Del Sol Valley - Casino Royale

15.01.2026 21:48
avatar  Murloc
#1
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Bestseller-Schmied



Zählt als "Nicht in Welt" und muss bei Bedarf also selbst runtergeladen werden. Platzierung: Del Sol Valley 10























CC gibt es auf Anfrage


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24.01.2026 17:39 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2026 17:06)
#2
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Schicksalslenker

<<< Chip kommt von Oasis Springs<<<
<<< Viola kommt von Britechester Nr. 7 - Violas kleine Hütte <<<

Charaktere: Viola, Chip
Geschichtsstrang: Lasset die Spiele beginnen




Zufrieden mit sich und der Welt tritt Chip aus dem Bekleidungsgeschäft in der Stadtmitte von DelSol Valley. Der Stoff der neuen Jeans fühlt sich noch ein bisschen steif an, aber sie sitzt wie für ihn gemacht. Ein amüsiertes Lächeln umspielt seine Mundwinkel, als er sich das Oberteil zurecht zupft und mit federnden Schritten Richtung Spielbank aufbricht.
Blaze würde verächtlich die Nase rümpfen oder Schlimmeres, wenn er die Krawatte sehen könnte. Nichts Ätzenderes für ihn als diese Spießerschlingen.
Innerlich schmunzelnd zieht Chip das Teil gerade. Für ihn bedeutet es heute nur eine passende Verkleidung für die Spielbank. Überhaupt spürt er in letzter Zeit, wie Dinge, die er für unumstößlich mit seiner Identität verbunden glaubte, in den Hintergrund treten. Manchmal macht es ihm Angst, weil es sich anfühlt, als würde er sich selbst verlieren. Insgesamt ist es aber eher spannend. Vermutlich hat es mit Zoé zu tun. Der Umgang mit ihr verändert einiges. Sein Wertesystem verschiebt sich und Chip ist nicht sicher, wo das hin führt. Er drängt die Gedanken für jetzt beiseite und beschleunigt sein Gehtempo.
Alter, wie geil sich neue Klamotten anfühlen, gekauft vom selbstverdienten Geld. Ganz so viel wollte er eigentlich nicht dafür ausgeben, aber das war's auf jeden Fall wert. Seine innere Stimme sagt ihm, es wird ein erfolgreicher Abend und siegreiche Abende, brauchen passende Outfits. Wieder wandern seine Gedanken zu Blaze. Der hatte immer drauf geschissen. Er hätte nur mit dem Finger schnipsen müssen, um alle Klamotten der Welt zu bekommen, aber weder ihn noch Chip hatte das interessiert.
Mode bedeutet Chip immer noch nichts, aber heute einfach so in ein Geschäft gehen zu können und eine Stunde später mit neuen Sachen wieder raus. Das ist ein Hammergefühl. Wenn er ehrlich ist, war es ziemlich mies, zu manchen Anlässen Klamotten von Blaze leihen zu müssen, um etwas her zu machen. Zum Beispiel bei einem wichtigen Date mit Den...nicht an sie denken! Der Glanz des Augenblicks verliert kurz den magischen Schimmer, aber Chip bringt sich sofort wieder auf Kurs. Der heutige Abend gehört Viola und ihm. Überreden musste er sie nicht lang. Beide brauchen sie Geld, beide lieben sie ein bisschen Risiko.
Die Vorfreude auf das Glücksspiel lässt ihn leise vor sich hin pfeifen. Sein Blick schweift über den Platz vor dem Casino, während er den Querspalten des Pflasters ausweicht. Heute wird nichts riskiert, was vielleicht Unglück bringen könnte.
"Hey." Mit einem schiefen Grinsen bleibt er vor Viola stehen und hebt überrascht die Brauen. „Wow, du siehst aus wie ne Mischung aus Chefsekretärin und Casino-Queen.“ , sagt er anerkennend grinsend. „Ich schwör, uns erkennt heut keiner.“ Chip strafft unternehmungslustig die Schultern. "Bereit für Schandtaten?"




„Klaro!“
Viola grinst. Schon länger hatte sie auf so eine Gelegenheit gewartet. Bald ist die Miete wieder fällig, und das Polster wird nicht mehr lange reichen. Es wäre wirklich cool, einen größeren Geldgewinn heimbringen zu können. „Und jetzt, wo ich endlich 18 bin, sollte es ja keine Probleme geben.“ Stolz hält sie ihren Ausweis hoch. Eine Hürde weniger. Sie kann hier ganz legal rein. Erst dann mustert sie Chip genauer. Sie muss schmunzeln. „Aber du siehst auch nicht ohne aus. Bin gar nicht gewohnt, dich so zu sehen!“ Auch sie selbst zeigt sich eher selten in so schicken Klamotten. Normalerweise kümmert sie so etwas nur wenig. Doch diesmal muss es sein.



Die beiden betreten ehrfürchtig das Gebäude. Der edle, gemusterte Teppichboden, die blinkenden Maschinen... bunte Eindrücke. Überwältigend. Laut. Nicht nur die Farben. Auch das Tuten und Klicken der Spielautomaten. Viola braucht eine Weile, um sich an alles zu gewöhnen. Etwas zu voll hier für ihren Geschmack. Doch sie ignoriert die störenden Menschenmassen und lässt ihren Blick schweifen. In der Mitte des Raumes stehen Spieltische für Roulette, Black Jack und anderes. Sie lächelt, lässt die Atmosphäre auf sich wirken. Es fühlt sich nach Abenteuer an. „Und? Womit wollen wir anfangen?“, fragt sie schließlich.

Wie ein Verkoster bei der Weinprobe saugt Chip die Atmosphäre, Geräusche und den Anblick der verschiedenen Glücksspieloptionen in sich auf. Elektrisiert springt sein Blick von Tisch zu Tisch, wird aber magisch immer wieder vom Roulette angezogen. Er bleibt hinter Viola stehen, legt ihr die Hände auf die Schultern und neigt sich Richtung Ohr. "Heute.." Dramaturgische Pause. "Heute will ich die Königsdisziplin. Roulette." Er lacht leise und tritt neben sie. "Hast du Ahnung davon? Ich nur wenig, aber dafür um so mehr Bock. Ist nicht schwer denk ich." Er sieht sie mit blitzenden Augen an. "Komm, wir gucken mal ein, zwei Runden zu. So zum warm werden." Er wechselt die Richtung und steuert den Tisch an, an dem sich schon einige Spieler eingefunden haben. Gerade heißt es: faites vos jeux. Dafür reicht Chips Französisch gerade noch. Machen Sie Ihr Spiel. Sein Herzschlag kommt in Fahrt, als er beobachtet, wie die Jetons auf ihre Plätze geschoben werden. Kurz darauf verkündet der Croupier 'nichts geht mehr' und wirft die Kugel ins rotierende Rondell. Wie hypnotisiert verfolgen Chips Augen ihren Lauf. 24 schwarz. Nur vier dürfen Gewinn einsacken, der Rest geht an die Bank. Angespannt beginnt Chip auf seiner Unterlippe zu kauen, als die nächste Fuhre Einsatz auf dem Tisch verteilt wird. Sie haben zusammen gelegt und 300 Simoleons zur Verfügung . Die will er verdammt nochmal jetzt! ins Spiel bringen. Geduld..und Disziplin. Denk dran . Er schluckt hart und blickt zu Viola, die versonnen den Roulettetisch beobachtet.
"Ich denk ich habs soweit gecheckt.", sagt er nach zwei Runden leise und zieht damit den Blick eines Mannes im mittleren Alter auf sich. Ein mächtiger Schnurrbart prangt unter einer markanten Knollennase und seine Schultern versetzen die Anzugnähte in Platzangst. Der Fremde hebt spöttisch eine Augenbraue, blickt aber im nächsten Augenblick wieder zum Spiel. Arroganter Sack..
"Wie isses bei dir? Starten?"



Viola nickt. Sie weiß aus Filmen, wie Roulette funktioniert: Es gibt einigermaßen "sichere" Wetten, mit fast 50 % Gewinnchance: Nicht auf eine bestimmte Zahl setzen, sondern auf "Rot" oder "Ungerade" oder so. Doch die höhere Gewinnauszahlung gibt es, wenn man die Wette eingrenzt, auf eine bestimmte Zahl, oder eine Gruppe von angrenzenden Zahlen. Sie kratzt sich am Kinn. Ihr Blick fällt auf die Null. Die gefürchtete Null. Sie muss schmunzeln. Viktor hätte ihr davon abgeraten, hier mitzuspielen. Hier, wo langfristige Pläne nicht viel an der Gewinnchance ändern, weil es im Endeffekt eine Frage des Glücks ist, nicht der Strategie. Aber sie ist nun einmal nicht ihr Vater. "Bin dabei!" Sie grinst. "Für den Anfang würde ich sagen, fangen wir mit einer höheren Chance an."
Sie sieht einer Frau zu, die sich für ein Carré entscheidet und ihren Jeton auf ein Kreuz aus vier Zahlen legt. Eine höhere Gewinnchance als eine einfache Zahl. Vielleicht ist das auch für sie und Chip eine Option, wenn es etwas mehr Risiko als nur eine Farbe sein soll. Oder sie entscheiden sich für eine Reihe aus 12 Zahlen. Noch eine höhere Chance, und trotzdem nicht ganz so langweilig wie nur eine 50 / 50 Wette. "Vielleicht hier!" Sie zeigt auf die mittlere Reihe.

Gleich was wagen? Chip zögert einen Moment und nickt dann. "Wieviel?"



Einen Moment überlegt Viola. Sie haben 300... Irgendwie fühlt es sich gut an, ein Drittel zu riskieren. "Ich sage, wir setzen 100.", sagt sie selbstsicher.

Alter! Für eine Sekunde stockt Chip der Atem, dann grinst er verhalten. Wenn er ehrlich ist, gefällt ihm ihre Energie. Sie sind nicht hier, um Däumchen zu drehen. In der Spalte ist die dreiundzwanzig. Zoés Geburtstag. Wenn das kein Glück bringt, was dann? Mit ruhigem Gesichtsausdruck, aber wild pochendem Herzen schiebt er die Jetons unter die Zahlenreihe. Ihm gegenüber sitzt der Typ mit dem Schnurrbart, der akribisch verfolgt, was sie tun. Er lüpft kurz die Brauen und schnalzt missbilligend mit der Zunge, bei Chips Zug. Gleich darauf platziert er seinen Einsatz zwischen sechzehn und siebzehn und lehnt sich mit selbstgefälliger Miene zurück. Mittlerweile ist der Tisch mit bunt gemischtem Publikum besetzt. Es wird rege gesetzt, Geld in Jetons getauscht, nochmal umentschieden und diskutiert. Das Geräusch der ins Rad geworfenen Kugel lässt Chip zusammenzucken. Wie gebannt folgen seine Augen den wilden Kreisen des Schicksalstorpedos, als auch schon das 'rien ne vas Plus' ertönt. Mit einem Schlag wird ihm der Mund staubtrocken und sein Herz poltert nochmal einen Purzelbaum. Die Umgebungsgeräusche
werden wie durch einen schweren Brokatvorhang gedämpft, als sich Chips Fokus einzig auf das rotierende Rad richtet. Das weiße Kügelchen zieht unbeirrt seine Kreise, wird langsamer, hoppelt unbekümmert über mehrere Felder und nistet sich schließlich auf der Acht ein. Acht, schwarz vernimmt Chip und schnappt nach Luft, weil er unbewusst den Atem angehalten hat. Das ist in ihrer Reihe. "Geil!" Ein Fistbump mit Viola und das Grinsen von vorher erscheint wieder, nur diesmal doppelt so breit.

"So lob ich mir das!" Viola fällt in den Jubel mit ein. Das Adrenalin tut seinen Job und gibt ihr das Gefühl der Überlegenheit. Ein Gewinn von 200 Simoleons, und ihren Einsatz von 100 Simoleons gab es obendrein noch zurück. Fasziniert sieht sie zu, wie der Croupier die Jetonstapel neben die Acht legt. Sie zieht den Gewinn zu sich und Chip. "Geil. Wir sollten direkt noch einmal 100 setzen. Selbst wenn wir die verlieren, sind wir insgesamt immer noch im Plus." Sie grinst. "Diesmal entscheidest du. Worauf setzen wir?"

Mitgerissen von Violas Enthusiasmus, überlegt Chip nicht lange. Wenn's läuft, läuft's. Sein Gegenüber zwirbelt am Schnurrbart und platziert seinen Einsatz auf das Kreuz in der Mitte der Zahlen zehn bis vierzehn. Carré. Ein Zug, den er selbst gern gespielt hätte, aber der Schnösel nervt ihn so mit seinen Blicken, dass er sich spontan umentscheidet und auf das zweite Dutzend legt. Wieder dieses aufgeblasene Zucken mit der Augenbraue, mit dem der Fremde Chips Tun kommentiert. Diesmal in Kombination mit dem verächtlichen Herabziehen eines Mundwinkels. Alter, was hast du für n Problem?! Auf's Maul, wenn's so weiter geht. Heiß ballt sich der Unmut in Chips Körpermitte und droht, die dort stürmisch wirbelnde Vorfreude auf das Klackern der Kugel zu übertrumpfen. Aus einem trotzigen Impuls heraus, nimmt er nochmal zwei Jetons im Wert von je fünfundzwanzig Simoleons und platziert sie auf dem Knotenpunkt zwischen eins und vier. Damit sind nochmal sechs Zahlen abgedeckt mit der Chance auf fünffachen Gewinn. "So. Weißt ja, wer nicht wagt und so.", kommentiert er zu Viola und sieht befriedigt das Glitzern in ihren Augen. Sie sind ein gutes Team. Ein verdammt Gutes. Wie lang ist es her, das er sich so lebendig gefühlt hat. Ewig.

Als die Kugel im Kessel rotiert, wandert sein Daumen unbewusst zum Mund. Erst der Schmerz, als sein Zahn einen winzigen Fetzen Nagelhaut abreißt, bringt ihm das zu Bewusstsein. Glühend heiß fährt die Scham durch Chips Körper. Diese alte Gewohnheit war vom Tisch...bis gerade eben. Fuck. In einer fließenden Bewegung kratzt er sich am Hals und legt dann die Hand auf dem Tisch ab, als wäre das der Plan gewesen. Ohne hin zu sehen, kann er den höhnischen Blick des Spielers gegenüber spüren. Er wird ihm nicht den Gefallen tun und zu ihm rüber sehen. Sicher nicht.
Der Croupier dreht an, wirft die Kugel ein und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die Kugel beginnt ihre klickernde Runde, kollidiert mit einer Raute und fällt in die vier. Innerlich schon jubelnd reckt sich Chip und packt Violas Arm, als der Eigenschwung die weiße Teufelin wieder aus dem Fach heraus schleudert und wenige Fächer weiter in die achtzehn katapultiert, wo sie leicht taumelnd liegen bleibt. "Yes!". Violas Ellbogen bekommt einen enthusiastischen Kick und blaue Jetons im Wert von zweihundertfünfzig wandern vor Violas Nase. "Okay, n Fuffi weniger, aber immer noch hammergeil.", strahlt Chip sie an. "Lady Luck, du bist dran."

"Lady Luck ist begeistert von unserer Zusammenarbeit!", lacht Viola überschwänglich und klopft sich auf die Schulter, als wollte sie sich selber loben. Die Miete ist schon drin für den nächsten Monat. Die momentane Glückssträhne lässt sie leichtsinnig werden. "Und jetzt..." Sie blickt auf den Roulette-Tisch, "sollten wir die Null zu unserer Glückszahl machen!" Sie nimmt einen Jeton in ihre Hand, dreht ihn in ihren Händen. "Wir sind schließlich Profis!" Nun knufft sie auch Chip aufmunternd gegen den Arm. Jetons sammeln sich auf dem Tisch. Viola achtet nicht auf die anderen, die nun ihre Wetten verteilen. Sie schaut nur auf ihre blauen Jetons. Zuerst Jetons im Wert von 50 Simoleons, die nun auf der Null liegen. Nach kurzer Überlegung fügt sie noch weitere 50 hinzu. So gut, wie es momentan läuft, kann sie diese Summe riskieren.
Sie sieht zu, wie der Croupier die Kugel ins Rollen bringt. Und entscheidet sich dann doch noch, die Jetons auf die Zwischenlinie zur 1 zu schieben, um diese gemeinsam mit der Null auszuwählen. "Rien ne va plus!" Nichts geht mehr.
Viola hält den Atem an. Die Kugel rattert noch ein paar Runden weiter, bis sie sich langsam eintrudelt. Die Null! Sie reibt sich über die Augen, kann ihr Glück kaum fassen. "Genial, schau mal Chip!" Sie lacht, tanzt um ihn herum. "Zu schade, dass ich die Jetons verschoben habe. Aber auch so ist das ein massiver Gewinn!" 17 fach kriegen sie ihren Einsatz zurück. Die Miete ist gerettet! "Dabei habe ich diesen Schritt nur gewagt, weil wir so viel Plus hatten. Wir hätten All In gehen sollen!" Glücklich zieht sie ihren Gewinn zu sich. Ein tolles Gefühl, so viele Jetons in ihren Händen zu halten.

Als die Kugle fällt, schnellt Chips Blick unwillkürlich zu dem Provokateuer ihm gegenüber. Eine steile Unmutsfalte steht dem Mann auf der Stirn, als er zusehen muss, wie seine Jetons Richtung Bank wandern. Chips Hand liegt in seine Richtung gewendet auf der Tischplatte. Wie zufällig wippt jetzt der Mittelfinger ein paar Mal auf und ab, als läge er auf der 'delete' Taste. Etikette gewahrt, Botschaft angekommen.
Der Fremde steht mit zornig blitzenden Augen auf und verschwindet Richtung Toilette. Die Szene hat nur ein paar Sekunden gedauert. Im nächsten Moment fällt Chip in Violas Freudenausbruch mit ein. Er drückt sie, so dass der Vampirin fast die Luft weg bleibt, hebt sie kurz hoch und fällt dann neben sie wieder auf seinen Stuhl zurück. Als hätte die Anspannung seine Blase in Schach gehalten, meldet sie sich jetzt mit einer Vehemenz, die ihn wieder in den Stand treibt. "Sorry, ich bin gleich wieder da. Is dringend." Entschuldigend zuckt er mit einer Schulter und eilt Richtung Toiletten davon.



Viola sieht Chip nach, über beide Backen grinsend. Ihr gefällt Chips Reaktion auf den Typen. Und vor allem gefällt ihr der Gewinn... und die Tatsache, dass sie nicht ebenfalls zur Toilette rennen muss. Sie sieht zu, wie die nächste Runde beginnt und Wetten platziert werden. Doch sie belässt es dabei, einfach nur zuzusehen. Es ist kein gutes Omen, wenn sie jetzt alleine setzt, wenn die vorherigen Gewinne gemeinsam entstanden sind.

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Währenddessen in der Herrentoilette

Geräuschvoll öffnet Chip die Tür und betritt die Männertoilette. Der Schrank tritt gerade aus einer der Einzelkabinen und nestelt noch an seiner Hose herum.
Hast du ein Problem mit mir? Dann lass es jetzt raus.“, sagt Chip in neutralem Tonfall und sieht ihm geradeaus in die Augen. Schnurrbart zieht geräuschvoll den Reißverschluss hoch und eine Braue schnellt spöttisch nach oben. Chip blickt in zwei höhnisch glitzernde Augen. „Problem? Nein.“ Der Mann geht ans Waschbecken, wäscht sich die Hände und reibt sie kurz an seiner Hose ab. „ Manchmal reicht allein die Visage, dass man reinschlagen möchte.“ Seine Augen ziehen sich zusammen, als wolle er hinter die Lösung eines Rätsels kommen. „Und deine ist aus irgendeinem Grund perfekt dafür.“ Die Lider entspannen sich wieder und der Hüne geht Richtung Tür. „Vielleicht beim nächsten Mal.“ Ehe Chip reagieren kann, schließt sich die Eingangstüre mit einem leisen Klick.
Ein verspätetes „Wichser !“ ist alles, was Chip zu der abstrusen Szene einfällt.

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Wieder bei den Spieltischen

Innerlich noch ein bisschen verdattert von dem kurzen Schlagabtausch am Pissoir, drängt es ihn jetzt wieder zu Viola. Der Abend ist fortgeschritten und das Casino inzwischen gut gefüllt. Beim Black Jack und Poker herrscht Andrang. Es juckt ihn in den Fingern. Sie haben gut abgesahnt gerade. Wenn sie jetzt vorsichtig ...nein! Man muss aufhören können, hat er vor Kurzem von einem Veteranen gelesen, dessen Strategien ihn interessiert hatten. Daran wird er sich halten. Er wendet den Blick ab und steuert zielstrebig Viola an. Die Aussicht, den Gewinn zusammen abzuholen, lässt ihn schon wieder grinsen. "Raff die Beute, Bonnie und lass uns abhauen.", sagt er grinsend, innerlich immer mehr im Höhenflug ankommend.

Lachend sammelt Viola alles ein. "Aber immer, Clyde!", ruft sie gut gelaunt zurück. "Das hat sich ja mal wirklich gelohnt." Sie ist stolz darauf, dass sie auch den Mut hatte, wirklich auf die Null zu setzen. All die Jetons passen kaum in ihre Hände, so dass sie kurzerhand die Hosentaschen für den Transport nutzt. Die missbilligen Blicke der anderen Casino-Besucher ignoriert sie dabei.
Die Hauptkasse wird durch Panzerglas und Gitter gesichert, was ihr, wie Viola zufällig mitbekommen hat, den Spitznamen "The cage" einbrachte. Durch ein kleines Fenster schiebt sie ihre Jetons zum Kassierer durch, der diese mit flinken Fingern aufschichtet und sortiert. "2350 Simoleons!", verkündet er lautstark, bevor er ihr das Geld auszahlt.
Viola staunt nicht schlecht. So viel Geld... 2050 als reinen Gewinn, und die 300 Startkapital vom Anfang. Es fühlt sich gut an. So gut. "Das sind immerhin 1175 für jeden von uns!", rechnet sie schnell zusammen. In einer ruhigen Ecke ohne viele Zeugen überreicht sie Chip seinen Anteil. "Das müssen wir feiern!"

Mit freudig hämmerndem Herzen nimmt Chip das Geld entgegen und lässt es bis auf zwei Scheine in der Hosentasche verschwinden. "Aber sowas von!", sagt er grinsend und wedelt mit dem restlichen Geld vor Violas Nase herum. "Wir holen uns jetzt ne Flasche Schampus an der Bar und hocken uns irgendwo raus. Ich muss das erstmal verdauen." Ein paar Minuten später, steht er mit zwei Flaschen wieder vor der Vampirin. " Champagner. Scheußliches Gesöff, aber was bitte trinkt man sonst zu so nem Anlass?" Übermütig knufft er Viola und geht Richtung Ausgang. "Kennst du nen guten Platz hier in DelSol?"

Für einen Moment denkt Viola an den Wasserturm zurück, den Blaze ihr gezeigt hat. Doch es fühlt sich falsch an, Chip davon zu erzählen. "Ich kenn das Kino, und es gibt hier wohl auch ein Theater, da wo Mom ihren Klavierauftritt hatte. Oder eben der Vokativusberg!", sagt sie stattdessen. "Von letzterem aus hat man ja auch einen guten Überblick über die Stadt."

Für einen Moment baff starrt Chip sie an. "Alter..wie konnt ich den vergessen! Daf war fo hammergeil damalf.", sagt er scherzend, in Anspielung auf seinen beinahe verlorenen Zahn und simuliert leichtfüßig die waghalsige Abfahrt mit den Skateboards. "Beste Idee!"



Viola lacht. "Ja, das war wirklich geil damals!" Gut gelaunt lässt sie ihren Blick über die Stadt schweifen, in Erinnerungen schwelgend. "Ich sollte wirklich mal wieder mein Skateboard fahren!"

Etwas später auf dem Vokativusberg

"Eins!" Chip schüttelt die Flasche Champagner. "Zweeeei." Breit grinsend entfernt er mit einer flinken Bewegung die Goldfolie und legt eine Hand an den Korken. "Dreiiii!" Mit einem gewaltigen 'Plopp' schießt der Korken aus dem Flaschenhals, eine glitzernde Fontäne Sektschaum jagt hinterher, ergießt sich über Chips Hand, die Flasche und durch sein übermütiges Herumhampeln auf Viola und ihn selbst. "Wooohooohooooo!" , ruft er glücklich ins unter ihnen funkelnde Lichtermeer von Del Sol Valley. Ein bestärkendes Echo wallt zurück und lässt ihn auflachen. "Auf unseren Gewinn, Lady Luck!" Er trinkt, verzieht kurz das Gesicht, reicht den Champagner an Viola weiter und lässt sich in die Wiese fallen.

"Auf uns!", ruft Viola, während sie den Champagner entgegen nimmt. Auch sie nimmt einen tiefen Schluck. Sie verzieht das Gesicht. Und sowas schmeckt Leuten?... Doch die gute Laune ist größer als alles andere, und so nimmt sie noch einen weiteren Schluck. Dann stellt sie die mittlerweile halbleere Flasche zwischen sie und Chip. "Wie der Typ geguckt hat, als unser Jeton-Stapel ständig wuchs!", sagt sie grinsend aus. "Das werde ich nie vergessen." Sie spürt die Geldscheine in ihrer Hosentasche, nimmt sie heraus, und zählt sie demonstrativ.

"Der Schnurrbart?" Ein Laut zwischen Zischen und Pfff, entweicht Chip. "Keine Ahnung was das für n Idiot war." Er wendet den Kopf wieder Del Sol Valley zu. "Und es is mir auch scheißegal. Wir haben's ihm gezeigt." Das innerliche Triumphgefühl flammt wieder auf. Chip nimmt nochmal einen großzügigen Schluck aus der Schampusflasche, behält sie in den Händen und lässt sie, die Ellbogen auf den Knien abgestützt, zwischen seinen aufgestellten Beinen baumeln. Del Sol liegt glitzernd unter ihnen, als hätte der Himmel sämtliche Sterne auf ein mal dort verteilt. Chip nimmt sich die Zeit den Anblick aufzusauegen. "Ich hab's bestimmt schon paar Mal gesagt, aber ich pack's nicht, dass du das einfach so drauf hast." Halbseitig grinsend sieht er Viola wieder an. "Es is scheiß ungerecht, dass du schwupps..". Die linke Hand lässt die Flasche los und vollführt eine ausschweifende Bewegung Richtung Nachthimmel. "...einfach so fliegen kannst wann und wohin du willst." Die Stirn leicht gerunzelt mustert er sie. "Warum tust du's nicht? Abhauen? Wegfliegen? Irgendwohin oder in ganz Simswelt herum?" Wie von einer unsichtbaren Nadel eingewebt, zieht sich ein roter Sehnsuchtsfaden, durch seine Worte.



Viola schmunzelt. "So leicht wirst du mich nicht los. Wäre doch langweilig, wenn ich niemandem mehr auf die Nerven gehen kann." Sie lehnt sich zurück, beobachtet den Himmel. "Und die Tatsache, dass ich tagsüber lieber einen Unterschlupf habe, ist auch ein weiterer Grund." Sie verwandelt sich in ihre Fledermausgestalt, fliegt einmal um Chip herum bevor sie wieder neben ihm landet. "Aber Fliegen zu können ist wirklich ein Plus!" Sie grinst. "Solltest du wirklich mal lernen. Mit bisschen Übung sollte es..." Sie unterbricht sich, als ihr eine Idee kommt. "Weißt du was? Das kann wirklich klappen!" Sie knufft ihm in die Seite. "Wir haben genug Geld gewonnen, um uns einen Fallschirmsprung leisten zu können. So dass auch du das Gefühl des Fliegens kennen lernen kannst! Und für meine Miete reicht es dann trotzdem noch!"

Bei "..mit bisschen Übung sollte es...", sieht Chip sie an und lacht aus vollem Herzen auf. Woran denkt sie? Soll er sich ins Tal stürzen, mit den Armen flattern und Viola gibt ihm Anleitung? Sammelt dann hoffentlich auch die Überreste auf und transportiert sie nach Oasis S...was? Ruckartig schnellen Chips Brauen hoch, als das Wort Fallschirmspringen fällt und der Knuff ihn leicht aus dem Gleichgewicht bringt. Er balanciert die Flasche aus, setzt an und presst das schaumige Zeug durch die Kehle. Aus nem Flugzeug springen..freier Fall? Mitgeschluckte Luft und die sprudelnde Flüssigkeit im Magen verquirlen sich mit dem Adrenalinkick, beim Gedanken an den Sprung. Chip setzt zu einer Antwort an, stattdessen verschafft sich die Aufregung in einem kräftigen Rülpser Luft. "Sorry!" Zwischen Lachen und reden wollen gefangen, knufft Chip die Vampirin zurück. "Ja...das ist ne geile Idee. Das machen wir." Er grinst breit. „Auch wenn's nur n Flug auf Zeit ist. "

(in Zusammenarbeit mit @Murloc))

>>> Chip geht nach Oasis Springs (2) >>>
>>> Viola geht nach Oasis Springs (2) >>>


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