Brindleton Bay Nr. 3 - Haus der Garcias

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13.04.2023 11:42
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Hausmeister

Wadi war verwirrt. Dieser Nikolai schien eindeutig eine engere Beziehung zu Maryama zu haben, als er erst annahm. Grundsätzlich war er nicht der Typ, der voreilige Schlüsse zog, aber ihr "fluchtartiges“ Verhalten und das nervöse Überspielen schienen ihm seltsam zu sein. Höchstwahrscheinlich waren sich die Zwei beim Alkoholkonsum nähergekommen. Wadi kannte und verabscheute die Folgen von Alkohol. Er zerstörte Familien und Leben und bewirkte „nie“ etwas Gutes. Aber er war nicht in der Position sie zu fragen oder gar Mutmaßungen anzustellen. Dafür war die Faktenlage zu gering. Dennoch bildete sich tief in ihm drin ein kleiner Stachel, dass sie diesen clownesken Lappen überhaupt in Erwähnung zog. Der junge Russe schien eindeutig zu spät am Bahnhof gewesen zu sein, als der Zug ins Erwachsenendasein abfuhr. Zumal er es scheinbar auch witzig fand, jedem der es nicht sehen wollte, halbintime Bilder seiner Bekanntschaften überall zu zeigen. Ein Dankeschön der Handykultur.

Da es ihr scheinbar auch peinlich war, zog sie ihn raus zur Tanzfläche. Er sah Nio am Zaun mit seiner Freundin und freute sich. Was auch immer das für eine Beziehung war, es war eine Beziehung und Nio tat sie gut. Zeit das Tanzbein etwas zu schwingen. Am Rand nahm er etwas Radau wahr und plötzlich rief ihm Maryama zu, dass etwas mit Sascha nicht stimme. Schon wurde er in ein Zimmer verbracht und Wadi folgte. Er nahm still die Diskussion zwischen dem Lappen und der Frau, die er in der Küche an der Bowle/Saft Mischung gesehen hatte. Beide schienen wie eifersüchtige Glucken über die älteren Besitzansprüche des Barkeepers zu streiten, wobei das Wohlbefinden ihres Liebhabers, sie scheinbar nur mäßig tangierte. Er beneidet Sascha ein bisschen. Jeder hier schien ein ausgeprägtes erotisches Interesse an ihm zu haben, während er, Wadi, wahrscheinlich tot überm Zaun hätte hängen können, was die Rowdies nur als Kletterhilfe zu schätzen gewusst hätten. Dieser Sascha schien nichts anbrennen zu lassen, egal welche Farben, Formen und Größe der- oder diejenige aufwiesen.

Er fühlte den Puls von Alexander. Der Herzschlag war rasend und ungleichmäßig, die Pupillen stark geweitet, die Atmung flach und er schien kaum noch Kontrolle über seinen Sprechapparat zu haben. Hier war nicht nur Alkohol im Spiel, er junge Mann schien Drogen oder Medikamente genommen zu haben. Er durchsuchte die Taschen seines Patienten in der Hoffnung etwas zu finden, was ihm weiterhelfen könnte. Nichts. Eine junge Frau stand neben ihm und ging im zur Hand. „Hallo, ich bin Dr. Okoye.“ „Christin Wilhelm“ stellte sie sich vor. „Seien sie so gut und rufen sie den Notdienst, ja. Der junge Mann schwebt in Lebensgefahr!“ Dann hob er die Stimme. „Alle anderen verlassen sofort das Zimmer! Das ist eine ärztliche Anweisung!“



Viola flatterte neben ihn. Das war so cool, er würde das auch gern können. Sie offenbarte ihm, dass sie, wenn sie zu lange nichts zu trinken bekäme, die Kontrolle verlieren würde. Er fasste einen Entschluss. "Also wenn du magst, biete ich dir selbstverständlich an, dass du von mir trinken darfst.“ Ein bisschen erregte ihn der Gedanke daran. Es war zumindest um Längen persönlicher, als gemeinsam im Drive in ein Whopper Menu zu bestellen. Außerdem wollte er Julius nicht den Erfolg gönnen. Leider hatte das Bier auf ihn nicht dieselbe Wirkung wie auf die „Flitzpiepe“, andererseits bewahrte es ihn davor, sich gänzlich zum Herrmann zu machen. Derweil waren fast alle ins Haus geeilt, weil wohl jemand betrunken war.


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13.04.2023 11:44 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:01)
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Hausmeister

Es hatte ein ziemliches Durcheinander mit Sascha gegeben. Er war völlig weggetreten...eine Mischung aus Benommenheit, Rausch und enthemmtem Benehmen, so hatte sie den Freund noch nie erlebt.
Er war seit sie ihn kannte ein trinkfester Geselle, wie es in Russland wohl so ziemlich alle Männer zu sein schienen. Zumindest wenn man den Erzählungen glauben durfte.
Ihn in diesem Zustand zu sehen war beinahe zu viel für Maryama.
Sie hatte irritiert bemerkt, dass Mia Sascha untergehakt hatte und versuchte ihn vom Grundstück weg zu lotsen, aber gerade als sie sich aufmachte einzugreifen, tauchte eine atemlose Lotta auf und machte mit ein paar scharfen Bemerkungen Nikolai flott ihr zu helfen, Sascha wieder in das Schlafzimmer der Garcias zu bringen.
"Warum ist sie denn so außer Atem?" Maryama wundert sich und nimmt sich vor die Freundin später danach zu fragen, aber jetzt gibt es Wichtigeres zu tun.
Wadi begleitetet die drei und Maryama bemerkt plötzlich, dass ihre Hände zittern und sie ziemlich neben sich steht.
"Ich hol mir jetzt was zu trinken....irgendwie muss ich das Nervenkostüm ein bisschen beruhigen."
Schnell läuft sie in die Küche und sieht sich um. "Bier? Ach was, die Bowle tut`s auch."
Auf der Anrichte stehen Gläser und Maryama schnappt sich das erstbeste, füllt es mit der Früchtebowle, nimmt einen großen Schluck und läuft flugs ins Schlafzimmer der Garcias zurück.



Sie kommt an und hört gerade wie Lotta Nik eine seltsame Anweisung gibt:
"Halt ihn doch einfach mal fest, Nikolai … Oder, verpass ihm eine, damit er endlich mal liegen bleibt.“
Sie sieht, dass Sascha immer wieder vom Bett hoch will und erst als Christin und Nwadike sich seiner annehmen, gelingt es ihn unten zu halten.


Nwadike prüft Alexanders Zustand, die Atmung und den Puls und wendet sich an Christin:
Seien sie so gut und rufen sie den Notdienst, ja. Der junge Mann schwebt in Lebensgefahr!“
Dann hebt er die Stimme.
"Alle anderen verlassen sofort das Zimmer! Das ist eine ärztliche Anweisung!“
Maryama erschrickt regelrecht. So kennt sie Nwadike nicht.
Mit Autorität in der Stimme kommt jetzt ganz der Arzt in ihm durch.

"Lebensgefahr! Lieber Himmel...jetzt heißt es Ruhe bewahren und dafür sorgen, dass Sascha auf dem Bett liegen bleibt."
Maryama nimmt noch einen großen Schluck Bowle und stellt dann das Glas auf dem Nachtkästchen ab.


"Komische Fruchtmischung irgendwie...vielleicht sind auch überreife Ananas da drin...seltsamer Nachgeschmack..."
"Wadi."
Sie legt ihm sachte die Hand auf die Schulter.
"Lass mich auf die andere Seite sitzen, ich versuche ihn zu beruhigen."


Während Nwadike und Christin den immer noch widerspenstigen Alexander festhalten, setzt sich Maryama auf die andere Bettseite.
Mit leiser, aber fester Stimme spricht sie zu ihm:

Sascha...schhhh, ich bin's...Maryama. Alles ist gut...wir schauen nach Irina...wenn sie auf der Party ist, werden wir sie sehen und zu dir bringen. Du musst hier liegen bleiben...du brauchst Ruhe. Schhhh...“

Maryama greift seine Hand und beginnt leise zu singen.

"Für immer soll das mein Zuhause sein, wo wir zusammen stehen..."

Ihr Herz klopft laut weil sie sich solche Sorgen um ihn macht und ihr Magen zieht sich schmerzhaft zusammen.

"Wo Grenzen ….sie verliert kurz den Faden, räuspert sich und singt weiter...keine Namen haben, weil nur die Freundschaft zählt"

Was ist los? Ich hab den Liedtext vergessen?“

In ihrer Verwirrung greift sie nochmal zur Bowle, trinkt kurz und versucht weiter Sascha durch den Songtext ruhig zu bekommen.

"Here we stand, für immer, not alone, für immer, one for all
...sie schluckt schwer...für immer, all for one ..

Maryama verspürt ein leichtes Schwindelgefühl und ihre Zunge fühlt sich viel zu groß für ihren Mund an...

Sie richtet sich auf und versucht weiter zu singen...mehr lallend bringt sie noch:
Alone...for all...nein...not for alllll...schtand...f...ever... zustande, dann bewegt sich schon alles in leichten Schaukelbewegungen.
"Das ist doch kein Wasserbett...Hilfe..." Die Gedanken werden wirr.

Am liebsten würde sie sich zu Sascha dazulegen....sie fühlt sich einfach nur müde...ein wenig leicht im Kopf und müüüdee...

Nwadike?“ fragend blickt sie ihn an, bevor sie dem Gefühl nachgibt und sich seufzend zur Seite kippen lässt , um das müde Haupt etwas auszuruhen.


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13.04.2023 11:45 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:02)
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Hausmeister

Nios Vater verschwindet mit seinem Patienten im Haus. Doch Viola bekommt das nur am Rande mit. So interessant ist das auch nun wieder nicht. Offenbar hat dieser Julius mitbekommen, dass über ihn geredet wurde, denn er kommt auf die Teenager zu und grüßt winkend. Nicht ganz die Reaktion, auf die Viola gehofft hat. Sie will sich ihre Enttäuschung jedoch nicht anmerken lassen und stellt sich vor die Flitzpiepe: "Hallo? Ist das alles? Kein 'Hilfe, ein Vampir!!' oder sowas? Oder bist du zu besoffen, um zu merken, dass ich kein Mensch bin??" Also wirklich. Wenn Nio keine Angst vor ihren Beißerchen hat, ist das eine Sache. Aber von so einer Flitzpiepe hätte sie sich doch wirklich mal etwas Respekt erhofft. Der soll mal froh sein, dass hier so viele Menschen um ihn herum sind, die ihn schützen.

Sie will Julius gerade weiter provozieren, als Nio ein Angebot macht, das sie völlig aus dem Konzept holt: "Also wenn du magst, biete ich dir selbstverständlich an, dass du von mir trinken darfst.“ - "WAASS?", entfährt es ihr. Sie starrt den Teenager an. Hatte sie eben richtig gehört? Viola ist eigentlich stolz darauf, schlagfertig zu sein und für alles eine schnelle Antwort zu haben. Doch jetzt ist sie sprachlos. Sie weiß nicht recht, was sie darauf antworten soll. Im Grunde erwartet sie, dass Nio jeden Moment sagt: "War nur ein Scherz!" und dabei lacht. Doch nichts dergleichen passiert. Er scheint es wirklich ernst zu meinen.

Sie hat schon Storys gehört, von Menschen, die sich freiwillig als Opfer anboten. Doch solche Storys sind a) selten, b) nicht immer glaubhaft und c) meistens in Situationen entstanden, in denen der Vampir keine andere Wahl hatte. Sofern sie überhaupt stimmten. Ihr selber ist so etwas jedoch nie passiert. All ihre Opfer waren dies unfreiwillig. Nicht einmal ihre Mom, die von ihrer Familie wohl die Netteste ist, hatte von so etwas jemals berichtet. Wenn Nio bereit ist, solche Schmerzen zu ertragen, nur für sie, dann muss ihm die Freundschaft wirklich viel wert sein. Vor allem, da sie noch genug Zeit hätte, einfach heimzukehren, bevor sie die Kontrolle über sich verlieren würde. Oder ist er sich einfach nicht bewusst, dass das alles andere als angenehm für ihn werden würde? Aber als so naiv schätzt sie ihn dann auch nicht ein. Wenn das kein Vertrauensbeweis ist, was dann?? Jetzt werd' mal nicht emotional! schellt sie sich in Gedanken. Doch tatsächlich kann sie die Tränen der Rührung nur mit Mühe zurückhalten.

Endlich findet Viola ihre Stimme wieder: "Nio, als ich dir von meinem Durstproblem erzählt habe, war das nicht als Wink mit dem Zaunpfahl gemeint, sondern schlicht als Information. Es ist alles andere als 'selbstverständlich', zumal ich noch genug Alternativen hätte, bis ich die Kontrolle verliere." Dann fügt sie noch hinzu: "Also, meinst du das ernst?" Sie würde ihm noch die Chance geben, sein Angebot wieder zurück zu ziehen.

~~~

Ellie wendet ihre Aufmerksamkeit nun wieder der Musik zu, nun da Alexander im Haus und somit außer Sichtweite ist. Dieser Wadi scheint zu wissen, was er tut. Und sie hat nicht gelogen als sie Maryama sagte, dass ihr die Musik gefallen würde. "WAASS?" Ein Schrei holt sie aus ihren Gedanken. Es ist Violas Stimme. Ellie dreht sich zu der Vampirin um. Allen Anschein nach weiß sie gerade nicht, was sie sagen soll. Das verwundert Ellie ein wenig. So sprachlos hat sie Viola noch nie erlebt. Was hat Nio ihr bloß erzählt, um so eine Reaktion hervorzurufen?

Doch nach einer Weile scheint Viola wieder ihre Stimme wiederzufinden. Jetzt unterhält sie sich mit Nio, doch das tut sie wieder in ihrer normalen Gesprächslautstärke, so dass Ellie die Worte nicht mehr verstehen kann. Die Musik ist dazu zu laut.

~~~

„Was ich mir verspreche? … Was für eine komische Frage … Ich will Spaß haben, was sonst?!?“, antwortet Lena. Sie streicht mit ihren Fingern über seine Brust. „Du könntest aber den Spaß noch auf ein ganz neues Level heben!“ Ben sieht seine Gesprächspartnerin an. Er ist ein toleranter Mensch. Die Sexvorlieben anderer Leute sind ihm egal, zumindest solange alle beteiligten Personen damit einverstanden sind. Doch ihm selbst ist das ein bisschen zu schnell. Er ist Single und niemand dürfte ein Problem damit haben, wenn er sich auf einen One-Night-Stand einlässt, doch er ist einfach nicht der Typ dafür. Zu früh hat er die Verantwortung für seine Schwester übernehmen müssen, was auch seinen Charakter geprägt hat. Er würde Ellie auch jetzt nicht im Stich lassen. Also lehnt er ab: "Ich fürchte, unsere Wünsche und Ziele unterscheiden sich zu sehr voneinander, Lena.", sagt er, "und ich brauche für so etwas immer ein wenig Zeit. Tut mir leid, dich gestört zu haben. Ich wünsche dir dennoch Erfolg, nur dann vielleicht bei einem anderen Target." Er lässt sie stehen. Eigentlich hat er selber auch langsam Durst und Hunger. Da hört auch er den überraschten Schrei. Der gilt aber offensichtlich nicht ihm, also beschließt Ben, ihn einfach zu ignorieren.



Stattdessen geht er in die Küche, um sich ein Stück vegetarische Pizza zu ergattern und etwas zu trinken. Er sieht, wie Maryama diese gerade verlässt und Richtung Schlafzimmer geht, wo er Alexander vermutet. Doch Ben hat erst einmal selber Durst und Hunger und folgt ihr nicht. Hm, was sollte ich mir nehmen? Die Bowle vielleicht? Er entscheidet sich dann aber doch für Bier. Er bleibt erst mal in der Küche sitzen, um zu essen und zu trinken.


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13.04.2023 11:45
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Hausmeister

"Hey schaut mich nicht so an! Normalerweise bin ich derjenige", gab Nikolai von sich. Damit wollte er sicherlich die Situation mit Alexander schön reden. Zumindest kam dies Christin so vor. Sie rollte nur genervt die Augen. Vorsichtig blickte Pippilotta zu ihr, mied es jedoch der Älteren direkt in die Augen zu sehen. „Danke, Christin …“, sagte sie leise. Wenn man die Rothaarige bisher nur laut und voller Tatendrang erlebte, so verwunderte das neue Verhalten umso mehr. Doch bevor Christin reagieren konnte, knöpfte sich Pippilotta Nikolai vor. „Nikolai, auf ein Wort!“ Sie forderte Alexanders Kumpel mit einer energischen Handbewegung auf, ihr zu folgen. Somit verblieben Mia, Maryama, Alexander und Christin im Schlafzimmer. Ein älterer Herr gesellte sich zu ihnen. „Hallo, ich bin Dr. Okoye“, stellte er sich vor. „Christin Wilhelm“, erwiderte sie freundlich. Der Arzt prüfte Alexanders Zustand. Wie er es tat und wie genau er dabei war, beeindruckte Christin. Er scheint vom Fach zu sein. Das ist beruhigend. Interessiert sah sie ihm dabei zu. Nwadike erhob sich und sagte ihr schließlich: „Seien sie so gut und rufen sie den Notdienst, ja. Der junge Mann schwebt in Lebensgefahr!“ An die übrigen Sims wandte er sich mit: „Alle anderen verlassen sofort das Zimmer! Das ist eine ärztliche Anweisung!“

Erschrocken sah Christin zu Alexander. Lebensgefahr? … Nein … das kann nicht sein … er hat doch auf meine Fragen reagiert … Oh nein! Bitte nicht! Sie fing sich, nickte und zückte das Telefon. Sorgen und Ängste mischten sich in ihre Gefühle. Während sie mit der Klinik in Brindleton Bay sprach, bemerkte sie was Mia mit Alexander tat. Was zum!?! Am liebsten wäre sie der jungen Frau hinter her und hätte ihr ordentlich den Marsch geblasen. Allerdings wurde sie durch das Telefonat verhindert. Zum Glück brachten Pippilotta, Nikolai und Nwadike den Patienten zurück und legten ihn aufs Bett. Unmerklich atmete Christin auf und beendete das Gespräch. „Der Krankenwagen ist unterwegs. Er sollte demnächst da sein. Das Klinikum in Brindleton Bay nimmt Alexander auf.“
Doch der Russe war von einer Rastlosigkeit getrieben, die es schwer machte ihn im Bett zu behalten. Christin und Nwadike hielten ihn gemeinsam im Zaun. Maryama setzte sich auf die andere Bettseite. Mit leiser, aber fester Stimme sprach sie mit ihm: „Sascha...schhhh, ich bin's...Maryama. Alles ist gut...wir schauen nach Irina...wenn sie auf der Party ist, werden wir sie sehen und zu dir bringen. Du musst hier liegen bleiben...du brauchst Ruhe. Schhhh…“ Maryama ergriff seine Hand dabei. Christins Pulsader pochte an ihrer Schläfe. Ok. Jetzt wird mir das langsam zu bunt. Erst diese Bilder … dann das! Warum bemühe mich eigentlich um DEN, wenn DER doch seinen Harem um sich hat! Eifersucht vergiftete ihre Gedanken. Sie riss sich zusammen, um sich nichts anmerken zu lassen.

"Für immer soll das mein Zuhause sein, wo wir zusammen stehen…", so begann Maryama für ihren Freund zu singen. Christin biss auf die Zähne. Reiß dich zusammen. Ausflippen kannst du wann anders.
Jedoch verschlechterte sich auch der Zustand der Sängerin, bis sie mit einem fragenden „Nwadike?“ seufzend zur Seite kippte. Christin verfolgte dies und dachte nur: Was zum? ... Dann war der Krankenwagen definitiv nicht umsonst. … Was ist hier bloß los?
Sie unterstützte den Arzt, wo sie nur konnte.

Ben lehnte die verführerischen Reize von Lena ab. "Ich fürchte, unsere Wünsche und Ziele unterscheiden sich zu sehr voneinander, Lena.", sagte er. "Und ich brauche für so etwas immer ein wenig Zeit. Tut mir leid, dich gestört zu haben. Ich wünsche dir dennoch Erfolg, nur dann vielleicht bei einem anderen Target." Er verließ sie anschließend. Mit offenen Mund stand sie da und sah ihm nach. Ihre Zähne bissen zusammen und wütend rief sie ihm nach: „Du bist doch nur genauso ein !§#*$ wie jeder andere auch! Lass dich nicht nie wieder bei mir blicken!“ Wutschnaubend verließ sie Almas Gartenparty. So einen Dreck muss ich mir doch nicht geben!

Die Fußball Clique bekam die Szenerie zwischen Ben und Lena mit und sahen ihnen nach. „Alter, habt ihr das gesehen? Lässt er die Schnecke abblitzen. Ist der verrückt?“ Martin und Victor zuckten bei Murats Worten nur die Schultern. „Tja, nicht jeder hat den gleichen Geschmack.“ „Allerdings“, stimmte der Russe dem Kumpel zu. „Wo sein Piroschki? Ichr rhabe Rhunger.“ „Keine Ahnung. Aber da schau!“ Martin zeigte auf den Lieferservice, der das Essen in den Garten brachte und auf einem Tisch anrichtete. Die Fußballer gingen ans Buffet und schauten sich um. „❤️❤️❤️❤️! Pizza!“, sofort griff Murat zu. Martin lachte laut. „Irgendwann platzt du, wenn du weiter so viel frisst!“ „Stress Alter?“, fauchte der Angesprochene zurück. Victor ignorierte sie und sah sich um. „проклятый! Wo sein Piroschki? Das sein schlechrter Scherz, oder?!?“

Ungeachtet dieser Dinge betrat ein blondes Mädchen die Feier. Sie sah sich um und nickte. Echt cool! Das wird sicher toll! Sie lief weiter und erblickte Nio und Viola. „Hey ihr Zwei!“, rief sie ihnen zu. Vero kam schließlich beim Balletttänzer und der Vampirin an. „Und? Wie läuft die Party bisher? Wusste gar nicht, dass ihr auch hier seid. Hätten ja sonst zusammen hingehen können“, dabei zwinkerte sie ihnen zu. „Habt ihr schon was zu trinken? Ich verdorschte!“ Dann erkannte sie in einer anderen Ecke Ellie. „Ah hi! Wie geht es dir? Komm doch zu uns!“, begrüßte sie auch die andere Mitschülerin.

Marie befand sich unterdessen mit Yngwie an der Tanzfläche. Der DJ spielte aktuell viel Elektro-Musik. Entschuldigend zog die junge Frau den Norweger von der Musik weg in Richtung Buffet. „Tut mir Leid. Aber diese Musik ist überhaupt nicht mein Fall. … Komm lass uns schauen, was es leckeres zu essen gibt.“ Gemeinsam verschafften sie sich einen Überblick, was der Lieferservice gebracht hatte. Oh je … nur so Partyklassiker … Ich hätte mir doch was mitbringen sollen. Seufzend stand sie vor dem Essen und überlegte, was sie nun tun sollte. Yngwie merkte, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Marie lächelte gequält und antwortete ihm: „Du weißt ja, ich bin Vegetarierin. Ich kann zwar paar Sachen hiervon essen, … aber irgendwann hat man auf diese Partyklassiker keinen großen Appetit mehr. … Ist denn etwas für dich dabei?“

Die Geräusche eines Krankenwagens kamen näher und schließlich parkte der weiße Rettungswagen vor der Haustür. Marie und Yngwie sahen zu dem Fahrzeug. „Oh je. Was ist da passiert?“, fragte sie ihn irritiert. Sie fühlte sich betroffen und machte sich Sorgen. Vero, die sich nach dem Gespräch mit ihren Mitschülern ein Bier besorgte, kam zu ihnen zurück. „Was ist den hier los? Ein Krankenwagen? … Warum bloß? Was habe ich verpasst?“ Sie überlegte, bekam einen Geistesblitz und stupste dann Nio spielerisch an. „Sag mal, ist dein Alter etwa auch hier? Ich wüsste sonst keinen, der um so eine Uhrzeit schon einen Krankenwagen bestellt.“ Sie lachte und trank einen Schluck aus ihrer Flasche. Sie liebte es einfach Nio zu necken. Christin atmete auf. „Dr. Okoye. Der Wagen scheint da zu sein. Pippilotta, kannst du uns helfen? Und du, helfe auch bitte mit!“, wandte sich die Ältere an die Nachbarin und an Mia. Nikolai ignorierte sie. Der soll nicht so dämlich gucken. Ist doch eh an allem Schuld! Gemeinsam brachten sie Maryama und Alexander zu den Sanitätern.


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13.04.2023 11:45
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Erleichtert stellte Yngwie fest, dass Marie auch nicht eben begeistert war von der Musik. Sie schlug vor zum Buffet zu gehen. Eine große Auswahl an üblichen Partysnacks präsentierte sich ihnen, aber Marie schien nicht glücklich damit zu sein. Sie lächelte gequält und antwortete ihm: „Du weißt ja, ich bin Vegetarierin. Ich kann zwar paar Sachen hiervon essen, … aber irgendwann hat man auf diese Partyklassiker keinen großen Appetit mehr. … Ist denn etwas für dich dabei?“

Yngwie mochte Marie und respektierte ihre Angewohnheiten soweit, aber Vegetarismus hielt er persönlich für eine menschliche Irrung, so wie Kannibalismus, und eigentlich war er der Meinung gewesen, dass Sylvester 1999 ihr Raumschiff hätte kommen und sie alle nach Hause fliegen sollen. Auf irgendeinem paprikaförmigen Planeten, obwohl Vegetarier wohl mangels hochwertiger Phosphorverbindungen, wie unsere Vorfahren sie in Knochenmark und Gehirnen gefunden haben, nie die Raumfahrt entwickelt hätten. Es war schwierig ein großes Gehirn zu entwickeln, wenn man nichts aß, was einen Schatten warf. Andererseits tun sie keinem was und ihr trauriger Blick dauerte ihn schon. „Ähm, also ich es ja auch gern mal Salat und so.“ log er. „Wenn du magst bestellen wir dir etwas. Ich möchte, dass du heute glücklich bist!“ Er nahm sie in den Arm und drückte sie fest. Darin war er gut, auch hatte er die genau passende Figur zum knuddeln.

Aber am wichtigsten war, dass er sich selbst nah einer Umarmung sehnte.


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13.04.2023 11:45 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:03)
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Das Tanzen zwischen Alma und Scott hatte viel Spaß gemacht, doch beide brauchten jetzt erstmal was zu trinken. "Ich hol uns was, wie wärs mit Bowle?" Alma nickte und Scott lief los. Scott lief am Schlafzimmer der Garcias vorbei, er bekam auch nichts von den Gesprächen mit und was mit Alexander geschehen war, blieb vor ihm verborgen.

Währenddessen suchte Alma ihre Freundin Mia, konnte sie draußen allerdings nirgends sehen. Auch Alexander konnte sie auf Anhieb nicht erblicken. Oh Mia, du lässt auch gar nichts anbrennen. Alma grinste und ging auf ihren Bruder zu.
"Hast du Mia gesehen?" Nael sah sie an. "Nee, Mia habe ich nicht gesehen. Hast du Lotta gesehen?" Alma schüttelte den Kopf. "Ok, dann werde ich nochmal weiter nach Lotta schauen, vielleicht ist sie auch schon gegangen." Alma trennte sich wieder von ihrem Bruder.



Scott kam anschließend mit zwei Bechern Bowle auf Alma zu und gab ihr das Getränk. Sie bedankte sich und die beiden nahmen einen ordentlichen Schluck. "Ein paar der Gäste scheinen wohl schon gegangen zu sein. Bleibst du noch?" Alma sah ihn fragend an. "Ja, doch. Vor allem hab ich schon einiges getrunken und müsste auf jeden Fall auf die nächste Bahn warten. Aber die kommt .." Er sah auf sein Handy für die Uhr. ".. okay, erst morgen früh. Dann bleibe ich wohl noch länger." Scott zuckte die Schultern.
"Ach Scott, du kannst doch sonst auch hier übernachten. Ich ehm.. also ich hab ein Doppelbett. Da passen wir dann beide rein." Sie war etwas verlegen. Schließlich wollte sie doch eigentlich nicht wieder in so eine Situation geraten wie letztens. Aber sie würden diesmal auf gar keinen Fall weiter gehen, sondern nur nebeneinander liegen und schlafen. Und heute kann ich beweisen, dass es zwischen Scott und mir keinerlei romantische Gefühle oder Annäherungen gibt! Da war sich zumindest Alma zu 150 % sicher.

"Ehm .. ja, das wäre sehr nett. Weil .." Scott fing an zu gähnen. Er fasste sich am Kopf. "Irgendwie hab isch das Gefühl, ich bin total müde. Oder die Bowle war zu viel. Ich hab ja auch viel Bier getrunken." Alma sah sich um. Sie sah das Essen. "Lass uns am besten.." Sie gähnte. ".. meine Güte, du steckst mich mit deinem Gähnen an!" Beide lachten kurz. "Was ich sagen wollte, lass uns etwas Essen als Grundlage. Auf nüchternen Magen ..*gähn*... ist Alkohol nicht so eine .. *gähn* .. gute Wahl. Ich glaub, ich geh gleich schon ins Bett, wenn das so weiter geht." Scott nickte und beide holten sich ein Stück Pizza.

Nael hatte Julius seiner Wege ziehen lassen und er schaute noch ein letztes Mal nach Lotta. Da Hannah sagte, die Gäste dürfen nicht ins Schlafzimmer der Eltern Garcia und Alma zusicherte, das Schlafzimmer abzuschließen, war Nael genau in diesem Raum nicht drin gewesen, um nach Lotta zu suchen. Alma hatte aber natürlich vergessen, das Zimmer abzuschließen. Nael ging also wieder nach draußen und überlegte, was er nun machen sollte. Ihm fiel auf, dass ein paar der Gäste, die vor einiger Zeit noch da waren, scheinbar schon gegangen waren. Es waren zwar auch ein paar neue Gesichter hinzugekommen, aber eine volle Hütte war das jedenfalls noch nicht. Zum Glück, Alma wird dennoch keine Party mehr ohne mein Zutun planen. Er schüttelte kurz den Kopf und ärgerte sich, dass er sich nicht aktiv an der Planung beteiligt hatte. Zudem quälten ihn die vermutlich anstehenden Fragen seiner Eltern.

Nachdem Alma und Scott Pizza gegessen hatten, merkten beide unabhängig voneinander, dass sie sich nicht mehr ganz klar fühlten. Julius kam auf die beiden zu. "Na ihr Turteltaub.." Alma hob den Finger. "Scccchhhhh! Du weißt *gähn* von *gähn* nichts. Boar, wieso bin ich denn so müde?" Julius kratze sich am Kopf. "Das weiß ich nicht."

Alma überlegte. Auch Scott gähnte die ganze Zeit. "Seit mir nicht böse, aber ich glaube, ich kann nicht länger wach bleiben. Alma kannst du mich in dein Zimmer bringen?" Er sah sie ganz verschlafen an und sie nickte. "Julius, ich bin mal kurz *gähn*.." Julius allerdings dachte sich was ganz anderes. "Also Cousinchen, für mich musst du nicht so tun, als wärst du müde. Ich weiß ganz genau, was ihr gleich macht. Das moderne Schlafen. Ja, ja.." Er grinste.

"Man, Julius, wirklich!", sagte Alma entnervt. Julius nickte nur. "Genau, wirklich nur modern schlafen. Nennt es wie ihr wollt. Viel Freude." Er zwinkerte den beiden - seiner Meinung nach verführerisch - zu und Alma schüttelte genervt den Kopf. Dann musste sie aber wieder gähnen und Alma und Scott gingen ins Haus. Beide waren etwas wackelig auf den Beinen, was bei der Treppe nach oben keineswegs besser wurde. Überraschenderweise waren im Flur keinerlei Gäste. Die Schiebetür der Küche war zu. Das Esszimmer war auch verschlossen und die Tür des Schlafzimmers ebenfalls zu. Ach, das hatte ich ja eh abgeschlossen. Auch hier war sich zumindest Alma zu 150 % sicher.

Nachdem die Beiden manchmal auf der Treppe nicht direkt die Stufen trafen und sich aneinander festhielten, wie zwei Volltrunkene, betraten sie Almas Wohnung. Scott fragte direkt nach dem Bett. "Ich schaffet wohl net mehr uffn Pott!" Er lachte und Alma, die seine Redensweise zwar etwas merkwürdig, aber auch lustig fand, winkte mühevoll in Richtung Schlafzimmer. "Mach es Dir bequem. Fühl dich *gähn* wie zuhause." Als beide dann am Schlafzimmer ankamen, war Almas Bett voller Klamotten. Sie räumte die Klamotten vom Bett in den Schrank, auch wenn dieser nun einen ungeordneten Wäscheberg enthielt. Besser einen Wäscheberg, als irgendjemanden im Schrank!

Scott legte sich schon hin, zog sich Hose und Shirt aus und deckte sich zu. "Es is Sommer und mir is volle Kanne kalt, ey." Er schüttelte nur den Kopf. "Und mir is so schlecht. Oh man, oh man. Dat is mir voll peinlich." Alma lachte auf seine Worte hin. "Ach Scotti Karotti, du bist echt witzig .. *gähn* .. Wenn mir früher als Kind schlecht war, hat mir .. *gähn* .. meine Mama einen Tee gemacht und mich zugedeckt. Dann gab es .. *gähn* .. einen Kuss auf die Stirn und mir war nicht mehr schlecht." Alma hatte ganze Mühe zu sprechen. Scott hob auf ihre Worte seinen Arm und zog - mehr oder weniger - Alma zu sich. "Isch will dat auch." Alma grinste darauf hin und beugte sich zu Scott rüber, was allerdings zur Folge hatte, dass sie das Gleichgewicht verlor und auf ihn fiel. "AUA!! .. Man, man, gut, dat du so en Federgewischt bis."

Scott grinste jetzt auch und Alma lag noch immer auf ihm. Plötzlich küssten sich die beiden leidenschaftlich - zumindest empfanden die beiden es so. Denn eigentlich war das nur ein Lippen-aufeinander-Gepresse in Verbindung mit Alkohol und der manipulierten Bowle. "Wow, kannst du küssen!", sagte Alma. Vielleicht sollte ich es einfach versuchen mit ihm! "Und du erscht, Babe!", sagte Scott. Alma scheint doch eine gute Partie zu sein. Vielleicht wird es ja was mit uns. Ich glaube, ich geb dem ganzen einfach mal ne Schan, Schen, Schon, nee.. Chag.. ach kene Ahnung wie dat Dingens nochmal hieß, ey.

Alma rollte sich von ihm, legte sich auf den Rücken und lag nun neben ihm. Beide schauten an die Decke. Es drehte sich alles. Und dann war Scott auch schon eingeschlafen.

Alma bemerkte das gar nicht erst, denn sie hatte mit dem Gefühl zu kämpfen, sie müsse jeden Moment brechen und kramte aus ihrem Schuhkarton unterm Bett die Tabletten gegen Übelkeit raus. Eine Flasche Wasser stand noch neben ihrem Bett. Sie schluckte die Tabletten herunter. Ihr war so warm. Wenn mir nicht mehr schlecht ist, geh ich wieder runter. Ein paar Minuten später war sie allerdings schon eingeschlafen.


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13.04.2023 11:46 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:04)
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Julius war noch im Garten. "Hallo? Ist das alles? Kein 'Hilfe, ein Vampir!!' oder sowas? Oder bist du zu besoffen, um zu merken, dass ich kein Mensch bin??" Leider hatte er Viola nicht richtig verstanden. Vlilfe? Hampir? Er lächelte verlegen und sagte nichts mehr. Er merkte, dass er irgendwie eine Blockade hatte.

Also ging er seines Weges und lief langsam seine Runden und stellte sich ab und an mal zu anderen Sims, allerdings ohne was zu sagen. Er bekam wieder kein Wort heraus, wenn er eine Frau auch nur ansah. Also schaute er zu Nael. Der darf mich jetzt ja nicht sehen! Julius schlich wie ein Einbrecher ins Haus und holte sich ein Glas Bowle. Er trank sofort den Becher aus und fühlte sich direkt voller Tatendrang. "Hallo Ladies, da bin ich wieder.", sagte er und hob dabei seinen rechten Arm wie ein Moderater, der einen Star anpreist. Jedoch war niemand im Raum, den er hätte anpreisen können. Der Sinn blieb bis heute verborgen.



Jedenfalls warf er den leeren Becher in den Müll und wollte sich gerade in Richtung Garten schleichen, als er Stimmen aus dem Schlafzimmer der Garcias hörte. Hä? Er wollte gerade lauschen, als sich die Tür öffnete. Er verstand nicht genau, was jetzt los war, jedoch war irgendetwas passiert. Eine Dame legte ihr Handy weg, er hörte plötzlich eine Krankenwagensirene und war einfach nur verwirrt.

Während er die Personengruppe beobachtete, machte er sich Gedanken um die dort anwesenden Frauen. Welche der hübschen Ladies werde ich wohl heiraten? Die! .. Ach nee, die hat scheinbar einen Freund. Oder die? .. Na, die ist wahrscheinlich schon 40. Da ist dann nix mehr mit Kindern. Hm.. Ey ja, die! Die will ich. Er lief los in Richtung Christin.

Als Nael Sirenen hörte, war er besorgt. Er schaute sich im Garten um. Da dort nichts auffälliges vor sich ging, ging er zur Sicherheit ins Haus und machte dann erschreckende Beobachtungen. Die Schlafzimmertür seiner Eltern stand offen. Die Haustüre war geöffnet und ein paar Sanitäter kamen herein. Zwei weitere Personen, eine davon Maryama, die er auch schon kennen gelernt hatte, schien benommen. Sein Nachbar Nwadike war ebenfalls vor Ort und Julius stand scheinbar nur im Weg herum, als ein Sanitäter zu ihm sagte: "Aus dem Weg!"
Das darf nicht wahr sein!, dachte Nael sauer und ging zu Nwadike. "Was ist passiert?"


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13.04.2023 11:46
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Nikolai ist sich sicher von sich behaupten zu können ein loyaler Freund zu sein. Gerade sieht er zu wie Mia Alexander wegzubringen versucht. Nikolai ist unschlüssig. Dieser Kerl ist sein bester Freund. Seit Kindheitstagen. Wenn er jemanden kennt dann ihn. Und Nikolai weiss das Alexander nicht von einem läppischen Becher Bowle so abdreht. Klar, es sind ein paar Jahre vergangen, aber er kann sich das beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Tatsache, dass Alexander sich gern ab und an einen Drink gönnt, sich geändert haben könnte. Denn er müsste schon sehr abstinent gelebt haben um heute wegen eines Bechers so abzustürzen. Und Nikolai weiss, dass es nicht so ist, er weiss das Alexander noch immer einen kleinen Funken von Damals in sich hat. Das hat er beim Nachtmahl erlebt. Auf keinen Fall ist er, Nikolai, an dieser Misere schuld, und trotzdem tun alle so. 
Und dann ist da noch die andere Sache. Er hat ihm doch erzählt dass er Mia kennt. Er hat sie irgendwann mal flachgelegt und jetzt geht er bereitwillig mit, im Glauben, dass sie ihm Hilft. Was ja sein kann. Und ihr Argument ist es, dass sie ihm für ein gerettetes Leben etwas zurück geben will…

Nikolai… ist ein loyaler Freund… er ist sich nicht sicher, ob er Alexander die Tour vermasselt wenn er jetzt eingreift. Er kommt nicht dazu sich zu entscheiden. Die wütende Rothaarige kehrt zurück und faucht ihn an – schon wieder. Ohne zu zögern nimmt sie Mia die 'Last' ab und weisst ihn an zu helfen. Nikolai reagiert sofort. Einerseits, weil er nicht nochmal Eine verpasst bekommen will – die Kleine hat mehr Kraft als man ihr ansieht, zum anderen weil sein Bauchgefühl teilweise doch erleichtert um diese Entscheidung ist. Um Mia kümmert sich vorerst keiner mehr, diese ist ohnehin sprachlos und sieht ihnen fassungslos hinterher.

Nachdem sie Alexander aufs Bett gesetzt haben, kreischt die Rothaarige weiter herum. «Halt ihn doch einfach mal fest, Nikolai … Oder, verpass ihm eine, damit er endlich mal liegen bleibt.» Jetzt sieht Nikolai auf. Langsam wird ihm die Sache zu bunt. «Was zum...» Er steht auf. «Gehts noch?!» Er tippt sich an die Stirn. «Ich hau ihm doch keine runter. Er ist einfach nur rotze voll, weisst du eigentlich wie unangenehm es ist in dem Zustand zu liegen?» Nikolai erinnert sich. «Wenn frag ich eigentlich… natürlich kennst d u das sehr gut.» Okay das letzte ist ihm so raus gerutscht. Aber er hält dem bösen Blick stand. Soll sie ihn nochmal schlagen. Er weiss ohnehin nicht was ihr Problem ist. Und das hatte er ihr bei der ersten Auseinandersetzung schon gesagt. Wenn jucken denn die Bilder? Was hat es damit zu tun, dass sie ein Kind hat? Ist der Vater auf der Party und sollte die Eskapade besser nicht erfahren, oder was? Ist doch nicht sein Problem wenn sie sich abschiesst und Amok läuft… Nikolai ist gefrustet.

Er steht jetzt an der Seite und sieht zu wie sie um Alexander herum wirbeln, der offenbar gerne herumlaufen will. Merken die denn nicht, dass sein Körper die Bewegung braucht? Innere Unruhe kennt er gut. Er sieht zu wie Alexander offenbar etwas zu sagen versucht, aber keiner hört zu. Es geht scheinbar um seine Schwester, er ist schwer zu verstehen. Und dann ist da noch dieser Kerl von Maryama, der sich als Arzt outet und herumbrüllt, Alexander schwebe in Lebensgefahr. Lebensgefahr! Nikolai weiss nicht was er sagen soll. Die Leute werfen ihm böse Blicke zu. Blicke die sagen: siehst du was du getan hast? L e b e n s g e f a h r!  Oh daran wird Nikolai sich erinnern wenn er wieder einmal in eins seiner Tiefs gerät, da kann er sicher sein. «Er hatte e i n e n verdammten Drink! Er verträgt mehr als das! Ich kenne ihn mein ganzes Leben! Könnt ihr das von euch auch behaupten?» Keiner schenkt ihm Beachtung. Natürlich machen die Worte des Arztes ihm Sorgen, aber diesen giftigen Keim darf er sich nicht in seine Gedanken einpflanzen lassen... Zu spät. Nikolai sieht sich schon auf einer Brücke stehen, alle haben ihn beschuldigt, alle haben auf ihn gezeigt, getuschelt wenn er durch die Öffentlichkeit ging, haben ihm böse Blicke zu geworfen, weil er derjenige war, der Alexander 'gezwungen' hat einen einzigen Becher Bowle zu trinken an dem er schlussendlich gestorben ist…

Nikolai schüttelt den Kopf. Stopp… Zu gern würde er jetzt einfach gehen. Aber er ist ein loyaler Freund.  Er beobachtet Maryama wie sie den Becher Bowle auf dem Nachttisch stellt. Sie versucht Alexander zu beruhigen. Warum sieht sie eigentlich nicht was hier los ist? Er hat sie weit intelligenter eingeschätzt. Stattdessen trinkt sie den Becher aus, und redet auf Alexander ein, der immer noch gern losziehen würde wenn man ihn denn lassen würde. Er sieht Mia neben sich, die besorgt zu dem Mann auf dem Bett sieht. Sie wirkt genauso unbeteiligt. Und sie ist die Einzige die bisher auf das eingegangen ist was Alexander sagt. Vielleicht ist sie die einzige Vernünftige hier… aber kann genau so wenig ausrichten. Sie werden aufgefordert das Zimmer zu verlassen, doch das lässt Nikolai nicht mit sich machen. Arzt hin oder her. Er bleibt eisern stehen und beobachtet weiter, und wenn das in einem Handgemenge enden würde dann seis drum. Er ist ein loyaler Freund.

Nikolai beobachtet wie Maryama fast augenblicklich schläfrig wird und auf dem Bett umkippt. Erstaunt blinzelt Nikolai. Ein Déjà-vu überkommt ihn. Er betrachtet die Szene. Maryama ist vielleicht nicht so trinkfest wie Alexander aber sie mag ordentlich mithalten. Sie hat nach den grossen 'Kurzen' beim Nachtmahl auch noch stehen können – mehr oder weniger. Nikolai weiss zwar nicht wie viel sie vor diesem Bowlebecher schon getrunken hat, aber das ganze kommt ihm doch sehr seltsam vor. Bei Alexander weiss er, dass er nicht viel mehr hatte, denn er hatte schliesslich gesagt er wolle nichts trinken heute… Haut diese Bowle wirklich so dermassen rein? Nikolai überlegt. Er hat sich und Alexander einen Becher Bowle geholt, hat aber mit dem Bier angestossen. Und nach dem Alexanders Zustand sich so rapide geändert hat, hat Nikolai seinen Bowlebecher und das Bier irgendwo abgestellt und vergessen...

Kann das wirklich sein? Nikolai tritt an ein Fenster. Er sieht in den Garten. Die Leute tanzen, essen und unterhalten sich. Wirkt normal. Warte… Er sieht zwei Frauen auf einer Bank sitzen. Sie sind gegeneinander gelehnt, schläfrig. Jemand versucht gerade vor ihren Gesichtern zu schnippen. Doch sie bewegen sich nicht. Der Schnippser zuckt die Schultern und geht weg. Nikolais Blick fällt auf die Gläser mit roter Flüssigkeit zu ihren Füssen. Dann rauscht er blitzartig ab. Er sieht keinen der Umstehenden an, sondern läuft eilig los.

Vor der Küche stoppt er, gerade kommen zwei weiter Gäste heraus, beide ein Glas Bowle in den Händen. Nikolai greift mit beiden Händen die Gläser von oben. «Die nehm' ich – Danke.» und geht ohne eine Reaktion abzuwarten in die Küche. Die Gäste sind zu verblüfft um etwas zu sagen. Nikolai stellt die Gläser ab und schlisst die Tür, bevor die Leute doch noch auf die Idee kommen sich Nachschub zu holen.
Vorsichtig riecht er am grossen Gefäss. Er denkt kurz darüber nach zu probieren, doch er muss sich eingestehen, dass er sich das nicht traut. Jetzt nicht mehr… Also was solls. Nikolai kippt das ganze rot-gefärbte Getränk in den Ausguss. Die Früchte kullern mit hinein. Anschliessend kippt er auch die konfiszierten Gläser aus. Aus den Augen aus dem Sinn… Wenn es wirklich an dieser Bowle lag, dann ist der Schaden vorerst begrenzt. Welcher üble Witzbold hat diese Bowle überhaupt gemacht? Oder hat jemand etwas hineinbegeben?


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13.04.2023 11:46 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 12:23)
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Hausmeister

Alexander ist vielleicht betrunken, aber nicht völlig neben der Spur. Er weiss das er sich daneben benimmt. Er rafft sehr wohl was um ihn herum passiert. Das Reden fällt sehr schwer und es ist äusserst frustrierend wenn man nicht mehr in der Lage ist sich zu verständigen oder geradeaus zugehen. Aber abgesehen davon fühlt er sich mehr oder weniger okay… Seine Muskeln sind entspannt, und sich gegen Hände zu wehren die ihn ständig auf ein Bett drücken wollen, so gut wie unmöglich. Er ist doch grade noch auf dem Weg zu Irina gewesen, oder nicht? Wer hat ihm dabei geholfen? Das war Mia, nicht wahr? Er sieht sie an, doch sie steht nur da. Er versucht den Umstehenden das zu sagen. «Sie weiss wo Irina ist, lasst sie mich zu ihr bringen.» Aber das was Alexander herausbekommt, ist alles andere als simlisch. Jemand telefoniert. Jemand fühlt seinen Puls. Jemand hält seine Hand. Was ist hier los? Lasst mich doch einfach gehen! Hallo? Hört ihr mir zu? Verdammt, was ist nur passiert das er jetzt so gefangen im eigenen Körper ist?

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Charakter: Mia


Mia lässt sich Alexander abnehmen und tobt innerlich vor Wut. Schon wieder diese rothaarige von auf den Fotos. Langsam glaubt sie die rothaarigen Sims dieser Welt haben es auf sie abgesehen.
Ratlos sieht sie zu wie sie Alexander versuchen auf dem Bett zu halten. Während sie dabei zusieht wird ihr ein wenig schlecht. Er will offenbar nicht hier sein… Aber alle bestehen darauf. Was kann sie also tun? Nichts… Aber sie muss ihn doch irgendwie hier raus bekommen. Sie hatte es ja auch fast geschafft gehabt aber dann… Sie sieht zu wie jemand Lebensgefahr diagnostiziert. Was? Das stimmt doch nicht? Oder? Mia steht neben diesem Nikolai und beobachtet. Sie schaut zu wie die Brünette, die russisch zu können scheint, an Alexander herum tatscht. Und dann diese andere Frau die für ihn singt und seine Hand hält… Lebensgefahr… Das hat sie doch gar nicht gewollt. Mia laufen Tränen über die Wangen während sie weiter einfach nur dasteht und zusieht. Und schliesslich wird sie hinaus geschickt. Mühsam schluckt sie die Schluchzer herunter. Die nassen Wangen, sind alles was man ihr ansieht. Das hab ich nicht gewollt. Weint sie innerlich.


Bald darauf heulen kurz Sirenen auf und die Vorderseite des Hauses wird in Blinklicht getaucht. Mia wird gebeten zu helfen, Nikolai wird unbeachtet am Rand stehen gelassen und Alexander wird gar nicht erst gefragt.

Unten drängen sich einige Partygäste um das Fahrzeug. Die Sanitäter versuchen die Leute dazu zu bringen Abstand zu halten. Jemand hat bereits eine der beiden Frauen zu den Sanitätern gebracht die Nikolai im Garten auf der Bank gesehen hat und die Sanitäter checken ihre Werte. Mia steht neben Alexander der sich auf sie und Christin stützt. Sein Kopf scheint schwer, doch er sieht sich ununterbrochen um. Er murmelt etwas. Sicher geht es um seine Schwester. Er hat nichts anderes im Kopf.

Alexander hängt da. Das blinkende Licht geht ihm auf die Nerven. Was ist das? Ein Krankenwagen? Wer ist verletzt? Was machen sie eigentlich hier draussen? Er muss die Gäste überprüfen. Stehen sie hier an? Was passiert hier? Er muckt ein wenig herum, aber es ist zu anstrengend sich loszureissen. Vielleicht wenn er sich ganz stark konzentriert. Er konzentriert sich. Richtet sich auf, tappt einen Schritt zurück um das Gleichgewicht zu behalten und sieht dann in verständnislose Gesichter. Die beiden Frauen sehen ihn an. Er blinzelt, schwankt. Die Simsmenge um sie herum, macht das fortbewegen nicht gerade leichter. Alexander dreht sich um und torkelt durch die Leute. Er wird von allen Seiten gestützt, da die meisten dicht aufeinander stehen. Ist eine von ihnen Blond? Hat er nicht jemanden gesehen? Wachbleiben Mann. Komm schon. Das kannst du dir jetzt nicht leisten. Spornt er sich an. Sein Wille ist stark. Muss er sein. Sonst wäre er nicht so lange so weit für seine Schwester gereist. Und jetzt muss er diesen Willen beweisen. «I….ri….na?»
Mia zögert nicht und versucht hinter Alexander her zu gehen. Die Leute drängeln, sind Schaulustig, versuchen ihren Mitsims zu helfen. Die Bowle muss noch mehr Sims erwischt haben. Aber darum kann sie sich jetzt nicht kümmern. Angestrengt, drängt Mia sich durch die Sims. Wo geht er jetzt hin?
Sie hüpft um über die Sims hinweg sehen zu können. Fast die ganze Party steht hier draussen. Sie sieht wie Alexander die Haustür verfehlt und links am Haus entlang geht. Sie beeilt sich hinterher zu kommen und findet ihn sich am Zaun festhaltend.

«Sascha!» sie bleibt bei ihm stehen. Er scheint komplett ausser Atem zu sein. «Bist du okay?» fragt sie besorgt. Sie hat die Tränen weggewischt, man sieht dennoch das sie geweint hat. Die perfekt aufgetragene Schminke ist verwischt.
«Nnnn...» Verdammt. Warum ist es so schwer zu sprechen? Es ist nicht das erste Mal, das ihm das passiert, aber das letzte Mal ist lange lange her. Und warum ist es so anstrengend zu gehen? Er sollte gar nicht mehr gehen können. Normalerweise würde er jetzt kriechen. Aber das Schwindelgefühl hält sich in Grenzen. Er sieht in den Garten. Nur wenige Leute sind da und keiner von ihnen ist weiblich und blond. Ausser... Was ist mit dem Mädchen da mit der Brille? Zu jung. Oder? "Iroschka!" ruft er über den Zaun. Er ist nicht besonders laut - keine Kraft - und keiner reagiert... Und dann, von einem Schlag auf den anderen resigniert er. Lässt sich am Zaun herunter ins Gras, lässt den Kopf hängen und schluchzt. In den ganzen zehn Jahren hat er nicht einmal aus Frustration geweint, doch jetzt kann er nicht anders. Er kann nicht sprechen, sich nicht bewegen, er kann Irina nicht suchen…

Mia überkommt Mitgefühl, sie sieht auf ihn herab. Er ist hilflos und kann nichts dafür. DAS war sie. Sie schluckt, versucht nicht auch nochmal anzufangen zu weinen. Sie würde ihm jetzt gern klar machen, dass sie ihm helfen kann seine Schwester zu finden. Sie würde ihr ganzes Geld ausgeben um sie zu finden, wenn er sie dafür lieben würde. Doch sie weiss nicht ob er das versteht. Sie ist kurz davor auf die Knie zu sinken und mit ihm zu weinen, doch so reisst sich zusammen. Sie darf jetzt nicht egoistisch sein. Ausserdem bring sie ihn alleine sowieso nicht auf die Beine. «Bitte bleib hier...» sagt sie leise und läuft zurück. Die Sanitäter sind zu zweit und haben nicht mit so vielen Patienten gerechnet. Sie können nicht so viele ins Krankenhaus transportieren. Mia sieht sich um, sie geht ins Haus, sieht sich auch dort um und rennt zurück nach draussen. Sie findet Christin und greift ihre Hand. «Ich hab ihn gefunden… schnell… kannst du mir helfen?» Sie zieht die Frau mit zum Zaun.


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13.04.2023 11:46
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#110
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Hausmeister

Als endlich ein Sanitäter sich Alexander ansieht. Er spricht kein Wort mehr. Auf Fragen schüttelt er lediglich noch den Kopf oder nickt schwach. Nikolai taucht bei ihnen auf. Und der Sanitäter fragt was er denn getrunken hätte. «Er hatte einen Becher Bowle…» sagt Nikolai. 
«Den du ihn gezwungen hast zu trinken!» 
Da sind sie wieder die bösen Blicke. Nikolai versteht. Er ist immer noch Schuld. Er kann dagegen nichts ausrichten. 
«Es scheint als hätten alle von dieser Bowle getrunken.» Meint der eine Sanitäter. «Wo ist sie? Wir sollten eine Probe mitnehmen und untersuchen lassen.»  
«Erm...» Nikolai Schluckt und tritt nervös einen Schritt zurück. Oh nein. Vor seinem inneren Auge läuft alles wieder im Schnelltempo ab. Aber das muss es nicht, denn was er sieht bestätigt sich sofort im realen. Sie sehen ihn an. Er muss es ihnen sagen. «Ich hab sie ausgeschüttet.» gesteht er leise. 
Mia versteht. Das ist die perfekte Chance den Verdacht vollends auf Nikolai abzuwälzen. Man muss leider manchmal jemanden Opfern. «Du hast also die Beweise vernichtet?» sagt Mia und ihre Augen werden wieder feucht. Auf Kommando weinen? Kein Problem. 
Sie sehen alle Nikolai an der noch einen Schritt zurück weicht. «Hey, nein, ich wollte nur...» 
«Du hast gewusst, dass da was drin war und hast ihn trotzdem gezwungen es zu trinken?!» 
Nikolais Gesichtsausdruck wird verzweifelter. «Nein, das stimmt nicht.. ich wollte nur verhindern dass...» 
«Dass man herausfindet, dass etwas in der Bowle war, von dem du es die ganze Zeit gewusst hast!» 
Nikolai kann nichts ausrichten. Keiner wird ihm glauben. Er wollte doch nur helfen und jetzt glaubt jeder das Gegenteil. Warum? Warum sollte ausgerechnet er seinen besten Freund vergiften? Die Leute kennen ihn zu wenig um sich diese Frage zu stellen. 
«Vielleicht sollten wir die Polizei rufen.» setzt Mia noch einen drauf. Ihre Stimme bebt. Wütend und traurig prangert sie Nikolai an und spielt absolut überzeugend. 
Nikolai beginnt zu schwitzen. Sein Herz schlägt wild. Polizei? Er hat das Bedürfnis wegzurennen, weiss gleichzeitig, dass ihn das noch schuldiger macht. Aber macht das wirklich noch so einen Unterschied? Er ist überfordert mit der Situation und ganz allein. Es ist keiner da der ihn gut genug kennt und beteuern kann, dass er so etwas nie machen würde. Aber den Ruf Leuten zu schaden hat er bereits, wegen der Fotos und der hysterischen Rothaarigen. 
Er hält die bohrenden Blicke nicht aus ... er ist ein loyaler Freund... aber ... er läuft weg - die Brücke scheint jetzt gar nicht mehr so abwegig...


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