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Sulani - Hausboot Trudy
<<< Avaluna kommt von Geburtstagsfunken
Charakter: Avaluna
Geschichtsstrang: Verfolgt oder Einbildung ?
Die Sonne tanzt auf der Wasseroberfläche, lässt sie glitzern wie flüssiges Glas. Möwen kreisen über ihr, krächzen, als wollten sie sie willkommen heißen. Sie ist wieder zu Hause in Sulani
Und doch fühlt es sich nicht so an. Sie hat sich so sehr nach diesem Ort gesehnt nach dem Salz in der Luft, dem warmen Sand, dem endlosen Blau. Aber jetzt, wo sie hier steht, liegt ein Druck auf ihrer Brust, der sich nicht lösen will. Liegt es wirklich an einem Mann? Einem, den sie nur drei Mal in ihrem Leben gesehen hat?
Ein leises Ziehen durchfährt sie. Die Gewissheit, dass sie Jarred nie wiedersehen wird, brennt wie ein feiner Schnitt. Einen Moment lang sieht sie ihn wieder vor sich spürt seine Lippen auf ihren, erinnert sich an den Geschmack, an den Atem, der sich mit ihrem vermischte.
Sie schüttelt den Kopf, als könnte sie den Gedanken vertreiben. Es ist zu schmerzhaft. Zu sinnlos. Vergangen ist vergangen. Ava drückt ihre Zigarette aus, tritt den Rest in den Sand. Dann macht sie sich auf den Weg hinunter zum Strand. Sonne. Das braucht sie. Wärme, Licht, Ablenkung. Das Fest steht bevor, vielleicht kann sie sich darin verlieren, wenigstens für ein paar Stunden. Doch als sie über den Holzsteg geht, überkommt sie ein seltsames Gefühl. Ein Frösteln, obwohl die Luft warm ist. Jemand beobachtet sie sie spürt es.
Langsam dreht sie sich um. Nichts. Nur das Rauschen des Meeres, das Klatschen der Wellen gegen die Pfosten. "Seltsam … bilde ich mir das nur ein?“ murmelt sie.
Ihr Herz schlägt zu schnell, ihr Atem wird flach. Sie ist klar im Kopf, nüchtern, hat seit Wochen nichts geraucht, was sie vernebeln könnte. Also warum fühlt sich alles so … falsch an?
Sie will einfach nur unter Menschen, in Bewegung sein, Stimmen hören, Lachen.Unbewusst beschleunigt sie ihre Schritte, bis der Sand unter ihren Füßen heiß wird. Erst als sie die ersten Stimmen vom Strand hört, spürt sie, wie die Anspannung langsam nachlässt. Sie breitet ihr Handtuch aus, streift die Kleidung ab und lässt sich nieder. Endlich Sonne. Endlich Ruhe.Da Schritte im Sand. Leise, näherkommend.Avas Körper spannt sich an, ihr Atem stockt. Sie dreht sich abrupt um doch niemand ist da.
Gerade als sie wieder nach vorn blickt, taucht jemand direkt vor ihr auf. Sie schreckt zusammen, zieht scharf Luft ein. "Na, Perle, was geht?“
Ava blinzelt, erkennt die Stimme, und Erleichterung spült durch sie. "Aiden …“ Sie lacht atemlos. "Verdammt, du hast mich zu Tode erschreckt.“ Er grinst nur, zieht die Sonnenbrille hoch. Sie sieht noch einmal über seine Schulter der 
Schatten, den sie eben noch gespürt hat, ist verschwunden. "Was geht bei dir, hm?“, fragt Aiden, setzt sich neben sie.
Ava zieht eine Augenbraue hoch, halb gespielt, halb ernst.
"Brauchst du wieder Nachschub? Gut, dass du fragst ich bin nämlich blank.“
Aiden nickt. "Ich treff mich heute Abend mit ein paar Kumpels zum Rauchen. Komm doch auch vorbei, Perle.“
Doch Ava winkt ab, fast zu schnell. "Nein, lass gut sein. Mir ist heut nicht nach Rauchen. Ich sollte wieder zurück zu Trudy.“
Aiden zieht eine Augenbraue hoch und mustert sie über seine Sonnenbrille hinweg.
"So kennt man dich ja gar nicht. Was ist los?“
Ava holt tief Luft, blickt kurz aufs Meer hinaus. Das Licht flimmert darauf, blendend schön und doch unerträglich.
Ein schweres Seufzen entweicht ihr. "Nicht der Rede wert“, murmelt sie, obwohl die Worte hohl klingen. "Es ist bestimmt morgen wieder alles gut. Du kennst mich doch.“
Sie beugt sich hinunter, holt das kleine Päckchen Gras aus ihrer Tasche und legt es ihm hin. Mit geübten Fingern füllt sie es in kleine Tütchen, ihre Bewegungen ruhig, fast mechanisch. Dann hebt sie den Blick und lächelt, dieses geübte Lächeln, das alles verdeckt, was sie nicht zeigen will. Aiden reicht ihr das Geld, grinst breit, als wolle er die Stimmung retten. "Na gut, aber du fehlst mir da heut Abend, klar?“ Ava nickt nur, schiebt das Geld in ihre Tasche.
Während sie sich erhebt, spürt sie wieder dieses Ziehen in der Brust, diese unsichtbare Schwere, die sie schon den ganzen Tag begleitet. Sie sieht noch einmal über die Schulter zum Meer, zu den Wellen, zu dem Ort, der ihr einmal wie Heimat vorkam. Jetzt fühlt er sich fremd an. Dann macht sie sich auf den Weg zurück zu Trudy. Der Sand klebt an ihren Füßen, der Wind trägt den Geruch von Salz und Rauch, und irgendwo tief in ihr wächst das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
<<< Ava geht zu Sulani Festivalgelände
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