Brindleton Bay Nr. 9 - Green Fingers

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20.07.2025 17:52
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#11
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Bestseller-Schmied

Zwei Superhelden im Kleinformat durchstreifen den dichten Dschungel. Schnellen Schrittes, voller Abenteuerlust. „Wo versteckt sich der Kerl??“ Superpirat Zen hält seine Hand vor die Stirn, um sich vor der Sonne etwas abzuschirmen. Doch Meteor zeigt sich nicht. „Ich hab eine Idee, Kutsu! Wir teilen uns auf und...“



Theo unterbricht sich, als er den Wasserschlauch an der Wand hängen sieht. Er huscht dort hin. Nun grinst er. „Wir haben eine Geheimwaffe gegen Meteor!“, verkündet er stolz, „jetzt müssen wir ihn nur noch finden!“ Er dreht den Wasserschlauch auf, unterschätzt dabei den Wasserdruck und bekommt die „Geheimwaffe“ nur mit Mühe wieder unter Kontrolle... nicht ohne vorher eine alte Frau nass zu spritzen. „Tschuldigung!“, murmelt Theo kleinlaut und muss sich nun eine Standpauke anhören. „Mit Verlaub – bist du verrückt geworden?! Ich bin von oben bis unten nass! Sowas nennt man Vandalismus mit Gartenschlauch!“

Theo nickt zerknirscht, aber kaum ist die Frau schnaufend von dannen gestapft, flackert sein Abenteuerblick wieder auf. „Okay, Plan B. Das war zwar 'ne Art Superangriff, aber definitiv nicht Meteor! Wo steckt der bloß...?“

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Nachdem sie Nouki und ihre Freundin Bea mit frischer Erde versorgt hat, steuert Maryama wieder Delsyn an. Um ihn und Billie hat sich eine kleine Gruppe gebildet. Rechts und links gesellschaftlichen Smalltalk mit Gästen betreibend, versucht sie im näher kommen, die Sims zu identifizieren, aber sie kommen ihr unbekannt vor. „Wo habt ihr eigentlich Beth gelassen?
Dann wäre die Familie fast vollzählig
.“, hört sie Delsyn sagen und der Groschen fällt. Er hat erzählt, dass seine Mutter zu Besuch kommt und der Mann daneben ist dann wohl sein Vater. Irving...Chip hat ihn manchmal erwähnt, wenn er Räubergeschichten von Blaze und sich erzählt hat. Dabei kam 'Mr. Stock im Arsch', wie er ihn nüchtern betitelte, nicht allzu gut weg. Neugierig tritt sie dazu, stellt sich neben Billie und lächelt in die Runde. „Wie schön. Ich freue mich Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Maryama, mitverantwortlich für den ganzen Rummel hier.“, sagt sie schmunzelnd und deutet über das Gelände.



Maryama, das sind… meine Eltern. Irving und Monika.“, sagt Delsyn als sie wieder zur Gruppe stösst.
Irving nickt mit dem vorsichtigen Respekt eines Mannes, der sich nicht sicher ist, wie tief er in dieses Becken steigen soll.
Guten Tag. Ich muss sagen – Sie haben hier etwas sehr Schönes aufgebaut.“ Er hat ehrlichen Respekt für die geleistete Arbeit, wenn es auch nicht das ist womit er seine Zeit nutzen würde.
Monika nickt, fast gleichzeitig. Sie wirkt aufgeschlossen, aber Del spürt, wie sie unter der Oberfläche bereits alles abspeichert.
Es ist so eindrucksvoll, wirklich“, sagt sie. „Es bringt Leute zusammen. Ich glaub, das ist der Teil, der mir am meisten gefällt.“
Monika neigt leicht den Kopf. Ihr Blick ruht auf Maryama. Sie nimmt alles auf: das offene Lächeln, den wachen Blick, die Art, wie sie zwischen den Leuten wechselt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Und diese Wärme, die durchkommt, obwohl sie offensichtlich unter Strom steht.
Und ich kann mir jetzt besser vorstellen, was Delsyn meinte, als er davon erzählt hat.“
Del hebt die Brauen, als wüsste er, dass seine Mutter grade nicht nur vom Event spricht. Ihm ist danach den Kopf zu schütteln und sich dafür zu entschuldigen.
Dann... Ein feiner Sprühregen verteilt sich ungebeten über die kleine Runde – genug, um die Situation... aufzulockern. Oder zu ruinieren. Je nach Persönlichkeit. Irving zum Beispiel, wirkt nicht belustigt, so wie der Rest, deren Mundwinkel und Köpfe überrascht nach oben zucken - im Gegenteil. Er weicht sofort einen halben Schritt zurück, tupft sich mechanisch mit einem Taschentuch das Gesicht und wirkt plötzlich, als hätte ihm jemand einen nassen Waschlappen ins Ego geklatscht.
„Entschuldigung, ich denke, ich werde mich langsam verabschieden. Wir haben ja noch... einen recht langen Rückweg.“
Die Stimme ist ruhig, aber steif.
Delsyn hebt kaum merklich die Augenbrauen. Es ist offensichtlich, dass Irving sich nicht wohl fühlt. Da er aber grundsätzlich offen ist mit Menschen, schätzt Del, dass es wohl an der Umgebung liegt. Vielleicht muss er seine Kontakte im inneren von Gebäuden pflegen um er selbst sein zu können.
Ich bring euch zum Auto, wenn ihr möchtet.“



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Manuel versucht vergeblich sein Kichern zu unterdrücken, als Theo zum Angriff übergeht und die Frau in die Flucht schlägt. "Das war Meteora...wahrscheinlich seine Tante.". gluckst er fröhlich und sieht sich ebenfalls suchend um. "Wow!" Er packt Theo am Arm und zieht ihn in die Hocke. Nur ein paar Meter von ihnen befindet sich eine Gruppe Sims und mitten unter ihnen...Meteor! Unauffällig ziehen sie sich hinter die Ecke des Glashauses zurück und spähen um die Ecke. "Siehst du das? Er ist sooo raffiniert. Tarnt sich mit einer ganzen Familie..sogar einem Baby!" Er senkt die Stimme noch verschwörerischer. "Wir erledigen sie alle zusammen, sonst wird dieses Fest böse enden. Sie dürfen nicht die Obermacht bekommen!"

Theo folgt dem Blick seines Freundes. "Sehr clever!", bestätigt er, "Aber auch nicht clever genug!" Aber vielleicht sollten sie aufpassen mit dem Baby, oder? Theo überlegt einen Moment, ob es vielleicht doch noch ein anderes Ziel gibt. Keines zu sehen. Nun gut. Er grinst. "Aber Meteor weiß nicht, was wir wissen. Das müssen wir ausnutzen!" Er würde schon aufpassen, nicht auf das Baby zu zielen.

Mit vorfreudig klopfendem Herzen wandert Manuels Blick zu dem Gartenschlauch, der brav wieder an der Wand hängt. "Ich übernehme das Laserlichtkabel und du gibst dann Energie." Er macht eine drehende Handbewegung und zeigt auf den Wasserhahn. "Das ist das einzige, was diese Schurken lahm legt. " Er runzelt besorgt die Stirn. "Siehst du diese Metallplättchen auf der Hose der Einen? Damit kann sie kleine Giftpfeile aussenden, wir müssen also schnell sein."
Prüfend huscht sein Blick über die Gruppe. "Nimm dich in Acht vor Blau-Zorn." Er deutet auf den schlanken Mann mit blauem Shirt und schwarzer Hose. "Sein Schnurrbart ist nicht echt. Er kann ihn abnehmen und wie einen scharfen Bumerang benutzen. Das hier ist unsere größte Herausforderung." Er grinst, schlägt mit Theo ein und schleicht zum Hahn. Mit einer raschen Bewegung fädelt er den Gartenschlauch von der Halterung und nähert sich geduckt der kleinen Simsgruppe. Hinter den Beinen diverser Gäste fällt sein Vorgehen nicht auf. Er späht durch den Beinewald, richtet nervös herumfummelnd den Schlauch aus und gibt Theo in gespannter Erwartung das vereinbarte Geheimzeichen Laser marsch!



„Ihr werdet nicht das Glashaus zum Einsturz bringen! Nieder mit Blau-Zorn und seinen Schurken!“. ruft Manuel laut, als ihn die Stimme seiner Mutter erschrocken zusammen fahren lässt. „Manuel! Wage es nicht!“ Er dreht mit einem Ruck den Kopf, versehentlich auch den Mechanismus am Gartenschlauch, so dass statt eines vernichtenden Laserstrahls auf Blau-Zorn, ein sanfter, feiner Sprühregen auf die kleine Simsansammlung nieder geht.

"Los, wir sollten hier weg!" Theo zieht Manuel mit sich, ohne den Wasserschlauch wieder zuzudrehen, der noch munter weiter sprüht. "Bevor uns Blau-Zorns Schnurrbart erwischt!" Die beiden Jungs sprinten um die Ecke, in eines der beiden Toilettenhäuschen. Theo schiebt schnell den Riegel vor und schließt ab.
Außer Atem, die Hände vor den Mund gepresst um nicht durch laute Geräusche aufzufallen, kauern die beiden am Boden und beben vor unterdrücktem Lachen.



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Gerade noch glücklich über das Lob und die Gelegenheit Delsyns Familie kennen zu lernen, zuckt Maryama erschrocken zusammen, als der Nieselregen auf sie nieder geht, und kleine, glänzende Perlen auf ihren Locken bildet. Diese Lauser! Sie spürt ein leises Kitzeln in der Magengegend, mühsam hält sie ihre Körpermitte in Zaum, die mehr als willens ist, ein Lachen aus ihr hervor zu locken. Glücklicherweise wird sie durch Sarah abgelenkt, die den beiden Jungen hinterher eilt, so dass sie sich fängt, bevor ihr Blick auf Dels' Vater fällt, der not amused aussieht. „Sie dachten wohl, uns täte eine kleine Erfrischung ganz gut.“, sagt sie mit einem um Entschuldigung bittenden Lächeln und ist sich sicher, dass Del das verdächtige Glitzern in ihren Augen deuten kann. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, der Bauch in Lachbereitschaft. „Ich begleite euch ein Stück.“. Sie gehen los und Maryama macht einen kurzen Abstecher ins Glashaus.

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Sie gehen nebeneinander, der Rasen federt unter ihren Schritten. Irving geht ein paar Schritte voraus, weil er es möglicherweise eilig hat. Monika bleibt bei Del.
„Ich mag sie“, sagt sie leise.
Del schnaubt, mehr ein Laut als eine Antwort. „Wen? Maryama? Ihr habt einen Satz gewechselt.“
Sie zuckt kaum merklich mit den Schultern. „Sie sieht dich, Delsyn.
Er verzieht den Mund amüsiert. „Woher willst du das wissen?
Monika bleibt stehen und grinst breit. „Eine Mutter weiss sowas.“ Während sie ihn ansieht, verändert sich ihr Gesichtsausdruck. Er lächelt, sie blickt hoch, das schöne Wetter um ihn herum, alles ist grün und blüht und er strahlt. Ist nicht allein hier - so wie er es sagte - und er wirkt gesund... überrumpelt von dem, was sich da unverhofft und überraschend anbahnt in ihr, legt sie beide Arme um ihn, zieht ihn einfach an sich, fester als er es erwartet hat.
„Sieh dich nur an“, sagt sie. „Ich bin so unglaublich stolz. Ich wünschte ich könnte dir sagen wie sehr.
Irving bleibt ein paar Schritte entfernt stehen. Sag nichts.
Del lässt sie machen. Er kennt ihre Gefühlsausbrüche. Auch die die nicht immer von der guten Sorte waren und sieht sie schliesslich an. Sie sieht zurück.
„Ich bleib noch“, sagt sie dann. Einfach so. „Ich bin hier, um dich zu sehen. So viel ich kann.“ Sie sagt es und betont dabei die unsichtbare Uhr die tickt, tickt, tickt...

Als Maryama wieder zur Gruppe stößt, überreicht sie dem verdutzten Irving einen Blumentopf mit einem kleinen Kaktusableger darin.
Das ist ein Feigenkaktus. Unter den richtigen Bedingungen, zum Beispiel auf einer sonnigen Terrasse, wird er sehr groß und trägt köstliche Früchte. Bitte nehmen Sie ihn als kleine Erinnerung an diesen Tag mit und entschuldigen Sie den Vorfall eben.“Sie lächelt ihn offen an und reicht ihm die Hand zum Abschied. „Leider muss ich jetzt los, das Glücksrad ruft.“ Ein kurzer Blick zu Del und seiner Mutter. „Ich hoffe, wir sehen uns gleich dort wieder.“ Aus irgendeinem Grund macht ihr der Satz Herzklopfen. „Bis nachher.“ Sie macht ein paar Schritte, dreht sich nochmal winkend um und verschwindet um die Ecke.

Irving räuspert sich, nickt einmal. „Dann wünsche ich euch einen schönen Nachmittag.“ Er reicht Del die Hand. „Danke... für das Gespräch, Monika..“
Monika schaut ihm schief lächelnd nach, erst als der Wagen startet, dreht sie sich wieder zu Del, als hätte sie mit Irving nur eine Pflicht getan. Jetzt kommt das wichtigere:
Lass uns ein stück Kuchen essen, ja?“
„Ich dachte du fragst nie
“, lacht Del.



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Sarah bemerkt entsetzt den feinen Sprühnebel bei Maryama und Delsyn, sieht aber dann nur noch ihren Sohn mit Theo um die Ecke aus dem Blickfeld flitzen. Das muss kurz warten. Maren ist nicht mehr zu halten. Sarah setzt sie auf dem Boden ab und sofort rennt die Kleine zu den anderen beiden Mädchen. „Kommt mit. Wir gehn malen!“, ruft sie begeistert, als wäre ihr Wunsch, Befehl für alle und wedelt wegweisend mit den Armen in Richtung Ellie.

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Die meisten der Anwesenden ein Stück überragend, schlendert Phönix über das lebhaft bevölkerte Grundstück. Mayve hatte ihm von der kleinen Gärtnerei erzählt, die ein naturnahes Konzept verfolgt und ohne Chemie, dafür mit nachhaltigen Anbaumethoden arbeitet. Idealistisch und hochmotiviert, waren ihre Worte. Das hat ihn interessiert. Er hat ein Auge für Details und so entgeht ihm nicht, mit wieviel Sorgfalt und Liebe der heutige Tag vorbereitet wurde. An jeder Ecke finden sich kleine Blumenarrangements, Luftballons und farbige Akzente. Das Glashaus zieren Graffiti und in den sorgfältig gepflegten Beeten prangt saftig und gesund aussehendes Gemüse. Er umrundet gerade das Gewächshaus, als ihn beinahe zwei stürmisch um die Ecke preschende Jungs umrennen, die prustend in einem der Toilettenhäuschen verschwinden. Zwei Sekunden später klackt die Verriegelung. Sein nächster Blick fällt auf einen sprühenden Gartenschlauch inmitten einer Gruppe Sims, nur ein paar Meter entfernt. Alles klar. Manchmal wäre es schön, eine Familie und vielleicht auch so einen Lausbuben zu haben. Andererseits schätzt Phönix seine Freiheit sehr und beides lässt sich schwer vereinbaren.
Bevor er weiter reagieren kann, lenkt ihn ein vertrauter, dunkelgrüner Haarschopf vom Geschehen ab. Sofort beschleunigt sich sein Puls. Bella und er haben sich zweimal auf einen Kaffee getroffen , was beide Male sehr inspirierend und unterhaltsam war. Aus unerfindlichen Gründen, hat er den Kontakt versanden lassen, was ihm jetzt bei ihrem bezaubernden Anblick, sehr leid tut. Er schiebt den Cowboyhut in den Nacken und zögert einen Moment, ehe er den Arm hebt und ihr zu winkt. Wer nicht wagt...
Mit leicht flauem Magen schwenkt er in ihre Richtung und nähert sich mit betont lässigen Schritten. „Bella! Das ist ja eine Überraschung. Was führt dich von Sulani hier her? Dämliches Geschwafel..schlimmer als in der High School. Als sich ihre türkisblauen Augen auf ihn richten, wird aus dem flauen Gefühl im Magen, ein elektrisierendes Kribbeln. Warum nur hat er diesen Kontakt so vernachlässigt?



Überrascht blickt Bella in Phönix' Gesicht. Und sie erinnert sich. An die Begegnung in der Schule. An die Café-Besuche. Sie lächelt. „Eine Freundin hat mir hiervon erzählt. Und da unsere beiden Söhne befreundet sind, wollte ich mitsamt Familie ebenfalls mal vorbei schauen.



Sie erblickt Bea zusammen mit einer anderen Teenagerin. „Und Bea wollte nach ihrer Verletzung nicht alleine zurück bleiben.“ Sie seufzt. „Die Arme wollte eigentlich nach Südkorea. Und ausgerechnet jetzt muss sie sich die Sportverletzung zuziehen.“
Sie erinnert sich an die Tränen, die geflossen sind. Wenigstens jetzt scheint es Bea wieder etwas besser zu gehen, zumindest nach außen hin.

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Erschrocken erblickt Eva das Chaos, das die beiden Jungs veranstalten. Gut, dass beides nicht ihre Söhne sind. Nicht ihr Problem... Sie sieht ihrer Tochter nach, die mit ihren beiden neuen Freundinnen zum Basteltisch eilen. „Ich werd den Kleinen mal etwas beim Basteln zusehen.“, sagt sie, „Ich kann auch ein Auge auf Maren haben, wenn du mit deinem Sohn jetzt reden willst.“

„Weißt du was, Eva? Ich nehme das Angebot dankend an und beeil mich.
“ Sarah nickt ihrer neuen Bekannten erleichtert zu. Es ist Maryamas großer Tag und es muss wirklich nicht sein, dass ausgerechnet Manuel den Betrieb stört. So schön es ist, dass er in Theo einen Freund gefunden hat, aber für heute haben die Helden keinen Auftrag mehr.
Keine fünf Minuten später stehen zwei kleinlaute Superhelden im Glashaus und warten auf Anweisungen. Geschirr abräumen ist angesagt, wenn Gäste die Tische verlassen. „Ihr stellt die Teller und Tassen hier auf den Beistellwagen und keine heldenhaften Angriffe mehr, okay?“ Sarah zieht fragend eine Braue hoch, hat aber ein kleines Schmunzeln im Mundwinkel. „Wenn ihr euren Auftrag ordentlich macht, seh ich noch Chancen am Glücksrad für euch.“
Manuel nickt und wirft Theo unter gesenkten Lidern einen undefinierbaren Blick zu. „Superhelden erledigen auch ehrenvolle Aufträge, die eigentlich unter ihrer Würde sind.

Dora schmunzelt leicht, froh über die Abwaschhilfe der Superhelden. „Ich kann auch eine bedrohte Maid spielen, die ihr vor dem Abwasch schützen müsst, während ich mich um die Kunden kümmere.“, erklärt sie grinsend. „Ahhh, Hilfe! Ich brauche Rettung!



Da muss selbst Theo etwas grinsen. Er dreht sich zu Manuel. „Oh nein, Meteors Schergen haben den Abwasch stehen lassen. Das ist eine Falle! Der kann explodieren, wenn wir uns nicht beeilen!“ Er ist nicht glücklich über die Strafe, aber er beschließt, einfach das Beste daraus zu machen. Dann schnappt er sich ein Handtuch.

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Ellie lächelt die kleinen Künstlerinnen an, fragt nach deren Namen. Und lächelt, als sich die Rothaarige vorstellt. „Elly Regenbogen? Das ist ja ein schöner Name. Stell dir vor, ich heiße auch Ellie!“ Die beiden amüsieren sich über die Namensgleichheit, bevor die ältere Ellie fortfährt: „Was wollt ihr drei denn schönes basteln?“ Emma wählt etwas Besonderes: „Einen Tigga!“ Sie lacht. „Mama mag Tiggas. Hat auch einen auf die Haut gemalt! Ich dachte, sie hat den mit Filzstift gemalt. Aber der geht nie weg!“

Ellie schmunzelt. „Wo hat sie den denn 'hingemalt?“, fragt sie. „Auf dem Bein!“, ruft die Kleine stolz. „Der wohnt da! Und ich will auch einen!“ Ellie lacht. Schon süß, wie ein Tattoo beschrieben wird. „Schau mal!“ Sie zeigt auf ihren Arm, „ich habe hier einen Hund!“ Sie zeigt ihr eigenes Tattoo. Emma ist begeistert. „Der ist süß!! Aber ich will Tigga.



Ellie streicht über ihren Arm: „Na dann machen wir das doch!“ Natürlich wird sie dem Kleinkind nicht wirklich ein Tattoo stechen, aber sie hat auch Kinderschminke mitgebracht. Damit könnte sie Emma durchaus einen Tiger malen. Aber vielleicht möchte die Kleine ja auch etwas anderes:

Möchtest du einen basteln? Oder soll ich dir einen Tiger auf die Haut malen?“ - „Basteln!“, ruft die Kleine. Bevor Ellie damit anfängt, wendet sie sich an die anderen beiden Mädchen: „Und was wollt ihr?

Maren schaut von Ellie zu Eva und zurück zu Elly Regenbogen. „Ich will mit Elly zusammen ein Bild malen.“, sagt sie mit leuchtenden Augen.

Elly strahlt, als sie hört das ihre neue Freundin ein gemeinsames Bild malen möchte. Begeistert klatscht sie in die Hände und hüpft auf und ab. "Jajajaahhh... Maren wollen wir zusammen eine Prinzessin malen?"



Ellie überreicht den kleinen Malerinnen Papier und Stifte für ihr geplantes Kunstwerk. „Eine Prinzessin ist ein schönes Motiv.“, stellt sie fröhlich fest, „Vielleicht bekommt sie ja auch ein treues Haustier an ihre Seite? Oder ihr prachtvolles Schloss?
Dann wendet sie sich Emma zu: „Und wir zwei Hübschen basteln dann deinen Tiger!“ – „Jaa, Tigga!“, freut sich die Kleine. Ellie zeichnet die Umrisse des Tigers vor, schneidet die Form sorgfältig aus und klebt den weißen Bauch auf das orangefarbene Papp-Tigerchen. Nur die Streifen fehlen noch.
Der arme Tiger ist ja noch ganz nackt. Willst du dem Tiger seine Streifen malen? Sonst kann ich dir dabei auch helfen.“, sagt sie lächelnd zu dem Kleinkind. „Welche Farbe sollen die denn haben?“ Emma gluckst fröhlich. Ihre Augen leuchten voller Vorfreude. „Bunt!“, lacht sie, „Ich mach das selber!“ Und sie legt los. Jeder Streifen bekommt eine eigene Farbe.

Kurz umwölkt sich die Stirn der Kleinen sorgenvoll, als Sarah sich verabschiedet, aber Ellys fröhlicher Vorschlag eine Prinzessin zu malen, lenkt sie ab. „Jaaa!“ Wieder gleiten ihre kleinen Finger vorsichtig über eine lange, rote Haarsträhne der neuen Freundin. „Mit rote Haare.“ Sie blickt an sich selbst hinunter und zieht eine nachdenkliche Schnute. „Und ein Einhornkleid.“ Sie strahlt Elly an und legt den Kopf schief. „Welche Farbe soll das Kleid? Du fängst an.“, sagt Maren und stupst Elly leicht mit dem Ellbogen an.

Elly strahlt, als Maren ihr Kleid-Motiv vorschlägt und nickt kräftig. "Ja ja genau!", ruft sie aus, völlig aus dem Häuschen. Denn sie liebt auch Einhörner. "Du bist sooooo toll!" Mit Begeisterung sucht sie zwei Farben raus und hält sie der neuen Freundin hin. " Du suchst aus, weil ich dich doll mag."

Die Jungs sind beschäftigt und Sarah stößt entspannt wieder zu den beiden Müttern. Das aufrichtige Interesse freut sie ungemein. Die Waldgruppe liegt ihr sehr am Herzen und jetzt, in der warmen Jahreszeit gibt es so viele Möglichkeiten die Kinder draußen zu beschäftigen und zu fördern. "Ich habe für nach den Ferien an einen ersten gemeinsamen Waldtag mit den Eltern gedacht, um das Konzept zu veranschaulichen und Gelegenheit zu schaffen, darüber zu sprechen und Gedanken auszutauschen.", sagt sie zu den beiden Müttern. Erfahrungsgemäß werden es die Mütter sein, die daran teil nehmen. Die Väter sieht man meist nur beim bringen oder abholen. "Wäre das was für euch?"

In Lindas Kopf sausen die Gedanken durcheinander. Sie hat noch nicht mal ihren Kuchen gegessen und zack!, hat sie sich mit zwei netten Müttern begonnen zu vernetzen und Elly hat ebenfalls zwei neue Freundinnen gefunden und sie ist abgeschrieben. Somit kann sie sich der Unterhaltung voll und ganz widmen. Eine Wald-Kita ist genau das, was sie sich für ihre Kinder immer gewünscht hat. Freudestrahlend wendet sie sich an Sarah. "Das klingt wunderbar! Wir kommen gern und falls euer Team Unterstützung beim auf oder Abbau braucht, helfen wir auch gern." Allen Mut zusammen nehmend bietet sie an, ihr Nummer dalassen zu können, für weitere Absprachen.
Mit einem Seitenblick betrachtet sie die Mädchen, die gerade begonnen haben, gemeinschaftlich ein Bild zu planen, als Elliy auch schon zu ihr herüber ruft. "Mama, Mama, schau! Wir malen jetzt! Komm mal." Linda schwingt sich kurz entschuldigend zum Maltisch herüber, grüßt die nette junge Frau mit den herrlichen, blauen Haaren und lässt den Blick schweifen, wärend die Mädchen sich einigen, wie ihr Gemeinschaftsbild aussehen soll.

Solche Mütter wünscht man sich und findet oft nur Überbesorgte oder neuen, 'abenteuerlich' anmutenden Ideen gegenüber wenig Aufgeschlossenene. Bei Lindas Worten geht Sarah das Herz auf. "Das ist super. Wir können immer helfende Hände brauchen und neue Ideen auch." Flugs werden Nummern getauscht . "Ich melde mich gerne bei dir. " Es tut gut, die Fühler etwas auszustrecken. Immer nur um Gary und ihre verkorkste Beziehung zu kreisen mit den Gedanken, ist nicht gesund. Das ist ihr wohl bewusst, lässt sich aber nur zäh und in gefühlten Millimeterschritten ändern.

Eva sieht Linda nach, dreht sich dann zu Sarah. „Ich bin jedenfalls froh, dass ich für die Kleine einen tollen Kindergartenplatz gefunden habe.“, freut sie sich.

Als Linda sich ihrer Tochter widmet, sieht Sarah zu Eva. "Das freut mich, Eva. Emma ist ein recht entschlossenes und selbstbestimmtes Mädchen, hab ich gerade bemerkt. Sie wird sich wohl fühlen in so einer aktiven Gruppe."

Bei den kleinen Künstlerinnen

Die Frau, die sich zu ihr gesellt, ist offenbar die Mama ihrer Namensvetterin. Ellie lächelt. „Wir haben bereits festgestellt, dass wir den selben Namen haben.“ Schmunzelnd blickt sie zu den Mädchen. „Es ist schön zu sehen, dass die Kleine bereits so viel Fantasie und Kreativität hat. Genau wie ihre Freundinnen.“



Der Tiger ist fertig gebastelt und die kleine Emma lässt die Pappfigur über das Bild ihrer Freundinnen hoppeln. „Tigga ist der beste Freund der Prinzessin!“, lacht sie dabei, während die anderen kleinen Künstlerinnen weiter an ihrem Werk arbeiten. „Kann ich auch noch mit malen?

Mit leuchtenden Augen sieht Maren ihre neue Freundin an. Dann murmelt sie über den beiden Stiften einen kurzen Abzählreim und greift:" ...und du muss mit.", ausrufend nach dem lila Stift. Elly beginnt mit dem Einhorn und Maren füllt das Drumherum mit leuchtendem Lila. Die Prinzessin bekommt noch hellblaue Bogenrüschen unten an ihr Kleid und gerade als Maren einen Strumpf anfängt, hoppelt Emmas Tiger über das Blatt. Kichernd stupst die ihn mit ihrem Stift. "Du heiss Bongo und kanns tanzen!" lacht sie. Auf Emmas Frage nickt sie und schiebt ihr ein paar Stifte zu. "Bongo braucht eine Leine...und ein Haus, wo er schläft.." Die drei arbeiten emsig weiter. "Wie heiss eigentlich die Prinzessin?", fragt sie Elly, die Zungenspitze kurz aus dem Mundwinkel schiebend.

Beim Pflanzstand

Klar, voll übel das Ganze.“ Nouki nickt verständnisvoll. „Machen wir heute das Beste draus und pflanzen Samen was das Zeug hält.“, sagt sie aufmunternd und lächelt Bea zu, während sie zurück zum Pflanztisch gehen. „Hast du denn schon was von Charlie gehört? Ist sie gut angekommen?“

„Ja, ist sie
.“, bestätigt Bea und schaut auf ihr Handy. „Vor kurzem. Ihr gehe es gut, aber nach der Reise ist sie natürlich erst mal müde.“ Sie senkt den Kopf. Sie wäre so gerne dabei gewesen...

Als sie am Tisch ankommen, sind drei Kinder zufrieden mit ihren Tontöpfen beschäftigt, auch wenn eines den Ärmel voller Bastelkleber und ein anderes diverse Erdspuren im Gesicht hat, herrscht Frieden. „Wow, du hast die Lage im Griff.“, sagt Nouki schmunzelnd und setzt sich an ihren Platz zurück. Ihr Blick fällt auf den fertigen Topf mit der Sonnenblume. Für Sullivan..nicht wegwerfen...Im Geiste hört sie Stephen: Sulli...Adi. „Oh maaann, du bist DIE Eve. Wie dumm von mir!“, lacht Nouki. „Wir waren doch zusammen im Onsen in Mt. Komorebi, als du mit Blaze da Urlaub gemacht hast. Ich hab dich voll nicht erkannt.“ Sie mustert Eve interessiert. „Andere Haare und so, was das ausmacht. Hast du Blaze auch mitgebracht?“, fragt sie nicht ganz ernst gemeint.

Eve blinzelt kurz, als Nouki sie anspricht, die Sonnenblumentüte noch in der Hand.
Du bist die mit dem Tattoo auf der Schulter! Ich erinner mich!“ Sie dreht sich halb zum Pflanztisch, wo ein Kind gerade mit Lehmklumpen kämpft, dann wieder zu Nouki.
Blaze? Nee. Keine Ahnung was er macht. Hab ihn schon lange nicht mehr gesehen...“ Sie sagt das trocken, dann schiebt sich ein Grinsen in ihre Mundwinkel.
Aber ich schenk ihm den Topf wenn er wieder da ist. Vielleicht ist die Blume bis dahin ja schon gewachsen.“
Sie lehnt sich etwas zurück, lässt die Füsse baumeln und sieht über das Gelände. Ihre Stimme wird aufgeregt.
„Kann ich noch einen machen für meine Mama? Und für Del?! Oh und vielleicht für meine Freundin Jubilee? Bitte bitte!“

„Es ist genug da. Tob dich aus
.“, lacht Nouki und schiebt Eve einen weiteren Topf zu. Sie hat Blaze lange nicht gesehen...hm..Ihr Blick schweift zum Rest der Blaisdell Familie. Eine unbekannte Frau steht bei Blaze' Vater und seinem Bruder. Hat er schon wieder eine neue Stiefmutter vor die Nase gesetzt bekommen und kommt deshalb nicht mehr heim? Andererseits sitzt Eve hier am Tisch..verwirrend. Die Theorien über Familienleben bringen sie gedanklich zu Anastasia und ..zu Artjom. Ein Stich in der Brust erinnert sie daran, dass sie heute auf keinen Fall über ihn nachdenken wollte. Warum streiten sie nur so oft in letzter Zeit? Gefühlt bekommt er alles in den falschen Hals was sie sagt. Ich würd mich freuen, wenn du mich morgen besuchst bei der Eröffnung.“ - „Geht nicht, hab nen Termin.“ Nichts weiter. Keine Erklärung. Er hatte das nur kurz hingeworfen und dann wieder die Nase in irgendeine Zeitschrift gesteckt. Was denn für einen Termin?“ - „ Sag mal bin ich dir Rechenschaft schuldig , oder was? Demnächst frag ich dich noch um Erlaubnis, wenn ich das Haus verlasse?“ Die Erinnerung an seinen genervtenTonfall formt einen schmerzhaften Knoten in Noukis Kehle. Erschrocken spürt sie, wie die Tonscherbe für Eves Topf ihr in die verkrampfte Handfläche schneidet. Eine Sekunde drückt Nouki noch fester zu, verharrt mit angespanntem Kiefer, dann löst sie die Finger und legt das spitze Stück unauffällig auf den Tisch. Während sie mit geballter Faust dem Schmerz nach spürt, klopft Maryama gegen das Mikro und hält eine Ansprache.

Ein kleiner Junge mit einem Topf lenkt Bea etwas ab. Während Nouki mit Eve spricht, hilft sie dem Kind beim Eintopfen. „Das ist Wurzelchen!“, erklärt der Kleine stolz, „für meine Mama!“

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Nachdem Ambrosius von Ben sicher zum Losstand begleitet wurde, nimmt ihn Maryama lächelnd in Empfang. Sie platziert seinen Rollator so, dass er bequem darauf sitzen kann und stellt sich an ihr kleines Mikrofon. Ben hat grünes Licht für die Anlage gegeben, also kann es in die Schlußrunde gehen. Vorsichtig klopft sie mit dem Finger gegen das Mikrofon, das prompt ein paar krächzende Missklänge von sich gibt. Lachend winkt Maryama in die Menge.
„Liebe Freunde, geschätzte Gäste, darf ich kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten? Ich würde euch gerne unseren Ehrengast vorstellen.“ Liebevoll manövriert sie den alten Herrn ein wenig mehr ins Rampenlicht, hilft ihm aufzustehen und hakt ihn unter. „Heute sind wir nicht nur hier zusammen gekommen, um unsere kleine Gärtnerei zu feiern, sondern auch, um einem ganz besonderen Sim zu danken.
Sie lächelt den Senior warm an und blickt dann wieder auf die Gästeschar.
Ziemlich genau vor einem Jahr hat Fortuna Ambrosius und mich in einem Park in Brindleton Bay zusammen geführt..oder vielmehr mein stürmischer Hund Browneye, der sofort erkannt hat, dass dieser Mann ein sehr besonderer Sim ist und ihm schnurstracks auf den Schoß hüpfte.“
Ambrosius muss lachen bei der Erinnerung, was ihm etwas von der Aufregung nimmt, die ihn unter Strom setzt. Noch nie war er derart im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Aus dieser Begegnung hat sich eine Freundschaft entwickelt und ohne ihn gäbe es die Gärtnerei „Green Fingers“ gar nicht.“, fährt Maryama warm fort.
Sie umschließt mit beiden Händen Ambrosius leicht zittrige Hand und sieht ihn direkt an. „Ambrosius, dir verdanken wir dieses wunderbare Stückchen Erde und die Chance unsere Träume verwirklicht zu haben. Dank deines Vertrauens konnten wir hier ein Zuhause für Pflanzen und Ideen schaffen und unsere Leidenschaft für die Natur ausleben.“ Sie bemerkt, dass Ambrosius genauso wässrige Augen bekommt wie sie selbst und spricht schnell weiter. „Danke, dass du an uns geglaubt hast.



Eine einzelne Träne zieht ihre feuchte Spur über Ambrosius' Wange, als Maryama ihren Schlusssatz spricht. Er räuspert sich verlegen, wischt sie aber nicht ab, ganz so, als wolle er keinen auch noch so winzigen Teil dieses Tages missen.
Ja, was soll ich sagen.“ Nach einer kurzen Pause, in der er sich fängt, spricht er mit leichtem Zittern in der Stimme weiter. „Ben und Maryama, ich danke euch, dass ihr mit Enthusiasmus und Liebe, unser brach liegendes Land in dieses fruchtbare Paradies verwandelt habt. Ihr habt frischen Wind in die alte Erde gebracht und werdet viele Sims mit euren Produkten beglücken. Ich schöpfe sehr viel Freude aus diesem Gemeinschaftsprojekt und wünsche mir, noch so manche Stunde hier verbringen zu können, um eure Pflanzen wachsen und gedeihen zu sehen.

Ben räuspert sich. Jetzt ist er an der Reihe zu reden. „Es gibt Momente, da liefert das Schicksal unerwartete Glücksmomente. Ohne Ambrosius und sein Grundstück wäre uns das nie gelungen, so etwas wie Green Fingers auf die Beine zu stellen.
Er räuspert sich erneut. Ben ist gerne unter Menschen, doch er ist es dennoch nicht gewohnt, Reden zu halten. Er gibt jedoch sein Bestes.
Ambrosius, der nicht gefragt hat: 'Was springt für mich raus?', sondern eher sowas wie: 'Wird’s dem Boden gut gehen?' Und dafür danke ich dir. Für dein Vertrauen und diese Möglichkeit.“
Mit diesen Worten dreht er sich zu dem Senior um und klopft ihm liebevoll auf die Schulter – nicht zu kräftig, denn das Alter ist auch an Ambrosius nicht spurlos vorübergegangen.
Dann fährt Ben fort: „Und ohne Maryama wäre das alles hier gar nicht erst in Bewegung geraten. Sie war’s, die die Vision hatte, das Grundstück nicht nur zu bewundern, sondern auch zu nutzen. Und ich... ich gärtnere halt nur.“ Er schmunzelt. „Oder ich backe Kuchen. Die Kunstwerke, die es im Gewächshaus zu finden gibt, falls es anfangen sollte zu regnen, sind essbar und hoffentlich schmecken sie auch jedem. Und damit wünsche ich jedem einen frohen, grünen, und spaßigen Einweihungstag.“

Er weiß, dass Maryama mit Ambrosius noch etwas vor hat und übergibt ihr wieder die Möglichkeit, weiter zu sprechen.
Also Ben, die ganzen Lorbeeren heimse ich jetzt nicht ein. Du bist der beste 'ich gärtnere nur' Sim, den man sich vorstellen kann und ohne dein Profiwissen, würde hier nur die Hälfte sprießen.“ Sie hakt ihn auf der anderen Seite unter und alle drei deuten gut gelaunt eine betont ehrwürdige Verbeugung an.
Als der Beifall abflaut und wieder etwas Ruhe einkehrt, wendet sich Maryama wieder an das Publikum. „Hiermit ist das Glücksrad eröffnet. Ambrosius wird die Preise überreichen. Wer traut sich zuerst?“


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20.07.2025 17:58 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2025 13:26)
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Eve

Eve hockt mit zusammengekniffener Stirn über ihrem neuen Tontopf. Konzentriert beginnt sie mit Hingabe, das Äussere des Topfs mit einem feinen Pinsel zu verzieren. Ein Sonnenstrahl. Ein Herz. Und der Name „Delsyn“ in grossen, schrägen Buchstaben. Mit der Zunge zwischen den Zähnen malt sie eine kleine Sonne in die Ecke, als plötzlich Maryamas Stimme durchs Gelände hallt.
...unseren Ehrengast vorstellen…
Eve schaut auf. Der Pinsel verharrt in der Luft. Ihre Augen wandern zum Gewächshaus. Bei „Glücksrad eröffnet“ springt sie wie elektrisiert auf.
„Yes!“, ruft sie und fast hätte sie sich dabei selbst umgeworfen. Den Pinsel lässt sie im Tontopf stecken, die Farben bleiben offen. Ales ist egal. Mit einem Hopser saust sie quer übers Gelände, bis sie Del am Rand der kleinen Menschentraube erkennt.
Delsyyyyyn!“ ruft sie im Lauf. Dann sieht sie Monika.
Hallo Monika!“ Sie strahlt die Frau an, mit der Vertrautheit eines Kindes, das sich merkt, wer nett zu ihm war.
Darf ich am Rad drehen?! Bitte!!“
Noch bevor jemand antworten kann, schnappt sie sich erst Monikas, dann Dels Hand, zieht sie entschlossen Richtung Stand.
„Ihr müsst auch drehen! Das ist ein Gemeinschaftsprojekt, hat der Mann gesagt! Und Gemeinschaft macht man gemeinsam, oder?!“
Sie lacht, aufgeregt und glücklich, und zieht die beiden mit wie ein kleiner Tornado.

Das Glücksrad dreht sich – klack-klack-klack. Eves Finger kribbeln, während ihre Zunge zwischen den Lippen hervorlugt.
Und... jetzt!“, ruft Eve dramatisch, als das Rad langsamer wird. Die Pfeilspitze wackelt und bleibt dann stehen.
Kleiner Preis!“, ruft jemand hinter dem Tisch. Jubel bei den Jüngeren.
Ein kleiner Korb wird ihr überreicht. Darin: Zwei Mini-Tontöpfe, ein Set winziger Gartenwerkzeuge, ein geheimnisvolles Samenpaket mit einer fleischfressenden Pflanze und eines mit einer okkulten Pflanze. Eves Augen funkeln. „Oooohhhhhh Danke! Die füttert man doch mit Insekten, oder?!“
Mit stolzgeschwellter Brust und erhobener Tüte marschiert sie zu ihrer Familie.
Monika tritt mit einem milden Lächeln an das Rad, dreht es betont ruhig. Das Rad verlangsamt sich...
„Grosser Preis!“
Ihr wird ein sorgfältig gepackter Korb überreicht: Ein Einkaufsgutschein, frisches Bio-Gemüse vom Green Fingers, eine Solarblume für Garten, und ein Samentütchen mit seltenen, ertragreichen Sorten. Monika lacht leise und schüttelt errötend den Kopf. „Vielen Dank euch. Ich nehme es als Zeichen, dass ich öfter raus soll.“
Eve jubelt vom Rand aus und dann: „Deeeeel! Dreh du jetzt!“ er hebt lachend die Hände. „Okay, okay.“
Er stellt sich ans Rad, schaut zu Eve, die ihn erwartungsvoll anfeuert. Mit einem trockenen „Na dann...“ setzt er es in Bewegung.
Klack-klack-klack – es zieht sich. Das Rad will nicht aufhören. Spannung baut sich auf. Und dann…
Hauptpreis!“
Ein Applaus von den Erwachsenen, ein paar Kinder springen begeistert auf.
Del erhält eine Urkunde in schön gerahmtem Karton: Jahresabo für einen wöchentlichen Gemüsekorb, ein Einkaufsgutschein, ein handgefertigtes Windspiel und die feierliche Ankündigung: „Freie Teilnahme an allen Sonderveranstaltungen im Green Fingers.“
Eve kreischt vor Freude. „Del ist jetzt V.I.P.!!! Das heisst, er darf ALLES!!“



Del dreht die Urkunde langsam in den Händen. Dann hebt er den Blick mit einem leicht schiefen Grinsen, Augen auf Maryama.
Das Glück“, murmelt er, „scheint heute ziemlich selektiv unterwegs zu sein.
Er hält inne, nur eine Sekunde, dann hebt er leicht die Brauen. Der Blick bleibt einen Moment länger bei Maryama. Grade lange genug.
Vielen Dank. Schätze jetzt komm ich um die gesunde Ernährung nie mehr drum rum“, sagt er scherzend. Dann sieht er zu Eve, die überglücklich um den Korb hüpft, und lacht leise.


Der Anblick von Delsyn umringt von seiner Familie, erfüllt Maryamas Brust mit einer Wärme, die sie schon sehr, sehr lang nicht mehr empfunden hat. Vor allem Eves unverstellte Begeisterung und Freude lassen ihr Herz schneller schlagen. Gerührt beobachtet sie die beiden und strahlt mit ihr um die Wette, als Del den Hauptpreis gewinnt. „Glückliche Menschen ziehen Glück an.“, sagt Maryama, mit einem Lächeln, das mehr ausstrahlt als ihr bewusst ist. Dann stiehlt sich der Schalk in ihre Augen. „Ich werd dafür sorgen, dass du von einem Vitaminschock in den nächsten taumelst.“, grinst sie. „Gib dich keinen Illusionen von Steaks mit knusprigem Fettrand mehr hin, die Zeiten sind vorbei.“ Sie lacht befreit auf und zwinkert ihm zu, ehe sie wieder zu Ambrosius geht, um ihm nahe zu sein, sollte er Unterstützung brauchen.

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Ui, man darf am Glücksrad drehen, cool.“ Nouki grinst Bea und Eve an. „Ich weiß ja nicht wie's euch geht, aber ich liebe sowas. Egal ob ich nen Kaugummi gewinne oder ne Anstecknadel, egal.“, erzählt sie lachend. Unauffällig zieht sie ein Baumwolltuch aus einem Stapel Werkmaterial und knüllt es in ihrer blutigen Handfläche zusammen. „Wie sieht's aus? Versucht ihr euer Glück?“

Bea hilft gerade einem weiteren Kind mit einem Topf, dann dreht sie sich zu Nouki um. „Klar, warum nicht.“ Sie lächelt leicht und hebt ihre Hand: „Hey, ich mache gerne mit!“ Kaum ist das Kind versorgt, stemmt sie sich mit etwas Mühe hoch, greift nach ihren Krücken und macht sich – leicht humpelnd, aber entschlossen – auf den Weg zum Glücksrad. Für den Versuch lehnt sie die Krücken kurz dagegen, schüttelt die Finger aus und gibt dem Rad einen beherzten Dreh. Der Schwung reicht nicht ganz – das Rad verlangsamt sich und bleibt schließlich beim Trostpreis stehen. Aber Bea lässt sich davon nicht entmutigen. Es ist ihr nicht so wichtig. Und ein Trostpreis ist ein Trostpreis!

Und hier haben wir eine mutige Gewinnerin!“, verkündet Ben laut und mit einem breitem Lächeln. Er blinzelt zu Ambrosius. „Lass dir von unserem Preismagier nun deine Belohnung überreichen.

Lächelnd, mit vor Aufregung etwas zittriger Hand, legt Ambrosius drei Samentütchen in die Hand des Mädchens. „Ich hab mir sagen lassen, diese Erdbeersorte ist die süßeste , die es gibt.“ Das ist zwar seiner Fantasie entsprungen, aber vielleicht motiviert sie das, sie zu anzupflanzen.

Bea nickt dem Mann freundlich zu, bedankt sich und setzt sich wieder auf die Bank. Gedankenverloren streicht mit dem Finger über die Samenpäckchen. Sie liebt Erdbeeren. Hoffentlich gedeihen sie auch in der tropischen Sonne Sulanis. Sie lächelt bei der Vorstellung, wie sie ein kleines Gartenprojekt startet.


Phönix / Bella

Das Leben spielt so oft verrückt. Das tut mir leid für Bea.“ Er sieht sich um und entdeckt Besagte an einem der Basteltischen, zusammen mit anderen. „Sie scheint das Beste draus zu machen.“, schmunzelt er und sieht Bella an. Ihr Haar glänzt in der Sonne wie polierter Türkis. Seit wann bin ich so poetisch? "Ich selber hab's nicht so mit den unvorhersehbaren Überraschungen, aber muss man eben durch, leider.“ Den Kopf leicht geneigt lächelt er sie an. „Hast du Lust den Kuchen zu versuchen?“ Jetzt reim ich auch noch Er macht eine Kopfbewegung Richtung Gewächshaus. „Ich würde mich freuen, unser letzter Gemeinsamer ist lang her.“
Kurz darauf schiebt Phönix genüsslich ein großes Stück Sahnetorte mit Marzipandeko in den Mund. „Mmmmhhh, köstlich. Es geht doch nichts über Süßes“, schmunzelt er und linst auf Bellas Stück. Ihr scheint es auch zu munden, das ist gut. „Ich hatte dir doch von meinem Unimog erzählt, das Wüstenfahrzeug.“ Sein Gesicht beginnt zu leuchten. „Er ist so gut wie fertig restauriert. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch und vielleicht bau ich noch ein bisschen überflüssigen Luxus ein“, sagt er schmunzelnd. „Aber er ist fahrtüchtig und parkt nicht weit weg von diesem Grundstück. Bereit für eine kleine Spritztour. Hättest du Lust dazu?“ Er sticht in seinen Kuchen und sieht auf. „Vielleicht würde eine kleine Abenteuerfahrt deinen Kids auch gefallen?“

Bella genießt ihr Stück Blaubeerentorte mit sichtbarem Vergnügen. „Mmmh, wirklich köstlich!“, sagt sie zufrieden und leckt sich verstohlen etwas Sahne vom Finger. „Sollte öfter mal so etwas bestellen.“ Sie grinst bei der Vorstellung, mit Phoenix‘ Unimog eine Runde zu drehen. „Das ist eine hervorragende Idee. Ich bin sicher, es würde Bea etwas aufmuntern, und Theo ist sowieso immer zur Stelle, wenn’s abenteuerlich wird.“ Sie lehnt sich etwas vor. „Was für ein Gelände schwebt dir vor für ein Abenteuer? Ich kann dir einen Strand anbieten. Dann könnten wir das auch mit einer Kanutour verbinden und ich zeige dir gleich meine Heimat.“



Mit einem kaum sichtbaren, aber leise amüsierten Schmunzeln, verfolgt Phönix, wie hingebungsvoll Bella die Torte vernascht. Sie ist ein Genußsim, genau wie er..
„Ja, ich dachte an den Strand gleich hinter dem Green Fingers, aber Sulani wär natürlich richtig cool. Der Härtetest quasi, sind ja recht ausgedehnte Strände, teilweise mit Dünen hab ich gehört.“ Er sieht sie unternehmungslustig an. „Danach eine Bootstour, mehr kann sich ein Abenteurer nicht wünschen. Der Deal steht.“ Sorgfältig drückt er seine Kuchengabel in die restlichen Marzipankrümel, sammelt alle damit auf und verspeist sie mit einem langgezogenen 'Mmmmh'. Am Glücksrad herrscht Andrang und die ersten Freudenschreie sind zu vernehmen. „Hast du vorher noch Lust am Rad zu drehen?“ Er verstummt und prustet dann leise, als ihm bewusst wird, wie sich das anhört. „Also..am Glücksrad, nicht...“ Er kreist mit dem Zeigefinger vor der Stirn und grinst.

Die Meerfrau erwidert das Grinsen. „Passend zu Beas Erdbeeren? Klar, gute Idee. Wenn der Andrang etwas weniger geworden ist.“ Was auch immer sie gewinnt, vielleicht wird daraus ja ein gemeinsamer Minigarten mit ihrer Tochter. Lässt sich bestimmt gut verbinden.

Sie reißt sich aus ihren Gedanken und wendet ihren Blick Phönix zu. „Ich freu mich aber auch schon auf die Abenteuer-Reise mit deinem Unimog. Und natürlich dem Kanu!“ Sie lächelt bei der Vorstellung. Sie hat auch schon eine Idee, womit sie Phönix dann überraschen kann. Sie lässt sich jedoch nichts anmerken. Stattdessen lächelt sie: „Ich hoffe, du machst ebenfalls mit beim Glücksrad!“

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David und Geschwister

Ein schlaksiger Typ mit markantem Erscheinungsbild schiebt sich in Maryamas Blickfeld, der ihr schon früher aufgefallen ist. Er hat diese 'wenn ich den Raum betrete, sind alle Augenpaare bei mir ' Aura, die selbst hier draußen zum tragen kommt. Er war länger an Ellies Tisch und hat sich unterhalten mit ihr, wie Maryama sofort registriert hat. Interessant. Jetzt hüpft er gerade als Wildpferd an den Beeten vorbei, einen kleinen Reiter auf dem Rücken, ein Kind neben sich, dass jauchzend ein imaginäres Lasso schwingt und versucht ihn einzufangen. Das Schauspiel ist herrlich.
Wer hat sein Glück noch nicht versucht? Vielleicht wollen das Wildpferd und die Cowboys mal gemeinsam? Fangt ihn ein und leint ihn bei uns an!“, ruft sie lachend zu der Gruppe hinüber.

"Das ist doch ein Einhoooorn!", ruft das Mädchen mitohne Lasso zurück.
"Das schönste Einhoan auf der Welt.", bestätigt der Reiter.
"Was meint ihr,", fragt David, abwechselnd die kleine Gesichter prüfend, "sollen wir unser Glück versuchen?"
"Jaaahh
!" Daniela hüpft aufgeregt auf und ab. "Ich darf dchehen."
"Aber ich wollte dreeehn
." Tiefe Bestürzung legt sich augenblicklich auf Arthurs Mine.
"Chillt mal, ihr Zwergnasen." Den Bruder vom Rücken pflückend setzt David den Kleinsten vor sich auf dem Rasen ab. "Wir drehen alle zusammen."
"Aber wir können ja auch alle alleine machen.
" Danielas Gesicht strahlt bei dem Gedanken.



"Klar können wir das.", nickt David ihr zu. "Wir können auch so oft drehen, bis keine Preise mehr übrig sind. Machen wir aber nicht. Und weißte auch warum?"
Die Schwester schüttelt den Kopf.
"Weil wir, bevor wir etwas machen, immer gut überlegen, ob wir damit andere Sims traurig und wütend machen oder ob wir ihnen vielleicht helfen und sie glücklich machen."
Vor dem Rad angekommen, hebt er Arthur auf den Arm. "Wenn wir drei zusammen ein Mal drehen, reicht das, um etwas zu gewinnen. Und die anderen Leute haben auch noch eine Chance." Eine Geste deutet in den Garten hinein. "Sieh sie dir an. Das sind alles liebe Sims. Also, vermutlich die Meisten von ihnen. Die dürfen sich auch über Gewinne freuen."
"Na gut, dann dchehen wir zusammen
.", gibt Daniela verständnisvoll zurück.
"Gute Entscheidung. Bist du auch dafür, Kurzer?"
"Japp."
"Dann sind wir endlich soweit.
" David schenkt der Veranstalterin ein Lächeln, als Dank für ihre Geduld.
"Also, alle Hände ans Rad." Vier kleine Hände packen zu und warten aufs Signal.
"Drei - Acht - Siebenundneunzig - Los!"
Die Scheibe dreht sich, die Kinderaugen starren gebannt nach vorn. Aufgeregt klatscht Arthur in die Hände, während Daniela auf der Stelle herumhüpft. Nach wenigen Sekunden kommt das Rad zum Stehen. Ein großer Preis wird angezeigt.
Der Ehrengast greift hinter den provisorischen Tresen und zieht einen großen Korb hervor, dessen Inhalt David zu einem leisen Lachen bringt. Diese Collage hätte er vor zwei Monaten brauchen können, als Boom Boom sich dazu entschlossen hatte, ihrer Verrücktheit noch ein Upgrade zu verpassen.
Okkulte Pflanzensamen, ein Buch über Mythologie und Legenden solcher Pflanzen und ein Gutschein für einen Kurs zu dem Thema strecken sich ihm fein drapiert entgegen.
"Was ist es?" Daniela zerrt ungeduldig am Arm des großen Bruders, um einen Blick ins Innere des Korbes zu erhaschen. Ihre Mimik verändert sich schlagartig. "Das ist ja langweilig."
"Du irrst dich, Wachstumsschub.
", berichtigt er. "Das ist sogar ziemlich cool. Ein Korb voller Superkräfte."
"Superkräfte
?", wiederholen die Kinder mit großen Augen.
David nickt bekräftigend. "Klar. Hiermit zum Beispiel, wird man zum Meersim oder das hier verwandelt dich in eine laufende Pflanze." Ob das auch bei Vampiren wirkt? Wäre vielleicht nützlicher als Knoblauch. "Bringt das doch schon mal zu Papa und Anita. Die werden gut drauf aufpassen." Den Blick zuerst an Ambrosius, dann an Maryama gerichtet, bedankt er sich, als die Geschwister davon flitzen, um den Auftrag auszuführen. "Einen sicheren Kunden habt ihr schon mal gewonnen. Ist ein cooles Konzept." Seine Aufmerksamkeit wandert zu dem jungen Kollegen, der still aber wachsam die Szene verfolgt. "Und du bist Ben?" Er reicht ihm eine Hand zum Gruß. "David. Ich arbeite mit Ellie zusammen. Sie ist ... mächtig stolz auf ihren großen Bruder."

Der Gärtner freut sich. Auch er ist stolz auf seine Schwester. „David, hm?“ Er wendet seinen Blick in die Gartenecke, in der Ellie gerade die Kleinkinder beglückt. „Ich habe auch schon einiges von dir gehört.“ Er grinst. „Und nur Gutes!“

"Natürlich
." David gibt sich keine Mühe, das schiefe Grinsen zu verbergen. "So ist sie eben, was? Freundlich bis in die Haarspitzen."



Und verknallt, denkt sich Ben, doch er spricht es nicht laut aus. Er weiß nicht, ob Ellie das David schon gesagt hat oder nicht und mischt sich da lieber nicht ein. Es ist gut, wenn sie trotz der Erfahrung mit Jay immer noch dazu fähig ist, sich zu verlieben. „Ich weiß nicht, von wem sie diese Freundlichkeit gelernt hat.“, schmunzelt Ben. Er mustert David genauer. „Aber ich sehe auch, dass sie ihren Charme eingesetzt hat, um dich in ein Einhorn zu verwandeln.“ Das ist eindeutig ihr Werk, da hat Ben keine Zweifel.

David lacht und setzt sich die Ohren zurecht. "Ich hatte keine Chance." Seine Mimik verharrt, als er sich ein Stück nähert. "Mal unter uns Männern,", sein Handrücken klopft kumpelhaft gegen die Schulter des unwesentlich Kleineren, "eigentlich echt peinlich das Teil, oder? Ich trag das nur, weil die Kleinen das abfeiern. Ich mein, ich bin ein Kerl und kein Spielzeug, stimmts?"

Ben zieht eine Braue hoch, sein Grinsen verblasst nur leicht – nicht verärgert, aber eindeutig aufmerksamer. „Peinlich, ja?“, wiederholt er ruhig, als würde er das Wort abwägen. Er lässt seinen Blick über die Verkleidung gleiten, streicht mit den Fingern nachdenklich über das Horn, das sorgfältig mit Stickern und kleinen Sternchen verziert ist. „Komisch. Die Kids...“ Ben mustert die kleinen Energiebündel, die um David herum tanzen, „scheinen wirklich begeistert zu sein.“ Dann schaut er David direkt an. Freundlich, aber klar. „Ich glaube nicht, dass Ellie irgendwen zwingt, sich zum Horst zu machen. Aber wenn jemand dabei mitmacht, dann sollte er auch dazu stehen. Sonst wirkt's – na ja – irgendwie falsch.“

Die einzig richtige Antwort, findet David insgeheim. Wie weit mag der Beschützerinstinkt für die kleine Schwester wohl gehen? "Ach komm schon." Er senkt seine Stimme und funkelt den Anderen herausfordernd an. "Du machst doch auch manchmal dämlichen Kram mit, um anschließend die ... Belohnung zu kassieren. Das tun wir doch alle." Ein dreckiges Grinsen schleicht sich auf sein Gesicht, als er Ben selbstsicher zuzwinkert.

Bens Stimme wird fester, eindringlicher. „Du scheinst zu denken, das hier ist ein Spiel. Dass man Menschen so austestet, bis sie entweder mitspielen oder rausfallen. Aber sie ist kein Spiel. Kein Preis, den man sich durch Charme oder Show verdient.“ Er beugt sich vor, fasst David an die Schulter. „Wenn du das nicht verstehst – dann tu ihr den Gefallen und halt Abstand.“



Davids Augen leuchten verspielt auf und ein breites Lächeln legt sich auf seine Lippen. Die Ansage ist ein guter Anfang. "Was, wenn nicht?" Seine Worte klingen eher neugierig als provokativ. "Bist du bereit, dir die Finger auch an Sims schmutzig zu machen? Oder beschränkst du dich dabei auf Gartenarbeit?"

Ben wird selten laut, aber so langsam beginnt David, ihm auf die Nerven zu gehen. „Warum probierst du das nicht einfach aus? Oder ist deine Klappe größer als dein Mut?“ Für einen Moment ist es still. Erst da wird Ben bewusst, wo er ist – im Garten, zwischen Familien, Kindern, Besuchern. Er spürt die Blicke einiger Gäste auf sich, atmet tief durch – zwingt sich zur Ruhe. Seine Stimme ist nun ruhig, fast sanft. „Aber lass Ellie aus dem Spiel.“

"Schon okay.", lächelt David mit ehrlicher Anerkennung. "Ist mir eine Freude, dich kennenzulernen." Er greift nach Bens Hand, um sie kraftvoll zu schütteln. "Ellie ist in Ordnung. Ihr habt nichts vor mir zu befürchten." Den Anwesenden einen letzten Blick zuwerfend nickt er in die Runde. "Viel Erfolg mit dem Geschäft. Wir sehen uns." Mit diesen Worten wendet er ihnen den Rücken zu, um zur Familie zurück zu gehen.

Verdutzt blickt Ben dem Jungen hinterher. Was war das jetzt? Ihm fällt ein, dass Ellie sogar mal davon erzählt hat, dass David Wortgefechte liebt. Ist er etwa darauf hereingefallen? „Ich werde dich im Auge behalten.“, sagt Ben leise zu sich selbst, ohne dass es jemand hört.

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Als der Andrang es schließlich zulässt, und der Kuchen aufgegessen ist, versucht sich auch Bella beim Glücksrad. Mit Schwung dreht sie... bis der Zeiger auf dem Trostpreis landet. Wie bei ihrer Tochter. Bella fällt in ein lautes Lachen. „Muss wohl in der Familie liegen!“ Verstohlen blickt sie zu Phönix. Aber wie heißt es doch so schön: Pech im Spiel und Glück in der Liebe. Vielleicht... wird sie irgendwann ja doch noch den passenden Mann finden.

"Ihr seid eben ein perfektes Team.", sagt Phönix lächelnd und sieht zu Ambrosius, der in der Preiskiste kramt und ein kleines Bündel herauszieht. "Jetzt wirds nochmal spannend."
"Das seid ihr wirklich."
, bestätigt Ambrosius und hält Bella ihren Trostpreis entgegen. "Eine pflanzt und die andere kann beschriften, was da wächst."



Bella nimmt den Preis entgegen: Pflanzenschilder aus Holz zum Selber beschriften. Sie lächelt. Die sehen sogar selbstgebastelt aus, ausgesägt in Blütenform, mit einem kleinen Stab um diesen in die Erde zu stecken. "Wunderbar, das passt wirklich gut!", freut sie sich. Bevor sie sich wieder an den Tisch zurück setzt, schlendert sie an Maryama vorbei. "Vielleicht kann ich auch gleich ein paar Samenpäckchen hierfür kaufen. Ist das bereits möglich?"

"Aber sicher, Bella. Wenn du sie gleich aussuchen möchtest, kann Ben dir weiter helfen im Gewächshaus. Dort gibt es reichlich Auswahl. Oder ich geh mit, sobald wir am Glücksrad fertig sind
.", sagt Maryama und sieht zwischen ihr und dem interessanten Begleiter hin und her. Sehr groß und kräftig. Er wirkt ein wenig wie ein gemütlicher Bär zum anlehnen.

"Ich mach schon!", bietet sich Ben an. Er führt die beiden Besucher ins Innere. "Dann mal rein in die gute Stube!" Jetzt, am Tag der Offenen Tür, sind die Samenkisten nicht mehr ganz so voll wie noch am Anfang. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich etwas zu kaufen. Doch es ist noch genug Auswahl vorhanden. "Was für Samen sollen es denn sein?" Bella blickt kurz zu Phönix, dann zu Ben. "Ein wenig Gemüse vielleicht. So, dass ich gleich Kochzutaten habe.", erklärt sie. "Ah, eine gute Wahl!", erwidert Ben, wieder mit besserer Laune, "die haben wir hier!" Während Bella in der Kiste wühlt und sich einige Samenpäckchen raus sucht, wirft sie ihren Blick zu Phönix. "Was für Gemüse isst du denn gerne so?".
"Steakgemüse
.", schmunzelt Phönix und legt dann nachdenklich die Stirn in Falten. "Also ich ess gerne grüne Bohnen und Karotten auch. Erbsen..ja, die sind auch lecker, die kann man direkt aus dem Garten naschen." Er sieht Bella an und lächelt. "Aber noch lieber als essen, koche ich Gemüse. Vielleicht machen wir das mal zusammen? Was meinst du? Ich würde gerne mehr von der sulanischen Küche kennen lernen."

"Das machen wir!
", freut sich Bella, "Da gibt es wunderbare Rezepte. Und nicht nur Fisch." Sie entscheidet sich für verschiedene Samen: Möhren, Tomaten und sogar einige Gewürzkräuter, die sie noch nicht kennt. Schließlich ist sie zufrieden mit der Auswahl. Sie zahlt.

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Elly strahlt, als Maren ihr Kleidmotiv vorschlägt und Nickt kräftig. "Ja ja genau!", ruft sie aus, völlig aus dem Häuschen. Denn sie liebt auch Einhörner. "Du bist sooooo toll!" Mit Begeisterung sucht sie zwei Farben raus und hält sie der neuen Freundin hin. Dann beginnen sie. Elly fühlt sich hell und wohl. Sie liebt andere Kinder und das Malen. Ausmalen tut sie am allerliebsten, mehr als selber zeichnen. Aber beides geht. Mit Freude nimmt sie Emma wahr, die ihren Tiger vorstellt und auf dem Blatt Platz für ihn einfordert. Elly schaut auf das bereits fast volle Bild und runzelte sie Stirn - sie mag Emma, aber nicht das Prinzessinnen-Bild um ein Zuhause für Bongo erweitern. Es gefällt ihr so wie es ist. Sie pausiert und sucht nach anderen Farben,
während ihre Freundin Maren emsig die neuen Wünsche integriert.
Elly wird unruhig und weiß nicht, was sie jetzt malen soll. Nach einem kurzen rückversichernden Blick zu ihrer Mama entscheidet sie sich für etwas Neues. Sie lässt die zuletzt aufgenommenen Stifte fallen, schnappt den Tiger bei einer Pfote und fängt clownartig an zu tanzen. "Ja, Ja, Bongo, Maren, Emma, Elly... Alle tanzen, ja, ja JAAAAA!"

Emma lacht. Sie ergreift Ellys freie Hand und macht beim wilden Tanz mit. Sie vertraut ihrer neuen Freundin Bongo an. Sie wird ihn schon nicht kaputt machen. „Ja, tanzen!“, lacht sie, „der Tigertanz!“



Überrascht legt Maren ihren Stift zur Seite und beobachtet die beiden wild herum hüpfenden Mädchen. Das ist ihr zu turbulent. Kurz bleibt ihr Gesichtsausdruck neutral, dann legt sich ein Strahlen darüber. Lachend reckt die Kleine die Arme in die Luft und ahmt einen Tiger, der seine Tatzen in die Luft schlägt nach. Dabei faucht sie ein bisschen und hüpft auf dem Sitz mit, ohne ihre freundinnen aus den Augen zu lassen.
Wie ausgelassen sie ist, so schön...noch schöner wäre es, wenn ihr Vater sie so erleben könnte jetzt Eine Mischung aus Wehmut, Freude und ein Quentchen Unmut, beim Gedanken an Gary bringt Sarahs Inneres durcheinander, während sie ihre Tochter beobachtet. Bald werden die drei Mädchen gemeinsam in den Kindergarten gehen. Ihre Tochter wird langsam groß..
Mit einem Ruck ruft sie sich zur Ordnung und wendet sich an die beiden Mütter. „Ich freu mich sehr, dass wir uns kennen gelernt haben und auch darauf mit euch allen zusammen im Wald ein paar Abenteuer zu erleben.“ Sie lächelt offen in die Runde. „Aber jetzt muss ich leider los, meinen Sohn vom Frondienst beim spülen befreien und Maren geht gleich noch mit ihrem Papa in die Bibliothek, neue Gutenacht-Geschichten aussuchen.“ Die Verabschiedung von den Mädchen zieht sich etwas hin, weil Maren das Prinzessinnenbild gerne Elly schenken möchte, aber Bongo da mit drauf ist, der ja Emma gehört. Großzügig überlässt diese ihren Anteil am Kunstwerk ebenfalls Elly, so dass am Ende alle zufrieden sind. „Das ist jetzt unsere gemeinsame Prinzessin. Sie heisst...“ Maren legt konzentriert die Stirn in Falten. „Em..el..ma...!“, setzt sie dann langsam die Anfangssilben der Namen aller Mädchen zusammen. „Komischer Name.“, sagt sie lachend, ehe sie winkend mit ihrer Mutter Richtung Gewächshaus aufbricht.



Theo hat den Besuch seiner Mutter im Gewächshaus nur schweigend verfolgt, während er weiter das Handtuch schwingt. Er hofft, dass sie ihn nicht bemerkt… doch diese Hoffnung erfüllt sich nicht. „Wir fahren bald wieder.“, erklärt Bella, „du kannst…“ Nun erhellt sich Theos Gesicht doch noch. „Aufhören? Endlich!“ Er grinst, wirft das Handtuch schwungvoll über das Waschbecken und dreht sich um. „Superpirat Zen hat noch andere Heldentaten zu erledigen!“ Er sieht Manuel wehmütig an. „Mama, kann Manuel mitkommen?“, fragt er hoffnungsvoll, „vielleicht bei mir übernachten oder so.“ Bella überlegt. „Von mir aus gern – aber frag besser seine Mutter.“ Theo nickt sofort. „Komm, das machen wir!“, ruft er, packt Manuels Hand und zieht ihn voller Vorfreude hinaus.
Währenddessen informiert Bella auch Bea und sammelt ihre Tochter ein. Von der bevorstehenden Tour mit Phönix‘ Unimog erzählt sie noch nichts. Das soll eine Überraschung sein.

Mit einem hörbaren Ächzen hievt Maryama eine Kiste mit Geschirr, dass sie Sarah in den nächsten Tagen vorbei bringen muss, auf das leer gegraste Kuchenbuffet. Sie schiebt ihr Hinterteil über Eck auf die Tischplatte und sieht Ben ernst an. Als nach ein paar Sekunden der Blick ihres Kompagnons fragend wird, breitet sich ein Grinsen über ihre Züge. "Wir haben's geschafft, Ben. Wir haben's echt geschafft." Ihre rechte Hand klopft auf das Holz des Behältnisses. "Es war genug Essen, das Glücksrad ist nicht stecken geblieben, Ambrosius ist gesund und munter wieder ins Shady Pines gefahren und hat sogar noch eine bunte V.I.P. Plakette von Ellie mitbekommen." Sie atmet tief durch. "Hättest du das gedacht? An dem Nachmittag in meinem Garten? Als wir die Idee ausgebrütet haben?" Stirnrunzelnd zieht sie eine nachdenkliche Schnute. "Wie lang ist das jetzt her? Mein Zeitempfinden ist schlimmer als das einer Gartenschnecke."

Ben grinst. "Hätte ich damals auch nicht gedacht. Es ist super gelaufen!" Er sieht an den Platz, an dem Dora vor kurzem noch saß, bis sie sich selber auf den Heimweg machte. Er hatte nicht einmal Zeit gehabt, mit ihr zu reden, da so viel los war. Aber er wird es nachholen. Unter vier Augen. "Ellie war ja auch fleißig dabei." Diese betritt genau in diesem Moment das Gewächshaus. "Klar war ich das!", lacht sie, "die Kids hatten mich voll im Griff." Sie lehnt sich an die Wand. "Hab' meine Sachen fertig eingeräumt und im Wagen verstaut. Kann ich sonst noch etwas helfen?"

Kommentarlos akzeptiert Maryama, dass Bens Gedächtnis wohl genauso schlecht ist wie ihres, steht auf und umarmt dankbar Bens Schwester. "Ellie, du warst heute eine so große Hilfe, ich kann dir gar nicht genug danken." Sie geht zu einem der Haken an der Wand und kramt aus einer Strohtasche etwas heraus. "Das ist eine Jahreskarte für das Tropenbad in Newcrest, Nouki hat auch eine bekommen. Ich hoffe du gehst gerne baden?" Sie neigt den Kopf fragend etwas zur Seite.

"Oh ja!" Lächelnd nimmt das Mädchen die Karte entgegen. "Danke! Die werde ich auf jeden Fall ausnutzen." Sie streicht lächelnd über die Belohnung. "Das wird toll! Dann kann ich ja gemeinsam mit Nouki los!" Schade, dass die Freundin bereits auf dem Heimweg ist, sonst hätte Ellie sofort einen Schwimmbadtermin mit ihr ausgemacht. Aber das geht ja auch über das Handy.

"Das freut mich." Sie schaut zwischen den Geschwistern hin und her. "Um Ellies Frage zu beantworten." Maryamas Arm macht eine ausholende Bewegung in den Raum. "Hier ist so gut wie fertig aufgeräumt und Delsyn hilft mir noch draußen beim Rest, beziehungsweise räumt er gerade schon die Tische und Stühle zusammen. Also könnt ihr beide problemlos nach Hause gehen und den Abend noch genießen. Ist das okay?" Fragend sieht sie Ben an. "Es war streng genug heute für alle.", schließt sie lächelnd.

Ben lächelt. "Dann machen wir mal Feierabend." Seine Freude über die erfolgreichen Einweihung ist nicht zu übersehen. "Ich bin sicher, dass die Kunden auch weiterhin nicht ausbleiben. Vor allem, wenn sie ihre Gutscheine vom Glücksrad einlösen wollen." Er zwinkert Maryama zu. Er und Ellie verabschieden sich von ihr, grüßen zum Abschied auch noch Delsyn und machen sich dann auf den Heimweg. Ein erfolgreicher Tag geht zu Ende.

In Zusammenarbeit mit @S.Bin. (+Made), @Ripzha , @RivaBabylon und @simscat2

>>> Bella geht nach Sulani >>>
>>> Bea geht nach Sulani >>>
>>> Theo geht nach Sulani >>>
>>> Manuel geht nach Sulani >>>
>>> Phönix geht nach Sulani >>>
>>> Ellie geht nach Del Sol Valley (2) >>>
>>> David geht nach Del Sol Valley (2) >>>
>>> Billie geht nach San Myshuno - Wohnung Sibylle Wolff >>>
>>> Eva geht nach Britechester - Vereinshalle Britechester Tigers >>>
>>> Ben geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (5) >>>


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05.10.2025 14:49 (zuletzt bearbeitet: 13.01.2026 18:09)
#13
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Schicksalslenker

Charaktere: Delsyn, Maryama
Geschichtsstrang: Schmetterlingseffekt und Pusteblumen


Aaaaah, sei mein Retter, Del.“ Mit einem Laut der Erschöpfung sinkt Maryama ins Gras neben den Beeten. Sie grinst in Richtung ihres fleißigen Helfers, der gerade noch die Heliumpumpe, mit der sie die Luftballons zum schweben gebracht haben, in einer Kiste verstaut. Sie öffnet den Mund und gestikuliert wie eine Ertrinkende, nach dem Wundermittel. „Vielleicht kann eine Dosis davon dieses 'Luft raus' - Wesen hier..“, sie deutet auf ihre Brust und lässt sich endgültig rücklings in die Wiese fallen. „..wieder beleben. Ich fühl mich platter als jeder luftleere Ballon.“ Sie verschränkt die Arme hinter dem Kopf und schließt kurz die Augen. Was für ein turbulenter und aufregender Tag. Lang ersehnt, hart erarbeitet und erfolgreich verlaufen. Kaum zu glauben, dass es keine größeren Missgeschicke oder Ausfälle gab. Erleichterung und Glück durchfluten ihr Inneres, wie ein wärmender, einhüllender Lichtstrom. Blinzelnd hebt sie die Lider und lächelt Delsyn entgegen, der nach getaner Arbeit in ihre Richtung steuert.

Mit einem kurzen Lachen hebt er die Pumpe wieder an und hält den Schlauch wie ein Mikrofon zu ihr hin. „Willst du einen Zug?“
Er stellt die Pumpe zurück in die Kiste, setzt sich neben sie ins Gras und lässt sich mit den Handflächen nach hinten abstützen. Einen Moment schliesst er die Augen, atmet tief aus.
„So muss es sich anfühlen“, murmelt er schliesslich, ohne sie direkt anzusehen. „Müde, aber… auf die gute Art. Erschöpft von Arbeit, die sich lohnt.“
Er öffnet ein Auge, schaut sie von der Seite an, und der Ansatz eines Lächelns huscht über sein Gesicht. „Es war ein tolles Event. Das habt ihr gut gemacht.“

Seinen Worten folgt eine kurze Stille, in der Maryama das Gesagte überdenkt. Schließlich wendet sie im Liegen den Kopf und sieht Delsyn an. Sie mag dieses feine Lächeln, dass seine Mundwinkel umspielt. Es gibt ihr ein friedliches Gefühl. Ein 'es ist alles gut' - Gefühl. "Ja, es ist sehr befriedigend, diese Art von Müdigkeit. Das stimmt." Sie dreht den Kopf wieder und blickt in den langsam dunkler werdenden Abendhimmel. "Weißt du, ich tu das alles nicht nur für mich und meinen persönlichen Erfolg.", sagt sie nachdenklich. "Als ich hierher zurück kam in mein Elternhaus, hab ich meiner Mutter versprochen sie stolz zu machen. Erfolgreich zu sein." Ihre Stimme wird leiser, bleibt aber eindringlich. "Das ist ein Teil des Motors, der Antriebskraft, die mich bis zu diesem Tag heute gebracht hat." Sie dreht sich seitlich und stützt einen Ellbogen auf, um Del besser sehen zu können. "Ich hab immer noch das Gefühl, eine gewisse Schuld begleichen zu müssen..weil ich damals einfach weg gelaufen bin von Zuhause. Deshalb ist dieser erfolgreiche Tag heute so wichtig für mich." Energisch wickelt sie einen Grashalm um den Finger und rupft ihn aus. "Familie ist wertvoll und ich hab viel verpasst."

Del nimmt einen kleinen Stein auf, rollt ihn zwischen den Fingern, ehe er ihn achtlos beiseite wirft.
„Ich kenn das Gefühl, was gutmachen zu wollen.“ Ein kurzes Lächeln blitzt auf, kaum merklich. „Aber am Ende bleibt das Heute.“ Er beobachtet, wie sie den Halm zerreisst. Ein Moment vergeht, dann fragt er:
„Und was denkst du, würd sie heute sagen? Wenn sie dich so sehen könnte.“



Gute Frage "Heute?“ Maryamas Blick wandert in die Ferne Richtung Meer. „Das ist gar nicht so einfach. So wie ich sie in unserem letzten Gespräch erlebt habe, würde sie sagen: Ich hab immer gewusst, dass du schaffst, was du dir vornimmst. Da kommst du ganz nach deinem Vater. Lass uns das feiern gehen." Sie spürt wie ihr die Tränen in die Augen schießen und blinzelt sie weg. "Und ich hätte vorgeschlagen, in unsere Lieblingseisdiele in Brindleton zu gehen, uns mindestens einen, wenn nicht zwei Riesenbecher mit Sahne und frischen Früchten zu gönnen und anschließend mit einem Strandspaziergang pseudomäßig die Kalorien wieder zu verbrennen..." Zum Ende hin wird ihre Stimme leiser und belegt. Sie räuspert sich und schweigt eine Weile in Gedanken an Szenen des Nachmittags versunken. "Es war schön, dich heute inmitten deiner Familie zu sehen, Del. So unterschiedliche Persönlichkeiten und doch schafft ihr es, zusammen zu halten und euch gegenseitig zu respektieren. Hut ab." Sie nickt bekräftigend, so dass ein paar Locken fröhlich um ihre Stirn tanzen. "Danke, dass ich sie kennen lernen durfte." Bei der Erinnerung daran, flammt die Freude noch einmal auf. "Vor allem deine Mutter." Sie mustert ihn mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. "Es hat mich berührt, wie ihr miteinander umgeht. Ihr steht euch sehr nahe, hm?" Fragend ruht ihr Blick auf seinem Gesicht, um keine noch so feine Regung zu versäumen.

Er hört ihr still zu, das Lächeln in seinen Mundwinkeln wärmer, je länger sie spricht. Bei der Erinnerung an Monika nickt er langsam. Er lehnt sich etwas zurück und schmunzelt. „Dass sie Irving hergebracht hat, hat mich echt überrascht. Sie kann sehr überzeugend sein. Nicht immer ein Vorteil, das kannst du mir glauben.“ Ein kurzes Lachen bricht aus ihm, ehe er wieder ernster wird. „Wir sind sehr verschieden. Aber sie kriegt es hin, dass es trotzdem passt. Das ist ihre Stärke… Sie hat viel Respekt für mich. Sie ist nicht so… autoritär, aber auch nicht, dass alles egal wäre.“ Er sucht nach den richtigen Worten, nimmt die Hand als Geste dazu, „Mehr so ein feines Gleichgewicht. Ganz anders als wenn ich mir Irving und Blaze ansehe...“
Er lässt den Blick kurz über die Beete schweifen, die Stimme ruhig. „Dabei ist das vielleicht das Wichtigste, was man Kindern mitgeben kann.“

"Man spürt an deiner Art mit Sims umzugehen, ihren Einfluss. Sie hat alles richtig gemacht." Unverhoffte Befangenheit piekst einen kleinen, heißen Dorn in Maryamas Brust. Schnell spricht sie weiter, den Blick von Delsyn abgewandt, ins Farbenspiel am Abendhimmel gerichtet. "Chip hat mir manches von den Schwierigkeiten erzählt, die dein Bruder mit Irving hat. Er ist kein einfacher Sim, euer Vater." Ihre Gedanken schweifen ab zu ihrem eigene Vater. Im Alltag ist dieses Kästchen, fest verschlossen, in eine saubere, in Ehren gehaltene Ecke ihres Bewusstseins gepackt. Ganz selten nur, in stillen Momenten, wird es hervor geholt und ein paar schöne Erinnerungen wieder belebt. Zu schmerzhaft. Zu viel Gefühle, die noch verarbeitet und umgewandelt werden müssen. "Väter sind so wichtig in unserem Leben. Der Verlust meines Dads hat eine Lücke hinter lassen, von der ich nicht weiß, ob ich sie jemals vollständig heilen kann." Ein Räuspern klärt die belegter werdende Stimme. "Auch wenn Blaze das vor sich nicht eingestehen wird, es ist eine große Kränkung nicht anerkannt zu werden, keine Wertschätzung zu erfahren. Blaze wird sich manches hart selbst erarbeiten müssen, was du durch die Art deiner Mutter verinnerlicht hast." Ihr Ton nimmt eine weiche Nuance an. "Und an andere weiter geben kannst. Schau dir Eve an, wie sie an dir hängt. Du bist ihr Idol. Nicht nur bei den Pfadfindern. Du wärst ein guter Vater, Del. Vielleicht schaffst du es noch, Irving bewusster zu machen."



Delsyn lächelt bei ihren Worten. Vater werden… das stand nie auf seiner Liste. Damals im Militär schon nicht – was hätte das auch für einen Sinn gehabt, wenn er kaum zu Hause war? Und nach der Diagnose war das Thema sowieso erledigt.
Wenn er an sein früheres Ich denkt, sind die Chancen gering, dass er ohne die Kugel, jemals das Militär verlassen hätte. Wäre er in der Zwischenzeit Vater geworden, dann einer, der nie da gewesen wäre. Genau das, wovor Maryama gerade spricht – ein abwesender Vater, der Schaden anrichtet.
Eigentlich war es fast erleichternd, als der Arzt ihm sagte, dass es ohnehin biologisch nicht möglich sei. Die Kugel, die Krankheit... nichts davon war schuld. Es war schlicht etwas, das ihm nie bestimmt war.
Und doch trifft ihn ihre Vorstellung irgendwo. Er schweigt einen Moment länger, als es nötig wäre. In seinem Innern zieht sich etwas zusammen. Er weiss, dass sie ehrlich spricht und dass sie ihn sehen will - so wie er ist. Und doch kann er ihr nicht geben, was in ihm brennt. Er will ihr nicht ins Gesicht sagen, dass Vatersein für ihn nie mehr als ein Gedankenspiel bleiben wird. Weil auch ohne seine 'Ausrede', dass er zu gern unterwegs ist, reisen will, die Freiheit geniesst und sogar selbst ohne die Tatsache, dass er nur Platzpatronen schiesst, wäre er bald schon... ein abwesender Vater.
Er schüttelt leicht den Kopf. Sein Blick bleibt einen Moment bei ihr, warm, aber nicht offen genug, um das Verborgene durchscheinen zu lassen. „Ich glaube, nicht jeder ist dafür gemacht Vater zu sein..“
Ein Moment vergeht. Die Grillen zirpen, irgendwo knackt ein Ast. „Glaubst du daran, dass Dinge vorbestimmt sind?“

Der Satz hängt in der Luft und Maryama hat das Gefühl jedes einzelne Wort davon greifen zu können. Oft hat sie sich diese Frage gestellt, nach dem Tod ihres Vaters und der dunklen Zeit mit ihrer Mutter. In der intensive Zeit mit Chris im Ashram, hat sie ein paar Antworten gefunden. Nicht abschließend, aber Lehren, die dem Erlebten Sinn gaben. Neue Perspektiven eröffneten und ihr die Kraft gaben, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. "Ja.", sagt sie mit fester Stimme. "Das glaube ich. Wir haben Einfluss darauf, wie wir umgehen mit Begegnungen und Ereignissen, sollen an den Herausforderungen wachsen … reifen.“ Sie mustert Delsyn interessiert. "Wie kommst du darauf?"

Delsyn glaubt, dass es einen Plan gibt. Dass auch seine Krankheit, so bitter sie ist, irgendwo in ein Geflecht gehört, das grösser ist als er selbst. Dass Begegnungen, Verluste, sogar Rückschläge eine Linie haben, die man erst später erkennt. Blaze, Irving, Marga, Maryama, seine Mutter – sie alle sind Teil dieses Musters. Es fühlt sich nicht wie Zufall an, dass sie hier sind, heute, in dieser Konstellation. Aber er weiss auch, dass dieser Glaube nicht automatisch bedeutet, dass alles leichter wird. An einen Sinn zu glauben ist kein Rezept, das das Leben von allein verbessert. Manchmal macht es Dinge sogar schwerer, weil man sich ständig fragt: Wozu soll das gut sein?
Del fragt sich, ob Blaze jemals lernen könnte, in bestimmten Ereignissen mehr zu sehen. Oder ob es ihn nur noch mehr zerfrisst, wenn er versucht, Sinn zu finden, wo er nur Ungerechtigkeit spürt. Und selbst wenn Blaze es nie lernt – würde sein Leben dann schlechter sein? Oder wäre es sogar leichter, einfach nur zu nehmen, was kommt, ohne Bedeutung dahinter? Für ihn sind Schicksalsschläge nämlich genau das: Schläge, mitten ins Gesicht. Ein weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Kränkungen. Ohne Sinn, nur eine ungerechte Bürde, die er wütend wegstossen oder in sich vergraben würde.
Maryama dagegen… sie trägt Antworten in sich, oder zumindest Fragen, die den Dingen Gewicht verleihen. Aber ob sie auch Kraft daraus ziehen würde? Oder würde sie ihn plötzlich wie etwas Zerbrechliches behandeln?
Seine Mutter hatte recht: Er wehrt das ab, was er eigentlich will. Aber er kann nicht anders.
Mit diesen Gedanken im Kopf hebt Del den Blick und zwingt seine Stimme in einen beiläufigen Ton, als sei es nur eine kleine Grübelei. „Ich frag mich manchmal, ob es einen Unterschied macht, ob man an Zufall oder einen Sinn glaubt. Ob und vor allem wie verändert das das Leben eines Sims.“



Trotz Delsyns entspannter Mimik, spürt Maryama deutlich, dass diese Fragen gerade aus der Tiefe nach oben geholt werden. Dort schon bewegt wurden. Beantwortet, wieder hinterfragt, weggepackt, hervorgeholt und aus aktuellem Anlass immer wieder neu beleuchtet. Sie kennt diesen Prozess von sich selbst und fühlt sich Del in diesem Moment tief verbunden. Ihr Blicke treffen sich und das Band schwingt so deutlich von Seele zu Seele, dass Maryama betroffen den Kopf senkt, als müsse sie konzentriert nachdenken. Sie streckt die Beine aus und stützt die Arme hinter sich im Gras ab. Mit Blick zum unendlichen Firmament, beruhigt sich auch ihr Herzschlag wieder etwas.
„Glaubst du an Karma und Wiedergeburt, Del?“ Die Frage erfordert keine sofortige Antwort, daher spricht sie weiter. „Das ist für mich die Antwort auf all diese Fragen. Das, was allem Sinn gibt.“ Ihre Stimme nimmt eine dunklere Nuance an. „Jeder Existenz, jedem Tod, jeder Geburt, jedem Ereignis.“
Ihren Worten folgt eine kleine Pause. Eine Wolke schiebt sich träge ein paar Meter weiter und gibt die Sicht auf den Mond frei. „Wenn ich nur eines von vielen Leben lebe und hier bestimmte Aufgaben und Lernprozesse zu durchlaufen habe, um der endgültigen Befreiung aus dem Kreislauf einen Schritt näher zu kommen, dann erlebe ich alles was mir geschieht bewusst und kann es unter diesem Filter betrachten.“ Sie wirft ihm einen prüfenden Blick zu, aber aus Dels Miene ist nicht heraus zu lesen, was er denkt.
„ Ich fühle zwar den Schmerz, bin ihm wohl auch eine Weile ausgeliefert, aber kann nach einiger Zeit das auslösende Ereignis aus der Vogelperspektive betrachten und versuchen den Sinn zu ergründen und was ich dabei lernen soll.“
Die dunklen Maserungen in der hellen Mondscheibe erinnern Maryama daran, wie sie als Kind ihre Probleme mit dem 'Mann im Mond' besprochen hatte. Ihr Vater hatte erzählt, der würde dort wohnen und die Schatten wären die Vorhänge seines Hauses, die im Wind wehen und deshalb immer anders aussehen. „Glaube ich an Zufall, bin ich den Empfindungen ausgeliefert. Werde Schönes mit offenen Armen empfangen und dankbar sein, aber Schmerzhaftes als ungerecht und sinnlos empfinden. Warum ich? Das ist nicht fair?“ Sie fährt sich nachdenklich durch die Haare und zerzaust die Locken damit noch mehr. „Es wird keine Lösung geben dafür und damit ein endloses jammern über das launische Schicksal, dass mir so viel Leid beschert und anderen 'zufällig' alles in den Schoß wirft.“ Sie schweigt und sieht Del wieder an. „Mir schenkt der Glaube an diesen Sinn inneren Frieden. Wie ist das bei dir? Woran glaubst du?"

Delsyn bleibt still, während Maryama spricht, und lässt die Worte auf sich wirken. Karma, Wiedergeburt – es klingt schön und tröstlich, und er versteht, warum sie sich darin aufgehoben fühlt. Aber in ihm ist es anders.
Er glaubt daran, dass jeder Moment zählt, weil er einzigartig ist. Dass die Dinge Gewicht, durch die Sims, die man hier trifft, bekommen. Begegnungen sind für ihn der Schlüssel.



Mit diesem Gedanken hebt er den Blick. „Ich glaube nicht an Wiedergeburt“, sagt er leise. „Für mich endet das Leben, wenn es endet. Aber alle Sims, die mir im Leben begegnen, verändern mich. Sie verändern den Lauf, färben die Sicht, lenken Schritte in Richtungen, die ich alleine nie eingeschlagen hätte. Und ich bewirke das selbe bei anderen. Mein Sinn besteht darin, jedem Sim, mein bestmögliches mitzugeben und von jedem für mich das bestmögliche mitzunehmen. Weil jede Spur die wir bei jemandem hinter lassen, oft viel weiter trägt als man denkt. … ein bisschen wie beim Schmetterlingseffekt.“
Er sieht sie mit einer Reinheit an, als wäre genau diese Unterhaltung, eine davon.

Die Zeit steht still. Maryama hat das Gefühl die Aura seiner Worte webt einen warmen, energetisierenden Kokon um sie herum. Als sich ihre Blicke treffen, beginnt sich ein zartes Prickeln, vom Nacken ausgehend, über ihren gesamten Körper, bis in die Zehenspitzen auszubreiten. Sie wagt kaum zu atmen. Ihr Brustkorb scheint viel zu eng für ihr pochendes Herz und den Sauerstoffbedarf ihrer Lunge. "Ja. Das ist eine tiefe Wahrheit.", bestätigt Maryama leise. "Und man spürt das in jeder Sekunde, die man mit dir teilt." Ihr Lächeln ist eine Mischung aus Wärme und Befangenheit, weil die Energie zwischen ihnen ganz tief in ihrem Herzen ein wohliges Nest zu bilden beginnt.
"Ich denke oft bei der Gartenarbeit über diese Dinge nach. Wenn ich Samen ausbringe zum Beispiel." Plötzlich ploppt eine Erinnerung auf und lässt sie leise schmunzeln. "Hast du als Kind auch im Frühjahr Pusteblumensamen in die Welt hinaus geschickt, und dir dabei etwas gewünscht? Ich war felsenfest überzeugt, dass der Wunsch in Erfüllung geht." Sie sieht sich in der bunten Wiese knieen, die Haare zu zwei Zöpfen geflochten, Grasflecken auf der Hose und bemüht sämtliche Luft aus der Lunge zu pressen, um die Samen möglichst weit in Richtung Himmel zu pusten. "Löwenzahn ist bis heute meine Lieblingsblume. Ich mag ich es nicht, wenn Leute die Pflanze als Unkraut bezeichnen.“ Das ist eine Untertreibung. Solch oberflächliche Kategorisierungen von Pflanzen, gehen ihr generell gegen den Strich.
"Heute seh ich andere Aspekte. Sie fliegen davon und landen wieder irgendwo auf der Erde. Manche fallen auf kargen Boden und müssen mühsam tiefe Wurzeln bilden, um zu wachsen. Andere landen auf sehr fruchtbarer Erde, gedeihen schnell und üppig, wieder andere fallen auf undurchdringlichen Asphalt und es sieht aus als müssten sie verkümmern." Gedankenverloren streicht ihre Hand über die Grashalme neben sich. "Aber manchmal kommt ein Windhauch und weht diesen zarten Samen in einen dünne Riss im Asphalt.. dort keimt er in der Tiefe, kämpft sich nach oben und irgendwann erscheint eine wunderbare, sonnige Blüte mitten in der unwirtlichen Teerdecke." Maryama streichelt das Gras in die Gegenrichtung wieder glatt. "So ist es auch mit unseren Gedanken und Handlungen." Sie tauschen einen langen Blick. "Diese Spuren..", greift sie Delsyns Formulierung wieder auf. "..sind die kostbarsten."



(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)

>>> Delsyn geht nach >>>
>>> Maryama geht nach Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch (5) >>>


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10.01.2026 18:57 (zuletzt bearbeitet: 14.01.2026 00:40)
#14
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Bücherstapler

<<< Maja Trasker kommt von Park von Windenburg <<<
<<< Benjamin Hawk kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch <<<

Charaktere: Maja, Ben
Geschichtsstrang: Blühende Ruhe

Maja bleibt vor dem Laden stehen und staunt. Das Gebäude wirkt wie eine Mischung aus Leben und Handwerk. Das Glas, dass das Licht einfängt, Wände, die Geschichten erzählen, und überall Blumen, die Erinnerungen tragen.Als sie die Tür zögerlich öffnet, läutet eine kleine Glocke über ihr. Ein junger Mann schaut hinter der Theke hervor. Maja schenkt ihm ein vorsichtiges, höfliches Lächeln.„Guten Morgen“, sagt sie sanft, fast vorsichtig. Langsam geht sie zwischen den Regalen hindurch. Ihre Finger streichen über die Töpfe, die Tonvasen, über Kräuterbündel.Maja bleibt hier und dort stehen, betrachtet die Formen, die Farben, die kleinen Unterschiede zwischen all den Pflanzen. Manche sehen aus, als würden sie sofort eingehen, wenn man sie zu lange ansieht. Andere wirken so robust, als hätten sie schon einiges erlebt. Zwischendurch blickt sie immer wieder unauffällig zum Verkäufer hinüber, man merkt ihr an, dass Pflanzen nicht ihre Welt sind. In ihrer Kindheit haben sich immer der Gärtner oder die Haushälterin um alles gekümmert sowie alles versorgt. Die ästhetische Bedeutung versteht sie, aber wie man diese zarten Wesen am Leben hält, bleibt ihr ein Rätsel.Ein leiser Atemzug. Dann dreht sie sich um und macht ein paar vorsichtige Schritte zurück zur Theke.Sie räuspert sich sanft. „Entschuldigung..“, beginnt sie, und ihr Blick wird weich, vermutlich unsicher. „Darf ich Sie etwas fragen? Ich bin gerade erst frisch in ein Haus gezogen, und mein Garten ist..komplett leer. Und, um ehrlich zu sein..ich weiß so gut wie nichts über Pflanzen.“ Maja schenkt ihm ein kleines, fast entschuldigendes Lächeln.„Könnten Sie mir vielleicht helfen, herauszufinden, womit jemand anfangen sollte..der noch nie etwas zum Wachsen gebracht hat?“



Ben lächelt die junge Frau an. "Guten Morgen!" An diesem frühen Morgen sind noch keine anderen Kunden anwesend. So dass er sich die Zeit nehmen kann, auch wenn er heute den Laden alleine schmeißt. Maryama ist anderweitig unterwegs und heute nicht vor Ort. "Es gibt viele einsteigerfreundliche Pflanzen!", erklärt er, während er die Kundin durch den Laden führt. "Für den Garten hätten wir zum Beispiel Lavendel oder auch Purpursonnenhut. Sehr anspruchslos und sie kommen jedes Jahr wieder." Er führt sie nach draußen in den Garten. Verschiedene Blumen wachsen dort und ziehen Schmetterlinge und Bienen an. Ben beobachtet die kleinen Insekten wohlwollend, bevor er seinen Blick wieder zur Kundin wendet. "Haben Sie irgendwelche Vorlieben? Ne bestimmte Farbe? Oder ist der Garten eher schattig? Oder eher sonnig?" Er freut sich immer, wenn er Anfänger beraten kann. Wer weiß, vielleicht wird ja auch aus dieser Kundin später eine kundige Gärtnerin.

Sie sieht sich in dem kleinen Garten um, betrachtet die Farben, das Summen, die Bewegungen. Dann schüttelt sie leicht den Kopf, ein schüchternes Lächeln.„Ich glaube, ich hab keine richtige Vorliebe..noch nicht. Ich weiß nur, dass ich es gern ruhig mag. Sanfte Farben vielleicht..Flieder, Creme, Rosé.“ Sie hebt den Blick zu ihm, zaghaft.„Vielleicht können Sie mir zeigen, welche Pflanzen jemandem wie mir verzeihen, wenn nicht alles gleich perfekt ist?“ Ihre Hände verschränken sich.
„Der Garten ist.. so halbhalb. Morgens Sonne, abends Schatten. Und ich würde mir wünschen, dass er ein bisschen nach Zuhause aussieht. Haben Sie vielleicht Blumen, die gut mit Sonne und Schatten zurechtkommen?“ Maja sieht zu dem jungen Mann auf. „Ich..würde mich vielleicht leichter tun, wenn ich etwas zum Nachlesen hätte. Ein Buch wäre perfekt, hätten Sie eins?“

"Natürlich. Wir haben verschiedene Bücher, die für Anfänger in Frage kommen. In diesem Fall lohnt sich "Das Garten-Starter-Kit" Er grinst. "Ist der Buchtitel. Mit dem Zusatz: Die ersten 50 Pflanzen für Anfänger" Mittlerweile kennt er diesen schon auswendig. Vielen Leuten hatte er bereits ein Exemplar verkaufen können. "Ist gut erklärt, mit Fotos und leichten Anweisungen." Er macht eine kurze Pause. "Wollen Sie dann erst mal nur das Buch kaufen? Oder auch bereits eine Pflanze dazu?"

„Das..klingt tatsächlich sehr hilfreich“, sagt sie leise. „Bücher machen Dinge irgendwie..greifbarer.“ Sie zögert, senkt kurz den Blick, als müsste sie sich innerlich ordnen. „Wenn Sie es empfehlen, würde ich das Buch gern mitnehmen. Und eine Blume dazu.“ Maja hält kurz inne, sammelt ihren Mut zusammen. „Darf ich Sie etwas fragen?“, erkundigt sie sich leise.„Sie sprechen über Pflanzen..als würden Sie sie wirklich verstehen. War das schon immer so? Ich meine.. gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben, dass das hier etwas für Sie ist?“ Ein flüchtiger Gedanke huscht ihr durch den Kopf, unerwartet weich. Vielleicht war es genau das, was Chase damals meinte. Dieses kleine Stückchen Mut. Seine Worte, face to face, hallen nach, vielleicht meint er, sich zu trauen, Gedanken einfach mal auszusprechen, ohne Angst vor möglichen Konsequenzen zu haben. Maja schüttelt den Kopf.„Welche Blumen haben Sie zur Auswahl?“

Die Frage kommt unerwartet. Ben überlegt einen Moment, vergisst sogar die Frage nach der Blumenauswahl. "Ich mag die Ruhe.", sagt er schließlich. "Als meine Eltern starben, ertrug ich lange Zeit keinen lauten Straßenlärm. Sie wurden..." Er stockt einen Moment, als die Erinnerung hochkommt, "... getötet von einem Raser. Jedes Gehupe, jedes Reifenkreischen holte meine Erinnerungen zurück. Ich habe mich in die Natur geflüchtet. Und gewissermaßen half es mir. Pflanzen neigen eher selten dazu, sich in unnötige Autorennen zu verwickeln." Er versucht mit Humor, die düstere Stimmung zu überdecken.Warum erzählt er dieser Kundin davon? Doch die Frage lässt ihn nicht los. "Ich mochte die Natur aber auch bereits vor dem Unfall und war immer gerne unterwegs. Ich weiß nicht mehr genau, wann sich mein Berufswunsch verfestigte." Er schließt für einen Moment die Augen. Die Traurigkeit in seiner Stimme kann er nicht ganz verbergen, als er schließlich fortfährt: "Aber kommen wir zu schöneren Themen zurück... Wir haben so einige anfängerfreundliche Pflanzen im Angebot. Lavendel und Purpursonnenhut habe ich ja bereits erwähnt. Für einen Garten im Halbschatten eignen sich auch Frauenmantel oder auch das Tränende Herz." Seine Stimme wechselt wieder in einen professionellen Ton. "Was halten Sie davon, wenn ich Sie rumführe und die Pflanzen in der Natur zeigen? Dann sehen Sie gleich, wie sie aussehen und im Garten wirken."

Sie sieht sich um, aber diesmal anders.Nicht nur Blumen und Töpfe. Sondern all die Hände, die sie berührt haben. Und plötzlich versteht sie, warum dieser Ort sich so anfühlt.„Es ist..besonders. Und irgendwie spürt man das, auch wenn man die Geschichte nicht kennt.“Maja hält inne.Wie viel Mut es braucht, einen Ort mit der eigenen Vergangenheit zu füllen, statt vor ihr wegzulaufen. Sie bewundert ihn dafür mehr, als sie ausspricht.„Dass Sie mitunter durch Ihren Verlust so etwas Bedeutungsvolles geschaffen haben..“ Sie sucht kurz nach den richtigen Worten.„Das ist bewundernswert.“ Maja zögert einen kurzen Moment, nicht aus Unsicherheit, sondern aus Rücksicht.„Wenn Sie irgendwann einmal..Worte dafür brauchen“, sagt sie vorsichtig, „Könnte ich Ihnen helfen. Nur wenn Sie möchten. Manchmal lässt sich Geschichte leichter erzählen, wenn jemand zuhört und sie aufschreibt.“ Ein zartes Lächeln spielt um Majas Lippen.
„Ich glaube..jetzt verstehe ich, warum dieser Ort sich anders anfühlt. Ich würde sehr gern die Pflanzen sehen.“ sagt sie leise.





( in Zusammenarbeit mit Murloc )


>>> Maja geht nach Windenburg Nr. 2 - Maja's Haus >>>
>>> Ben geht nach Windenburg Nr. 2 - Maja's Haus >>>


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