über diesen Vorfall erzählen? Die rabiate Unbekannte?"
Lilly bleibt stehen, schweigt eine Weile. "Ach Letizia..." Sie seufzt. Wieviel hat Gary mitbekommen? Er muss deren Worte gehört haben. "Sie war meine beste Freundin." Lillys Blick wirkt schuldbewusst. "Ich... ich bin nicht das weiße, saubere Blatt, das viele von mir halten. Ich habe Fehler in meinem Leben gemacht, auf die ich nicht unbedingt stolz bin." Sie mustert Gary, unsicher, wie viel sie weiter erzählen soll. "Und Letizia ist einer dieser Fehler. Oder eher gesagt mein Umgang mit ihr."
Nachdenklich lässt Gary das Gesagte sacken. Schließlich räuspert er sich und sieht sie im Weitergehen an. "Es passiert im Leben, dass man geliebte Sims verletzt. Ich glaube jeder Sim hat solche Flecken auf seiner inneren Landkarte, mich eingeschlossen." Tief durchatmend sammelt er sich. "Du setzt dich damit auseinander, das ist nicht selbstverständlich. Möchtest du darüber reden?"

"Sie ist auch Musikerin. Sängerin, um genau zu sein." Lilly blickt zu Boden, bevor sie Gary wieder anschaut. "Wollten eigentlich gemeinsam was auf die Beine stellen. Ich an der Gitarre, und sie mit ihrer Stimme. Lange bevor ich Viktor kennengelernt habe." Sie lehnt sich an einen Baum. "Wir haben gemeinsam geübt. Hatten sogar schon einen Namen überlegt. Double Trouble." Nun lächelt Lilly doch ein wenig. "Weißt du, wir waren damals noch junge Teenager, als der Name entstand. Doch ein paar Jahre später dann kam Viktor. Ich verknallte mich. Hatte immer weniger Zeit für unsere Proben. Und als ich schließlich mich dazu entschied, Viktors Angebot anzunehmen, mich zu verwandeln... dann begannen die Probleme. Andere Freunde ließen mich im Stich, als ich von der Verwandlung hörten. Ich hatte Angst, dass es bei Letizia genauso sein würde. Und dadurch brach der Kontakt ganz ein. Mit dem vampirischen Leben kam auch die Gefahr durch die Sonne. Ich konnte nicht mehr regelmäßig zur Probe kommen und mich den Strahlen aussetzen. Ich... ich wusste, dass ich sie im Stich lasse. Doch ich schämte mich zu sehr, um ihr die Wahrheit zu sagen. Ich sagte ihr nie, warum ich nicht kommen konnte. Sie erfuhr erst später, dass ich nun Vampirin war." Sie sieht Gary an. "Ich war es, die sie im Stich gelassen hat, nicht anders rum. Als sie mich dann beim Event sah, sind wohl alte Wunden wieder aufgerissen."

Schweigend lauscht Gary der Erzählung und versucht die Geschichte nachzuvollziehen. "Du musstest also feststellen, dass vermeintliche Freunde keine waren und hattest Sorge, deine beste Freundin aus denselben Gründen zu verlieren." sinniert Gary. Er setzt sich auf einen Baumstumpf, Lilly gegenüber. "Wofür hast du dich geschämt? Weil du die Proben ohne Erklärung versäumt und die Freundschaft vernachlässigt hast oder für dein neues Leben als Vampirin?" hakt er nochmal nach.
"Ich schätze, irgendwie für beides.", gibt die Vampirin zu. So viele Jahre hat sie davon erzählt, dass man sie nach der Verwandlung im Stich gelassen hatte. Nur dass es bei Letizia anders rum war hatte sie verschwiegen, auch vor Viktor. Und nun schämt sie sich erst recht dafür. "Ich habe es immer verdrängt. Bis ich beim Event dann wieder daran erinnert wurde." Sie blickt Gary an. "Vielleicht sollte ich einen Kontaktversuch angehen."

"Hm.." Gary sieht an Lilly vorbei auf die spärlichen Lichter von Forgotten Hollow. Sie haben schon mehr als die Hälfte der Anhöhe hinter sich gebracht und man hat einen guten Blick auf das Tal. Mitten drin sticht der Park mit seinen Laternen und der beleuchteten Statue von Vladislaus heraus. "Wie stehst du heute zu deiner Entscheidung dich verwandeln zu lassen? Bist du im Reinen damit?" erkundigt er sich, weil ihm diese Frage wichtig erscheint und schiebt ihre letzte Bemerkung kurz zur Seite.
"Teils, teils. Vielleicht war ich damals naiv, mich relativ schnell dazu entschieden zu haben. Ich vermisse es, tagsüber unterwegs sein zu können. ohne den ..." Fast hätte sie etwas von dem Sonnenwende-Trank verraten. Aber Gary weiß ja eigentlich schon, dass sie tagsüber unterwegs war. So hat sie ihn getroffen. "Naja, es gibt Wege.", sagt sie, ohne diese weiter zu spezifizieren. "Was ich nicht bereue, ist es fliegen zu können. Und die geschärften Sinne haben auch was für sich, wenn man sich daran erst mal gewöhnt hat." Sie überlegt. "Mit dem heutigen Wissen, wie es sich anfühlt, hätte ich es für Viktor aber trotzdem gemacht. Ich kenne ihn nun schon so lange, und noch immer sind wir ein Paar. Das zählt auch viel. Also, nein, die Verwandlung bereue ich nicht, auch wenn es Nachteile gibt."

"Gut, du empfindest trotz allem es als die richtige Entscheidung." nickt Gary lächelnd. "Das ist eine gute Basis." Er kratzt sich den Bart, während er überlegt, wie er seine Gedanken am besten formuliert. "Diese Letizia...ich kenne sie nicht, aber...." Er sieht zu Lilly auf. "War sie schon immer so? Ich meine...sie hätte dich nach dem Konzert ansprechen können, aber dir nach all den Jahren einfach einen Drink ins Gesicht zu kippen..während des Auftritts.. ich weiß ja nicht.." Er zuckt unschlüssig mit den Schultern. "Ist sie das schlechte Gewissen wert?"
"Sie war nicht immer so." Lilly kratzt sich an der Stirn. "Aber ja, die Tatsache, dass sich ihr Hass all die Jahre gehalten hat, zeigt wohl, dass die Sache wirklich tief geht. Tiefer als erwartet. Es zeigt, dass ich sie damals wirklich verletzt habe."
"So siehst du das? Na gut..du kennst sie und es liegt bei dir, diesen Vorfall richtig einzuordnen." sagt Gary mit leichtem Zweifel in der Stimme. Nachdenklich schweigt er ein Weile. "Willst du das mit ihr klären?" fragt er schließlich. "Es klingt ein bisschen so."
"Ich weiß nicht, ob es Klärung geben wird. Aber falls ich sie wirklich noch finden kann, schau ich, was sich draus machen lässt. Ich werde aber nicht Klärung um jeden Preis versuchen. Wenn ich schnell merke, es bringt nichts, lass ich die Sache ruhen und damit hat es sich dann."
Obwohl er das Verhalten der Jugendfreundin nach wie vor mehr als zweifelhaft findet, akzeptiert Gary Lillys Aussage. Sie wird besser wissen als er, ob es Sinn macht mit dieser Letizia zu sprechen. Er erhebt sich, beugt und streckt den Rumpf und ergreift seinen Geigenkoffer. "Wohin führt dieser Pfad eigentlich? Gibt es oben so etwas wie einen Aussichtsplatz?" Er hebt lächelnd das verpackte Instrument hoch. "Ich finde ein nächtliches Geigenduett hoch über Forgotten Hollow eine sehr reizvolle Vorstellung."

"Genau, mit Bank und Ausblick. Ich mag die ruhige Atmosphäre dort." Sie lächelt. "Und ein Konzert ist eine gute Idee. Vor allem ein Duett."
Ein paar Minuten später erreichen sie die beschriebene Stelle. Gary stellt den Geigenkoffer auf einer hübschen, weißen Steinbank ab und lauscht ein paar Momente in die umgebende Natur. Ringsherum ragen Berge in den Nachthimmel, hinter ihnen rauscht ein Fluss, der gurgelnd in einem großen Felsspalt verschwindet und ein knorriger, kahler Baum zeichnet im Mondlicht eine faszinierende Silhouette gegen den nächtlichen Himmel. Genüsslich die laue Brise einatmend, die geheimnisvolle Düfte der überall erblühenden Natur zu ihnen trägt, lächelt er und sieht Lilly an. "Was hältst du von Simvaldi? Die vier Jahreszeiten, der Frühling inspiriert mich dazu." Er schmunzelt. "Wir müssen ja nicht perfekt sein." Lilly nickt lächelnd und nimmt ebenfalls ihr Instrument zur Hand.

Kurz darauf schwingen sich Violinentöne in den Himmel und tanzen wie ein Schwarm Nachtfalter im Frühjahrstaumel weit klingend über das Tal von Forgotten Hollow.
In Zusammenarbeit mit @simscat2
>>> Lilly geht nach Forgotten Hollow Nr. 4 - Villa Blutrose (19) >>>
>>> Gary geht nach Copperdale >>>
<<< Sullivan 'Blaze' Blaisdell kommt von Oasis Springs (2) <<<
<<< Dennah Delany kommt von Britechester - Wohnkomplex - Wohnung Janko <<<
<<< Boom Boom kommt von Britechester - Wohnkomplex - Wohnung Janko <<<
<<< David ist in Britechester - Wohnkomplex - Wohnung Janko <<<
Charaktere: Dennah, Boom Boom, Blaze, Reed
Geschichtsstrang: Wie man ein Vampir wird I
Blaze… Meld dich… In zwei Tagen…

Das war das letzte was sie gesagt hat. Er spürt immer noch ihren Atem an seinem Ohr, die Hand an seiner Brust. Das geht ihm seither nicht mehr aus dem Kopf, dabei traut er der Sache so rein gar nicht. Die scheint ständig so komisch anzüglich zu reden. Das war schon das dritte Mal, obwohl… Sie hat ihn bei seinem Namen genannt.
Blaze sitzt auf einem Stuhl in Dels Garten, zurück gelehnt wie ein nasser Lappen und scrollt durch Sozial Media Reels, ohne drauf zu achten was er sieht. Vor seinem inneren Auge sieht er nur dieses verführerisch, sommersprossige Gesicht, die roten Lippen die ihn küssen und die grossen hellen Augen die in seine schauen.
Verglichen mit dem was er bisher auf zwischensimlischer Ebene erfahren hat, gibt es nur eine logische Erklärung für seine Gedanken. Er ist geil.
Punkt.
Wenn er sich nur besser an die Geburtstagsparty erinnern könnte… wobei ihm dieser Hauch am Ohr schon fast ausreicht, weil sie in seiner Fantasie nicht mit Boom abgehauen ist, sondern da stehen blieb, die Hand auf seiner Brust, den Mund an seinem Ohr, eine Zunge zwischen den feuerroten Lippen, die wahrscheinlich nach süssem Sherry Oak geschmeckt hätte und kurz davor ist, sein… sein Daumen hat aufgehört zu scrollen.

Blaze blinzelt, atmet ein, bewegt sich auf dem Stuhl in eine bequemere Lage und atmet aus. In seinem Kopf geht das in Ordnung. Es müsste nicht mal zwangsläufig diese Dennah sein, obwohl er schon einen speziellen Kick spürt weil sie seinen Namen, auf diese besondere Weise, gesagt hat.
Sein Blick wandert über Dels Vorgarten. Noch ein Grund hier Platz zu machen. Es gibt hier kaum Privatsphäre. Nochmal bewegt er sich auf dem Stuhl. Das ist so nervig. Den Kopf in den Nacken gelegt seufzt er. Er vermisst Viola. Die Leere die er noch im Bandraum verspürt hatte, weicht der Erkenntnis, dass es ganz hoffnungslos und wahrhaftig vorbei ist. Nie wieder ihre Lippen auf seinen, nie wieder sanfte Berührungen in einem Sarg, nie wieder Bisse am Hals…
Stopp.
Er muss jetzt damit aufhören.
Entschlossen setzt er sich auf und blickt auf das Handy. Er sucht die Kontakte die Dennah eingespeichert hat und öffnet einen Gruppenchat. Kurz das Gehirn in gang gesetzt, dann tippt er.

Eine Weile starrt er den Chat an und wartet. Bis er sich wie automatisch wieder in den stupiden Reels befindet und Katzen dabei zu sieht, wie sie auf Staubsaugerrobotern herum cruisen und über irgendwelche random Pärchen grinst, weil sie sich gegenseitig bei inszenierten Peinlichkeiten gefilmt haben.
'Die Schäden belaufen sich auf einen geschätzten Wert von 34.000 Simoleons.
Am Esstisch in der Tageszeitung lesend schürzt David die Lippen. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Bitte nicht.
'Obwohl es jede Menge Spuren gibt, sucht die Polizei noch immer nach den Tätern.
Bitte. Nicht.
Ob die Beschreibung der jungen Frau, mit der Tat der mehrfachen, mutwilligen Zerstörung fremden Eigentums in Zusammenhang steht, ist noch nicht hinreichend geklärt.'
Seufzend befürchtet David das Schimmste. Er kennt seine Ex-Freundin. Es kann kein Zufall sein, dass die Krawalle genau nach Booms Erscheinen in Newcrest geschahen.
"Was machst du?"
Von der Zeitung aufblickend, sieht er einer offensichtlich gelangweilten Boom Boom ins Gesicht.
"Wie geht's deinen Schnitten?"
"Ach, alles cool.", winkt sie ab, setzt sich in Bewegung zum Kühlschrank, um enttäuscht hineinzusehen. "Ist da kein Schnaps mehr?"
David faltet die Zeitung zusammen. "Du bist ein furchtbarer Sim.", sagt er bedächtig.

"Entschuldige, ich frag ja nur." Genervt schlägt sie den Kühlschrank zu.
"Ich habe dir gesagt, du sollst mich nicht anlügen." David erhebt sich aus dem Stuhl. Eine Sekunde später, steht er dicht vor seiner Ex-Freundin, sieht sie ernst an und fragt: "Und was tust du?"
"Ich suche den verdammten Schnaps."
"Du. Lügst." Davids Stimme klingt ruhig, aber streng. "Warum tust du das, Boom? Warum lügst du mich an?"
Verständnislos kneift sie ein Auge zusammen. "Hä?"
"Das warst du doch." Energischer werdend deutet er auf die Zeitung auf dem Tisch. "Du hast diese Fenster eingeschlagen. Familien terrorisiert. Und du bist ... durch ein Fenster in ein Haus gesprungen?? Bist du denn völlig irre?"
"Was soll das?" Wütend keift Boom Boom zurück. "Du bist nicht mein verkackter Vater! Es geht dich einen Scheiß an, was ich mach!"

"Irrtum!" Die Lippen schmal, fixiert er das Mädchen aus funkelnden Augen. "Es geht mich was an, wenn du auf meiner Couch pennst. Denkst du allen Ernstes, ich beherrberge eine irre Braut, die durch die Straßen rennt und die Gesundheit von Leuten aufs Spiel setzt? Zum reinen Vergnügen?? Was stimmt denn mit dir nicht?!"
"Man, sei doch nicht so ein Spießer!"
David richtet sich auf, atmet tief durch und spricht ruhig weiter: "Du kannst dir aussuchen, ob du dich stellst oder deine Sachen packst und dich verpisst."
Mit geöffnetem Mund starrt Boom Boom den Größeren an. "Ernsthaft?"
David antwortet nicht. Stattdessen zuckt eine Augenbraue in die Stirn.

"Wie du willst.", spuckt sie. "Ich verpiss mich. Aber ich sag dir was, Dietsch." Drohend tippt sie mit einem Finger in Davids Schulter. "Wenn ich dich das nächste Mal besuche, solltest du lieber eine Menge Knoblauch gebunkert haben." Auf den Boden vor seine Füße spuckend, dreht sie ihm den Rücken zu, trampelt zur Couch, um ihre wenigen Sachen in den Rucksack zu stopfen und verschwindet kurz darauf aus der Tür.
Schwungvoll nimmt sie die Treppen ins Erdgeschoss, zieht ihr Handy aus der Tasche. Eine ungelesene Nachricht ploppt auf dem Display auf.
Entschlossen tippt sie ein:

Eine Kippe rauchend, die andere Hand in der Tasche, angelehnt an einen Baum, etwas versteckt im Schatten, wartet Blaze auf Boom und vielleicht Dennah. Die Rothaarige hat sich im Chat nicht geäußert und er muss feststellen, dass er ein wenig enttäuscht wäre, wenn sie nicht auftaucht.
Im Schatten taucht nur die Glut seiner Kippe auf wenn er dran zieht, bis sie schliesslich in einem Bogen sichtbar auf die Strasse fliegt, direkt vor die Füsse von…
Boom Boom. Ihr eigener Filter landet dicht neben der Glut, bevor sie mit dem Stiefel beides platt tritt. "Hey big boy.", grinst sie höhnisch. "Bereit für die Party?"

Blaze stösst sich vom Baum ab und tritt in den Laternenschein. Kurz schaut er sich um und fixiert Boom. „Mehr oder weniger… Hast sie überzeugt, was? Was hast gesagt?“
"Dass sie immer meine Bitch bleiben wird." Ein kurzer Rundumblick, bevor sie zum Thema kommt: "Also, was ist der Plan?"
Kaum hat sie die Frage ausgesprochen, raschelt es im Gebüsch, wenige Meter entfernt. Etwas versucht, sich durch das dunkle Gestrüpp hindurch zu kämpfen, verhakt sich im Geäst, ruckelt und zerrt daran, so dass es immer lauter knistert und knackt.

Reflexartig wendet Blaze sich dem Geräusch zu und gewinnt einen halben Schritt Abstand. Der erste Schrecken verzieht sich, während er das Gebüsch beobachtet und bereits die Fäuste ballt um sie sich vor den Körper zu reissen falls es nötig wird. Forgotten Hollow ist kein sicheres Pflaster. War es noch nie. Vor allem nicht, wenn kein befreundeter Vampir anwesend ist.
"So ein ... gnaargh.. Mist, aua ..."
Boom Boom rollt die Augen. Dennahs Frisur ist nicht zum ersten Mal ein Problem. Ständig verfangen sich Insekten, Pflanzen und Zweige darin. Energisch geht sie auf das Gestrüpp zu, bricht einige Zweige ab und greift beherzt hinein. "Hastes jetzt?", fragt sie genervt, als der rote Schopf den Schatten entschlüpft. Leise vor sich herfluchend pult Dennah weitere Reste aus ihrem Haar. Erfahrungsgemäß wird sie ohnehin nicht alles entfernen können. In ein oder zwei Tagen fallen die Überbleibsel entweder von allein heraus, oder sie werden von Haaren so sehr umgarnt, dass sie von nun an ein fester Bestandteil der Frisur sind.
Dennah richtet sich schnaufend auf. "Sorry, musste dringend pinkeln. Hi, Blaze.", grinst sie ihm unbeschwert entgegen.

Blaze atmet sichtbar die Anspannung aus, gefolgt von einem angenehmen Schauer, den er nur unterbewusst wahrnimmt. "Du bist auch da. Hatte mich schon fast gewundert." sagt er und schickt ungewollt ein Lächeln hinterher.
Die entspannten Hände wandern wieder in die Taschen und er dreht sich Richtung Ortsmitte. "Also... es soll hier ne Vampirbar geben. Unter einem Friedhof. Keine Ahnung obs sinnvoll ist, da einfach rein zu latschen..." er wendet den Kopf zu den beiden Mädels und grinst, "Aber das werden wir ja sehn."

Auf dem Weg hier her, hat er sich bereits Gedanken gemacht, wie sie die Mission angehen sollten. Laut Viola sind Vampire nicht unbedingt scharf drauf, ewiges Leben zu verschenken. Andererseits, mit den richtigen Argumenten...?
"Wenn du ein Vampir wärst... wirst, welchen Grund hättest du andere in deinesgleichen zu verwandeln?" meint er an Boom Boom gewandt.

"Keine Ahnung." Sie zuckt gleichgültig mit den Schultern. "Party? Ne Armee aufstellen? Es immer wieder unter die Nase reiben? Ist doch egal. Was macht das fürn Unterschied?"
"Mal eine andere Frage." Im Hintergrund hebt Dennah den Finger in die Luft. "Was sollte die davon abhalten, uns alle als Imbiss zu betrachten?"

Mit gelangweiltem Gesichtsausdruck, antwortet Blaze Boom nicht weiter. Der Unterschied ist die Konversation die man mit dem Vampir führt. Blaze dreht sich wieder um und setzt sich in Bewegung. „Nichts.“ sagt er auf Dennahs Frage. Im Gehen dreht er sich und geht rückwärts. Die Arme ausgebreitet, als gäbe es nichts zu verlieren. „Ausser die hier.“ wie bei einem Zaubertrick, öffnet er die Hände und einige Knoblauchzehen werden sichtbar. Er verliert zwei, ignoriert sie und steckt den Rest wieder ein. Das Gemüse ist der einzige Grund weswegen er nicht nervös ist - äusserlich.
Verdammt! Daran hätte sie selbst denken können. Ohne einen Kommentar hebt Dennah die heruntergefallenen Stücke auf, um sie in die Hosentasche zu schieben. Schnellen Schrittes schließt sie zu Blaze auf. Neben ihm gehend, fragt sie, leicht herüber geneigt: "Warum machst du das? Bist du mutig oder gelangweilt?"

Keins der Beiden trifft es. Blaze formt mit den Händen eine Schale, so dass Dennah es ihm gleich tut. Dann legt er beiläufig eine Handvoll Knoblauch aus seiner Tasche in ihre Hände. „Ich halte das Wort, was ich einer Freundin gegeben hab. Mehr nich.“ Dabei nickt er Richtung Boom Boom. Blaze weiss nicht ob das stimmt. Es ist als ob etwas an dieser Wahrheit fehlt. Mehrere Dinge.
„Und du? Was hat dich wirklich umgestimmt?“
"Danke." Es ist nicht der Knoblauch, der ihr ein sicheres Gefühl gibt. Es ist die Tatsache, dass sie nicht allein diese dumme Aktion begleitet. Es ist Blaze, der hier an ihrer Seite ist und ihr das Gefühl gibt, er passt auf sie auf. Dennah kann sich nicht erinnern, wann sich das letzte Mal jemand um sie gesorgt hat - abgesehen von Boom Boom, die aus Gründen derzeit mit ihrem eigenen Ding beschäftigt ist.
Die Hände mit dem schutzbringenden Gemüse in die Taschen schiebend, richtet sie den Blick auf den Weg, der noch vor ihnen liegt. Weit kann es nicht mehr sein. Einige hundert Meter entfernt ragen die ersten Steine aus den Schatten, unter denen irgendwelche Sims ihre Körper von Getier zersetzen lassen. Dennah schüttelt den Gedanken an Tod und Verwesung ab. Beides ist nichts, mit dem sie sich gern beschäftigt.

"Gar nichts.", antwortet sie auf Blaze' Frage. "Ich finde es immer noch dämlich. Aber sie ist stur. Und ich hab sie lieber zur Freundin, als zur Feindin." Ironisch lächelnd hebt sie den Blick und zwinkert Blaze zu, als würde er schon verstehen.
Blaze nickt und wendet sich verlegen dem Weg zu. Das kann er sich denken. Jemand der Ohren abbeisst, will man lieber in den eigenen Reihen wissen.
„Ich glaub sie wird ne gute Vampirin.“ sagt er aufmunternd. ‚Gut’ definiert er so, dass sie nicht drauf gehen wird und überlebensfähig ist, und bezieht sich weniger auf das Gegenteil von böse. Dabei ist er sich nämlich nicht so ganz sicher. Aber wie Dennah sagt; so lange sie sie nicht zur Feindin haben…

An einem eisernen Zaun entlang, bleiben sie stehen. Im Inneren der Begrenzung sind weit prunkvollere Grabsteine als aussen - wenn auch verwittert - und ein Weg führt in eine Katakombe.
Blaze mustert den Bereich, schürzt die Lippen und kaut nachdenklich auf der Unterlippe herum. Vor seinem inneren Auge, sieht er sie drei hinab steigen und kurz darauf neugierig umzingelt von einer Horde spitzzahniger Blutsauger die sich die Lippen lecken.

„Vielleicht warten wir bis einer heraus kommt?“ schlägt er vor. Sich nicht bewusst, dass sie bereits beobachtet werden.
"Hast die Hosen voll, big boy?" Boom Boom schiebt sich an ihnen vorbei, als könne niemand ihr etwas anhaben. "Ich kann auch allein gehen, wenn ihr euch nicht traut."
"Boom, warte." Dennah hält die Freundin am Arm zurück. "Das hier ist kein Spaß mehr. Das ... ist echt gefährlich."
Schmunzelnd schnaubt die Ältere, wobei nicht klar ist, ob es amüsiert oder abwertend gemeint ist. "Ich weiß, Bitch. Aber ich bin nicht hier, um mich vor Angst einzuscheißen." Selbstsicher und mit erhobenem Haupt macht sie die ersten Schritte in Richtung Katakomben.

Blaze rümpft die Nase und verschränkt die Arme. „Du willst doch verwandelt werden und nicht einfach nur ausgesaugt, oder nich?“ er dreht sich einmal im Kreis, mustert die Umgebung. „Wenn du da rein gehst, bist du wahrscheinlich schneller ohnmächtig als du Vampir sagen kannst. Und Dennah und ich können dich dann nich einfach rausholen ohne dass es uns vielleicht auch erwischt…“
Blaze ist sich nicht sicher wie gut der Knoblauch wirkt. Er weiss nur, dass verschiedene Vampire, verschieden darauf reagieren.

Den Mund genervt verzogen, bleibt Boom Boom stehen. Könnte was dran sein. Schnaufend dreht sie sich zu ihren Begleitern um. "Aber hier rumstehen und warten ist kacke! Das kann doch ewig dauern."
"Naja,", ein unsicherer Blick Dennahs geht zu Blaze, "wenn du unsterblich bist, kommts doch auf ein paar Stunden nicht an. Oder? Es ist unsere Lebenszeit, die drauf geht."
"Schön, ihr Schisser,", mit beiden Armen eine hilflose Geste andeutend, kommt Boom Boom ihnen näher. "Und was machen wir so lange?"
„Erstmal..“ Blaze greift in die Tasche, „rauchen wir eine.“ und reicht seine Kippen herum. Er ist ziemlich unsicher, was die ganze Aktion betrifft. Es wäre viel einfacher, könnte er einen Vampir den er kennt um Hilfe bitten, aber…
„Wie bist eigentlich auf die Idee gekommen?“ fragt er Boom Boom rauchend.

Mit sinkender Laune nimmt sie die Schachtel entgegen und steckt sich eine an. "Unser big boy ist ein kleiner Hobbypsychologe.", grinst sie zu Dennah.
"Chill, Boom." Die Dreadhead beginnt, sich zunehmend unwohl zu fühlen. Nicht, weil sie auf einem Friedhof in Vampir Downtown sind. Vielmehr macht die unüberlegte Art ihrer Freundin sie unruhig. Was, wenn es schief geht? Wenn die Blutsauger sie nicht verwandeln wollen? Boom Boom bekommt immer ihren Willen - auf die eine oder andere Weise. Und sie ist äußerst nachtragend. "Er hilft dir doch, oder?"
"Na, bisher hatten wir einen Spaziergang und eine Kippe." Ungeduldig zieht Boom Boom am Filter, während sie sich Blaze zuwendet. "Dein Spitzzahn hat mich inspiriert. Stell dir mal vor, was du alles tun kannst. Du bist stärker und schneller als die ganzen Vollidioten da draußen. Du kannst tun, was du willst und niemand hält dich auf. Ewige Stärke, Macht und Jugend. Wie kann man das nicht wollen?"
Dennah läuft bei diesen Worten ein kalter Schauer über den Rücken. Ein sorgenvoller Blick trifft Blaze, doch sie schweigt.

„Viola is nich… ach vergiss es.“ Blaze zieht etwas zermürbt an der Kippe. Wie hätte er vor einem Jahr diesen Plan umgesetzt? Wird er zu vorsichtig? Zu erwachsen? Was soll das…?
„Nicht zu vergessen, ein Leben im Schatten, Drogen und Alkohol verlieren ihre Wirkung wenns blöd läuft, Blut wird die einzige Mahlzeit und dieser Durst, ständig, vor allem zu beginn…“ sagt eine fremde, männliche Stimme über ihnen amüsiert. Auf dem Dach des heruntergekommenen Eingangs zur Bar regt sich eine Gestalt.
Erschrocken fährt Dennah herum, ohne zu bemerken, dass sie sich an Blaze Arm festkrallt. Ihre Zigarette landet unbeachtet im ungepflegten Gras. "Fuck! Wer ist das?", flüstert sie vor sich her, an niemand bestimmten gerichtet.
Boom Boom zuckt kurz zusammen. Doch ihre Faszination für den Fremden überwiegt der Überraschung. Ihre Unsicherheit überspielend gibt sie sich lässiger, als sie sich in diesem Moment fühlt. "Klingt nach nem normalen Sonntag Morgen.", ruft sie zu ihm hoch.

„Du willst das wirklich?“ fragt es rhetorisch aus der Dunkelheit und dann tritt Stille ein.
Blaze starrt zu dem Dach hinauf, spannt die Muskeln an und spürt Dennahs Finger kaum. Aber ihre Nähe registriert er und obwohl er schiss hat, gibt sie ihm das Gefühl stark zu sein. Ein langer, dünner Umriss richtet sich in den klaren Nachthimmel auf und steht dort wie eine Säule.
„Ihr da,“ sagt der Mann von oben und streckt eine Hand gen Dennah und Blaze aus, „Nehmt Abstand. Ihr stinkt.“
Blaze ist sich nicht sicher, sieht Dennah an, dann Boom.
„Und dann?“ fragt er hinauf.
„Dann kann ich mir eure Freundin etwas genauer ansehn….“
„Sehr vertrauenswürdig…“ murmelt Blaze.
„Keine Sorge,“ sagt der Fremde, „Wir unterhalten uns nur.“

Boom Boom schluckt. Plötzlich fällt es ihr schwer, die aufkommende Angst zu überspielen. Haltung bewahren. Der Typ ist auch nur ein Arschloch, wie alle anderen ... Müssen Vampire eigentlich kacken? Kontrolliert hält sie den Blick auf den Fremden, doch sie spürt, dass Dennah sie anstarrt.
Zuerst zaghaft, dann kräftiger, zieht die Rote an Blaize' Arm, einen Schritt nach hinten, dann noch einen und zuletzt einen weiteren. Sie hat nicht vor, sich dem Typen entgegenzustellen. Sie will am Leben, und am liebsten unverletzt, bleiben. Dass Boom den Verstand verloren hat, weiß Dennah seit Langem. Immer auf der Suche nach dem nächsten, geileren Kick, stürzt sie sich in größere Risiken. Und Dennah folgt ihr - wie ein treudoofes Schoßhündchen. Doch im Gegensatz zu Boom, mag Dennah ihr Leben. Es ist sicher weit davon entfernt, perfekt zu sein. Und doch will sie es nicht aufgeben. Gespräche und Gedanken der letzten Tage winden sich durch ihren Geist. Davids Anspielung, was für ein Sim sie sein will - Blaize' Anstoß, ihre Träume zu verwirklichen - Die Hoffnung, ihre Eltern wieder zu sehen. Sie wird das alles - sich - nicht aufopfern. Nicht einmal für ihre beste, durchgeknallte Freundin. Entspannter werdend löst sie den Griff um Blaze' Arm, bis sie ihn ganz loslässt, geht weitere Schritte rückwärts, bis sie ein gutes Gefühl mit dem Abstand zu Boom hat. Die Show kann beginnen.

Blaze lässt sich mitziehen, zwiegespalten. Es wird kalt und leer an seiner Seite als Dennah entschlossener zurück tritt. Blaze bleibt dort wo sie ihn losgelassen hat. Vielleicht ist im Moment alles irgendwie beschissen und vielleicht ändert sich das in der nächsten Zeit nicht, aber sich fressen lassen? Nein. Die Gefahr scheint den Abstand der Knoblauchträger zu akzeptieren und springt in einem elegant-bedrohlichen Satz vom Dach in das Licht der Laternen. Blaze‘ Herz schlägt wilder. Es erinnert ihn an so viele Situationen in denen er weggesehen, sich feige verpisst und das Problem schön geredet hat. Er nimmt sich vor, diesmal nicht wegzulaufen. Egal wie gut oder schlecht er Boom Boom kennt. Der Mann mag den Knoblauch nicht, das wird er nutzen, und umfasst mit der Hand einige der Zehen in der Tasche.
Der Mann, gross, schlank, wie sein Schatten, gekleidet in secondhand ähnlicher Ware, - oder ist es Vintage? - richtet sich auf und tritt auf Boom zu. Er hat schelmische Augen, ein leicht schiefes Lächeln und seine Haltung ist lässig. Sein Alter würde man auf mitte/ende zwanzig schätzen.

„Ich war grade in der Gegend, weil ich meinen Sohn besucht habe.“ sagt der Fremde. „Linus. Er war ans Bett gefesselt, schon seit Jahren und es ist ausser mir keiner da der sich um ihn kümmert.“ Der Vampir seufzt. „Er hasst mich, weil ich ihn und seine Mutter damals verlassen habe. Seine Mutter ist längst tot. Ich hätte ihn so gern aufwachsen sehen… leider, konnte ich mich nie mit ihm unterhalten, weil er kein simlisch sprach.“ er schüttelt den Kopf, bewegt sich um Boom herum und erzählt weiter, „Er hat nur Französisch gelernt. Seine Mutter war ziemlich stur.“ verträumt lächelt er, „Hier,“ aus der Innentasche seiner Kleidung, zieht der Fremde ein Polaroid und zeigt es dem Mädchen mit den türkisfarbenen Haaren. Darauf ist ein Bild von einem belegten Bett, darin ein steinalter, mit Falten übersäter Mann. Er wirkt tot.
"Und?" Die Nervosität herunterwürgend betrachtet Boom Boom das Bild nur flüchtig. Die Geschichte des Hageren interessiert sie nicht. Und die seines Opasohnes ebensowenig. Soll sie dem Knacker jetzt simlisch beibringen? Oder seine Krankenschwester spielen? Dann kann Spitzzahn den alten Jungen gleich begraben. "Was hat das mit mir zu tun?"

Der Vampir betrachtet das Bild. „Er hatte mich sehr oft gebeten ihn zu verwandeln, damit er nicht an Altersschwäche stirbt.“ das Polaroid verschwindet wieder in der Tasche. „Seit 30 Jahren besuche ich ihn auf diesem Friedhof und frage mich ob ichs hätte tun sollen.“ sinniert er. In der nächsten Sekunde verschwindet seine Verträumtheit und fixiert Boom. „Was denkst du?“
Unsicher, was der Lange von ihr hören will, schaut sie zu ihm auf, ohne den Kopf zu heben. "Keine Ahnung. Ist mir egal. Warum hast es nicht einfach gemacht?"

Der Vampir blickt nach oben. „Er hat mich angefleht, aber ich konnte es nicht tun. Ich hab ihm versucht zu sagen, was es wirklich bedeutet, ein Vampir zu sein – das ewige Leben klingt vielleicht verlockend, aber es ist ein endloser Albtraum. Ich hab Jahrhunderte damit verbracht, Fehler zu machen, Sims zu verlieren, und ständig mit dem Durst zu kämpfen. Linus... Linus hatte so viel Wut in sich. Hätte ich ihn verwandelt, wär er zu einem Monster geworden, schlimmer als ich es je war.“
Der Vampir bewegt sich weiter um Boom Boom herum und kommt an seinem Ausgangspunkt an. „Du sagst, du willst Macht, Stärke und Jugend. Ist das alles?“ er klingt herausfordernd und leicht abschätzig als wäre es töricht seine Simlichkeit für solche oberflächliche Dinge abzugeben.

"Schön." Das Mädchen wirft einen vorsichtigen Blick über die Schulter zu Dennah und Blaze, die stumm da stehen und warten, was passiert. "Ich will die schützen können, die mir am Herzen liegen. Okay? Ich erlaube nicht länger, dass irgendwelche Arschlöcher andere herumschubsen, nur weil sie sich nicht wehren können. Ich will stark sein für diejenigen, die es nicht können. Ich bin bereit, den Preis zu zahlen. Das Leben als Normalo bedeutet mir nichts. Und wenn du mir das nicht gibst, dann suche ich mir einen anderen. So lange, bis ich habe, was ich will." Selbstbewusst tritt sie näher an den Unsterblichen heran und schaut ihm entschlossen in die Augen. "Also ... was wirst du tun?"

Der Vampir starrt zurück bis er sich irgendwann den beiden Abseits zu wendet ohne näher zu kommen. „Klingt das nach ihr? Stellt euch ihre schlimmste Eigenschaft vor und multipliziert sie mit 100, was passiert?“ sagt er, jetzt beinahe amüsiert und klopft der Kleinen mit der flachen Hand auf den Kopf.
Blaze zögert. Ihre schlimmste Eigenschaft? Abgerissene Ohren? Er sieht sich zu Dennah um.

Fuck. Boom wäre definitiv grausam zu jedem, der sich ihr in den Weg stellt. Aber ihr diese Sache versauen wäre unklug. Ein Blick zu Blaze. Ja, äußerst unklug. "Ehm ..." Dennah würgt einen Kloß herunter, der ihr das Sprechen erschwert. "Ich ... hab noch nie erlebt, dass sie lügt. Und ich kenne sie schon seit wir klein waren." Das entspricht der Wahrheit. Boom will tatsächlich ihre Liebsten schützen, das weiß auch Dennah. Ebenso wie sie weiß, dass sie damit gemeint ist.
Blaze wendet sich zurück, unsicher ob das überzeugend ist was Dennah sagt. Irgendwo versteht er das was der Typ erzählt. Viola hat auch immer gesagt, sie würde es nicht jedem anbieten. Es braucht vertrauen. Wohl von beiden Seiten. Der Typ könnte auch einfach nur trinken und verschwinden.
„Ich hab mal gesehn, wie sie eine Vampirin beschützt hat und wäre sie selbst ein Vampir gewesen, wäre es vielleicht besser ausgegangen… Sie ist halt übelst ungeduldig… und denkt nich all zu viel drüber nach wenns hart auf hart kommt. Dann handelt sie und die Konsequenzen sind ihr egal, so lange ihre Freunde gut weg kommen.“ sagt er.

Der Vampir dreht den Kopf zu Boom. „Interessant.“ er scheint nach zu denken. Vielleicht über die Vampirin. Dann sagt er, „Bist du vorbereitet auf den Durst der dich am Anfang überwältigen wird?“
Boom Booms Augen verengen sich, während Blaze redet. Ihr Blick springt von ihm zu Dennah, die kaum merklich und mit flehendem Ausdruck den Kopf schüttelt. "Woher soll ich das wissen?" Langsam geht ihr die Geduld aus. Der Typ soll sich mal entscheiden. "Aber ich weiß ja jetzt, wo eine Bar ist." Ihr Grinsen wirkt unaufrichtig, gleichzeitig herausfordernd.

Der Vampir grinst so dass seine spitzen Zähne sichtbar werden und streckt die Hand aus damit sie ihm ihre gibt. „Ich will etwas wieder gut machen. Wenn du dich in zwei, drei Tagen anders fühlst, bin ich noch hier.“
Boom Boom will zögern, doch sie erlaubt es sich nicht. Entschlossen legt sie ihre Hand in seine. Über seine Schulter hinweg sieht sie zu Dennah und ohne es zu beabsichtigen, huscht ihr ein zuversichtliches Lächeln übers Gesicht. Es ist also soweit. Aufgeregt schlägt ihr Herz gegen die Brust. Ob es weh tun wird? Sie atmet langsam durch den Mund aus. 'Scheiß drauf. Und wenn schon.' Dem Fremden zunickend wird ihr Blick weicher. "Ich bin bereit."

Dennah holt die Schritte zu Blaze auf. An ihm vorbei starrend lässt sie die Szenerie nicht aus den Augen, als ihre zittrige Hand die seine sucht, um sie festzuhalten. Sie fühlt sich wie das kleine Mädchen, das sie war, als der Mann in Lederweste zu ihnen nach Hause kam und ihren Vater in der eigenen Küche bedrohte. Damals war es die Hand ihrer Mutter gewesen.
Sie bemerkt nicht, dass ihre freie Hand den Knoblauch so stark presst, dass sich die glitschige Feuchtigkeit auf ihrer Haut verteilt. Dieser Moment wird alles verändern. Was, wenn Boom dadurch zu einem unbesiegbaren Monster wird? Sie liebt ihre Freundin und würde alles für sie tun. Aber das ... ist nicht richtig.
"So ein Sim willst du sein?"
"Man, keine Ahnung. Ich will nur nicht, dass sie ... so wird."
"Warum?"
"Ich weiß es doch auch nicht."
"Dann solltest du das rausfinden, bevor sie ..."

Schockiert beobachtet Dennah, wie der Vampir seine Zähne versenkt. "STOP!" Sie stürzt auf die beiden zu, einen Arm nach ihrer Freundin ausgestreckt, um sie von diesem Untier zu befreien. Das ist nicht richtig. Unkontrolliert trifft sie gegen Boom Boom, die durch den Aufprall nach hinten geworfen wird. Die Bisswunde an ihrem Arm zerreißt die Haut, Blut spritzt durch die Luft und die Mädchen landen nebeneinander am Boden. Der Vampir richtet sich auf, schaut wütend auf sie herunter. Dennah rappelt sich auf, wirft Boom Boom einen Blick zu, sie muss ihr folgen. Doch das tut sie nicht. Stattdessen hält sie Dennah fest, kommt auf die Beine und schüttelt sie, brüllt sie an. Dennah kann nicht hören, was sie sagt. Die Welt ist stumm. Irritiert sieht sie sich nach Blaze um. Er steht noch immer wie angewurzelt da. Seine Hand hält Dennahs fest.
Nichts von dem geschieht. Regungslos beobachtet Dennah, wie der Vampir seine Zähne versenkt. Das ist nicht richtig.

Blaze starrt auf die Szenerie, sein Herz beginnt heftig zu pochen, als er sieht, wie der Vampir Booms Hand festhält, sie zu sich zieht und ihr die Zähne in den Hals schlägt. Der scharfe, metallische Geruch von Blut mischt sich mit der kalten Nachtluft, doch Blaze kann den Blick nicht abwenden. Boom lässt es zu. Sie will es. Ein Schauder läuft ihm über den Rücken, als er Dennahs Hand noch fester greift.
Ein vertrautes Verlangen, das ihm die Kehle zuschnürt, steigt in ihm auf. Blaze weiß, wie es sich anfühlt, die scharfen Zähne eines Vampirs auf seiner eigenen Haut zu spüren, und jetzt, als er Boom zusieht, wie sie sich dem Biss hingibt, ist es, als würde er selbst gebissen werden. Es hat etwas Unheimliches, gleichzeitig etwas Betörendes.

Die Szenerie wirkt surreal, fast wie in einem Film – eine Verwandlung, die sich direkt vor ihren Augen abspielt. Blaze spürt, wie die Grenze zwischen Faszination und Abscheu verschwimmt, und doch ist es dieses Gefühl der Erregung, das ihn fesselt.
Als der Vampir sich aufrichtet und Boom taumelnd stehen lässt, wird Blaze' Griff um Dennahs Hand fester. Er zieht Dennah mit sich, eilt auf Boom zu. Der Vampir faucht kurz, seine Augen verengen sich misstrauisch, als er den Geruch des Knoblauchs wahrnimmt. Dann springt er plötzlich zurück auf das Dach, als wären Blaze und Dennah giftig, und ruft mit einem Blick über die Schulter: „Nächstes Mal lasst ihr das Zeug hoffentlich zu Hause!“
Boom Boom schließt die Augen, als sie den Atem des Mannes an ihrem Hals spürt. Ein leises Knacken dringt in ihr Ohr, ein kurzer Stich, leichtes Brennen. 'Bisschen wie bei einem Tattoo' Dann setzt der Sog ein. Ein merkwürdiges Gefühl durchströmt sie. Zuerst wird ihr warm, dann kühl. Angenehme Leichtigkeit steigt ihr in die Schläfen, vernebelt ihre Sinne und sie spürt, wie sie willenlos wird. Eine herrliche Bedeutungslosigkeit breitet sich aus. Tiefe Entspannung und wohlige Müdigkeit. Die Kraft verlässt ihren Körper.

Fassungslos kann Dennah nichts anderes tun, als auf ihre Freundin herunter zu starren, als diese in die Knie sackt. Von Blaze mitgerissen stolpert sie nach vorn. "Was zum ... Hat er ... Ist sie ...?" Beinah lautlos sind ihre Worte. Panik steigt in ihr auf. Das sieht nicht aus, als würde Boom zu einer Vampirin werden. Vielmehr wirkt es, als würde sie ... "Was passiert jetzt?", fragt sie an Blaze gerichtet. "Stirbt sie?" Tränennasse Augen flimmern besorgt, als sie in die Knie geht und das Gesicht ihrer Freundin berührt. Sie ist kalt.

"Keine Ahnung..." murmelt Blaze. Sein Blick wandert zum Dach, wo der Vampir sich wieder zu der dunklen Säule aufrichtet.
"Sie wird jetzt ein wenig schlafen, aber bald aufwachen und die nächsten zwei Tage einen seltsamen Hunger haben, den sie nicht mit Essen stillen kann. Und dann wird sie als Vampir aufwachen... und sie wird durstig sein..." das letzte klingt unheilvoll. "Ihr wisst wo ihr mich findet." schliesst er und dann springt er hinter dem Haus nach unten und ist fort.

"Hilf mir kurz." sagt Blaze und greift sich Boom Booms Arme um sie sich auf den Rücken zu packen. Da sie leicht ist, hat er kaum Mühe mit ihr auf die Beine zu kommen. "Lass uns von hier verschwinden..." sagt er zu Dennah und setzt sich in Bewegung. Mit Boom Boom Huckepack, biegt er um den eisernen Zaun. Ihm ist heiss und er fühlt sich plötzlich von allen Seiten beobachtet, was ihn zur Eile animiert, "Wo bringen wir sie hin?"

Dennah überlegt keine Sekunde. Sie können Boom nicht durchs halbe Land bringen. Es gibt nur einen Ort in der Nähe, wo sie unterkommen können. "Britechester."

(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon )
>>> Boom Boom, Dennah, Blaze (David) gehen nach Britechester - Wohnkomplex - Wohnung Janko >>>
<<< Marley kommt von Chestnut Ridge <<<
<<< Raphael kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) <<<
<<< Christin kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) <<<
<<< Hendrik kommt von Forgotten Hollow Nr. 2 - Vampir Bar (5) <<<
Charaktere: Marley, Raphael, Christin, Hendrik
Geschichtsstrang: Des Barbesitzers Pferd
Langsam laufen Marley, Christin und Raphael die dunklen Straßen entlang, nervös, immer um sich blickend. Ausgerechnet Forgotten Hollow. Der Ort hat wirklich keinen guten Ruf. Aus diesem Grund sind Marley und Raphael auch mitgekommen. Hier werden sie Christin nicht alleine lassen. Doch zu dritt sollte es klappen. Vor allem, da auch vierbeiniger Schutz in Form von Marleys Hund Billy dabei ist.
Bald erreichen sie den vereinbarten Treffpunkt: Die Statue in der Mitte des Gebiets. Schon von weitem ist ein Typ zu sehen, der wohl dieser Hendrik Faulk ist. Neben ihm steht ein Pferd. Als die Gruppe näher kommt, erkennen sie das Tier als das selbe wie auf dem Foto. Das muss Tinkerbell sein! "Dann schauen wir mal, wie viel er für das Pferd verlangt!", sagt Marley, um sich Mut zuzusprechen. Außer mit Veronika hatte sie noch nie mit Vampiren zu tun gehabt.
Während Hendrik weiterhin mit Tinkerbell kämpft, die unruhig den Kopf schüttelt und mit den Hufen scharrt, entdeckt er schließlich das Gruppchen. Halb genervt, halb erleichtert, dass endlich jemand da ist, ruft er ihnen zu: "Hallo!"
Er richtet sich auf, lässt die Zügel für einen Moment locker und versucht, die Stute zu beruhigen. Doch Tinkerbell bleibt nervös und tänzelt unruhig auf der Stelle. "Sie sind hier für die prächtige Stute?", fragt Hendrik freundlich, obwohl seine angespannte Miene verrät, dass er das Tier so schnell wie möglich loswerden will.

Nervös sieht Marley von Raphael zu Christin. Ist das ein Vampir? Die spitzen Ohren lassen das vermuten. Er scheint aber mehr am Geschäft interessiert zu sein als an einer Blutspende. Das Pferd schnaubt nervös und der Vampir scheint Probleme zu haben, das Tier ruhig zu halten. Er hat definitiv keine Pferdeerfahrung. Trotzdem gibt sie sich im ersten Moment noch unwissend: "Warum verkaufen Sie das Pferd?", fragt sie.
Hendrik spielt nervös mit seinen Haaren. "Also, ich habe die Bar hier und einfach nicht genug Zeit für den G-... das Pferd. Deshalb möchte ich es in gute Hände geben."

Christin schweigt zunächst. Schließlich geht sie auf das Tier zu und begrüßt es mit den Worten: "Hallo Monsterfee ... alles wird gut." In diesem Augenblick spitzt die Stute die Ohren und betrachtet die Frau. Ihre Nüstern sind vor Aufregung aufgebläht. "Alles wird gut Mädchen", erwidert Christin im ruhigem Ton und legt ihre Hand auf die Stirn des Pferdekopfs. Der Vierbeiner wird sichtlich ruhiger.

Mit Freude erkennt Marley, dass sie sich nicht getäuscht hat. Christin hat ein gutes Händchen für das Tier. Sie und Tinkerbell bilden eine Einheit, die Hendrik Faulk nie zu erreichen erhoffen kann. Das könnte eine gute Basis für Verhandlungen sein.
"Und ich sage, das ist nicht Ihr Pferd.", fasst Marley neuen Mut, "Nein, wie Sie sehen können, kennt das Tier diese junge Frau. Da gibt es keinen Zweifel. Sie können nicht verkaufen, das Ihnen nicht gehört."

Hendrik reißt die Augen auf und schüttelt heftig den Kopf. "Nein, das stimmt nicht! Natürlich ist es mein Pferd", sagt er mit Nachdruck, obwohl man die Unsicherheit in seiner Stimme hören kann.
Christin schaut sich den Sattel genauer an und bemerkt eine Seriennummer, die im linken Unterblatt versehen ist. "Marley und Raphael ... welche Seriennummer haben die Sättel von eurer Ranch?", fragt Christin ruhig. Sie wartet auf die Reaktion der Begleiter, bevor sie ihren Verdacht äußert.
Marley muss lächeln. Christin hat wirklich ein gutes Auge. "Das haben wir gleich!" Weder sie noch Raphael wissen die Nummer von Tinkerbells Sattel auswendig. Doch Annett hat das sicher in ihren Unterlagen vermerkt. Ein Anruf bei der Pächterin später, und Marley weiß Bescheid. "Also, die Nummer ist 180721A34.", gibt sie die Information von Annett an Christin weiter. Sie überlässt es Christin, diese zu überprüfen und klärt stattdessen Hendrik auf: "Diese Nummern befinden sich auf der Unterseite des Schweißblattes. Daran haben Sie wohl nicht gedacht, dass sich so etwas überprüfen lässt, wie?" Zumal es ja auch noch Fotos gibt, die Tinkerbell zeigen. Er muss einfach zugeben, dass ihm das Pferd nicht gehört sondern dass es zugelaufen ist.
Hendrik verschränkt entschlossen die Arme. "Das ist mein Gaul, also halts Maul!"

Seine Statur versucht er aufzurichten, doch da kommt Raphael einen Schritt auf ihn zu. "Freundchen, so redest du nicht mit ihr. Wir können die Angelegenheit ganz einfach beenden und die Polizei rufen."

Es dauert ein paar Minuten, bis sich Hendrik gefangen hat. Er knickt ein. "Dann will ich wenigstens einen Finderlohn haben. Ich habe mich die ganze Zeit um das Vieh gekümmert!"
Mit der Aussage von Hendrik erledigt klärt sich der Sachverhalt von selbst auf. Die Nummer die Marley genannt hat, steht tatsächlich auf dem Sattel. Es gibt keinen Zweifel mehr, dass es sich um Tinkerbell handelt. Erleichterung macht sich in Christin breit. "Finderlohn? ... Hm ... Einverstanden. Sie bekommen 100 Simoleons als Finderlohn. Mehr nicht. ... Immerhin haben Sie versucht uns die Stute weiter zu verscherbeln anstatt einen Besitzer zu ermitteln. ... Das entspricht nach dem Strafgesetz den Tatbestand der Unterschlagung, welcher mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren bestraft werden kann ... 100 Simoleons habe ich dabei. Dann erledigen wir das jetzt kurz und schmerzlos!" Sie kramt das Geld hervor und streckt es dem Vampir hin. Nie hätte sich Christin träumen lassen, dass der Austausch mit Nael sich mal in solcher Form als nützlich erweisen würde.
In Zusammenarbeit mit @RacBadger und @Spatz
>>> Marley geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) >>>
>>> Raphael geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (3) >>>
>>> Hendrik geht nach Forgotten Hollow Nr. 2 - Vampir Bar (5) >>>
<<< Viktor kommt von Forgotten Hollow Nr. 4 - Villa Blutrose (21) <<<
<<< Gary kommt von Forgotten Hollow Nr. 4 - Villa Blutrose (21) <<<
Charaktere: Viktor, Gary
Geschichtsstrang: Sprung ins kalte Wasser
Schweigend schlendern sie die gewundene Straße Richtung Park hinab. Immer wieder zischen schwarze, geflügelte Schatten für Sekundenbruchteile über ihre Köpfe hinweg und schwingen sich im Schein der schummrigen Laternen wieder hoch hinaus in die tiefschwarze Dunkelheit über Forgotten Hollow. Unwillkürlich kribbeln kleine, nadelstichartige Schauer über Garys Rücken. Diese Nachbarschaft ist bevölkert von Vampiren. Gründlich überlegt hat er sich diesen Nachtspaziergang nicht. Ist Viktor als Begleiter ein garantierter Schutz gegen erbarmungslos hungrige Bisse in seinem Hals? Räuspernd schweift sein Blick an einem schmiedeisernen Gitterzaun entlang. Ein Friedhof. Schnell wendet er den Blick ab und schielt zu Viktor neben sich. "Sag mal, diese Fledermäuse, die hier überall herum fliegen..sind das alles Vampire in verwandelter Form?"
Viktor sieht nach oben. "Oh, hi Pierre!", ruft er einer Fledermaus zu, "lange nicht gesehen! Wie geht es deiner Frau?" Keine Reaktion. Ein kleines Schmunzeln huscht über seine Lippen. Für einen Moment kann Viktor seine Sorgen vergessen. Er sieht zu Gary. "Es gibt hier eine verlassene Mine in der Nähe. Es gibt viele Fledermäuse, denen das als Heim dient. Die meisten, die du siehst, sind also tatsächlich nur normale Fledermäuse und keine Vampire. Und wenn dann doch mal einer dazwischen ist, sieht der ja, dass ich dich begleite. Das wäre nur zusätzliche Energieverschwendung, wenn es irgendwo sicher leichtere Beute gibt."

Grinsend folgt Gary dem Flug des Tieres. Vik hat Humor. "Auch wieder wahr.", kommentiert er beruhigter. Sie erreichen den Park mit der Statue irgendeines wichtigen Vampirs. "Sag mal Vik, was hältst du eigentlich von den normal sterblichen Sims? Als Species?" Interessiert wendet sich Gary dem Vampir zu, dessen Gesicht im Spiel von Licht und Schatten wieder undurchdringlich wirkt. "Ich habe gehört, sie genießen nicht den besten Ruf unter deinesgleichen."
"Da fragst du den Falschen. Ich habe mich sogar mit einem Werwolf angefreundet." Er zuckt die Schultern. "Und mit einer Magierin, obwohl das damals auch eher mit Misstrauen gesehen wurde. Es juckt mich wenig, wer welcher Spezies angehört, solange mir niemand ans Bein pisst. Oder Leuten, die mir nahe stehen." Sein Gesicht verfinstert sich. "Und wenn jemand doch meint, mich mit mir anlegen zu müssen, zahlt er halt den Preis dafür." So wie Rasputin.
"Schön, dass du nicht mit so seltsamen Anwandlungen wie Standesdünkel belastet bist." Anerkennend nickt Gary und schlägt einen kleinen Trampelpfad an ein paar Häusern vorbei, ein. Aus dieser Richtung dringt das ferne Rauschen eines Wasserfalls und Gary kennt diesen Teil von Forgotten Hollow ein wenig. "Ich persönlich finde den Kontakt mit euch und all das, was ich von dir und Lilly über euer Leben lerne, sehr bereichernd. Es geht nichts über den Austausch mit anderen." Sie lassen die Gebäude hinter sich und der Pfad unter ihren Füßen ist ohne die Beleuchtung kaum mehr zu erkennen. Raschelnd teilen ihre Füße über den Weg wuchernde Gräser und weichen ausufernden Rankgewächsen aus. Das Rauschen des herabstürzenden Wassers wird lauter. Plötzlich stoppt Gary abrupt und greift Viktors Unterarm, sein anderer Arm zeigt nach vorn. "Sieh mal, sind das Kerzen?" Von einer leichten Seebrise angefacht, tanzen Flammen wie herumschwirrende Irrlichter in der Dunkelheit voraus. Ihr flackernder Schein wirft mosaikartige Schatten auf eine Figur, wie aus einer anderen Welt entsprungen. "Was ist das?" Halb erschreckt, halb fasziniert nähert sich Gary der Staue.

„Wunderschön, nicht wahr?“ Viktor betrachtet die Werwolfstatue konzentriert. „Die Kerzen sorgen für die richtige dunkle Romantik, die dieser Ort so an sich hat.“ Der Historiker lehnt sich an die Figur. „Solche Statuen gibt es hier viele. Und auch, wenn man denken könnte, sie dienen der Abschreckung, ist das nicht immer der Fall. Sie erzählen Geschichten.“ Seine Augen leuchten auf, froh darüber einen Zuhörer gefunden zu haben. „Diese hier...“ Er tätschelt dem Werwolf den Kopf, „ist mindestens 300 Jahre alt. Werwölfe und Vampire kommen normalerweise nicht gut miteinander aus, auch wenn Forgotten Hollow größtenteils von den Kämpfen verschont wurde. Trotzdem herrschte auch hier Misstrauen und Feindschaft. Aber das macht die Statue auch so besonders.“ Er lächelt leicht. „Der Legende nach ist es die Geschichte einer verbotenen Liebe. Caelum, der Waldläufer, war ein Werwolf. Ein Einzelgänger, was für Wölfe zwar ungewöhnlich ist, aber auch nicht völlig ungehört. Er verirrte sich nach Forgotten Hollow. Warum, ist nicht überliefert. Vielleicht als Spion. Vielleicht auch einfach nur aus Neugier. Doch er geriet in einen Hinterhalt. Vampire griffen an, verletzten ihn.. bis Seraphina von Dunkelsteyn dazwischen ging und die Jäger ablenkte. Die Tochter eines mächtigen Vampirfürsten. Caelum konnte fliehen. Und als er Seraphina schließlich wieder fand, entstand langsam eine Liebe zwischen beiden.“
Viktor macht eine Pause. „Das ist nur eine Legende. Die von Dunkelsteyns gab es wirklich, aber ob Caelum je existiert hat, ist nicht bekannt. Wenn du mich fragst, steckt zumindest ein Fünkchen Wahrheit in der Geschichte, aber ohne Beweise kann ich das nicht zu 100% sagen. Jedenfalls gibt es kein Happy End. Es heißt, dass Caelum letztendlich doch noch erwischt und getötet wurde, und dass Seraphina ihm zu Ehren diesen Schrein errichtete. Und dann früh an Kummer verstarb. Es heißt, dass es ihr Geist ist, der dafür sorgt, dass die Kerzen auch jetzt noch weiter brennen. Aber dieser Teil ist dann wirklich Unsinn.“

Während er Viktors Geschichte zuhört, inspiziert Gary die Figur genauer. Ist das tatsächlich ein Werwolf? Als wunderschön würde er sie nicht bezeichnen, aber unbestreitbar strahlt die Statue eine Anziehungskraft aus, der er sich nicht entziehen kann. Unzählige Wachsreste zeugen davon, dass irgendjemand regelmäßig hierher kommt. "Diese Nachbarschaft birgt wirklich viele spannende Geheimnisse. Wäre interessant, wer das hier so hingebungsvoll pflegt. Kein Moos, der Sandstein ist fast staubfrei gebürstet. Interessant." Er tritt einen Schritt zurück. "Wollen wir zum See? Der Wasserfall zieht mich magisch an." Der nächtliche Wolkenvorhang teilt sich und gewährt dem Mondlicht die Freiheit, sich über das samtschwarze Gewässer zu ergießen. Eine einsame Insel thront vor der Kulisse des mächtigen Wasserfalls mitten im See. Unwillkürlich beschleunigt sich Garys Herzschlag, bei diesem Anblick. Das Geräusch des herabstürzenden Wassers mischt sich mit dem Rauschen des Blutes in seinen Ohren. Er wendet räuspernd den Blick ab und stutzt. "Hey, was haben wir denn da?" Halb verdeckt von einem üppigen Gebüsch, liegt ein Ruderboot an dem kleinen Strand, den sie eben betreten haben. Das gibt's doch nicht "Ob das noch seetauglich ist?" Er wendet sich mit einem verhaltenen Grinsen zu Viktor um. "Wollen wir's testen?"

Viktor hebt eine Augenbraue. Er hatte nie gedacht, wie gut es ihm tun würde, sein Wissen über Statuen und Geschichte zu teilen.. und wie sehr es ihn freut, dass Gary zuhört. Zu irgendetwas scheint er ja doch noch gut zu sein. Aber mit einem alten, vielleicht morschen Ruderboot rüber zu rudern? Er seufzt einen Moment. Sein früheres Ich hätte sofort zugesagt. Mit Aidaria hatte er weitaus verrücktere Dinge getan. Aber jetzt? Er sieht Gary an. "Ich ... " Er zögert, doch dann hebt er den Kopf. "... würde sagen, wir schauen uns erst mal das Boot an, wie es aussieht."
Er mustert das Boot genauer. Ok, morsch ist es nicht. Auf den ersten Blick wirkt es seetüchtig, auch wenn die Ruder fehlen. Aber da lässt sich improvisieren. Nicht, dass er Angst hat. Er kann sich immer noch in die Fledermausgestalt retten, sollte es schief gehen, oder einfach schwimmen. Das Wasser ist ruhig und die Insel nicht sonderlich weit entfernt. "Bräuchten nur etwas als Ruder. Dicke Äste oder so."

"Ha!" Rückwärts schiebt sich Gary aus dem Busch, unter dem er zwei zusammen gebundene Ruder herausgezogen hat und schwenkt sie triumphierend in Viktors Richtung. "Alles da für ein nächtliches Abenteuer." Zusammen hieven sie den Kahn bis ins seichte Wasser und kurz darauf ziehen die Ruder ihre Bahnen durch die dunkle Wasseroberfläche. Zielstrebig steuert Gary die Insel an. "Ich war früher schon mal hier..zu Highschoolzeiten." Seine Gesichtszüge werden weicher, gut dass man im Dunkeln nicht alles so genau erkennen kann. "Mit Sarah. Wir waren noch nicht zusammen, aber ich wollte immer nur sie. An dem Tag hatte ich sie um ein Date gebeten und sie sagte, sie wolle nicht eingeladen werden, sondern ich solle ihr meinen Mut beweisen.", erzählt er weiter und wendet sich schmunzelnd zu Viktor. "Da sind wir zusammen nach Forgotten Hollow. Nach Einbruch der Dunkelheit. Ich bin tausend Tode gestorben innerlich. Klar, dass ich nach außen nichts gezeigt hab." Leise lachend hält er im rudern inne. "Ich wollte irgendwie rüber auf die Insel, ein kleines Picknick veranstalten. Dachte dort gibt es keine Vampire." Kopfschüttelnd nimmt er das Ruder wieder in die Hand und ändert leicht den Kurs. "Am Ufer haben wir uns in den Sand gesetzt und ich hab mir eine wild romantische Geschichte ausgedacht, warum es dort drüben einen Grabstein gibt. Ähnlich wie die um die Werwolffigur. Und ob du's glaubst oder nicht, auch damals lag ein Ruderboot am Ufer. Vielleicht war es sogar dieses hier." Er klopft auf die Holzumrandung des Kahns.
Viktor lehnt sich zurück. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass es wegen der Grabpflege hier ist.", sagt er. "So dass die Insel erreichbar ist. Vielleicht stimmt das auch. Nicht jeder Vampir hat die Fledermausgestalt und könnte einfach rüber flattern."

"Na ja, auf halbem Weg, ich war grade dabei auszuschmücken, wie der Geist des Insel nur erlöst werden kann, wenn zwei reine Liebende sich dort küssen..", er schwingt weit ausholend mit dem freien Arm. "Schießt ein riesiger Schwarm Fledermäuse über unsere Köpfe hinweg, Sarah springt kreischend auf, ich will ihr helfen, das Boot kentert und die Romantik mit." Jetzt muss er doch lachen. "Es ist seltsam wieder hier zu sein..seltsam und schön zugleich." Tief aufatmend streckt Gary den Rücken durch. "Sie ist die Liebe meines Lebens und trotzdem hab ich die Entscheidung getroffen zu gehen." Er sieht Viktor ernst an. "Kennst du das? Das überwältigende Gefühl etwas tun zu müssen? Etwas an dem kein Weg vorbei führt?"
"Also denk jetzt nicht, ich würde dich küssen, damit der Geist der Insel erlöst ist.", lässt Viktor vernehmen. Sein Gesichtsausdruck bleibt dabei neutral und zeigt keine Regung. Erst, als Gary das Thema "etwas tun müssen" anspricht, senkt sich sein Blick. Sofort denkt er an Rasputin. Er versucht jedoch, sich nichts anmerken zu lassen. Was hat es ihm gebracht, dieses Ziel erreicht zu haben? Nur Mist und noch mal Mist. "Ich weiß, wie es ist, Ziele zu verfolgen, ja." Der Zynismus in seiner Stimme ist nicht zu überhören. "Man darf das 'Danach' halt auch nicht aus den Augen lassen."

Prustend lässt Gary das Ruder los. Viks trocken aufblitzender Humor ist unschlagbar. "Bis zu zwei reinen Liebenden haben wir auch noch ein bisschen Weg vor uns.", lacht er und wischt eine kleine Träne aus dem Augenwinkel. Für eine Weile treibt das Boot vor sich hin, ohne dass einer der Insassen sein Ruder betätigt. "Ich meinte gar nicht so sehr ein Ziel..mehr das Wissen, dass nichts anderes mehr möglich ist. Dass es nur noch diesen Weg gibt, den man gehen kann." Sinnend hängt Gary eine Hand über den Bootsrand und lässt sie sanft durchs Wasser gleiten, während er Viktors letzten Satz nachwirken lässt. "Ziele haben sich dann ergeben, als ich ihn beschritten habe." Nachdenklich mustert er den Vampir. "Was meinst du genau mit das 'Danach' nicht vergessen?"

Viktor schweigt einen Moment. Wortlos ergreift er das Ruder, steuert den restlichen Teil des Weges an. Der Sturz. Die Schuldgefühle. Jetzt, wo er sich für eine Weile davon ablenken konnte, will er das Thema eigentlich nicht erneut ansprechen und aufwühlen. Erst nach einer Weile bricht er sein Schweigen. Er bleibt vage: „Ich verdanke Lilly so viel. Sie hat mich aufgefangen, als.. als es los ging. Weil ich mein Ziel erreichte und nichts mehr hatte um mich abzulenken. Ich werde ihr das nie zurückzahlen können.“ Er seufzt, schüttelt unmerklich den Kopf, als wolle er den Gedanken abschütteln. Dann wechselt er die Richtung: „Und du? Bereust du es manchmal, dass du’s durchgezogen hast?“
Es? Vermutlich meint Vik damit seine derzeitige Stimmungslage. Gary fragt sich was für ein Ziel er meint. Wenn es ihn in solch eine Leere gestürzt hat, es zu erreichen, muss das Anliegen ihn vollkommen ausgefüllt und in seiner Seele gebrannt haben. Vielleicht hat es mit der Ermordung seiner Eltern zu tun, das läge nahe. Es ist deutlich zu spüren, dass Viktor nicht ins Detail gehen will, daher greift Gary ohne zu zögern seine Frage auf. Mit kräftigen Zügen steuern sie die schon nahe Insel an, während Gary nach einer treffenden Formulierung sucht. "Bereuen nicht direkt, das würde heißen, ich wollte es gerne rückgängig machen, oder? Das ist nicht so, aber ich frage mich schon öfter, ob es vielleicht einen anderen Weg gegeben hätte, der weniger schmerzhaft für alle gewesen wäre. Ich zweifle mehr an der Umsetzung, die ich gewählt habe, nicht an dem Schritt an sich. Selbstzweifel sind glaub ich normal, wenn andere Sims in die Entscheidung und ihre Folgen involviert si..." Das hässliche Geräusch von splitterndem Holz lässt ihn erschrocken verstummen. Irgendetwas am Rande der Insel hat ein Loch in den Bootsboden gebohrt. Wasser bahnt sich gluckernd den Weg in neu zu eroberndes Terrain. "Was zur Hölle!?" Gary springt auf und presst mit mäßigem Erfolg einen Fuß auf die Öffnung. "Schnell, lass uns das Teil an Land ziehen."

Viktor springt an Land, zieht das Boot mit sich. Schnell ist der Übeltäter erkannt. Die versunkene Statue hatte er übersehen, die im Schilf versteckt liegt. Und ich habe gerade gesteuert... Wie peinlich... Er ärgert sich. "Und das ist, warum ich lieber plane als einfach so loszurudern!" Er betrachtet den Schaden. Ein Leck. Kein großes zwar, aber das ändert nichts daran, dass es trotzdem behoben werden muss. Was schwierig ist, denn die Insel gibt an Material nicht viel her. Ein Baum, paar Sträucher, etwas Schilf, den Grabstein... aber viel mehr gibt es hier nicht. Aber es ist möglich. In Viktors Kopf formt sich bereits ein Plan. Rinde ist wasserabweisend, Schilf kann abdichten – nicht elegant, aber funktional.

"Ich könnte dich jetzt hier zurück lassen und einfach in Fledermausgestalt rüber flattern.", murmelt er, "Aber das Boot wird gebraucht und das kann ich nicht so stehen lassen. Es lässt sich schließlich flicken." Natürlich hätte Viktor das nicht wirklich getan, nicht nachdem er merkt, wie gut ihm Garys Gesellschaft tut. Doch mit Sarkasmus lässt sich die Peinlichkeit immer noch am besten überspielen. Er geht zum Baum, beginnt, etwas Rinde abzukratzen. "Du kannst mit dem Schilf sammeln helfen, das brauchen wir auch."

"Wie hättest du dieses Ereignis voraussehen können? Das hätte mit dem besten Plan passieren können, die Statue ist fast vollständig mit Wasser bedeckt, keine Chance das zu sehen." Kopfschüttelnd sieht Gary sich um. "Nein, das ist einfach das Leben. Immer ein unvorhersehbares Ass im Ärmel." Etwas ratlos schweift sein Blick weiter über das karge Eiland.
Als Viktor beginnt die Rinde des Baumes abzukratzen, tritt er neugierig näher. Die blutarme Mondsichel hellt die Nacht nur spärlich auf , so dass er sich nicht sicher ist, ob ihn seine Augen vielleicht trügen. Die Rinde erscheint ungewöhnlich dunkel. Nein, sie ist beinahe schwarz und aus den Stellen, die Vik bearbeitet tritt zähes, klebriges, nach Schwefel riechendes Harz aus. Prüfend tupft Gary mit einem Finger dagegen und verreibt es am Stamm. Die Konsistenz ähnelt frischem Teer oder Pech. Zufrieden nickt er. "Gute Idee, Vik. Das könnte helfen die Materialien zu binden." Er greift in seine Hosentasche und zieht ein Taschenmesser heraus. "Hier. Kratz so viel davon ab, wie du kannst. Für das Schilf werd ich 's nicht brauchen."
Wenig später kehrt er mit einem Arm voll Stängeln zu dem Vampir zurück, der neben dem Boot kniet und das Leck beäugt. Schwungvoll lässt Gary die Last zu Boden fallen und kauert sich in der Hocke daneben. "Nicht viel Licht, aber ich geh davon aus, du siehst im Dunkeln deutlich besser als ich. Ist es machbar?"

"Seh ich.", bestätigt der Vampir knapp. Er dreht das Boot um, so dass die zu flickende Stelle besser erreichbar ist. "Harz lässt sich als Leim verwenden. Mit dem Schilf zusammen." Mit dem Taschenmesser schneidet er die Rindenstücke zurecht, so dass die Größe passt. Einen Moment versinkt Viktor in Melancholie. "Ich war nicht immer so verkopft und unflexibel wie heute, weißt du? Erst seit..." Er unterbricht den Satz, und fängt mit einem komplett neuem an: "Jedenfalls habe ich als Teenager damals mit Aidaria so einiges an Unfug gebaut. Und ja, eine Bootsfahrt war darunter. Nicht hier in Forgotten Hollow, aber in Glimmerbrook, als ich mir ihre Heimat einmal anschaute. Einmal hat sie das Boot mit Magie durch die Lüfte gehoben, was aber nur eine gewisse Zeit lang gut ging, bis sie dann die Kontrolle verlor. Das Boot landete auf einem Baum und wurde von einem Ast durchbohrt. Wir versuchten es zu reparieren, aus Angst, jemand bekommt etwas mit. Mangels Internet mussten wir damals sogar noch Bücher ausfindig machen, um die Infos, wie man das macht, zu finden. Einen passenden Zauber kannte sie nämlich nicht. Aber am nächsten Tag, mit Buch, hatten wir es dann auch versucht." Er macht eine kurze Pause, sammelt die Worte. "Natürlich sah man es dem Boot am Ende trotzdem an." Nun seufzt er. "Manchmal vermisse ich die Zeit, als ich noch so sorglos sein konnte.."
Fast so, als bereute er, den Satz laut ausgesprochen zu haben, wechselt er sofort das Thema. "Bin mit der Rinde fast fertig. Fehlt noch der Leim."
Bei der Vorstellung von Vik und seiner Freundin in einem fliegenden Boot entfährt Gary ein leises Lachen. "Klingt so, als wärst du ziemlich abenteuerlustig gewesen, ja." Er nimmt sein Taschenmesser wieder entgegen und beginnt ein paar der Halme damit faserig aufzufächern und zu zerkleinern. "Ich glaube das ist nur verschüttet, Vik. Das lässt sich wiederbeleben, vielleicht in kleinen Schritten, aber ich bin sicher, dass solche Charaktereigenschaften nicht vollständig sterben." Scharf fetzt das Geräusch von Garys reißendem Hemd durch die Stille nach seinen letzten Worten. Er reibt den Stoff mit Harz ein und verknetet das entstandene Gemisch mit den Schilffasern. Leise vor sich hin ächzend, stopft er das Knäuel in das Loch im Boot und passt die Masse an am Rand an. "Jetzt bist du dran mit der Rinde, Vik. Leg sie drauf und ich verschmier die Pampe darüber." Er deutet auf die restliche, pechschwarze Masse. "Bin ja schon eingesaut."
Die letzten Schritte sind schnell durchgeführt. Viktor schweigt während der Arbeit, konzentriert sich darauf, die Rinde passgenau einzusetzen. Erst, als das Boot wieder seetauglich wirkt, lenkt er seine Gedanken zu anderen Themen. Wann war das letzte Mal, dass er handwerklich arbeitete? Schon länger her, und dabei besitzt er sogar einen Schreinertisch. Meistens wurde der von Viola genutzt. Vielleicht wird es an der Zeit, dass auch er mal wieder etwas damit macht. Wäre für ihn ein ungewöhnliches Hobby. Er mag es, mit dem Kopf zu arbeiten, geistige Rätsel zu lösen oder eine Schachstrategie zu entwickeln. Ein Ausgeich kann aber dennoch nicht schaden, einer bei dem er mehr Energie verbrauchen kann als beim Stricken. Das muss ich ja nicht jetzt entscheiden.
"Also das sollte so reichen. Sieht gut aus soweit.", sagt Viktor schließlich. "Ich glaube wir können hier weg."

Leicht außer Atem nickt Gary. "Ja. Das kalte Wasser wird hoffentlich das Harz soweit härten, dass wir gut nach Forgotten Hollow zurück kommen. Ein bisschen Wasser im Kahn ist ja nicht weiter schlimm." Als kurz darauf die Paddel wieder in den dunklen See eintauchen, hält Gary kurz inne. "Vik." Er streckt dem Vampir seinen erhobenen Arm entgegen. "Das war gutes Teamwork."
Viktor schlägt mit ein. "Ja, das war es wohl." Ein leichtes Lächeln zeigt sich. "Manchmal kann man sich auch mal ins kalte Wasser wagen. Im wahrsten Sinne des Wortes."
In Zusammenarbeit mit @simscat2
>>> Viktor geht nach San Myshuno (5) >>>
>>> Gary geht nach Del Sol Valley Nr. 1 - The Black 'n' Red Theater >>>
<<< Ellie kommt von Del Sol Valley (2) <<<
<<< David kommt von Britechester Nr. 11 (D) - Wohnung von Kitty Pride <<<
Charaktere: Ellie, David
Geschichtsstrang: Von Sehnsucht und Mut
Schon am Vormittag ist die Luft sommerlich aufgeheizt. Kaum eine Wolke ist am Himmel zu sehen, die Sonne scheint erbarmungslos auf die Landschaft. David kann den Drang nicht unterdrücken, immer wieder zu Ellie zu schauen. Bisher scheint sie die Hitze zu vertragen, dennoch ermahnt er sich geistig, ihr und sich selbst zuliebe ein entspanntes Tempo vorzulegen. Unter der prallen Sommersonne mit den Fahrrädern im Gebirge herumzufahren bleibt eine heikle Angelegenheit - trotz ausreichend Proviant. Am Morgen hatte er noch mit dem Gedanken gespielt, die Tour zu verschieben. Auf das nächste Wochenende, wenn es vielleicht etwas kühler ist. Aber Ellie schien so enthusiastisch, als sie von seinem Trip erfuhr, dass er beschloss, den Plan durchzuführen. Mit der Absprache, dass sie abbrechen, sollte es zu anstrengend werden.
"Naja, ich hab eigentlich schon immer gezeichnet.", erzählt er gerade. "Meine Eltern sind beide kreativ. Da hatte ich keine Chance." Ein Kopfrucken deutet nach vorn auf eine Weggabelung. "Wenn wir uns rechts halten, kommen wir tiefer nach Forgotten Hollow. Da sind die Straßen ruhig und schattig. Traust du dich?"
Ellie lacht. "Klar, ist nicht das erste mal, dass ich in Forgotten Hollow war!" Sie erinnert sich an den Tag zurück, damals mit Tani und Vero, als sie zufällig an der Villa der Familie Nebeljäger vorbei kamen. "Haben damals Fotos von der Gegend gemacht. Bestimmt finde ich die noch auf meinem Handy." Irgendwie freut es sie, David damit überraschen zu können.
Sie lenkt das Rad weiter in die Richtung, während sie weiter erzählt. "War ne Mutprobe damals. Wir haben uns dann auch noch die verlassene Villa angeschaut, dort auf dem Hügel. Tagsüber war es auch nur halb so gruselig."

"Ellie Hawk - du überraschst mich immer wieder." Ein amüsiertes Grinsen von der Seite trifft sie. "Als Nächstes erzählst du mir, dass du Horrorfilme zur Geisterstunde anschaust."
Ellie fährt eine Kurve. "Nein, bisher noch nicht. Aber vielleicht kommt es irgendwann ja doch noch dazu." Sie lächelt. "Wer weiß schon, was ich mal wieder neues ausprobiere, wenn mir danach ist. Vorher hatte ich ja auch nie Paintball gespielt."
Die beiden fahren tiefer nach Forgotten Hollow rein. Ellie freut sich über den kühlen Wind, der ihr ins Gesicht weht. Eine gute Abkühlung an diesem heißen Sommer. "Hier hat sich in der Zwischenzeit auch nicht viel geändert.", stellt sie fest. "Sieht immer noch so aus wie im letzten Jahr."
Weniger auf die Landschaft, als auf den Zustand des Weges achtend, lässt David den Blick umherschweifen. Die schnellste Strecke von Brindleton Bay bis nach Granit Falls über Britechester ist für einen Tiertransport kaum eine Option. Man müsste durch den stark genutzten Tunnel in Copperdale fahren. Nicht auszudenken, was passieren könnte, würde man in einen Stau geraten - inmitten von lärmenden und stinkenden Autos, gefangen in einem Kilometerlangen Nadelöhr, wo weder Duft noch Geräusche abgeleitet werden. Eine traumatisierende Erfahrung für einen Adler.
Der Weg über die Serpentinen erscheint paradoxerweise weitaus sicherer. Seine Überlegungen über Queens bald bevorstehenden Transport behält er vorerst für sich. Noch ist nichts spruchreif. Im Moment geht es nur darum, die gegebenen Möglichkeiten auszusortieren. Für Details bleibt später genügend Zeit.
"Du hast dich gut geschlagen beim Paintball.", erkennt er stattdessen neidlos an.

Ellie fühlt sich geschmeichelt. "Ach, das war doch nur Glück.", sagt sie bescheiden, "Blaze stand so gut da, da konnte ich ihn schnell erwischen." Doch dann wird ihr Grinsen breiter. "Und vielleicht habe ich ja ungeahnte Fähigkeiten mich zu verstecken. So dass er mich nicht kommen sah."
Sie bremst ihr Rad für einen Moment. Ganz schön anstrengend auf Dauer. Sie sollte wirklich mal mehr Sport treiben. "Können wir einen Moment Pause machen?", fragt sie. Als David zustimmt, steigt sie ab, lehnt sich an einem Baum am Wegesrand. Sie holt ihr Handy hervor, zeigt David die Bilder aus Forgotten Hollow.
Währendessen lässt sie ihren Blick über die Gegend schweifen, bis sie einen der seltsamen Plasmabäume entdeckt. Beim letzten Besuch waren sie ihr schon aufgefallen, doch jetzt schaut sie etwas genauer. Eigentlich ein interessantes Motiv für eine Zeichnung. Sie holt Stift und Block aus ihrer Tasche und beginnt.
"Dann ist das also Toby, nehme ich an." Interessiert betrachtet David die Bilder. Sie zeigen die brünette Ellie mit Freundinnen und einem Schäferhund vor verschiedenen Landschaften. Die gepiercte Braue in die Stirn gezogen betrachtet er die Ellie, die vor ihm steht vergleichend mit der von den Bildern. "Hm, du bist farbenfroher geworden.", stellt er mit neutralem Ausdruck fest. "Warum blau? Wieso nicht grün oder lila?" Er reicht ihr das Handy zurück und lässt sich ins Gras sinken. Mit dem Rücken am Baum neben ihr sitzend angelt er aus seiner Tasche eine Flasche Wasser, nimmt einige Schlucke und linst zu ihrer Zeichnung herüber.
"Genau, Toby.", bestätigt Ellie kurz. Sie sieht von ihrer Zeichnung auf, fasst sich in ihre Haare. "Ich mag Blau... erinnert mich an das Meer. Und den Himmel!" Sie blickt David an. "Und die Weite, und Sehnsucht, waren wohl schon immer ein Teil von mir. Die Sehnsucht. Nach Anerkennung, inneren Frieden.. und... vielleicht auch nach ein wenig Mut." Sie macht eine Pause, um das Gesagte sacken zu lassen, bevor sie selber eine Frage stellt: "Und du? Wonach sehnst du dich?"

Schmunzelnd schnaubt David ihr entgegen, als würde er ihre Worte nicht für voll nehmen. "Ach komm schon, Ellie." Sein Ellenbogen stubst sie in die Seite. "Du bist doch mutig. Du sitzt hier mit schlagendem Puls mitten in Forgotten Hollow und zeichnest in aller Ruhe ein Bild. Das würden nicht viele Leute bringen." Zeit schindend steckt er die Flasche zurück, während er über ihre Frage nachdenkt. Er ist sich ziemlich sicher, die Antwort zu kennen, trotzdem fühlt er in sich hinein, bevor er beteuert, keine Sehnsüchte zu verspüren. "Sehnsucht bedeutet ja, etwas zu vermissen. Einen Ort, Zustand oder Personen. Irgendwas, das man zu brauchen glaubt." Um Ehrlichkeit bemüht schiebt er im Geiste diverse Offensichtlichkeiten hin und her. "Klar gibts Dinge, die ich cool fände, auf die ich hin arbeite, Ziele und so weiter. Aber Sehnsucht ..." Einen kurzen Moment bleibt er gedanklich bei Pita hängen. Doch auch in dieser Box bleibt es ruhig. Keine Reue. Kein Wunsch nach Vergebung. "Nein. Da ist nichts. Ich bin absolut im Reinen mit mir und meiner Existenz." Er zieht sein Skizzenbuch aus der Tasche und folgt Ellies Beispiel. Noch unklar, was er zeichnen könnte, sieht er in die Landschaft und wartet auf Eingebung.

Nachdenklich blickt Ellie auf das Blatt vor ihr. „Du hast wohl Recht. Ich habe den Mut, neue Dinge auszuprobieren. Wie Paintball.“ Der Baum hat schon Form angenommen, doch die Details fehlen noch. Sie zeichnet die knorrigen Wurzeln, hört Davids Stimme neben sich und runzelt unmerklich die Stirn. Ist da wirklich nichts? Ist er so mit sich im Reinen? „Das zeugt von großer Reife“, sagt sie anerkennend, „und mehr Weisheit als die meisten in deinem Alter.“ Ein Atemzug lang bleibt es ernst, dann schleicht sich ein schelmisches Funkeln in ihr Gesicht. „Aber wir wissen beide ja, dass du damit Recht hast. Schließlich bist du das hübscheste und perfekteste Einhorn der Welt! Was kann man mehr wollen als das?“ Sie lacht über ihren eigenen Witz, spürt, wie sich die Schwere von eben auflöst. Ihr Blick wandert zum Baum und den seltsam schimmernden Früchten. Plasmafrüchte, hießen die so? Eine Alternative zu Blut. Vegetarische Vampire. Unsterblichkeit… auch eine Form von Sehnsucht. Für einen Moment stellt sie sich vor, wie es wäre, ewig zu leben. Doch schon im nächsten Augenblick schüttelt sie innerlich den Kopf. Nein. Sie würde die Sonne zu sehr vermissen.
"Ach, weißt du ..." die linke Hand setzt den Stift aufs Papier und beginnt, feine kreisförmige Linien zu zeichnen. "vielleicht hatte ich nur Glück, dass ich mit keiner krassen Scheiße konfrontiert wurde, wie manche andere." In flinken Zügen nehmen die Striche auf dem Blatt schnell Form an. "Bisher jedenfalls. Ich hatte ne gute Kindheit. Die paar Sachen, die mir Kummer bereitet haben, konnte ich gut wegstecken. Ich kenne einen Haufen Leute, denen es weniger gut ging." Sein Blick hebt sich, die Augen hell und forschend auf Ellie gerichtet. Einen Moment schweigt er, studiert ihre Züge, bis er sich schließlich wieder auf seine Zeichnung fokussiert. "Ich fand das Braun gut bei dir."
Ellie streicht sich über die Haare. "Meinst du?" Sie lächelt. "Ich finde das Braun völlig in Ordnung. Aber ich wollte auch mal etwas anderes. Etwas Farbe. Es ist ja nicht nur ein Zeichen für Sehnsucht. Sondern auch eine Farbe, die ich einfach mag."

Breit grinsend schmunzelt er in sich hinein. "Klar, deine Sache. Will dir da auch gar nicht rein reden."
Ellie lehnt sich zurück an den Baum. „Aber weißt du was?“ Ihr Stift huscht über den Notizblock. „Was ich auch mag sind Szenen wie diese. Ruhige Momente ohne Stress, wo man einfach mal zeichnen kann.“ Sie lächelt ein wenig. „Und das in so 'gruseligen' Orten wie Forgotten Hollow." Sie betrachtet ihre Zeichnung. Ihr Blick wird für einen Moment nachdenklich. Sie wendet ihren Blick, schaut zu David. Was malt er da wohl? Sie schaut ihm über die Schulter. „Was glaubst du, hat dich zu dem gemacht, der du heute bist?“, fragt sie plötzlich unvermittelt. „Außer einer guten Kindheit.“
Verwundert schaut er auf. "So tiefgründig heute?" Ein Mundwinkel hebt sich amüsiert in die Wange. "Das ist eine wirklich schwierige Frage, die nicht mit zwei Sätzen zu beantworten ist. Angefangen bei ... Wer bin ich denn?" In seinen Augen leuchtet etwas auf. "Bin ich heute der Selbe wie morgen? Oder wie gestern? Was ist mit letzter Woche oder letztem Jahr? Was macht uns zu dem, was wir sind? Ist das nicht ein Gesamtkonstrukt aus sämtlichen Erfahrungen? Einfluss der Eltern, Geschwister, Lehrer und Mitschüler, ... die Liste ist unendlich. Was würdest du da rauspicken?"
Ellie nickt. "Du hast Recht. Sorry. Es ist nichts, das man schnell beantworten kann. Ich habe mir nur Gedanken gemacht. Über mich selbst. Und meine Entwicklung. Ich merke, dass ich so langsam offener werde. Vor gar nicht so langer Zeit wäre ich nicht dazu bereit gewesen, zu einem Paintball-Match zu gehen, und wenn, dann nur unter Freundinnen. Nicht mit Leuten wie Blaze oder Vaas. Ich fragte mich, wann ich mich so verändert habe. Oder was der Auslöser war." Sie lächelt leicht. "Dabei ist das eigentlich völlig egal. Was zählt ist das Ergebnis."
Davids zweiter Mundwinkel hebt sich, so dass seine Lippen ein ungewohnt warmes Lächeln formen. "Das ist cool, Ellie.", nickt er. "Wirklich. Ich freu mich für dich." Die freie Hand stößt sie verspielt in die Schulter, so dass ihr Oberkörper zur Seite schaukelt. "Trau dir mehr zu. Das steht dir." Auffordernd nickt er ihr noch einmal zu, ehe er grinsend wieder aufs Papier schaut. "Nächste Woche verpassen wir dir ein Piercing."
Das kam so unerwartet, dass Ellie in ein helles Lachen verfällt. "Ich nehm' dich beim Wort! Mit ner neuen Frisur obendrauf!" Vielleicht keine so schlechte Idee. Einfach mal wieder etwas Neues..
"Abgemacht." Seine hellen Augen funkeln ihr verspielt entgegen.
In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon
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