Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High

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30.11.2023 21:51 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2023 00:41)
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Schicksalslenker

Christin, Nael - letzter Post

Charaktere: Christin, Nael
Geschichtsstrang: Ein spontanes Treffen - Teil 2


Nael parkt das Auto auf einen der Lehrerparkplätze und die Sims steigen aus. "Wow. Die Schule sind ja riesig aus. Größer als meine Schule in Windenburg damals ist sie allemal", stellt Christin fest. "Wir haben auch viele Schüler und Schülerinnen. Eigentlich haben wir viel zu wenig Lehrpersonal. Hast du Interesse?", fragt er scherzhaft.
Christin muss kichern. "Ich wäre wohl die schlechteste Lehrerin ever. Aber lieb von dir, dass du an mich denkst. Wenn ich den Laborjob an den Nagel hänge, komme ich nochmal darauf zurück." Sie zwinkert und läuft los. "Wo fangen wir mit der Tour an?"



Nael überlegt. "Ich würde sagen, wir fangen im Erdgeschoss bei der Mensa und Aula an und arbeiten uns langsam nach oben." - "Sehr gut. Eine Mensa hatten wir damals nicht. Bei uns gab es nur den Pausenhof und dort haben wir dann unsere Brote gegessen. Darum könnte die heutigen Jugendlichen beneiden."

Sie betreten den Raum und Christin ist regelrecht gerührt. "Oh my ... Die ist ja wunderschön. Warum kann ich nicht wieder Schülerin sein." Ein Blick auf die Essens-Auswahl verstärkt das Gefühl nur. "Jetzt bin ich richtig neidisch. Dagegen sind unsere Pausenbrote ein Witz gewesen." Amüsiert schaut er zu ihr. "Das Angebot ist zwar groß, aber dafür waren damals die Schüler um einiges friedlicher. Du glaubst gar nicht, was man hier manchmal erlebt. Zeitweise gehts hier noch schlimmer zu als in einer Seifenoper."



Christin sieht zu ihm. "Mal ehrlich Nael ... der Kindergarten endet doch nie ... nur die Rahmenbedingungen ändern sich stetig." Sie laufen die Gänge entlang. "Und wie verhalten sich die Schüler innerhalb deines Unterrichts?" Nael sieht auf den Boden und hat die Hände in die Hosentaschen gesteckt. "Besser als erwartet. Besonders in Rechtskunde. Aber ich versuche auch den Unterricht ansprechend zu gestalten. Wenn interessiert in diesem Alter, was in irgendeinem Gesetz steht oder was man darf und was nicht. Die Schüler interessieren sich mehr für die Grauzonen und besonders für die Rebellion gegen ihre Eltern. Das Thema war der absolute Renner im Unterricht." Lachend denkt er an die Unterrichtsstunde zurück.

"Das klingt ja witzig. Ich glaube die Teenager von heute wachsen unter anderen Aspekten auf als wir damals. Das könnte natürlich das Interesse für Dinge, die für uns damals uninteressant waren, verstärkt haben. ... Rechtskunde hätte mir damals sicherlich sehr gut geholfen. Bezüglich meinem Ex. ... Aber finde es gut, dass ihr den Schülern, so wie ich es aus unseren Gesprächen heraushören konnte, Dinge beibringt, die wirklich was für die Zukunft taugen. ... Bis heute brauchte ich nie wieder die Parabel-Berechnung ... Nie wieder, Also warum lehrt man so einen Mist noch an anderen Schulen?", schnattert Christin drauf los. "Interessanterweise habe ich gehört, dass ein europäisches Land vor hat, Schulfächer abzuschaffen in der bisherigen Form. Das würde deutlich mehr Spielraum für Unterricht geben, der auch Alltagsbezogen ist. Wie du richtig erwähnst, wenn man nicht gerade Mathematik studieren will, benötigt man sämtliche Formeln im normalen Leben nie wieder."

Nael hält an der Bibliothek an. "Hier ist unser Prachtstück für Nachforschungen. Zugegeben ich halte mich hier auch manchmal auf, wenn es mir im Lehrerzimmer zu voll wird während den Pausen." Nickend schaut sich Christin um. "Das mit dem neuen Schulkonzept finde ich super. Sollten wirklich einige so handhaben. Und die Bibliothek war besonders Maries Lieblingsort. Wie viele Lehrer seid ihr eigentlich?" Gute Frage., denkt sich Nael. "Ich meine, um die 14 Lehrer sind wir. Aber nagel mich nicht drauf fest. Meine Eltern arbeiten auch hier."

Sie verlassen die Bibliothek und gehen in die erste Etage. "Meine Mutter geht voll in ihrer Rolle auf, unterrichtet sogar ein Hauptfach und ist Vertrauenslehrerin. Mein Vater unterrichtet nur spanisch, aber er wollte zum Ende des Schuljahres damit aufhören und sich wieder den Steuern und Gesetzes widmen." Nael ist bewusst, dass die Lücke durch sein Austieg im Familienunternehmen nicht ohne Folgen für seine Eltern waren. Mittlerweile ist sich der Sohn nicht mal sicher, ob sein Vater die Kanzlei eines Tages schließen wird.
"Ah ok. Da hat sich einiges bei euch verändert. Sagen wir mal so: Neue Pfade können gut, wie auch schlecht verlaufen. Natürlich hoffe ich für euch alle, dass alles weiterhin super läuft. Aber du verstehst sicher, was ich mit meiner Aussage meine."

Sie erreichen den Biologieraum. "Oh cool. Das war schon immer mein Lieblingsfach. Wegen Biologie bin ich überhaupt Laborantin geworden", erzählt die Brünette begeistert. Sein Kollege Fiore hat bisher nur Gutes über die Ausstattung des Biologieraumes berichtet. Auch die Schüler sind begeistert. Zwar nicht immer, aber so sind pubertierende Jugendliche nunmal. "Naturwissenschaften fand ich früher sehr interessant. Nicht zu vergessen Mathematik. Obwohl man eigentlich denken müsste, ich als Halbspanier hätte auch ein sprachliches Talent, aber das ist nicht ganz stimmig."



Grinsend zieht er mit Christin weiter. Schließlich halten sie an seinem Raum. "Und das ist mein wahrer Schatz - das Rechtskundezimmer."
Der Ausführung des Gesprächspartners kann Christin nur beipflichten. "Sí", bestätigt sie in spanisch. Ihr eigenes Sprachtalent beschränkt sich auf die Höflichkeitsformen. Eine komplette Unterhaltung könnte sie nicht führen. Neugierig sieht sie sich im Raum um, während Nael einen Arm um sie legt.



"Wirkt doch etwas, schlicht ... Wenn ich da ehrlich sein darf." - "Trocken wie das Gesetz.", scherzt der ehemalige Anwalt und setzt sich auf seinen Stuhl. "Dafür ist der Komfort umso besser." - "Stimmt wohl", sagt Christin und bekommt einen Einfall. "Kannst du dich an die Evolutionsplakate erinnern, die häufig in Biologie-Räumen oder in Museen aushängen?" Er bejaht und sieht gespannt zu ihr.

Sie führt ihren Gedanken weiter aus: "So als Idee könnte man doch graphisch darstellen, wie sich z.b. der eine Sachverhalt Stufenweise entwickelt oder wenn man in der Situation XY ist, welche Dinge dann danach folgen. Was meinst du?" Neugierig denkt Nael über ihren Vorschlag nach und hat schon ein paar Ideen. "Super Einfall! Ich muss sowieso noch ein paar Unterrichtseinheiten vorbereiten, da könnte ich solch eine Darstellung mit einbauen." Er steht auf und geht zu ihr.

Christin hebt beide Daumen an. Es freut sie, dass diese kleine Idee hilfreich scheint. "Mal was anderes. Wie habt ihr Weihnachten und Silvester verbracht?"

Während die beiden den Raum verlassen, berichtet er von den unspektakulären Feiertagen. "Meine Eltern hatten eine schöne Zeit in Spanien. Aber ich bin ganz froh nicht dabei gewesen zu sein. Es ist schon eine ganz andere Mentalität als ich es gewohnt bin. Und ich kam schon immer besser mit meiner Familie mütterlicherseits zurecht." Er erzählt vom Weihnachtsessen und der Bescherung. "Alma hat mir einen Gutschein geschenkt. Der Gutschein beinhaltet ein von ihr geleitetes Seminar, wie man Spaß am Leben hat."

"Das ist eine schöne und auch gleichzeitig witzige Idee. Bin gespannt, was du davon berichten wirst." Sie selbst hat Weihnachten und Neujahr bei ihren Eltern verbracht. Am zweiten Weihnachtsfeiertag besuchte sie Marie und Scott. "Man unterschätzt regelrecht, wie lange man von A nach B unterwegs ist, wenn man rein die Öffis nimmt." Nael ist selten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und kann daher nicht mitreden. Ohne sein Auto wäre er aufgeschmissen. "Alma gehts ehrlich gesagt nicht so gut. Daher bin ich mal gespannt, inwieweit sie mir Spaß vermitteln kann, wo sie gerade selbst neben der Spur hängt." Er denkt an das letzte Gespräch mit ihr. "Vermutlich hat sie Liebeskummer, wobei ich noch immer nicht weiß, was das für eine Beziehung sein soll, die sie führt oder führte." - "Das ist natürlich nicht schön zu hören. Falls sie mal die weibliche Sicht benötigt, kann sie sich gerne bei mir melden", bietet Christin ihre Hilfe an.

"Danke, das werde ich ihr ausrichten." Alma hat kaum weibliche Freundinnen, die sie regelmäßig besuchen kommen. In letzter Zeit bekommt Alma nur von Valentin Besuch. Warum eigentlich? "Sie lebt momentan sehr zurückgezogen. Ich weiß nicht genau. Ihr Freund oder wie ich es nennen soll, ist ein spezielles Kaliber. Du kannst ihn Dir sehr rebellisch vorstellen mit einem ganz eigenen Kopf. Lässt sich kaum was sagen. Aber kann auch freundlich sein und ist ehrlich und direkt." Sie betreten die zweite Etage. "Ich denke das hat keine Zukunft, aber irgendwas muss er haben, dass Alma so einen Narren an ihm gefressen hat." Hoffentlich nicht nur wegen dem Körperlichen.


Schulterzuckend erwidert Christin: "Nun, die Facetten der Sims ist so vielseitig, weshalb es als Zuhörerin schwer ist, sich da ein Urteil zu erlauben ... insbesondere, wenn man die betroffene Person nicht kennt. Letztlich, um auf Alma zurück zu kommen, ist es denke ich nie verkehrt sich Zeit zu nehmen, wenn man Dinge für sich ordnen muss. Kann da nur aus eigenen Erfahrungen sprechen. ... Mit Druck oder Zwang, in jeglicher Form, erreicht man nie sein Ziel. ... Wie gesagt, wenn Alma mit mir darüber sprechen möchte, kann sie sich jederzeit melden."

Eine Erinnerung kommt der jungen Frau in den Sinn. "Ist es merkwürdig, wenn man Sims denkt, die man mal kannte, doch nie richtig fassen konnte?", stellt sie die Frage in den Raum. Nael gefällt Christins Ansicht. Nachdem er ihr die oberste Etage gezeigt hat, kehrt er auf ihre Frage zurück. "Ich denke, das ist normal. Wir kennen alle Sims, die für eine Zeit lang in unserem Leben waren und plötzlich jeglicher Kontakt weg war. Fast als wären sie vom Erdboden verschluckt. Und trotzdem denkt man an sie."

Dazu kann sie nur nicken. "Ja, in dem Fall hast du die Worte richtig gewählt. ... Sei es Alexander oder Merlin ... manchmal frage ich mich, ob ich von ihnen nur einen Schatten und nie die Person an sich kennengelernt habe." Da fällt Nael Lotta ein, die schon fast zur Familie gehörte und von jetzt auf gleich verschwand. Wie sehr haben seine Eltern gelitten, so integriert wie sie in das Leben von Lotta und ihrer Tochter waren. "Ich denke, die Antwort darauf werden wir nie erfahren."

Wieder nickt Christin. "In solchen Fällen kann man nur nach vorne schauen. Oder?", sie lächelt den Gesprächspartner dabei an. "Richtig. Und dabei helfen so gute Freunde wie Du." Erneut legt er seinen Arm um sie. "Ich hoffe die Führung hat Dir gefallen. Wir können noch eine Abschlussrunde durch den Schulgarten drehen und dann würde ich vorschlagen, gehen wir noch etwas essen."



"Oh ja. Das hört sich gut an. Wie wäre es diesmal mit japanisch?", gefällt Christin der Vorschlag. Zeit mit Nael zu verbringen, gibt ihr sehr viel. "Gute Wahl." Nachdem die Beiden den Garten erkundet haben, gehen sie zu Naels Wagen und fahren los zum Japaner.

(In Zusammenarbeit mit @RacBadger. Fotos von @RacBadger.)

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14.01.2024 14:44
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Plot-Stratege

Leon - letzter Post

Charaktere: Leon, Koko Kobayashi & Kalea Fernández
Geschichtsstrang: Leons Abschied - Teil 1



Nun ist es soweit. Der Informatik Unterricht ist zu Ende und die Mittagspause ruft. In der Zeit möchte Leon die Rektorin aufsuchen. In seiner Tasche hat er ein Schreiben seiner Eltern, welches an die Schulleitung übergeben werden soll.
Also los ..., ermutigt sich der Schüler und meldet sich bei Koko Kobayashi an.



"Konnichi wa", begrüßt er die Sekretärin höflich. "Hai", erwidert die Japanerin. Ab hier hört Leons Sprachkenntnisse auch schon auf. "Ähm ja ... Ist es möglich mit Frau Fernández zu sprechen? Wäre dringend", erklärt er sich. Koko prüft etwas, meldet den Besuch an und nickt schließlich. Dabei weißt sie mit der Hand in Richtung Büro. Leon nickt. "Arigatō", bedankt sich dieser freundlich und sitzt schließlich der Direktorin gegenüber.



"Hola señora directora", begrüßt er die Ältere.

"Hallo, Frau Direktorin"

Kalea nickt und gibt Leon mit einer Handgeste zu verstehen, dass er sich hinsetzen kann. Als er sitzt, führen die beiden Sims die Unterhaltung in spanisch weiter.
"¿Qué te trae a mí?", harkt Kalea nach. Ihr fällt sofort auf, dass der Schüler für ihn unüblich in der Fremdsprache verbleibt.
"Was führt dich zu mir?"

"Estoy aquí porque necesito hablar contigo sobre una nueva situación. Se trata de la escuela y ya no podré asistir", erklärt Leon.
"Ich bin hier, weil ich mit Ihnen über eine neue Situation sprechen muss. Es geht um die Schule und ich werde nicht länger daran teilnehmen können"

Verwundert horcht die Zuhörerin auf. "Ah. ¿Por qué ya no podrás venir a la escuela aquí?"
"Oh. Weshalb wirst du nicht länger hier zur Schule kommen können?"


Leon greift in seine Taschen und holt das Schreiben seiner Eltern, sowie sein Handy hervor. Das Schriftstück überreicht er Kalea zum sichten. Die Rektorin liest sich dieses konzentriert durch. Anschließend zeigt der Junge ihr die Email auf seinem Handy.




"He recibido la confirmación de mi beca deportiva. Se supone que debo presentarme allí esta semana", fügt er seiner bisherigen Erklärung hinzu. Dabei wirkt er etwas stolz und aufgeregt.
"Ich habe die Zusage zu meinem Sportstipenium erhalten. Ich soll schon diese Woche mich dort vorstellen"

Jetzt wird der Gesprächspartnerin einiges klar. Sie schmunzelt und freut sich für Leon. "Qué maravilloso. Te felicito desde el fondo de mi corazón. ¿Estás emocionado?"
"Wie wunderbar. Da gratuliere ich dir von Herzen. Bist du aufgeregt?"




"Sí, muchísimo. Yo también tengo un poco de miedo", gibt Leon ehrlich zu. Er weiß noch nicht, was ihn alles erwarten wird. Aber er freut sich auf dieses Abenteuer.
"Ja, sehr sogar. Auch habe ich etwas Angst"

Doch die Erwachsene kann ihn beruhigen: "No es necesario que tengas eso. Véalo como un nuevo hito en su vida." Es freut sie, dass einer ihrer Schützlinge seinen Weg bestreitet und sich neuen Herausforderungen stellt.
"Das brauchst du nicht haben. Sehe es als einen neuen Meilenstein in deinem Leben."


Anschließend erheben sich beide Sims und Kalea schüttelt Leon die Hand zur Gratulation.



"Te deseo todo lo mejor en tu nuevo camino en la vida. Quizás vuelva a tener noticias tuyas pronto. Me encantaría saber cómo te han ido las cosas mientras tanto", wünscht Kalea Leon alles Gute auf seinen weiteren Lebensweg. Der Junge nickt lächelnd.
"Ich wünsche dir alles Gute auf deinen neuen Lebensweg. Vielleicht höre ich bald wieder von dir. Es würde mich freuen zu erfahren, wie es dir in der Zwischenzeit ergangen ist"

Da fällt ihr noch etwas ein: "El proyecto social se desarrolla hoy. En estas circunstancias estás exento." Ihn in das Projekt noch einzubinden, macht unter diesen Umständen definitiv keinen Sinn.
"Heute findet das Sozialprojekt stattfindet. Unter diesen Umständen bist du davon befreit."

Wieder nickt Leon. In diesem Punkt hat die Rektorin recht. "Muchas gracias señora Fernández. ¡Claro! Estaré encantada de escribirte. ¡Gracias de nuevo por todo!" Er ist für ihr Verständnis und ihre Worte sehr dankbar.
"Vielen Dank Frau Fernández. Klar! Ich schreibe Ihnen gerne. Nochmals vielen Dank für alles!"

Mit einem zustimmenden Nicken von Kalea endet das Gespräch. Damit sind die Weichen in Richtung Spanien ausgerichtet. Leon sucht nun die Mensa auf, um ein letztes Mal von Frau Borowskis Mahlzeiten kosten zu können. Lächelnd sieht Kalea durch ihre Fensterscheibe dem Schüler nach. José Garcia-Lopez wäre sicher auf Leons spanisch stolz. Dies wird Kalea bei Gelegenheit dem Lehrer gerne berichten.


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14.01.2024 15:41 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2024 08:53)
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Charaktere: Kalea, Schüler
Geschichtsstrang: Neues Sozialprojekt


In der Mensa herrscht reger Betrieb. Gemeinsam mit Tomasz sitzt Gereon an einem der Tische am äußeren Rand, um alles gut beobachten zu können. Viel Appetit hat er auch am dritten Schultag nicht. Viel zu viele Eindrücke brechen über den neuen Schüler ein. Noch immer fällt es ihm schwer, die fremden Gesichter zu deuten. Sehen manche aufgeschlossen und freundlich aus, so wirken andere desinteressiert, wenige sogar beinahe bedrohlich. Gesprochen hat bisher niemand mit ihm - nicht, dass es ihm ein Bedürfnis wäre. Die Aufmerksamkeit neutral über die Anwesenden gleitend, bemerkt er von einigen neugierige Blicke, ein zartes Lächeln schlägt ihm entgegen und erlischt eine Sekunde darauf, als er nicht reagiert.



Dennah hat sich zu einer Gruppe gesetzt und schwatzt unbefangen vor sich her. Mit ihr am Tisch sitzt das blauhaarige Mädchen, unklammert von einem eitlen Burschen, der nicht aufhört zu grinsen. Die Blaue ist Gereon bereits am ersten Tag aufgefallen. Sie hat diese Sache an sich, die der Teenager nur schwer ausklammern kann ...

Gerade schaut er auf die Uhr, als das Signal zur nächsten Stunde ertönt. In ruhigen Bewegungen räumt er seine Sachen zusammen, bringt sie zur Ablage und die Jungen machen sich auf den Weg ins Klassenzimmer.

Mama Polen, wie Milena Borowski auch genannt wird, hat am ersten Schultag versucht während der Essensausgabe mit beiden Neuankömmlinge ins Gespräch zu kommen. Allerdings mit bisher mittelmäßigen Erfolg. Wahrscheinlich müssen die beiden Jungs erstmal ankommen, bis sie sich öffnen und dadurch gesprächiger werden. Wenn Milena eins an der Brindleton Bay High gelernt hat, dann ist es Geduld mit den Schüler*innen zu haben. Jede oder jeder von ihnen besitzt seine eigene Facette. Dies macht diese Schule so besonders und bereichert die Arbeit der Polin ungemein. Wie üblich hat sich der Fashion Club einen gut gewählten Platz in der Mensa ausgesucht. Nicht zu dunkel, nicht zu hell für die perfekte Selfie-Runde. Nicht zu warm, nicht zu kalt ... damit keine Schweißflecken oder Make-Up Katastrophen entstehen. Aber am wichtigsten: Man hat alles im Blick. Besonders diese beiden Sonderlinge. "Mon dieu ... dieser Geruch ... Katastroph!", schimpft Nicole ungeniert laut. Ihre Freundinnen können dem nur beipflichten. Billiges Parfüm oder in diesem Fall Deo ist eine unzumutbare Beleidigung für jede feine Nase. Immerhin stehen Apollonia, Svetlana, Leyla und Nicole für Stil, Eleganz und Schönheit. Man sollte regelrecht eine Petition zum Schutze ihrer Unversehrtheit eröffnen. Andere Schüler wie z.b. Buzz stört sich an diesen weltlichen Dingen nicht. Er ist froh, wenn der Stress oder wie er sagt: die negativen Vibes, die in den letzten Herbsttagen vorherrschten der Vergangenheit angehören. Lashawn, die seit dem Selbstverteidigungskurs sich etwas mutiger fühlt, genießt die Gespräche mit Bea oder welche sich eben ergeben. Vero umgibt eine bedrückte Aura. Zu sehr vermisst sie Shane. Wo wir wieder bei den negativen Vibes sind, die der Hippie versucht zu vermeiden. Leon sitzt mit Dave zusammen und erzählt über seinen Urlaub in der Schweiz. Als das Signal für die nächste Stunde ertönt, begeben sich die Protagonisten direkt zum vorgesehenen Unterrichtsraum.

Ellie mustert Jadyn verstohlen. Noch kann sie nicht einordnen, was sie empfinden soll. Einerseits ist er ihre große Liebe - und ihr sogar noch näher als Sven es je war. Anderseits fängt sie so langsam an, an dem Jungen zu zweifeln. Bei dem Mitternachtsdate hatte sie ja zwischenzeitlich das Gefühl, er kennt das Monster, so wie er mit dem redet. Aber das war doch nur Einbildung. Oder? Sie kann sich ihre Zweifel nicht ganz erklären und schiebt den Gedanken beiseite. Wird schon alles gut sein. Sie lässt sich nichts anmerken als sie neben ihm ihr Mittagessen isst und mit Jadyn über dieses und jenes quatscht.



Währenddessen sitzt Viola etwas abseits. Viel Appetit hat sie nicht, seit Blaze nicht mehr in der Klasse ist. Wenigstens Lucía ist noch da. Doch das letzte halbe Jahr, das sie selber noch in die Schule muss, wird sie schon noch rumkriegen. Sie wirft den neuen Schülern nur einen kurzen Blick zu, hat aber keine Motivation, diese auch anzusprechen. Als es schließlich zur nächsten Stunde klingelt, hat sie kaum etwas gesagt. Sozialkunde. Zu allem Überfluss auch noch dieses nervige Fach. Sie betritt den Raum mit gelangweiltem Blick.

Selbst nach drei Tagen, ist Tomasz nicht glücklich in der neuen Schule. Es ist, im Gegenteil, noch schlimmer als am ersten Tag.
Alle starren die Neuen an, reden über sie und tuscheln, weswegen Tomasz die meiste Zeit schweigt. Eigentlich nicht anders als sonst auch, nur mit einem betont beklemmenderen Gefühl in der Brust, als sonst.
Dafür wurde er bisher noch nicht mit irgendwelchen Spitznamen bestraft. Okay, einige scheinen sich offenkundig über seine ärmlicheren Verhältnisse lustig zu machen, aber der Spot dieser… Tussen, trifft Jeden in deren unmittelbaren Nähe. Das macht ihre Worte zwar nicht weniger verletzend, aber ein bisschen unpersönlicher.

Tomasz vermeidet es die Sims um ihn herum direkt anzuschauen. Trotz seinem besten Freund, ist die Veränderung zu Nervenaufreibend. Zu viele Eindrücke, zu viele neue Gesichter, zu viele Regeln und Konventionen die er neu lernen muss.
Zum Beispiel die Vorstellungsrunde in der ersten Stunde vor zwei Tagen. Es gibt absolut nichts abscheulicheres und demütigenderes, als als Neuer vor die gesamte Klasse… nein, Schule zu treten, gelangweilten, neugierigen und teilweise sadistisch, vorfreudigen Blicken ausgesetzt zu werden, und seinen Namen zu stottern. Die Lehrer hier unterstützen das, was bedeutet, dass sie keine Verbündeten sind.
Wenigstens haben sie keine Frage-Antwort Runde eröffnet und Tomasz konnte sich nach seinem Gestammel hinsetzen und im imaginären Boden versinken, damit sein adrenalingeladenes Blut sich beruhigen konnte, während andere Stimmen die Vorstellung fortführten. Tomasz hatte kaum zugehört. Deswegen hat er sich auch keinen einzigen Namen merken können. Er ist umgeben von namenlosen Fremden. In der alten Schule wusste er wenigstens mit wem er besser nicht redet, hier sind sie alle potentiell gemein und es wundert ihn in keinster Weise, warum er Veränderungen gegenüber so pessimistisch veranlagt ist. Bisher hatte keine auf Anhieb irgendetwas gutes für ihn parat.



Positiv überrascht war er bisher nur von der Kantine. Das Essen ist ungewöhnlich gut. Er hat Erinnerungen an Essen wie dieses bei seiner Oma. Die Köchin erinnert ihn auch ein wenig an sie… jedenfalls spricht sie mit dem selben Akzent. Trotzdem sind ihm fremde Erwachsene, die laut und extrovertiert auf ihn zugehen suspekt und Tomasz vermeidet es erstrecht zu sprechen. Wenn die Köchin eine so alteingesessene Polin ist, wie seine Grossmutter eine war, dann bringt sie ihm bestimmt bald ein nahrhaftes Hausmittel gegen diverse Probleme. Peinlich hoch zwanzig.

Tomasz schüttelt die Gedanken ab, stellt sein Tablet weg und folgt Gereon in leicht gebeugter Haltung zur Aula. Er freut sich nicht im geringsten auf etwas was sich „Sozial“-Projekt schimpft. Das hört sich nach reden an. Hoffentlich kann er mit Gereon zusammen bleiben.
Schweigend, die Hände in den Taschen, ohne den Kopf zu heben oder den Rücken zu begradigen, setzt er sich neben Gereon und wartet auf den Parkettboden starrend darauf, dass etwas passiert, immer hoffend ein Erdbeben der Stufe 8 beendet den Unterricht vorzeitig, oder Aliens entführen aus unerfindlichen Gründen alle Lehrer auf einmal.

Wie üblich betritt Rektorin Fernández das Podium, die neue Aufgabe des Sozialprojekts mitzuteilen. "Willkommen liebe Schülerinnen. Ich heiße euch herzlich willkommen zu eurem ersten Sozialprojekt nach den Winterferien. Ich hoffe ihr konntet euch alle gut erholen und seid voller Tatendrang, sowie Kreativität. Aber lasst uns nicht länger abschweifen. Das Thema, welches wir in diesmal behandeln wollen ist vielschichtig. Für die Bearbeitung der Aufgabe werdet ihr in Gruppen von je drei Schülerinnen ausgelost. Ihr stellt euch also dieser Herausforderung gemeinsam. Für diese Projektaufgabe sollt ihr euch für eine Person entscheiden, die ihr näher kennenlernen wollt und uns gleichermaßen näher bringen sollt. Es kann ein Künstler, ein Promi, jemand aus eurer direkten Nachbarschaft oder sogar eurer Familie sein. Das ist völlig egal. Entscheidend ist, dass es jemand sein sollte, der euch alle gleichermaßen, in dem was er tut oder bewirkt hat beeindruckt. Gemeinsam bereitet ihr schließlich eine Präsentation vor, in der ihr uns diese Person und den Grund für eure Wahl näher bringt. Dafür sollt ihr als weiterer Teil dieser Aufgabe eure individuellen Stärken, also Talente, miteinander vereinen und in diese Präsentation einfließen lassen. Der Kreativität sind damit keinen Grenzen gesetzt. Für die Bearbeitung der Aufgabe habt ihr vier Wochen Zeit. ... Ich weiß, dies ist nun sehr viel Input für euch. Daher bitte euch: Wenn ihr dazu Fragen habt, dann kommt gerne auf mich zu." Wie üblich ist Kalea sehr umfangreich in ihrer Ausführung.



Schon wieder so ein Sozialprojekt... So wirklich Lust hat Viola nicht. Aber ganz so schlimm wie beim ersten Mal, als ihr damals Leyla zugelost wurde, klingt es auch nun wieder nicht: es ist kein Problem, einen Künstler zu finden, den sie interviewen kann. Immerhin steht Lilly sicherlich zur Verfügung, und auch Viktor könnte von einem interessanten Leben berichten. Beide würden sich für diese Schulaufgabe durchaus als Interviewpartner eignen. Und was den zweiten Teil der Aufgabe betrifft... Auch sie ist nicht völlig untalentiert. Irgendwas kann sie sicherlich, das für das Projekt von Nutzen wäre..



Dennoch hält Viola ihre Motivation zurück. Das Projekt könnte vielleicht Spaß machen, mit den richtigen Leuten zusammen. Doch bestimmt wird man ihr wieder nur Idioten zulosen. Oder gibt es diesmal eine Wahl?

Ellie hört der Lehrerin zu. Sie sieht zu Vero, Tani und Nouki. Diesmal, in einer Dreiergruppe, ist die Chance höher, dass sie wenigstens eine von ihren in ihrer Gruppe hat. Nichts gegen Nate. Das Projekt mit ihm war auch okay. Aber wenn sie die Wahl gehabt hätte, hätte sie sich damals auch für jemand anderen entschieden. Solange sie nicht mit Leuten wie Leyla oder Viola zusammen arbeiten muss, wird es bestimmt klappen. "Werden die Gruppen wieder ausgelost wie beim ersten Mal, oder suchen wir die uns selbst?", fragt Ellie die Lehrerin.

Auch Bea hört nur schweigend zu. Sie denkt an Dave, und ihre Wassersportart, die sie erfunden haben. Das hat wirklich Spaß gemacht. Hoffentlich wird sie bei der neuen Aufgabe ebenfalls Spaß finden. Sie überlegt. So spontan fällt ihr niemand zum interviewen ein. Aber sie wartet erst einmal ab, in welcher Gruppe sie landen würde. Vielleicht ergibt sich ja was.

Tomasz schweigt. Eine Welle der Unruhe steigt in ihm auf. In eine Gruppe mit Fremden. Ein Alptraum. Aber was belibt ihm übrig... Er würde gern etwas zu Gereon sagen, leider weiss er, dass er jetzt grade keinen vollständigen Satz herausbringen wird. Daher sieht er ihn nur an und verzieht unglücklich den Mund.



Artjom lehnt sich neben Nouki zurück. Ach diese Sozialprojekte. Nichts leichter als das. Sollen sie nur kommen die Gruppen. Und selbst wenn er am Ende die ganze Arbeit allein macht, wär ihm auch egal.

Mit gemischten Gefühlen sitzt Nouki auf ihrem Stuhl. Letztes Jahr hat sie mit Leon den escape room geknackt. Beim Gedanken daran wird es ihr richtig flau im Magen. Sowas wird es nicht mehr geben.. Halt suchend greift sie nach Artjoms Hand und atmet schwer aus. Besser im Hier und Jetzt bleiben, das ganze grübeln bringt eh nichts. Interessante Aufgabenstellung. Ohne ihrer Umgebung weiter Beachtung zu schenken, macht sie sich erste Gedanken zum Thema.

Denize, die sich sonst immer auf solche Projekte freut, sinkt auf ihrem Stuhl zusammen. Sie trägt so weite Pullover wie möglich, um ihren 5-Monate- Bauch zu verbergen. Ja, die meisten sind nicht blind und haben das schon mitbekommen, trotzdem, da es nicht offiziell von ihrer Seite kam, fühlt sie sich unwohl damit.

Nadine spürt wie Denize ihre Hand greift. Sie weiss wie es Denize geht und sie wünscht ihr eine Gruppe die sie nicht verurteilt. Vielleicht hatsie Glück und kommt mit ihr in die Selbe. Oder mit Nathan oder ihretwegen auch Chip. Die werden ihr das Projekt nicht mit Urteilen vermiesen.

Nate starrt so reglos zum Podium wie immer. Ein Künstler. Sofort sucht er den nonkonformsten Weg die Sache zu erledigen. Je kreativer desto besser. Und wenn die Lehrerin die Frage von Ellie, ob sie selber aussuchen dürfen, auch noch bejaht, umso besser.



Kalea sieht zu Ellie. "Wie beim ersten Mal werden die Gruppenzusammenstellung ausgelost. ... Aus den Ereignissen des letzten Projektes ist mir bewusst, dass es welche unter euch geben wird, die das absolut ablehnen werden." Jetzt lächelt die Erwachsene wieder mütterlich. "Erinnert euch aber an das, was ich einst erklärte. Im Laufe eures Lebens werdet ihr immer wieder mit Sims zu tun haben, mit denen ihr weniger gut klar kommt, als mit euren Freunden oder eurer Familie. Da ihr euch diesen Sims nicht immer verschließen oder ausweichen könnt, zum Beispiel wenn ihr einmal berufstätig seid, wollen wir dies in diesem Schulfach üben und euch darauf vorbereiten. Seht es also daher als Chance und nicht als Last. ... Sind den weitere Fragen von eurer Seite?"



Vero hebt ihre gesunde Hand. "Können sie mir ein Beispiel geben, wie so eine Umsetzung aussehen kann? Ehrlich gesagt habe ich die Aufgabe nicht ganz verstanden?" Wie den auch, wenn ihre Gedanken ständig woanders sind. Die Lehrerin nickt. "Klar. Stell dir vor Vero, du und deine Projektpartner*innen finden jetzt beispielsweise die Heldenfigur Jeanne D'Arc, die Jungfrau von Orleans inspirierend. Für ihren Mut gegen eine Armee von Engländern zu kämpfen, Frankreich zu befreien und bis zu ihrem Tod an Gott und ihre Mission zu glauben. Dann recherchiert ihr über sie, da ein Interview, aus nachvollziehbaren Gründen schwierig ist. Und bringt uns diese mutige Frau näher. Macht sie für uns greifbarer, dass wir verstehen, warum gerade sie eure Wahl ist. Um das ganze noch abzurunden, könntet ihr ein kurzes Schaustück aufführen. Einer macht das Kostüm, ein anderer spielt die Rolle, der dritte präsentiert dies in einem gesprochenen Heldenepos. Das wichtige: Ihr bündelt eure Stärken, damit etwas wunderbares entstehen kann. ... Ich hoffe dieses Beispiel hilft dir."



Buzz kratzt sich am Kopf. Diese Aufgabe klingt schwierig, aber auch macht sie Lust darauf sich mit ihr zu beschäftigen. Daher ist er neugierig, mit wem er diesmal das Projekt gestalten darf.



Lashawn findet allein das Beispiel von Frau Fernández wonderful. Spontan würde ihr die Heilige Teresa von Kalkutta einfallen. Was könnte es ein schöneres Vorbild für Nächstenliebe geben? Lord bless her! Leon fehlt bei der Veranstaltung. Dies hat allerdings einen Grund. Leyla zückt ihren Block und einen Stift, um sich erste Ideen zu notieren. Selbstverständlich kann nur ein Supermodel oder ein Hollywood Star in Frage kommen. Oder wie wäre es mit der Modeschöpferin Coco Chanel ... brillant, dann könnte man für die Präsentation eine Modenschau veranstalten. Natürlich müssten dazu die Fashion Girls nicht fehlen. Ihr ist es wie schon damals bei Viola egal, wer in dieser Gruppe ist. Hauptsache sie kann ihre Vorstellungen umsetzen und die anderen ziehen ohne viel bla bla mit.

Das klingt mal richtig interessant. Noukis Abenteuergeist wird sofort geweckt und sie stupst Artjom in die Seite. "Das ist megaspannend." Sie kippelt ein bisschen mit dem Stuhl. "Hab schon verschiedene Ideen ..nur...das mit den Talenten." Sie beißt auf ihrer Unterlippe herum. "Mit klettern oder joggen werd ich da wohl nicht weiter kommen...kein Plan was ich sonst für versteckte Talente hab." sagt sie nachdenklich.



Chip rutscht noch tiefer auf seinem Stuhl und schiebt die Hände in die Hosentaschen. Soziprojekt. Er dachte das wär gegessen mit dem Letzten. Stattdessen Gruppe und n Haufen Arbeit. Als hätte er nicht schon genug Sozialprojekt im täglichen Leben. Ein Sim, der einen beeindruckt..früher hätte er Berge versetzt für ein Interview mit Toby Hawl, das wärs gewesen und nichts anderes. Und dann mit dem Skateboard nen fetten Trick bei der Präsentation. Aber heute? Er zuckt kurz mit einer Braue, bei seinem nächsten Gedanken. Er könnte seine Mutter vorschlagen. Es ist beeindruckend wie sie an der Seite dieses Säufers von Vater ihren Lebensmut bewahrt hat und unverrückbar daran glaubt, dass da noch was zu retten wäre. Beeindruckend und absolut unverständlich zugleich. Aber solche Idealismussims retten wohl in der Summe die Welt. Er seufzt und zieht die Cap in die Stirn. Sollen sie endlich losen, dann kann er Eine rauchen gehen.

Gereon fängt den Blick seines Zimmergenossen auf. Kaum sichtbar zuckt er mit einer Schulter. Er hat weder eine Meinung zu dem Projekt, noch zu den anderen Schülern. Natürlicherweise tauschen die Teenager um ihn herum vielsagende Blicke hin und her. Wenn sie die Wahl hätten, stünden die Gruppen bereits fest. Die Gesichter beobachtend wartet er auf die Losung - wie auch immer Frau ... Dingensda das regeln wird.

Die Auslosung wird durch Kalea durchgeführt. Sie verkündet anschließend das Ergebnis davon:
Gruppe 1 besteht aus Beatrice, Viola und Kurt
Gruppe 2 besteht aus Buzz, Nathan und Vero
Gruppe 3 besteht aus Artjom, Tomasz und Anouk
Gruppe 4 besteht aus Adrian "Chip", Dennah und Leyla
Gruppe 5 besteht aus Lashawn, Tim und Nadine
Gruppe 6 besteht aus Ellie, Denize und Gereon



Somit sind die Teams klar und die Direktorin wünscht allen viel Spaß und ein gutes Gelingen. Insbesondere beim den Zusammenstellungen wo die Neulinge Tomasz, Gereon und Dennah eingebunden sind, ist Kalea neugierig, wie sich die Zusammenarbeit entwickeln wird. Bei Viola und Leyla hofft sie, dass beide Mädchen aus ihren Fehlern gelernt haben und sich diesmal mehr in der Sache engagieren.



Die Verlesung der Gruppen wird von seufzendem Wehklagen, genervtem Augenrollen und empörten Ausrufen begleitet. Doch nicht jeder scheint unzufrieden. Während bei Einzelnen ein erleichtertes Lächeln übers Gesicht zieht, werden vereinzelt sogar anhimmelnde Blicke ausgetauscht. Interessiert beobachtet Gereon die Reaktionen - sein eigener Name wird als Letzter aufgerufen. Mit wem ist er in einer Gruppe? Ellie und Denize? Die werden wohl auf ihn zukommen müssen. Bei all den neuen Namen konnte er sich bisher nur wenige einprägen.

Nathan hebt kurz einen Mundwinkel gen Gruppenmitglieder. Buzz und Vero sind Okay. Er mag Gruppenarbeiten nur allgmein nicht.

Viola sieht zu Bea. Mit ihr hat sie eigentlich keine Probleme, auch wenn sie eher wenig mit der Meerfrau zu tun hat. Doch bei dem Dinoreferat war die Grünhaarige ja ebenfalls gemeinsam mit Viola in einer Gruppe. Es sollte schon irgendwie klappen. Nur bei Kurt ist sich Viola nicht sicher. Aber man wird sehen, wie der sich so schlägt. Es hätte wohl schlimmer kommen können.

Ellie wirft ihren Blick zuerst zu Denize, dann zu Gereon. Wer er ist, hat sie schon mitbekommen. Im Gegensatz zu ihm muss sie sich schließlich nur drei neue Namen merken, und einer davon ist weiblich. Jetzt würde sich wohl heraus stellen, wie er so charakterlich ist. "Ok, ich bin Ellie.", sagt sie zu ihm. "Bin schon gespannt, wie unsere Zusammenarbeit dann aussieht. Und sie ist Denize." Sie schielt in deren Richtung. Dass diese dicker zu sein scheint als vor den Ferien ist Ellie schon aufgefallen. Ob das Frustessen ist? Oder einfach nur Weihnachtsspeck? Doch sie möchte nicht unhöflich erscheinen und spart sich daher ihren Kommentar darüber.



Tim ist mit seiner Gruppe so weit zufrieden. Lashawn ist vielleicht schüchtern, aber sie ist nicht dumm und sie ist fleißig. Wie Nadine sich so in einer Zusammenarbeit schlägt, kann er allerdings nicht einschätzen. Aber es wird schon passen, da ist er sich sicher.

Denize lässt Nadines Hand los und seufzt. Es hebt ihre Laune nicht, obwohl sie sogar einen der Neulinge in der Gruppe hat. Ihre Energie reicht nicht aus um erfreut über neue Kontakte zu sein. Sie muss bald dringen mit jemandem über alles Reden. Die Sicherheit die ihr die Pläne von ihrem Vater gegeben haben, ist ausgeschöpft.

Nadine spitzt die Lippen. Tim und Lashawn. Nun... Sie sucht nach Gemeinsamkeiten und stellt sich die Personensuche schwierig vor. Doch kommt Zeit kommt Rat.

"Ja, wir sind zusammen in einer Gruppe. Cool. " Nouki drückt Artjom einen Kuss auf die Wange und winkt anschließend lächelnd in Richtung des neuen Mitschülers. Solche Projekte sind immer gut um sich besser kennen zu lernen.

"Nice." meint Artjom und blickt zu Nouki. Besser kann ers kaum treffen. Was ihr drittes Mitglied angeht, weiss er nicht. Er hat ihm schon beim Reden zugehört und es könnte sein, das ihm das noch Nerven rauben wird. Vielleicht auch grade weil Nouki mit im Team ist und er sich benehmen sollte. Naja.

Neben ihm springt Dennah auf den Stuhl und hebt die Hand in die Luft. "Ich bin Dennah. Chips kenn ich. Wer ist die Andere? " Aufmerksam huscht ihr suchender Blick über die neuen Klassenkameraden, ihre langen Dreadlocks peitschen dabei scharf durch die Luft.



Dennahs leicht kehlige und trotzdem energiegeladene Stimme lässt Chip aufblicken. Er rückt wieder in aufrechte Position, um besser sehen zu können. Hampelt auf dem Stuhl herum... Alter...Voll erholt von Komorebi und am quirlen. Um so besser, dann braucht er selbst nicht so viel bei tragen. Er hält zwei Finger zum 'V' hoch und grinst breit. "Eins und zwei sind am Start und Nummer drei ist nicht wichtig."

Leyla reibt sich mit dem Finger die Schläfe. So viel Pech kann man doch wirklich nicht haben. Dieses neue Mädchen ist optisch eine Katastrophe. Ein wandelter Flokati, der erstmal eine Grundreinigung, wenn nicht sogar Grundsanierung benötigt. Und dieser Adrian ... das ist doch der Typ, der sich an die Seite von dieser Vampirtussi und ihrem Macker gestellt hat. Aber die werden schon merken, W-E-R hier das sagen haben wird! Das Mädchen reagiert nicht auf Dennahs Aufruf und zeichnet an ihrem Mode-Entwurf weiter. Vero sieht zuerst zu Buzz, dann zu Nathan. Mit beiden Jungs hat sie kein Problem. Daher steht sie der Aufgabe neutral und aufgeschlossen entgegen. Sie wünscht Ellie viel Spaß und Erfolg und geht dann auf ihre Jungs zu. Buzz, der von Dennahs Suchanfrage abgelenkt ist, betrachtet die Neue. Sie macht einen sympathischen Eindruck auf ihn. Mit einem "Buzz!", wird er aus seinen Gedanken gerissen und wendet sich seiner Gruppe zu. "Hey Bro und Sis, ... schon ne Idee, was wir machen wollen?", fragt er sie direkt. Lashawn sieht zu Tim und Nadine. Beide kennt sie. Beide machen ihr keine Angst. Da ist Leyla oder Blaze ein ganz anderes Kaliber dagegen. Die Afroamerikanerin geht auf die Mitschüler zu. "Hi. Welcome team. I think wir habe good ideas for dat project." Sie geht die Sache optimistisch an.



Schmunzelnd bemerkt Frau Fernández die enthuastische Energie von Dennah. "Ich würde euch gerne bitten, nicht auf die Stühle zu klettern", sagt sie freundlich durch ihr Mikrophone am Pult.

Augenrollend winkt das Mädchen ab. "Machen Sie sich mal nicht ins Höschen, Frau Ferdinand."

Kalea beobachtet die Mimik und Gestik der Schülerin. Sie verlässt die Bühne und geht auf Dennah zu. "Bitte steig von deinem Stuhl herunter", sagt sie in einem ernsteren Tonfall.



Dennah hebt neugierig eine Augenbraue. "Ich fühle mich ganz wohl hier oben." Grinsend verschränkt sie die Arme vor der Brust.

Kalea sieht zu ihr hoch. "Das mag sein ... aber ... was ist, wenn du stürzst und dich dann am Kopf verletzt? ... Wäre dir dies wirklich wert?", versucht die Rektorin die Schülerin von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Dabei ist sie ruhig, aber ernst.

"Sie sind ja düster drauf. Vielleicht entspannen Sie sich mal und ziehen einen durch. Kann da was anbieten, aber ...", sie schaut sich nach allen Seiten um, beugt sich etwas herunter und hält die Hand flüsternd neben den Mund, "verraten Sie's nicht der Direx."

Kalea schmunzelt selbstsicher und erwähnt nur. "Die steht direkt vor dir!"

Gespielt schockiert hält Dennah eine Hand vor den Mund. "Da hat se mich wohl erwischt.", wedelt sie mit dem Zeigefinger und springt schließlich vom Stuhl, um sich Adrian zu widmen.

Kopfschmunzelnd mit einem Lächeln auf den Lippen sieht Kalea der Schülerin nach. Dank ihrer Erfahrung ist der Lehrerin bewusst, dass Dennah dies schlicht aus ihrem jugendlichen Leichtsinn tut, was sie tut. Das was passieren könnte, wie beispielweise die Situation zwischen Viola und Vero oder was an Halloween passiert ist ... darüber denken die meisten Teenager erst nach, wenn der "Schaden" bereits geschehen ist. Doch dies alles gehört zum Reifungsprozess dazu, dessen ist Kalea sich bewusst. Ihre Einstellung ist dazu: Auf Augenhöhe mit ihren Schützlingen zu sprechen und mit Überzeugung den Denkanstoß auszulösen. Je nach Umstand, müssen auch mal härtere Maßnahmen ergriffen werden, wie es bei Sullivan geschehen ist. Doch die Frau vertraut darauf, dass die Einsicht oder Empathie oder andere soziale Aspekte sich in jedem Sim entwickeln und zu einem harmonischen Zusammenleben führen werden.

In Zusammenarbeit mit @Ripzha @RivaBabylon @RacBadger @simscat2


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14.01.2024 18:04 (zuletzt bearbeitet: 18.01.2024 15:53)
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Charaktere: Kurt, Bea, Viola
Geschichtstrang: SoPro - Brainstorming


Kurt schluckt. Mit Viola in einem Team? Ihm ist nicht wohl dabei. Gleichzeitig macht sich warme Dankbarkeit in ihm breit, dass Bea die Dritte im Bunde sein soll. Der Herr hat die Katastrophe noch einmal abgewendet. Möglichst leise und unauffällig nimmt er seinen Stuhl und setzt sich zu seiner Freundin. "Hey.", lächelt er - zuerst verliebt, dann verlegen. Es gibt keinen Grund, sie auf diese Weise zu begrüßen. Es ist ja nicht so, dass sie sich Tage nicht gesehen hätten. "Wie ... machen wir das jetzt?" Sorgenvoll schielt er zum Vampirmädchen herüber.



Bea folgt Kurts Blick. Viola sieht sich schweigend im Raum um. Es ist ihr nicht anzusehen, worüber sie gerade nachdenkt. Die Meerfrau wendet ihren Blick von der Vampirin ab und dreht sich wieder zu ihrem Freund. "Wir zeigen ihr, dass wir durchaus fähig sind, ein gemeinsames Referat zu halten! Wenn sie dir blöd kommen sollte, bin ich da und werde dich unterstützen. Zu zweit schaffen wir das!" Sie drückt Kurts Hand beruhigend. "Sag Bescheid, wenn du bereit bist. Dann können wir sie ja ansprechen um mit uns zu brainstormen."

Kurt nickt. Wie wunderbar Bea doch ist. Mutig und stark, gleichzeitig einfühlsam und hilfsbereit. Sie ist ein Geschenk Gottes. Mit Bea und dem Herren an seiner Seite, kann ihm nichts passieren. So gibt er das Zeichen, aufzustehen und sich zu der Eigensinnigen an den Tisch zu setzen. "Hallo." In letzter Sekunde kann er die Gewohnheit unterdrücken, die Hand winkend anzuheben. Doch die mentale Kraft reicht nicht aus, um der Stimme Selbstbewusstsein zu verleihen und so ist ihm deutlich anzuhören, dass ihm vor Respekt die Knie schlottern.

Viola mustert Kurt skeptisch. Der ist immer noch die selbe Trantüte seit sie ihn kennt. Wäre ja auch zu schön, wenn man mal was mit ihm anfangen könnte. Mit Bea sollte sie besser klar kommen. "Was ist los, Kurt? Reicht meine Präsenz schon aus, dich zum Schlottern zu bringen?", fragt sie spöttisch. Und der Typ will wirklich Vampirblut in seinen Adern haben? Da hat selbst Vero mehr Biss.
Bea erinnert sich an ihr Versprechen. "Lass den Blödsinn, Viola. Deine Sticheleien interessieren hier keinen." Die Vampirin verdreht die Augen. Das nennt sie Stichelei? Das war doch völlig harmlos.



Die drei setzen sich zusammen, um das Projekt zu besprechen. "Also, welche Person nehmen wir jetzt?", fragt Viola, ohne auf die Meerfrau einzugehen. Sie wartet erst mal ab, was die anderen beiden vorschlagen würden, bevor sie ihre eigenen Eltern mit in die Rechnung einbringen würde.

Bea überlegt. Noch hat sie keine Idee für diese Frage. Ihre Mutter will sie nicht fragen... sie ist immerhin Lehrerin hier. Und so blickt sie fragend zu Kurt. Vielleicht hat er ja eine Idee.

"Ich würde gern über die Kraft des Glaubens referieren." Der Junge senkt den Blick. Bereits beim Aussprechen seiner Gedanken überkommt ihn das Gefühl, von der Rothaarigen aufgefressen zu werden. Oder ... Bilder er sich das nur ein?



"Ach ja? Und wen willst du dazu interviewen? Gott etwa?" Viola ist Atheistin und mit dem Thema Glauben nicht wirklich zufrieden. Dann doch lieber Lilly interviewen. Musik ist etwas greifbares. "Ich hätte jetzt eher meine Mom als Interviewpartner vorgeschlagen. Klaviermusik ist wenigstens real. Oder, wenn euch ein Wissenschaftler lieber ist, kann ich vielleicht selbst Viktor überzeugen." Auch wenn Viola sich sicher ist, dass er da weniger Lust drauf hätte als Lilly. Doch ihr zuliebe ließe selbst er sich sicherlich breitschlagen.

"Ich dachte eher an einen Pfarrer.", murmelt Kurt niedergeschlagen vor sich her. Zu einer Zusammenarbeit mit Violas Eltern hat er nicht die geringste Lust, traut sich aber nicht, das mitzuteilen. Wenn die Mädchen sich auf einen der beiden einigen, wird es das wohl werden.

Bea mustert Kurt. Sie selbst findet einen Pfarrer eigentlich auch einen interessanten Interviewpartner, aber irgendwie müssen sie was finden, mit dem jeder leben kann. Sie überlegt weiter.
"Oder einen Werwolf als Wissenschaftler habe ich auch mal kennen gelernt.", fährt Viola schmunzelnd fort. Ob sich Dr Henry McCoy für ein Interview bereit stellen würde, weiß sie nicht, aber sie könnte ihn zumindest mal fragen. Wo er wohnt weiß sie ja. Neugierig betrachtet sie Kurts Reaktion.



Überrascht sieht Bea in Violas Richtung. Ein Werwolf? Dass es Werwölfe gibt, ist nicht schwer zu glauben, wenn man selber eine Meerfrau ist und gerade mit einer Vampirin und einem halben Alien quatscht. "Vielleicht könnten wir auch das Thema 'Verschiedene Okkulte' als grobes Thema wählen.", überlegt Bea daher. "Da passen wir drei irgendwie auch gut rein."

Auch Kurt wirkt überrascht. Aus großen Augen starrt er Viola an. "Meinst du Dr. McCoy?" Niemals hätte Kurt geglaubt, dass die zwei sich kennen.



Jetzt ist es an Viola, überrascht zu sein. "Du kennst ihn? Woher?" In ihrer Stimme ist kein spöttischer Ton mehr zu hören, sondern Überraschung.

"Er ist ein alter Freund meiner Mutter.", erklärt der Junge knapp.

Bea weiß nicht, was sie sagen soll. Sie sieht von einem von anderen. Es ist Viola, die weiter spricht: "Also... ist das jetzt unser Interviewpartner? Oder hat sonst jemand eine Idee?" Sie mustert Kurt: "Eine Idee, die nichts mit Religion zu tun hat!"

Kurt nickt und schaut Bea fragend an. Henry ist definitiv ein wesentlich kleineres Übel, als jemand mit dem Namen Nebeljäger.

"Soll mir recht sein.", sagt Bea zögernd. Wenn die beiden diesen Dr McCoy kennen, wird er schon nicht gefährlich sein. "Was für ein Wissenschaftler ist er denn?"

"So genau weiß ich das nicht. Irgendetwas In okkulter Richtung. Er passt also auch zu deinem Vorschlag.^
" Kurt lächelt. Für eine Sekunde vergisst er, dass auch Viola am Tisch sitzt.

"Dann ist das ja geklärt.", freut sich Bea, überrascht, wie problemlos es geklappt hat, sich auf einen Interviewpartner zu einigen. "Dann sollte einer von euch sich mit ihm auseinander setzen und fragen, ob er dazu auch bereit ist."



"Ich bin mir sicher, er wird zusagen."
, vermutet Viola. So schätzt sie ihn zumindest ein. "Wir haben vier Wochen Zeit. Da finden wir bestimmt einen Tag, an dem auch er Zeit hat."

Ein flüchtiger Blick zu Viola macht dem Jungen klar, dass er sie nicht auffordern wird, diese Aufgabe zu erfüllen. Auch, wenn er mit ihr in dieser Gruppe gelandet ist, bleibt er bei seiner Taktik, ihr so gut es eben möglich ist, aus dem Weg zu gehen. "Ja, ich ... ich kann das sicher machen.", verkündet er daher. Er wird seine Mutter nach den Kontaktdaten fragen müssen. Was bedeutet, dass er ihr erklären muss, was er von dem Wissenschaftler will. Was widerum bedeutet, dass er mit ihr über die Schule sprechen muss. Was er nicht gern tut. Vielleicht findet er die Nummer auch im Internet oder - ganz altmodisch - im Telefonbuch.

In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon


>>> Bea und Kurt gehen nach >>> San Myshuno - Gemeindekirche
>>> Viola geht nach Magnolia Promenade Nr. 2 - Shopping Destrict (6)


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15.01.2024 13:01 (zuletzt bearbeitet: 29.02.2024 23:56)
#85
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Charaktere: Ellie, Gereon, Denize
Geschichtsstrang: SoPro- Brainstorming



Ellie wirft ihren Blick zuerst zu Denize, dann zu Gereon. Wer er ist, hat sie schon mitbekommen. Im Gegensatz zu ihm muss sie sich schließlich nur drei neue Namen merken, und einer davon ist weiblich. Jetzt würde sich wohl heraus stellen, wie er so charakterlich ist.
"Ok, ich bin Ellie.", sagt sie zu ihm. "Bin schon gespannt, wie unsere Zusammenarbeit dann aussieht. Und sie ist Denize." Sie schielt in deren Richtung. Dass diese dicker zu sein scheint als vor den Ferien ist Ellie schon aufgefallen. Ob das Frustessen ist? Oder einfach nur Weihnachtsspeck? Doch sie möchte nicht unhöflich erscheinen und spart sich daher ihren Kommentar darüber.



Mit neutralem Blick nickt der Neue dem blauhaarigen Mädchen zu. Interessant, dass gerade sie ihm zugeteilt wird.
Seine Aufmerksamkeit zieht an ihr vorbei, weiter in den Hintergrund zu der Anderen. Denize. Auch sie umgibt dieser leichte Schimmer. Doch es unterscheidet sich von den anderen. Aufmerksam betrachtet er die Mitschülerin einige Sekunden. Ja, er versteht.
"Sollten wir uns zusammen setzen? Zu ihr?"
"Ja, gehen wir." Erst als Ellie näher zu Denize kommt, fällt ihr auf, dass es doch eher wie eine Schwangerschaft aussieht als wie Kummerspeck. Überrascht starrt sie Denize an, bis ihr plötzlich auffällt, was sie da tut. Sie versucht, sich nichts anmerken zu lassen. "Also, habt ihr Ideen?", fragt sie in die Runde. "Ich hätte zum Beispiel einen Gärtner anzubieten, wenn euch das als Interviewpartner interessiert." Sie überlegt. "Ich kenne auch ne Tattoo-Artist flüchtig." Über Eva Kamrad, die früher mal in Windenburg lebte, hat sie mal Mayve kennen gelernt, eine von Evas Freundinnen. Sie arbeitet in Windenburg.
"Ist mir egal." sagt Denize desinteressiert. Die sonstige 1er Schülerin, wirkt deprimiert und angespannt.



Gereon zögert. Er hatte sich geschworen, es nie wieder zu tun. Es brachte immer nur Schwierigkeiten.
Im Waisenhaus hat er sich daran gewöhnt, es geheim zu halten. Obwohl er schon so viele Jahre dort lebt, hat er nur wenig Kontakt zu den meisten. Er ist eine Art stiller Beobachter. Doch hier muss er die Grenzen neu ausloten. Zugegebenermaßen hatte er nicht erwartet, so vielen Schimmernden zu begegnen. Und nun sitzt er hier und ... Sein Blick ruht auf dem brunetten Mädchen und es geschieht. Von ganz allein. Zuerst versucht er, es zu ignorieren, aber der Impuls wird stärker.
Im selben Moment, in dem er sich fragt, wer der Vater ist, fällt sein Blick auf Chip.
"Du bist nicht allein.", sagt er schließlich kaum hörbar, mit monotoner Lethargie. Die Kraft, die seiner Stimme zu fehlen scheint, spiegelt sich vielfach in seinen Augen wieder.



Verwundert sieht Ellie Gereon an. Natürlich ist Denize nicht allein... immerhin sind sie hier zu dritt, um das Referat zu halten. Doch die Blauhaarige vermutet, dass sie einfach akustisch irgendwas falsch verstanden hat, denn dieser Satz macht jetzt wenig Sinn. Oder ist sie tatsächlich schwanger und es soll eine Anspielung auf das im Bauch wachsende Baby sein?
Was es aber definitiv nicht war, war eine Antwort auf Ellies Frage, wer Ideen für Interviewpartner hat. "Also, wen nehmen wir?", wiederholt sie ihre Frage. "Hast du denn eine Idee, Gereon?" Sie hat ihre eigenen Vorschläge ja schon genannt. Notfalls würde sie diese aber ebenfalls wiederholen, falls die einfach untergegangen sind.

Irritiert blickt Denize Gereon an und schweigt ohne wegzusehen. Sie weiss nicht genau was das war aber es erreicht sie und sie kann nicht antworten. Der seltsame Kontakt schwillt unsichtbar und lautlos an wie Kochendes Wasser in einem Teekessel. Sie blinzelt erst wieder als Ellie den Moment unterbricht.



"Ich kenne niemanden, der interessant genug wäre." den wir interviewen können Überlegend schaut Gereon ins Leere. "Der Einzige, der mir einfällt, ist unser Heimleiter." Die Idee überzeugt ihn selbst nicht sonderlich. "Was interessiert euch? Vielleicht gibt es jemanden, der für uns alle bereichernd sein kann."
"Wie ist euer Heimleiter denn so? Vielleicht kann er ja wirklich interessant sein.", hakt Ellie nach. "Ansonsten lasse ich mich auch für Maler begeistern. Bob Ross ist ja leider schon tot, aber man kann notfalls auch recherschieren anstatt eines Interviews."
"Er ist ein gewöhnlicher Mann, der seinen Job mit viel Engagement erledigt. Ich glaube, für manche ist er ein Lebensretter." Gereon zuckt mit einer Schulter. "Naja für andere bestimmt auch Spielverderber."
Denize senkt das Gesicht und ihr Blick streift den Ort an dem ihr Ungeborenes wohnt. Die Hände sind in den tiefen Pullovertaschen vergraben. "Ich habe eine Oma die mit Loas spricht und die Zukunft mit Karten legen kann..." sagt sie nicht überzeugt. Sie weiss nicht ob sie Lust hat Isla dafür zu besuchen. Sie weiss gar nichts mehr.



"Das finde ich interessant. Sie hat bestimmt viel zu erzählen." Erwartungsvoll schwenkt der plötzlich wache Blick des Jungen von einem Mädchen zum anderen. "Wäre das eine Option für euch?"
Auch Ellie findet das Thema nicht uninteressant. "Karten legen? Das klingt interessant, finde ich. Da wäre ich auch dabei." Sie fragt sich, warum Denize nicht ganz so motiviert wirkt wie sonst, wenn es um Schularbeiten geht, doch sie fragt nicht nach.
Denize hebt die Schultern. "Wenn ihr das mit ihr machen wollt, okay... dann frag ich sie..." Sie rutscht ein wenig unzufrieden auf ihrem Stuhl herum, bevor sie ihr Telefon aus der Tasche zieht und wieder aufschaut. "Und wie präsentieren wir es? Ellie kann malen, das weiss ich. Was ist mit dir.. ähm.. Gereon, richtig?"
Ausdruckslos schaut der Junge auf die Tischplatte. Vor langer Zeit hat jemand dort Buchstaben eingeritzt. Bei genauerem Hinsehen, erkennt man deutlich, die abgerundeten Kanten - glattgeschliffen, wie das Meer die kantigen Felsen zu weichen Steinen schleift. A+M=❤️ Gereon betrachtet die Botschaft, scheint sich darin zu verlieren. Andreas+Mathilda. Er hat es eingeritzt, drei Tage, bevor er von einem Lastwagen erfasst wurde. Heute ist Mathilda mit einem verheiratet, den sie nie wirklich geliebt hat.



"Ich kann nichts.", murmelt er, noch immer die Formel anschauend. "Ich bin nicht künstlerisch begabt." Den Blick hebend richtet er sich an Denize. "Was kannst du?"
Ich kann gut schwanger werden. Denkt Denize bedauernd. "Man sagt mir oft ich sei ein Organisationstalent... aber keine Ahnung..." Tanzen fällt flach, das wird sie nicht tun. Nicht in diesem Zustand.
"Über mich sagen sie, ich sei ein Geschichtenerzähler.", denkt Gereon laut. Schon als Kind haben sie ihn immer wieder von einem Therapeuten zum nächsten geschickt, weil 'der Junge schon wieder Geschichten erzählt'.
"Wie wäre es, wenn wir erstmal mit deiner Oma sprechen?", schlägt er vor. Abwechselnd die Mimiken beider Mädchen studierend, fährt er fort: "Wir schauen, was sie erzählt und was wir uns davon aussuchen wollen. Dann überlegen wir, wie wir es umsetzen. Möglicherweise könntest du eine Art Struktur erstellen, die wir dann mit Ellies Malerei kombinieren."



"Das ist eine gute Idee!", freut sich die Blauhaarige. "Und bestimmt fällt uns dann auch was ein, was wir machen."
Denize nickt. Richtig. Eins nach dem anderen. Genau wie in der Schwangerschaft. "Okay. Ich sag euch bescheid wann wir hin gehen können." Sie steht langsam auf. Das Handy sagt ihr wie spät es ist. "Ist okay wenn ich jetzt gehe? Ich muss noch was erledigen.."
Gereon nickt schweigend. Die Hände schiebt er tief in die Hosentaschen, wo seine Fingerspitzen auf die Münze treffen. In den letzten Tagen hatte er bei jeder Gelegenheit mit ihr herumgespielt, so dass sie ihm inzwischen ein beruhigendes Gefühl gibt.



Ellie nickt Denize auf ihre Frage kurz zu. "Melde dich einfach, wenn du einen Termin ausgemacht hast mit deiner Oma.", sagt sie noch. Dann mustert sie Gereon eine Weile, wie er seine Hände in den Hosentaschen hält. Doch es wirkt bei ihm nicht wie Desinteresse. Dazu hat er sich bei dem Gespräch zu sehr eingebracht. "Bin jedenfalls schon gespannt, was wir gemeinsam so schaffen."

(in Zusammenarbeit mit @Murloc und @Ripzha )

>>> Denize geht nach Brindleton Bay Nr. 1 - Altersheim Shady Pines (7) >>>


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15.01.2024 13:15 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2024 15:54)
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Charaktere: Tim, Nadine, Lashawn
Geschichtstrang: SoPro - Brainstorming


Tim setzt mit Nadine und Lashawn zusammen. Er hat die Initiative ergriffen, die beiden zusammen zu rufen und er ist es auch, der jetzt zuerst das Wort ergreift: "Wir müssen uns ja erst mal eine Person überlegen, die wir interviewen könnten." Er kratzt sich am Kinn. Und lässt seinen Blick über die anderen Schüler schweifen. Auch andere Gruppen nutzen die Zeit, um zu brainstormen. Und auch er macht sich seine Überlegungen. "Können ja auch aus der Familie sein. Aber mein Vater ist wohl zu langweilig dazu." Er wünschte sich, seine Mutter würde noch leben. Diese liebevolle Frau hätte er gerne für ein Interview ausgefragt. "Habt ihr irgendwelche Ideen, wer euch interessieren würde? Oder zu wem ihr Zugriff habt um ein Interview zu halten?"



Nadine kratzt an ihrem Nagellack herum und wirkt abwesend während sie Tim zuhört. Erst als er aufhört zu sprechen schaut sie auf. "Hab ich das richtig verstanden? Wir könne auch tote Persönlichkeiten nehmen?"

Bei den Worten seufzt Tim. Erneut kommt ihm seine Mutter in den Sinn. "Da müssten wir uns die Informationen dann über Recherche holen anstatt über ein Interview. Aber in ihrem Beispiel ging das ja auch."

"Dann bin ich für Audre Lorde
!" sagt Nadine bestimmt und schaut ermutigend zu Lashawn in der Hoffnung der Name sagt ihr etwas.

Audre Lorde sagt Lashawn etwas, daher nickt sie auf Nadines Vorschlag hin. "The idea is good Nadine. Mrs Nightingale erinnert me an Audre Lorde. Beide Frauen are so powerful and fantastic." Für ihre Chorleiterin schwärmt das gläubige Mädchen sehr. "Mrs Nightingale engagiert sich in so many things. I bewundere her!"



Tim sagt der Name nur am Rande etwas. Allerdings weiß er nicht mehr, wo er ihn schon mal gehört hat. Offenbar ist er in diesem Thema nicht ganz so gewandert. "Wer war das noch mal?", fragt er deshalb nach. Eine powerful woman, jedenfalls, nach Lashawns Aussage. Er hat kein Problem damit, das zum Thema zu nehmen. Schließlich kann er sich über diese Frau noch informieren.

Nadine beginnt sich zu begeistern, "Audre Lorde war eine bedeutende afroamerikanische Dichterin, Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin. Sie war eine wichtige Stimme für die Rechte von Frauen, insbesondere von PoC und der LGBTQ+-Gemeinschaft. Ich lese grade ein Buch von ihr." Nadine greift in ihren Rucksack und zieht Sister Outsider: Essays and Speeches heraus um es auf den Tisch zu legen. "Deshalb kam ich auf sie." Ihr Blick wandert zu Lashawn, "Diese Mrs Nightingale hört sich interessant an. Wenn sie nur halb so engagiert ist wie Lorde, bin ich dabei. Ich will so viele Leute kennenlernen wie ich kann, wenn es um solche Sachen geht."

Lashawn nickt. "Mrs Nightingale is wonderful. Sie engagiert sich in our Chor, our Gemeinde and more. ... Sie sein my personal Idol."

Tim lächelt. "Kein Wunder, wenn Lorde dich dann so interessiert.", sagt er ehrlich, "und das Thema klingt nicht uninteressant." Er schaut auf das Buch, das Nadine hervor holt. Auf dem Cover ist ein Foto der Frau zu sehen. Und jetzt kommt sie ihm wirklich bekannt vor. Er hat tatsächlich irgendwann schon mal von ihr gehört, und so langsam meldet sich seine Erinnerung wieder. "Wollen wir dann diese Mrs Nightingale als unseren Interviewpartner wählen? Vielleicht lässt sich das auch mit Lorde verbinden, und wir zeigen die Gemeinsamkeiten, als auch die Unterschiede der beiden Frauen auf."



"Das klingt klasse."
Nadine klatscht in die Hände und wirkt wie ein überdrehter Flummi. So selten kann sie in der Schule wirklich das machen was sie interessiert. Sie schaut Lashawn an, "Würde sie uns bei dem Projekt helfen? Oh..." Nadine fällt plötzlich etwas ein, "Ich weiss gar nicht wie ich bei der Präsentation helfen soll..."

"Sure. Sie is kind and ich denke, she will help uns
", bestätigt Lashawn Nadines Aussage. Als die Mitschülerin einen plötzlichen Stimmungswandel hat, irritiert dies die Afroamerikanerin. "What's wrong?"

"Ich hab kein Talent.
" mault Nadine und schlägt absichtlich die Hände vors Gesicht, bevor sie anfügt, "Ausser eine grosse Klappe würde Blaze jetzt sagen...." murrt sie genervt.

Lashawn geht auf die Mitschülerin zu und umarmt sie. "No ... Dat is not true! And vergesse dies schreckliche bad guy! ... Ok? Everyone hat a gift!", tröstet sie Nadine, so gut sie kann.

"Auch eine große Klappe ist ein Talent.", sagt Tim. Ihm fällt der Umgang mit Menschen nicht immer leicht, doch diesmal versucht er wirklich sein bestes. "Ich zum Beispiel bin gut darin, Sachen schnell zu verstehen oder auch schnell auswendig zu lernen. Woran es mir aber hapert, ist Improvisation." Er überlegt. "Und bist du nicht im Drama-Kurs? Vielleicht lässt sich daraus was machen."

Der erste Satz von Tim erinnert Nadine peinlich berührt an Hitler und sie verwirft den Gedanken schnell. Der Drama-Club, genau! "Ich kann... singen und schauspielern. Aber das ist nichts was ich als wahres Talent bezeichnen würde. Bleibt mir wohl nichts anderes übrig...." Nadine schaut auf, "Lasst uns Mrs Nightingale besuchen und dann aus den Informationen die sie uns gibt entscheiden was wir damit anfangen."



Lashawn nickt. "Good idea. Which Tag?"

"Ich bin da offen.",
sagt Tim. "Und wie wir die Talente im Detail dann einsetzen, können wir ja nach dem Interview überlegen, wenn euch das lieber ist."

"Okay, dann schlage ich vor, Lashawn du machst mit der Dame ein Termin und sagst uns dann wann sie kann und wir treffen uns, oder
?" kombiniert Nadine.

Wieder nickt die Angesprochene. "An Sonntag we haben Chor again. Ich kann she asking dann." In diesem Moment erinnert sie sich an das Projekt mit Chip. "Wenn ihr möchtet, könnt ihr dazu kommen. Then we ask zusammen."

In Zusammenarbeit mit @Ripzha und @RacBadger

>>> Lashawn und Nadine gehen zu San MyShuno (3) >>>


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15.01.2024 15:24 (zuletzt bearbeitet: 15.03.2024 02:09)
avatar  Ripzha
#87
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Charaktere: Tomasz / Nouki / Artjom
Geschichtstrang: Brainstorming


"Okay, gabeln wir den Neuen mal auf." sagt Artjom und steht auf. Ihm fällt auf, dass er damit endlich den Status des 'Neuen' abgelegt hat. Noukis Freund nickt in Richtung des allein sitzenden Jungen, von dem sie grade nur den Rücken sehen. Er schaut augenscheinlich zu Boden und wirkt verloren. Wie Jemand der im Regen auf einen Bus wartet, der nie kommt.

"Ja, ist nicht einfach wenn man gleich am Anfang in so n Projekt geworfen wird." Sie hat den Neuzugang bisher als sehr introvertiert wahr genommen und auch jetzt wirkt er nicht glücklich über die Gruppenarbeit. Sie nimmt Artjoms Hand und zieht ihn vom Stuhl hoch. "Mal sehen was wir zustande bringen." Am gemeinsamen Tisch angekommen, umrundet sie den Jungen und setzt sich ihm gegenüber. "Hi, ich bin Nouki. Tomasz? Hab ich das richtig in Erinnerung?" Sie lächelt und beugt sich zu ihrem Rucksack, um Schreibblock und Stift raus zu holen. Unternehmungslustig lächelnd setzt sie sich wieder auf sieht zum neuen Mitschüler.



„Hi.“ sagt Artjom, „Artjom.“ stellt er sich vor, obwohl er sich gut an die Vorstellungsrunde erinnern kann. Er ist versucht ihm die Hand hinzustrecken, lässt es aber. Er winkt die Gruppe mit in einen freien Raum, wo sie ungestört reden können und setzt sich mit dem Stuhl verkehrtherum neben Nouki und senkt den Kopf auf die Arme auf der Lehne und beobachtet beide.
Tomasz‘ Herz klopf nervös und er nickt um seinen Namen zu bestätigen. Ihm ist nicht wohl dabei etwas zu stottern. Artjom fällt das auf und ergreift das Wort: „Irgendwelche Vorschläge für Personen?“ selber hat er nur eine Ahnung, will sich aber erst anhören was die anderen haben. Alle anderen sind keine lebenden oder greifbaren, was ihm beides lieber wäre, denn wenn er Journalist werden will, kann er seine Interview-Fähigkeiten auf die Probe stellen. Dazu wäre er auch bereit vorher zu recherchieren wer sich lohnt befragt zu werden. Noch besser wenn sie dabei was spannendes aufdecken könnten.



Schon als Fr. Fernandez das Projekt vorgestellt hat, ist Nouki spontan ein Gedanke durch den Kopf geschossen. Sie klopft sich sinnend mit dem Stift gegen das Kinn und überlegt, wie Artjom ihren Vorschlag vielleicht auffassen könnte. Dann ruft sie sich den Besuch in der Blindenschule in Erinnerung, sieht Jordyn wie er sie selbstsicher durchs Gebäude führt und ihr Entschluss steht fest. Auch wenn es vielleicht am Ende etwas anderes wird, will sie den Gedanken jetzt aussprechen. "Ich würde Jordyn Lamont vorschlagen, weil er ein wirklicher Alltagsheld ist. Ich find's beeindruckend wie er das Leben als Blinder meistert." Sie sieht die beiden Jungs an. "Er hat mich durch die gesamte Blindenschule geführt, lebt in unserem Alter schon in einer eigenen Wohnung und sucht sich selbst ständig neue Herausforderungen, die ihn an und über seine Grenzen bringen." Sie bemerkt die Begeisterung in ihrem Ton und senkt die Stimme etwas. "Das wär so meine erste Idee. Jetzt seid ihr dran."



Artjom rollt innerlich mit den Augen und lächelt höflich. „Ja naja. Ist ein bisschen so als würde ich meinen Dad vorschlagen…“ meint er und gebärdet die letzten Worte gleichzeitig. Dann zuckt er mit den Schultern. Das ist ihm nicht spannend genug. Ausserdem stört ihn noch was anderes an der Idee. Er sieht Tomasz an, „Wen hast du im Kopf?“
Der Neue stockt, hebt die Schultern und schüttelt den Kopf, was Artjom auf die Nerven geht. Er hält den Jungen irgendwie für ein bisschen Zurückgeblieben oder Unterentwickelt. Artjom nimmt sein Handy und soogelt im Netz. Dabei wirkt er als hätte er sich aus der Unterhaltung ausgeklinkt. Leicht Irritiert sieht Tomasz ihm zu und dann gen Nouki. Er überlegt krampfhaft was er beitragen könnte, doch wie immer in solchen Situationen, ist sein Gehirn wie leergefegt. Ihm fällt absolut nichts dazu ein, was dazu führt dass er noch nervöser wird.



Ein bisschen vor den Kopf gestoßen blickt Nouki Artjom an. "An deinen Vater hab ich auch gedacht." Sie sucht seinen Blick. "Oder ist es etwa nicht beeindruckend wenn ein Sim, der nicht hört und sich nicht so leicht wie andere über Sprache ausdrücken kann, seinen Weg geht und wie dein Papa erfolgreich ist ihm Beruf und sich durchsetzt." Sie runzelt die Stirn. "Du kannst schon Gebärdensprache, damit könnte man bei der Präsentation zum Beispiel arbeiten. " Sie versteht nicht woher diese plötzliche Geringschätzung kommt, wo er doch sonst so oft mit seinem Dad arbeitet und vom Journalisten Beruf schwärmt. "Wegen mir muss es niemand Prominentes oder Berühmtes sein, aber wenn euch was Besseres einfällt.." Sie zuckt mit einer Schulter. "..soll's mir Recht sein."



Schwungvoll zieht sie den Block zu sich und wendet sich dann an Tomasz. Schon bei der Vorstellungsrunde war ihr aufgefallen, dass er sich sehr unwohl damit gefühlt hatte vor der Klasse sprechen zu müssen. Als ihn sein Stottern ins Schwitzen gebracht hat, ist ihr klar geworden warum. Muss übel gewesen sein und sie wäre am liebsten aufgestanden um zu fragen, ob das wirklich sein muss jemanden psychisch so unter Druck zu setzen. Man lernt sich eh kennen wenn man täglich so viele Stunden miteinander zu tun hat. Energisch reißt sie ein Blatt Papier vom Block und schiebt es ihm zusammen mit einem Stift zu. "Wir wollen doch die konzentrierte Simnetrecherche nicht stören, oder? Lass uns die Ideen aufschreiben." Vielleicht fällt es ihm leichter danach vom Blatt vor zu lesen. Konzentriert notiert sie sich ihre Überlegungen und kramt im Gedächtnis, wer eventuell noch in Frage kommen könnte.



Tomasz schaut auf das Papier. Nouki ist freundlich und sie trägt dazu bei dass er sich etwas akzeptierter fühlt, wenn auch die anderen Gefühle noch überwiegen. Trotzdem kennt er niemanden, denn er lebt zurück gezogen. Zu gerne würde er Ryszard vorschlagen, aber... "Hier." unterbricht Artjom und ist offenbar fündig geworden im Netz. "In Windenburg gibts die Neue Wege Klinik." er zeigt ihnen ein Bild von dem Gebäude auf der Startseite der Website. Er denkt an Stephen und dem was er auf Blaze' Party zu ihm gesagt hat, hält es aber nicht für nötig Nouki etwas davon zu erzählen. Warum auch? Offiziell weiss er nichts über sie und ihn. "Da sind junge Leute mit richtig fiesen Problemen. Aber sie sind da und arbeiten an sich. Würds euch nich auch interessieren woher sie zum Beispiel die Energie dazu nehmen?" Eigentlich hat Artjom etwas anderes im Sinn, aber zum schmackhaft machen wählt er absichtlich diese Worte.



Überrascht blickt Nouki von ihrem Geschreibsel auf. "Neue Wege Klinik?" Sie erinnert sich dunkel dass Chip den Namen mal erwähnt hat. Warum war das nochmal gewesen? Sein Vater war mal dort oder ist immer noch? Ja, das war's wohl. Sie sieht zu Tomasz, der den Blick gleich wieder abwendet. "Ja, find ich schon interessant, doch. Vor allem trifft man auf die unterschiedlichsten Menschen und Lebensgeschichten." Jetzt wendet sie sich Tomasz ganz zu. "Wie gefällt dir der Vorschlag?" fragt sie lächelnd.



Tomasz nickt wieder und fühlt sich unwohl damit. Er muss mal was sagen. „I-i-i-st okay.“ sein Blick wandert nach unten.
Artjom betrachtet die Website und die Bilder der Angestellten. Die Bewohner sind natürlich nicht aufgelistet. „Die haben bestimmt richtig komplexe Geschichten. Sachen die wir nich so einfach nachvollziehen können. Ich frag da mal an.“ Artjom klickt im Kontaktformular auf senden, „Wir könnten damit das Bewusstsein für Menschen mit Suchtproblemen erweitern. Ich hab mal ein Buch von nem Typen gelesen der jede Woche die Junk… Süchtigen im Park besucht und ihnen Essen bringt. Er beschrieb unter anderem, dass sie anders Denken und man das verstehen muss, aber die meisten stempeln sie halt ab.“ Fast schon begeistert sieht Artjom auf. Wenn er einen Artikel darüber schreibt mit Erkenntnissen die die Allgemeinheit erreicht, hat er seinen Studienplatz an der Uni gesichert. Er sieht Nouki an, dann Tomasz. „Nur wenn ihr euch echt dafür interessiert….“ meint er mit einem Unterton der seine Enttäuschung wenn sie nein sagen, direkt einflicht.



Bei der Erwähnung des Schriftstellers hebt Nouki aufmerkend die Brauen und blickt inspiriert zu Artjom. "Wir könnten auch den Autor des Buches interviewen." schwenkt sie um, weil sie sich diesen Mann auch sehr interessant vorstellen könnte." Sims, die sich einen unverstellten und unvoreingenommen Blick bewahrt haben sind selten." Kaum hat sie ausgesprochen erlischt der Funke in Artjoms Augen und sie beeilt sich den ursprünglichen Kurs wieder aufzugreifen. "Aber wir waren uns ja eigentlich einig wegen der Klinik." Ein schneller Blick streift Tomasz. "Wenn du willst frag gleich mal an. Das ist auch spannend, hab ich ja gesagt." Sie senkt den Kopf auf ihr Blatt und kaut dabei scheinbar konzentriert auf dem hinteren Ende ihres Stiftes herum.



„Schon erledigt.“ sagt Artjom erfreut und steckt das Handy weg. Zurückgelehnt schaut er sich kurz um, dann zur Uhr. „Ich meld mich wenn was kommt.“ Artjom steht auf, „Heey, Rest vom Tag frei. Cool. Ich zisch ab, muss noch was mit meinem Dad bereden.“ ein kurzer Kuss auf Noukis Wange und nur ein flüchtiger Blick zu Tomasz, bevor er mit einem, „Bis dann“ die Bibliothek verlässt.



Tomasz schaut ihm nach, bevor sein Blick und Noukis sich treffen und er weg schaut. Wenn er allein mit jemandem ist, kommt immer dieser Druck etwas sagen zu müssen. Vorher konnte er es den beiden überlassen. Er wendet den Kopf, um nach Gereon Ausschau zu halten.



Ein enttäuschter Stich fährt durch Noukis Brust, als Artjom einfach geht. Er hat ihr nichts erzählt davon, und sie ist davon ausgegangen, dass sie später vielleicht zusammen was unternehmen. Außerdem wird das Gespräch mit seinem Vater wohl nicht den ganzen Nachmittag dauern. Mit einem etwas gezwungenen Lächeln wendet sie sich an Tomasz. "Ich freu mich drauf mit dir zusammen zu arbeiten. Denk dir nicht zu viel dabei, wenn Artjom vorprescht. Wenn ihn was begeistert ist er kaum zu bremsen ." Sie steht auf und beginnt ihre Sachen in den Rucksack zu packen. "Lass dich davon nicht einschüchtern, tu ich auch nicht." ergänzt sie schmunzelnd, während sie den Rucksack schultert.


(In Zusammenarbeit mit @simscat2 )

>>> Tomasz geht nach Newcrest Nr. 13 - Waisenhaus Heimathafen >>>


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15.01.2024 15:34 (zuletzt bearbeitet: 29.02.2024 22:06)
#88
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Schicksalslenker

Charaktere: Chip, Denna, Kalea Fernandez
Geschichtsstrang: Sozialprojekt oder nicht Nicht-Sozialprojekt – das ist hier die Frage

Dennah springt vom Stuhl, klemmt selbigen unter den Arm und marschiert auf den Hageren zu. Ihm gegenüber setzt sie sich, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt und ihn erwartungsvoll angrinsend. "Also, Chip. Dann erzähl doch mal. Je eher wir uns einigen, desto schneller können wir eine rauchen."



Leyla bleibt auf ihren Stuhl sitzen und zeichnet in ihrem Block weiter. In Gedanken überlegt sie sich, welche Persönlichkeit bei dieser absurden, und definitiv unzumutbaren Zusammenstellung für sie, Sinn machen würde näher zu betrachten. Am schwierigsten wird wohl die Präsentation sein. Den welche Talente können den diese beiden unterbemittelten Unterklassensims schon vorweisen? ... Nein, ohne ihre Leitung wird das Ganze nur zum scheitern verurteilt sein. Spontan fällt ihr ein, wie sie ihren Entwurf weiter aufhübschen könnte und macht sich dazu Notizen an den Rand der Zeichnung.

Als das Mädchen bemerkt, wie die Zwei anderen sich ohne sie bequatschen, macht sie sich eine Notiz und unauffällig ein Bild davon. Schließlich muss man ja Beweise sammeln, dass D-I-E nicht wollen.

"Da gibt' s nicht viel zu erzählen." Chip, den derzeit nur ein Persönlichkeit wirklich beschäftigt, nämlich Jinoh, zuckt mit den Schultern. "Die einzig nachhaltig beeindruckende Person war für mich der beste Skater der Welt, Toby Hawl. ..und den hab ich im Fluss versenkt Mehr fällt mir nicht ein...na ja, vielleicht noch mein Fußballtrainer als ich noch jünger war, weil er motivieren konnte wie kein Zweiter." Stephen wäre noch eine Option, tja... Er seufzt. "Kein Plan, mir fällt da nix zu ein." Sein Blick streift die abwesend wirkende Leyla und verweilt wieder bei Dennah. "Wie isses bei dir?"



"Kenn ich nicht." Dennah zuckt unbeeindruckt mit einer Schulter. "Und auch sonst keinen, der interessant wäre. Wo ist denn die andere?" Genervt dreht das Mädchen sich herum und scannt den Klassenraum. Die Gruppen haben sich inzwischen zusammen gefunden. Nur eine sitzt allein am Tisch. "Sollten wir nicht zu dritt sein? Wie hieß die? Ach, ist auch egal." Hastig steht sie auf und stapft zu der Klassenkameradin herüber. "Yo, was ist mit dir?" Eine Hand auf Leylas Tisch abgestützt, beugt sie sich leicht herunter. "Wenn du glaubst, ich erledige deinen Anteil, hast du dich geschnitten. Also schwing deinen hübschen Hintern rüber, damit wir den Mist fertig kriegen."



Die Angesprochene sieht auf. Diese modische Katastrophe wird nur noch von dieser rübelhaften Redensart übertroffen. Ein Bauerntöpel durch und durch. Das man IHR das zumuten musst. Einfach furchtbar. Nein ... das tut sie sich nicht länger an. Leyla erhebt sich, wirft Dennah, sowie Chip einen missfallenden Blick zu und verlässt den Raum. Würg, die hat auch noch gestunken wie ein Haufen Müll ... Schrecklich ... Jetzt kann nur eine Beautykur gegen diesen Schock helfen ... Die Limo wartet bereits auf sie. Der Chauffeur öffnet ihr die Autotür und das Mädchen steigt ein.



Als Leyla abrauscht hebt Chip amüsiert eine Braue. "Was hast du zu ihr gesagt? Dass wir bei der Müllabfuhr nen Alltagshelden suchen und nen Tag lang bei der Arbeit begleiten?" fragt er Dennah grinsend, als sie wieder bei ihm ankommt. "Ist sie wirklich abgehauen? Dann mach ich hier keinen Finger krumm." Wenn er nicht diesen vermaledeiten Abschluss machen müsste, wär das jetzt das Signal zum abhauen und am Skateplatz abhängen oder sowas. Die Zeiten liegen ungünstigerweise hinter ihm. Seufzend setzt er sich auf. "Komm, wir klären das mit Kalea."

Verwundert schaut Dennah dem Kopftuch hinterher, noch überraschter zur Lehrerin, die so ein Verhalten offensichtlich toleriert. "Ich sagte nur, sie soll rüber kommen. Was stimmt denn mit der nicht?" Mit einer Mischung aus Verärgerung und Unglaube geht sie nach vorn zum Pult.
"Ehm, Frau Kalamaris, sagen Sie mal, ist das eine Option, einfach den Unterricht zu schmeißen? Ich habe ja nicht so die Ahnung, wie das hier läuft, aber dann würde ich jetzt auch gehen."

Kalea rückt ihre Brille zurecht, sieht sich um und schmunzelt. "Eine Frau Kalamaris ist mir unbekannt. Aber ich frage im Kollegium nach, ob wir eine neue Lehrkraft haben."
Sie verkneift sich das Lachen. Mütterlich, wie sie eben ist, ergänzt sie: "Im Sozialprojekt könnt ihr selbst entscheiden, an welchem Ort und wann ihr die Aufgabe gemeinsam besprechen wollt. Manche besprechen es hier, andere treffen sich nach der Schule dafür. Da dies die letzte Unterrichtseinheit des Tages ist, darfst du jederzeit gehen ... wenn du es wie Leyla handhaben möchtest."
Das Verhalten der anderen Schülerin bereitet der Rektorin Sorgen. Allerdings kann sie, außer an vorbildliches Verhalten zu appellieren, nicht mehr tun.
"Hast du weitere Fragen?"

Nicht Kalamaris? Kurz überlegt Dennah. Mit Namen hat sie es einfach nicht so. Egal, es gibt Wichtigeres zu klären.
"Wie sollen wir denn was mit der besprechen, wenn die einfach abhaut? Kein Wort hat sie gesagt. Ich würde fast glauben, sie will sich nicht mit der Aufgabe beschäftigen. Oder mit uns."



"Das ist der Sinn dieses Schulfachs", fängt Kalea an zu erklären. "Ihr werdet im Leben immer wieder mit Sims konfrontiert sein, die schwierig sind. Im Rahmen dieses Projekts sollt ihr lernen damit umzugehen. ... Um auf deinen Punkt einzugehen: Es besteht ja die Möglichkeit mit Leyla auch außerhalb des Unterrichts zu sprechen. Oder sie daheim zu besuchen und ein Gespräch in Gang zu bringen. Um nur Beispiele zu nennen. ... Wie ihr die Aufgabe löst, ist ganz euch überlassen. Natürlich könnte ich mit Leyla sprechen. Dies wäre aber nicht zielführend, womit ihr euch im Kern beschäftigen sollt.
Nämlich: eure Fähigkeit weiterzuentwickeln oder gar zu vertiefen, mit auch schwierigen Mitsims umgehen zu können.
Wir als Lehrer*innen stehen euch aber jederzeit für Fragen und Hilfestellungen bereit."
Abschließend fügt sie hinzu: "Wenn alle Stricke reißen sollten ... wäre auch ein gemeinsames Gespräch mit Frau Garcia-Klein oder mir möglich, um Differenzen oder Hürden soweit aus der Welt zu schaffen, dass ihr eine Grundlage zur Zusammenarbeit findet. Wäre dies auch in deinem Sinne, Dennah?"

Die Dreadhead hebt unzufrieden eine Augenbraue und verschränkt die Arme vor der Brust."Ich sehe nicht ein, dass ich der hinterher rennen muss. Ich habe sie schon aufgefordert und sie ist gegangen. Dann arbeite ich lieber ohne sie. Wie siehst du das, Chips?"



Chip hört dem Gespräch zu dem Gespräch zu und traut seinen Ohren nicht. Schließlich blickt er Fr. Fernandez ruhig, aber entschlossen an. "Bei allem Respekt, aber was ist das hier? Ein Therapieclub für "Miss-ich -trag -die Nase-bis-in-den-Himmel-und bin-mir-zu-fein-für-alles? Ich bin kein Psychologe und kein Sozialarbeiter und will auch nix davon werden." Er zuckt mit den Schultern. "Sie hat sich beim letzten schon gedrückt und ist damit durchgekommen, drum jetzt dieselbe Nummer. Das einzig Richtige für die ist durchzufallen dieses Jahr." Er sieht zu den anderen Gruppen, die schon eifrig am diskutieren sind. "Ich mach mit der gar nix. Entweder Dennah und ich allein oder sie verteilen uns auf die anderen Gruppen." Was ist bloß aus ihm geworden? Die Lehrer bekommen nichts auf die Reihe mit der Zicke und er bietet noch Lösungen an, statt seine Sachen zu packen und diesem unfähigen Haufen den Rücken zu kehren. Das ist es wohl was man Verantwortungsgefühl nennt...urgh.



Kalea erhebt sich und schaut nun die beiden Schützlinge ernst an. "Und gerade weil diese Gruppe so facettenreich ist, wäre es erfreulich zu sehen, wie ihr an dieser Aufgabe wachsen würdet ... Das was in der Vergangenheit vorgefallen ist, ist sehr bedauerlich und schlussendlich hatten beide Schüler*innen ihren Beitrag zu dem Konflikt beigetragen. ... Wollt ihr wirklich den gleichen Weg einschlagen und euren Stolz euer Handeln bestimmen lassen?" Die Erwachsene sieht erst zu Dennah, dann zu Adrian.
Dann seufzt sie. "Nun ... dann sehe ich nur eine Option ... Kommt bitte morgen in mein Büro. Wir werden ein gemeinsames Gespräch zu viert dazu führen. Ihr könnt euch bis dahin überlegen, was ihr ansprechen wollt oder euch wichtig ist mitzuteilen."
Vielleicht hilft eine vermittelnde Aussprache diese drei Teenager zusammenzuführen. Falls nicht, muss eine andere Lösung her.

Facettenreich?? "Entschuldigung, aber ich werd nirgendwo hin kommen um mit der zu reden. Entweder sie lässt den Kindergarten und benimmt sich ihrem Alter entsprechend oder sie ist eben durchgefallen. Ich fühl mich nicht zuständig die Diva noch zu unterstützen und den Bauch zu pinseln, sorry." Chip hebt die Hände in einer bedauernden Geste. "Mein Job hier ist Schüler und Ihrer dafür zu sorgen, dass der Unterricht läuft. Ich würd jetzt gern irgendwo eingeteilt werden." Nicht! Er sieht zu Dennah und grinst leicht. "Wenn nicht, lauf ich halt davon und sie kann mir hinter her rennen .." Er blickt wieder zu Kalea. "Ganz ehrlich? Ich hab wichtigere, private Sozialprojekte am Start und keine Zeit mich mit unbelehrbaren Zicken zu beschäftigen." Sein Blick schweift zu Denize und zurück zu Fr. Fernandez.

"Wenn du das so siehst, Adrian, dann bedaure ich das sehr", erwidert die Rektorin gelassen. "Entscheide selbst, was du für richtig hältst und trage diese Entscheidung."
Mehr hat Kalea dazu nicht zu sagen und widmet sich wieder ihren Unterlagen.



"Heißt das ich bin vom Sopro befreit? Offiziell? Obwohl ich mich bereit erklärt hab in einer anderen Gruppe mit zu machen?" Chip hebt erneut die Brauen und zweifelt mittlerweile ernsthaft an Fr. Fernandez' eigener Sozialkompetenz. Während er fragt schultert er seinen Rucksack und stupst Dennah mit dem Ellbogen an.

"Wie ich bereits sagte", kommt es knapp von der Rektorin.

"Cool, danke." Chip sieht zu Dennah. "Was is mit dir?"

Eine Grimasse schneidend gibt sie einen abfällig grunzenden Laut von sich. "Na, wenn's allen egal ist, werd ich mir doch nicht den Arsch aufreißen." Entschlossen geht sie zu ihrem Platz - die Sachen sind schnell eingepackt - und kehrt zurück zu dem Schlaksigen. "Komm, treffen wir ein paar schlechte Entscheidungen. Vielleicht lernen wir ja doch noch was."



(in Zusammenarbeit mit @RacBadger und @RivaBabylon)

>>> Dennah geht nach >>> Magnolia Promenade Nr. 2 - Shopping Destrict (6)
Chip geht nach: Willow Creek - Denize' Haus


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15.01.2024 20:56 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2024 09:40)
avatar  Ripzha
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Bestseller-Schmied

Charaktere: Buzz / Nathan / Vero
Geschichtsstrang: Brainstorming




Die drei Schüler*innen setzen sich an einem freien Platz zusammen. Da die Atmosphäre in diesem Unterrichtsfach ziemlich locker ist, sitzt Vero beispielsweise entspannt auf dem Tisch, während Buzz sich einen Stuhl so positioniert hat, dass er seinen Kopf auf die Rückenlehne ablegen kann. "Also ... gibt es Vorschläge, wie wir das Thema angehen wollen?", fragt die Blondine freundlich. "Die Möglichkeiten scheinen unendlich zu sein", stellt sie dabei selbst fest. Der Hippie nickt. "Jo Sis ... wird nicht einfach, aber finde die Aufgabe auch cool. Hört sich zumindest mit den Stärken miteinander verbinden nach tollen Vibes an."

Nate, sitzt grade und unauffällig auf seinem Stuhl und schaut auf die Tischfläche. "Habt ihr Vorbilder?" fragt er ins Blaue. Er müsste wahrscheinlich tief graben um diese Frage zu beantworten. Das Konzept von Vorbildern gefällt ihm nicht. Aber er möcht die Aufgabe hinter sich bringen und nicht lange herumdiskutieren.



Vero überlegt und muss dann schmunzeln. "Ein Vorbild nicht direkt. ... Aber es gibt zwei Sims, über die ich gern mehr wissen möchte. Es sind keine Promis oder so. Der eine ist ein Arbeitskollege von meinem Papa. Sein Name ist Tom. ... Papa hat mir vor langem mal erzählt, Tom hätte viel durchgemacht bevor er bei meinem Onkel in der Werkstatt angefangen hat zu arbeiten. Ich habe nie verstanden, was genau so bei ihm davor passiert ist ... aber das wäre etwas, was ich gerne machen würde. Bei der anderen Person handelt es sich um einen Vampir. Der jagt Bösewichte, so viel ich weiß. Auch sein Leben würde mich mehr interessieren." Während das Mädchen spricht fällt ihr auch der Zentaure ein, auf dem sie reiten durfte. Was der so macht wäre sicher auch spannend. Buzz hört beiden Mitschülern zu und überlegt. Es gibt auch bei ihm jemanden, den er noch mehr, noch besser kennenlernen möchte. Bei dem Gedanken an diesen Sim errötet der Junge. Etwas peinlich berührt davon verwirft er den Gedanken sofort. "Ehrlich gesagt, bin ich etwas planlos, Dudes ... Für mich wäre es ok, wenn ihr euch auf jemanden einigt. Schließe mich da einfach an."



"Ich kenne einen Meermann, der mich wahnsinnig interessiert..." sagt Nathan nachdenklich. Aber Victor in Form einer Hausarbeit belästigen, wäre ihm peinlich, wenn er so darüber nachdenkt. Nate blickt zu Vero, "Wie wahrscheinlich ist es das dieser Vampir oder der Kollege für Fragen zur Verfügung steht?" fragt er neutral.

"Tom wohnt direkt bei uns in der Nachbarschaft. Ich glaube, der wäre eher greifbar als der Vampir. Für den müsste ich erst mit Frau Nebeljäger sprechen. ... Und wie wäre es mit deinem Meermann?" "Triton", wirft Buzz ein. "Tri was?", harkt Vero nach. "Triton ... so nennt man männliche Meerjungfrauen ... Hat mir zumindest Herr Aratos erklärt, als wir es über Bea und ihrem Outing hatten."



Nathan schüttelt den Kopf. Je mehr er darüber nachdenkt desto blöder ist der Vorschlag. Wenn er mit seinen kleinen Schulfreunden auf den Campus geht um den Studenten zu belästigen. Zumal er ihn auch gar nicht für den Typ hält der so viel von sich an Fremde weitergeben will. "Nein, ich glaub das will ich nicht. Das war unüberlegt von mir. Lass uns doch diesen Tom einfach fragen..."

Vero hört beiden Jungs aufmerksam zu. "Okay. Wusste ich gar nicht, dass männliche Meerjungfrauen völlig anders genannt werden. Wieder was gelernt. ... Klar, wir können Tom fragen ... Was mir dazu einfällt: Wie wollen wir das Ganze den präsentieren? Ich habe Frau Fernández so verstanden, wir sollen unsere Stärken miteinander vereinen." Aber kann Vero das überhaupt? Ihr eine Hand ist eingeschränkt. Wird die Behinderung zu einem Problem?



Wenn es um Talent geht, sieht Nate sich nur in einem Bereich. "Ich kann mit literarischer Prosa dienen wenn ihr wollt..." Wie es zum Thema oder den Talenten seiner Teammitgliedern passt, weiss er nicht, "Und ihr..?"

Buzz zuckt mit der Schulter. "Nichts besonders. Musizieren, backen, so was halt kann ich, Dudes." Vero seufzt. "Ich habe früher gerne an meinem Auto gebastelt ... aber das geht wegen meiner Hand nicht mehr so gut." Relativ schnell kann man feststellen, dass diese drei Teenager sehr unterschiedlich sind was die 'Talente' betrifft. "Aber wie kann man dies miteinander verbinden?", fragt die Schülerin in die Runde. "No plan", gibt Buzz ehrlich zu.



"Sieht so aus als würden wir ein angefangenes Auto präsentieren, während ich sein Leben als Text vorlese und die Zuhörer Kuchen essen." sagt Nathan trocken aber unernst. "Vielleicht fällt uns später was ein. Im Team sind wir so oder so."

Beide Mitschüler nicken. Vero lächelt sogar. "Ich bin da zuversichtlich. Wir müssen, da bin ich überzeugt davon, keine Kämpfe abliefern wie jetzt z.B. Chip mit Leyla." Sie zeigt mit einem Nicken des Kopfes in die Richtung, wo sich die andere Gruppe befindet.
"Diese negativen Vibes gehen so gar nicht!", fügt Buzz hinzu. Der Vorschlag von Nathan macht ihn hellhörig. "Ich könnte uns paar Cookies backen. Vielleicht helfen die uns, unseren Geist zu öffnen und klarer zu sehen." Vero lacht. "Du und deine Kekse ... du bist echt ein Unikat!"
Das Gespräch mit den Jungs lenkt sie von Shane ab.



Nathan legt den Kopf schief und legt dann die Hände auf die Tischplatte. Auf einer Hand ist sein schwarzes X tätowiert. "Für mich nicht. Danke."

Buzz nimmt sich seinen Rucksack und kramt darin, bis er aus einer Tüte tatsächlich einen letzten Keks hervorzieht. "Will einer?" Vero schüttelt den Kopf und die Geste von Nathan signalisiert das gleiche. "Okay", beißt er schließlich hinein.

"Sag uns wenn die Inspiration präfiguriert." sagt Nathan. Ein bisschen ist er froh das Vero abgelehnt hat obwohl er den Weg den er mit seinem X eingeschlagen hat in keiner Weise bereut. Er greift nach seinem Telefon und blickt in die Runde, "Sagt mir bescheid wann ich wohin kommen soll für diesen Tom, ok?"

Vero nickt. "Ihr kommt dann einfach zu mir nach Hause. Das wird das einfachste." Buzz hebt beide Daumen nach oben. Was als Antwort für Nathan, als auch Vero gut passt.




(In Zusammenarbeit mit @RacBadger )

>>> Nathan geht nach Windenburg - Eventhalle >>>


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15.01.2024 23:23 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2024 09:41)
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<<< Tania kommt von Windenburg Nr. 11 - Wohnung von Jordyn und Tania <<<

Charaktere: Leon / Nouki / Artjom / Tania / Leyla / Vero / Dave / Buzz
Geschichtsstrang: Hasta Luego Leon


Der Unterricht an diesem Mittwoch neigt sich dem Ende zu. Leon, der in der Zwischenzeit in der Mensa gewartet hat, erhebt sich mit Blick auf die Uhr von seinem Stuhl. Er geht in Richtung Eingangsbereich. Dort will er auf die Mitschüler warten, von denen er sich verabschieden möchte. Vero kommt in Begleitung von Tania ihm entgegen. "Hey Blondi", begrüßt er das Mädchen mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Hey du Schwätzer. Warum warst du nicht im Unterricht?", entgegnet die Begrüßte mit einer Mischung aus Verwunderung und Neckerei. "Naja ...", beginnt der Sportler. Buzz nähert sich und sieht zu dem kleinen Grüppchen.



Dave, der eine Gruppe mit zwei Parallelklassen-Schülern hat und bis grade noch das Sozialprojekt besprochen hat wandert zum Eingang wo er Leon mit Tania und Vero sieht. Grinsend geht er auf seinen Kumpel zu, "Was geht ab, Bro." er klopft ihm auf die Schulter und schaut in die Gesichter der Mädels die offenbar auf etwas warten. Er grinst, "Keine Sorge, das geilste Twelve-Pack des Hauses steht jetzt vor euch." spaßeshalber klopft er Leon und sich auf den Bauch.



Ärgerlich über seine eigene Blödheit, kehrt Artjom in die Schule zurück. Er hat dieses Buch aus der Bibliothek zurückbringen wollen und es vergessen als er die Aussicht auf eine freie Stunde gerochen hatte. Shit Happens. Er stösst die Tür auf und bemerkt die Gruppe mit Leon. Urg.. Ignorier ihn einfach. Nouki sagte er ist bald weg und dann muss er den Kerl nie wieder sehen. Möglichst neutral geht er an ihnen vorbei und trifft noch innerhalb der Sichtweite der Gruppe, auf Nouki, die ihm entgegen kommt.

Tania steht neben ihrer Freundin und beobachtet verstohlen Leon und Vero, die miteinander sprechen. Ein Hauch von Melancholie umgibt sie, während sie das vertraute Verhältnis der beiden Freunde betrachtet. Bei Vero wirkt Leon aufgeschlossen und herzlich. Die Rothaarige spürt, wie sich eine gewisse Wehmut in ihrem Inneren breitmacht. Sie selbst hat nie die Gelegenheit gehabt, eine so enge Freundschaft mit dem Sportler zu pflegen.



Ein genervtes Lächeln spielt kurz um Tanias Lippen, als sie Daves Kommentar hört. Die Erinnerung an die Abweisung von ihm, als sie eine flüchtige Romanze im Narwal Arms andeutete, schießt wie ein Pfeil durch ihre Gedanken. Ein unangenehmes Kribbeln schleicht sich in ihre Stimmung.

In Gedanken versunken über den Verlauf der Projektbesprechung geht Nouki mit gesenktem Kopf durchs Schulhaus. Als sie um eine Ecke biegt, sieht sie im Eingangsbereich einen Pulk Schüler. Sie entdeckt Tani und Vero, erhebt freudig eine Hand zum winken und lässt sie schnell wieder sinken, als sie durch eine Lücke Leon erkennt. Unschlüssig bleibt sie mit klopfendem Herzen stehen. Von allen Sims der Welt will sie am wenigsten auf ihn treffen jetzt, aber vor aller Augen umdrehen wirkt auch dämlich. Artjoms überraschendes Erscheinen kommt wie gerufen. Sie umarmt ihn innig, als wäre er ihr Rettungsanker. "Lass uns zusammen raus gehen, bitte." sagt sie leise an seinem Ohr, aber in dringlichem Ton. "Ich will so schnell wie möglich an Leo vorbei."



Leon erwidert die freudige Geste von Dave herzlich. Bei dessen Humor, grinst der Schüler. Er wird dies alles so sehr vermissen. "Naja ... wie soll ich sagen ... Die Rektorin hat mich davon freigestellt ... Heut war mein letzter Schultag", beichtet er schließlich. Veros und Buzzs Augen werden groß. "Wie jetzt, Dude?", fragt der Hippie verblüfft. "Reist du wieder mit deinen Eltern um den Globus?", scherzt die Blondine. Wäre nicht das erste Mal, dass der Junge bedingt durch seine Eltern herumreist. Doch Leon wirkt völlig anders als sonst. "Nein Vero ... Ich verlasse die Brindleton Bay High endgültig ... Ich ...", er sieht zu Dave und seufzt. "... ich hab eine Zusage zu einem Sportstipenium erhalten."



"Oh",
antwortet Vero betroffen. "Wann geht es los?"
"Morgen", erwidert Leon. Buzz wirkt bei dieser Nachricht traurig und kommt auf den Sportler zu. "Best luck, Bro", sagt er, während dieser Leon umarmt. "Danke Buzz", bedankt sich der Umarmte und ringt um Fassung. Mit einem Blick auf Dave, entschuldigt sich der Rothaarige: "Damit endet leider die Ära vom ‚Triple‘." Wobei dieses sportliche ‚Triple‘ aus Nouki, Dave und Leon schon nicht mehr bestand, seit sie sich für Artjom entschieden hat.



"Morgen schon?" sagt Dave und hebt die Brauen, ob der unerwarteten Nachricht. "Na dann..... Viel Glück, Mann. Freu mich für dich, aber echt schade." Dave hält inne und sieht Leon ernst an, "Wir bleiben doch in Kontakt, oder?"

Artjom horcht derweil auf. Leo... N! Er rümpft die Nase, "Ne, ich muss erst dieses Buch zurück bringen." Er rückt den Rucksack nach vorn und greift hinein um das Buch "Simtopia: Eine Kritische Analyse der Politischen Evolution in SimsWelt" in die Hand zu nehmen. "Dauert nur ne Minute." sagt Artjom. "Warte eben, ich bin gleich wieder da."
Er eilt los zur Bibliothek im selben Stockwerk

Tania ist überrascht über Leons Verkündung. Damit hat sie nicht gerechnet. Ein aufrichtiges Lächeln huscht über ihr Gesicht. "Das ist ja aufregend! Ich freu mich für Dich", sagt sie. In ihren Augen spiegelt sich Ehrlichkeit und Wohlwollen wider, während sie ihm alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt wünscht.



Ohne den Sinn der Buchstaben zu begreifen, starrt Nouki kurz auf das Buch mit dem langen Titel und dann beunruhigt Artjom hinterher. Sie wird jetzt nicht hier stehen bleiben und aussehen, als hätte sie Angst vor der Begegnung mit ihrem ehemals besten Freund. Ihre Brust schmerzt beim Gedanken daran, Leon nicht mehr sehen zu können, weil er abreist und es keine Gelegenheit gibt, alles zwischen ihnen zu bereinigen. Andererseits hat sie der ungerechtfertigte Zorn, mit dem er sie in Mt.Komorebi überschüttet hat sehr verletzt. Den Rücken durchstreckend hebt sie trotzig das Kinn und geht geradewegs auf Tani und Vero zu. Ohne einen Blick zu den anderen Mitschülern, dreht sie sich seitlich zu Leon und begrüßt die Freundinnen. "Hey ihr zwei. Was geht? Kommt ihr mit raus?"



"Klar D, wir bleiben im Kontakt. Ist doch Ehrensache!", verspricht Leon Dave. "Ich bleibe gerne mit euch allen im Kontakt. Wenn ihr das wollt", ergänzt er. Buzz, der die Umarmung nun löst nickt. "Gern, Bro ... Machs gut", verabschiedet sich der Hippie und wischt sich eine Träne von der Wange. Er mag solche Abschiede nicht und zieht es vor, die Szenerie zu verlassen. Vero stimmt Tani zu. "Du musst uns unbedingt berichten, wie das Stipenium so ist. Wo musst du eigentlich hin? Ist es hier in der Gegend?" Der Gefragte sieht erst Buzz nach, dann schüttelt er zu Veros Frage den Kopf. "Nein, es ist weiter weg in Spanien."



"Oh, so weit also ... Krass ... Aber eins ist sicher!", stellt das Mädchen fest. "Was denn?", hakt Leon nach. "Sicher ist, dass du mit deinem streberhaften spanisch locker Anschluss finden wirst!", dabei zwinkert sie vergnügt. Jetzt muss der Größere bei all der Abschiedsstimmung doch schmunzeln. "¡Que sí!", grinst er zurück. Die zwei Schüler lachen. Plötzlich taucht Nouki neben ihnen auf. Vero sieht zu der Freundin und antwortet unbefangen fröhlich: "Hi. Wir kommen gleich, wollen uns nur noch von Leon verabschieden." Der Sportler ist angespannt und meidet es Nouki ins Gesicht zu sehen. Ein Klos steckt ihm im Hals. Der Abschied heißt auch, dass er S-i-e los lassen muss ...

„Nice, erzähl mir von deinen spanischen Eroberungen.“ lacht Dave, „Die wern Schlange stehn!“

Artjom holt sich indes den Stempel ab und hastet zurück an die Stelle an der Nouki zu letzt stand. Wo er sie nicht vorfindet. Er schaut sich um und erkennt dass sie bei Leon steht. Grossartig… Augenrollend schultert er den Rucksack und geht auf sie zu, stellt sich neben sie, grüsst Tania und Vero und meint zu Nouki, nicht ohne besitzansprechend ihre Hand zu nehmen, „Wir können..“

Tania denkt darüber nach, wie schwer es für Nouki sein muss, sich von ihrem besten Freund zu verabschieden. Mitfühlend streicht sie über den Oberarm ihrer Freundin. "Wie gehts dir damit?" Die Sorge um Noukis Gefühle durchdringt die Gedanken der Rothaarigen. Sie hofft inständig, dass Nouki Trost und Unterstützung durch Artjom erhält. "Du bist jederzeit bei Jordyn und mir willkommen."

Die gut gemeinte Berührung ihrer Freundin fühlt sich falsch an. So dicht bei Leon stehend, kommt der Ärger über die Szene im Urlaub in Nouki wieder hoch und lässt das Mitgefühl der Freundin verpuffen. Tani kann nichts dafür. Niemand weiß von dem Streit zwischen ihnen, außer Artjom. Als der dazu kommt, entzieht sie Tani den Arm, ergreift dankbar Artjoms Hand und nickt. Ein kühler Seitenblick trifft Leon. "Wie soll 's mir schon gehen? Plem, plem wie ich bin?" zitiert sie Leon spitz. "Reisende, die nur sich selbst im Kopf haben, soll man nicht aufhalten hab ich mal gehört." . Gerne würde sie sich bei Tani bedanken für ihr lieb gemeintes Angebot, aber sie muss ihr später alles erklären, das geht jetzt nicht. Stattdessen schmiegt sie sich an Artjoms Schulter.



An einer Ecke, wo sie niemand sieht, hat sich Leyla versteckt. Sie bekommt mit, dass Leon geht. Eine Träne fließt ihre Wange herab. Der tollste Junge an der Schule geht nun ... verlässt sie einfach ... Das ist ihr zu viel. Das Mädchen sucht einen anderen Weg aus der Schule, um seinen 'Liebeskummer' zu verbergen.
Auf Dave kann Leon gar nicht mehr locker reagieren. Die Worte von Nouki bohren sich tief in sein Herz. Er wird erneut daran erinnert, dass Nouki für ihn bereits verloren ist. Freundschaftlich, wie auch auf einer anderen Ebene. Er ballt die Hand zu einer Faust.
Vero sieht Nouki verwundert hinter her. Was ist denn mit ihr los? ... Haben die Zwei sich gestritten?
Als sich das Pärchen entfernen möchte, äußert sich Leon: "Artjom, bleib stehen! ... Ich hab dir noch was zu sagen." Seine Stimme wirkt kühl.
Vero schaut hin und her. Was geht jetzt ab?



Artjom hält inne. Was jetzt? Die Worte von Nouki haben sowas von gesessen und Artjom war aufrichtig stolz drauf. Statt sie anzuzicken, wendet Leon sich aber jetzt an ihn? Warum? Er hat nichts zu ihm gesagt. Überhaupt hat Artjom ihm noch nie irgendwas getan. Will er sich noch lächerlicher machen als ohnehin schon? Andererseits, was hat der Typ noch zu verlieren? Und Morgen ist er weg. Möglichst neutral, dreht Artjom sich zu Leon um. "Was.."

Was wird das jetzt? Nouki erstarrt innerlich und wendet sich gemeinsam mit Artjom um. Ihr Blick ist fest auf Leon gerichtet.



Leon geht Gelassen auf Artjom zu. Er hält den Blick von ihm stand und ignoriert Nouki. Als er vor dem Konkurrenten steht, sagt er kühl: "Nur das: ... pass gut auf Nouk auf! ... Sie ... ist ... ein ... toller und wertvoller Sim ..."
Auch wenn diese Worte sie nicht erreichen werden, der Sportler hat nochmal zum Ausdruck gebracht, was er von diesem besonderen Sim hält.
Dann verfinstert sich Leons Blick und Mimik. "Machst du sie jedoch unglücklich ... dann ..."
In diesem Moment rammt der Junge seine Faust direkt in Artjoms Magengegend. "... werde ich dich überall finden!"



Die letzten Worte spiegeln seine Gefühlskälte wider. Eine eisige, abweisende Aura umgibt ihn nun. Ja, er hat den Kampf um Nouki endgültig verloren. Doch es ist ihm eine Genugtuung, seinem Rivalen diese letzte Drohung mit deutlichem Nachdruck reingewürgt zu haben. Wobei "prügeln" da der passendere Ausdruck wäre.
Die blauen Augen sind kalt, wie ein Eisberg. Jede Form von Wärme ist erloschen. So soll es nun enden ... so ist nun sein Abgang ...
Doch kümmert es ihn wirklich, was Nouk oder sonst wer von ihm denkt?
In keinstem Fall ... seine Gefühle sind in diesem Augenblick erstarrt.



Leon wendet sich von allen ab und verlässt das Gelände der Highschool ruhigen Schrittes.
Vero, die dem Schauspiel wie die anderen Mitschüler und/oder Freunde beiwohnt, steht der Mund offen. So eine gewaltbereite Art hat sie Leon bisher nicht zugetraut. Das Mädchen schluckt und ist sprachlos.

Artjom hat schon den Mund geöffnet um etwas zu erwidern als es ihm die Eingeweide zusammenzieht. Die ganze Luft verlässt mit einem überraschten, erstickten Geräusch seine Lungen und er beugt sich vor, ehe der Schmerz sich in seinem Gesicht spiegelt. Die Worte die Leon dem körperlich unterlegenen Jungen am ende nah ins Ohr sagt, kann er nicht verarbeiten und Artjom fällt auf die Knie als Leon sich abwendet. Artjom wird schlagartig speiübel und es zwickt so heftig vom Magen aus, dass er sich nicht traut zu atmen. Ein husten, um ihn daran zu erinnern, dass er Luft braucht, dann kippt er zur Seite. "Ffff..u..ck.." stöhnt er atemlos den Bauch umschlungen und gekrümmt.



Schockiert und unsicher blickt Tania den am Boden liegenden Teenager an. Die Ungewissheit darüber, wie sie reagieren soll, lähmt sie für einen Moment. Ihr Herz schlägt schneller, während sie sich fragt, ob sie ihm helfen, eine Lehrkraft holen oder einfach abwarten sollte. Ihr Blick wandert zu Nouki.

Mit entsetzt aufgerissenen Augen wird Nouki von den Geschehnissen komplett überrumpelt. Der Magenschwinger bringt das Fass zum Überlaufen. Fassungslose Tränen rinnen ihr über das Gesicht, als sie sich neben Artjom kniet. "Wer ist hier Plem, plem?" schreit sie Leon schluchzend hinterher. "Du Idiot! Du Arsch! Ich hab 's dir gesagt! Er hat dir NICHTS getan!!" Während ihr Freund sich am Boden krümmt, weint sie geschockt weiter. Verzweifelt hält sie ihn an den Schultern, unfähig irgendetwas Sinnvolles zu tun.



Vero, die nun das Schluchzen von Nouki vernimmt, erwacht aus ihrer Starre. Sie eilt in Richtung Lehrerzimmer. Sie platzt in den Raum, in dem nur der Sportlehrer sitzt. "Kommen sie bitte schnell, wir brauchen Hilfe", atmet Vero schwer. Kaplan erhebt sich. "Was ist passiert?" Kurz darauf erscheint der bullige Mann am Ort des Geschehens. Er beugt sich zu Artjom runter. "Wo genau tut es weh?", fragt der Erwachsene den Schüler. Aufgrund dessen Aussage, die er gerade so über die Lippen bekommt und durch die Erzählung der Augenzeugen, entscheidet der Lehrer den Verletzten zuerst ins Krankenzimmer zu bringen. Dort ist der Junge erstmal gut untergebracht. Jedenfalls besser als auf dem kalten Betonboden des Eingangsbereichs.
Zeitgleich versucht Kaplan die aufgelöste Anouk zu beruhigen. Doch beiden gleichzeitig gerecht zu werden, kann er nicht. "Kann sich bitte einer um Anouk kümmern? Wäre euch sehr dankbar."

Während Artjom vom Lehrer in das Krankenzimmer gebracht wird, legt Tania sanft einen Arm um Nouki, während diese schluchzend verweilt. "Alles wird gut.", flüstert sie ihrer Freundin tröstend zu.



Es tut gut so gehalten zu werden und langsam wird das Beben von Noukis Schultern weniger. Erschöpft ausatmend rückt sie etwas von Tani ab und wischt sich mit dem Jackenärmel über Augen und Gesicht. Sie versucht ein Lächeln, was kläglich scheitert. "Nein, nichts wird gut, Tani." Sie sieht Kopf schüttelnd in die Richtung, in die Artjom mit Hr. Kaplan verschwunden ist und zurück zu ihrer Freundin. Trocken aufschluchzend holt sie Luft. "Aber danke ." Nouki umarmt Tani fest und wiederholt dasselbe bei Vero. "Danke fürs Hilfe holen." Dann hebt sie ihren Rucksack vom Boden auf und eilt, so schnell es ihre weichen Knie zu lassen, zum Krankenzimmer.

Kaplan legt Artjom im Krankenzimmer auf die Liege und tastet vorsichtig den betroffenen Bereich ab. Damit will er feststellen, wo der Schmerzherd sitzt. Dazu stellt er dem Jungen Fragen. Wenig später kommt Anouk dazu. "Alles wird gut, macht euch keine Sorgen", versucht er beide Schüler zu beruhigen.

Vero sieht Nouki nach. Das sie der Freundin in der Situation hilft, ist für sie selbstverständlich. Die Blondine sieht zu Tani. "Was meinst du, sollen wir nachgehen? Mehr können wir aber auch gerade nicht tun." Sie ist hin und her gerissen.

"Lass uns erstmal in die Mensa, ich muss was trinken.", antwortet Tania ihrer Freundin und die Beiden gehen zur Essensausgabe.

_+_+_+_


Leon vernimmt Noukis Worte, doch prallen sie an ihm ab. Er öffnet das Schloss von seinem Fahrrad. Da bemerkt der Junge, dass ihm jemand gefolgt ist.

Dave kommt auf Leon zu. "Bro!" sagt er und ist sich nicht ganz sicher, was er von Erlebtem grade halten soll. "Was war das denn?"



Leon seufzt. "Etwas was längst überfällig war", gibt er grummelig zurück. "Der Typ hat es nicht besser verdient." Der Junge sieht auf und bemerkt die Gestik von Dave. Wieder entfährt Leon ein Seufzer. "Was soll ich noch sagen ... es ist ... einfach ... scheiß ... kompliziert ... und alles ätzend", gibt der Junge kleinlaut zu.

Dave betrachtet den Freund. Er hat keinen Schimmer was das war und die Erklärung hilft ihm nicht. Was ist mit Artjom? Dave dachte immer er wär einfach n Streber. Aber so richtig aufgefallen ist er sonst nicht. Das Wort Kompliziert, verbindet er mit dem was seine Schwester schon gesagt hat, als sie heulend zu Hause sass, wegen irgend nem Kerl und alles was sie dazu sagen wollte war: es ist kompliziert. Daves Gehirn fasst eine Erkenntnis. "Gehts um n Mädel?"



"Ja", gibt Leon ehrlich zu. Warum soll er seinem Freund gegenüber was vormachen. "Läufst ein Stück mit in Richtung Bahnhof?", fragt Leon ihn. Laufen und dabei reden tut ihm sicher gut.

"Klar." sagt Dave und wartet bis Leon das Fahrrad bereit hat. "Um wen denn?" fragt er ehrlich unwissend und stockt, "Warte..." er sieht Leon an und wartet auf einen Geistesblitz. "Ne, sags mir."

Leon lacht. "Du bist einfach genial D. Das finde ich so toll an dir." Sie laufen die ersten Schritte und entfernen sich von dem Schulgelände. Der 'Schotte' atmet durch. "Das Mädel ... um das ... es ... geht ... ist ... Nouk ...", dabei errötet Leon sichtlich.



Bevor er in Leons Kompliment mit geschwellter Brust aufgehen kann, geht ihm die Luft aus. "Nouk? U n s e r e Nouki?!" Dave blinzelt. Das hat er nicht kommen sehen. "Seit wann das denn?"

"Ähm ...ja ... unsere Nouk ...", Leons Schamröte wird intensiver. "Seit etwa Herbst sind die Gefühle immer stärker geworden ... Es ist einfach passiert ...", sagt er unbeholfen.

"Ooooh." Dave nickt verstehend, "Jap, jap, ich verstehe..." sagt er wie ein Experte und stoppt. Ratlos schüttelt er den Kopf. "Aber weil sie auf den Streber steht, haust du ihm eine rein?"

Leon seufzt. "Irgendwie schon ... Was hat dieser Lauch was ich nicht habe?", stellt der Junge die Frage in den Raum. Wobei dies eher laut gedacht als gewollt gesagt ist. "... Außerdem ... widert mich dieser Typ generell an", denn diese klare Abneigung hat er definitiv. "Aber nach der Aktion ... habe ich Nouk auf allen Ebenen verloren ... da mach ich mir nix vor." Leon versucht nicht loszuheulen. Die harte, kalte Art, die er vor wenigen Minuten noch an den Tag legte, ist er einfach nicht. Er ringt um Fassung.



"Aber vllt soll es einfach so sein. ... Dann muss ich mir wegen den Chicas in Spanien keine Gedanken machen", redet er sich das ein. Ob das auch so kommen wird? How knows? ... "Aber um auf deine Aussage vorhin einzugehen ... Bei dir stehen die Mädels doch sicher auch Schlange. Oder?" Lächelnd stupst Leon seine Ellenbogen freundschaftlich gegen Daves Oberarm. Dieser scheint noch muskulöser zu sein als früher.

Dave ist zwar nicht die hellste Kerze auf dem Leuchter, aber er merkt wenn ein Thema sich dem Ende zu neigt. Offenbar will Leon nicht über Artjom reden. Zudem hat er sich selbst erklärt wie die Lage aussieht. "Pff. Bei mir stehen a l l e Schlange." sagt er und küsst seinen Bizeps. "Und du... vergiss die zwei. In ner Woche schickst mir n Bild von dir und nem neuen Mädel.... oder Kerl. Wer weiss." Er klopft Leon hart auf die Schulter und lacht.

Der Gesprächspartner wankt kurz. "Wieso Kerl? ... Du weißt doch, dass ich hetero bin", fragt er irritiert. Dann kommt ihm Buzz in den Sinn. Die Szenerie könnte man vielleicht missverstehen. "Buzz und ich sind nur Kumpels. Ehrlich", beharrt Leon darauf. Verwirrt vom ganzen fällt ihm nun auf, dass Dave von a l l e gesprochen hat. Der Rothaarige schluckt. "Ähm ... was meinst du mit a l l e?", seine blauen Augen sehen in die seines Freundes.



Dave sieht ihn an und zuckt die Schultern. "Ja, okay." sein Lächeln wird schmäler als er sich rechtfertigt. "Uhm.." Irritiert sieht er Leon an, "naja.. Jeder eben." Das ist doch nichts neues. Dave wird von allen angebetet weil er so ein geiler Typ ist und unfassbar gut aussieht. Er ist sich beim Gesichtsausdruck seines Gegenübers jetzt nicht mehr sicher worauf er hinaus will.

"Also auch M ä n n e r?", harkt Leon nach. Diese potenzielle Möglichkeit erschlägt ihn gerade regelrecht.

Daves Brauen ziehe sich verwirrt zusammen. "Mh.. Ja, wieso nicht?"

Die Neuigkeit überrollt den Zuhörer völlig. "Okay", klingt Leon verwirrt. "Das ... hätte ... ich ... nicht ... erwartet ...", gibt er peinlich berührt zu.

"Was denn?" Erschrocken denkt Dave darüber nach was er gesagt hat, kann aber nicht schlimmes daran finden.

Leons Pupille zittert. Sein bester Kumpel ... ist ... schwul?!? ... Von Buzz weiß er, dass dieser auch auf Kerle steht ... Aber von Dave ... dem Sunnyboy schlecht hin ... hätte er niemals. ... Als eine Bank in der Nähe ist, muss sich Leon setzen. Er pustet die Atemluft hörbar aus dem Mund aus und hebt seine Hände an den Kopf.
Nach einer kurzen Zeit sieht er Dave an. "Das muss ich erstmal verdauen ... Das trifft mich gerade volle Breitseite."

Dave kann das absolut nicht nachvollziehen. "Bro, red mit mir. Was hab ich gesagt?" schon fast panisch sucht Dave die Antwort in seinem Kopf.



Weiterhin sieht Leon Dave in die Augen. "Bro, dass du schwul bist ...ist für mich absolut neu ... Ich hab keinen Plan wie ich damit umgehen soll ...", beichtet er seinem Kumpel dies aufrichtig.

Erleichterung breitet sich in Dave aus. Achso... Moment mal. "Okay. Und? Ändert doch nichts, oder?" Ja gut, Dave hat das nie an die grosse Glocke gehängt, so wie Nadine die jetzt gross die Fahne schwingt für alle und jeden, aber Dave hatte auch nicht das Gefühl das zu müssen.

Leon pustet die Luft nochmal laut aus. "Naja ... Ist für mich nicht leicht einzuordnen ... Z.b. wenn wir in der Dusche rumgealbert haben ... War das wirklich nur Spaß? ... Oder hast du dir vllt mehr erhofft? ... Stehst du vllt auf mich? ... Und wenn ich diese Gefühle nicht erwidern kann, verletzte ich dich dann? Geht jetzt hier alles zu Bruch?!? ... Oh Jesus ...", Leon senkt den Kopf und reibt sich mit den Händen die Haare. Man merkt, er ist gerade völlig überfordert mit der Situation.



Ein bisschen muss Dave lachen. "Bro..." er setzt sich neben Leon. "Alter ich bin nicht auf der Suche." Frauen stehn auf seinen Body, Männer wollen sein wie er und umgekehrt. Das reicht Dave. Sein Gesichtsausdruck wird trüber, als ihm klar wird das Leon jetzt die Vergangenheit in Frage stellt. "Ich mein.." er überlegt, "du bist n Prachtexemplar," sagt er amüsiert und boxt den Freund in den Oberarm, "Aber... ich steh nich automatischen auf jeden Kerl nur weil ich Gay bin, klar?"

Erleichterung macht sich in Leon breit. "Danke, das hilft mir, Bro." Er hebt Dave die Faust zum Bro-Gruß hin. Die Geste wird erwidert. "So so, ich bin also ein Prachtexemplar?", scherzt Leon zurück. "Aber ich glaub diese Oberarme bekomm ich spätestens wenn ich dann nonstop an Felswänden klettere." Er erzählt Dave, dass Murcia nicht weit von der Küste ist und auch die Alpen sind gut erreichbar. Daher kann der Junge nun abwechslungsreich trainieren. "Und das große Ziel wird Olympia sein", sagt er stolz mit viel Zuversicht.



"Yeah! Das packst du." Dave wünscht ihm aufrichtig, dass er das schafft, "Und ich sag allen, das ich dich gekannt hab, bevor du berühmt wurdest." er lacht.

"Danke Bro!", bedankt sich Leon und umarmt Dave unbefangen. Er ist froh, dass mit ihm, trotz der Neuigkeit über dessen Orientierung, alles beim alten bleibt. "Ich muss dann langsam. Mein Zug kommt sicher demnächst", deutet Leon seinen Aufbruch an.



"Okay." Dave klopft Leon bei der Umarmung auf den Rücken. "Machs gut Mann. Und tu nichts was ich nich auch tun würde." Er zeigt mit Fingerpistolen auf Leon, lehnt sich zurück und zwinkert.

Der ehemalige BBH Schüler verlässt seinen Kumpel und nimmt die Bahn in Richtung 'neues Leben'.



——————————

Es dauert nicht lange und Artjom verlässt das Krankenzimmer wieder. Der schlimmste Schmerz ist weg und die Übelkeit verflogen. Es bleibt nur ein leicht unangenehmes Ziehen zurück aber er kann wieder aufrecht gehn. Artjom kommt grade schon zur Tür raus als Nouki ihm begegnet. Er reibt sich noch ein bisschen den Magen und lächelt gequält. „Fast wie auf meiner alten Schule…“



Mittlerweile wieder einigermaßen gefasst, ist Nouki unendlich erleichtert Artjom auf den Beinen zu sehen. Sie umarmt ihn fest und sieht ihn dann aus geröteten Augen fragend an. "Geht's denn?" Sie gehen eng umschlungen weiter. "Wie meinst du das? Man könnte grad meinen es ist was ganz normales jemandem mal eben einen Magenschwinger zu verpassen." Sie bleibt stehen und sieht Artjom entgeistert an. "Das war nicht das erste Mal für dich?" Allein der Gedanke daran tut so weh, dass ihr wieder die Tränen in die Augen steigen.



„Wenn du wüsstest.“ winkt Artjom ab. Er überlegt was der Grund war. Viele sahen ihn als Bedrohung. Unscheinbar, Klug, keine grosse Klappe und kriegt die Mädchen die ihm gefallen quasi hinter aller Rücken rum. Das kann schon mal bedrohlich wirken, wenn der testosterongesteuerte durchschnitts Bully sich dadurch unterwandert fühlt, auch wenn das mit den Mädels erst später kam. Artjom weiss nicht so genau was er an sich hatte als das anfing. Möglicherweise doch sein „Streber-Image“.
„Mit 11 hab ich angefangen immer eine Taschenlampe in der Tasche zu haben, damit ich was lesen kann, bis mich wer aus meinem Spind befreit.“
Wie zur Demonstration, greift er in die Tasche und befördert eine kleine Fahrradlampe zu Tage. „Ich denke das sagt alles.“ grinst er bemüht und schluckt.



Nouki, die sich fühlt wie im falschen Film, schüttelt nur ungläubig den Kopf. "Ich werd nie verstehen wie man überhaupt auf so ne Idee kommen kann." ..oder zu schlagen. Eine Welle Mitgefühl für Artjom überspült ihr Inneres. "Das muss dich sehr belastet haben." Sie denkt an seine Mutter. Bestimmt hat er zuhause nichts erzählt von seinen Sorgen.

"Was mich nich umbringt, macht mich stärker. Oder wie war das?" Artjom hebt die Mundwinkel. Es ist schön das Nouki sich Sorgen um ihn macht, aber das Thema ist so alt, dass er es nicht wirklich genießen kann. Wo war eine wie sie damals?
Mit flauem Gefühl im Magen, schaut er auf die Uhr auf dem Handy. "Ich muss jetzt echt los.." sagt er und wünscht Leon dabei die Pest an den Hals. Hoffentlich wirds ihm in Spanien richtig scheisse gehen. "Wir treffen uns später, ok?" er küsst sie auf die Stirn und beeilt sich, immer noch bauchreibend, vom Schulgelände zu kommen.

(In Zusammenarbeit mit @RacBadger, @Spatz und @simscat2 )

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>>> Tania geht nach Windenburg Nr. 11 - Wohnung von Jordyn und Tania >>>
>>> Buzz geht nach Evergreen Harbor Nr. 15 - WG Tom, Jim, Valentin, Logan (5) >>>


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