Forgotten Hollow Nr. 3 - Villa Victoria

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14.04.2023 23:35 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:23)
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Hausmeister

Chip kann nicht fassen was sich da vor seinen Augen abspielt. Blaze ...oder vielmehr sein Körper hat Viola gepackt, hält sie hoch in der Luft, scheint sie zu würgen..."Geh mir aus dem Weg." sagt der Körper monoton.
Denize steht hinter Shane an der Tür und hält erschrocken die Hände vors Gesicht. "Helft ihr doch!"
"Es geht nicht!" entgegnet Shane panisch, während er nach der Wand tastet.
Chip kommt auch wieder auf die Beine, nimmt Denize in den Arm und beobachtet entsetzt das Schauspiel. Plötzlich lässt „Blaze“ Viola fallen, wie einen nassen Sack und geht roboterhaft in Richtung Ausgang...immer noch die grausige Hand am Fuß.
Chip lässt Denize los, nimmt stattdessen ihre Hand und ruft:“Hinterher!“
Aus den Augenwinkeln sieht er, dass Shane sich um Viola kümmert.Gut!


Als sie drüben ankommen geht es nicht viel besser weiter. Nouki kommt gelaufen und ruft allen zu, was sie in dem Buch gelesen hat. Es soll brennen...das Skelett? Von ihm aus gerne!
Nimm!“ schreit Yuna Viola an, die zusammen mit Shane nun wieder bei der Gruppe steht. Sie hält ihr den rotglühenden Topf hin und...Viola nimmt das Gefäß, das daraufhin noch mehr leuchtet und zu rauchen anfängt.
Und dann passiert das Unglaubliche...ein Skelett steigt auf...mit nur einer Hand und geht auf den „besetzten“ Blaze zu.
Aufgeregt flüstert Chip Denize zu:“ Das ist es ...Das ist der Junge...er braucht die Hand...die Hand, die an Blaze klebt wie ein Fluch.“


Vielleicht sollten wir dem Skelett besser helfen!“, sagt Viola nun. Doch sie kommt nicht weit.
Eine unsichtbare Wand, die die anderen zuvor von ihr abgehalten hat, hält nun Viola ab, zu Blaze zu gehen. Nur das Skelett hat diese Barriere durchbrechen können… Yuna und Keito stürzen vor. Yuna schluchzt: „Das soll ein Ende haben!“
Doch beide prallen ebenso an etwas Unsichtbaren ab. Keito fängt sich auf den Füßen, Yuna landet am Boden
Verzweifelt greift Yuna weinend nach der von Keito weggeworfenen Schaufel neben sich, wendet sich um und sticht mit dem Gerät auf die Hand an Blaze Fuß ein. Wenigstens die Schaufel dringt durch. „Bitte,“, fleht sie, „helft doch mit.“ Diese Hand ist recht kräftig. Keito rennt los und holt mit einem Scheit Feuer aus dem Kamin.
Gebannt verfolgt Chip, wie das Skelett unter der unsichtbaren Kuppel Blaze erreicht..."Neeeeiiin!" der Schrei bricht aus ihm heraus , ohne dass er etwas dagegen tun kann. Zwei Mächte die den Freund bedrohen?



--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mit Schwung fällt das Gerippe allen vor die Füße. Im selben Moment vernimmt Nouki in ihrem Inneren eine Stimme:

Jeder werfe einen Teil ins Feuer
Das raubt die Kraft dem Ungeheuer
Meine Seele sie geht ins Licht
Der Bann des Bösen bricht

Jeder von ihnen soll ein Knochenteil verbrennen? Sie schaut sich um. Die anderen wirken auch als ob sie auf etwas lauschten. „Okay...das muss man mir nicht zweimal sagen!“
Nouki läuft mit dem Topf zum Kamin , packt einen Holzscheit hinein, hastet wieder zu den anderen, platziert das Gefäß zentral und ruft den anderen zu:“Los, jeder nimmt ein Teil und wirft es in die Flammen!“ Der Topf leuchtet jetzt abwechselnd grün und rot...
Sie selbst zieht mit einem etwas mulmigen Gefühl am rechten Bein des Knochenwesens ...es löst sich ganz leicht, die einzelnen Teile fallen ihr in die Hände und sie kann sie ohne weiteres in das Gefäß werfen. Die Flammen schlagen hoch und die trockenen Überreste zerfallen in der Hitze des Feuers. „Da ist doch noch was anderes am Werk, dass das derart lodert....“ denkt sie überrascht.
Nouki ist überzeugt, der Geist des Jungen hilft ihnen dabei.

~~~~~~

Chip sieht fasziniert, wie das Skelett vor ihnen zu Boden fällt und liegen bleibt, als wolle es etwas damit bezwecken.



Zeitgleich meldet sich eine Stimme in seinem Kopf:

Jeder werfe einen Teil ins Feuer
Das raubt die Kraft dem Ungeheuer
Meine Seele sie geht ins Licht
Der Bann des Bösen bricht

Er sieht, wie Nouki den Topf, in dem es jetzt hell brennt wiederbringt und rasch die Beinknochen des Skelettes hineinwirft. „Hat sie die Stimme auch gehört?“
Er blickt zuDenize, auch sie wirkt, als käme sie von weit her gerade wieder zu sich. Seine Starre löst sich und er reagiert blitzschnell.
„Denize , hol dir ein Teil des Skeletts und wirf es bei Nouki in den Topf! Ich mach das Gleiche jetzt auch! Hab keine Angst, es ist der Junge, der uns das befiehlt!“
Er dreht sich schnell zu Keito. „Wirf dein brennendes Holz da rein und hol dir auch irgendwas von dem Knochenmann. Wenn sich jeder um einen Teil kümmert, haben wir die Chance die böse Macht zu zerstören...!“
Er rennt auf das Skelett zu , packt einen Arm und zieht daran. Was gar nicht notwendig gewesen wäre, die Knochen kommen seiner Hand entgegen, als ob sie nur darauf gewartet hätten. Schnell wendet er sich Nouki zu, die den glühenden Topf bewacht . Kurz bevor er die Knochen hineinwerfen will, erfasst ihn eine Energiewelle und schleudert ihn nach hinten. Eine wütende Energie, wie er es noch nie zuvor gespürt hat. Er kann das Brüllen in seinem Kopf vernehmen.
Geistesgegenwärtig wirft er den Skelettarm zu Nouki, die ihn sofort in den jetzt abwechselnd rot und grün glühenden Topf wirft. Eine Stichflamme schießt hoch und das Skelettteil zerfällt zu Asche. Chip prallt gegen das Sofa, kann sich aber schnell hochrappeln.
Die böse Macht ist wütend...sie kämpft ums Überleben! Schnell ...die Knochen in den Feuertopf. Nouki bleibt dabei...sie kann auch was auffangen und wird es dann verbrennen!“



Hoffentlich wird es gemeinschaftlich gelingen, sämtliche Überreste in Asche zu verwandeln...


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14.04.2023 23:37 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 14:46)
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Hausmeister

„Vielleicht sollten wir dem Skelett besser helfen!“

"Ja! Ja! helft dem Skelett!" Blaze spürt Hoffnung. Er ist gerade an einem Punkt an dem er alles schlechte was er je gesagt oder getan hat zurück nehmen würde. Sogar bei Audrey würde er sich entschuldigen wenn es nur bedeute, dass er die Kontrolle über seinen Körper zurückbekommt. Erst Keito, mit seinem Dad, dann Viola als sie die Anwesenden über ihren Ruf aufklärte und jetzt ist er mit seiner grössten Angst konfrontiert: Die Kontrolle verlieren. So hatte er sich diese Befürchtung nie ausgemalt. Nicht so elementar. Er dacht er würde vielleicht irgendwann, wenn er zu viel getrunken hat, die Kontrolle zu weit aus der Hand legen. Etwas was weit näher liegt, als dass ihn ein Geist übernimmt und seine Handlungen an sich reisst. Es gibt einen Grund warum er sich oft so gibt wie er es tut. Abgegrenzt, manchmal sogar wortkarg und kalt. Einen Grund den nur Chip versteht. Es ist ein Schutzmechanismus den er sich seit 5 Jahren eisern antrainiert hat. Er sollte niemals schwach werden, einknicken oder ... Gefühle entwickeln die er nicht kontrollieren kann...

„Das soll ein Ende haben!“

Keiner kommt an ihn heran, stellt Blaze fest. Viola stösst gegen eine unsichtbare Wand, genau wie Yuna die aber mit der Schaufel durchzukommen scheint. Er spürt den Schmerz am Fuss. Die Eiserne Schaufel die gegen den eiskalt brennenden Knöchel hackt um die Hand loszuwerden. Blaze ist machtlos. Er sieht zu wie das Skelett welches sie verbrennen sollten, durch die Wand tritt und sich ihm gegenüber stellt. Blaze weiss, dass es der Junge ist. Der dem sie so viele Morde angehängt haben und dem endlich verziehen werden muss weil er nichts dafür konnte. Das Ding in Blaze ist wütend. Er weiss es. Fühlt es. Es ist als wäre man festgekettet und egal wie sehr man sich wehrt, die Fesseln, ja nicht einmal die Arme und Beine, bewegen sich keinen Millimeter. Mit entsetzen stellt Blaze fest dass es gegen den guten Geist des Jungen kämpfen will. Es will die Knochen selbst begraben, wenn die Anwesenden es nicht tun. Es will das Skelett zerschlagen und dann alle anderen Zeugen dieser Nacht. Die Kraft dazu hat es. Es ist mächtig und magisch. Der Junge scheint dies zu wissen und stellt sich ihm. Da er der einzige ist der nicht von Blaze' besessenen Körper getötet werden kann.
Blaze sieht hilflos zu wie sein Körper das Skelett schlagen will. Es ist schnell und weicht blitzschnell aus als die Faust auf es zu schnellt.



Sie sind unter der Kuppel und alle ausserhalb können nichts tun ausser zusehen - so wie Blaze. Das Skelett hat einen Nachteil, ihm fehlt eine Hand, doch es gelingt im trotzdem immer wieder auszuweichen. Für Blaze' Körper ist das ganze eigentlich zu viel. Seine Rippe bereitet ihm trotz der eingeworfenen Tablette gegen schmerzen ein ungeheures Leid. Und als das Skelett am Boden liegt und der böse Geist mit der Faust in den hölzernen Fussboden schlägt, weil das Skelett schnell reagiert und ausgewichen ist, wird seine Schulter erneut erschüttert und beginnt zu schmerzen. Blaze fühlt sich einer Ohnmacht nahe, doch er kann nicht umfallen. Nicht einmal das ist ihm vergönnt.



Der Kampf wird weiter geführt, bis das Skelett es endlich schafft einen Treffer zu landen. Ins Gesicht. Blaze denkt noch, hoffentlich verlier ich keinen Zahn, bevor er auf den Boden aufschlägt und es seiner Seele die Puste verschlägt.



Dieser Schmerz, scheint sogar den bösen Geist erreicht zu haben. Viellicht wegen der angerissenen Rippe, vielleicht weil es der Junge war der zugeschlagen hat. Die unsichtbare Wand verschwindet. Alle die daran stehen, müssen einen Schritt vorwärts machen um die Balance zu halten.
Bäuchlings liegt Blaze da, die Hand lässt seinen Knöchel los und fast augenblicklich wird er mit seinem Schmerz alleingelassen.



Er bewegt seine Finger, die Arme, die Beine. Er kann sich wieder bewegen! Er könnte vor Erleichterung weinen, doch dazu ist keine Zeit. Er hört es in seinem Kopf:

Jeder werfe einen Teil ins Feuer
Das raubt die Kraft dem Ungeheuer
Meine Seele sie geht ins Licht
Der Bann des Bösen bricht


“Los, jeder nimmt ein Teil und wirft es in die Flammen!“

Blaze sieht zu wie das Skelett sich zu Boden wirft und sich auseinander pflücken lassen will. Denize hört auf Chips Worte und greift ebenfalls zu und Shane zögert auch nicht lange, als er die Worte in seinem Kopf vernimmt.
Die böse Macht, die Blaze besessen hat, schwebt jetzt in der Luft. Sie ist nicht sichtbar aber er weiss es. Denn hier, bei ihm ist sie nicht mehr und kurz darauf sieht er wie Chip zurückgeschleudert wird als er die Knochen in das Feuer werfen will. Der böse Geist versucht ein letztes Mal zu verhindern, dass die Knochen verbannt werden.

Das Skelett ist nicht mehr vorhanden. Blaze hat es mittlerweile geschafft sich umzudrehen und hinzusetzen. Es passiert nichts. Die Flammen lodern wütend, grün und rot. Warum ist es nicht vorbei? Blaze sieht sich um, sein Sichtfeld pocht im Tackt seins Herzschlags. Erst als sein Blick auf die Hand fällt die seinen Fuss umklammert gehalten hat, versteht er. Er ignoriert den Schmerz, greift nach dem letzten Puzzleteil, kriecht auf die brennende Schale zu und schafft es die Hand ins Feuer zu werfen...



Das wars. Denkt Blaze und bleibt erstmal liegen. Ich kann nicht mehr. Wenigstens hat er die Kontrolle zurück. Er verspricht sich gleich aufzustehen, nur noch... ein paar... Minuten...

Shane sieht gebannt und Denize besorgt zu wie das Feuer die Farben wechselt. Ist es jetzt endlich geschafft?


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14.04.2023 23:38 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:23)
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Hausmeister

Viola kann den Kampf zwischen dem Skelett und Blaze' Körper nur aus der Ferne mit ansehen. Die Barriere hält sie ab, und auch Yuna kann mit ihrer Schaufel nicht viel ausrichten. Aber vielleicht ablenken... Gerade, als Viola sich umsieht, ob es etwas nicht lebendes gibt, das sie gegen Blaze werfen kann, um die Konzentration des bösen Geistes zu stören, gelingt dem Skelett ein Treffer. Blaze sackt zu Boden; seine Schmerzen kann er diesmal nicht verstecken. Die sieht man ihm an. Die Barriere scheint zu verschwinden. Immerhin hat sich nun auch die Hand vom Fußgelenk gelöst.

Ist es wirklich vorbei? Viola versucht testweise, in ihre Fledermausgestalt zu wechseln. Es funktioniert. Ihre Magie ist nicht mehr blockiert. Gleichzeitig ist eine seltsame Stimme zu hören. Ist das der Junge?

Jeder werfe einen Teil ins Feuer
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Auch die Anderen scheinen die Stimme wahrgenommen zu haben, auch wenn sie diese offenbar telepathisch erreicht hat. Nun fällt das Skelett endgültig auseinander, ganz so, als hätte es vollendet, weswegen es überhaupt erst hergekommen ist. “Los, jeder nimmt ein Teil und wirft es in die Flammen!“, sagt Chip unnötigerweise. Viola schnappt sich einen Fuß und wirft ihn in den Topf, der wie zuvor erst grün leuchtet. Als die meisten Knochen dort drin sind, wechselt die Farbe zu rot. Es lodert schön vor sich hin. Doch erst als Blaze auch das letzte Teil hineinwirft - die Hand - ist es wirklich vorbei. Beim ersten Mal hatte noch eine Zutat gefehlt, so dass die Magie die Knochen nicht verbrannt hat sondern stattdessen den Jungen das Skelett erneut übernehmen ließ. Doch jetzt, wo auch die Hand mit im Topf ist, scheint alles zu klappen. Wieder steigt Violetter Rauch auf. Die Flammen löschen sich von alleine, so als seien sie nie dagewesen. Nicht einmal Asche bleibt im Topf zurück.

Viola fasst sich an den Hals. Sie hatte Todesangst gehabt, als sie vom Geist hochgehoben wurde als sei sie nur eine Puppe. Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, sie zu töten. Warum hatte der Geist sie vorher losgelassen? Ist sie ihm nicht wichtig genug gewesen? Sollte es nur eine Drohung sein? Oder hatte Blaze trotz allem immer noch genug Kontrolle, um ihren Tod zu verhindern? Sie weiß es nicht. Aber was auch immer der Grund dafür war, sie ist froh darüber.

Das ist jedoch nicht das einzige Geheimnis. Wer war der andere Geist, der ihnen sagte sie sollen auf die Unbefleckte hören? War das der böse Geist, bevor er in Blaze ein Gefäß fand? Wollte er erreichen, dass sie in den Keller gehen, was sie kurz darauf ja auch taten? Vielleicht wollte er auf diese Weise dafür sorgen, dass sie den Jungen begraben und er immer noch vom ihm nähren kann. Auch dadurch, dass er Blaze schließlich auch auf die Knochen zeigen ließ.. so als sollten sie ihn endlich begraben. Und mit welchem Geist hatte Yuna zuvor gesprochen als sie noch eingesperrt war? War das auch der Böse Geist? Dass er sie nicht getötet hat, muss ja nichts heißen. Vielleicht konnte er sie nicht töten, solange er kein Gefäß hat, in das er fahren kann. Das kann er ja offenbar nicht einfach so. Und wurde auch Terence gesteuert, ohne es zu wissen? War das der Grund, warum er ausgerechnet ein Versteck für sein Entführungsopfer suchte, das die Teens kurz darauf aufsuchen würden? Es muss doch mehr als nur normales Pech gewesen sein, das Terence zur falschen Zeit am falschen Ort auftauchen ließ.

Der Geist, der dafür sorgte, dass sie das Buch finden, scheint ihnen hingegen wohlgesonnen gewesen zu sein. Der Junge?

Viola sieht zu Blaze, der immer erschöpft am Boden liegt. Was bringt es, sich noch Gedanken zu machen? Manche Dinge würden wohl immer ein Geheimnis bleiben. Wichtig ist, dass sie es lebend hier raus geschafft haben. Sie sieht aus dem Fenster. Es würde nicht lange dauern und die Schule würde wieder starten. Sie sind die ganze Nacht in der Villa geblieben. Wenn sie jetzt aufbrechen, würden sie es noch rechtzeitig zum Unterricht schaffen... Doch Viola hat nach einer Nacht wie dieser nicht wirklich die Motivation dazu. Sie würde es nur dann tun, wenn sie wüsste, dass Blaze ausgerechnet diesen Tag auswählen würde, um Tim Breuer seinen Streich zu spielen. Der denkt momentan aber vermutlich auch an ganz andere Dinge.

Trotzdem geht sie zu ihm hin. Auch er wünscht sich sicherlich etwas anderes, an das er denken kann, als an Knochenhände. Sie spricht ihn an: "Willst du deinen Streich für Breuer heute spielen? Das würde uns sicher auf andere Gedanken bringen. Wenn nicht, würde ich den Tag heute aber auch schwänzen."

Sie ist dabei so leise gewesen, dass nur Blaze es hören konnte. Auch wenn sie nun ein wenig mehr Respekt für Yuna und Keito empfinden kann, würde es denen vielleicht nicht unbedingt gefallen, wenn sie wüssten, dass Breuer das Opfer eines Streiches werden soll. Je weniger die beiden davon wissen, desto besser. Vor allem Yuna. Chip hingegen wäre es wohl egal. Die anderen kann sie da nicht einschätzen. Aber so oder so muss es ja nicht jeder wissen.


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14.04.2023 23:38 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 18:25)
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Hausmeister

Plötzlich gerät der zuvor starre Körper von Blaze in Fahrt. Er beginnt … zu kämpfen … gegen ein Skelett. Sie ringen miteinander. Eine knöcherne Hand schlägt zu und Blaze scheint sich vor Schmerzen zu winden. Alle schauen nur ohnmächtig zu wegen dieser Blaze umspannenden unsichtbaren Kuppel, die alles abprallen lässt. Blaze geht langsam zu Boden.
"Neeeeiiin!" Ein gewaltiger Schrei bricht aus Chip heraus ... angesichts des Knochengerippes, dass dem Topf entsprungen ist und sich an der Knochenhand an Blaze‘ Fuß zu schaffen machen wollte. Verdutzt beobachtet Yuna wie das Gerippe vor allen zu Boden fällt, während sie im Inneren eine Stimme wahrnimmt. Oh nein, nicht s c h o n wieder! Es reicht! Yuan sieht sich um und bemerkt, dass scheinbar alle auf etwas lauschen und nicht nur wieder sie. Okeeeeeee! Dann hört sie doch nochmal zu …

Jeder werfe einen Teil ins Feuer
Das raubt die Kraft dem Ungeheuer
Meine Seele sie geht ins Licht
Der Bann des Bösen bricht


Keito mit seinem brennenden Scheit in der Hand vernimmt auch etwas, lauscht wie alle anderen, stellt er fest. Selbst Yuna hat aufgehört, mit der Schaufel weiter zu hacken. Nouki läuft mit dem Topf zum Kamin, packt ein Holzscheit hinein, hastet wieder zu den anderen, platziert das Gefäß zentral und ruft den anderen zu: “Los, jeder nimmt ein Teil und wirft es in die Flammen!“ Der Topf leuchtet jetzt abwechselnd grün und rot ... Sie selbst zieht mit am rechten Bein des Knochenwesens ... die einzelnen Teile fallen ihr in die Hände und sie kann sie in das Gefäß werfen. Die Flammen schlagen hoch.

Auch Chip reagiert nun nach ein paar gebannten Minuten, die er auf das Skelett starrte. „Denize , hol dir ein Teil des Skeletts und wirf es bei Nouki in den Topf! Ich mach das Gleiche jetzt auch! Hab keine Angst, es ist der Junge, der uns das befiehlt!“
Er dreht sich schnell zu Keito um. „Wirf dein brennendes Holz da rein und hol dir auch irgendwas von dem Knochenmann. Wenn sich jeder um einen Teil kümmert, haben wir die Chance die böse Macht zu zerstören...!“
Er rennt auf das Skelett zu, packt einen Arm und zieht daran. Die Knochen kommen fast seiner Hand entgegen. Schnell wendet er sich Nouki zu, die den glühenden Topf bewacht. Doch eine ungeheure Energie zieht ihn noch einmal gewaltsam nach hinten. Keito ist entsetzt, will ihm zu Hilfe eilen. Wie bei einem Basketballspiel wirft Chip aber vom Boden aus Nouki den ergatterten Skelettarm zu und die tütet in den Topf ein. Volltreffer, denkt Keito. Eine Stichflamme verfeuert das Kochenteil.

Chip rappelt sich wieder vom Boden hoch. „Die böse Macht ist wütend...sie kämpft ums Überleben! Schnell ...die Knochen in den Feuertopf. Nouki bleibt dabei...sie kann auch was auffangen und wird es dann verbrennen!“
Keito wirft sein glühendes Scheit in den Topf wie Chip ihm geraten hat und stürzt sich wie die anderen ebenfalls in Richtung Gerippe, wirft Teile ins Feuer hinein. Am Ende besinnt sich auch Yuna nach einigen Schreckmomenten und beobachten einiger Knochenfleddereien der Mitschüler. Sie dreht sich auf Knien zum Knochengerüst und zerrt und ragt mit die letzten Knochenteile zusammen. Nacheinander wirft sie Nouki die letzten Einzelteile zu, die geschickt fängt und eine Stichflamme nach der anderen aus dem Topf jagen lässt. Keito bangt, dass es auch die richtige Lösung war und Yuna hofft endlich auf das Ende und eigene Erlösung, das Haus endlich verlassen zu können. Da sieht sie Blaze am Boden sich winden und noch einmal mit letzter Kraft aufraffen. Oh Gott, die Knochenhand von seinem Fuß, das letzte Teil. Er m u s s es schaffen und er m u s s es selber tun. J e d e r ein Teil von Ihnen … Sie kann nicht helfen, auch wenn sie die Schmerzen in der Mimik sieht. Zumindest scheint er nicht mehr besessen zu sein. Blaze, bitte, nur noch ein bisschen! Er wirft die Hand und … trifft!

Wieder steigt Violetter Rauch auf. Alle schauen gebannt auf die Schale, auf das feurige Farbenspiel … … … …

Sind's nur Sekunden, die vergehen? … … … … Alles … … … hält … … den … … … Atem an … … … … … Stille … … … … … …

Das Feuer ... knistert … gewöhnlich … gelb-orange. Sie können … es noch nicht glauben … alle warten …

Die Flammen löschen sich von alleine, so als seien sie nie dagewesen. Nicht einmal Asche bleibt im Topf zurück.


„Es ist tatsächlich vorbei!“, berappelt Yuna sich so langsam. Jetzt endlich fühlt sie sich frei zu gehen. „Aber was ist hier wirklich geschehen?“ Sie sieht nach den anderen. Am schwersten ist Blaze getroffen. Seine Freunde werden sich gleich kümmern. Viola wendet sich ihm schon zu. Ob er ärztliche Hilfe braucht?

„Was war das bloß?“, Sie möchte es irgendwie halbwegs verstehen. „Braucht einer einen Arzt oder Krankenwagen?“, fragte sie in die Runde mit etwas Blick auf Blaze. Keito gesellt sich zu ihr und nimmt sie in den Arm. Er ist einfach nur unendlich erleichtert, dass diese Geistersache vorbei ist und Yuna alles heil überstanden hat ... auch seinen Pa.


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14.04.2023 23:41 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2023 12:31)
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Hausmeister

Alle Knochen des Skeletts sind im Feuer verbrannt....eine fast gespenstische Stille legt sich für einen Moment über die Gruppe, alle schauen sich an....ungläubig, staunend...ist es tatsächlich vobei?
Dann bricht sich die Erleichterung Bahn. Alle reden durcheinander.
Chip steht mit Denize und Nouki zusammen und ist immer noch etwas fassungslos, was die gerade erlebten Ereignisse angeht.
Nouki meint gerade:“ Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir es nicht geschafft hätten alle Knochen zu verbrennen...“
Chip nickt. „Ja...das wäre wohl für uns alle übel ausgegangen...und vor allem wohl für Blaze...“
Er hat jetzt überhaupt keine Lust, sich weiter Gedanken über die Vorfälle der letzten Stunden zu machen....das kommt später von selbst, da hat er keine Sorge. Er sieht Nouki an und lächelt. „Aber wir haben's gecheckt, das ist die Hauptsache.“
Das ist ein High Five wert.
Nouki gähnt herzhaft und laut. „Ich bin weg....gestern geklettert, die ganze Nacht mit Geistern herumgeturnt...ich kann nicht mehr...“ sagt sie zu Chip.
Sie winkt in die Runde und verabschiedet sich.“Bis später in der Schule!“

Yuna fragt mit Blick auf Blaze, ob ein Krankenwagen gerufen werden soll.
Chip verneint, weil er weiß dass der Kumpel das am allerwenigsten wollte. Irving braucht von dieser Sache hier nichts erfahren, wenn Blaze ins Krankenhaus müsste, wäre das aber zwangsläufig so.
Ausserdem haben sie später noch eine wichtige Sache zu erledigen.
Chip will zu Blaze, der immer noch geschwächt am Boden liegt, aber gerade ist Viola bei ihm und flüstert irgendetwas.
„Was ist das denn jetzt schon wieder?“
Chip wundert sich, aber das Gespräch der beiden ist kurz und Blaze rappelt sich während der Unterhaltung vom Boden auf.
Es wird langsam heller draussen und die Gegenstände und der Unrat in der Bruchbude von Geisterhaus nimmt sichtbarere Konturen an. Chip fühlt sich äußerst unwohl und will so schnell wie möglich hier raus, aber nicht ohne Denize.
Nachdem er Blaze wieder auf den Beinen weiß, geht er zu ihr , um sie mit nach draußen zu nehmen.
Sie steht nahe der Eingangstür und liest auf ihrem Handy etwas.
"Was Wichtiges?" fragt er beiläufig.
"Nadine." antwortet sie nur kurz.
Okay....“ Er sieht, wie sich Blaze gekrümmt durch die Türe nach draußen schleppt. „Der Sturschädel!“
Leute, wir sind dann mal weg...“ wendet sich Chip an den Rest der Gruppe und zu Denize meint er:
Komm, wir schauen zu Blaze, der ist schon allein raus.“
Zu den Anderen ruft er noch kurz:“ Man sieht sich ...irgendwann in der Schule!“
Er hebt eine Hand zum Gruß an alle und verlässt mit Denize das Gebäude.

~~~~~~

Die Morgenluft ist kühl und frisch. Chip saugt sie gierig in die Lungen und atmet ein paar Mal tief ein und aus. Er wirft einen Blick zu Denize und dann einen Besorgteren auf Blaze, der erschöpft am Zaun lehnt. "Wie sollen er denn so den Weg nach Hause schaffen?" Chip geht auf den Freund zu und winkt dabei Denize heran. "Denize? Ich glaube hier sollten wir zu zweit sein...hilfst du mir Blaze nach Hause zu bringen? Der schafft den Weg nicht ohne Unterstützung."
Blaze sieht auf. Er wirft einen Blick auf Denize und wirkt angefressen. "Lass... geht schon." Er stößt sich vom Zaun ab und hinkt in einer leicht gekrümmten Haltung voran.
Denize blickt zu Chip und zuckt mit besorgter Miene die Schultern.
Der fackelt nicht lange, geht zu Blaze , hakt ihn rechts unter und bedeutet Denize es ihm auf der anderen Seite gleich zu tun.
"Alter...jetzt komm mal runter." fährt er Blaze leicht ärgerlich an. "Die Sch...hand hat dein Bein sicher irgendwie geschwächt und du bist weiß wie ne Wand...lass dir jetzt helfen ...wir haben ne gute Strecke vor uns."
Blaze lässt sich von Chip helfen, hebt gegen Denize aber die Hand weswegen sie einfach nebenher geht, bereit zu helfen Blaze aufzufangen falls sie irgendwie stolperten oder Ähnliches.



"Das heute Mittag steht noch, oder?" fragt Blaze.
Chip blickt den Kumpel etwas skeptisch an. "Du hast ja Sorgen, Mann...merkst du eigentlich, dass du grade kaum aufrecht gehen kannst? " Er schweigt kurz."Aber...ja, steht noch."
"Is die letzte Chance, wer weiss wann sich wieder so eine Gelegenheit bietet..." gibt Blaze mürrisch zurück. Denize versteht nicht.
"Ja, ja...hab schon kapiert." Chip schaut kurz zu Denize , die einen etwas verwirrten Gesichtsausdruck hat."Ich muss ihm was helfen...nichts Wichtiges." sagt er erklärend zu ihr.
Nachdem Blaze aussieht als wolle er nicht unbedingt viel mehr reden im Moment, wendet sich Chip an Denize. "Wie fühlst du dich eigentlich grad, geht's einigermaßen?"
Sie lächelt. "Alles in Ordnung. Was ist mit dir? Du wurdest doch auch getroffen."
"Das ist gut..." Chip fühlt sich tatsächlich beruhigt. So ein stabiles Nervenkostüm hätte er Denize nicht zugetraut.
"Die Birne brummt noch ein bissl, aber sonst...alles okay." Er macht eine kurze Pause. "Vergessen werden wir das wohl alle niemals..."
"Ich werde vielleicht meiner Oma davon erzählen. Ich bin sicher sie interessiert sich für die Ereignisse. Sie hat früher als Wahrsagerin gearbeitet." erzählt Denize freundlich. "Tz." entfährt es Blaze spöttisch.

Das Lächeln auf Denize' Gesicht verblasst.
Chip spürt, wie er schon wieder leicht sauer wird. Blaze könnte sich echt die Kommentare sparen...auch wenn es nur ein "Tz" ist...
"Seit heute Nacht weiß ich nicht mehr an was ich glaub und an was nicht...womöglich gibt's auch Leute die sowas können...ich hab auch nicht an Geister geglaubt bis heute." erwidert er deshalb Denize.
Sie sind zwar langsam vorangekommen, aber jetzt ist die Abzweigung nach Del Sol Valley in Sicht. Chip spürt, wie Blaze sich etwas aufrichtet.
Er humpelt zwei Schritte. Irgendwie war diese eisige Kälte so lange um den Fuss nicht gut gewesen. Er dreht sich kurz um, sieht zu Denize dann zu Chip. "Dann.. bis später."
"Bye." gibt Denize zurück obwohl sie das Gefühl hat bei der Verabschiedung nicht gemeint worden zu sein.
Chip ist immer noch nicht ganz wohl dabei Blaze einfach so gehen zu lassen, aber es ist nicht mehr weit bis zu ihm nach Hause und er wird ihn jetzt nicht nochmal mit irgendwelchen Fragen nerven. "Komm gut heim...ich bin um halb eins bei dir." sagt er deshalb nur.

Chip beobachtet noch kurz , wie Blaze leicht gebückt nach Hause geht und steht dann einen Moment unschlüssig da. Erst jetzt wird ihm bewusst, dass er mit Denize allein ist...augenblicklich setzt Herzklopfen ein.
"Boah...warum kann ich bei ihr so überhaupt nicht cool sein?"
Aber wer bleibt schon cool , wenn er ein Mädel wie sie nach Hause bringen kann...kann er?
Chip dreht sich zu ihr, räuspert sich und fragt: " Ist es okay für dich, wenn ich dich noch heim bringe? Würd dich ungern allein lassen nach der Nacht und überhaupt..."
"War das jetzt blöd ?“...er ist sich nicht sicher...bei jeder anderen hätte er den Arm herumgelegt und einfach gesagt: "Ich bring dich nach Hause.", aber es ist nicht jede andere...es ist Denize...
Sie wendet den Blick zu ihm und blickt ihn eine gefühlte Ewigkeit an. Dann lächelt sie. "Gern."
Sie setzt sich in eine Richtung in Bewegung.
"Ich wohne in Willow Creek. Ist nicht mehr so weit."
"Willow Creek...cool...das ist gar nicht weit weg von uns zuhause..."
Chip freut sich, dass er das erfahren hat und wohl heute auch sehen wird , wo genau sie da wohnt. Im losgehen sagt er:
" Das ist gut...nein, ich mein das schaffen wir locker noch bevor es hell wird...obwohl ich auch überall sonst mit dir hingehen würde...also..." Er verhaspelt sich ein bisschen.
"Das wäre gut, weil mein Vater weiss nicht das ich weg bin." Denize lächelt vergnügt, scheint keine Angst vor Konsequenzen zu haben.
Chip wundert sich, dass sie so locker erzählt, einfach aus dem Haus geschlichen zu sein. Er grinst ein bisschen und meint schmunzelnd :" So, so...er weiß gar nichts davon...böses Mädchen."
In Gedanken fügt er hinzu:"Hoffentlich keiner, der's dann doch gemerkt hat und jetzt am Küchentisch sitzt und mit der Machete die Fingernägel putzt...aber dann wär sie wohl nicht so gechillt."
Chip hat sich immer noch nicht ganz gefangen, sein Kopf funktioniert nicht so wie sonst.
"Alter...was geht...hast doch sonst keine solchen Blackouts." Der Gedanke verursacht erst recht eine Leere im Gehirn und er bringt recht lahm heraus: "Du wohnst da allein mit deinem Dad?"
Sie nickt auf seine Frage. "Ja. Wir wohnen da allein."
"Wo wohnst du eigentlich?" fragt sie als wäre nichts weiter dabei.
"Ich? In Oasis Springs...beste Wohngegend, Villa mit zwölf Zimmern und riesigem Pool..." gibt er ironisch zur Antwort und korrigiert dann:" Nein...Oasis stimmt schon...der Rest wär schön..." Dann interessiert es ihn aber doch noch: "Hast gar kein Schiss, dass dein Vater wach sein könnte und uns mitbekommt?"
Denize lacht.
"Uns mitbekommt? Was meinst denn damit?" fragt sie, dann schüttelt sie kichernd den Kopf und zuckt die Schultern. "Ich weiss nicht. Ich bin zuvor noch nie auf nächtliche Erkundungsreise gegangen."
Chip wird leicht rot bei ihrer Frage und ist froh, dass es noch dunkel genug ist, und man es wohl nicht sieht.
"Na ja." sagt er gespielt gelassen. " Bin schon manchmal Kavalier und mach keine halben Sachen , wenn ich dich heim bringe, dann auch bis an die Haustür. Versteht sich..?" Er grinst Denize an und ist gespannt was sie antworten wird.
"Manchmal?" sie grinst zurück. "Warum sieht man an der Schule nie was davon?"
"Schule ist Berufsleben und das hier ist....sehr angenehmes Privatleben...das muss man trennen." Er lächelt sie verschmitzt an.
"Aber was nicht ist...könnte ja noch werden..." fügt er an und bekommt sofort noch mehr Herzklopfen.
Denize lächelt. "Das muss man also trennen, was?" Während sie geht nimmt sie die Hände hinter den Rücken und wirkt dadurch nachdenklich aber auch unschuldiger als sonst.
Genau das ist es, warum sie in Chip so oft den Beschützerinstinkte weckt.

"Sullivan denkt da wohl nicht so, sonst wäre er bestimmt etwas netter zu Nadine gewesen in der Villa. Wegen der Jacke." Sie pausiert kurz dann beginnt sie die Frage mit hoher Stimme und als würde sie nur beiläufig fragen wollen: "Warum ist er eigentlich so unausstehlich in letzter Zeit? Er kam doch mal so gut aus mit Nadine."
Chip atmet geräuschvoll aus. "Boah...so eine sch...was soll man da jetzt sagen..."
Ihm wird es etwas heiss bei diesem Themenwechsel.
Blaze' Innenleben und seine Beziehung oder was auch immer das ist oder war zu Nadine, sind nicht gerade die Themen , auf die er jetzt scharf ist. Er schiebt seine Cap ein wenig hin und her und überlegt,was er jetzt am unverfänglichsten antworten könnte.
"Was war denn da überhaupt nochmal mit der Jacke?" lenkt er von der letzten Frage ab.
"Sie haben sich gestritten weil sie seine Jacke trug... Die die Viola danach anhatte. Komisch nicht?"
Denize klingt ein wenig nachdenklich. " Bei ihr hat es ihn nicht gestört. Ich würde zu gern wissen was mit ihm los ist. Auch beim Elternabend..."
"Ah ja...das war das...stimmt." antwortet Chip , Erinnerung vortäuschend.
"Hm...er ist halt ein bisschen sperrig...meint das nicht so..." mehr ist er nicht bereit über Blaze zu sagen.
Wer weiß was ihm da von irgendeiner Seite sonst noch für ein Strick draus gedreht wird.
"...und Viola war klitschnass von dem Flug draußen...da fand er es wohl in Ordnung.dass sie die anzieht...das hat keine tiefere Bedeutung glaub ich. " Er denkt kurz nach. "Keiner war dabei, als er mit Nadine geredet hat...wer weiß was da noch für Sachen gesprochen wurden. Womöglich hat sie ihn sauer gemacht...das geht manchmal schnell bei ihm." "So, dass muss aber jetzt reichen...sorry, Blaze." denkt er leicht gestresst.
Hm." entgegnet Denize nur.
Es braucht schon viel bis Nadine einfach so wegrennt.“ sagt Denize nun doch. „Ich finde, Sullivan sollte sich bei ihr entschuldigen. Du nicht auch?“

Chip zuckt zusammen.
"What the f...!? Das meint sie jetzt aber nicht ernst, oder?" Nochmal tief ausatmen...Seine Gedanken jagen sich. Er will bei ihr jetzt nichts verkacken...aber Blaze da reinreiten...auch nicht. "Ähm...vermutlich wäre das am Besten...ja."
"Nein, nein, nein...falsche Antwort!" jault Chip in Gedanken auf.
"Aber..das ist nicht so einfach...glaub nicht, dass er das machen wird." versucht er wieder Boden zu gewinnen.
"Warum nicht?" Denize schaut auf. "Das wäre doch nur fair."
"Fair? Solange wir nicht wissen, was er überhaupt gemacht hat, will ich da nix dazu sagen.."
Chip korrigiert sich. "Und OB er überhaupt was Schlimmes gemacht hat..."
Denize entgegnet ernst:
"Sie hat mir vorhin geschrieben was los war... und er HAT was Schlimmes gemacht." sagt sie überzeugt.
"Du kennst nur eine Seite..." kommentiert Chip die Aussage etwas verstimmt. "Hört das Thema denn nie mehr auf?"
"Ich bin sicher er weiß selbst, dass das gemein war." Denize' Stimme wird wieder zu Zucker: "Kannst du deinen Kumpel nicht dazu bringen sich zu entschuldigen? Das würde Nadine echt glücklich machen."
Chip ist versucht loszuprusten, beherrscht sich aber im letzten Moment.
"Klar..ich spiel den Seelsorger von der Zicke...geht mir sowas von am A...vorbei, was die glücklich oder unglücklich macht..." Sie gehen ein Stück schweigend nebeneinander her.
"Das ist nicht so einfach...wie gesagt. Da braucht's Fingerspitzengefühl und den richtigen Moment...das kann dauern... wenn ich was zum falschen Zeitpunkt sage, dann eskaliert die Lage...das weiß ich. ..aber wenn's DICH glücklich macht...ich versuch's , okay?"
Hoffentlich wird ihm das genügend Zeit verschaffen sich einen Plan zurecht zu legen, der für alle funktioniert. Er hat das Gefühl Wachs in ihren Händen zu sein und das gefällt ihm eigentlich nicht so gut.

Denize lächelt. "Danke!" sagt sie fröhlich und hakt sich überschwänglich bei ihm unter. "Ich weiss das kriegt du hin. Du bist doch so überzeugend. " fügt sie an und es bleibt ungewiss ob der zweite Satz sarkastisch oder ernst gemeint ist.
Die Aktion kommt für Chip überraschend und ihre plötzliche Nähe wirbelt Gedanken , wie Hormonsystem ziemlich durcheinander. Er will alles und...nichts...und alles was sie auch will..und...genießt für einen Moment sie wieder zu riechen, zu spüren und ihr endlich wieder so nahe zu sein. Sachte löst er ihren Arm, legt ihn um seine Mitte und umfasst gleichzeitig mit seinem Arm ihre Taille.
Sie sind gleich in Willow Creek und er will sie nicht verlieren...wann kommt so eine Gelegenheit wieder .
Sein Herz pocht wild und er denkt angestrengt darüber nach, wie er es anstellen könnte, sie wieder zu treffen.
Gleich wird sie im Haus verschwinden und mit ihr...alles was das Leben gerade lebenswert macht. " Ich werde mein Bestes geben.antwortet er sanft .
"Weißt du was ich toll fände?" er schaut sie an. "Da ist doch bald dieses Festival...Blaze und ich gehen da hin...hättest du Lust mit Nadine auch da hinzukommen? Ich fänd's schön, wenn ich wieder mal Zeit mit dir zusammen hätte... ich hab das trotz der ganzen action ziemlich genossen heute." Dieser Vorstoß hat ihn eine Menge Kraft gekostet...nicht nur wegen ihr, auch weil er "mit Nadine" einfügen musste. "Du sprichst mit gespaltener Zunge", fällt ihm ein altes Zitat aus einem Western ein.

"Ich wollte dort sowieso mit Nadine hin gehen. Aber ich muss sie bestimmt überreden wenn ich sage du und Sullivan haben uns eingeladen. Sie ist echt enttäuscht..."
Sie löst seinen Arm wieder von ihrer Taille, macht ein paar Schritte vor und geht rückwärts.
"Ausser jemand schafft es, dass sie ihm verzeit." Sie zwinkert.
Chip ist nicht gewillt, das eben Gefühlte so schnell wieder los zu werden.
"Bestimmt schafft das jemand." gibt er schmunzelnd zurück, macht zwei schnelle Schritte vor und schnappt sich eine ihrer Hände.
Leicht hin und her schwingend geht er wieder neben ihr her. "Ich werd mich voll ins Zeug legen, versprochen."



Erst als sie ihr Haus erblickt lässt sie seine Hand wieder los. "Da wohne ich!" sie zeigt auf ein kleines niedliches Haus mit gepflegtem Vorgarten. Am Zaun bleibt sie stehen und wendet sich Chip zu.
"Danke fürs nach Hause begleiten... du Kavalier." sie lächelt.



Chip schmilzt. Er deutet eien Verbeugung an und erwidert: "Gerne ...es war mir ein Vergnügen." Es entsteht ein kurzer Moment des Schweigens. Hört sie sein Herz? Bestimmt...
Sie lächelt mit einem entzückenden Augenaufschlag, dreht sich um und will das Tor öffnen.
"Sch...das geht viel zu schnell..." Chips Gedanken schlagen wieder Purzelbäume. Schnell fasst er nochmal nach ihrer Hand und sagt:" Hey, warte noch kurz."
Er schluckt und bringt dann doch heraus:"Ich fand's wirklich schön mit dir heute..trotz all der gruseligen Sachen und der Aufregung..."
"Ja, abgesehen von den ganzen unheimlich Dingen die passiert sind... war es..." Denize überlegt mit einem Seitenblick, "interessant. Danke das du auf mich aufgepasst hast."
Sie strahlt ihre übliche, unverwechselbare Offenheit aus.
"Oh Mann...was jetzt?" Er schaut ihr in die Augen und weiß, dass er nichts anderes will, als sie küssen...er traut sich nicht. Der Moment verstreicht.
"Schon wieder..." denkt er, in Erinnerung an den Tanz am Elternabend.
Stattdessen streicht er ihr zärtlich über die Wange und flüstert fast: "Danke dafür." Dann etwas gefasster:" Magst du mir vielleicht deine Nummer geben? Es könnte ja mal was Dringendes geben ...zum Beispiel ...weil es jemand geschafft hat oder so."Er lächelt sie an.
Sie lächelt auch und entgegnet: "Ja okay. Das würde ich schliesslich sonst nicht erfahren." Sie grinst.
"Gib mir dein Handy, ich tipp sie dir ein."
Chip ist unendlich erleichtert. "Ja"Jaaa! did it...sie gibt mir die Nummer!"
Schnell kramt er sein Handy aus der Hosentasche, entsperrt es und legt es ihr in die ausgestreckte Hand, elektrisiert durch die Berührung mit ihrer warmen Haut.
Rasch tippt sie lächelnd die Nummer ein und reicht es Chip zurück.



"Gute Nacht, Adrian." sagt sie lächelnd und geht den kurzen Weg zwischen Gartentor und Haustür um sich leise in das Haus zu begeben.
"Gute Nacht Denize...schlaf gut." gibt er leise zurück. In Gedanken schickt er hinterher; "Kannst du vielleicht noch ein paar Mal "Adrian" sagen?" Chip hebt eine Hand und blickt ihr nach, bis sich die Haustüre schließt. Da kommt ihm eine Idee. Er geht ein Stück am Zaun entlang, bis er einen besseren Blick auf die Fenster des Hauses hat. Tatsächlich gehen kurz darauf die Vorhänge an Einem zu. Mit einem Lächeln dreht er sich um , setzt mit einem schwungvollen Sprung über den Gartenzaun und rennt die ersten hundert Meter erstmal, um die überschüssige, aber freudige Energie abzubauen.

(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)

Nouki geht nach Evergreen Harbor Nr. 14 - Familie Engel

Chip geht nach [ALT] Del Sol Valley Nr 6 - Blaisdell Anwesen
>>> Denize geht nach - Luigis Pizza >>>


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14.04.2023 23:42 (zuletzt bearbeitet: 24.05.2023 13:46)
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Fuss, Rippen, Arm, Schulter, Hand, Gesicht... Blaze macht eine mentale Bestandsaufnahme der schmerzenden Körperteile während er noch am Boden im Staub liegt. Auf die fragte ob jemand einen Krankenwagen ruft, bewegt er energisch den Kopf hin und her. Nein, kein Krankenwangen. Er hat keine Zeit dafür. Es sind nur noch ein paar Stunden Zeit bis sein Vater und Audrey aus ihrem Kurzurlaub zurückkehren und er hat noch zu tun bevor das passiert.



“Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir es nicht geschafft hätten alle Knochen zu verbrennen...“ sagt Nouki. Das will er auch nicht. „Ja...das wäre wohl für uns alle übel ausgegangen...und vor allem wohl für Blaze...“ antwortet Chip. Oh ja...
Blaze hat keine Lust aufzustehen. Reglos herumzuliegen ist gerade das einzig Wahre und so entspannt das es ihm egal ist wie dreckig es auf dem Fussboden ist. Bestes Gefühl. Er macht die Augen auf als Viola ihn anspricht. "Willst du deinen Streich für Breuer heute spielen? Das würde uns sicher auf andere Gedanken bringen. Wenn nicht, würde ich den Tag heute aber auch schwänzen."
"W-was?" Blaze reibt sich verwirrt die Stirn, erinnert sich auch sofort. "Ach so. Ja... nein... ich hab heute keine Zeit." sagt er. Heute muss er Audreys Safe knacken. Ausserdem weiss er noch gar nicht was er Breuer antun soll. Er hatte noch keine Zeit sich einen Plan zu überlegen. Blaze stütz sich auf die Unterarme und sieht sich um, doch sein Blick geht zurück zu Viola, dann ballt er die Hand zur Faust die sie gewürgt hatte. Er setzt sich ganz auf. "Äm.." Wow... Entschuldigungen sind nicht sein Fachgebiet. Er reibt sich verlegen den Nacken und sieht sie von unten herauf befangen an. "Tut mir leid dass ich... ich meine, das Ding dir weh getan hat. Ich wollte es verhindern, wirklich. ... Gehts dir... gut?" Er kann sie nach diesen Ereignissen hier, gut leiden und hat Angst, dass dieses Bild, von ihm wie er sie mit kaltem Blick, einhändig hochhebt in ihr Gedächtnis gebrannt hat und sie ihn jetzt irgendwie anders sieht..



„Aber was ist hier wirklich geschehen?“ hatte jemand gefragt. Blaze hat kein Interesse daran das jetzt auch noch heraus zu finden. Er will nach Hause, eine heisse Dusche und ins Bett fallen. Für ihn steht fest, der Junge war ein Opfer, genau wie die ermordeten Sims. Von wem bleibt offen. Vielleicht gibt's das Ding immernoch und sucht sich jetzt irgendwo anders ein neues Opfer welches Seelen für ihn sammelt. Wie dem auch sei. Blaze kommt umständlich auf die Füsse. Hat er eigentlich schonmal erwähnt wie fantastisch es ist wieder Herr über sein Selbst zu sein? Er bringt ein schiefes Grinsen zu Stande als er Viola in seiner Jacke ansieht. Er sagt zu dem Kleidungsstück nichts. Er hat es nicht eilig sie zurückzubekommen. Würde man ihn fragen, würde er sogar sagen, sie könne sie behalten. So wie Chip auch eine Jacke von ihm hat. Blaze interessiert sich nicht für seinen materiellen Besitz. Schliesslich besorgt er sich einfach neu, was ihm fehlt. Er verspricht ihr: "Bis Freitag ist er dran." und beruft sich auf die Frist die sie ihm gestellt hat. Sie versteht schon das Breuer gemeint ist. Sie hat ihm Zeit bis ende Woche gegeben. Das wird reichen. Aber eins nach dem anderen. Er legt Viola kurz zum Abschied die Hand auf die Schulter während er an ihr vorbei hinkt und versucht unbekümmert zu allen Umstehenden sagt: "Mädels... wir sehn uns." Mehr kriegt er gerade nicht auf die Reihe obwohl er sich, vor allem von Viola, die ihm auf die Beine geholfen hat und versucht hat das Ding in ihm aufzuhalten und deren Hals es dann gepackt hat, was ihm immernoch unfassbar Leid tut, ganz anders hätte verabschieden wollen... Sein kurzzeitig verliehener Körper tut doch mehr weh als beim Liegen noch gedacht.

Draussen lehnt er sich an den Zaun. Mist. Der Weg ist echt lang... Er wartet auf Chip der ein Stückweit in die gleiche Richtung muss. Vielleicht sollte er sich nicht alleine Heim quälen.


---

Denize fühlt sich erschöpft. Zum Glück ist es geschafft. Gern würde sie wissen was genau passiert ist, so wie Yuna, aber jetzt scheint der Spuk vorbei zu sein. Doch wer weiss. Geister sind rätselhaft, wie sich bestätigt hat, vielleicht erfahren sie es irgendwann. Ihr Telefon vibriert und sie wirft einen Blick drauf. Eine Nachricht von Nadine. Ein langer Text. Sie konnte wohl nicht schlafen und hat ihren Schmerz jetzt einfach niedergeschrieben und abgeschickt.



Sie müssen unbedingt bald reden. Denize überfliegt den Text und sieht danach zu Blaze. Viola ist bei ihm. Vielleicht könnte sie ihm ein wenig auf den Zahn fühlen was los ist. Das zu wissen würde Nadine vielleicht helfen abzuschliessen und loszulassen. Chip reisst sie aus ihren Gedanken und ihr kommt die Idee, dass Adrian, als sein bester Freund, vielleicht etwas weiss. Und er kann ihr nicht erzählen das Jungs nicht auch miteinander über sowas reden. Da ist Denize sich sicher. Bei Adrian kommt sie vielleicht ganz gut an Informationen, immerhin hat er den ganzen Abend bewiesen, dass er auf sie steht. Denize selbst findet ihn süss. Auch die etwas verruchte Art spricht sie an. Es ist ein interessantes Gefühl diejenige zu sein die sein Verhalten um hundertachzig Grad wenden kann, nur in dem sie Anwesend ist. Aber sie weiss noch nicht so recht... vor allem auch weil sie Nadine doch versprochen hat sich nicht auf ihn einzulassen. Sie hat irgendwo eben doch recht. Sie gehört eben nicht zu denen die Regeln brechen und mit Blödsinn machen in Verbindung gebracht werden. Sie versucht vorbildlich zu sein, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen, ihren Dad glücklich zu machen in dem sie fleissig ist und ihre Zukunft plant und... jedem eine Chance gibt...
“Komm, wir schauen zu Blaze, der ist schon allein raus." meint Chip und sie folgt ihm nach dem sie eine freundliche Verabschiedung in die Runde geworfen hat.

---

"Mädels... wir sehn uns."
Shane beobachtet Blaze, wie er nach draussen humpelt. Er hatte gerade noch mit Viola gesprochen. Das sollte er vielleicht auch tun. Unsicher tritt er an sie heran, kratzt sich am Arm. Wie soll er bloss anfangen? "Viola." beginnt er. "Ich hab Mist gebaut. Ich kann verstehen, wenn du mir jetzt nicht mehr traust..." er überlegt, den Kopf gesenkt. "und auch wenn du jetzt nicht mehr mit mir an das Festival gehen willst. Es ist nur... ich war nur so in Gedanken, wegen des Rätsels und ich wollte helfen und etwas sagen damit jemand den Gedanken weiter spinnt und auf etwas neues kommt, ich wollte dich wirklich nicht.. blossstellen oder so." strömt es aus ihm heraus, der Blick fast schon flehend vor Unsicherheit.


---

"Denize? Ich glaube hier sollten wir zu zweit sein...hilfst du mir Blaze nach Hause zu bringen? Der schafft den Weg nicht ohne Unterstützung."
Hört Blaze Chip fragen und zieht die Brauen zusammen. Hallo? Seit wann bin ich ein Weichei? Gehts noch? Als Chip und Denize sich ihm zuwenden stösst er sich vom Zaun ab und tritt zwischen ihnen hindurch. "Lass... geht schon." Er hinkt, das weiss er. Dieser kalte Griff hat etwas zu lange gebrannt und irgendwie tut auftreten weh. Und spätestens nach dem zehnten Schritt wird ihm klar, dass er nicht pünktlich zu Hause ankommen wird, wenn er sich nicht helfen lässt. "Alter...jetzt komm mal runter." fährt Chip ihn leicht ärgerlich an. "Die Scheiss Hand hat dein Bein sicher irgendwie geschwächt und du bist weiß wie ne Wand... lass dir jetzt helfen ... wir haben ne gute Strecke vor uns." Blaze bleibt stehen, lässt den Kopf entnervt sinken. Na schön. Aber einer reicht. Denize braucht er nicht auch noch. Von Frauen bemitleidet werden ist das letzte.
Er fragt Chip ob er noch immer bereit ist, in ein paar Stunden Nadja abzulenken damit er die Wertgegenstände aus Audrey Safe nehmen kann ohne gesehen zu werden. Chip bestätigt. Es macht nichts das Denize nichts versteht. Bestimmt würde sie ihnen von Moral predigen. Aber leicht verdientes Geld, ist nun mal leicht verdient. Doch Chip sagt an sie gewandt: "Ich muss ihm was helfen... nichts Wichtiges." Dein beschissener Ernst? Warum rechtfertigst du dich? Psych... Blaze lässt sich nichts anmerken. Auch wenn er angeschlagen ist, seine Emotionen hat er (wieder) unter Kontrolle. Dieses plötzliche gegenseitiges Interesse kotzt ihn sowas von an. Keine Sekunde hätte er gedacht Chip steht auf Denize. Wo er doch dauernd mit irgendwelchen Weibern abhaut. Auch wenn Blaze weiss, dass seine Chance bei ihr vertan sind, ist es ein widerliches Gefühl jetzt Chip dort baggern zu sehen. Und es macht auch Denize nicht unbedingt attraktiver. Im Gegenteil. Er ist sauer weswegen er auch spottet als sie von ihrer Wahrsager-Oma erzählt. Was haben Wahrsager mit Geistern zu tun? Das sind die die die richtigen Fragen stellen, aus der Hand lesen und dann für den Mist den sie verzapfen auch noch Geld verlangen. Tz! Der Geist in der Villa hat nicht in die Zukunft gesehen...

Nach einer Weile kommen sie dort an wo die Wege sich trennen. Blaze befreit sich von Chip - ist ihm nur recht. Die Anwesenheit von Denize macht es ihm schwer sich 'normal' zu verhalten. "Dann... bis später." sagt er zu Chip. Als Denize 'Bye' sagt, wirft er ihr nur einen kurzen stummen Blick. "Komm gut heim...ich bin um halb eins bei dir." entgegnet Chip. Blaze dreht sich um und geht.

Er schleppt sich den Weg zu seinem Viertel hinauf. Es wird schon hell. Während er die Zähne zusammenbeisst, erinnert er sich nochmal an die Nacht zurück. Das mit Nadine war blöd. Das wird er noch bereuen, das weiss er jetzt schon. Nadine ist äusserst nachtragend. Sie hat noch nie etwas auf sich sitzen lassen.
Die Sache mit Denize und Chip, wie er ihr die ganze Nacht hinterhergelaufen ist, verdrängt er.
Keitos Vater der zufälligerweise dort war und Yuna in seiner Gewalt hatte. Yuna ist Mutig. Hat sich nicht unterkriegen lassen, dafür dass sie wer weiss wie lange eingesperrt ausharren musste, hat sie sich erstaunlich gelassen widergegeben. Ausserdem... sieht sie irgendwie anders aus? Neue Frisur? Anyway..
Und Keito hat sich seinem eigenen Dad gestellt. Was würde Blaze geben wenn er seinem Vater mal mit einem Holzscheit eins überziehen dürfte. Hm. Das würde er wohl nicht hinkriegen, wenn er ehrlich mit sich ist. Auch wenn er ihn nicht ausstehen kann, weil er nie Zeit hat, nie da ist wenn man ihn braucht und einen nur mit diesem kalten, berechnenden Blick ansieht, selbst wenn man am Boden liegt, könnte er ihm wohl nichts antun. Genau. Weil er ihm schliesslich auch nichts tut. Körperlich zumindest. Es ist eher ein mentaler Krieg den sie gegeneinander führen. Wer weiss wie Keitos Dad sonst so drauf ist. Ob er seinen Sohn geschlagen hat? Vielleicht. Ganz andere Baustelle aber es ist taff sich gegen so jemanden zu stellen, vor allem wenn er aus der Familie ist.
Shane... keine Ahnung was von ihm zu halten ist. Ein Vampir. Einer der sich mit Viola versteht weil er ist wie sie. Warum eigentlich gerade jetzt? Blaze erkennt dass er zu oft Dinge aufschiebt und zwischenmenschliche Chancen nicht dann ergreift wenn sie sich ihm bieten. Viola war lange allein. Hat sich mit niemandem abgegeben. Dann plötzlich hat man sie mit Nio gesehen und jetzt ist da auch noch dieser andere Vampir. Obwohl er selbst sie zusammengebracht hat in dem er Viola seine Nummer weiter gab. Hm. Wird er jetzt uninteressant weil schon zu viele sich bei ihr einklinken? Kommt er zu spät? Was auch immer sie für ihn so auffällig macht, das will er nicht aufgeben. Vielleicht ist es die Tatsache, dass Chip jetzt Denize angräbt und wenn er damit Erfolg hat, wird sie ihn bestimmt umpolen. So wie Nadine es mit ihm versucht hat. Und er wird weniger Zeit haben.. Blaze hat keine Lust auf Veränderungen. Er will weiter das Leben geniessen und rebellieren. Viola scheint ihn nie verurteil zu haben für den Scheiss den er immer anstellt und die Breuers die er gepisakt hat bisher. Vielleicht ist es das...



Zu Hause stellt Blaze sich unter die Dusche. Er macht sich keine Gedanken darüber ob Nadja in hört. Sie heisst nicht Audrey. Sie petzt nicht. Danach legt er sich sofort unter die Decke. Den Wecker für die Aktion später hat er gestern schon gestellt.


>>> Blaze geht nach - Blaisdell Anwesen >>>


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14.04.2023 23:43 (zuletzt bearbeitet: 01.05.2023 09:43)
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Blaze schüttelt den Kopf als Yuna nach einem Arzt fragt. Viola lächelt. Genauso hätte sie ihn auch eingeschätzt. Auch sie selber zeigt nur ungerne Schwäche. Als Viola nach Breuer fragte, bemerkt sie Chips Blick. Was schaut der so? Ist er eifersüchtig, weil sie mit Blaze Geheimnisse hat? Dabei ist es ihr egal, ob dieser es Chip verrät oder nicht. Aber ihr selbst wäre es am liebsten, wenn so wenige Leute Bescheid wissen wie möglich, wenn sie selber einen Streich plant.

Blaze braucht einen Moment. "W-was?", fragt er verwirrt. Doch dann scheint er sich zu erinnern, worum es geht. "Ach so. Ja... nein... ich hab heute keine Zeit." Keine Zeit?? Das ist eine merkwürdige Umschreibung für's Schwänzen. Aber umso besser. Dann gibt es für sie keinen Grund, zur Schule zu müssen. Viola ahnt, dass was immer Blaze plant wohl kaum legal ist. Sonst würde er es wohl nicht während der Schulzeit machen. Es ist ihr egal. Sie fragt nicht weiter nach.



Blaze wechselt das Thema: "Äm..", stammelt er und reibt sich den Nacken. Erst dann fährt er fort: "Tut mir leid dass ich... ich meine, das Ding dir weh getan hat. Ich wollte es verhindern, wirklich. ... Gehts dir... gut?" Viola will die Angst, die sie hatte, nicht zugeben. Also spielt sie die Sache runter: "Geht schon. Der Hals brennt noch ein wenig aber das wird schon wieder." Ob man wohl noch Spuren an ihrem Hals sieht? Ohne Spiegelbild ist es schwer, das zu überprüfen, doch fragen will sie auch nicht. Dann fügt sie noch hinzu: "Der Geist hat mich nicht getötet, obwohl der die Chance dazu hätte. Vielleicht hast du das auch verhindert, ohne es zu wissen. Oder aber, es sollte von Anfang an nur eine Drohung sein." Ob Drohung oder nicht, nach so einer Aktion hätte ihm aber niemand mehr geholfen, die Knochen zu vergraben.

„Aber was ist hier wirklich geschehen?“, fragt Yuna in die Runde. "Naja, offenbar stimmt das Gerücht, dass der Junge von außen gesteuert wurde. Also war er wohl tatsächlich kein Hybrid und die Aura wirkte wegen der Kraft von außen so seltsam.", antwortet die Vampirin. Wer oder was diese Kraft von außen ist, weiß sie auch nicht. Aber für heute hat sie genug von dieser Villa. Vielleicht könnte sie dem ein anderem Mal nachgehen.. aber nicht nach einer Nacht wie dieser!

Blaze verspricht ihr, dass Breuer bis Freitag schon dran glauben muss. Dann verabschiedet er sich und humpelt nach draußen. Auf dem Weg an ihr vorbei legt er seine Hand auf seine Schulter. Chip und Denize folgen ihm. Jetzt, wo er geht, merkt Viola, dass es ihm wohl schlechter geht als sie dachte. Aber trotzdem hat er auf einen Arzt verzichtet.

Sie hört eine Stimme hinter sich. Es ist Shane. "Viola?" Sie dreht sich zu ihm um. Shane fährt fort: "Ich hab Mist gebaut. Ich kann verstehen, wenn du mir jetzt nicht mehr traust..." Er wirkt traurig, fällt ihr auf. "und auch wenn du jetzt nicht mehr mit mir an das Festival gehen willst. Es ist nur... ich war nur so in Gedanken, wegen des Rätsels und ich wollte helfen und etwas sagen damit jemand den Gedanken weiter spinnt und auf etwas neues kommt, ich wollte dich wirklich nicht.. blossstellen oder so." Sie nickt. Sie hatte nie an böse Absicht geglaubt. "Schon okay.", sagt sie knapp, "Ich komme mit zum Festival." Sie sieht Shane an. Sie weiß nicht ganz wie sie ihn, oder ihre Beziehung mit ihm, einschätzen soll. Es ist keine enge Freundschaft wie mit Nio. Dazu müsste er sich erst mal mehr öffnen und vielleicht auch ein wenig mehr Selbstvertrauen zulegen. Aber er ist der einzige Vampir im Teenageralter, den sie kennt. Und sie scheint ihm gut zu tun, hat sie das Gefühl. Sie hat nicht vergessen, dass er versucht hat, den Geist anzugreifen, als der sie attackiert hat. Dass Shane nicht durch die Barriere dringen konnte ist ja nicht seine Schuld. Das konnte sie später ja auch nicht, als sie dem Skelett helfen wollte.



Was ist nur los mit ihr? Normalerweise ist sie nicht so gesellig. Das mit Blaze hatte angefangen, als er die Initiative ergriff und ihr Steinchen abfing. Vielleicht hatte sie das beeindruckt. Wie auch Nio sie beeindruckt hat, weil er sich von ihr nicht einschüchtern ließ. Aber wie passt Shane dann dazu? Bei ihm war wohl eher sie diejenige, die den Anfang machte. Auch vom Charakter her wirkt er so oft unsicher. Ist es Neugier? Oder Mitleid? Und, ist es wirklich gut, was sie hier tut? Sie hat wenig Erfahrungen mit Beziehungen, seien sie nun freundschaftlich oder romantisch. Wird das, was sie tut, Eifersucht auslösen? Selbst Chip schien nicht begeistert gewesen zu sein, als sie mit Blaze über Breuer flüsterte. Dabei will sie die Freundschaft der beiden Jungs gar nicht auseinander reißen. Warum auch? Sie ist ja schließlich nach wie vor mit Nio befreundet und hat nicht vor, ihn links liegen zu lassen. Er hat wegen seiner Proben halt gerade nicht soviel Zeit. Und vermutlich interpretiert sie auch einfach zu viel in Chips Blick. Nadine hingegen schien tatsächlich eifersüchtig zu sein.

Was sich aus Shane und dem Festival entwickelt, würde sie ja noch sehen. Sie würde ihm noch eine Chance geben, obwohl er sich verplappert hat. Auch wenn das ihr Verhältnis ein wenig abgekühlt hat.

Nun wird es auch für Viola Zeit, heimzukehren. "Naja, ich bin auch auf dem Heimweg!", sagt sie. Der ist zum Glück nicht weit. Sie schnappt sich ihre eigene Jacke, die immer noch in der Nähe des Kamins liegt und mittlerweile wieder trocken ist. Erst jetzt fällt ihr wieder ein, dass sie immer noch Blaze' Jacke trägt. Er hatte kein Wort darüber gesagt, als er gegangen ist.



~~~

Ort: Forgotten Hollow, Villa Blutrose

Als Viola wieder heimkehrt, sind ihre Eltern wohl auch gerade wieder von ihrer eigenen Jagd zurück. Vielleicht könnte sie Viktor ja endlich mal fragen, wie der Junge hieß, den sie nun offensichtlich erlöst haben. Sie spricht ihn auch direkt an: "Sag mal Dad, wie hieß denn eigentlich der Nachbarjunge? Also der aus dem Spukhaus?" Viktor hebt eine Augenbraue. "Wie kommst du jetzt plötzlich darauf?" Er überlegt kurz. "Die Familie hieß Von Blutstein. Der Junge hieß glaube ich Jacob oder Joseph oder so. Hm, Jacob war es." Sie nickt. "Ok.", sagt sie, ohne auf die Frage zu antworten, wie sie darauf kommt. Sie will gerade die Treppe hoch, als Viktor sie aufhält. "Aber sag mal, was ist mit dem Brief von Watanabe?"



Ach ja... den hatte sie in der Zwischenzeit total vergessen. Als sie zur Spukvilla aufbrach, hat es sie nicht gestört, wenn ihre Eltern den finden würden. Doch jetzt, nach einer anstrengenden Nacht, will sie eigentlich lieber ihre Ruhe. Das hätte sie wohl bedenken sollen. "Ich werd' schon dafür sorgen, dass ich keine zweite Abmahnung bekomme, okay?", sagt Viola ausweichend. Sie ist überrascht, dass Viktor diese Antwort so einfach akzeptiert und nicht weiter drauf eingeht. Aber auch er selbst war in seiner Jugend nicht unbedingt ein Engel und hält Vorwürfe deshalb wohl für unpassend. Umso besser. Sie will jetzt einfach nur noch duschen und...

Nun ist es Lilly, die sie aufhält. "Und was ist mit deinem Hals passiert?" Shit. Der Geist hat wohl tatsächlich sichtbare Spuren hinterlassen. So schnell fällt Viola auch keine Ausrede ein. Sie würde wohl nicht drum rum kommen, von dem Besuch in der Villa zu erzählen. Vielleicht würde es aber auch Vorteile haben... "Der Grund, warum ihr mich heute besser krank melden solltet...", sagt sie, "ich hatte eine anstrengende Nacht hinter mir und brauche zumindest für den heutigen Schultag etwas Ruhe, um wieder runter zu kommen. Ich erzähle euch später, was los war." Das, gepaart mit der Frage nach dem Jungen, reicht aus, damit Lilly und Viktor ahnen, wo sie die Nacht über war. "Du warst in der Spukvilla, stimmt's?", fragt Viktor, "Warum?" Viola versucht, dem Verhör zu entkommen. "Wie gesagt, ich erzähle es später. Jetzt brauche ich erst mal ein Bad und etwas Ruhe!" Sie wartet die Antwort nicht ab und steigt nun endgültig die Treppen hoch.

Lilly sieht ihrer Tochter besorgt hinterher, doch sie hält sie nicht auf. Was war heute Nacht nur geschehen? Aber Viola wirkt tatsächlich so, als bräuchte sie etwas Ruhe. "Ich werde sie für heute tatsächlich mal krank melden!", meint Lilly daher, "was auch immer geschehen ist... sie wirkt, als wäre es stressig gewesen."

Erleichtert, aus den dreckigen Sachen rauszukommen, nimmt Viola wie angekündigt erst mal ein Bad und geht danach pennen. Sie lässt die dreckige Wäsche, inklusive Blaze' Jacke, einfach auf dem Badezimmer-Fußboden liegen. Jetzt hat sie auch nicht mehr den Nerv dazu, sich darum zu kümmern.



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14.04.2023 23:44 (zuletzt bearbeitet: 04.07.2023 12:32)
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Alle sind erleichtert, der Spuk ist aus. Alle begeben sich recht schnell nach Haus, Blaze eher wankend begleitet von Chip und Denize. Auf Yunas letzte Frage antwortet Viola noch: "Naja, offenbar stimmt das Gerücht, dass der Junge von außen gesteuert wurde. Also war er wohl tatsächlich kein Hybrid und die Aura wirkte wegen der Kraft von außen so seltsam." Im Großen und Ganzen stellt Yuna fest, ist es wie stets – recht unverändert, aber sie lebt und kann endlich gehen. Das ist die Hauptsache. Sie blickt Keito dankbar an. Er hatte nach ihr gesucht, nicht aufgegeben. Und auch den anderen muss sie dankbar sein. Allein wären sie gegen Terence vielleicht verloren gewesen. Keito hält sie lange fest, auch noch nachdem der letzte gegangen ist. Er ist um Zweierlei dankbar: dass Yuna noch lebt und dass er um seinen Pa kein Versteckspiel mehr machen muss. Der Rest ist unwichtig.

Yuna und Keito begeben sich nach draußen zu seiner Maschine. „Endlich frei!“, jubiliert Yuna glückselig. Das war eine Wahnsinnsnacht mit Terence und Geistern. Sie ist um einige Erfahrungen reicher … nur um eine am Ende dieser Nacht noch nicht. Keito ist recht still, in sich gekehrt. Die Nacht hat ihn auch etwas gelehrt. Yuna schwingt sich hinter ihm auf den Bock.


„Yuna!“, beginnt Keito ernst. „Für mich ist nach den heutigen Erlebnissen Schluss mit Scharaden. Ich will keine Maskerade mehr!“ Yuna horcht etwas erschrocken auf … aber im Grunde hat er ja Recht. Einige ihrer Mitschüler hatten zum Teil unter Schock und Schreck mehr von sich etwas preisgegeben als ihnen sonst lieb gewesen wäre. Ja, sie sollte auch aufhören, etwas vorzuspielen …



Keito packt sie plötzlich und zieht sie zu sich nach vorn. Halb unter ihm liegend blickt Yuna ihren ‚guten Freund‘ verdutzt an: „Yuna, für mich ist das kein Spiel mehr. Du machst mich verdammt nochmal an!“ Keito schaut leicht grimmig. Er will die Gute-Freund-Nummer nicht mehr. Ihm ist seit gestern das Herz recht oft stehen geblieben in Sorge um sie und dieses Kussschauspiel vor der Schule ließ ihn auch nie wirklich kalt. Ziemlich oft suchen sie doch gegenseitig körperliche Nähe … Also, das kann doch nicht nur Scharade sein, geht ihm schon eine Weile durch den Kopf. „Jetzt sag‘ schon was, Yuna!“, brummt Keito sie missmutig an. „Keito …“, erwidert Yuna verzagt, blickt mit großen Augen in diese finsteren Züge, „… was … soll ich denn sagen?“ Oh je, verliert sie gleich ihren besten Freund? Nach so einer Nacht, die doch erst recht zusammenschweißen müsste … Sie hält einfach still. Was soll sie sonst auch machen?


Für Keito kommt das einer Aufforderung gleich ... Er zieht Yuna eng an sich ran, beginnt sie leidenschaftlich zu küssen, drängt weiter voran … bis die Vorhänge fallen und Yuna nicht anders als … erwidern kann. Nein, nein, das ist doch falsch … das ist nicht richtig! Keitos Spiel der Hände an ihren Seiten wird intensiver. Was wollte sie gerade noch? Ach, ist nicht mehr wichtig! Yuna schmiegt sich weiter in die Umarmung rein. Als sie endlich etwas atemlos voneinander lassen, beeilt sich Yuna dann aber doch noch, schnell zu erklären: „Frauen mag ich aber immer noch!“ Keito bleibt gelassen. „Wenn du bi bist, stört mich das keinesfalls. Außer … zur selben Zeit. Du brauchst doch nur … das Spektrum erweitern.“, grinst er frech. Sie sind beide nicht in ‚festen Händen‘ wie es so schön heißt, weiß er. Im Prinzip sind sie beide nicht glücklich auf ständiger Suche für kurze Avancen mit älteren Sims. Warum also nicht eine Zeit gemeinsam wagen? Und nach dieser Geisternacht weiß er, dass er das will. Sie sind sogar im gleichen Alter. Na, wenn das nicht ein Novum für sie beide ist.


Sie hatten mit sonst was für Mächten heute Nacht gerungen. Yuna hätte mit Terence einiges passieren können, was Keito sich nicht im Ansatz ausmalen möchte. Da werden sie doch auch diese Reise schaffen, oder? Yuna kuschelt sich näher an ihn ran. Sie behält ihren guten Freund und gewinnt neue Erfahrung hinzu. Wie … konnte sie das nicht ahnen? Es ist … noch recht ungewohnt und sie hierbei nicht erfahren. Aber seine Nähe ist ihr schon vertraut. Wird irgendwie schon … schief gehen! Sie machen sich auf den Weg zur Schule. Dort wartet Mum! Yuna hält sich etwas fester als sonst an Keito bei der Fahrt.


Ein unwillkürlicher Aufschrei von Yuna lässt Keito die Maschine wieder stoppen. Er blickt in die Richtung in die ihre Hand weist. „Was ist, hast du noch einen Geist gesehen?“ Er sieht nichts. Yunas Körper zittert leicht, spürt er an seinem.
„K-k-könnte ei-ei-einer gewesen s-s-sein!“, haucht Yuna, die sich nicht ganz sicher ist, was sie hinterm Busch gesehen hat:
„F-f-fahr bloß schnell w-w-weiter!“ und Keito gibt Gas. Puh, d e r Geist sah für Yuna … nach Terence aus. Sie wischt sich mit einer Hand über die Augen. Was gab es nicht alles für Täuschungen der Sinne diese Nacht … Und neue sind erwacht ...

Keito steuert nach …

Ort: Brindleton Bay Nr. 8 - Brindleton Bay Highschool



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15.04.2023 00:30
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Ort: Irgendwo

Fluchend läuft sie auf und ab. Diese verdammten Teenager! Sie war so nah an ihrem Ziel gewesen, so nah! Ein paar Stunden später und die Kids hätten nichts mehr vorfinden können. Wenn der Köter doch nur ein bisschen schneller gewesen wäre. Aber nein, die Kids mussten sich natürlich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen und den Jungen erlösen. Dabei hätte der Ruf von Forgotten Hollow als Abschreckung eigentlich ausreichen müssen!

Es hilft nichts. Sie seufzt. Sie hat einen Rückschlag erlitten. Doch sie ist noch lange nicht fertig. Wenn sie ihren Plan etwas umändern würde, wäre vielleicht nicht alles umsonst gewesen... Sie wird wohl improvisieren müssen.


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18.04.2023 22:49 (zuletzt bearbeitet: 19.04.2023 08:50)
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Hausmeister

Viola, Melissa - letzter Post

Ort: Forgotten Hollow - Villa Blutrose
Charakter: Melissa / Viola
Geschichtsstrang: Melissa




Die Teenagerin tritt freundlich einen Schritt zurück und mustert die Gestalt offen von unten nach oben. Sie lächelt, grade verblasst der letzte Lichtstrahl und die Nacht bricht vollends ein. „Auch Hallo.“ Mel strahlt ihr übliches Simtube Selbstbewusstsein aus ohne überheblich zu wirken. Eine ihrer Eigenschaften die ihr bisher immerhin 4587 Follower eingebracht hat. Sie verzichtet vorerst auf den Namen weil ihr Gegenüber auch direkt zur Sache kommt. „Ich suche die Villa Victoria. Wissen Sie welches der Gebäude in dieser Gegend das ist? Ich bin - offensichtlich - zum ersten Mal hier.“ sie lacht.

Viktor mustert die junge Frau skeptisch. "Villa Victoria?, hakt er nach, "ich weiß, wo die ist, aber da wohnt schon lange niemand mehr!" Immer diese jungen Leute auf der Suche nach Grusel. Er hört, dass nun auch Viola die Treppe herunter kommt. Ihrem Blick nach zu urteilen wundert sie sich aber genauso über die Fremde.



Mel behält das Lächeln. „Ich weiss. Aber das ist in Ordnung.“ sie dreht sich kurz um und blickt durch die Gegend. „Wo steht das Gebäude denn?“ fragt sie und wendet sich wieder dem Mann mit den lila schimmernden Augen zu.

Nun, eigentlich kann ihm ja egal sein, was das Mädchen dort möchte. Je eher er die Antwort nennt, desto eher hat Viktor wieder seine Ruhe. Es ist schließlich kein Geheimnis, wo die Villa Victoria ist. Er merkt schon, dass sie sich nicht so schnell von ihrem Plan abbringen lassen würde, wie auch immer dieser Plan lautet. Also zeigt er in die grobe Richtung. "Dort oben!", sagt er, "den Weg dort nach oben folgen, dann ist die Villa nicht zu verfehlen." Es gibt keinen Grund, eine Lüge zu erzählen.

Viola fasst sich unwillkürlich an den Hals, als sie sich an die Geistervilla erinnert. Doch mittlerweile ist das Trauma nicht mehr so schlimm wie noch am Anfang. Was könnte die Fremde dort nur wollen? "Was willst du denn von der Villa?", fragt Viola daher direkt.

Mel folgt dem Fingerzeig und kann in der einbrechenden Dunkelheit die Umrisse erkennen. Ah… da! „Danke für die Auskunft.“ sagt sie. Ihr fällt die Vampirin hinter dem Mann auf. Rotes Haar wie die andere Frau die an die Tür gekommen ist. Sie wirkt als wäre sie die jüngste hier. Mel lächelt weiter. „Och ein… Freund hat dort etwas… hinterlegt. Und ich hole es ab.“ Sie hat sich an den Hals gefasst. Eine seltsame Geste. Es könnte Verlegenheit sein oder eine Geste des Nachdenkens. „Warst du schonmal dort?“ fragt Mel aus Neugier. Sie sind ja eigentlich so gut wie Nachbarn zu der Villa. Aber wer weiss. Wenn dort doch niemand wohnt.

Auch wenn Viola eher Einzelgängerin ist, so ist die Neugier diesmal zu groß, um die Fremde einfach zu ignorieren. Und so antwortet die Teenagerin wahrheitsgemäß: "Gewiss!", sagt sie, "ist von hier aus ja nicht weit."

Ein vergnügtes Schnauben entfährt Mel über die kurze Antwort. „Cool.“ sagt sie. Das rothaarige Mädchen wirkt neugierig. Melissa zeigt mit dem Daumen über die Schulter. „Okay! Dann geh ich mal dahin. Danke nochmal.“ grinst Mel und tritt einen weiteren Schritt zurück.

"Aber weck bloß die Toten nicht auf!", warnt Viola in geheimnisvollen Ton, "und nimm dich vor Skeletthänden in Acht!" Ob die Fremde diese Worte als Scherz auffasst oder nicht, weiß Viola nicht. Ob sie ihr folgen sollte? Nicht, dass die tatsächlich den Geist des Jungen wieder weckt... oder noch schlimmer, den bösen Geist, der Blaze übernommen hatte. Lilly und Viktor kennen ja nach wie vor nicht die ganze Geschichte darüber.



Mel hält kurz inne. Ah, also eine Erinnerung die sie nachdenken lies. Ihr Tonfall lässt erahnen dass sies ernst meint. Mel würde sich nicht wundern. Sie hatte schon mit genug übernatürlichem zu tun. Ist die Villa verflucht? Würde zu Taldren passen ausgerechnet dort etwas zu verstecken. „Du hast nicht zufällig ein auffälliges Buch gefunden als du dort warst?“ fragt Mel nach. Vielleicht erspart die Rothaarige ihr die Suche.

"Das kommt drauf an!", antwortet Viola, "Was genau soll an dem Buch denn so auffälliges sein?" Das Buch mit der Hand auf dem Cover war zwar auffällig, aber Viola kann sich nicht vorstellen, dass es dort jemand hinterlegt hatte... nicht, wenn sie bedenkt, wo sie es gefunden hatten.

Viktor betrachtet seine Tochter. Wovon redet Viola da bloß? Aber er und Lilly ahnen ja bereits, dass Dinge bei der Villa geschehen sind, die ihre Tochter nicht verraten möchte.

„Najaa…“ Mel dreht das Handgelenk für eine wage Geste. „Auffällig eben.“ sie grinst. „Auffällig unpassend vielleicht. Ich weiss nicht.“ sie weiss es wirklich nicht. Man sagte ihr sie wisse es wenn sie es sieht. Darauf muss Mel sich verlassen.

"Nur ein Buch mit einer Hand als Cover!", sagt Viola knapp. Was genau hatten sie mit dem Buch eigentlich gemacht? Wahrscheinlich einfach liegen gelassen. Sie kann sich zumindest nicht daran erinnern, dass es zerstört wurde. Liegt also wahrscheinlich immer noch auf dem Kamin oder in der Nähe davon. Aber ob die Fremde auch genau dieses Buch meint?

Eine Hand. Vielleicht. „Hast du es hier?“ fragt Mel.

"Nein!", antwortet Viola, "das dürfte noch immer in der Villa liegen. Am Kamin oder so."

Die blonde Vampirin nickt. „Okay. Schade. Aber Danke. Dann werd ich einfach mal nachsehen.“ wieder grinst sie unbekümmert. Die Rothaarige könnte eigentlich etwa das Alter haben wie ihre Community durchschnittlich so hat. Zu schade dass sie sie nicht erkennt. Aber was sind schon knapp 5000 Leute. Die Welt ist gross. Sie überlegt kurz ob sie sie mitnehmen soll. Einfach weil alleine reisen immer so langweilig ist. Andererseits ist der Auftrag ernst. Mels Blick richtet sich kurz ins innere, sie denkt nach. Ihr Bauchgefühl sagt: „Keine Lust mir den Weg zu zeigen?“ Ach je, grinst Mel in sich hinein, jetzt hat sies doch gesagt. Was ist sie doch für ein…. aufgeschlossener Sim. Fürchterlich.

Viola wirft einen Blick zur Villa Victoria. Hat die Frau Angst, alleine dort hinzugehen? Sie braucht nicht wirklich jemanden, der ihr den Weg zeigt. Die Villa ist nicht zu verfehlen, wenn man der Straße einfach nur folgt. Wirklich Lust hat Viola jedenfalls nicht, nicht nach allem, was sie dort erlebt hat. Aber wenn es vielleicht doch noch bei ihrem Trauma helfen kann? "Wenn es denn sein muss!", sagt Viola knapp, "aber dann sag mir vorher am besten mal deinen Namen."

Mel zieht die Mundwinkel nach unten. „Muss nicht sein.“ sagt sie und grinst. „Ich hab einfach nur gern Gesellschaft.“ sie legt den Kopf schief und mustert das andere Mädchen. „Aber wenn du keine Lust hast…“ sie hebt die Schultern. Ein wenig enttäuscht aber nicht zu sehr setzt sie ein Lächeln auf. „Ich bin Mel, falls das hilft.“ Sie hat kein Problem allenfalls eben doch allein loszuziehen. Es können nicht alle so kontaktfreudig sein wie sie.



"Viola", antwortet diese knapp. "Also gut. Aber nur um zu schauen, dass du nichts anstellst." Das hätte ihr noch gefehlt, wenn der Spuk von vorne los geht.

Mel lacht. „Okay alles klar.“ Irgendwie süss. Sie hebt die Hand und winkt den beiden anderen zu. „Einen wunderschönen Abend noch.“ verabschiedet sie sich. Dann nickt sie richtung Ausgang, dreht sich um und geht los. Sie hat keine Eile.

Viola folgt Mel schweigend. Wie auch bei Shane ist es auch die Neugier, die sie antreibt. Und andererseits aber auch wirklich der Grund, den sie genannt hat. "Wer ist denn dieser Typ, der dir das hinterlegt haben soll?", hakt sie schließlich doch noch nach.



„Ein ziemlich schusseliger Typ.“ sagt Mel belustigt. „Aber das ist Arbeit. Ich würd viel lieber über was interessanteres reden.“ Mel betrachtet ihre Begleiterin von der Seite. Spitze Ohren, orange Augen. Vielleicht versteckt sich dahinter eine dunkle Form. Aber das ist auch nicht das was Melissa an Sims spannend findet. Sie redet einfach gern. „Erzähl mir was über dich.“ Ein paar Gemeinsamkeiten werden sich doch bestimmt finden. „Worauf stehst du? Hast du Hobbies? Was für Musik hörst du?“ Mel lacht. „Sorry, brems mich wenn ich übertreibe.“

"Ja, du übertreibst!", knurrt Viola zurück, die nicht wirklich der Typ für Smalltalk ist. Zumal sie mit der hingeworfenen Antwort auch nicht wirklich viel anfangen kann. "Meiner Frage weichst du aus, und ich soll gleich aus dem Nähkästchen plaudern?"

Mel fällt nicht aus den Wolken und grinst. „Okay schon gut. Erst ich dann du. Deal?“ sie lacht. Sie pufft Viola ganz leicht im Gehen ein wenig an. „Gaaanz gechillt okay?“ Ist nicht das erste Mal dass sie auf andere zu aufgedreht wirkt. Das gibts halt. Die meisten gewöhnten sich dran. Oder eben nicht.

Viola funkelt ihre Begleiterin an. Was erlaubt die sich, sie einfach anzuknuffen, so als wären sie Freunde? Also wirklich... Alle Teenager-Vampire, außer ihr selbst, sind irgendwie seltsam. Doch Viola ist durchaus bewusst, dass andere sie sicherlich ebenfalls als seltsam einstufen würden.

"Deal!", sagt sie aber trotzdem.

„Cool.“ Mel überlegt. „Also er heisst Taldren.“ sie zählt an den Fingern auf. „Er ist ein wenig….“ sie kreist mit dem Finger an der Schläfe und pfeift den Kuckuck, dann zählt sie weiter auf. „Er iiist… alt.“ Wieder überlegt sie. „Er haat… einen Schnurrbart.“ Melissa grinst. „Ganz ehrlich? Keine Ahnung. Ich kenn ihn nicht so gut. Er hat aus „Sicherheitsgründen“,“ Mel gestikuliert die Gänsefüsschen, „dieses Buch hier versteckt und ich hole es. Das ist alles.“

"Sicherheitsgründen?", fragt Viola verwundert. Diese Mel hat jedenfalls seltsame Freunde.



Mit erhobenen Schultern winkt Melissa ab. „Ich sag ja…“ wieder kreisen und pfeifen. „Kenn ihn noch nicht so lange. So.“ Mel grinst. „Jetzt du! Lebst du schon lange hier?“

"Ja, ich schätze schon.", sagt Viola nur, obwohl sie nach wie vor nicht wirklich versteht, wer denn nun dieser Taldren ist.

„Und was machst du?“ fragt Mel weiter. „Gibts hier noch mehr von…“ sie stockt. „…noch mehr Vampire mein ich.“ Sie wirft Viola ein lächeln zu.

"Klar!", ist Violas Antwort. "Was glaubst du denn, wo du hier bist? Der Vampir-Hotspot schlechthin!"

Melissa schaut sich um. „Nach ‚Hotspot‘ sieht mir das nicht aus aber okay. Oder war das Sarkasmus?“ Mel grinst. „Wo ich her komme sieht man an jeder Strassenecke einen mit spitzen Ohren. Na gut, vielleicht nicht an jeder, aber du weisst was ich meine.“ Mel grinst. „Wie siehts denn mit welchen in unserem Alter aus?“ Verschmitzt zwinkert Mel. „Ich schätze ich bleibe eine Weile hier.“ Sie fährt fast ohne Punkt weiter im Text und blickt sich wieder um. „Ich brauche ein paar Connections. Sonst sterbe ich vor Langeweile. Gehst du noch zur Schule?“

"So? Wo kommst du denn her?", fragt Viola, ohne die Frage nach Vampiren im Teenageralter zu beantworten. Außer Shane muss es noch andere geben, da ist sie sich mittlerweile sicher. Mel ist ja der Beweis dafür.

„Transsylvanien.“ sagt Melissa ernst bevor sie wieder lächelt. „Nicht das rumänische. Es ist ein relativ… kleiner Ort. Geschützt. Sag blos du hörst zum ersten Mal davon.“



Viola hat bisher nur vom rumänischen Transsylvanien gehört, doch sie fragt nicht weiter nach sondern blickt Mel einfach nur skeptisch an. Komische Type... Schweigend geht sie einfach nur weiter, bis schließlich die Villa Victoria vor ihnen auftaucht.

Nicht die gesprächigste Sorte. Wie lahm. Mel verschränkt die Arme und sieht zur Villa hinauf. „Sag mal. Was hat es mit Skeletthänden und den Toten hier auf sich?“

Viola blickt zur Villa Victoria. "Hier spukt es!", sagt sie bestimmt, "Oder tat es zumindest das letzte Mal, als ich hier war." Hoffentlich konnten sie dem Jungen wirklich zur letzten Ruhe verhelfen. Sie weiß noch nicht recht, was sie von Mel halten sollte. Sie plappert jedenfalls gerne, das ist schon einmal klar.

„Wirklich!“ sagt sie weniger als Frage. „Interessant. Gibts eine Geschichte dazu?“



Viola antwortet nicht. Jetzt, so nah an der Villa kommt auch die Nervosität zurück, die sie vorher immer so gut verdrängt hatte. Das Trauma ist tatsächlich noch immer nicht fort. Sie reißt sich zusammen. "Was ist eigentlich mit dem Buch?", fragt sie. "Wofür brauchst du das?"

„Hey! Ich dachte wir haben einen Deal.“ Mel grinst.

Und dann immer dieses Gegrinse. So ganz warm wird Viola nicht mit dieser Mel... bisher jedenfalls nicht. "Deine Antworten waren bisher auch immer nur vage!", sagt Viola, "und ich habe dir überhaupt erst von dem Buch erzählt." Sie denkt an die Story, die diesen Ort umgibt. Von den Morden. Von dem Jungen, der verdächtigt wurde, der jedoch nur als Gefäß für einen bösen Geist genutzt wurde. Noch immer weiß sie nicht einmal, was mit den Morden überhaupt bezweckt wurde. Ob das überhaupt jemals ans Licht kommt? Kann sie Mel überhaupt trauen? Dieser Gedanke kommt Viola erst jetzt, wo das Buch so nah ist. Braucht sie es für dunkle Zwecke? Oder ihr Auftragsgeber, wenn der denn tatsächlich existiert? Vielleicht sollte sie wirklich nicht zu viel erzählen.

„Jaaa, hast recht, aber ich weiss so viel wie du. Ich erfahre erst mehr wenn ich es habe.“ Mel ist gut gelaunt. „Und von dem Buch wusste ich bereits, ich weiss nur nicht wo es genau ist. Aber…“ sie zeigt mit grosszügigen Armbewegungen auf das Gebäude. „Irgendwo hier, sagte man mir.“ Mel betrachtet Viola und runzelt die Stirn. „Bist du nervös? Wegen mir?“ sie winkt ab. „Brauchst du nicht. Ich rede viel, ich weiss, das ist mein Job.“ lächelnd blickt sie zurück zur Villa. „Hab ich mir irgendwie angewöhnt.“

Im ersten Reflex will Viola widersprechen. Sie gibt nicht gerne zu, wenn sie nervös ist. Doch ihre Nervosität ist wohl zu offensichtlich, um sie zu leugnen. "Wegen der Villa!", sagt Viola daher schließlich, "nicht wegen dir."



Dann ist an dem Fluch wohl was fieses dran. Denkt Melissa. „Das beruhigt mich.“ sie hebt die Hand. „Also das nicht ich es bin. Das mit der Villa, njää..“ sie wiegt den Kopf. „Mal sehn.“ Sie tritt auf das Haus zu und geht durch das Tor welches noch offen steht. Auch die Haustür ist nur angelehnt und die Scheiben sind eingeschlagen. Im inneren liegen Glasscherben. Einbrecherspuren. Melissa blickt sich im inneren um. „Warst du alleine hier als du hier warst?“ Die Atmosphäre ist beklemmend. Passend zur Einrichtung. Melissa bewegt sich langsam durch den Raum. Was hat Taldren gesagt? ‚Ein Buch, ja, ein Buch. Du wirst es erkennen. Es gehört dort nicht hin. Ja, weil es mein Buch ist. Irgendwo. Ich glaube es wird Bewacht. Das ist gut, ja, keine Angst, ja? Du findest es.‘

Viola schüttelt den Kopf auf die Frage, ob sie alleine hier war. Sie hätte nicht herkommen sollen. Sie hat geglaubt, sie sei stark. Sie hat geglaubt, das Trauma zumindest so weit unter Kontrolle zu haben, um nicht durchzudrehen. Und solange sie die Villa Victoria aus der Ferne gesehen hat, so als Nachbarhaus, war auch alles okay. Aber jetzt, so nah an dem verlassenen Gebäude, merkt Viola, dass das ein Irrtum war. Die Bilder der Hand kehren zurück. Blaze' Augen, als er übernommen wurde. Die Knochenhand um sein Fußgelenk. "Und weil irgendwer sagt, hol das Buch, machst du das einfach?", fragt sie schließlich.

Mel dreht sich zu Viola um. „Es ist wichtig. Es geht um…“ sie schüttelt den Kopf weil sies nicht weiss. „Ich traue den Leuten. Sie sind von den Guten.“ sie kommt etwas näher. „Ist alles in Ordnung? Brauchst du was?“ in ihrer Stimme schwingt nun etwas Besorgnis mit.

"Alles in Ordnung!", sagt Viola, obwohl das nicht der Wahrheit entspricht. Sie muss sich zusammenreißen. Sie ist doch kein Feigling! Doch sie kann nicht verhindern, dass sie sich erneut an den Hals fässt. "Beim Kamin in der Nähe ist vielleicht ein guter Anhaltspunkt... sofern wir vom selben Buch sprechen."



Melissa betrachtet Viola noch einen Moment. Traut ihr jedoch zu dass sie weiss was sie tut. Wenn etwas ist muss sie sich nicht schämen. Mel dreht sich zum Kamin um und tritt darauf zu. Der Boden knarrt. Das Sofa wurde vor kurzem mal verrückt und die Fussspuren deuten darauf hin, dass Viola die Wahrheit sagt. Es waren einige Leute hier.

Auf der Anrichte steht ein Buch mit einer Hand. Melissa mustert es. Sieht komisch aus. Sie nimmt es und blättert darin. Sieht nicht speziell aus. Jedenfalls nicht auf Taldren-Niveau. Sie legt es zurück. „Ich glaub nicht dass es das ist.“ ihr Blick schweift durch den Raum. „Gibts hier nen Keller?“

Viola schluckt, als sie an das Skelett im Keller erinnert wird, nickt dann aber. "Ja, durch die Tür dort, da gibt es eine Treppe nach unten!" Sie zeigt in die Richtung.

„Na dann.“ Mel wendet sich zur Tür die offen steht. Ein Badezimmer. Ziemlich runtergekommen. Das reinste Chaos. Dahinter erkennt sie eine weitere Tür und eine Treppe die dahinter hinab führt. „Wahrscheinlich zu offensichtlich.“ sagt sie mehr zu sich selbst und nimmt die erste knorrige Stufe. „Eine Taschenlampe wäre super gewesen. Ich bin manchmal schlimmer als dieser wirre Magier…“ Vorsichtig nimmt sie einen Tritt nach dem anderen. Aber unten ist es so finster dass sie nichts mehr erkennt. „Ich brauch ein Licht. Liegt da oben irgendwas rum? Eine Kerze vielleicht?“

"Da unten war zumindest kein Buch!", ruft Viola runter, "zumindest hätte ich keines gesehen. Und Kerzen sind hier überall irgendwo." Es knarzt plötzlich hinter ihr und Viola dreht sich erschrocken um. Ein langer dünner Schwanz verschwindet gerade noch durch ein Loch. Es ist nur eine Ratte gewesen. Viola hätte erleichtert sein müssen, doch die Nervosität hat sie noch immer fest im Griff. In den Keller würde sie Mel jedenfalls nicht folgen.

„Ist da unten gar nichts?“ fragt Mel. Dann kommt sie rauf. „Alles leer? Sicher dass es nicht nur die Illusion eines leeren Kellers ist?“ Mel grinst und sieht grade noch Viola wie sie sich wieder zurück dreht. Irgendwas geht ihr hier durch Mark und Bein. Sie weisst mit der Hand auf Viola und bewegt die Finger: „Hast du nicht diese Fähigkeit dass du spürst wenn was übernatürliches in der nähe ist?“ fragt sie freundlich.



Viola hatte nichts gespürt, nur das Knarzen gehört. Die Ratte ist also zumindest schon einmal nicht übernatürlich. Aber darauf zu achten, ob sie etwas spürt, bevor sie Panik bekommt funktioniert auch nicht. So funktioniert ihr Trauma nicht. Und die Knochenhand hatte sie damals auch nicht gespürt. "Es klappt nicht immer. Nicht alles hinterlässt diese Aura.", sagt Viola nur. "Was hätte ich denn spüren sollen?"

Mel schüttelt den Kopf. „Ich weiss nicht, ich hab diese Fähigkeit nicht.“ sie lächelt, dann greift sie in die Tasche und zieht einen weissen kleinen Stein hervor. Er ist leicht durchsichtig. „Ich hab das hier.“ sie hält ihn in der flachen Hand hoch. „Interessierst du dich für Magie?“

Viola denkt an Malecantus zurück. Der war vielleicht auch ein komischer Kauz. "Was kann der Stein?", fragt sie, nun doch wieder etwas neugierig geworden.

„Wenns hier einen Geist gibt, dann leuchtet er in der Farbe seiner Stimmung. Hab ich von Taldren.“ der Stein wirkt ruhig. Kein leuchten. Der Grund warum Mel so tiefen entspannt in dieser „Spuk“-Villa ist. Sie steckt den Stein wieder ein und blickt sich um. Am Boden liegt eine angebrannte Kerze die sie aufhebt. Mit einem reich verzieren Feuerzeug zündet sie sie an. Der Raum wird direkt ein Stückchen heller. Mels lächeln ist im Feuerschein gut zu erkennen. „Gegen anderes Viehzeug hab ich allerdings nichts dabei.“ sagt sie und gibt preis dass sie über mehr als nur Geister bescheid weiss.



Viola starrt den Stein an. Erzählt Mel die Wahrheit oder versucht sie nur damit, Viola zu beruhigen? Es ist wohl nicht zu übersehen, dass es nicht wirklich so in Ordnung ist, wie sie vorher noch sagte. Aber von Geistern merkt die Vampirin tatsächlich nichts. Im Moment scheint alles ruhig. Viola kann sich ihre Angst selber nicht erklären. Verdammtes Trauma. "Ich bin ja auch noch da.", antwortet Viola nur

„Genau!“ Mel freut sich. Dann dreht sie sich um und geht zurück in den Keller.

Viola blickt Mel nur wortlos nach.

Im Keller leuchtet Mel herum. Der Raum ist leer bis auf ein Erdloch. Seltsam. Sie geht in die Hocke und schaut es sich genauer an. Nichts interessantes zu sehen. Sie steht wieder auf und geht tiefer in den Raum der ebenso kahl wirkt wie der Rest. Aus der Tasche zieht sie einen weiteren etwas grösseren Stein. Ebenso durchschimmernd aber dunkelblau. Sie hält ihn hoch und geht herum. Nichts. Schade.
Mel steigt die Treppen wieder hinauf und schüttelt zu Viola den Kopf. „Fehlanzeige. Hattest Recht. Dann gehts jetzt rauf.“ Auf dem Weg zurück in die Eingangshalle bleibt sie kurz vor der Wand stehen. Ihr blauer Kristall schimmert leicht. Verwundert hebt sie ihn hoch und tastet damit die Wand ab. Doch das Leuchten wird nicht stärker. „Hm.“ sagt Mel und tut es ab. Sie geht in die Haupthalle.

Viola nickt. Was nun? Sollte sie gehen? Mel würde sicher auch alleine klarkommen, und sie ist ja immerhin keine Freundin, der sie unbedingt helfen müsste. Und mittlerweile glaubt sie auch nicht mehr daran, dass Mel vorhaben könnte, irgendwas wiederzuerwecken.. oder dass dies versehentlich geschehen könnte. Doch sie will auch nicht als Feigling gelten. "Ich wüsste jetzt nichts von anderen Büchern", sagt sie nur, "aber das heißt natürlich nicht, dass es keine gibt."



„Aah finden wir schon.“ Mel leuchtet die Treppe hinauf. „Er sagte es wird bewacht. Was auch immer das bedeutet. Finden es die anderen mit denen du hier warst auch so schlimm hier wie du?“ fragt sie beiläufig und leuchtet interessiert die Wände ab.

"Nennst du mich etwa feige?", knurrt Viola, die sich dadurch gleich angegriffen fühlt, "immerhin bin ich jetzt noch hier!" Auch die Anspannung trägt dazu bei, dass Viola die Frage gleich persönlich nimmt.

„Hab ich nicht gesagt.“ sagt Mel locker. „Du wirkst angespannt. Ist voll okay. Was auch immer ihr erlebt habt muss euch verstört haben. Weil du eigentlich ziemlich tough wirkst ausserhalb dieser Mauern.“ Mel kommt oben an und wirft einen Blick zurück. „Hat es euch wenigstens auch zusammengeschweisst?“

Zusammengeschweißt. Das Wort trifft es wohl recht gut. Zumindest was sie und Blaze betrifft. "Vielleicht!", sagt Viola nur, die nicht unbedingt gerne über ihr Trauma reden möchte.

Vielleicht. Mel wiegt den Kopf. „Ich kenn das.“ meint sie. Mehr kann sie nicht sagen weil ein Geräusch sie erschreckt. Schnell wendet sie sich zu Viola um.




(In Zusammenarbeit mit Murloc)


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