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San Sequoia
Charaktere: Vaas
Geschichtsstrang: Termine über Termine II
Die Werkstatt liegt nur ein paar Strassen neben Vaas’ eigentlicher Route zu Pudel. Weit genug abseits, dass er ohne Grund nicht eingebogen wäre.
Das Tor der Garage steht offen. Nahe der Werkbank sitzt Aci auf dem Boden. Selbst so sieht er aus, als könnte er den Roller, der neben ihm steht, einfach hochheben und wegtragen. Fremde werden automatisch höflicher wenn sie ihn sehen obwohl er keiner Fliege was zu leide tut. In seinen riesigen Händen hält er einen schmalen schwarzen Lederriemen. Vor ihm liegen Werkzeug und eine offene Packung Salzcracker.
Vaas erkennt den Riemen schon im Näherkommen. Er stellt seinen Kaffee auf die Werkbank, bleibt neben Aci stehen und deutet mit dem Kinn auf das Leder.

„Den würd ich nich wegwerfen“, sagt er.
Aci zieht den Riemen einmal zwischen den Händen straff und betrachtet die Naht. „Wollte ich nicht. Der ist ziemlich stabil.“
Vaas steckt die Hände in die Taschen. Ein kleines Grinsen zieht bereits über sein Gesicht. „Kann ich bestätigen.“
Aci sieht hoch zu seinem Kindehistfreund. „Woher?“
Vaas könnte einfach nichts sagen. Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, Aci die Geschichte zu erzählen. Aber Vaas wäre nicht Vaas wenn er nicht ein klein wenig damit Angeben würde. „Jack hat mich damit mal auf nen Porsche gefesselt“, erklärt er und wartet gespannt darauf, wie Aci reagiert.
Aci schaut ihn an. Dann den Riemen. Dann wieder Vaas. „Du bist jetzt schwul?“
Vaas braucht eine Sekunde. Wie jetzt?. „Hä nein. Jack is ne Frau.“
Aci blickt wieder auf das Leder. „Das ist ein Männername“, stellt er trocken fest.
„Beschwer dich bei ihr. Ausserdem war ich auf nem Porsche an die fucking Seitenspiegel gefesselt, Aci. Ich dachte, der relevante Teil der Geschichte liegt woanders“, sagt Vaas und nimmt seinen Kaffee wieder auf.
Aci lässt den Riemen etwas lockerer durch die Finger gleiten. „Ihr hattet Sex.“
Vaas nickt mit einem zufriedenen Zug um den Mund. „Oh ja. Sehr guten sogar. Du kommst der Sache näher.“
Aci hebt den Blick wieder. „Auf der Kofferraumhaube?“
„Auf, an und daneben. War flexibel“, sagt Vaas und nimmt einen Schluck, während Aci das Leder plötzlich etwas eingehender betrachtet. Er fährt mit dem Daumen über die schmale Kante.
„Der hier schneidet am Handgelenk ein. Wenn die Finger taub werden, merkst du Verletzungen nicht so gut.“
Vaas senkt den Becher langsam. „Ich find gut, dass du Jack nich kennst und trotzdem schon Verbesserungsvorschläge für unser Sexleben hast.“
Aci zuckt leicht mit einer Schulter. „Breitere Fesseln wären besser.“
„Ich richts ihr aus“, sagt Vaas und nimmt die Aussage mit derselben Ernsthaftigkeit entgegen, mit der Aci sie gemacht hat. Damit scheint das Thema vorerst erledigt und Vaas denkt sich nichts weiter dabei. Die Unterhaltung ist nicht ungewöhnlicher als sonst. Aci ist eben Aci.
Vaas' Blick fällt jetzt auf den Roller. „Und warum sitzt du mit meiner alten Sexfessel neben nem Moped?“, fragt Vaas und geht einen Schritt näher an das Fahrzeug.
Aci nimmt einen Cracker aus der Packung und zerkaut ihn ohne Eile. „Mama will, dass ich es repariere. Es gehört jemandem, den sie kennt. Beim Gasgeben geht es aus.“
Vaas dreht langsam den Kopf zu ihm und muss gar nicht lange suchen, bis sich die Information in etwas viel Besseres verwandelt. Er legt eine Hand auf die Brust. „Wow! Ich wusste nich, dass deine Mutter nach all den Jahren endlich zugibt, dass sie gern mich als Sohn gehabt hätte.“
Aci sieht ihn nüchtern an. „Das hat sie nicht gesagt.“
Vaas lässt die Hand auf der Brust. „Muss sie auch nich. Sie gibt dir n kaputtes Fahrzeug und erwartet plötzlich, dass du Sachen reparierst. Das is kulturelle Aneignung meiner Persönlichkeit.“
Aci kaut fertig und greift bereits nach dem nächsten Cracker. „Sie hat gesagt, ich soll etwas Sinnvolles machen.“
Vaas nickt sofort. „Noch schlimmer. Das klingt nach direktem Vergleich.“
Aci schüttelt den Kopf. „Sie vergleicht mich nicht mit dir. Sie sagt oft, ich soll nicht so werden wie du.“
„Siehst du? Auffällig viel Beschäftigung mit mir.“ Vaas lässt den Blick wieder zum Roller wandern und geht einen Schritt näher. „Kannst du Roller reparieren?“
Aci nimmt den nächsten Cracker. „Nein. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich das nicht kann.“
Vaas lacht leise, geht in die Hocke und greift nach dem Schlüssel. „Und dann hat sie gesagt, du sollst es lernen. Hach ja... Ich mag den Humor deiner Mom.“ Der Motor springt an. Der Leerlauf klingt nicht besonders gesund, aber stabil genug, bis Vaas den Gasgriff dreht. Der Roller verschluckt sich und geht aus. Er startet noch einmal, diesmal mit mehr Aufmerksamkeit für das Geräusch, und sieht dabei über die Schulter zu Aci.
„Was hast du schon gemacht?“
Aci stellt sich neben ihn. „Mehrmals gestartet.“
Vaas zieht die Brauen hoch. „Und dann?“
Aci sieht auf die Verkleidung. „Ich wusste nicht, was ich noch machen soll.“
Vaas bleibt mit der Hand am Roller und schaut zu ihm hoch. „Dann hast du ja ein Schweine-Glück heute, mein grosser russischer Freund.“ Er nimmt die Seitenverkleidung ab und arbeitet sich an den Leitungen entlang. Aci steht daneben und mischt sich nicht ein. Er kaut seinen Cracker und beobachtet Vaas bei der Arbeit. Er wirkt nicht uninteressiert, aber auch nicht als würde er gern mehr darüber erfahren. Vaas drückt eine Verbindung mit zwei Fingern dichter und nickt zum Gasgriff.
„Starte mal und gib bisschen Gas“, sagt er und hört auf das Geräusch, während Aci vorsichtig Gas gibt. Der Motor dreht diesmal sauberer hoch. Vaas grinst kurz und zieht den Schlauch ab. „Gefunden“, meint er und dreht das Teil zwischen den Fingern, bis der feine Riss direkt bei der Klemme sichtbar wird.

Aci geht neben ihm in die Hocke. Das bringt sein Gesicht ungefähr auf Höhe von Vaas’ Schulter und lässt die beiden vermutlich aussehen, als würde ein russischer Türsteher einem kleineren Tätowierten beim Entschärfen einer Bombe zusehen. „Das kleine Ding?“, fragt Aci und beugt sich etwas näher.
Vaas hält ihm den Schlauch hin. „Das kleine Ding sorgt dafür, dass dein grosses Ding hier beschissen läuft.“
Aci betrachtet den Riss. „Menschen sind auch so. Ein sehr kleines Loch an der richtigen Stelle reicht.“ Dabei deutet er knapp auf seinen Hals.
Vaas dreht langsam den Kopf zu Acis und starrt ihn an. „Alter.“
Aci hebt leicht die Brauen. „Was?“
Vaas weicht starrend ein wenig zurück und schüttelt dann den Kopf. „Nichts. Erinner mich dran, dich niemals bei medizinischen Gesprächen dabeizuhaben.“ Der Riss sitzt nah genug am Ende des Schlauchs, dass Vaas das beschädigte Stück kürzen und neu aufsetzen kann. Mit einem Schraubenschlüssel zieht er alles fest.
Beim nächsten Start nimmt der Roller das Gas ohne Absterben an. Vaas lässt ihn noch ein paar Mal hochdrehen, hört hin, geniesst das Drönen und klopft schliesslich mit der flachen Hand gegen die Verkleidung. „Da. Läuft. Den Schlauch irgendwann ganz ersetzen“, sagt er und richtet sich auf. „Und sag deiner Mutter, du hast ihn repariert.“
Aci zieht den Schlüssel ab und steckt ihn ein. „Aber du hast ihn repariert.“
Vaas deutet mit dem Schraubenschlüssel zwischen ihnen hin und her. „Sie wollte, dass du was Sinnvolles machst. Du hast mich angeheuert. Nenns Führungskompetenz.“
Aci steht wie immer da wie bestellt und nicht abgeholt und start Vaas an. „Du bist selbst gekommen.“
Vaas nickt, als hätte Aci gerade das entscheidende Argument für ihn geliefert. „Noch besser. Delegieren ohne Kommunikation. Dann ist es Management.“
Aci schüttelt langsam den Kopf. „Ich sage ihr, dass du es gemacht hast.“
Vaas zieht eine Grimasse und steckt das Werkzeug zurück. „Du bist wirklich beschissen darin, deine Mutter zu beeindrucken.“
„Ich muss meine Mutter nicht beeindrucken.“ Der Satz kommt so selbstverständlich, dass Vaas einen Moment einfach zu ihm schaut. Dann wischt er sich die Hände endgültig an der Hose ab. Vermutlich hat er Recht. Anfisa ist von Aci überzeugt, auch wenn er sich verhält wie ein Stück Brot. Vaas nimmt den letzten Schluck Kaffee, stellt den Becher ab und hält die Hand hin. Schliesslich kam er nicht her um Acis Arsch zu retten, sondern seinen.
„Gut. Nachdem ich jetzt verhindert hab, dass deine Mutter irgendwann merkt, dass sie besser mich mit dem Roller beauftragt hätte: Hast du deine Tabletten dabei?“
Aci steckt wie beiläifig seine Hände in die Taschen. Dahin wo seine Medikamente vermutlich sind. „Warum?“
Vaas tippt mit zwei Fingern gegen seine Schläfe. „Weil ich heut n bisschen Unterstützung im Obergeschoss brauch. Deine machen dich doch weniger…“ Er bewegt die Hand suchend in der Luft, sieht Aci an und findet schliesslich das Wort. „…Aci.“
Aci wartet. „Was bedeutet das?“
Vaas denkt kurz darüber nach. „Naja du... du bist ein bisschen wie n Computer mit vierzig offenen Fenstern und keiner weiss, welches davon gerade Ton macht.“
Aci sieht ihn unverändert an. „Das verstehe ich nicht.“
Vaas hält wieder die Hand hin. „Du vielleicht nicht. Ich brauch zwei.“
Aci antwortet ohne jede Verzögerung. „Nein.“
Vaas zieht überrascht die Brauen hoch. „Okay, wir steigen direkt hart ein“, sagt Vaas und nimmt die Hand vorerst zurück. „Hier die Vorgeschichte. Ich hab letzte Woche irgend einen Dreck gefressen, wonach ich durchgedreht bin, jetzt eigentlich auf dem Weg zum Gericht sein müsste und hab deswegen keinen Bock, später irgendeinem Typen Zeug abzuschnorren, das aussieht wie Wandfarbe und angeblich Speed sein soll. Also gib mir zwei von deinen Möchtegern-Amphetamin-Dingern, da weiss ich was drin ist.“
„Warum zwei?“
„Eine jetzt, eine später. Das is nicht so kompliziert“, meint Vaas leicht angefressen, weil er bereits ahnt, dass das sehr wohl noch kompliziert werden könnte.
Aci schüttelt den Kopf. „Du brauchst später keine zweite.“
„Das entscheidest doch nich du.“
Aci bewegt sich nicht. „Doch. Es sind meine.“
Vaas hebt den Zeigefinger. „Leider gutes Argument. Jetzt komm, ich hab deinen Roller repariert. Das macht man so. Einer macht was, der andere bezahlt ihn dafür.“
Aci scheint darüber nachzudenken und zieht schliesslich die Medikamentenpackung hervor. Er öffnet sie aber nicht. Sein Blick geht einmal über Vaas und bleibt am leeren Kaffeebecher auf der Werkbank. „Hast du was gegessen?“, fragt er und lehnt sich ein wenig zurück.
Vaas legt den Kopf in den Nacken. „Ich wusste, dass irgendwann ne Fangfrage kommt. Ich hatte Kaffee.“
„Das ist kein Essen“ stellt Aci in seiner charakteristischen, monotonen Stimmlage fest.
Vaas seufzt. „Maaan bist du ätzend heute. alles klar, Anfisa II. Hier, zufrieden?“ Er steckt sich zwei gleichzeitig in den Mund und bereut die Entscheidung nach dem ersten Bissen. Ohne Kaffee ist das Zeug ungefähr Baumaterial. Vaas kaut energisch weiter, nimmt einen dritten hinterher und hält Aci danach wieder die offene Hand hin. Aci drückt eine Tablette aus der Packung und legt sie hinein.

Vaas lässt kauend die Hand offen. „PFwei.“
Aci schliesst die Packung. „Eine.“
Vaas kaut, schluckt angestrengt den Rest der Cracker runter und deutet wieder auf den reparierten Roller. „Die Roller-Reparatur kostet zwei.“
Aci schaut zum Roller. „Das war nicht viel Arbeit.“
Vaas schnaubt. „Qualität wird nich nach Zeit bezahlt. Sonst wär jeder langsame Idiot Millionär.“
Aci lässt sich davon nicht beeindrucken. Sein Blick fällt wieder auf die Tablette in Vaas’ Hand. „Zwei an einem Tag sind schädlich.“
Vaas atmet durch die Nase aus. „Wen interessiert das? Ich hab die schon genommen. Ich weiss was passiert, wenn. Die zweite kommt auf mein Drogen-Sparkonto. Ich verspreche sie ist für später. Damit Kiste mir keinen gestreckten Müll geben muss.“, sagt er und lässt die offene Hand zwischen ihnen.
Aci sieht auf die Tablette. „Du nimmst später wahrscheinlich trotzdem noch etwas anderes.“
Jetzt grinst Vaas. „Beeindruckend dein Vertrauen in mich.“
Aci bleibt völlig trocken. „Du hast das schon gemacht.“
Vaas hebt die schultern. „Ich hab sehr vieles schon gemacht. Das ist kein sicheres Entscheidungssystem.“
„Doch.“
Vaas muss trotzdem grinsen. Das Nervige daran ist hauptsächlich, dass Aci nicht mal unrecht hat. „Aci... Bruder...“, Vaas kommt näher, und gibt seiner Stimme einen warmen Ton. „Darum bin ich doch hier. Wenn ich irgendeinen Scheiss nehmen wollte, könnte ich mir den Umweg sparen. Da siehst du wie wichtig mir das ist.“, sagt Vaas und wird gegen Ende des Satzes ernster. „Eine jetzt, eine bleibt in der Jacke. Können wir dieses verdammte Handelsabkommen damit jetzt abschliessen?“
Aci wartet. Es ist schwer zu sagen wann Aci unschlüssig ist, nachdenkt, oder entschieden, da sein Gesicht eine Maske ist die sich selten bewegt. Vaas seiht nur wie sich seine Augen bewegen, während er zu ihm runter schaut. Vielleicht prüft er, ob Vaas glaubhaft wirkt. Vielleicht macht er in einem inneren Dialog mit sich selbst aus, dass Vaas immer Scheisse labert und es ihm auch egal sein kann. Schliesslich drückt Aci die zweite Tablette heraus und legt sie Vaas in die Hand.
Vaas schliesst sofort die Finger darum. „Siehst du. Zwei erwachsene Männer lösen ein Drogenproblem vernünftig.“
Aci steckt die Packung wieder weg. „Nein.“
Vaas grinst. „Lass mir das.“ Die zweite Tablette verschwindet tief in seiner Tasche. Die erste nimmt er mit dem letzten Rest Kaffee. Aci sagt nichts mehr dazu und nimmt wieder den Lederriemen auf. Vaas zieht sein Handy heraus und schaut auf die Uhr. Während Roller, Sexfessel, Cracker und Verhandlungen hat sich die Zeit natürlich weiterbewegt.
„Fuck. Ich muss los“,
Aci hebt den Kopf. „Wohin?“
Vaas steckt das Handy ein. „Pudel.“
Der Name braucht keine Erklärung. Pudel ist nicht irgendeine Frau, von der Vaas Aci erzählen müsste. Seit Vaas ihr den Spitznamen verpasst hat, ist er auch bei Aci in gebrauch.
„Was will sie?“
Vaas steckt beide Hände in die Taschen und ertastet dabei die zweite Tablette. „Weiss ich noch nich. Ich hab sie vor ein paar Tagen wieder gesehen. Jetzt soll ich irgendwas für sie tun.“
„Geht es ihr gut?“ Fragt der grosse Russe ohne auch nur einen Hauch von Wärme in der Stimme.
Vaas zuckt mit einer Schulter. „Sie sieht beschissen aus. Müde. Dünn. Haare länger.“
Aci nickt nur. „Hm.“
Vaas mustert ihn kurz. „Sehr hilfreiche medizinische Einschätzung.“
„Ich bin kein Arzt.“
Vaas dreht sich Richtung Tor. „Das hab ich nach der Sache mit dem Halsloch bereits ausgeschlossen. Bis dann.“ Er hebt im Gehen die Hand zum Abschied und lässt Aci stehen.
Ein paar Strassen später beginnt das Zeug zu wirken. Kontrollierter als Kistes kranker Scheiss. Die Welt beginnt nicht plötzlich aus ideen zu bestehen, die alle gleichzeitig göttliche Wahrheit beanspruchen. Es ist eher ein vertrautes Hochfahren. Die Schwere zieht aus den Schultern, Geräusche hören sich leicht intensiver an und der eigene Körper hört auf, sich wie zusätzliches Gepäck anzufühlen. Vaas wird schneller, ohne sich bewusst dafür zu entscheiden. Eine niedrige Mauer nimmt er im Lauf, setzt vom Ende auf einen Stromkasten über und springt von dort über ein Geländer, das jeder andere einfach umrunden würde.
Pudels Treffpunkt liegt nur noch ein paar Strassen entfernt. Als Vaas auf die Uhr sieht, stellt er fest, dass er eine Nachricht übersehen hat.
Zitat von Pudel
Komm doch nicht. Mir ist was dazwischen gekommen. Ich meld mich. Ich komm dann zu dir.
Vaas läuft noch ein paar Schritte weiter und bleibt mitten auf dem Gehweg stehen. Eine Frau muss passiv agressiv ärgerlich um ihn herumgehen. Er merkt es kaum. Sein Blick geht erneut über die Nachricht. Er tippt 'Was is passiert?' und löscht es wieder. Zu viel. Am Ende schreibt er nur 'Ok.' Das Wort steht ein paar Sekunden auf dem Display und sieht derart brav aus, dass Vaas die Stirn verzieht. Er ergänzt 'Dann bis später' und schickt die Nachricht ab.
Die Enttäuschung braucht kaum Zeit, um sich in Ärger zu verwandeln. Er ist zu Fuss quer durch San Sequoia, weil der Dodge keinen Sprit hat, hat unterwegs Kaffee auf sehr flexibler finanzieller Grundlage organisiert, Aci einen Roller repariert und sich mit ihm wegen zwei Tabletten gestritten, und jetzt sagt Pudel kurz vorher ab. Sie weiss nicht mal, dass er dafür etwas anderes sausen lässt...
Sekunde.
Seine Hand fährt in die Tasche und trifft auf das zusammengefaltete Papier, das ihm schon beim Kaffee begegnet ist. Er klappt ihn auf. Der Staat will ihn in knapp 15 Minuten sehen. Da er jetzt nichts mehr vor hat und sein Blut Energie produziert die irgendwo hin muss, warum nicht. Er wird ohnehin nicht drum herum kommen. Wenn nicht später, dann jetzt.
Allerdings könnte das knapp werden.
>>> Vaas geht nach San Sequoia - Gerichtsgebäude >>>
<<< Jack kommt von Chestnut Ridge Nr. 8 - Pferderanch <<<
Charaktere: Jack
Ort: San Sequoia, Gewerbegebiet
Geschichtsstrang: To-Do’s I
Die Bauchschmerzen, die sie seit ihrer Abfahrt von der Ranch begleiten, verwandeln sich langsam in ein spannungsgeladenes Ziehen – viel besser. Der Truck-Stop, den sie mit Vani angefahren hat, bietet eine entspannte und maskuline Atmosphäre. Der Verkaufs- und Serviceraum ist schlicht und in einem seltsamen Achtziger-Jahre-Möchtegern-American-Diner-Stil gehalten. Die Wände sind mit Emaille-Schildern, Neonröhren-Schriftzügen und Postern von barbusigen Babes verziert. Verstaubte Kunstpflanzen mischen sich überall dazwischen, und die Massivholz-Sitzgarnituren sind aus dunkler, fast schwarz gebeizter Eiche. Jack saugt die Luft des kleinen Raumes ein. Abgestandener Rauch, Kaffee, Fritteusenfett … Das Klischee ist erfüllt. Sie lächelt. Ihrem Opa hätte es hier auch gefallen. Mit breiter werdendem Grinsen nickt sie den vier Gast-Gestalten und der einen Bedienung zu und nimmt einen Platz an dem einen Fenster ein und lauscht der im Hintergrund gespielten Country-Musik aus dem Radio.
Nach einem schnellen Studium der Karte ist entschieden, womit sie sich für ihr kommendes Vorhaben hier am Rande von San Sequoia stärkt. Ein kurzer Check auf die Route sagt ihr, dass sie nur zehn Fahrminuten von ihrem eigentlichen Ziel, dem Gewerbegebiet, entfernt ist. Das mittelständische Umzugs-, Räumungs- und Lagerunternehmen war nicht schwer zu ermitteln – es gibt nur dieses eine, lokale. Die Servicekraft kommt angeschlappt, und Jack muss sich ein Lachen verkneifen. Das Klatschen ihrer Latschen erinnert sie an Anfisa. Der Rest der Mittfünfzigerin … irgendwie auch, bis auf die fehlende Zigarette. Körperstatur und Frisur sind eins zu eins die von Bruce, nur dass die Frau hier einen stolzen, überfärbten Damenbart und eine Minipli-Dauerwelle unter ihrer roten Haarschleife trägt. Jack versucht, sich auf das Gespräch zu konzentrieren, welches Jeanette, wie ihr Schild erklärt, eröffnet hat. „Ääh … einen großen Becher Filterkaffee, einen Donut und die Chili Cheese Fries, bitte.“ „Kommt sofort“, bestätigt die Peroxid-Blondine und entfernt sich von Jack, wobei ihr Schuhwerk wieder dieses Klatschgeräusch fabriziert.
Kaffee und Donut kommen prompt – wie zugesichert. Sehr gut. Jack reibt sich kräftig mit beiden Händen über das müde Gesicht. In der Regel fällt es ihr gar nicht schwer, sich auf eine Sache zu fokussieren, aber heute … immer wieder wandern ihre Gedanken zu Köterchen und Put. Es ist Tag zwei ihrer Ankunft, der erste, an dem sie sich tatsächlich von der Ranch entfernt hat, um allen die faire Chance zu geben, sich aufeinander einzulassen. Ein tiefer Seufzer quält sich aus ihrem Brustkorb. ‘Verfickte Scheiße!‘ Sie hat einfach kein gutes und ein sehr unbestimmtes Gefühl, das sie nahezu komplett einnimmt.
Ein weiterer Kunde kommt herein und parkt sich und seine beachtlich hässliche Leder-Weste, die er über einem Jeans-Hemd trägt, am Tresen selbst, nahe der Spielautomaten. Die ausgeblichene Cappi wirkt platt und ein wenig zu klein für seinen Schädel. Schädel. Es wird etwas ruhiger und wärmer in ihrer Brust. Gut. Und auch ein guter Aufhänger, denn immerhin ist sie hier, um etwas für Vaas zu tun. Auch wenn er davon nichts ahnt beziehungsweise ihre Aktion eventuell auch nicht gutheißen würde. Strubbel zieht ihre Unterlippe zwischen die Zähne. Das ist ein sehr unsicherer Punkt. Wenn sie ihn richtig einschätzt, wird er nicht wollen, dass sie sich um seinen Scheiß kümmert. Egal, ob er Hilfe gebrauchen kann oder nicht. Ihre bisherigen versuchten Verhandlungen und Angebote, Porschitas Beschaffung sowie alle weiteren Arbeiten und Ausgaben in eine faire Entlohnung umzuwandeln, scheiterten. Verstehen tut sie es bis heute nicht, sie wird ihn das aber irgendwann auch noch mal fragen und dann kein Ausweichen und Ablenken akzeptieren. Beziehungsweise wird sie ihren eigenen Weg finden, ihm das Geld, das er auch so dringend braucht, zukommen zu lassen. Allerdings auf einem Weg, der ihm nicht offenbart, dass es ihres ist. Sodass er es auch annehmen und seinen beschissenen Stolz fallen lassen kann. Diesbezüglich hatte sie durch das Gespräch mit Zac und dem daraus entstandenen Job eine umgehende und zündende Idee gehabt.
Jeanette erscheint mit einem Tablett und den von ihr bestellten Fritten darauf und verscheucht so die Erinnerung an die von ihr per Zufall beobachteten Räumung der Villa. Trocken und ein bisschen vorwurfsvoll beäugt sie den unangetasteten Donut, dann ihre Kundin. Als Antwort lehnt sich Jack fragend zurück und zieht die Brauen hoch. Darf der Kunde nicht entscheiden, in welcher Reihenfolge er sein Essen verzehrt? Scheinbar schon. Bruce II zieht, nachdem sie den Korb mit den Fries vor ihr abgestellt hat, wortlos von dannen. Jacky beginnt zu essen und genießt die scharfe Käsesauce ebenso wie die dampfende Wärme der Kartoffelspalten. Das Radio schleust weiter Country-Mukke ein, allmählich will es mit der Konzentration auch wieder besser klappen.
Das Ziel: Vaas’ gepfändetes Werkzeug aus der Villa zurückerobern und unter die Brücke schaffen, mit absolut null Mitteln und Chancen. Okay. Das mit den null Mitteln stimmt nicht – Geld ist ja vorhanden. Sowie eigenes Wissen um Merkmale, Erinnerungen und Markierungen von Werkzeugen. Und Fotos aus dem Villa-Keller hat sie auch. Nur keine Vollmacht und Ausweiskopie. Egal, sie wird es probieren. Gleich, in etwa einer halben Stunde.
>>> Jack geht nach >>>
<<< Jack kommt von San Seqouia - Gewerbegebiet<<<
Charaktere: Jack
Ort: San Sequoia, Gewerbegebiet
Geschichtsstrang: To-Do’s II
In das wohlige, schöne Völlegefühl nach einem umfangreichen, guten und fettigen Essen zieht Nervosität hinein. Es ist exakt eine halbe Stunde nach dem sie im Diner Fritten, Donut und Kaffee eingeatmet hat. Viel zu schnell und gierig. Als hätte sie keine Zeit gehabt. Was absolut nicht der Fall ist. Sie hat Zeit. Morgen wird sie erst erneut zur Ranch fahren. Mit David und vielleicht noch wem steht das Rollschuhfahren bisher nur im Raum, Herbstsemestervorbereitungen sind in der Spur, zwei neue Beschäftigungen mit noch ungeklärtem Start gemacht und Loverboy scheint auch bussy zu sein – keine Meldung bisher.
„Es gibt keine Ausrede den Schwanz einzuziehen, Mädchen. Zieh’s jetzt durch!“, treibt sie sich an und drückt den Knopf auf dem Autoschlüssel zu Vani. Das dumpfe Klk-klk ertönt schwach und wird von dem Geräusch der vorbeidonnernden Fahrzeuge weggetragen. Jack umrundet ihr Zuhause auf Rädern und passt einen Moment ab, um über die Straße zu dem älteren Gewerbegrundstück zu wechseln.
Die Minuten, in denen sie sich noch nicht in Bewegung setzten konnte, waren für eine grobe Analyse des mittelständisches Umzugs-, Räumungs- und Lagerunternehmens gut gewesen. Rausgekommen ist dabei, dass die an einander gereihten Hallen, auf einem Grundstück mit ungefähr 7.000 m² stehen. Die Hallen machen wahrscheinlich in etwa 2.500–3.500 m² davon aus. Aus ihrer Perspektive schwer einschätzbar. Wichtig ist das alles für ihren Plan eigentlich nicht, aber es beruhigt und beschäftigt ihr Hirn, sich über sowas unwichtiges Gedanken zu machen. Strubbel schmunzelt. Es ist fast wie ein Mini-Urlaub. Nachdem sie das geöffnete, silberne Schiebetor durchschritten hat, steht sie schon auf dem Hof. Die Rangierfläche für die LKW’s ist derzeit ungenutzt, drei Monster stehen bemannt und ruhend vor verschlossenen Toren. Der Eingangsbereich ist ausgeschildert und überdacht. Sie landet in ein Vorraum, der direkt an die wohl erste Lagerhalle anknüpft. Der Mitarbeiter hebt seinen Blick als Jack eine absurd unpassende Glocke wie aus einem Tante-Emma-Laden durchs aufdrücken der Tür in klangvolle Bewegung bringt. Er sagt nichts, kaut lediglich auf seinem Kaugummi herum und mustert sie frech, aber auch gelangweilt. Eine interessante Kombination, findet sie.
„Hallo. Ich möchte etwas auslösen“ beginnt sie.
Der Mitdreißiger hält den Augenkontakt.
„Es geht um eine Hausräumung hier in Sequoia, Haus S. Schmidt. Hier steht alles drauf.“
Ein Zettel, halb so groß wie ein DIN A 5 Blatt, beidseitig beschrieben wird auf den Mann mit den schwarzen kurzen Haaren unter dem gleichfarbigen Capi zugeschoben. Seine Augen erfassen die Adresse, den Namen der vermeintlichen Hausbesitzerin, ihrem Untermieter und einer Aufzählung von geschätzten Kisten, die in etwa den Umfang von Vaas‘ Werkzeug haben könnten, wenn man alles was lose herumlag, einfach in Umzugskartons geworfen hätte. Die größeren Teile und Maschinen stehen gesondert auf der Rückseite.
Während der Typ beide Seiten des Notizblattes liest und in seinem Computer nach passenden Daten sucht, versucht Jack so gelassen wie möglich ihr Gewicht von einem Fuß auf den anderen zu verlagern.
„Werkstatt-/Kellerinventar, diverse Werkzeuge, drei Behältnisse“ bestätigt er kauend, bevor er sich ihr wieder gänzlich zuwendet, tippt er noch etwas ein. „Ich lese heraus, dass Sie die Gegenstände von Herrn del Torro abholen möchten, Einlagerung 23-4471. Dann bräuchte ich bitte ihre Ausweispapiere und eine Vollmacht.“
„Ich habe keine Vollmacht“ erklärt sie und legt ihr Portemonnaie und ihren Personalausweis auf den Tisch. „Mein… Freund“ beginnt Strubbel mit umgehender Wärme im Bauch, „ist zur Zeit nicht in Sequoia und war es auch nicht zur Räumung.“
Der Mann zieht das Plastikkärtchen zu sich. „Sie haben also keine Vollmacht, Frau... Elliot?“
„Nein. Und Jack.“
„Irgendetwas schriftliches von Herrn del Torro? Abholvollmacht, Freigabe… wenigstens eine Kopie seines Ausweses zusammen mit einer Erklärung?“
„Nein, auch das nicht.“
„Eigentumsnachweise?“
„Nein.“
Eine kleine Pause. „Dann gebe ich Ihnen gar nichts.“
Okay, dass war zu erwarten, beziehungsweise genau das hat sie erwartet. Jack lässt ihr Handtasche zu Boden gleiten und lehnt sich mit den Unterarmen auf. Ein „Hmm“ kommt ihr über die Lippen. Neutral und nachdenklich. Sie nickt, schaut auf ihre Geldbörse die eindeutig und gegensätzlich zu ihren heutigen Klamotten sagt: Hier ist jemand mit viel Geld am Start. In bar und auf sämtlichen Karten. Sie behält ihre Argumentationsgrundlage solange im Auge, bis sie sich sicher ist das er ihrem Blick gefolgt ist.
„Ohne die entsprechenden Unterlagen kann ich Ihnen das offiziell nicht herausgeben.“
Eine Augenbraue verrät, dass die Bittstellerin das Schlüsselwort herausgehört hat.
„Wenn Sie mit den richtigen Papieren wiederkommen, können wir darüber reden“, beginnt er erneut.
„Die werde ich nicht bekommen.“
Er zuckt mit den Schultern, „Dann haben wir ein Problem.“
Eigentlich ist das Gespräch vorbei. Zumindest verhält er sich so. Der Bildschirm vor ihm ist plötzlich wieder wahnsinnig interessant.
„Okay. Dann sind wir also schon ein ‚wir‘. Gut. Was haben wir denn genau für ein Problem?“ stellt sie sich dumm und beginnt das Hamsterrad anzustoßen. „Was passiert mit dem Zeug, wenn es keiner holt?“
„Kommt drauf an.“
„Worauf?“
„Auf den Vorgang.“
„Und meinem Vorgang, oder genauer: Mein Vorgehen?“
Seine Finger bleiben auf der Tastatur liegen. Jack lächelt fein. ‘So langsam bewegen wir uns in die richtige Richtung!‘
Die Worte des Verwalters „Ist nicht Ihr Vorgang“ kerben in ihre Vorfreude. Aufgeregtes Prickeln macht sich dennoch breit. Das Spiel kippt in ihre Richtung… sie muss es nur vorsichtig halten.
„Stimmt“ probiert sie es in einem Tonfall, von dem sie hofft das er ein bisschen devot klingt. „Sie können mir die Sachen nicht geben.“
„Richtig.“
„Obwohl ich ihnen eine gute Beschreibung vorgelegt habe, auf dessen Grundlage sich feststellen lässt, dass ich die Sachen kennen muss.“
Keine Antwort.
„Ebenso wie die Adresse und die Namen der Bewohner kenne, welche ich ja nicht zufällig erraten habe.“
Er lehnt sich zurück. „Was genau wollen Sie von mir?“
Jack mustert ihn einen Moment. „Ich glaube, das versuche ich gerade herauszufinden.“
„Manche Probleme“, sagt er schließlich, „sind Verwaltungsprobleme.“
Es folgt wieder eine theatralische Pause. „Und manche sind persönliche.“
Beide Starring-Contest-Teilnehmer halten die Spannung. Wenn es ihr nicht so wichtig und ernst damit wäre hier aus diesem Kampf als Siegerin, Slash, Werkzeugretterin raus zu gehen, würde Jack innerhalb der nächsten Sekunden eine sehr provozierende Geste machen. Aber das könnte heftig nach hinten losgehen, zumal sie nicht ernsthaft vorhat, einen Sex-Angriff zu starten. Ob wohl ihr sein Bart gefällt… er ist nicht ihr Typ. So wie viele nicht mehr ihr Typ sind. Aus der reizvollen oralen Geste wird etwas fast verzweifelt subtiles ‚Fine!‘, als sie ihre Zunge einmal langsam über die Innenseite ihrer Unterlippe fahren lässt und sich vom Tisch löst. „Und was hab ich?“
„Keine Vollmacht.“
„Das hatten wir schon.“
„Dann kennen sie auch die Antwort.“ Der Kerl kaut einmal, Jack wartet. Zwei weitere Kaubewegungen folgen. Eine dritte.
„Sie sagen, dass das hier nicht mein Vorgang, mein Problem ist.“ Ihr Blick führt den seinen erneut zu ihrem teurer anmutendem Lederetui mit ihren Finanzen. „Noch nicht.“
Jack bemerkt, wie ihr Puls kräftiger gegen ihre Kehle drückt, als der Typ mit einem deutlich verändertem Augenmerk ihr Portemonnaie nahezu fixiert, um es zu bewerten. Um seinen Preis abzuschätzen. ‘Hab ich dich!‘ Er erkundigt sich, wie wichtig ihr die Sachen sind.
„Sehr. So sehr, dass du dir eine angemessene Aufwandsentschädigung aussuchen kannst, die selbstverständlich über das Risiko und den Aufwand für die Datenänderung hinausgeht.“ Jeder ist bestechlich.
„Wenn schon du, dann aber auch später noch“ legt er beiläufig für ihre weiteren Begegnungen fest.
„Deal“ schmunzelt sie halbseitig.
„Den haben wir noch nicht ganz.“
Jetzt lacht Strubbel laut auf. „Doch den haben wir. Und du hast jetzt auch obendrauf noch meine Nummer.“ Ein Post-it-Blöckchen sowie ein Rotstift wechseln den Besitzer und ein einzelnes Blatt mit roten Ziffern wandert zu dem Spender zurück. Block und Stift landen in ihrer Tasche. „Ruf mich an, wenn ich mit dem Van aufs Gelände fahren kann.“
Eine Stunde später startet sie den Motor, nachdem sie per Sprachnachricht den Hinweis gegeben hat, dass sie Spaxi-Schraubi und seine Freunde doch lieber nicht unter die Brücke bringen wird, sondern lieber zu Aci in die Werkstatt.
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