Brindleton Bay Nr. 3 - Haus der Garcias

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19.08.2023 07:15 (zuletzt bearbeitet: 29.08.2023 13:27)
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~Delsyn~

Del schiebt den Teller weg, immer noch darüber nachdenkend was der Rothaarige gemacht hat. Doch je länger er darüber nachgrübelt desto müder wird er. Grundsätzlich nimmt er alles wie es kommt und würde jetzt die neu gewonnene Energie nutzen und dankbar sein. Leider beginnt in seinem Inneren ein Kampf zwischen Gut und Böse. Und das Böse scheint sich wie immer durchzusetzen. Del ist nicht mehr heiss, und trotzdem bleibt leichte Feuchtigkeit auf der Stirn. Er wünscht sich sehnlichst den Zustand zurück den er hatte kurz bevor Kvothe gegangen ist. Ausgerechnet heute ist kein guter Tag und er blickt Maryama das Unwohlsein abtuend, lächelnd an. Man muss schon ganz genau hinschauen um den inneren Kampf in den Augen aufblitzen zu sehen. Um davon abzulenken wendet er den Blick zur Tanzfläche und zurück zu der Frau vor ihm.
Was jetzt? Mitmachen? Nach Hause gehen? Die Leute beunruhigen, weil ein vermeintlich Kranker/ Ansteckender das Essen gegrillt hat?
"Alles okay, danke." sagt er und steht tapfer lächelnd auf. "Hab versucht ein bisschen abzukühlen." er nickt zum Grill und wischt sich beiläufig die Hände mit einer Serviette. "Aber ich würde niemals drauf verzichten, wenn du mich zum Tanzen einlädst." Das klang nicht ganz so wie er wollte. Um das zu überspielen, überspitzt er die Situation und reicht ihr grinsend die Hand um sie auch auf die Füsse und Richtung Tanzfläche zu ziehen.

>>> Delsyn geht nach Copperdale - Villa Bärenklau >>>
Maryama geht nach Oasis Springs Nr.11 - Familie Töpfer


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20.08.2023 09:51 (zuletzt bearbeitet: 10.11.2023 16:44)
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Schicksalslenker

Miss Payne - letzter Post

Den Abend lang wird getanzt, gelacht und gequatscht. Während sich die Gäste und der Garcia-Klein-Klan prächtig amüsieren, vergeht die Zeit wie im Fluge..



Einige Stunden später…

Nael lehnt sich an die Hauswand. Die Einweihungsfeier ist zu Ende. Die letzten Gäste gehen nach Hause. "Tschau!", verabschiedet sich Raphael und der Halbspanier hebt lächelnd die Hand.

Was war das für ein Abend! Julius hat Maryama nach einem Essen gefragt, Marina hat mit Marga Freundschaft geschlossen. Hannah hat sich gut und vielseitig unterhalten und der Buffetcrew Präsente für ihre Hilfe mitgegeben. Die Senioren hatten viel zu erzählen, insbesondere Klatsch und Tratsch. Theo konnte seinem DJ-Hobby nachgehen und eine Vampirdame kennenlernen. Und Alma… Alma war schon seit Beginn an neben der Spur. Was sie von dem Abend mitnimmt, kann niemand genau sagen – am aller wenigsten die junge Frau.

Nael braucht gerade frische Luft. Das Jahr ist fast zu Ende. An den Feiertagen bis ins Neujahr sind seine Eltern in Spanien. Weder Alma noch Nael fahren mit. Die Zeiten der Familienurlaube sind vorbei.

In diesem Jahr ist soviel passiert. Leider nicht nur Gutes. Doch er besinnt sich auf den Neustart, den er machen konnte.
Während er in Gedanken vertieft ist, spricht ihn plötzlich eine Frau an. "Nael." Er zuckt leicht zusammen, als er das Gesicht zur Stimme erkennt. "Du?" Ihm ist nicht nach einem Gespräch. Nach allem was passiert ist. "Nael, ich.. wollte mich entschuldigen." Sie packt seinen Arm. Sein Blick wandert auf ihre Hand. "Ich habe alles zugegeben und einen Deal gemacht." Sein Kopf hebt sich und er sieht die Frau an. "Einen Deal?" - "Ja, ich habe alles zugegeben und auch gesagt, dass Du von nichts wusstest." - "Pff." Nael reißt den Arm weg. "Das ändert gar nichts."



Es hat einige Zeit gedauert, bis Nael sich in seine neue Rolle als Lehrer eingefunden hat und seine Enttäuschung, insbesondere die verletzten Gefühle überwinden konnte. Und jetzt ist sie wieder da und entschuldigt sich. "Ich weiß doch, aber ich.. ich habe die Zeit mit dir wirklich genossen und gemerkt, dass ich Gefühle habe. Tiefe Gefühle." Nael sieht sie an. Das ist der Todesstoß für seine Schutzwand, die er mühselig errichtet hat. "Bitte geh einfach."
Die Frau sieht Nael an. "Ich gebe dich nicht auf.. uns.." Sie drückt ihm einen Zettel in die Hand - wie damals. Dort notiert ist ihre Wohnadresse und Telefonnummer ... und ihr Vorname.

>>> Raphael geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch >>>
>>> Pablo geht nach Forgotten Hollow - Blutzahn-Familienhaus >>>
>>> Irina geht nach Forgotten Hollow - Blutzahn-Familienhaus >>>
>>> Marina geht nach Henford-on-Bagley Nr. 7 - Haus der Winters >>>
>>> Veronika geht nach Forgotten Hollow - Haus von Pablo Garcia-Lopez >>>


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22.08.2023 17:33 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2023 16:09)
#283
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Charaktere: Logan, Nael, José
Geschichtsstrang: ernste Angelegenheiten



Logan versucht, diesen einen Abend ins Gedächtnis zu rufen, an dem er mit Alma in San Myshuno war und sämtliche Säue raus gelassen hat. Sein Erinnerungsvermögen ist getrübt. Da es sein Geburtstag war, hatte er sich seinen Launen willenlos hingegeben und jede Vernunft über Bord geworfen.
"Also, ich bin nach San My gefahren.", beginnt er mit nachdenklich zusammengekniffener Stirn. "Hatte 'ne miese Phase und ich hab' ziemlich viel gekokst an dem Tag. Darum erinner' ich mich nich' an alles, aber ich weiß, dass da diese rote Karre war und dass es unheimlich lustig war, die zu zerkloppen." Mit einem schiefen Schmunzeln schaut er zu Nael herüber. "Sollteste auch mal versuchen. Das befreit."
Der Junior grinst auf seine Aussage hin, doch José geht gar nicht erst darauf ein. "Gut, ich schauen in Briefe... Ja.." Der Anwalt nickt und schreibt sich ein paar Stichpunkte heraus. "Sie sinde Suchtkranke? Seit welchen Zeit?"



Eine ziemlich direkte Frage. Der Mandant hebt mit einer Mischung aus Überraschung und Missfallen die Augenbrauen. Er hat sich selbst nie suchtkrank betitelt und es klingt befremdlich in seinen Ohren. Doch wenn er ehrlich zu sich sein sollte, könnte er es nicht abstreiten. Es wurmt ihn, dass der Spanier diese Tatsache so selbstverständlich anspricht. Suchtkrank - das klingt nach Schwäche. Es klingt so, als hätte er sein Leben nicht im Griff.
"Ich bin nich' suchtkrank.", mault er über den Schreibtisch. Doch sein beleidigter Gesichtsausdruck verrät, dass er es besser weiß. "Okay, ich nehm' zu viel von dem Zeug, ja." Er seufzt. "Aber was heißt die Frage? Wann das erste mal genommen? Seit wann regelmäßig? Wie lange seit dem letzten Versuch, clean zu sein?" Unruhig reibt er sich den Nacken. Sein linkes Bein beginnt hektisch auf und ab zu wippen und er knackt mit den Fingerknöcheln. Jetzt, wo das Thema angesprochen wurde, würde er eine Line nicht ablehnen.

Logans Reaktion ist für José ein deutliches Zeichen. Er verurteilt ihn keineswegs, doch könnte ihm das für den Prozess nutzen.
Inzwischen hat Nael eine Idee. "Man könnte doch auf Schuldunfähigkeit plädieren oder?", fragt er seinen Vater, der nickt. "Ja, wir eine Chance haben. Aber ich wissen was in Vergangenheit passiert." Nael versteht worauf er hinaus will. Doch kann der Junior nicht verraten, dass er Logan bereits näher unter der Lupe genommen hat. Daher tut er auf unwissend. "Mein Vater wird Akteneinsicht beantragen und einen Schriftsatz entsprechend formulieren. Sprich wir legen Einspruch ein." Wir ... Nael fühlt sich richtig in die Rolle des Verteidigers ein, obwohl er es nicht mehr ist.

Einen Augenblick denkt Logan über das Gehörte nach. Es fühlt sich nicht richtig an. Aber natürlich will er auch nicht in eine Strafanstalt umziehen müssen.
"Schuldunfähig weil ich high war. Das versteh' ich. Aber is' ja nich' so, dass mich einer gezwungen hat, das Zeug zu nehmen." Eine Sekunde beißt er auf dem Fingernagel herum. "Geht das denn durch, wenn das die Auflagen verletzt?"



Vater und Sohn sehen sich an. "Ich nichts versprechen, aber beste geben."
"Ehm.. nur mal angenommen, es geht gut aus, würdest du dann aufhören Drogen zu nehmen?", fragt Nael unsicher.
Ein bitteres Lachen poltert aus der Kehle des Kleinsten. Das kann nur einer fragen, der nie nach irgendetwas süchtig - verdammt! Logans Mine wird von einer Sekunde auf die andere ernst - beinahe reumütig. Mit der Hand greift er in sein volles Haar und kratzt sich am Hinterkopf. "Das ... is' nich' so einfach, Lehrer. Ich brauch' den Scheiß irgendwie. Weil sonst zu viele Gedanken kommen." Resignierend schüttelt er den Kopf. "Hab' schon paar mal versucht aufzuhör'n. Aber dann passiert irgendwas und ich komm' nich' drauf klar und dann ..." Mit einer Geste der Hilflosigkeit hebt er die Schultern in den Nacken und vermeidet es tunlichst, irgendwem in die Augen zu sehen. Es reicht schon, dass er ihre Blicke spürt. Ihr verdammtes Mitleid, ihre Anteilnahme, weil er so schlecht dran ist. Der arme kleine Junky. Logan spürt, wie die Wut beginnt, in ihm aufzukeimen. Wut darüber, dass er diese Situation nicht alleine klären kann. Dass er auf andere angewiesen ist. Nette und gute Sims, die sich dann im Nachhinein damit rühmen können, einem miesen Versager den Hintern gerettet zu haben. Einem, der nie so sein wird wie sie.
Bilder von Oxford schieben sich in sein Gedächtnis. Die ganzen ach so gebildeten Studenten, die nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie das echte Leben aussieht. Er hat sie gehasst, wenn sie zu ihren Universitäten gingen, mit ihren hippen Studententaschen und den neuesten Modetrends und dem eingebildeten Gehabe.
Kopfschüttelnd springt er auf. "Das is' 'ne beschissene Idee. Ich verdien' den Knast. Vergesst, dass ich hier war." Aufgebracht winkt er ab und stapft Richtung Ausgang.

Tunlichst steht José auf. "Warten Sie!" Er greift nach Logans Arm. "Sie seien ehrlich, zu mir Sie können immer ehrlich sein. Ich helfen werde, ich habe eine Plan." Nael beobachtet die Szenerie und erinnert sich an Almas Worte nach der Einweihungsfeier. Logan hätte ihr von der Strafsache erzählt, doch sei er komplett gegen juristische Hilfe. Das spiegelt sich in seiner Verhaltensweise nun wieder. Es geht aber nicht darum, dass er keine Hilfe will, sondern scheinbar denkt, er habe keine Hilfe verdient. "Bitte bleiben Sie, setzen Sie sich. Nael, machen du uns allen einen Kaffee." Der Sohn nickt und geht in die Küche.
Der Lockige reißt seinen Arm los und schaut den Anwalt verständnislos an. "Wieso?", fragt er.

José spricht in einer beruhigenden Tonlage zu ihm, solch eine Situation ist nicht die Erste für den erfahrenen Anwalt. "Jeder haben Chance verdient, es ist ine Ordnung, Fehler zu machen. Ich bin da, um Fehler wegzumachen und Sie können Chance nutzen. Sie seien auf richtige Weg, hier und reden mit uns."
Nael lauscht aus der Küche, während er die Kaffeemaschine bestückt. Hoffentlich nimmt Logan die Hilfe an. Ohne Anwalt wird er so oder so in den Knast müssen. Seine Strafakte war keineswegs eine leichte Lektüre.



Der Mandant schaut verzweifelt an die Zimmerdecke. Er begreift nicht, warum dieser Mann ihm unbedingt helfen will. Er hat genügend Kundschaft, am Geld kann es nicht liegen.
Logan schluckt schwer. Diese Hilfsbereitschaft ihm gegenüber fühlt sich nicht gut an. Es ist beklemmend. Es schnürt ihm die Kehle zu. Der Druck in seinem Brustkorb wächst - das dumpfe Grollen von dem Biest tief in ihm, das aus dem Schlaf erwacht. Eine Sekunde schließt er die Augen und atmet tief durch. Als er wieder in den Raum schaut, sieht er die Umrisse einer Gestalt hinter dem Spanier. Ahote lächelt ihn aufmunternd an. "Tu es für Billie, wenn du es dir nicht selbst wert bist.", weht die unscharfe Stimme zu ihm herüber. Billie... Wenn er im Knast sitzt, kann er ihr nicht helfen. Dann steht sie ganz allein da. Mit einem Kind, das möglicherweise seins ist. Er hat ihr versprochen, sie zu unterstützen. Und er steht zu seinem Wort.
Widerwillig nickend setzt er sich wieder an den Tisch. "Was is' dieser Plan?"



Während José erklärt, wie er generell bei solch einem Verfahren vorgeht, kommt Nael mit einem Tablett und den Tassen wieder zurück. Er stellt jedem eine Tasse hin und setzt sich auf den Stuhl. "Ich habe vor, Sucht als Mittel zu nehme. Sie nicht wissen, was tun und daher nicht Schuld haben. Aber es konnte seien, dass sie eine Therapy machen. Ist das eine Mittel, dass ich vorschlagen kanne?"
"Hab' wohl keine andere Wahl.", murmelt Logan und greift zur Tasse, um etwas in den Händen zu haben.
Er erinnert sich an die Tage bei Jake, an das Angebot, das sein Freund ihm machte. Er könne zu jeder Zeit anrufen, wenn ihm ein Rückfall droht.
Logan hat keine Ahnung, wie er es schaffen soll, von dem Kokain weg zu kommen. Er hat schon zu oft versagt. "Was, wenn ich's nich' schaff'?", fragt er und wirkt plötzlich wie ein kleiner, gebrochener Junge, der nicht weiß, wo er mit seinen Sorgen bleiben soll.
"Dann wird man dafür auch eine Lösung finden. Du bist nicht allein.", erwidert Nael. Bewusst lässt er Alma aus dem Spiel. Er möchte keineswegs, dass sein Vater sich dadurch beeinflussen lässt.



Wieder würgt der Mandant einen dicken Brocken herunter. Der Druck in seinem Brustkorb wälzt sich Richtung Kopf und Logan weiß, worin das enden wird. Aus Reflex beginnt er, sich eine Schläfe zu massieren, bevor er kleinlaut fragt:
"Was muss ich jetzt machen?"
José holt ein Blatt Papier aus einem seiner Ordner. "Bitte unterschreibe, damit ich Sie vertrete und Akteneinsicht beantragen." Mit einem Kulli in der Hand, hält er Logan das Blatt hin.
Bereitwillig nimmt dieser Stift und Papier entgegen, überfliegt den Text und unterschreibt auf der Linie. "Was kostet mich das?"
"Den Preis besprechen wir noch, kommt auch auf den Verfahrensausgang an." Nael weiß, dass bei strafrechtlichen Dingen eine Prozesskostenhilfe in den meisten Fällen abgelehnt wird. Auch ist ihm bewusst, dass solche Verfahren nicht billig sind.
"Die Koste erstemal Nebensache. Wir konzentrieren auf Fall.", fügt José zu und heftet die unterschriebene Vollmacht zu den Akten.



Fine - er wird vielleicht frei, aber dafür bankrott sein. "Dann geh' ich mal feiern, schätz ich.", nickt er trübselig. "Ich nehm' an, ich hör' von euch?" Ohne jemanden anzusehen, steht er auf.
"Ja, wir melden. Kopfe hoch!", ruft José ihm noch hinterher, bevor er aus der Tür ist. Nael sieht ihn fragend an. "Was meinst? Klappt das?" Der Anwalt seufzt. "Es wirde nicht leicht. Kennen Du ihn besser? Eine Freund von Dir?"
"Sozusagen."
Während José ein paar Notizen macht, steht nun auch Nael auf und bringt sowohl Logans, als auch seine Tasse in die Küche. "Ich bin dann oben."
Der Vater nickt und setzt sich direkt an den ersten Schriftsatz.

(in Zusammenarbeit mit @Spatz )

Logan geht nach Oasis Springs Nr. 5 - Bandraum (Stephens ex-zu Hause)


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31.08.2023 18:08 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2023 16:09)
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Schicksalslenker

Charaktere: Nael, Alma
Geschichtsstrang: Grauzonen

Ein Blick aus dem Fenster verrät den Bewohnern von Brindleton Bay - diesmal gibt es weiße Weihnacht! Doch sowohl Alma, als auch Nael sind schon lange aus dem Alter heraus, wo sich alles um Familie, gutes Essen und Geschenke dreht. Das Einzige, was den Beiden aktuell im Kopf herumschwirrt, sind ihre Liebschaften.

Nael kann nicht fassen, dass Miss Payne sich getraut hat, zu ihm nach Hause zu kommen. Ein Deal gemacht.. ja, Nael hat sich am nächsten Werktag erkundigt und es stimmt, er könnte wieder als Anwalt praktizieren. Wenn er jedoch ehrlich ist: Welcher Gegner wird ihn nach dieser Aktion ernst nehmen? So oder so, es gibt kein Zurück mehr in den Gerichtssaal. Aber keiner würde etwas erfahren, wenn er im Untergrund agiert. Logans Verfahren ist so eine Aktion, die sich bestenfalls im Untergrund bearbeiten lässt. Sein Vater hat zwar gesagt, er kümmert sich nach seinem Urlaub um die Verteidigung. Doch Nael benötigt Ablenkung.

Das Telefon klingelt. "Ja?" - "Spreche ich mit dem Anwalt Herrn Garcia-Lopez?", fragt die Stimme am anderen Ende. Nickend bestätigt er. "Ja.. hier ist José Garcia - Lopez. Was kann ich für sie..." Er räuspert sich und bedenkt, dass sein Vater kein klares Simlish spricht wie er. "Wase kanne ich denn für sie tuen?"



Das Kribbeln in ihm, das Gefühl etwas unethisches zu tun.. Gänsehaut überkommt ihn und im Laufe des Telefonats werden seine bisherigen Recherchen zu Logan bestätigt. "Viele Dank! Auf Wiederhör.." Begeistert legt er auf. Sein Plan hat geklappt.

"Was machst du denn?" Alma betritt das Wohnzimmer ihrer Eltern. Nael sitzt noch am Schreibtisch. "Was?", fragt er ohne Aufzusehen. "Ich hab an der Tür gelauscht. Welche Akten von Logan hast du beantragt?" Die Lockige weiß von Nael, dass sich Logan ihm anvertraut hat und bereits einen Termin bei ihrem Vater wahrnahm. Doch irgendwas an Naels Telefonat irritiert sie. "Alma.. das geht dich nichts an." - "Bitte was?!" Empört verschränkt die Halbspanierin ihre Arme. "Was ist eigentlich mit Euch Typen los? Ich spiele eine wichtige Rolle in seinem Leben und werde sowohl von Dir, als auch von ihm voll ausgeklammert. Seid ihr noch bei Trost?" Sie stampft mit ihrem Fuß auf den Boden.



"Beruhige Dich doch... Seid ihr jetzt ein Paar?" Diese Frage reißt Alma aus ihrer Wut. Ein Paar. Ja? Nein? .. "Nicht wirklich. Keine Ahnung. Er ist kompliziert." - "Ah ja, und Du überhaupt nicht." Mit einem sarkastischen Unterton hebt Nael seine Augenbraue an und steht auf. "Nein, nicht so!", wehrt sich die Schwester. "Ich.. ach ich weiß doch auch nicht, was das ist. Mal ist er ein toller Liebhaber, man kann Spaß haben, man fühlt sich gut zusammen und dann ist er ein totaler Vollidiot." - "Hast du Gefühle für ihn?" Der Bruder kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Logan diese erwidern würde. "Nein.. vermutlich etwas. Aber das hat keine Zukunft! Er hat mir vor einiger Zeit erzählt, dass er Vater wird. Vater!! Sowas kann ich nicht." Vater? Auch das hätte sich Nael nicht vorstellen können. Allerdings ist es klar, dass Logan nicht erst mit Alma seine ersten Liebeserfahrungen gemacht hat. "Ehrlich gesagt, lass die Finger von einer Beziehung. Am besten lässt Du das mit Logan ganz sein. Nichts gegen ihn, aber ich glaube nicht, dass ihr auf Dauer so weiter machen könnt wie bisher. Wenn da gerade überhaupt noch was ist." - "Nein ist es nicht! Obwohl ich den Verkehr mit ihm.." Verkehr?.. Wow.. Alma weiß selbst nicht, wieso sie es so formell bezeichnet. Es war nicht einfach nur Verkehr. Es war der reinste Wahnsinnsakt. "Egal.. das Thema ist durch. Das mit uns ist nicht mehr und wird auch nie was werden." Auch das kann Nael nicht glauben.



"Ja... bleib einfach Single und lass Dich nicht immer so schnell auf irgendwelche Typen ein." - "Hallo?! Das tu ich gar nicht!" Alma möchte das Thema wechseln. "Aber jetzt erzähl, was hast du gerade gemacht?"
Seufzend bemerkt Nael, dass er aus dieser Nummer nicht mehr rauskommt. "Nennen wir es so - ich beschleunige das Verfahren. Ich habe schon einmal einen kurzen Blick in Logans Akten geworfen und jetzt.. wird Padre einige Akten bekommen, die ihm den Prozess vereinfachen werden." Er kommt also davon.. Mit den Schultern zuckend versucht Alma gelassen zu wirken. "Na dann."

Gerade will sie den Raum verlassen, als ihr noch etwas einfällt. "Wer war eigentlich das Mädel, dass nach der Einweihung noch mit Dir gequatscht hat?" Mist. Nael hat gehofft, dass niemand etwas von Miss Payne mitbekommen hat. "Niemand wichtiges.. Wieso?" - "Sahst nicht so happy aus, als Du mit ihr gesprochen hast." Neugierig sieht Alma ihren Bruder an. Was verschweigt er? "So wie du mit Logan?" Nael verschränkt die Arme. "Hab schon verstanden." Genervt verlässt die Schwester das Zimmer.


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03.09.2023 17:09
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#285
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Schicksalslenker

Charaktere: Julius, Theo, Opa Horst, Nael, Alma
Geschichtsstrang: Neue Liebe?

Da Hannah und José bis nach Silvester in Spanien bleiben, verbringen die restlichen Familienmitglieder den Tag zusammen. Es wird viel erzählt, so auch von der Einweihungsfeier.

"Onkel T, ich hab gesehen, Du hast Dich mit der weißhaarigen Frau viel unterhalten. Gefiel sie Dir?" Alma muss grinsen, auch Theo lacht. "Sie war ganz freundlich, aber mehr war da nicht und wird auch nicht sein." Der Gastgeber bringt die Kaffeekanne an den Tisch. "Ach Theo, Du warst mit meiner lieben Tochter Bärbel verheiratet.. ja.. aber trotzdem hast Du meinen Segen eine neue Liebe in dein Leben zu lassen. Das hätte sie so gewollt." Der Angesprochene lächelt daraufhin nur. Nach Bärbels Tod hat er keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, eine neue Frau kennen zu lernen, geschweige denn Gefühle für eine Andere zu entwickeln. Bärbel liebt er noch immer, aber auch er weiß, sie hätte es nicht gewollt, dass er ewig alleine bleibt. Um das Thema zu wechseln, gibt er Alma geschickt eine Gegenfrage zurück. "Und der schwarzhaarige junge Mann? Ich habe Euch beobachtet, sah ja sehr nach Beziehungskiste aus." Auch wenn man nicht viel von Theo mitbekommt, so hat er immer ein Auge auf seine Familienangehörigen.



"Da ist gar nichts. Er steht nur auf mich und geht mir damit gehörig auf die Eierstöcke." - "Ja, erzähl doch nicht." Nael schaut seine Schwester ernst an. "Das ist nicht einfach eine Beziehungskiste, das ist eher eine verstörende Liebeskiste."



"Nein! Das stimmt so gar nicht!" Alma verschränkt wütend die Arme. "Ach Kindchen, ihr jungen Leute habt es nicht einfach einen richtigen Partner zu finden. Zu meiner Zeit war das alles leicht. Als ich Eure Oma kennen lernte.." Opa Horst erzählt derweil, wie er seine verstorbene Frau Adelheid kennen und lieben lernte. Die jungen Leute sehen sich an. Diese Geschichten hat ihr Opa schon oft erzählt. Alma entspannt sich wieder. "Ja, Opa. Früher war das wirklich noch anders. Jetzt sind die Männer total sprunghaft und gibt man ihnen einen Rat, dann ticken sie nur aus. Ich bleibe lieber Single." Wers glaubt. Nael denkt sich seinen Teil, aber sagt nichts. "Aber ich finde viel interessanter darüber zu sprechen, dass Julius bald ein Date mit Maryama hat. Mit Maryama! Hallo?! Was geht bei Dir ab?"



Alma kann es noch immer nicht glauben, dass sich ihre Freundin darauf eingelassen hat. Doch wie man die Halbspanierin so kennt, spinnt sie bereits ihre eigenen Theorien. Ist es Mitleid? Oder will sie durch Julius an Nael heran? Ihr Bruder wäre vermutlich die elegantere Wahl für ihre Freundin, aber dann.. Maryama würde eines Tages ein Spießerleben führen müssen mit Zeitplänen und Strukturen. Vermutlich würde Nael einen Timer stellen, wie lange der Geschlechtsakt dauert. Oh man.. Während Alma versucht ihre Gedanken zu verdrängen, bemüht sich Julius nicht verlegen zu wirken. "Wir gehen Essen, ja. Ich hab sie einfach gefragt und da sagte sie ja." Es war alles andere als einfach. Vermutlich hat jeder im Raum, nein auf der ganzen Party erkannt, wie verschossen der junge Hausmeister ist. "Wir lassen es langsam angehen. Wer weiß, vielleicht ist sie ja doch nicht mein Typ." Cool lehnt sich Julius nach hinten und schlürft einen Schluck aus seiner Kaffeetasse. "Macht keine große Sache draus."



Während Opa Horst noch ein paar Tipps für das erste Date gibt und Theo über sein erstes Date mit Bärbel spricht, ist Julius jedoch mit seinen Gedanken ganz wo anders..









"Oder?.. Julius?!" Alma boxt ihrem Cousin in die Seite. "Aua! Wofür war das denn?" - "Opa hat Dich was gefragt!" Alle Augen sind auf den jungen Mann gerichtet. "Eh..." Durch seine Träumerei hat er jedoch nichts mitbekommen. "Ich geh mal eben kalt duschen." Mit großen Schritten geht er in das Bad nebenan. Die Geschwister sehen sich an. Alma wirft einen fragenden Blick ihrem Onkel zu. Aber auch Theo fehlen die Worte.

"Ich würde vorschlagen, wir lassen das Thema Dating und neue Liebe für heute bei Seite und unterhalten uns über andere Themen. Was macht ihr denn an Silvester?", fragt Theo, nachdem er sich etwas gefasst hat. Das Gespräch wird fortgeführt.


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13.09.2023 14:28 (zuletzt bearbeitet: 08.11.2023 14:15)
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#286
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Annett - letzter Post

Charaktere: Theo, Annett
Geschichtsstrang: Nur kurz

Annett ist gerade auf dem Heimweg zur Ranch, als ihr einfällt, dass sie noch die fehlenden Steuerunterlagen auf dem Beifahrersitz liegen hat. Also macht sie sich auf den Weg zum Haus der Garcias und parkt ihr Auto. Als sie aussteigt, bemerkt sie einen Mann. Das wird vermutlich der Steuerberater sein. Aber der sieht gar nicht so spanisch aus. Strammen Schrittes geht sie auf ihn zu. "Hallo, Herr Garcia."
Überrascht dreht sich Theo um. "Hallo, ich bin nicht Herr Garcia. Der ist momentan im Urlaub. Kann ich Ihnen weiterhelfen?"



Das erklärt Annett den fehlenden südländischen Flair. "Nein, oder doch. Ich bin Annett. Annett Mertens. Ich wollte nur kurz Steuerunterlagen in den Briefkasten werfen." - "Ah, die neue Pächterin der Pferderanch." Verwundert blickt die Frau den Gesprächspartner an. "Ich lese noch Zeitung." Theo lacht und streckt ihr seine Hand entgegen. "Theodor Vinkrath, ich wohne im hinteren Bau und gehöre zum Verwandtschafts-Clan. Aber sagen Sie ruhig Theo." Nachdem auch Annett ihre Hand zur Begrüßung gibt, schaut sie zu den Steuerunterlagen. "Die können Sie mir geben, ich lege sie ins Haus.", wirft Theo ein, der somit der Mandantin eine Sorge abnimmt. "Das wäre super. Vielen Dank, Herr.. Theo!" - "Gerne. Einen schönen Abend für Sie." Die beiden verabschieden sich von einander und Annett fährt zurück nach Hause.

Annett - nächster Post


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05.11.2023 18:49
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#287
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Charaktere: Alma, José, Hannah
Geschichtsstrang: Ärger im Steuerparadies

Nach einigen schönen Tagen in Spanien sind José und Hannah gesund und munter in Brindleton Bay angekommen. Nach den Winterferien beginnt die Schule und Hannah bereitet den Unterricht vor. Auch für ihre Tätigkeit als Vertrauenslehrerin hat sie noch einiges zu tun. "Du in Ruhe arbeite, ich werde Akte studiere von Naels Freund." Hannah verzieht sich ins Schlafzimmer, José setzt sich an seinen Schreibtisch.

Beim Durchgehen der Post erblickt er zunächst die Unterlagen vom Reiterhof. Da es sich um Steuerunterlagen im Bereich Lohnbuchhaltung handelt, legt er die Papiere in Almas Ablagefach, das allerdings überquillt. Er ruft seine Tochter auf dem Handy an, doch die beantwortet seinen Anruf nicht. Daraufhin schreibt er ihr eine Textnachricht, sie solle sich unverzüglich in die Wohnung ihrer Eltern einfinden.



Anschließend geht er die weiteren Briefe durch und entdeckt einen großen Din A4 Umschlag mit dem Vermerk 'Persönlich/Vertraulich'. Neugierig öffnet er den Umschlag. "Sehr geehrter Herr Garcia-Lopez.", liest José mit spanischem Akzent laut vor. "Anbei erhalten Sie, wie telefonisch besprochen die Unterlagen zu Ihrem Mandanten Jona Logan." Verwundert blickt er auf den Briefkopf und die Anhänge. Krankenakte, Gutachten, Berichte.

Nachdem der Spanier eine halbe Stunde die Unterlagen gelesen und sich Vermerke auf einem gesonderten Blatt gemacht hat, kommt Alma herein geplatzt. "Was gibt’s?", fragt sie ihren Vater. "Erstemal guten Morgen meine Hija. Du haben mir gesagt, du würdest arbeite, wenn Madre und ich in Espana. Was iste das?" Er zeigt mit ernster Miene auf ihren Ablagestapel. "Oh ja .. Eh.. Opa brauchte meine Hilfe und ich musste noch einiges für Nael erledigen. Da kam ich nicht dazu.""Alma, du musste Tiempo planen. So nicht gehen. Wir habe Fristen." Genervt geht Alma auf ihren Vater zu und nimmt den Stapel in die Hand. Seufzend setzt sie sich mit den Papieren auf die Couch und geht die Briefe und Hefter durch. Vielleicht ist ja gar nicht alles für mich .. hoffentlich ..



In der Zwischenzeit bearbeitet José die restliche Post und ihm fällt ein Beschwerdebrief eines Mandanten in die Hand. "Alma, kannen du mir das erklaren?!" Der wütende Vater steht auf und streckt seiner Tochter den Brief entgegen. Fehlerhafte Buchungen, verpasste Fristen und letztlich ein Steuerberaterwechsel. Die Halbspanierin hat Mist gebaut und nun muss ihr Vater für den Schaden aufkommen. Glücklicherweise möchte sich der ehemalige Mandant zunächst außergerichtlich einigen, bevor er mit einem Anwalt eine Schadensersatzklage vor Gericht anstrebt. Anstatt sich zu rechtfertigen, bleibt die Schuldige still und lässt die Standpauke ihres Vaters über sich entgehen. " … Habe wir uns verstande?!""Ja, ich gelobe Besserung." Mit schlechtem Gewissen verlässt Alma den Raum und geht in ihre Wohnung, um ihren Stapel abzuarbeiten.


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11.11.2023 22:34 (zuletzt bearbeitet: 31.12.2023 14:08)
avatar  Spatz
#288
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Schicksalslenker

<<< Nael kommt von Britechester (3) <<<

Charaktere: Hannah, Miss Payne, Nael
Geschichtsstrang: Plötzlich vergeben

An der Haustür der Garcias klingelt es und Hannah öffnet. "Hallo.", begrüßt sie die junge Frau, die vor ihr steht. "Guten Tag. Ist Nael da?" - "Darf ich zuvor fragen, wer Sie sind?" Mit einem verlegenen Grinsen sieht sie die Mutter an. "Payne, mein Name. Ich... bin Naels feste Freundin."



WAS??? Hannah öffnet ihren Mund vor Erstaunen. Sie kann es kaum glauben. Nachdem sie sich gefangen hat, findet sie ihre Sprache wieder. "Ich.. eh.. Nein, Nael ist nicht da. Kommen Sie doch bitte rein. Er ist sicher gleich zuhause. Möchten Sie einen Tee?" Das lässt sich Miss Payne nicht zweimal sagen und nimmt das Angebot gerne an.


- Eine Stunde später -


Nael kommt nach Hause. Das Essen mit Christin war eine gelungene Abwechslung. Freudig schließt er die Haustüre auf und entscheidet sich, die Grüße von Christin direkt an seine Mutter weiterzugeben. Euphorisch betritt er die Wohnung seiner Eltern. "Du glaubst nicht, wen ich vorhin ge-" Seinen Satz bricht er abrupt ab, als er Miss Payne auf dem Sofa mit seiner Mutter sitzen sieht.



"Nael, schau mal wer hier ist. Deine Freundin!" Freundlich, aber mit einem ernsten Unterton spricht Hannah gen ihres Sohnes. Sie versucht ihre Enttäuschung zu verbergen über die geheim gehaltene Beziehung. "Sie ist eine ganz liebe und reizende Person. Jetzt verstehe ich auch, warum du nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft arbeiten willst." Geschockt sieht der Halbspanier zu seiner Mutter.



Als er sich versuchen will zu erklären, spricht Miss Payne dazwischen. "Dafür liebe ich ihn, er hat seine Karriere für meine zurück gestellt. Wir wussten, sobald wir unsere Liebe öffentlich machen, könnte es bei laufenden Fällen Probleme geben." Sie steht auf und geht auf Nael zu. "Aber mein Schatz wollte so sehr, dass ich weiter im Gericht stehe. Seine Erfüllung findet er viel mehr im Lehren. Ein toller Mann." Fasziniert schaut sie in seine Augen. Auch Hannah bemerkt die verliebten Blicke ihrer vermutlich zukünftigen Schwiegertochter.



"Nael. Sei doch nicht so angespannt. Deine Mutter darf ruhig wissen, dass wir uns lieben. Deine Geheimnistuerei sollte so langsam ein Ende haben." Mit eindringlichen Blicken sieht Miss Payne den schockierten Mann an. "Das sehe ich genauso!" Hannah steht nun auch vom Sofa auf und kommt auf die Beiden zu. "Mein Sohn war schon immer etwas zurückhaltend, wenn er eine Freundin hatte." Kichernd hält sie sich die Hand vorm Mund. Da sie ihren Sohn kennt, vermutet sie, sein schockierter Blick ruht von seiner aufgedeckten Liebschaft. "Geht ruhig nach oben und verbringt Zeit miteinander. Wenn es Euch Recht ist, können wir bald mal zusammen essen gehen. Dann lernt Naels Vater Sie auch mal kennen." - "Sehr sehr gerne." Lächelnd schaut Miss Payne auf die Mutter und gibt ihr die Hand. "Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft." Dann fasst sie mit ihrer Hand um Naels Handgelenk.



"Komm Schatz, lass uns in deine Wohnung gehen." Widerwillig nickt Nael und geht mit seiner Möchtegern-Freundin nach oben.

Dort angekommen schließt Nael hinter sich die Tür. "Was fällt Dir ein?" - "Wieso antwortest du nicht auf meine Nachrichten?" Mit einer Gegenfrage attackiert sie ihren Liebsten. "Ich will das nicht. Lass mich einfach in Ruhe!"
Miss Payne reckelt sich auf Naels Bett. "Hier könnten wir so viel Spaß haben."



Erzürnt packt Nael sie und zieht sie vom Bett. "Hör auf!" Doch anstatt sie einzuschüchtern, wird ihre Mimik böse und sie nähert sich ihm. "Jetzt hör Du mir mal zu. Ich kann auch anders. Soll dein liebes Muttertier erfahren, was ihr Sohn angestellt hat?" - "Du wagst es nicht." Die Blondine reißt sich los. "Du hast doch alles zugegeben bei der Staatsanwaltschaft.", verteidigt sich Nael. "Wie schnell könnte ich meine Aussage zurück nehmen und sagen, dass Du mich dazu gezwungen hast?!" Der Halbspanier schüttelt den Kopf. Diese leeren Drohungen. "Ich werde jetzt gehen, bis bald. Schatz!" Mit einem Grinsen geht sie an ihm vorbei und verschwindet aus der Wohnung.



>>> Miss Payne geht nach Willow Creek (3) >>>


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14.11.2023 16:03 (zuletzt bearbeitet: 30.11.2023 16:01)
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#289
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Schicksalslenker

Charaktere: Nael, Theodor, Julius
Geschichtsstrang: Geteiltes Leid ist halbes Leid


Kopfzerbrechend sitzt Nael auf seinem Bett. Was soll er tun? Seinen Eltern die Wahrheit sagen? Abwarten, ob Miss Payne ihre Drohung wahr macht und ihre Aussage zurück nimmt? Doch wer soll ihr das glauben? Wer wird ihm glauben?

Es gibt nur eine Lösung: Nael klingelt am Nebengebäude bei Theo und Julius. Der Onkel öffnet die Tür. "Hallo Nael, komm rein." Der Neffe betritt die Wohnung.



"Ist Julius da?" - "Ja, unten in seinem Zimmer. Aber klopf vorher an. Du weißt ja.." Die Männer sehen sich grinsend an und Nael nimmt die Treppe nach unten. An der Zimmertüre klopft er vorsichtig. "Julius? Bist du angezogen?"
Vom Inneren des Raumes ertönt ein lautes "Haha". Einmal haben Theo und Nael den Schüchternen beim 'Sich-Selbst-Lieben' erwischt. Seitdem wird er damit ständig aufgezogen.
Nael betritt die Tür. "Gut, du hast was an." Julius verdreht die Augen.



"Ich hab ein Problem und brauche deine Hilfe." Diese Worte hört der Cousin nur selten von Nael. "Hau raus.", fordert er ihn daher auf.

Nael berichtet im Detail von seinem Rauswurf bei der Staatsanwaltschaft und Miss Payne. Insbesondere vom heutigen Tag. "Das ist krass.", fällt Julius dazu ein.
"Was soll ich tun?" Die Verzweiflung ist deutlich aus der Stimmlage des ehemaligen Anwaltes zu hören.
"Entweder du sagst deinen Eltern was los ist oder du schlägst die Tussi mit ihren eigenen Waffen." Der Vorschlag von Julius ist gut, doch wie kann Nael dies umsetzen? Da fällt ihm der Stapel Blätter mit den zerknüllten Papieren am Boden auf. "Was ist das?"



Verlegen kratzt sich der Cousin am Kopf. "Eh.. ich habe mich noch nicht getraut Maryama anzurufen wegen unserer Verabredung. Da dachte ich.." - "Du schreibst auf, was Du ihr sagen kannst?", beendet Nael den Satz. Julius kann ihm einfach nichts vormachen. "Ich helfe dir, etwas Vernünftiges auf Papier zu bringen und dann überlegen wir mal, wie ich Miss Payne zu Fall bringen kann." Motiviert machen sich die Männer an die Arbeit.

Nael - nächster Post


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05.12.2023 11:34 (zuletzt bearbeitet: 22.12.2023 21:22)
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#290
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Schicksalslenker

Valentin - letzter Post

Charaktere: Valentin, Alma
Geschichtsstrang: Die Lieferung

Seit Silvester fühlt sich Alma wie in einer anderen Welt. Die Frustration über ihr Leben lastet schwer auf ihr, insbesondere die Ungewissheit über Logan, von dem sie seit Langem nichts mehr gehört hat. Das laufende Verfahren gegen ihn verschärft ihre Gefühlslage zusätzlich. Vor Kurzem hat sie ihrem Bruder Nael gebeichtet, dass sie bei dem Vorfall dabei war.
Besorgt um seine Schwester, versprach Nael Stillschweigen zu bewahren. "Wart ihr wieder auf Drogen?" fragte er sie besorgt. Mit einem Anflug von Resignation in den Augen, antwortete Alma vollkommen ehrlich und ohne ein Detail zu verschweigen, wie die letzten Wochen für sie verliefen. "Ich kann und will nicht von den Drogen weg. Ich brauche das. Mein Filter."



Plötzlich klopft es an der Tür. "Herein!", ruft sie. Ihr Onkel Valentin kommt herein und hält eine Tasche in der Hand. "Na, was geht?", fragt er amüsiert.



Doch die Nichte zuckt nur mit den Schultern. Wenn sie nicht reden will, denkt Val sich. "Hier, deine Lieferung." Schwungvoll wirft er die Tasche auf Alma, die sie am Kopf trifft. "Au!" Mit einem bösen Blick mustert sie ihn.



"Ein Danke hätte mir gereicht." Grinsend hebt Val die Hand und verlässt die Wohnung. Alma öffnet die Tasche und findet darin das vertraute Päckchen mit den Drogen, die für einen flüchtigen Moment eine illusorische Flucht aus ihrer Realität versprechen. Der Raum füllt sich mit einem zwielichtigen Schimmer, als sie die Tasche öffnet und den unverwechselbaren Geruch der Substanzen freisetzt. Ein Gefühl der Entfremdung von der eigenen Existenz überkommt sie, während sie sich den düsteren Versuchungen hingibt.

Valentin - nächster Post


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