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Evergreen Harbor Nr. 15 - WG Tom, Jim, Valentin
Valentin - letzter Post
Charakter: Valentin
Geschichtsstrang: Prägungen und Vorsätze
In einer der einsamen Nächte nach dem Silvesterdebakel sitzt Valentin allein in seinem Zimmer und lässt die Ereignisse Revue passieren. Die Erinnerungen an die Katastrophe des letzten Jahres in Sachen Frauen durchziehen seine Gedanken wie ein Sturm. Er denkt an seine Kindheit zurück, an die Zeiten, als ihn seine Schwestern Marina und Hannah bevormundeten, genauso wie sein Vater. Doch Bärbel und seine Mutter hingegen stärkten ihm den Rücken. Diese beiden Sims sind leider schon verstorben.

Ein Hauch von Wehmut und Selbstreflexion umfängt Valentin. Die Last der Vergangenheit ruht schwer auf seinen Schultern. Die Bevormundung seiner Schwestern und seines Vaters, gepaart mit dem Verlust seiner Mutter und Bärbel, hat vermutlich Spuren in ihm hinterlassen. Die Prägung aus der Kindheit wirkt sich möglicherweise bis heute auf seine Fähigkeit aus, stabile Beziehungen aufzubauen. Die wenigen guten Beziehungen, die er hatte, sind nicht mehr da und die Leere macht sich in den stillen Nächten besonders stark bemerkbar.
Entschlossen setzt sich Valentin das Ziel, nicht nur sein Leben zu überdenken, sondern auch die Hürden aus der Vergangenheit zu überwinden. Die Gedanken an vergangene Fehler und verpasste Chancen werden von einem Hauch der Entschiedenheit begleitet. Val spürt, dass es an der Zeit ist, sich von alten Mustern und den Schatten der Vergangenheit zu befreien. Die Nächte werden zur Kulisse seiner inneren Veränderung, während er sich in die Dunkelheit des Neuanfangs begibt. Werde ich das schaffen?
Valentin - nächster Post
<<< Valentin kommt von Evergreen Harbor Nr. 6 - Old Station Bar (2) <<<
Charakter: Valentin
Geschichtsstrang: Wo ist das Klopapier?!
Valentin seufzt frustriert, während er durch das Chaos in der WG stapft. Die letzten Wochen schienen von einem Ärgernis zum nächsten zu führen. Seine Mitbewohner schienen nur noch darauf aus zu sein, sich über ihn zu beschweren. Eine angeblich schwere Last liegt auf seinen Schultern. Ich bin doch nicht die Putzfrau!

In der Küche türmt sich das schmutzige Geschirr, auf dem Tisch stapeln sich leere Pizzakartons. "Kann mal irgendjemand einkaufen gehen? Ich hab keine Kohle, aber Hunger!", ruft Valentin durch die Wohnung, doch er bekommt keine Antwort. Frustriert starrt er in den leeren Kühlschrank. Sollen die anderen Mal ihren Hintern bewegen!

Das eigentliche Drama ereignet sich jedoch auf dem Klo. Ein erschrockener Blick in den leeren Toilettenpapierhalter offenbart das Dilemma. Valentin seufzt erneut und erinnert sich an das letzte Opfer seiner Mitbewohner. Eine Zeitschrift musste als improvisierter Ersatz herhalten. Zögerlich reißt er ein paar Seiten aus seinem Lieblingsmagazin. Sorry, Ladies!

Valentins Geduld ist bis zum Äußersten strapaziert. So hat er sich das WG-Leben nicht vorgestellt. Na wartet!
<<< Logan und Alma kommen von Tartosa <<<
Charaktere: Logan, Alma, Valentin
Geschichtsstrang: Nur weg von hier III
Logan massiert sich mit einer Hand den Nacken. Es ist Jahre her, dass er auf dem Boden geschlafen hat.
"Keine Ahnung,", brummt er in sein Handy. "schätz', es is' nur für'n Übergang."
...
"Ja, letzte Nacht."
...
"Alrite, great." Seine Stimme erhellt sich um eine Oktave. "Hast was gut bei mir."
...
"Ach, halt den Mund."
...
"Yeah, bis später."

Alma erwacht am Morgen in einem für sie fremden Bett und blickt verschlafen umher. Sie erinnert sich daran, dass Logan auf dem Boden geschlafen hat, doch von ihm ist keine Spur zu sehen. Ein kurzer Blick auf die Uhr verrät, dass es bereits relativ spät ist.
Dringend muss Alma auf die Toilette und steht vorsichtig auf. Sie verlässt den Raum und betritt den Flur. War ich hier schon mal? Ein Deja-Vu überkommt sie, doch sie weiß nicht genau, woher sie diese Umgebung kennt. Ein unsicherer Schauer läuft ihr über den Rücken.
Ihre Augen fallen auf die offene Badezimmertür. Es drückt in ihrer Blase und sie entscheidet sich, dorthin zu gehen. Doch als sie näher kommt, taucht plötzlich ein bekanntes Gesicht auf - ihr Onkel Valentin. Überrascht steht Alma vor ihm und versucht, die Verwirrung in ihrem Kopf zu ordnen.
"Was machst du denn hier? Brauchst du wieder Nachschub?", fragt er unverhohlen und kratzt sich am Kopf.
Gerade hat er das Gespräch beendet, da hört Logan die Stimme seines Mitbewohners. 'Bloody fuck! Er hatte es vermeiden wollen, dass Valentin auf Alma trifft. Die Ärmste hat genug Kummer, da muss sie nicht auch noch von dem Schmierlappen angegraben werden.
"Die is' nich' für dich, Sexman.", mischt er sich in die Begegnung ein. "Such dir 'ne Andere. Die is' zu heiß für dich."

Empört zieht Val die Nase hoch und hebt seine Augenbraue dabei Richtung Stirn. "Haste wieder gekifft oder was? Ich schlaf doch nicht mit meiner Nichte. Du vielleicht, aber.." Da dämmerts ihm. "Du fickst meine Nichte?" Mit großen Augen sieht er zwischen den beiden Lockenköpfen hin und her. Almas Erinnerungen an Valentins Party kehren zurück. Jetzt weiß sie, weshalb ihr die Wohnung bekannt vor kommt.
Nichte?! Oh, holy Shit. Die Information rieselt in Logans Hirn, wie eine Feder in die Kloake. "Is' die Pfeife der Onkel, der dir den Shit besorgt?", fragt er an Alma gewandt. Widerwillig nickt er einige Male. "Ja, dann ... hab ich wohl deine Nichte gefickt. Ein paar hundert mal."
Die Worte von Logan hallen wie ein Donnerschlag durch den Raum. Schockiert und verlegen eilt Alma ins Bad und schlägt die Tür hinter sich zu. Der Klang der Tür, gepaart mit den verstörenden Worten, lässt die Spannung im Raum förmlich greifbar werden.
Valentin starrt seinen Mitbewohner mit offenem Mund an. "Was zum?! Stehst Du auf meine Nichten?", platzt es aus ihm heraus. Die Erinnerung an die Vergangenheit, speziell an die unklare Vaterschaft von Tania's Kind, lässt ihn erschaudern. "Sag mir nicht, dass du Alma auch noch geschwängert hast." Der Morgen, der ohnehin schon mit einer unangenehmen Überraschung begann, nimmt eine zunehmend verstörende Wendung.

"Neidisch?" Die Augenbrauen triumphierend in die Stirn gezogen fixiert er den Größeren mit einem Pokerface. "Scheinbar bin ich ein männlicherer Mann, als du es je sein wirst." Sarkastisch knufft er dem Mitbewohner mit der Faust in den Oberarm und geht den Flur entlang zu seinem Zimmer, dreht sich an der Tür noch einmal zu ihm herum. "Laber sie nich' voll. Wir haben noch was vor."
"Fickt leise!", ruft Val durch den Flur und holt sich einen Kaffee aus der Küche, ehe er wieder in seinem Zimmer verschwindet.
Nach ein paar Minuten kommt Alma aus dem Badezimmer heraus und geht zurück in Logans Zimmer. "Hier kann ich definitiv nicht bleiben. Wenn das meine Eltern herausfinden!" Ihre Miene verrät Verunsicherung und Verlegenheit. Der Raum fühlt sich plötzlich viel enger an. "Definitiv zu viel.", murmelt sie, während sie sich durch ihre wirren Gedanken kämpft. Ihre Stimme zittert leicht.
Zu viel? Zu viel was? "Don' worry. Hab was für dich organisiert. Zumindest erstmal, für die nächste Zeit. Da kannst runter kommen und sehen, wie's für dich weiter gehen soll." Logan mustert sie und fragt sich, warum ihr die eigene Sexualität vor anderen so unangenehm ist. All das Feuer, dass er in ihr gespürt hat, scheint sie zu beschämen. Wenn Valentin nur halb so gut ist, wie seine Nichte, muss er wohl das Urteil über den Schmierlappen revidieren. Elvis sei dank, wird er das niemals herausfinden.

"Wollen wir gleich los? Is' nich' grade nebenan." Die Halbspanierin nickt nur und zieht sich ihre Klamotten vom gestrigen Tag über. Wo wird er sie nur untergebracht haben?
(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon.)
>>> Logan und Alma fahren nach Henford-on-Bagley Nr. 10 - Haus Frietmann / Wohnung Jacob Bresk >>>
<<< Jim kommt aus Brindleton Bay Nr. 5 - Rainbow Kindergarten <<<
<<< Logan kommt aus Henford-on-Bagley Nr. 10 - Haus Frietmann / Wohnung Jacob Bresk <<<
<<< Marina kommt aus Brindleton Bay Nr. 3 - Haus der Garcias (30) <<<
<<< Hans kommt aus
Charaktere: Jim, Logan, Valentin, Tom, Hans, Marina
Geschichtsstrang: Toms Ehrentag
Heute ist es soweit. Heute jährt sich wieder sein Geburtstag. Mit Freude und Wehmut im Herzen will Tom diesen Tag mit seiner WG und seinen Arbeitskollegen im kleinen Kreis verbringen. Gerade betreten er und Hans die Junggesellen Wohnung. Beide Männer schleppen Kisten mit Getränken und Snacks. "Wohin?" "In die Küche. Dann verteilen wir", antwortet der Jüngere dem Helfer. Der Arbeitskollege stellt die Kiste auf der Theke ab. "Machst paar Longdrinks? Bei den ganzen Zutaten hier." Tom grinst. "Klar, wär mal was oder?" Hans lächelt. "Cool. Darauf freue ich mich." Die andere Kiste mit Fressalien wird im Flur abgestellt. "Ich hol mal die nächste Fure", mit diesen Worten läuft Tom hinaus. Hans genehmigt sich ein kühles Bier aus dem Kühlschrank.

Jim grüßt Hans mit einem Nicken. "Hab mittlerweile nen Job.", erzählt er lächelnd, "Als Hausmeister." Sogar an die kleinen Kinder hat er sich mittlerweile gewöhnt, auch wenn er lieber in einer anderen Einrichtung ohne Gören arbeiten würde. Aber beggars can't be choosers, wie man so schön sagt. Er nimmt sich ebenfalls ein Bier aus dem Kühlschrank.

Valentin ist frustriert. Die letzten Partys waren eine Vollkatastrophe. Daher hat er beschlossen, sich in seinem Zimmer einzuschließen. Keine Weiber, kein Valentin!

Nervös fährt Marina das Auto auf den Parkplatz. Wie lange hat sie sich nicht mehr auf einer Geburtstagsfeier vergnügt ohne ihren Ehemann? Das ist ewig her. Marina steigt aus dem Auto, holt ihre Tasche vom Beifahrersitz und läuft langsam zur Wohnung. Sie weiß, dass die Wohnung ihres Kollegen neben der von ihrem guten Freund Hans liegt.
Oben angekommen sieht sie Tom. "Huhu." Winkend sieht sie zu ihm.
Als Tom Marina erblickt hebt er freundlich die Hand. "Hi. Du bist sehr überpünktlich", grinst der Gastgeber. "Hans ist schon drin. Bedien dich wenn was brauchst. Bin halt noch in den letzten Vorbereitungen." Dann holt er die letzte Kiste aus Hans Auto.

"Ah. Machts Spaß?", harkt Hans nach. Mit Jim ist er bisher kaum ins Gespräch gekommen. Daher freut es ihn, sich mit dem schweigsamen Kerl auszutauschen.
"Och, ich komm schon klar.", sagt Jim ausweichend. "Aber ja, ich hab was zu tun, und das ist auch gut so." Er nimmt einen großen Schluck. In letzter Zeit hatte er nur wenig Alkohol, weil das Geld in der WG immer knapp ist. Da freut es ihn umso mehr, dass für Toms Geburtstag sich mal etwas geleistet wurde. Er sollte jeden Tag Geburtstag haben.
Marina betritt inzwischen die Wohnung und erblickt zu ihrer Linken die beiden Männer. "Hey", grüßt sie zögerlich.

Gegenüber der Küche, in seinem Zimmer, sitzt Logan auf dem Bett und zupft an der Gitarre herum. Die Stimmen des zunehmenden Gewusels dringen durch die Tür zu ihm. Der Zirkus scheint los zu gehen. Warum hat er zugestimmt, mitzumachen?
Er stellt die Gitarre zur Seite und geht zu den anderen. Der Nachbar ist ihm hin und wieder über den Weg gelaufen - anders als die Frau. Die kennt er nicht. Beiden nickt er zu, nimmt sich ein Bier und leert es bis zur Hälfte. "Wie viele kommen noch?", fragt er.
"Hey schöne Frau", begrüßt Hans die Freundin lächelnd. "Schön, dass du dabei bist. Magst was trinken?"
Die Ausführung von Jims Aussage lässt der Mechaniker so stehen. Nicht jeder kann seinen Traumberuf ausüben und manchmal zwingen die Umstände einen dazu, damit man über die Runden kommt.
Als Logan erscheint hebt der Nachbar freundlich die Hand zur Begrüßung. Den Schwarzhaarigen kann Hans schwer einschätzen. Dafür kennt der Ältere diesen zu wenig. Das Bild einer streunenden Katze kommt dabei ihm in den Sinn. Grund: Mal sieht man ihn, mal längere Zeit nicht ... und dabei wirkt er scheu und unnahbar. Aber vielleicht bildet sich Hans dies auch nur ein.
Tom stößt dazu und antwortet Logan: "Wir sind dann vollständig. Mehr Leute braucht es nicht." Dabei ist er neutral und stellt die dritte Kiste zur anderen in den Flur. "So. Snacks sind da, Getränke ... Longdrinks gibts auf Bestellung ... später können wir uns noch Pizza liefern lassen. ... Alles easy also." Er ist zufrieden und hofft, dass der heutige Tag entspannt bleibt. "Wo ist unser Casanova?", fragt das Geburtstagskind in die Runde.

Jim sieht in die Richtung von Valentins Zimmer. "Ist wohl eingeschnappt, dass kaum Weiber da sind. Und das We..." Er unterbricht sich. "Sorry. Die Frau, die hier ist, hat sicherlich kein Interesse an ihm." Er kann sich ein Grinsen nicht verkneiden. Es ist gut, dass sonst keiner kommt. Tom hat Recht. Die Anzahl an Gästen reicht völlig.

Marina nimmt sich ein Glas Wasser und schmunzelt verlegen. Interesse an irgendwelchen Männern hat sie nach all den letzten Wochen sicherlich nicht.
"Ich mach dann mal Musik an." Kurz nachdem Logan im Wohnzimmer verschwindet, erklingen die ersten Gitarrenriffs. Auf dem Weg zurück, klopft er an Valentins Tür. "Ey, Lappen. Hier is ne üppige Lady, die dich sehen will."
Tom verdreht die Augen. "Beide haben nen Namen!", ruft er genervt Logan zu.
Hans sieht zu Marina und ist von Logans Aussage irritiert.
Jim wippt mit dem Fuß zur Musik und trinkt sein Bier weiter. Er schweigt, doch er ist neugierig auf Valentins Reaktion.
Ein lautes Gebollere hört man an Valentins Zimmertür. Scheint, als hätte er etwas gegen die Tür geworfen.
Marina winkt ab. "Schon gut. Wer da auch immer ist, ich habe kein Interesse." Sie lauscht der Musik. "Ja dann, auf Tom." Lächelnd hebt sie ihr Wasserglas.

"Don worry, dich mein ich nich. Würde das keiner echten Lady antun." Er deutet auf eine der Flaschen, auf dessen Etikett eine vollbusige Blondine den Daumen hochreckt.
Hans hebt eine Augenbraue, schweigt aber. "Ich schließe mich Marina an. Ein Hoch auf Tom. Prost!" Das Geburtstagskind hebt sein Bier an und stößt mit den Anwesenden an. "Freu mich, dass ihr da seid. ... Gibt es erste Bestellungen für Longdrinks?"
"Ich hab noch was von der vollbusigen Dame, das trink ich erst mal aus.", lacht Jim. Er hatte echt erwartet, Logan spricht von Marina, ist jedoch froh, dass das ein Irrtum war.

"Ich bleibe erstmal beim Wasser", antwortet die einzige Dame im Raum.
"Na kommt, wir setzen uns mal ins Wohnzimmer", schlägt der Gastgeber vor. Hans nickt und die beiden Männer gehen voraus. "Später Lust auf eine Runde Dart?", kommt es vom Älteren. "Klar. Bin dabei!", grinst Tom. Im Wohnzimmer lässt sich Hans ins Sofa fallen. "Ah ... das tut gut ... müsste öfters mal was ohne Tochter unternehmen." Tom zündet sich eine Zigarette an. "Glaub ich. Papa sein ist nicht immer easy, oder?"

Jim lässt sich mit einem Platscher mit auf dem Sofa fallen und legt seine Füße auf den Tisch. Als Nachbar hat er Hans' Tochter schon öfters mal gesehen, und auch aufgeschnappt, dass sie Vero heißt... aber ansonsten weiß er nichts über sie. Und so enthält er sich. Nur zum Thema Dart meldet er sich zu Wort: "Wäre auch dabei." Dann nimmt er einen großen Schluck.
Auf dem freien Platz neben Hans lässt sich Marina nieder und hält fest im Griff ihr Glas. Irgendwie hat sie es sich anders vorgestellt. Sie allein unter Männern. Das hätte es früher bei Joachim nicht gegeben.
Als das Gespräch auf Hans' Vater-Sein umschwenkt, bemerkt Marina ein Unwohlsein in der Magengegend. Seit Vanice' Auszug hat sich die Tochter nicht mehr bei ihr gemeldet. Auch von Kilian hört sich nichts. Und Tania? Die meldet sich, seitdem Marina die Hunde an Julius weiter gegeben hat, gar nicht mehr. Sie muss die Tat ihrer Mutter erst einmal verdauen.
Die Gedanken kreisen in ihrem Kopf und sie merkt, wie eine Welle voller Tränen in ihr aufsteigt. Beruhige Dich, denk an etwas anderes., ermahnt sie sich und versucht dem Gespräch zu lauschen.

Am Türrahmen angelehnt beobachtet Logan die Runde. Papa sein ist nicht immer easy. Papa sein. Wie könnte er das jemals?
Seufzend leert er die Flasche und holt sich direkt eine neue. Er muss dringend mehr trinken. Nicht nur dass er eine Geburtstagsfeier ertragen muss. Jetzt reden sie auch noch über dieses Daddythema. Mit dem neuen Bier setzt er sich neben Marina. Die sieht auch nicht grade happy aus. "Alles okay?", fragt er leise.
"Nein, definitiv nicht. Und bei meinem Wildfang sowieso nicht", lacht der Vater. Tom hebt bei Jims Antwort den Daumen. Je mehr Leute mitmachen, umso lustiger wirds. Hans spürt, dass es Marina nicht gut geht und legt instinktiv seinen Arm um ihre Schulter. Vielleicht gibt es ihr den nötigen Halt.
Tom bläst den Rauch in Richtung Flur. "Mir fällt gerade ein: was habt ihr am liebsten gemacht, als ihr Teenager wart und der Geburtstag stand an?" Er ist neugierig was als Antworten folgen.
"Meine Schwester geärgert.", grummelt Jim in seinen Bart, "Sie war immer das Lieblingskind meiner Eltern, und daher habe ich wenigstens an meinem Geburtstag versucht, etwas für mich zu haben. Hab immer versucht, so viel Kuchen wie möglich zu futtern, so dass nichts oder nur wenig für sie übrig bleiben würde. Sie musste da oft arbeiten und kam erst abends heim, und ich hatte als Schüler nun einmal früher Feierabend."

Marina nickt derweil unsicher Logan zu. Sie wird sich schon fangen, doch mit ihrem Kloß im Hals will sie nicht die Stimmung verderben.
Sie bemerkt nicht, dass Hans seinen Arm um sie legt. "Ich habe mir viel Zeit fürs Schmücken genommen, meine Schwestern haben mitgeholfen und vor allem unseren kleinen Bruder fern gehalten. Er hat ständig dazwischen gefunkt, Girlanden abgehangen, am Kuchen genascht. Und das Schlimmste: Als meine Freundinnen kamen, hat er sich immer an sie drangehangen. Irgendwann hat mein Vater ihn an den Geburtstagen von uns Schwestern in einen Vergnügungspark mitgenommen." Schmunzelnd denkt sie an Früher zurück. "Das waren noch Zeiten."
Den Blick senkend stellt Logan das Bier ab, um sich eine Zigarette anzustecken. Er spürt die erwartungsvollen Blicke auf sich. Geschichten aus seiner Kindheit sind nicht gerade das, was man einen Partykracher nennt. "Und du, big boy?", richtet er sich an Tom, ohne aufzusehen.
Grinsend lässt Tom Revue passieren was er von allem am liebsten gemacht hat. "Kann mich erinnern, dass ich zu meinem 17. mein erstes Rennen hatte. Mit dem eigenen Motorrad. Das Adrenalin während du ohne Geschwindigkeitsbegrenzung die Rennstrecke abfährst. Mega nice."
Hans überlegt und beantwortet die Frage mit: "Am liebsten war ich mit den Jungs am Baggersee. Toben, lachen, rumalbern. Das Leben genießen."

So unterschiedlich konnten die Geburtstage sein. Da wirkte der heutige eher fad dagegen.
Aber muss es immer die mega Gaudi sein?
Die Geschichten beweisen es: nein, muss es nicht.
Tom sieht zu Jim: "Lass mich raten, du hast dann den Tag danach mega Bauchweh bekommen ... von dem vielen Essen." Er grinst dabei belustigt bei dem Gedanken.
Hans wirkt nachdenklich. "Das letzte Mal, wo ich mit Deko gearbeitet habe ... war an Veros 7. Geburtstag. Danach fand sie das ganze "Mädchenzeug" nur ätzend. ..." Mit Blick auf Marina: "Letztens hatte sie mit ihrer Freundin Ellie ein "Mädchengepräch". Kaum zu glauben. Vero und Mädchengepräch im gleichen Atemzug. Ich musste so schmunzeln."
Jim muss grinsen. "Ich bin da ziemlich aufnahmefähig, was Kuchen betrifft. Ich hatte eigentlich nie Bauchschmerzen." Er fasst sich auf seinen Bauch. Damals war er leicht übergewichtig. Hat sich mittlerweile aber gelegt. Die Zeit am Knast hatte ihre Spuren hinterlassen. Er trinkt seine Dose leer.
Die Geschichten lenken Marina für ein paar Minuten ab, doch die Andeutung auf das Mädchengespräch wecken negative Gefühle in ihr. "Entschuldigt mich bitte." Ruckartig steht sie auf und begibt sich in die Küche.
Hans sieht ihr betroffen nach. "Ich rede mal mit ihr." Er erhebt sich und findet die Freundin in der Küche. "Hey ... Was ist los?", fragt der Mechaniker sie vorsichtig.

Tom sieht den beiden nach, bleibt aber bei Jim und Logan. "Irgendwie bin ich froh keine Geschwister zu haben. Hört sich nur stressig an, was man von dir oder Valentin hört." Das Geburtstagskind setzt sich.
Marina wischt sich die Tränen weg, als sie Hans Stimme hinter sich hört. "Entschuldige..", wimmert sie. "Ich hätte nicht kommen sollen, ich verderbe die ganze Stimmung."
"Stress hat nix mit Geschwistern zu tun. Deine family is scheiße oder eben nich. Thats it." Logan greift zum Bier prostet obligatorisch in die Luft und setzt zu einem kräftigen Schluck an.
"Ach, rede doch nicht solchen Unsinn", tröstet Hans Marina und umarmt die Frau herzlich. "Wenn du reden willst, ich bin für dich da." Tom sieht zu Logan. Wenn das Geburtstagskind an seine Eltern denkt, kann er dem Gedanken folgen. Allerdings muss der Mann seiner Mutter zu Gute halten, dass sie ihm geholfen hat, als er im Knast saß. "Lust auf eine Runde Dart?", fragt er in die Runde. Nur rumsetzen, findet er auf Dauer langweilig.
Jim erhebt sich. Er trinkt sein Bier leer und stellt die leere Flasche auf den Tisch. "Bin dabei.", sagt er. "Aber vorher..." er geht in die Küche, "Hole ich mir noch Nachschub." Er grinst, und kommt mit vollen Flaschen zurück. "Wie wäre es, wenn wir vor jedem Wurf, den wir machen, einen Schluck aus der Flasche nehmen müssen?"

Während Marina in Hans Armen liegt, lauscht Valentin an der Tür. Er vernimmt einige Stimmen Richtung Wohnzimmer und entschließt sich leise in die Küche zu schleichen, um einen Alkohol-Vorrat im Zimmer zu bunkern. Doch anstatt auf Bierkästen und Schnapsflaschen zu treffen, sieht er just in diesem Moment seine Schwester mit einem Mann. "WAS GEHT DENN HIER AB?!", schreit er empört herum.
Erschrocken geht Marina einen Schritt von Hans weg und erkennt den schreienden Mann. "Valentin? Was machst Du hier?" - "Die Frage ist, was machst Du hier? Wieso machst Du mit irgendnem Kerl rum? Bah!"

Logan folgt den Mitbewohnern in den Flur. Er hält nichts vom Dart spielen. Aber trinken mag er. "Gegenvorschlag: Je beschissener der Wurf desto mehr muss getrunken werden. Ich fang an." Er geht zur Scheibe an der Wand, pflückt die Pfeile und stellt sich an die Linie. Missmutig holt er aus und lässt die Pfeile auf den Boden fallen. "Ups. Wie dumm von mir." Schulterzuckend ext er seine Flasche. "Der Nächste rülps bitte."
Hans blickt irritiert hin und her. "Ähm", mehr bekommt er nicht über die Lippen. Tom lacht. "Das üben wir nochmal, oder Logan?" Er trinkt einen Schluck aus seinem Bier, nimmt die Pfeile und wirft. Einer von ihnen trifft das Brett, der Rest geht daneben. "Erweiterung der Regel: Für jeden verworfenen Pfeil muss man zusätzlich was trinken." Er setzt das Bier erneut an die Lippen und trinkt davon. "Nach der Runde mach ich paar Drinks, die ordentlich reinballern. Seid ihr dabei?" Jetzt fällt es auf, dass Valentin aus seinem Zimmer gekommen ist und es in der Küche laut wird. Verwundert sieht Tom in die Richtung, wo der Lärm herkommt.
Jim sieht sich kurz zu Valentin um. DA kommt der Casanova also doch mal aus seinem Zimmer. Er nimmt den Lärm wahr, versteht aber nicht, worum es darum geht. Dazu ist er zu weit weg. Nun gut. Der Stress kann gerne in der Küche bleiben. Er nimmt die Pfeile entgegen. Der erste Schuss geht komplett daneben und Jim trinkt. "Das machen wir doch irgendwie mit Absicht, nur um mehr Saufen zu können.", lacht er. Auch sein nächster Schuss geht daneben. Beim dritten Versuch gelingt ihm allerdings ein Zufallstreffer und er trifft genau die Mitte.

Schockiert blickt Val nun zu Hans. "Du?!" Seinen Nachbarn erkennt er nun wieder. Marina schüttelt den Kopf. "Ich wusste gar nicht, dass Du hier wohnst." Ein weiterer Schock durchfährt den Bruder. Keiner seiner Familienangehörigen weiß etwas davon, dass er in einer kleinen WG wohnt. "Nein, ich eh.." Bevor er eine Geschichte erfindet, aus der er nicht mehr heraus kommt, greift er an. "Du bezichtigst deinen Mann ein Ehebrecher zu sein und selber machst Du mit ihm rum?" Abwertend streckt er seine Hand gen Hans aus. "Valentin, was soll das? Das stimmt doch gar nicht! Er ist nur ein guter Freund." - "Jaja, guter Freund. Ich weiß, was das heißt. Freunde mit Benefits. Is klar Alte, verarsch jemand anderen."
"Darf ich mal ..." Monoton nuschelnd drängt Logan sich zwischen die Streithähne durch zur Getränkekiste, zieht zwei Flaschen heraus, verharrt und schiebt sie zurück. Das lohnt nicht. Beherzt greift er die gesamte Kiste und schiebt sich wieder an den drei Größeren vorbei. Im Flur stellt er die Kiste neben der Wohnzimmertür ab, nimmt die Pfeile entgegen und wirft noch liebloser als zuvor. "Son Pech.", raunt er schlecht geschauspielert, als zwei auf dem Boden landen und der dritte in der Tür. "Muss wohl wieder exen. Blöd aber auch." Tapfer ergibt er sich seinem Schicksal und öffnet die nächste Flasche. "Mach aber nich' son Süßkram." murrt er gedämpft zu Tom herüber. "Das muss sämtliche Keime abtöten. Kalte Jahreszeit und so."

Einerseits freut sich Tom für Jim, dass er mit dem Dart Pfeil in die Mitte getroffen hat, andererseits ist er über den Lärm in der Küche abgelenkt. "Komm gleich wieder", sagt er zu den Mitbewohnern.
Unterdessen befreit sich Hans aus seiner "Ohnmacht" und schaut Valentin finster an. "Hey! Ich bin hier nicht auf Stress aus, ... aber sowas an den Haaren herbeigezogen, ... lass ich nicht auf mir sitzen! ... Zwischen Marina und mir läuft nichts! ... Verstanden!"
Tom erreicht den Raum und bemerkt die Wut in Hans Mimik. "EY! Hört auf euch zu streiten!", mischt er sich nun ins Streitgespräch ein. "Wir sind hier zum feiern und nicht um uns die Köpfe einzuschlagen!"
Jim sieht Tom nach, findet den Streit zwischen Hans und Valentin aber nicht interessant genug, um ihm zu folgen. Er wird das schon klären. Stattdessen widmet er sich seinen Bierflaschen. Es kümmert ihn in diesem Moment nicht, wer vieviel Punkte beim Dart werfen erreicht hat. "Das Bier ist wirklich gut!", lobt er das Getränk.
"Ich mach doch gar nichts!", versucht sich Valentin zu verteidigen, aber vergebens. "Bitte was?! Du machst uns hier total blöd an. Abgesehen davon hast Du uns angelogen. Von wegen Du wohnst in einem schicken Appartement alleine. Warum bist Du so?" Marina sieht ihren Bruder fragend an und kann sich nicht erklären, weshalb er sich so widersprüchlich verhält. "Ich.. eh.. ach.. leckt mich doch alle mal!" Entnervt schnappt er sich eine Bierflasche und rennt nach draußen.
Mit großen Augen sieht Marina ihrem Bruder hinterher. "Was soll ich davon bitte halten? Wenn ich das Hannah erzähle.. Sie wird ausser sich sein."

Logan setzt sich lässig auf den Kasten. "Liegt am Etikett.", brummt er Jim zu. "Auge trinkt mit. Kennt man ja." Unberührt ignoriert er das Theater in der Küche. Den Schmierlappen kann er ohnehin nicht ernst nehmen. Überhaupt ist er deutlich entspannter, seit er vor einigen Tagen den Entschluss gefasst hat, die WG zu verlassen. Es fehlt zwar noch der passende Ersatz, aber zur Not übersteht er eine Weile in seinem Wagen. Wäre nicht das erste und mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal.
Die Mechaniker sehen Valentin hinterher und seufzen. Hans geht auf Marina zu und legt eine Hand auf deren Schulter. "Beruhig dich. Es wird sich alles klären." Er versucht sie zu beruhigen. Das Geburtstagskind stimmt seinem Kollegen zu und macht sich anschließend daran die Longdrinks zu zubereiten.
Jim sieht, wie Valentin aus der Küche stürmt und sich nach draußen begibt. Gut, dann wird es hier etwas ruhiger sein. Er trinkt die Bierflasche aus. So langsam spürt er den Alkohol. "Auff die dickbusigen Damen!", sagt er zu Logan und grinst. Dann greift er sich die nächste Flasche.

Marina schüttelt unter dessen nur den Kopf. "Mir wird gerade klar, dass mein Bruder uns die ganze Zeit belogen hat. Er hat in Wahrheit gar kein eigenes Unternehmen, oder?" Die bedrückte Schwester lässt sich von Tom aufklären und ist schockiert. "Also doch.. er hat sich kein bisschen verändert. Ich verstehe ihn nicht." Aus Enttäuschung redet sie sich in Rage und spricht die nächsten Minuten nur über ihren Bruder und seine Lügen, bis sie bemerkt, dass sie mit ihrem Kummer die Partystimmung nach unten zieht. "Es tut mir so Leid, Tom! Ich.. ich rede und rede, dabei sollte es doch heute nur um Dich gehen. Sei mir nicht böse, aber es ist besser, wenn ich nach Hause gehe. Das hat heute keinen Sinn mehr mit mir." Entschuldigend sieht sie ihren Kollegen an.
"Wasn mit dem schon wieder los?", brummt Logan, als Valentin aus der Wohnung flieht. Schulterzuckend entscheidet er, dass es ihn nicht tangiert. Jim zuprostend hebt er die Flasche und deutet ein Grinsen an. "Da zeigt sich dein Geschmack, quite boy."

Tom sieht zu Marina. "Is ok", antwortet er neutral. Hans legt einen Arm um Marinas Schulter. "Soll ich dich heimfahren?"
Unterdessen sind die Getränke fertig gestellt und der Hobbybarkeeper bringt sie zu Jim und Logan. "Bin mal draußen eine rauchen", kündigt er schließlich an. Draußen stehend sieht Tom während dem Rauchen nachdenklich in die Nachbarschaft.
Jim, nun langsam wirklich schon dicht, greift sich gleich ein Getränk, ohne darüber nachzudenken, warum Tom sich auf die Terasse begibt anstatt mitzutrinken. Nun, da außer Logan keiner in der Nähe ist, stößt ihr mit ihm an. "Smecktt guuud.", nuschelt er nach dem ersten Schluck.
Marina nimmt Hans Angebot gerne an und verlässt mit ihm die WG. Draußen sieht sie Tom stehen und geht auf ihn zu. "Ich lad Dich und Hans demnächst in eine Bar ein, so als Wiedergutmachung." Entschuldigend umarmt sie ihren Kollegen und begibt sich anschließend mit Hans nach unten zum Hof.

Logan ext das Bier und nimmt den Longdrink entgegen. Erwartungsvoll kostet er. Die Augenbraue zieht freudig überrascht in die Stirn. Die Gläser klirren lauter als gedacht aneinander. "Eigentlich wollt ich was mitteilen. Inner Runde, weil einfacher. Aber dann mach ichs eben einzeln." Er nimmt noch einen kräftigen Schluck. Was auch immer in dem Glas ist, es befeuert nicht nur den Rachen, sondern geht auch direkt ins Blut. "Ich werd ausziehen. Hab noch nix Neues, aber sobald ich grade stehn kann, fang ich an zu suchen." Ein weiterer Schluck. "Unn jetz fängt der Riese an, geile Drinks zu mixen. Timin's a bloody bitch."
Tom nickt Marina zu und erwidert: "Is ok. Wir sehen uns." Er sieht beiden Gästen nach und raucht weiter.
Überrascht starrt Jum Logan an. Obwohl er dicht ist, hat er doch mitbekommen, dass der Lockige ausziehen wird. "Woah.. Magscht uns nich' mehr?"

"Die Bude is nix für mich. Das Zimmers ssu klein, die Butsse ssu voll. Der Schmierlabbn geht mir aufn Sack unn der Riese ..." isn verdammtes Triggerpaket "Du biss in Ordnung, man. Labers nich ganzn tach dumm rum unn biss grade mal doppelso groß wie ich." Der letzte gierige Schluck leert das Glas. "Wir ssolldn was ssusamm machn. Somethin unique, ya know." Wankend erhebt Logan sich von der Kiste. "Aber erss hol ich mir noch son esöff." An der Wand abstützend setzt er unkontrolliert einen Fuß vor den anderen und wankt zur Tür nach draußen. Tom steht mit dem Rücken zu ihm und hört jemanden auf sich zukommen. "Ey, Barkeeper.", lallt Logan. "Geilesss Gebräu. Kriegich no sowas." Neben dem Mitbewohner lehnt er sich ans Geländer, fummelt seine Zigarettenschachtel aus der Tasche und klemmt sich eine falsch herum zwischen die Lippen. "Ich ssieh mich aus." Das Feuerzeug flammt auf und hüllt den Filter der Zigarette in heißes Gelb. Logan saugt am Tabak und wirkt irritiert, als der gewünschte Effekt ausbleibt.

Der Angesprochene mustert Logan. "Warte kurz", und geht in die Küche um den Longdrink nochmal zu zubereiten. Mit diesem kehrt er zurück.
Währenddessen überlegt sich Jim, was er mit Logan noch unternehmen könnte. Aus dessen Mund ist es ein Kompliment wenn es heißt, man ist in Ordnung.
"Tanks, bub." Inzwischen hat Logan den Fehler gefunden und nimmt einen tiefen Zug. Den Qualm in die Nacht pustend, nimmt er den Faden von vorher wieder auf. "Wennich was anneres finde, binnich hier raus. Miete mach ich no voll. Habtsja nich so digge." Grinsend schaut er ins neue Glas, bevor er einen großen Schluck nimmt. Das Brennen in der Kehle lässt ihn kurz schütteln. Der ist stärker als der davor. Das gefällt ihm. "Bissn guder Bartender, man."
Nickend nimmt Tom das Lob an. Die Nachricht über Logans Auszug überrascht den Älteren nicht. Er passt nicht wirklich in die Truppe. Aber dies ist nur Toms Ansicht. "Jo, wird schon irgendwie", sagt er neutral. Er zündet sich eine weitere Zigarette an. "Werd später noch weg gehen", kündigt er an. Zum Abschluss des Tages will sich das Geburtstagskind etwas gönnen. Etwas was er nur für sich umsetzen möchte. "Wartet nicht auf mich", ergänzt Tom knapp.
(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon @RacBadger und @Spatz)
>>> Jim und Logan gehen nach >>> Windenburg Nr. 16 - Tattoo-Studio
>>> Marina geht nach Brindleton Bay Nr. 3 - Haus der Garcias (31) >>>
#45
Logan kommt von >>> Windenburg - Eventhalle (3)
Jim kommt von >>> Windenburg Nr. 16 - Tattoo-Studio
Charakter: Logan, Jim
Geschichtsstrang: Auf der Suche
Mit einem frisch gebrühten Kaffee und der aktuellen Zeitung sitzt Logan am Küchentisch. Die Anzeigen der Wohnungsangebote überfliegend, nimmt er einen vorsichtigen Schluck. Willow Creek - von dort aus wäre wenigstens der Proberaum besser erreichbar. Aber die Miete wirkt recht überteuert. Brindelton Bay, nahe der Küste. 'Nur Frauen.' Ob die jüngst erlangte GRL PWR überzeugen kann? Vermutlich nicht. Britechester. Studentenstadt. Logan rollt mit den Augen. Er konnte die Studentenluft schon damals nicht leiden, als er noch in England lebte. Aber die Miete ist günstig, das Zimmer scheint eine großzügige Fläche zu haben. Wobei im Gegensatz zum jetzigen Schuhkarton alles groß wirken dürfte.
Jim betrachtet sich im Spiegel im Badezimmer. Mit den Fingern streicht er sich über das neue Tattoo. Das war eine Schnapsidee. Die Kindergartenkids werden sich lustig machen, wenn sie das sehen. Weil er ein Eis haben wollte... Pah! Aber Logan hat's mit seinem GRL PWR auch nicht viel besser.
Nun gut. Was geschehen ist, ist geschehen. Jetzt erst mal einen Kaffee.. "Morgen, Power Girl.", grüßt er Logan. "Schon was gefunden?"
"Wenn dann Power PUFF girl.", entgegnet er. "Is auch egal welches. Schlimm genug, dass ich von deren Existenz weiß." Er legt die Zeitung auf dem Tisch ab und prostet dem Mitbewohner zu. "Wär einfacher, wenn ich n 'aufgeschlossenes und geselliges Girl' oder 'Katzen liebender Student' wär. Oder Nichtraucher." Grübelnd lässt er den Blick übers Papier wandern. "Vielleicht kann ich mir Apfelsinen unters Hemd schieben."
Jim muss bei der Vorstellung lachen, wird dann jedoch ernst, als ihm bewusst wird, dass die Wohnungssuche alles andere als einfach ist. "Bestimmt muss es irgendwo noch etwas geben. Hast du denn schon Angebote in Aussicht, die passen könnten?"
"Naja, das Eine in Britechester klingt okay." Logan seufzt. "Aber das is bloody Britechester."
Jim blickt über Logans Schulter. "Ich stell mir dich auch nicht wirklich als Student vor.", murmelt er. "Aber die Miete sieht mir in Ordnung aus. Vielleicht solltest du es zumindest mal anschauen. Ablehnen kannst du dann immer noch."
Obwohl allein der Gedanke, wieder in einer Studentenstadt zu leben, ihm die Nackenhaare aufstellt, weiß Logan, dass Jim Recht hat. "Hmya, I know.", brummt er elanlos, stemmt sich vom Tisch und holt sich einen weiteren Kaffee. Am Tresen angelehnt mustert er den Größeren. "Kannst es wohl kaum erwarten, mich los zu werden, was?" Ein Mundwinkel zuckt nach oben und eine Augenbraue hebt sich verspielt in die Stirn.
"Klar, dann wird endlich das Zimmer frei, das ein Fenster hat!", grinst Jim zurück. In Wirklichkeit wird er Logans trockenen Humor vermissen. Der Lockige ist nicht aufdringlich und keine Labertasche. Das gefällt Jim. "Aber ich mein es ernst. Schau es dir an und entscheide dich dann. Vielleicht ist es was für dich. Vielleicht auch nicht. Ich bin mir sicher, dass du das Richtige finden wirst, selbst wenn Britechester eine Niete sein sollte."
Nickend führt Logan die Tasse zu den Lippen. "Studenten haben meistens günstigen Stoff rumliegen." Er trinkt einen Schluck und fährt dann fort: "Ich ruf die mal an." Entschlossen stellt er die Tasse ab und geht in sein Zimmer. Kurz darauf dringt seine Stimme dumpf durch die geschlossene Tür. Ein kurzer, lückenreicher Dialog ist zu erahnen, bis die Tür sich öffnet und Logan zurück in die Küche kommt, nach seinem Kaffee greift und einen großen Schluck nimmt.
"Und? Wie sieht's aus?", fragt Jim neugierig.
"Spontanes Girl. Ich fahr heute noch hin." Logan faltet die Zeitung zusammen und legt sie an den Rand des Tisches.
"Viel Erfolg!" Jim nimmt einen großen Schluck aus seiner Kaffeetasse. Die Zimmer der WG hier sind wirklich eng. Für ihn reicht es, aber er kann auch verstehen, dass Logan sich etwas anderes suchen möchte.
(In Zusammenarbeit mit @Murloc )
>>> Logan geht nach >>> Britechester (3)
#46
<<< Logan kommt von Del Sol Valley Nr 8. - Wohnkomplex 4er WG Logan
<<< Maryama kommt von San Myshuno
Charaktere: Logan, Maryama, Julian
Geschichtsstrang: Sünde und Hoffnung
Einen Karton auf den Rücksitz des Pick-ups hievend, droht Logan das Gleichgewicht zu verlieren. Mit einem Bein ausgestreckt kann er gerade noch die Balance halten, während das schwere Gepäck auf das Polster plumpst. Ein angestrengter Laut rutscht ihm aus der Kehle und es braucht einen stützenden Arm, um sich wieder aufzurichten. Genervt von der versperrten Sicht bindet er die massigen Haare zusammen, ehe er sich einem der großen Koffer widmet, um ihn auf die Ladefläche zu verfrachten.
Beunruhigt registriert Maryama, dass die leisen Laute, die Julian im Kinderwagen von sich gibt, langsam quengeliger werden. Sie wippt das Gefährt leicht während des Schiebens und beschleunigt ihre Schritte. Weit ist es nicht mehr bis zum Haus der WG, dort kann sie ihm ein Fläschchen warm machen und bei Bedarf die Windeln wechseln. Als sie zehn Minuten später mit einer Hand am Wagen, auf dem freien Arm den krähenden Julian, beim Gebäude ankommt, sieht sie erleichtert Logan am Auto hantieren. Aus der Babywindel steigt nebenbei ein kräftiges Aromawölkchen, gut dass der Papa vor Ort ist. "Logan, dem Himmel sei Dank. Ich habe hier einen süßen, aber energischen Notfall." ruft sie ihm zu, nur mit Mühe Julian, der mittlerweile die Grenzen seiner Stimmbänder auslotet, übertönend. Als sie ihn erreicht, sieht sie womit er beschäftigt ist. Das sind doch Umzugskartons... "Deine Sohnemann braucht was zu essen und eine frische Windel." 
Zuerst überrascht, wird Logans Gesichtsausdruck schlagartig zu einer finster dreinblickenden Maske. Sie wagt es tatsächlich, hier mit dem Balg aufzuschlagen?! "What the bloody Fuck soll die Scheiße?!" Mit einer Mischung aus rasender Wut und blankem Entsetzen starrt er das Kind an. "Stell das ab!", schimpft er, wodurch Julian nur energischer wird. Das sich überschlagende Kreischen brennt in Logans Ohren. Wie eine Unzahl heißer Nadeln sticht es in seinen Schädel. In Sekundenschnelle breitet sich ein krampfiges Unwohlsein in ihm aus, schnürt den Brustkorb zusammen und lässt das Gefühl der Hilflosigkeit übermächtig werden. Ein Wust aus Gedanken bricht hinter seiner Stirn aus, überschattet von einem einzigen Impuls: Flucht. Ohne etwas dagegen tun zu können, weicht er einige Schritte zurück, hebt abwehrend die Hände und fordert mit brüchiger Stimme: "Bring ihn weg!"
„Logan bitte, nimm dich zusammen.“ Maryama tritt zwei Schritte zurück und versucht dabei weiter den weinenden Julian zu beruhigen. „Er ist dein Sohn und ich muss ihn mit dem Nötigsten versorgen, das wird doch wohl drin sein.“ Das Weinen wird jämmerlicher, von hicksenden Schluchzern unterbrochen. Maryama wiegt den Kleinen weiter, ohne den Blick von Logan zu nehmen.
Eine fahrige Geste zeigt nach oben zur Wohnung. Kaum ist Maryama mit dem brüllenden Bündel auf der Treppe, wendet Logan sich ab und steckt sich nervös eine Zigarette an. Er begreift nicht, was diese Aktion soll. Dass sie Julians Patin ist, ist eine Sache. Aber mit ihm hierher kommen, empfindet er als Zumutung.
Eine Männer WG ist der denkbar ungünstigste Ort um ein Kleinkind zu versorgen, da heißt es erfinderisch sein. Maryama schnappt sich in Ermangelung eines sauberen Handtuchs im Bad ein T-Shirt vom Wäscheständer, nimmt eine Taschentücherbox mit und befeuchtet einen Batzen Toilettenpapier, während Julian unvermindert weiter brüllt. In Maryamas Achselhöhlen bilden sich gefühlt kleine Teiche und unter der Haarmähne perlen die Schweißtropfen. Wieviel Atem kann ein solch kleiner Sim nur haben? Nervös eilt sie mit allem ins Wohnzimmer, schiebt hastig alle Kissen in eine Ecke der Couch, legt Julian auf das Shirt und macht sich daran, ihn von seiner Windel zu befreien. Puuuhhh...Kurz wird ihr etwas schummerig, als sie das Papierteil zu einem handlichen Päckchen verklebt. Patentante sein ist herausfordernder als gedacht. Nach ein paar prustenden Liebkosungen auf seinen Bauch und einem frisch verpackten Popo, jauchzt Julian fröhlich, als Maryama ihn lachend vom Sofa und dann hoch in die Luft schwingt. Er scheint doch nicht hungrig zu sein, was zu Billies Aussage passt, dass frühestens in zwei Stunden ein Fläschchen fällig wird. So lang sind sie noch nicht unterwegs. Sie drückt dem Kleinen ein zärtliches Küsschen auf die Wange, nimmt das Aromapaket und entsorgt es im Badezimmerabfalleimer. Das T-Shirt landet auf einem Wäschehaufen. Was nun? Ihr Gedanke war, Logan zu überraschen. Er hat Billie und sein Kind kein einziges Mal besucht und Maryama weiß, dass sein Verhalten die junge Mutter belastet. Zärtlich drückt sie Julian an sich und schlägt den Weg zu Logans Zimmer ein. 
Er zieht um...wohin? Weit weg? Flüchtet er vor der Verantwortung? Vor seinem Kind? Der Gedanke tut Maryama in der Seele weh. Vorsichtig linst sie durch die offen stehende Türe in Logans Zimmer. Es herrscht ziemliches Chaos. Gepackte udn halb fertige Kartons stehen durcheinander, Decken, Lampen und Kleinkram stapeln sich und auf der Matratze des Bettes türmen sich Klamotten. "Oh, schau mal." Erfreut entdeckt Maryama in dem Gewirr Logans Gitarre. Sie geht davor in die Hocke und sieht Julian an. Vorsichtig zupft sie an einer Saite, was Julian zum lachen bringt. "Das gehört deinem Papa und er macht wunderschöne Musik damit." Sanft streicht sie über die Saiten und entlockt dem Kleinen damit entzückte Geräusche. "Du wirst wohl auch mal Musiker, hm? So wie du dich freust." Ein Laut hinter ihnen lässt sie herum fahren.
Verkrampft steht Logan in der Tür, den Kiefer sichtlich angespannt beobachtet er mürrisch das Treiben. "Warum bist du hier? Und ... warum ist ER hier?"
Leicht schwankend, mit dem Jungen auf dem Arm um Gleichgewicht bemüht, erhebt sich Maryama aus der Hocke und hält Logans Blick stand. Julian verstummt und mustert mit seinen großen, dunklen Augen, die so sehr Logans gleichen, die neue Person. "Wir sind hier, weil DU hier bist." sagt Maryama sanft. "Es tut mir weh, dass dein Sohn dich nie zu Gesicht bekommt und du nichts davon weißt, wie er dir immer ähnlicher wird." Ihr Blick verliert nichts von seiner Intensität. "Ich weiß das hier gleicht einem Überfall, aber du wärst schon über alle Berge, hätte ich gesagt, dass ich komme." Julian zappelt ein wenig auf ihrem Arm herum. "Du hast einen wundervollen Sohn und er soll seinen Vater endlich kennen lernen. Er hat ein Recht darauf, Logan." 
Hin und her gerissen, zwischen Wut und Hilflosigkeit, mischt sich etwas anderes, viel tieferes, in seinen Blick. Schwer schluckend betrachtet er das Kind in ihrem Arm. Die Worte Sohn und Vater umkreisen seine wirren Gedanken. Er weiß, dass sie Recht hat, doch ebenso weiß er, dass er diese Rolle niemals erfüllen kann. Mit pochendem Herzen atmet er tief ein, will etwas sagen, doch die Worte gehen verloren und er schweigt. Seine Mine wird weicher, als er sich abwendet und mit dem Rücken in den Türrahmen lehnt. "Das ist keine gute Idee.", sagt er leise, beinahe gebrechlich.
Die Energie im Raum ändert sich. Maryama spürt es und Julian reagiert, in dem er verstummt und wieder unverwandt seinen Vater ansieht. Wie so oft, scheinen Geister der Vergangenheit Logan ein zu holen. Maryamas Blick spiegelt Mitgefühl. "Logan, ich erwarte nicht, dass du dich jetzt überschlägst und den Sonntagspapa mimst." sagt sie und tritt vorsichtig einen Schritt näher. "Aber was hast du zu verlieren? Schau ihm in die Augen, schenk ihm ein Lächeln und gib ihm einen kleinen Platz in deiner großen, inneren Welt. Ein Riss in der Mauer wäre ein Anfang." Sie sucht Logans Blick. "Nirgendwo steht geschrieben wie so eine Annäherung ablaufen muss. Es liegt an uns. An Billie, dir und mir einen Weg zu finden, egal wie der nach außen aussieht." Sie setzt sich mit Julian auf den Boden. "Gib ihm eine Melodie auf der Gitarre mit, für den Heimweg. Etwas, das ich ihm immer wieder vorsingen kann. Das fände ich wunderschön. Ich verspreche dir, dass wir beide es genießen werden und danach aufbrechen." 
Ohne sie anzusehen, nimmt Logan die Worte Maryamas auf. Sie schneiden schmerzlich in seine Überzeugungen, Abstand wahren zu müssen. Unsicher darüber, ob die Angst oder ihr Verständnis schlimmer ist, würgt er einen kräftigen Brocken herunter. Widerwillig wälzt sich das Gefühl bis in seinen Magen und vermischt sich mit der Schwärze, die die Bestie bei jedem Besuch hinterlässt. Von innen an seinem Brustkorb schabend, wühlt sich dessen Klaue aus ihrem Versteck, am Herzen zerrend nimmt sie mehr und mehr Platz in Anspruch, bis ihr lähmendes Gift Logans gesamten Körper ausfüllt. Gähnende Leere breitet sich aus, die jede Hoffnung verschlingt, eines Tages doch noch ein wenig Glück zu empfinden.
Mit einer Hand wischt Logan sich übers Gesicht. Ein Lächeln kann er nicht schenken. Doch die Gitarre kann er spielen. Verhalten nickend geht er zum Instrument herüber und zupft an den Saiten. Die schwere Melodie erfüllt den kleinen Raum, als er mit tiefer Stimme zu singen beginnt: 
"I was born half devil, half man.
I was raised with sorrow and hate.
I've been always nothin but junk.
And I dont want your sympathy at all.
The birthmark you fear is on my skin.
And my blood runs wth a taste of sin.
Think twice before you talk to me.
I'll bring you trouble if that's what you need.
It's no secret, its's no secret,
It's no secret, that I'm a sinnerman."
Während Logan das Instrument zur Hand nimmt, setzt sich Maryama in den Schneidersitz, legt ihr Handy auf den Boden für einen Mitschnitt und platziert Julian mit dem Rücken zu sich auf dem Schoß, damit ihm nichts entgeht. Sie ist um einen neutralen Gesichtsausdruck bemüht, aber innerlich hüpft ihr Herz vor Freude. Der Besuch war nicht umsonst. Was auch immer er gleich auf der Gitarre spielt, sie wird es lernen und dem Kleinen vorspielen, so oft sie kann. Mit den ersten Tönen, die Logan zupft, beginnt Maryama sich leicht mit dem glucksenden Julian zu wiegen. Seine Arme fahren unkontrolliert in der Luft herum und der kleine zahnlose Mund erwidert fröhlich Maryamas Lächeln.
Logans Stimme und die sanften Töne zaubern eine Atmosphäre in der sich Maryama kurzzeitig verliert. Wange an Wange mit dem Kleinen bewegt sie ihren Oberkörper, schließt die Augen und versteht warum Logan genau diesen Song ausgewählt hat. Ein kräftiger Ruck an ihren Haaren lässt die Blase platzen. Erschrocken öffnet sie die Augen und befreit hastig eine dicke Locke aus der kleinen Babyfaust, die enthusiastisch daran herumzerrt. Heiße Schmerztränen verschleiern ihren Blick, während die Gitarre verklingt und Logan auf sieht. "Schmerz und Freude so eng beisammen." sagt sie, immer noch bemüht Julians Hand in Zaum zu halten, der unbedingt eine neue Strähne angeln will . "Das ist jetzt euer Lied." Eine Träne bahnt sich den Weg aus dem Augenwinkel über die Wange. Sie sehen sich einen Moment an. "Danke dafür, Logan."
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(in Zusammenarbeit mit @simscat2 )
>>> Logan geht nach Del Sol Valley Nr 8. - Wohnkomplex 4er WG Logan >>>
>>> Maryama geht nach Oasis Springs Nr. 11 - Familie Töpfer (6) >>>
<<< Vero kommt von Evergreen Harbor Nr. 14 - Familie Engel (4) <<<
<<< Buzz kommt von Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High (9) <<<
<<< Nathan Niessen kommt von Windenburg - Eventhalle (3) <<<
Charaktere: Tom, Nathan, Vero, Buzz
Geschichtsstrang: SoPro mit Tom
Vero hat Tom in der Werkstatt von Onkel Jochen antrefen können. Als sie mit ihm über das Projekt gesprochen hat, stieß sie dabei nicht gerade auf Freudensprünge seinerseits. Da allerdings die beiden miteinander an sich ein gutes Verhältnis haben und das Mädchen mit einem "Bitte, bitte, bitte!" gepaart mit dem Welpenblick nicht locker gelassen hat, stimmte der Mechaniker seufzend zu. Sie vereinbarten einen Termin und das Treffen findet bei ihm in der WG statt.
Der Erwachsene öffnet den Teenagern die Tür. "Kommt rein", sagt er neutral. "Am Ende des Flurs rechts ist das Wohnzimmer. Was wollt ihr trinken?" Vero möchte ein Wasser, Buzz ist es egal. Tom kratzt sich am Kopf. Wasser kann er aus dem Hahn ziehen, der Rest an Getränken im Kühlschrank ist nicht gerade für Jugendliche geeignet. Aber es findet sich zumindest eine Cola.
Das Mädchen setzt sich auf die alte Couch, die weicher ist, als sie aussieht. Seit der Arbeitskollege in die Nachbarschaft gezogen ist, gab es noch keine Gelegenheit ihn zu besuchen. Daher ist alles für Vero neu. Die Kino-Poster an den Wänden findet sie mega cool. Buzz setzt sich auf den Autoreifen-Sessel. Er riecht, dass hier geraucht wird. Nicht nur Zigaretten, sondern auch Shisha. Was mit der Apparatur in der Ecke des 'Wohnzimmers' bestätigt wird. An sich macht die Bude einen >okay< Eindruck. Es ist zumindest nicht so peinlichst genau sauber oder die Atmosphäre erdrückt einen nicht, was dem Hippie in die Karten spielt.

Nathan setzt sich vorsichtig neben Vero und legt die Hände in den Schoss. Könnte eine Studentenbude sein wenn er es nicht besser wüsste. Nate mustert den Mechaniker, zeiht seinen Block aus der tiefen Tasche und einen Stift in die linke Hand. Er räuspert sich leise, "Vero sagte, Sie haben eine fesselnde Vergangenheit. Mit was würden Sie diese Aussage assoziieren?"
Tom bringt die Getränke in den Raum, als Nathan schließlich seine Frage stellt. Wenn Blicke töten könnten, wäre Vero instant Geschichte. Gerade das Thema ist ihm zu tief zu wider. Der Erwachsene lehnt sich an den Türrahmen an und reibt sich mit den Fingern die Augen. "Und darüber wollt ihr schreiben? ... Fällt euch nichts besseres ein?" Das blonde Mädchen sieht zu dem Mechaniker. "Tom, ich weiß, dass du nicht gerne darüber sprichst. Aber ich wollte schon immer verstehen, warum? ... Und wegen unserem Projekt schien dies die beste Gelegenheit zu sein ... Sei bitte nicht böse." Buzz sieht ebenfalls zu dem Interviewten. Die negativen Schwingungen spürt er sofort. Aber gleichzeitig meint der Hippie etwas anderes zu fühlen ... so ein Gefühl von ... Angst. Als Tom in die erwartungsvollen Augen der drei Teenager schaut, seufzt er laut. "Okay ... Meinetwegen ... Wartet aber kurz." Er sucht die Küche auf, nimmt sich eine Flasche Whiskey und kippt sich einige Schlucken des Alkohols in die Kehle. Dann kehrt er zurück. "Also ... wo so soll ich mit der Erzählung anfangen?" Der Whiskey Geruch, der von ihm ausgeht, füllt den Raum.
„Wie wärs mit dem Anfang?“ sagt Nate neutral. Da er nicht genau weiss worum es gehen wird, erscheint es ihm am klügsten Tom einfach reden zu lassen.
Der Erwachsene lehnt sich am Türrahmen an und schließt die Augen. "Alles nahm seinen Anfang ..." Vero zückt ihr Handy und macht eine Memo dazu auf. Buzz hebt den Daumen hoch, um zu signalisieren, dass dies eine gute Idee sei. "... als ich selbst Teenager war. Ich hatte kein Bock mehr auf langweilige Schule und den ganzen Kram. Ein Junge aus meiner Klasse hat mir dann erzählt, dass es einen Ort gibt, der so viel spannender ist. Also bin ich eines Nachts von Zuhause ausgebüxt und wir sind zu einem Underground Treffen gegangen." Erinnerungen daran kommen wieder hoch. Tom versucht ruhig zu bleiben, da nicht alles, woran er sich erinnern wird, ihn emotional kalt lässt. "Es war der hamma! Überall die Autos und Motorräder, die aufgemotzt waren. Die Garagen mit den vielen Zeug, um die Fahrzeuge zu reparieren oder zu verbessern. In dem Moment wusste ich genau, was ich von nun an tun wollte."
Langsam formt sich ein Bild in Nathans Kopf. "Und was ist dann passiert?"

"Ich habe versucht Anschluss zu finden. Das war nicht leicht, da sich schnell rausstellte, dass alles Gang mäßig organisiert gewesen ist. Doch eines Tages, habe die Erlaubnis bekommen bei einem Motorrad mitzuhelfen. Naja, eher halt die Drecksarbeit zu machen, worauf die wenigsten Lust haben. Am gleichen Tag kamen S-I-E dann. Wollten wohl eine Kontrolle durchführen, dass wusste ich damals aber noch nicht." In dem Moment sieht der Erzähler das Gesicht von 'Hyäne' vor sich. In ihm schnürt sich alles zusammen. "Mit S-I-E waren 'Kralle' und 'Hyäne' gemeint, die Köpfe der Gang. 'Hyäne' bemerkte mich und misstrauisch, wie sie eben war, verhörte sie mich. An jenen Tage, bekam ich meine erste Gesichtsnarbe." Tom schließt die Augen, als die Erinnerung ihn sehr nahe geht. Er schluckt und atmet durch. "Doch mein Wunsch, Teil der Tuning-Szene und damit dieser Bande zu sein ... war stärker, als die Angst das Weite zu suchen. ... Im Nachhinein war es der erste Fehler, auf dem mehrere folgten ..."
Vero beobachtet die Mimik des Mechanikers und ihr wird bewusst, dass diese Geschichte diesen mental sehr angreift. Sie bewundert seine Selbstbeherrschung. Selbst wäre sie wohl längst in Tränen ausgebrochen. Buzz hört angespannt zu. Die Aura, die der Erzähler verströmt, spricht für eine verletzte Seele ... Diese Vibes auszuhalten, strengt auch den Hippie an.
Nathan stutzt nachdenklich. "Sie hat Sie verhört weil sie misstrauisch war und Ihnen eine Narbe zugefügt? Wie haben Sie es trotzdem geschafft Teil der... Gang zu werden?" Unweigerlich denkt an das Gespräch mit Gary und an den Drang der Sims sich irgendwo zugehörig fühlen zu müssen.
"Ich war gehorsam und hab alles gemacht, was von mir verlangt wurde. Mit der Zeit konnte ich so Vertrauen aufbauen und mir wurde das Tuning beigebracht. Ab den Punkt dachte ich, es könnte nicht cooler werden. Du bastelst an deinen Fahrzeugen, fährst Rennen, hast tolle Leute um dich ... und solange du das tust, was 'Kralle' und 'Hyäne' wollen, hast du auch nichts zu befürchten. ... Doch der Tag der Wahrheit kam dann doch." "Tag der Wahrheit?", harkte Vero verwundert nach. Tom reibt sich den Nacken und seufzt. "An diesem Tag habe ich erfahren, worum es bei dem allen wirklich ging ... und wozu 'Kralle' und 'Hyäne' alles fähig sind."
„Und das da wäre?“ fragt Nate aufrichtig neugierig.
Tom sieht Nathan an. "Das die beiden Drogen- und Waffenschmuggel betrieben und jeden, der nicht nach ihrer Pfeife tanzte, töteten." Die Szene lässt ihn nicht mehr los. Der junge Tom möchte lediglich paar Ersatzteile in die Garage bringen, als er ein Gespräch mitbekommt. Neugierig sieht er nach, wer da spricht. Er sieht, wie 'Kralle' und 'Hyäne' mit jemanden sprechen, den der junge Mann nicht kennt. Verborgen von aufeinandergestapelten Autoreifen kann er hören, was die Drei miteinander reden. "Hier ist das Kokain und die Gewehre, die ihr wolltet" "Sehr gut. Gut gemacht", sagt 'Kralle' zufrieden. Gemeinsam mit seiner Gefährtin sichten sie die Ware. "Also, wie sieht es dann mit der versprochenen Bezahlung aus?", fragte der Dealer nervös. "Ach ja ... da war ja noch was", erinnerte sich 'Hyäne' und aus dem Nichts ertönte ein Schuss. Tom konnte mit ansehen, wie der Körper des Erschossenen zusammensackte. 'Hyäne' begann zufrieden zu lachen. Sie besaß eine Lache, die ihr diesen Spitznamen verlieh. Es war ein hysterisches, bösartiges Lachen. Dem jungen Zuhörer lief es eiskalt die Schulter hinunter. ... Tom löste sich von der Erinnerung und betrachtete Nathan eindringlich. Er beugte sich zu ihm vor und seine Augen fixierten den Schüler. "In einer Gang lernst du schnell, wo dein Platz ist ... und was es heißt ... gehorsam zu sein."

Nate bewegt sich nicht. Was für eine erbärmliche Vorstellung von Macht. Gehorsam erzwingen, indem man Angst und Blut vergießt? Das ist keine Autorität. Das ist armselige Tyrannei von Kleingeistern. Das kennt Nathan... Aber nicht von Gangs...
"Sind Sie danach ausgestiegen oder geblieben?"
Tom lehnt sich wieder zurück und zündet sich eine Zigarette an. "Aussteigen? ... So einfach ist das nicht. ... Du lebst ständig mit der Angst, du bist der nächste, der ausradiert wird." Er bläst den Rauch in den Hausflur.
Vero sieht Tom mitleidig an. Diese Zeit muss wohl schwierig für ihn gewesen sein. "Hattest du große Angst?", harkt Buzz nach. Der Mechaniker nickt. "Bis heute verfolgen mich Albträume davon. Besonders 'Hyäne' hat sich in mein Gedächtnis gebrannt."
Die Zuhörer möchte dann wissen, wie es weiter ging. "Nun ... man wächst mit allen auf. Macht das, was einem aufgetragen wird. Jahr um Jahr ... Und die Tuning Szene war ein guter Deckmantel. Man vergisst dort schnell, was eigentlich im Hintergrund ablief. Doch eines Tages hielt ich es nicht mehr aus und bin geflüchtet."
Er drückt die Reste der Zigarette im Aschenbecher aus. "Doch meine Flucht endete im Krankenhaus, dann Gefängnis, dann Psychatrie."
"Und..." überlegt Nathan, "sind Sie immer noch auf der Flucht? Oder haben Sie ihre 'Schulden' damit beglichen?"
"Schulden beglichen?", Tom schmunzelt matt. "Wenn ich tot wäre, dann wäre dies der Fall ... zumindest für 'Kralle' und 'Hyäne'." Vero sieht zu Nathan. Seine ganze Art die Fragen zu stellen, wirkt so abgeklärt ... so gefühlsarm. Das irritiert das Mädchen. Buzz, der innerlich gegen die negativen Vibes kämpft, erhebt sich und umarmt ohne Vorwarnung Tom. "Es tut mir so Leid, was dir passiert ist, Dude!" Verwundert weiden sich die Augen des Erwachsenen. Vero wirkt hingegen peinlich berührt. "Äh Buzz ..." Doch der Mechaniker klopft dem Jungen auf den Rücken. "Schon ok. Aber danke, Kleiner", bedankt sich dieser und schmunzelt. Die Geste wird gelöst. "Nach allem, was ich gesehen und erlebt habe, gebe ich einen Rat: Dinge, die aufregend oder spannend wirken, ... können gefährlicher sein, als sie scheinen. ... Seid daher immer wachsam." Vero nickt. Unweigerlich muss sie an Shane denken. Ich hoffe, dass es dir gut geht ...

Nathan betrachtet Tom weiter neutral und versucht sich nichts anmerken zu lassen. Seine Geschichte endet erst mit seinem Tod...? "Wie schaffen Sie es, Tag für Tag, in Angst zu leben? Haben Sie nicht das Bedürfnis, das zu beenden?" Nathan wartet, überdenkt die Frage und fügt hinzu, "Die Situation... nicht das Leben..."
Tom schmunzelt matt ... "Erleichternd wäre es ... aber dafür müssten 'Kralle' oder 'Hyäne' gefasst werden. Niemand weiß, wo sie sich aufhalten. ... Daher lernt man mit der Angst zu leben."
(In Zusammenarbeit mit @RacBadger )
>>> Nathan geht nach Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High (11) >>>
>>> Vero geht nach Brindleton Bay Nr. 10 - Brindleton High (11) >>>
Charaktere: Valentin
Geschichtsstrang: Eingeständnis des Scheiterns
Valentin sitzt auf der abgewetzten Couch im gemeinsamen Wohnzimmer der WG. Es ist still – seine Mitbewohner sind bei der Arbeit und er hat - wie so oft - nichts zu tun. Er seufzt und lässt seinen Blick durch den Raum schweifen. Die Vorstellung, bald die Miete nicht mehr zahlen zu können, liegt schwer über ihm.
Seine Gedanken wandern zu den letzten Wochen. Der Versuch, seinen Schwager Joachim zu erpressen, war gründlich schiefgegangen. Das Geld, das er dabei herausgeschlagen hatte, war schnell aufgebraucht und seitdem hat Joachim keinen Cent mehr gezahlt. Er hätte sich besser überlegen sollen, wie weit er gehen kann, aber für Einsicht ist es jetzt zu spät. Die kleinen Gelegenheitsjobs, die er zwischendurch annahm, reichten kaum, um sich über Wasser zu halten. Dann gab es da noch die kurzen Liebschaften, bei denen er naive Verehrerinnen um den Inhalt ihrer Geldbörsen erleichterte. Doch auch diese Einnahmequelle ist versiegt. Langsam aber sicher merkt Valentin, dass ihm das Geld immer knapper wird.

Logan ist ausgezogen und nun suchen die verbliebenen WGler nach einem Ersatz. Bis ein neuer Mitbewohner gefunden ist, müssen sie die Miete auf drei Personen aufteilen – und Valentin weiß, dass er schon diesen Monat nicht in der Lage sein wird, seinen Anteil beizusteuern. Tom hat ihn bereits mehrmals darauf angesprochen und Valentins Ausreden werden immer unglaubwürdiger. Erst war es ein angeblicher Zahlungsverzug eines Arbeitgebers, dann ein nicht gezahlter Kunde. Doch Tom und Jim glauben ihm längst kein Wort mehr.
Valentin spürt, dass ihm die Optionen ausgehen. Er hat schon daran gedacht, Unterstützung beim Amt zu beantragen. Doch allein die Vorstellung sich mit Behörden und Papierkram herumschlagen zu müssen, macht ihn nervös. Außerdem ist er viel zu stolz, um bei seiner Familie um Hilfe zu bitten. Seine Schwestern würden ihn nur bemitleiden oder schlimmer noch - belehren. Auch seinen Mitbewohnern will er sein finanzielles Desaster nicht anvertrauen – sie würden ihn vermutlich nur auslachen oder ihm Vorwürfe machen.

Verzweifelt überlegt Valentin, wie er schnell an Geld kommen könnte ohne viel tun zu müssen. Doch egal wie er es dreht und wendet, er findet keinen Ausweg. Der Druck wächst und er weiß, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich dem unausweichlichen Gang zum Amt zu stellen.
Widerwillig greift er schließlich nach seinem Portemonnaie und öffnet eine App auf seinem Handy, um die Adresse des Sozialamts herauszusuchen. Er weiß, dass dies ein Eingeständnis seines Scheiterns ist und doch bleibt ihm keine Wahl.

Mit einem letzten Seufzer legt er den Kopf in den Nacken und starrt an die Zimmerdecke. Er hat aufgehört, sich zu fragen, wann sein Leben so aus den Fugen geraten ist. Vielleicht war es schon immer so. Während seine Schwestern klare Ziele verfolgten, hatte er nie das Verlangen, sich ins Arbeits- oder Familienleben zu stürzen. Er wollte Spaß, Freiheit – und irgendwie wird er das auch weiterhin suchen.
Doch jetzt muss er erst einmal das Nötigste regeln, bevor sein Leben vollends aus den Bahnen gerät. Entschlossen steht er auf und macht sich auf den Weg. Die Zeit des Abwartens ist vorbei und auch wenn ihm der Gedanke daran widerstrebt weiß er, dass er etwas unternehmen muss. Unsicher geht er zur Tür – unsichere Schritte, aber immerhin Schritte in eine Richtung.
>>> Valentin geht nach Evergreen Harbor >>>
<<< Veronika und Pablo kommen von Forgotten Hollow Nr. 1 - Haus von Pablo Garcia-Lopez (5) <<<
<<< Irina kommt von Forgotten Hollow Nr. 1 - Haus von Pablo Garcia-Lopez (5) <<<
<<< Valentin kommt von Evergreen Harbor <<<
Charaktere: Veronika, Irina, Pablo, Jim und Valentin
Geschichtsstrang: Der neue Mitbewohner
Veronika schleppt den Katzenkorb, während Pablo die schwereren Gepäckstücke trägt. Auch Irina ist dabei, die aufgrund ihrer Schwangerschaft aber nicht damit beauftragt wurde, beim Umzug zu helfen. Doch sie wollte ihre Freundin unbedingt verabschieden und viel Glück wünschen.
Gestern war die Modedesignerin bereits hier, um die Bewohner kennen zu lernen. Und nun, da sie sich wirklich dazu entschieden hat, hierhin umzuziehen, ist sie wieder gekehrt... mit ihrem Gepäck. "Die Leute schienen wirklich in Ordnung zu sein!", sagt sie, "Schweigsam und ruhig, so dass sie mich nicht bei der Arbeit stören sollten. Sie sprachen noch von einem dritten Mitbewohner, der gestern nicht anwesend war, aber laut ihren Aussagen ist auch eher eigentlich ganz in Ordnung." Irina seufzt. "Finde trotzdem schade, dass du gehst. Aber ich versteh dich auch." Jetzt, wo Veronika wieder einen Auftrag hat, braucht sie mehr Ruhe um zu arbeiten. Und bei ihrer momentanen Lage will sich die Weißhaarige nichts allzu teures leisten. "He, ich bin ja nicht aus der Welt.", lacht Veronika. "Wir können uns immer wieder mal besuchen." Sie sieht zu Pablo. "Jedenfalls, danke euch für die Hilfe beim Umzug! Und für alles andere!"

Sie klingelt an der Tür der WG.
Währenddessen sitzt Valentin in seinem Zimmer und versucht, den Bescheid vom Amt zu verstehen. Ihm wurden zwar Leistungen zum Lebensunterhalt bewilligt, doch seiner Meinung nach sind diese viel zu niedrig. Wie soll ich davon die Miete zahlen?, fragt er sich frustriert. Er kann nicht einmal genau herauslesen, welcher Betrag ihm nun ausgezahlt wird. Auf Seite 2 entdeckt er schließlich einen Erläuterungshinweis. Dort steht, dass die Wohnkosten nicht vollständig angerechnet werden konnten, weil nur ein Gesamtbetrag angegeben wurde und unklar sei, ob darin auch die Stromkosten enthalten sind.
Was?, denkt Valentin verwirrt. Strom muss ich doch auch zahlen, das gehört doch zum Leben dazu! Wieso ist das jetzt nicht wichtig? Entmutigt lässt er das Papier zu Boden sinken und ärgert sich über die Ämter. Für jeden kleinen Betrag muss man betteln. Das kann doch nicht wahr sein. Er dachte, er lebe in einem Sozialstaat, aber im Moment fühlt er sich alles andere als sozial behandelt.
Plötzlich hört er das Klingeln an der Tür. Sein Mitbewohner Jim geht mit festen Schritten zur Tür, um zu öffnen. Ach ja, der neue Mitbewohner, denkt Valentin und verdreht die Augen. Er war weder bei den Besichtigungen dabei noch bei der Unterschrift des Mietvertrags, aber er hofft nur, dass es diesmal besser läuft als mit Logan. Hauptsache, der Neue kann die Miete pünktlich zahlen und vielleicht lässt sich bei Gelegenheit mal etwas Geld von ihm leihen. Aus dem Flur dringen Stimmen und neugierig lauscht Valentin an der Tür.

Jim reicht den Neuankömmlingen die Hand. "Das ist dann also Snow.", sagt er knapp, anstatt einer Begrüßung, und mustert den Kater, der ihn stumm einfach nur anblickt. Das Tier ist sich noch nicht sicher, was all das hier werden soll. "Na dann komm mal rein. Kannst Logans altes Zimmer haben!", lässt er sich schließlich doch noch zu mehr Worten hinreißen.
Irina mustert den Mann und flüstert Veronika zu: "Der aller herzlichste scheint er ja nicht zu sein." Die zuckt die Schultern. "Ist ja nur vorübergehend. Und im Moment ist es mir ganz Recht, wenn die Mitbewohner eher schweigsam sind und ich meine Ruhe habe." Jim kommentiert das Ganze nicht.
"Ist Tom auch hier?", fragt die Modedesignerin und erntet nur ein Kopfschütteln. "Oder der dritte im Bunde?" Still zeigt Jim auf Valentins Zimmertür.

Valentin zuckt erschrocken zusammen, als er eine Frauenstimme hört. Offenbar hatte er mal wieder nicht richtig zugehört. Hätte er gewusst, dass eine Mitbewohnerin einzieht, hätte er sich rechtzeitig zurechtgemacht. Jetzt muss er schnell in den 'Turbomodus' schalten - ein wenig Haargel in die Haare, ein Spritzer Parfüm und einmal rasch über die Kleidung streichen. Das sollte fürs Erste reichen. Er will schließlich nicht, dass sie ihm sofort zu Füßen fällt.
Mit einem Räuspern öffnet er schließlich die Tür und tritt in den Flur. "Guten Tag zusammen!", sagt er mit fröhlicher Stimme und sieht als Erstes nur Irina, während Jim vor Veronika steht. Ohne weiter nachzudenken, geht er davon aus, dass Irina die neue Mitbewohnerin ist und starrt verdutzt auf ihren Bauch.
"Oh hallo, guten Tag.", grüßt Irina den Mann. Ein wenig irritiert bemerkt sie, dass er ihren Bauch anstarrt. "In ein paar Monaten ist es soweit.", erklärt sie, ohne von seinen Gedanken zu wissen. Sie zieht Pablos Hand an sich. "Aber keine Sorge, hier wird es keinen Babylärm geben. Ich verabschiede nur meine Freundin."
Diese bemerkt Valentin nun auch und erinnert sich an ihn. Das darf doch nicht wahr sein!

Während Pablo fröhlich seine Hand auf Irinas Bauch legt und den Unbekannten anlächelt, wirft dieser einen verwunderten Blick zu Veronika und zieht die Augenbrauen zusammen. Ihr Gesicht kommt ihm bekannt vor, aber er kann sich nicht genau erinnern woher. Arbeitet sie vielleicht in einem Club? Oder an der Kasse im Supermarkt? Zumindest stellt er schnell fest, dass sie nicht schwanger ist, wie ein kurzer Blick auf ihren Bauch verrät und sein Lächeln kehrt zurück. "Herzlich Willkommen, ich bin Valentin", stellt er sich schließlich vor und streckt ihr die Hand entgegen.
"Ja, Valentin.", antwortet Veronika kühl, und hätte sich am liebsten wieder umentschieden. Hoffentlich würden Irina und Pablo nicht merken, dass sie mit ihm mal einen One-Night-Stand hatte... Oder Jim merkt hoffentlich auch nichts!
Der scheint jedenfalls nichts mitzubekommen. Er verschwindet Richtung Küche. "Wenn ich was zu trinken anbieten kann, sagt Bescheid.", sagt er. Für ihn ungewöhnlich gesprächig.

"Ich bin Veronika.", erklärt sie schließlich, in der Hoffnung, dass ihre erste Verwirrung niemandem aufgefallen ist.
Ohne ihre distanzierte Art zu bemerken, lächelt Valentin selbstbewusst. Er kann sich nicht erinnern, woher er sie kennt, aber in den nächsten Wochen sollte er genug Zeit haben, um das Kennenlernen zu vertiefen. "Falls du Hilfe beim Auspacken brauchst, stehe ich gerne zur Verfügung." Sie entspricht genau seinem Typ und in Gedanken spielt er bereits durch, dass sich da mehr entwickeln könnte. Abends heimlich ins Zimmer des anderen gehen, morgens beim Wachwerden von ihr verwöhnt werden - ein Traum wird wahr!
Veronika verdreht die Augen. "Ein Bier wäre jetzt nicht schlecht!", ruft sie in Jims Richtung und fügt dann demomstrativ noch ein "Schätzchen!" hinten an. Ganz so als wollte sie Valentin zeigen, dass er nicht ihre erste Wahl ist.
Jim bringt ihr das Getränk tatsächlich und sie trinkt es auf Ex. Nun gut. "Es ist nur vorübergehend!", redet sie sich ein.
Schätzchen? Irritiert sieht er zu Veronika. Scheinbar hat sie noch nicht begriffen, wer hier der wahre Mann im Haus ist. Doch nachdem sie das Bier in einem Zug austrinkt, ist er völlig fasziniert von ihr. Das ist eine richtige Frau, denkt er sich, während er sie mustert. Sie sieht sexy aus und scheint trinkfest zu sein – endlich jemand, der auf seiner Wellenlänge ist in der WG.
Pablo beobachtet die Szenerie und hat das Gefühl, dass Veronika sich hier schnell einleben wird. Die Mitbewohner scheinen nett zu sein.
"Die Koffer sind jetzt alle hochgetragen, wir machen uns dann auf den Weg nach Hause", sagt er und richtet sich an Irina.
Veronika nickt den beiden zum Abschied. Sie öffnet Snows Transportkorb, der erst zögerlich, dann immer neugieriger, die neue Wohnung durchsucht. Hugo war sehr traurig gewesen, dass der Kater wieder fort musste, doch er hatte dem Tier zum Abschied ein selbstgebasteltes Bild geschenkt. Das würde einen Ehrenplatz in ihrem Zimmer bekommen.

"Überlegt euch vielleicht, ob eine Katze ein schönes Geschenk für Hugo wäre!", ruft sie den beiden noch hinterher. Sie ist sich sicher, dass der Junge sich wirklich gut darum kümmern würde.
(In Zusammenarbeit mit @Murloc.)
>>> Irina und Pablo gehen nach Forgotten Hollow Nr. 1 - Haus von Pablo Garcia-Lopez (5) >>>
Charaktere: Veronika, Jim
Geschichtsstrang: Zwischen Design und Zärtlichkeit
„Und jetzt...“ Voller Inspiration arbeitet Veronika an ihrem neuesten Design, „die Energie! Ja! Jaa! So sieht es gut aus!“ Zufrieden geht die Modedesignerin einen Schritt zurück, um es auch aus unterschiedlichen Entfernungen zu begutachten. Genau so, wie der Auftraggeber es wollte: Gewagte Sommermode, in leichten Farben. Noch einmal lässt sie den Entwurf für das Kleid auf sich wirken. Die Farbwahl fiel auf Pastellfarben, mit einigen gewagten Akzenten in auffälligeren Farben um einen Kontrast zu bilden.

Sie mailt den Entwurf an ihren Auftragsgeber. Wenn der zufrieden ist, wird sie sich auch an Blusen, Hosen und andere Kleidungsstücke in diesem Stil setzen. Mit einem Lächeln stellt Veronika fest, dass die WG-Bewohner sie nicht weiter dabei gestört haben. Valentin hat mit den Behörden zu tun und hatte keine Zeit, und Jim und Tom hatten auch anderes vor.
Veronika lehnt sich zurück. Solange sie auf eine Antwort wartet, kann sie sich etwas Pause gönnen... Wo steckt eigentlich Snow? Der Kater hatte sich die ganze Zeit über nicht im Zimmer blicken lassen.
„Na, das gefällt dir, was? Jaa.. das gefällt dir!“, hört sie schließlich Jims Stimme aus dem Wohnzimmer ertönen. Neugierig schielt Veronika hinein. Bei der Szene, die sich ihr bietet, muss sie einfach schmunzeln. Der nach außen hin oft grummelige, schweigsame Mann hat Snow auf seinem Schoß sitzen und krault das Tier. Das laute Schnurren ist nicht zu überhören. Lächelnd zieht sich Veronika zurück, bevor Jim sie noch bemerkt. Der Umgang mit Tieren fällt ihm wohl einfacher als mit anderen Menschen.

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