Evergreen Harbor Nr. 15 - WG Tom, Valentin

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29.10.2024 10:08
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#51
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Bestseller-Schmied

Charaktere: Jim, Veronika, Valentin
Geschichtsstrang: Ein Kratzbaum und eine kleine Rivalität


Jim schleppt den Katzenkratzbaum die Treppe zur Wohnung nach oben. Kater Snow weiß noch nichts von seinem Glück, genauso wenig wie die neue Mitbewohnerin. Der Kratzbaum ist reine Handarbeit, ein echtes Unikat. Mit seinem handwerklichen Geschick hat Jim die Bretter eigenhändig zurechtgesägt und zusammengebaut. Sogar etwas Stoff als Polsterung hat er auftreiben können. Die nötigen Werkzeuge für sein Werk hat er sich von Tom geliehen. Um die Überraschung nicht zu verderben, hat er den Kratzbaum außerhalb des Hauses zusammengebaut.“ „Vielleicht sollte ich mir so etwas auch mal privat anschaffen!“, überlegt sich Jim. Doch bei den Geldsorgen hatten andere Dinge Priorität.

Vor der Haustür stellt er den Kratzbaum ab. Gerade, als er die Wohnungsschlüssel sucht, sieht er aus den Augenwinkeln, dass sich Valentin nähert.

Dieser bleibt abrupt stehen. Skeptisch verengt er die Augen und mustert das Ding. Die Neue hat einen Kater, Jim jedoch nicht. Was soll das werden? "Kaufst Du der neuen Mitbewohnerin jetzt schon Möbel?" Er tritt näher heran, streicht kurz über die raue Polsterung und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Ganz schön ... extravagant."



"Ich muss doch ausnutzen, wenn ich wenigstens etwas kann
.", murmelt Jim, dem das Ganze peinlich ist. "Außer Einbruch, mein ich."

Valentin schüttelt den Kopf und lacht spöttisch. "Willst dich wohl einschleimen!", sagt er. "Du weißt schon, wie das läuft mit Beziehungen innerhalb der WG – bringt nur Ärger." Er verschränkt die Arme und blickt auf den Kratzbaum. Seine Gedanken gehen weiter. Eigentlich würde er selbst viel lieber Veronikas Aufmerksamkeit gewinnen und das könnte durchaus klappen, schließlich hat er längst bemerkt, wie schüchtern und verlegen sie in seiner Nähe wirkt. Da ist mehr als nur freundliches Interesse, das merkt er sofort. "Halt dich einfach zurück!", warnt er seinen Mitbewohner noch, bevor er die Tür öffnet und hineingeht.

"Bist du jetzt völlig verrückt?", ruft Jim ihm hinterher. Eigentlich mag er es am liebsten, einfach seine Ruhe zu haben. Das Basteln ist etwas, das ihm dabei hilft. Und etwas, bei dem der schweigsame Mann auch durchaus mal aufblühen kann. Genauso wie bei Veronikas Kater. Ist es jetzt falsch, ihr und dem Tier eine Freude machen zu wollen?



Vor sich hingrummelnd schleppt Jim sein Geschenk hinein. Er hat kein romantisches Interesse an der Vampirin. Romantik ist ihm etwa so fremd wie die chinesische Sprache. War er überhaupt jemals verknallt? Er ist sich nicht einmal sicher, wie sich das anfühlen soll. Doch es bestehen auch keine Zweifel, dass Valentin das anders sieht... und ihn als Konkurrenten. Bei dieser Erkenntnis muss Jim dann doch laut aufhusten. So ein Trottel...

Jim klopft an Veronikas Tür. Hoffentlich würde sie verstehen, dass es ihm wichtig ist. "Hey.", sagt er, als sie öffnet, "Dachte Snow freut sich vielleicht. Hab ich selbst gebaut." Er sieht Veronika an, dass sie sich freut. "Danke, Schätzchen!" Sie lächelt und es ist offensichtlich, dass die Freude nicht gespielt wird. "Snow wird es lieben, das weiß ich jetzt schon!" Erst jetzt hebt Jim seinen Kopf. Schätzchen? Denkt Veronika etwa auch, dass das alles einen romantischen Hintergrund hat?

Versteckt steht Valentin im Flur und belauscht die Szenerie. Schätzchen? Schon wieder nennt sie ihn so – das war doch letztens auch schon gefallen, als sie zufällig zusammen in der Küche standen. Seine Augen verengen sich, als er den leisen, zufriedenen Ton in ihrer Stimme bemerkt. Ist das alles etwa doch mehr für sie als nur eine freundliche Geste von Jim?



Mit verschränkten Armen lehnt er sich gegen die Wand und überlegt, wie er Jims glänzende Punkte bei Veronika wieder neutralisieren könnte. Na schön, denkt er sich. Wenn Jim meint, er kann sich so in Szene setzen, muss ich mir eben was Besseres einfallen lassen.

Dankbar klopft Veronika Jim auf die Schulter. Sie kennt ihn mittlerweile gut genug um zu wissen, dass der Mann kein Fan von Umarmungen ist. "Lass uns mal schauen, wie Snow reagiert!", sagt sie lachend, und streicht mit der Hand über Jims Werk. "Richtig gute Arbeit!", lobt sie. So etwas könnte sie nicht. "Wirklich, Schätzchen!" Sie lädt Jim in ihr Zimmer ein, um einen Platz zu suchen.

"Ähm, rein freundschaftlich..", erklärt Jim. Veronika sieht ihn an. Dann kapiert sie: Es ist längst in ihre Gewohnheit übergegangen, Leute mit 'Schätzchen' anzusprechen, dass es passiert, ohne darüber nachzudenken. "Keine Sorge, ich weiß, dass es nicht romantisch gemeint ist.", beruhigt sie ihn.



In Zusammenarbeit mit @Spatz


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12.12.2024 17:45 (zuletzt bearbeitet: 04.01.2025 14:19)
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#52
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Schicksalslenker

Charaktere: Veronika, Valentin
Geschichtsstrang: Ein Angebot, das man ablehnen muss

Veronika wohnt nun schon seit einiger Zeit in der WG, doch Valentin ist es immer noch nicht gelungen, sie zu verführen oder auch nur irgendwie näherzukommen. Mehrmals hatte er versucht, subtile Andeutungen zu machen – ob sie vielleicht mal zusammen essen gehen könnten oder in eine Bar. Aber entweder sprach er zu verklausuliert oder Veronika verstand ihn nicht oder sie traute sich einfach nicht, darauf einzugehen.

Trotzdem ist Valentin überzeugt, dass sie ihm verfallen sein muss. Davon ist er fast schon besessen, während er weiter überlegt, wie er sie endlich näher an sich heranbringen kann. Vielleicht wäre eine Einladung ins Kino genau das Richtige? Der Gedanke gefällt ihm – die perfekte Gelegenheit, sich von seiner charmanten Seite zu zeigen.

Entschlossen verlässt er sein Zimmer und findet Veronika in der Küche vor. "Na, schöne Frau", begrüßt er sie mit seinem vermeintlich verführerischen Lächeln.

"Jaa. Jaaa!" Veronika steht vor dem Zeichentisch und macht Skizzen. Der Auftrag, den sie angenommen hat, läuft gut und sie ist mittlerweile am letzten Teil der Sommerserie, die in Auftrag gegeben wurde. "Der Schwung! Ich fühle ihn!" Sofort bringt sie ihre Modeideen skizzenartig zu Papier, bevor ihr der Gedanke doch wieder entfleucht. Gerade, als sie am Zeichnen ist, kommt plötzlich Valentin rein. Ihr Kreativfluss wird gestört und sie funkelt ihn an. "Ach du bist es.", sagt sie unbeeindruckt. Warum muss das Schicksal sie ausgerechnet hierhin geführt haben?



"Na, was machst du Schönes?", fragt Valentin. Doch ohne auf eine Antwort zu warten, geht er näher an Veronika heran und wirft einen Blick auf ihre Skizzen. "So, so, wieder fleißig", stellt er fest.

Er hatte schon oft bemerkt, wie viel Zeit sie mit Zeichnen verbringt – offenbar aus beruflichen Gründen. Für ihn wäre das nichts. Zum Glück, denkt er, brauche ich das nicht. Er lebt schließlich bequem von seinem Bürgergeld, ohne arbeiten zu müssen. Klar, sein Sachbearbeiter vom Jobcenter geht ihm regelmäßig auf die Nerven und schickt ihm Stellenangebote. Aber Valentin hat längst seine Methode perfektioniert. Er sucht sich irgendwelche Bewerbungen aus dem Internet, verändert ein paar Details und schickt sie dann als Nachweis zu. Bis jetzt hat das immer wunderbar funktioniert. Sein Sachbearbeiter versteht einfach nicht, warum er weder Jobangebote noch Bewerbungsgespräche bekommt. Valentin spielt den Empörten – mit traurigem Tonfall erklärt er jedes Mal, wie sehr er doch unter dieser Ungerechtigkeit leidet.

Jetzt aber richtet er seine Aufmerksamkeit wieder auf Veronika. "Weißt du was? Ich habe eine richtig gute Idee", sagt er plötzlich und sieht sie dabei mit erwartungsvollem Blick an.

"Dass du mich in Ruhe lässt?", antwortet Veronika sarkastisch. "Das ist die beste Idee, die du seit langem hattest." Sie blickt auf ihre Skizze. Für die Ärmel hatte sie doch gerade noch so eine wunderschöne Idee gehabt. Wie ging diese? Valentins plötzliches Hereinstürmen hat sie derart aus dem Konzept gebracht, dass ihr die Idee entfleucht ist. Hoffentlich fällt es ihr wieder ein, sobald er endlich abgezischt ist.

Valentin nimmt ihre Aussage nicht ernst, sondern versteht sie als Scherz. Er lacht leise. "Du bist witzig." Kurz hält er inne, bevor er endlich mit seiner Idee heraus rückt. "Wie wäre es, wenn ich dich ins Kino einlade? Du kannst den Film aussuchen – ganz egal, ob Action, Liebesfilm oder was auch immer dir gefällt. Das ist ganz deine Entscheidung. Ich übernehme natürlich die Kosten und wir machen uns einfach einen schönen Abend." Er legt eine kleine Pause ein, bevor er mit einem selbstbewussten Grinsen weiter spricht. "Und danach schauen wir mal, wohin das führt." Offen und direkt teilt er seinen Plan mit und ist sich insgeheim sicher, dass der Kinoabend direkt in seinem Bett endet.



Eigentlich würde Veronika gerne mal wieder ins Kino. Es laufen viele interessante Filme. Vielleicht hätte sie sich sogar mit Valentin darauf eingelassen, wenn der nicht den letzten Satz hinzugefügt hätte. Und danach schauen wir mal, wohin das führt. "Man, Val, hast du immer noch nicht kapiert, dass ich an dir kein romantisches Interesse habe? Oder auch nur Interesse an einer platonischen Freundschaft? Schon beim Blind Date hättest du das merken müssen." Ihre Stimme klingt genervt.

Das selbstsichere Grinsen aus Valentins Gesicht weicht langsam einer einzigen Verwirrung. Blind Date? Was meint sie damit? Für einen Moment steht er da und versteht nicht, was sie ihm sagen will, bis sich plötzlich Bilder vor seinem inneren Auge abspielen. Da war doch ... Moment ... Scheiße! Empört schreit er in Richtung Veronika: "Fuck! Du warst die, die mir keinen runterholen wollte!"

Nun ist es an Veronika, überrascht zu sein. "Du.. kapierst das erst jetzt? Du bist ein noch hoffnungsloserer Fall als ich dachte."



Was glaubt sie eigentlich, wer sie ist? Valentins Augenbrauen ziehen sich zusammen. Seine Wut kocht hoch. Doch bevor er sie mit Beschimpfungen überschüttet, hält er inne. Ein Gedanke schleicht sich in seinen Kopf. Ja, er hatte damals das Hotelzimmer trotzdem bezahlen müssen, aber soweit er sich erinnert, war es nicht komplett umsonst gewesen. Immerhin hatte er sein eigenes Highlight gehabt – auch wenn er es ohne ihre Hilfe zu Ende bringen musste. Danach kam er relativ schnell über sie hinweg. Doch anscheinend hatte sie diese Szenerie nicht so locker weggesteckt. Könnte es sein, dass sie sich damals mehr erhofft hatte? Ist das der Grund für ihre Anweisungen, seit sie in die WG gezogen ist?

"Aha, aha, aha", lässt Valentin schließlich mit einem interessierten Unterton verlauten. Sein Blick wird intensiver. "Ich verstehe, ich verstehe", murmelt er, wobei seine Aussagen immer rätselhafter klingen.

Dann setzt er zu einem triumphierenden Lächeln an. "Ich fühle mich wirklich geehrt, dass du immer noch an diese ... Erfahrung mit mir denkst. Ich scheine dir wohl nicht mehr aus dem Kopf gegangen zu sein, was?"

"Als Negativbeispiel, wenn es dich beruhigt.", antwortet Veronika mit einem Lächeln. "Ja, ich hätte mir mehr erhofft. Aber du hast es einfach nicht drauf." Sie erinnert sich an den Tag zurück. Anfangs wirkte Valentin noch sympathisch. Doch irgendwann kamen die Red Flags. Ein wenig peinlich ist es ihr schon, doch sie lässt sich nichts anmerken.

"Na, das würde ich an deiner Stelle jetzt auch sagen", entgegnet Valentin und versucht dabei, seine aufkommende Unsicherheit hinter einem Lächeln zu verbergen. Doch das Wort Negativbeispiel trifft ihn wie ein Schlag. Und dann auch noch der Vorwurf, er hätte es 'nicht drauf gehabt' – das kratzt tief an seiner Männerehre.

Innerlich brodelt er, doch er weiß genau, dass er sich nichts anmerken lassen darf. "Also, was ist jetzt mit Kino?", fragt er erneut, als hätte es die letzten Minuten nicht gegeben.



"Oh Mann.", seufzt Veronika. "Kein Interesse. Jedenfalls nicht mit dir." Aber vielleicht kann sie ja mal wieder mit jemand anderem dorthin gehen ...

"Dann geh ich eben alleine!" Wie ein beleidigtes Kleinkind schnappt er sich seine Jacke und verlässt die Wohnung mit einem lauten Türknall.

(In Zusammenarbeit mit @Murloc.)

>>> Veronika geht nach Evergreen Harbor Nr. 6 - Old Station Bar (2) >>>


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27.03.2025 16:46 (zuletzt bearbeitet: 27.03.2025 17:06)
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Bestseller-Schmied

<<< Veronika kommt von Evergreen Harbor Nr. 6 - Old Station Bar (2) <<<

Charaktere: Veronika, Jim, Valentin
Geschichtsstrang: Ein unerwarteter Geldsegen I


Veronika kann es kaum fassen. „Na endlich!“ Ein freudiges Lachen bricht aus ihr heraus, sie packt Snow und wirbelt mit ihm durch den Raum. „Endlich gibt es Gerechtigkeit!“ – „Miau!“, antwortet der Kater gelangweilt. Veronika schmunzelt, setzt ihn sanft auf den Boden und überfliegt den Brief noch einmal. Die Worte klingen einfach zu schön, um wahr zu sein. Doch es steht schwarz auf weiß: 60.000 Simoleons. Mehr, als sie je erwartet hätte.



Zitat
Sehr geehrte Frau Blanch,

nach Rücksprache mit Ihrem Rechtsanwalt, Herrn Dr. Neunmalklug und auf Grundlage der uns übermittelten Unterlagen sowie des Gutachtens von Herrn Pingelig, bestätigen wir Ihnen hiermit die vollständige Regulierung Ihres Schadens im Zusammenhang mit dem Brandereignis.

Das abgeschlossene gerichtliche Verfahren hat eindeutig ergeben, dass die Ursache des Brandes auf die vorsätzliche Brandstiftung durch eine dritte Person zurückzuführen ist. Da keinerlei Anhaltspunkte vorliegen, dass Sie als Versicherungsnehmerin an der Brandentstehung beteiligt waren oder grob fahrlässig gehandelt haben, erfolgt die Regulierung in voller Höhe gemäß den Bedingungen Ihres Versicherungsvertrages und den gesetzlichen Vorgaben.

Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf 60.000 Simoleons, basierend auf der Bewertung von Herrn Pingelig. Der Betrag wird bis spätestens zum 15.06. des RP-Jahres 2 auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten weitere schadensbedingte Kosten entstehen, bitten wir Sie, uns die entsprechenden Belege zeitnah zukommen zu lassen. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld während der Bearbeitungszeit und stehen Ihnen für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Frau L. Desrocher
Leiterin Schadensregulierung



Das muss gefeiert werden! Dass ihr altes Haus so viel wert war, hatte sie nicht gewusst. Ein Teil von ihr ist noch immer traurig über den Brand. Doch ein anderer freut sich auf das neue Kapitel: Das Geld, mitsamt der Summe, die sie sonst noch angespart hat, sollte endlich reichen für ihren Traum, eine Boutique zu eröffnen. Vielleicht mit angrenzendem Wohnraum für sich selbst. Dann kann sie diese WG endlich wieder verlassen. Was die Jungs wohl dazu sagen werden? Auch wenn von Anfang an geplant gewesen war, dass die Bleibe hier nur eine Übergangslösung ist, so hat sie ihre Mitbewohner doch so langsam ins Herz geschlossen, vor allem den schweigsamen Jim.

Aber noch ist es ja nicht so weit. „Hey, Schätzchen!“, ruft sie durch die WG, „Es gibt was zu feiern. Seid ihr dabei?

Gähnend betritt Valentin den Flur, nachdem er noch halb verschlafen aus seinem Zimmer getreten ist. Doch sobald er das Wort 'Feiern' hört, scheint er plötzlich hellwach zu sein. "Feiern? Wo? Was? Und vor allem: Gibst du einen aus? Ich bin dabei!", ruft er begeistert ohne ihre Antwort abzuwarten.



Veronika grinst. "Ja, selbst du bist eingeladen. Die Versicherung zahlt endlich! Ich geb euch auch einen aus, klar!" Gerade in diesem Moment öffnet sich die Haustür und Jim tritt ein, pünktlich zu seinem Feierabend. Der Bärtige sieht sie an. Er hat die letzten Worte noch mitbekommen. "Na dann bin ich dabei!" Die Vampirin schmunzelt.

"Dann lass uns aufbrechen!", schlägt Valentin vor und greift nach seiner Jacke an der Garderobe. Da Tom gerade arbeitet, wird er sicher nicht mitkommen können – also gibt es keinen Grund mehr zu warten.

"Und was genau zahlt dir die Versicherung?", fragt Valentin völlig hemmungslos, während er sich seine Schuhe anzieht.

"60000.", grinst Veronika ohne Argwohn, "genug, um endlich meine eigene Boutique eröffnen zu können." Doch dann hebt sie doch eine Augenbraue. "Aber glaub ja nicht, dass du gleich anfangen kannst zu schnorren. Ich geb' dir heute was aus, ja. Das heißt noch lange nicht, dass ich deshalb gleich dein Sparschwein bin." Sie kennt Valentin mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er nicht gerade der fleißigste ist und jede Ausrede, nicht arbeiten zu müssen, nutzen würde.

"Cool.", sagt Jim kurz angebunden, ohne große Emotionen zu zeigen.

Nachdem Valentin angezogen ist, tut er so, als hätte er den letzten Teil von Veronikas Ansage gar nicht gehört. Stattdessen grinst er unbekümmert. "Wo gehen wir denn jetzt hin? In welche Bar? Oder wir könnten auch in ein Restaurant gehen." Sein Magen knurrt dabei laut.

"Restaurant klingt super, ich hab Hunger!", mischt sich auch Jim ein, der den Vorteil hat, sich nicht umziehen zu müssen. Immerhin kam er eh von draußen. Veronika seufzt. Doch sie lässt sich breitschlagen. "Ich dachte eigentlich an paar Bier an einer Bar.", erklärt sie, "aber gut. Wenn ihr Jungs wollt, dann eben ein Restaurant." Sie ist zu sehr in Feierlaune, um sich jetzt von den höheren Kosten abschrecken zu lassen.



In Zusammenarbeit mit @Spatz
Wortlaut des Briefes von Spatz


>>> Veronika, Jim und Valentin gehen nach Windenburg Nr. 12 - Luigi's Pizza (2) >>>


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