Granite Falls Nr. 6 - Camp Firefly

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26.06.2026 09:46
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#41
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Bestseller-Schmied

Theo

Für einen Moment fragt sich Theo, ob Lee ihn vielleicht nicht gehört hat, als er sie wegen des Wasserfalls angesprochen hatte. Es kam keine Reaktion. Egal. Wahrscheinlich ging seine Frage einfach unter, weil die Aufmerksamkeit dann schnell auf Jonah switchte. Er kann ihr später noch mal davon erzählen. Jetzt geht es um das Brot.

Er betrachtet Jonah, sieht jeden seiner Schritte und versucht, es genau so nachzumachen. Es ist nicht das erste Mal, das er Essen zubereitet. Er weiß, wie man Bananen anbrät und auch sulanischen Obstsalat zubereitet. Aber mit Teig hat er normalerweise nicht viel zu tun. Bei Jonah sieht es ziemlich einfach aus, und so wagt sich auch Theo an diese Aufgabe.



War das jetzt der dritte, oder erst der zweite Becher Wasser? Er hat sich für einen Moment ablenken lassen und vergessen mitzuzählen. Egal, es wird schon passen. Theo entscheidet sich für einen Kompromiss und schüttet nun noch einen halben Becher hinzu. Entweder es ist dieser jetzt zu viel oder zu wenig. Das sollte noch kein Problem sein.

Das Teig kneten ist meditativ, und Theo verfällt ins Tagträumen. Kaum, ist er mit seiner Masse halbwegs zufrieden, als Lee ihn aus seinen Gedanken holt:

Ich hab ein Monster erschaffen. Braucht es noch Mehl? Oder muss ich mir einen Namen für ihn ausdenken?“

Grinsend betrachtet er ihren klebrigen Teig. Seiner ist ihm besser gelungen, vielleicht weil er zumindest allgemeine Essenszubereitungs-Erfahrung hat. Aber seine Fantasie erwacht bereits.

„Ich finde, ein guter Name wäre Teigbert.“, grinst Theo. „Teigbert, der Ungeformte.“ Er sieht, wie Marina Lee hilft, Mehl nachzuschütten, und dadurch das Monster besiegt. Laut beginnt er zu singen:

„There once was a ship that put to sea
And the name of that ship was the Billy o' Tea
The winds blew hard, her bow dipped down
Blow, me bully boys, blow
She had not been two weeks from shore
When down on her a right bread bore
The captain called all hands and swore
He'd take Teigbert in tow“




Eigentlich geht es im Lied um einen Wal, nicht um Teigbert. Aber ein bisschen kreative Freiheit hat noch niemandem geschadet. Singen macht vieles leichter, vor allem für ihn als Meersim.

Beim Refrain hält er sich wieder an den Originaltext, in der Hoffnung, jemanden dazu zu animieren, einfach mitzusingen:

„Soon may the Wellerman come
To bring us sugar and tea and rum
One day, when the tonguin' is done
We'll take our leave and go“


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30.06.2026 16:13
#42
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Schicksalslenker

Als Theo zu singen beginnt, greift Chip sofort die Melodie mit der Mundharmonika auf. Er kennt den Song und nutzt die Gelegenheit, sich von seinem ungeduldigen Magen abzulenken. Ein paar der Kids steigen mit ein und Marga kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie schnappt sich eine der Wurzeln, lässt den Sparschäler darüber gleiten und tippt jedesmal beim Refrain metallisch klappernd damit gegen einen der großen Kochtöpfe. Gleichzeitig behält sie ihre Gruppe im Auge, um helfen zu können, wenn nötig.
Irgendwann winkt sie Chip zu sich, der widerwillig die Mundharmonika in der Hosentasche verstaut und herüberschlendert. "Hm?" - "Du kannst beim Teig machen helfen. Manche haben ein bisschen Schwierigkeiten mit der richtigen Mischung."
Den Blick über die emsig knetenden und Mehlwolken in die Luft stäubenden Pfadfinder wandern lassend, zuckt Chip die Schultern. " `kay." Er platziert sich an einen der Tische und hilft einem Mädchen, das kaum über den Schüsselrand hinaussieht, die Mehltüte anzuheben. "Wie wär's eigentlich, wenn wir die Brote bisschen kreativ formen würden?" Er hält die Schüssel schräg, so dass sie den Teig besser erreicht und beobachtet ihr Tun amüsiert. "Was gibt's für Gruppen? Hasen... Vögel...Igel? Könnt man machen...oder freestyle." Er knetet abwechselnd mit dem Mädchen den Teig zu einer Kugel, rupft sich ein Stück davon ab und fängt an einen Bass zu formen.
"Wieso verwendet ihr eigentlich keine Insekten beim kochen? Die sind voll der Proteinsnack. Gibt Muckis und soll auch noch gut schmecken.", wirft er in die Runde und grinst innerlich über Margas entsetzten Blick, den sie ihm zu wirft.


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06.07.2026 21:27
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#43
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Bücherstapler

~Jonah~

Jonah betrachtet unter wachsendem Unmut das Treiben und die mehr und mehr entgleisenden Bäcker.
Eigentlich ist es kein Problem und schön, dass die Mit-Vögel seiner Gruppe und ein paar weitere Kinder bereit sind zu helfen. Auch, dass die verkniffene Marga und die nettere Marina sich als Unterstützende zeigen, nimmt er dankbar wahr – es überfordert ihn mehr als gedacht, hier jetzt die Vorgaben und Ansagen machen zu müssen. Bei den Erwachsenen Zuhause sieht das immer so einfach aus. Einfach drauflos reden und nebenher zeigen, was man schon seit Jahren tut.
Easy, dachte er.
Aber nun? Jubilee kann es nicht lassen und will ihr Monster jetzt auch hier zwanghaft unterbringen. Was hat sie? Erlebt sie sonst keine spannenden Geschichten?
Und Theo? Der hat jetzt das Singen angefangen. Und einer der Älteren hat sein Mund-Instrument gezückt und spielt dazu. Wie soll er denn jetzt weiter erklären, worauf es beim Zubereiten ankommt? Das halbe Camp schunkelt, knetet, stampft und fällt mit ein in den Text, den alle außer ihm zu kennen scheinen. Der zehnjährige schluckt bemüht seine Verzweiflung herunter. Da hat er sich ja was Feines eingebrockt. Die aufsteigenden Tränen vergeblich herunter ringend, holt er sich ein Glas Wasser. Dabei dreht er den meisten den Rücken zu. Er braucht jetzt Hilfe, damit er sich wieder Gehör verschaffen kann. Aber an wen kann er sich wenden?


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08.07.2026 11:54 (zuletzt bearbeitet: 09.07.2026 08:13)
#44
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Bestseller-Schmied

~ Jubilee ~

Die Mehlzufuhr von Marina hilft, Backse zu zähmen und in einen Teigbert zu verwandeln. Der Name passt, weil er viel harmloser ist. Wie der Name für einen tollpatschigen Akrobatik-Clown.
Als Theo zu singen beginnt, leuchten ihre Augen auf. Mundharmonika und Topfklappern erschaffen einen Rhythmus und plötzlich ist es, als wäre die ganze Lagerküche ein Schiff auf hoher See.
Bei Chips Frage nach den Insekten klappt Jubilees Mund auf. Für einen Moment weiß sie selbst nicht, ob sie begeistert oder entsetzt sein soll. Insekten im Brot? Das klingt nach Mutprobe. Oder nach Hexenküche. Oder nach etwas, das Theo wahrscheinlich essen würde, nur um zu beweisen, dass es geht.
Ihr Blick springt zu Jonah. Der singt nicht. Er lacht auch nicht. Stattdessen dreht er sich weg.
Und plötzlich ist das alles ein bisschen zu viel. Gesang, Topfklappern, Insektenbrot und Jonah, der aussieht wie manche Kinder im Heim, kurz bevor sie schreien oder heulen. Oder einfach wegrennen.
Vielleicht ist er gar nicht so komisch. Vielleicht geht es ihm nur einfach nicht gut.
Mist.
Sie wollte doch nett zu ihm sein. Es ist nicht nett, wenn alle etwas tun, das einen traurig oder wütend oder hilflos macht.
Ihre Schultern sinken zusammen, die Musik driftet in den Hintergrund.
"STOOOP!"



Mit zusammengepresstem Gesicht, wie zerknülltes Papier, ruft sie in den Gesang hinein. Alle starren sie an. Gut.
"Mein Teig ist jetzt okay, glaub ich. Aber wenn alle singen, kann ich nicht hören, wie es weiter geht. Dann wird das ganz furchtbar enden. Und ich sage euch, ICH esse das dann nicht."
Mit durchgestrecktem Oberkörper wendet sie sich dem Jungen zu. "Wie geht's jetzt weiter, Jonah? Du kennst dich doch aus." Sie wirft einen fast schon verzweifelten Blick zu Chip. "Wir machen doch nicht wirklich Insekten da rein, oder?"


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09.07.2026 15:32 (zuletzt bearbeitet: 09.07.2026 16:26)
avatar  Murloc
#45
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Bestseller-Schmied

Theo

Theo freut sich, als Chip mit der Mundharmonika einspringt und singt umso lauter mit… bis Lee den Gesang mit ihrem Ausruf stört. Zuerst ärgert Theo sich, vor allem, weil sie kurz zuvor noch mitgemacht hat bei der Musik. Doch dann bemerkt auch er die Tränen bei Jonah. Kein Wunder, dass Lee eingreift.

Einen Moment bleibt er still. Dann reagiert er schließlich auf Chips Zutatenvorschlag. „In Sulani essen wir nicht einmal Fisch. Naja wir Meersims zumindest. Ich glaube nicht, dass Insekten wirklich eine beliebte Zutat sein werden.“ So ganz weiß er nicht, ob Chip nur einen Spaß gemacht hat oder nicht. Vermutlich ist es wirklich nur ein Spaß gewesen. Erst als der Satz ausgesprochen ist, fällt Theo auf, dass er gerade indirekt zugegeben hat, dass er ein Meersim ist. Er nutzt die Situation aus und erklärt weiter: „Ja, Meersims sind echt, und ich bin ein Teil davon! Ich kann euch nachher gerne den Platz mit den Wasserfällen zeigen, da gibt es genug Wasser, damit ich diese Behauptung auch beweisen kann. Ich bin der Inselkönig!“ Er spricht laut genug, so dass jeder in der Runde das auch hören kann. Für diesen Moment vergisst er sogar Jonah.

Erst als der Blick zufällig wieder auf den Jungen fällt, der nicht glücklich wirkt, wird auch Theo wieder ruhiger. Mit schlechtem Gewissen versucht er, ins Gespräch zu kommen. „Insekten werden wir also nicht hinzu mischen. Aber wie sieht es mit Bananen aus? Könnten sie mit in das Rezept rein?“

Kurz denkt er über Chips Vorschlag nach, aus dem Brot Tiere zu formen. Doch er bezweifelt, dass man am Ende da irgendwas draus erkennen könnte außer unförmige Klumpen. Hoffentlich wird das nicht auch noch verlangt werden, wenn das Backen selbst schon nicht einfach ist für ihn.


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23.07.2026 13:26
#46
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Schicksalslenker

Chip, Marga, Jonah

Mit unbewegter Miene erwidert Chip den Blick von Jubilee und neigt scheinbar abwägend den Kopf. "Nun ja, Insekten sind die Nahrung der Zukunft, wenn man den Forschern glauben darf und so kross geröstete Ameisenkrustis auf dem Salat....warum nicht?" Ein Grinsen stiehlt sich auf seine Lippen, schwindet aber schnell wieder, als sein Magen sich ungehalten Gehör verschafft. Und dann Theo. Wenn ich noch einmal Inselkönig hör,…Alter...
"Hör auf solchen Unsinn zu erzählen und mach dich mit dem Teig nützlich.", dringt Margas Stimme zu ihm durch. Sie stochert in der Glut, damit Marina gleich die großen Pfannen auf die darüber hängenden Gitterroste platzieren kann.

Chip wendet sich um zu Jonah und versteht. Wie ein Blitz schießt Sids Bild in sein Hirn.
Seine Miene im Kühlhaus, als Blaze und er ihn provoziert und verspottet hatten. Jonah versucht tapfer den Schein zu wahren, trotzdem ist offensichtlich wie unwohl er sich fühlt. Scheiß Gruppenzwang. Die Situation ist zwar nicht ganz dieselbe, aber er kann nachvollziehen, wie es in dem Jungen aussehen muss.
Chip schnappt sich seinen misslungenen Bass aus Teig, rollt ihn fix wieder zu einer mehr oder weniger elastischen Kugel, legt sie vor sich ab und sieht zu Jonah.
"Lee hat Recht. Es ist Zeit dir zuzuhören, sonst wird das nix mehr bis mittags und mein Magen rebelliert jetzt schon."

Jonah starrt vor sich hin und kämpft mit seinen Tränen und dem Kloß in seinem Hals, der gefühlt von Sekunde zu Sekunde größer wird. Zu weinen ist keine Schande. Das weiß er. Allerdings weint er jetzt vor ALLEN. Nicht nur den Kids aus seiner Gruppe. Er hört, wie Fragen gestellt werden: Er sollte sich jetzt versuchen zu konzentrieren. Von 'Insekten' und 'Bananen' wird gesprochen, während die Teigklumpen mehr oder minder in einen guten Verarbeitungszustand gebracht werden. Einige beginnen schon selbstsicher irgendwas zu formen. Jubilee, zu der er sehr... nun... nicht so nett war, hat ihm gerade geholfen, hat sogar diese schlimme Musik beendet. 'Puuhh. Was mach ich jetzt?' Alle warten auf ihn und schauen ihn an. Jonah räuspert sich und wischt sich mit dem Unterarm über sein tränenverschmiertes, rotes Gesicht. Dann nickt er in die Runde und atmet gegen den emotionalen Überforderungsbrocken in seinem Hals gegen an. "Ihr könnt in euren Teig machen, was ihr möchtet. Kräuter, Kartoffeln, Früchte, Schokolade oder auch Insekten" erklärt er, die Frage des Älteren ernst nehmend. "Aber du solltest sie vorher reinigen und irgendwie rösten, glaub ich."

"Ja, also doch Krustis.",
grinst Chip und zwinkert Jonah zu. "Spannend, aber ich versuch mal die normale Variante jetzt." Er hält dem Jungen seinen geformten Teig hin. "Ich glaub wir sind alle soweit für den letzten Schritt." Er schielt zu Marga und Marina rüber, die ebenfalls aussehen, als wären sie bereit.
"Ich denke auch, wir verzichten heute auf die Ameisen und backen jetzt." Marga wendet sich aufmunternd Jonah zu. "Wir haben die beiden großen Pfannen zur Verfügung, was meinst du? Wird das gehen? Auch ohne Ofen?"
Chip ist schon kurz davor, einfach von dem rohen Teig ab zu beißen. Was an Weihnachten geht, müsste doch mit sowas auch funktionieren. Er beherrscht sich aber und geht mit Jonah und den andern zur Feuerstelle. "Wird das noch eingewickelt?"

Jonah grinst zurück. Erst zu dem Teen, dann zu Jubilee. In seiner Brust wird es ruhiger und wärmer. Alle anwesenden sind bereit oder dabei, bemerkt er für sich. Auch die Frauen, die ihm heute früh abgewiesen haben sind sehr freundlich. Er würde Chip gerne was cooles auf die zusätzliche Zutat seiner Wahl antworten, aber die Panik hat sich noch nicht ganz gelöst und sein Kopf ist irgendwie leer. Was geht, ist im Plan weitermachen. Mit geklärter Mine nickt er Marga und Marina zu. "Wenn alle ihren Teig nur ein bisschen vorgeknetet und dann in Form gebracht haben, können wir sie nach und nach in den Pfannen ausbacken." Bei dem Gedanken an den Duft des gebackenen Brotes, beginnen seine Augen zu leuchten. "Aber wir brauchen gut Fett für die Pfannen. Das ist wichtig." An Chip gewandt schüttelt er den Kopf. "Nein. Wir können einfach loslegen.“

Nach Jonahs Anleitung werden die Fladen noch flach gedrückt und mit Gabellöchern versehen. „Achtet bitte auf Funkenflug und Fettspritzer. Kochen am offenen Feuer ist nicht ungefährlich.“, verschafft sich Marga Gehör, als alle um die Feuerstellen versammelt sind. „Wichtig ist die Regel: Nicht die Flammen sind wichtig fürs zubereiten, sondern die richtige Glut. Je weiter außen wir etwas über dem Feuer platzieren, desto weniger Hitze wirkt auf die Nahrung ein.“ Sie weist auf die beiden großen Pfannen. „Hier haben wir wenig Spielraum, deshalb muss ich gut darauf achten, dass die Hitze gleichmäßig bleibt, sonst müssen wir am Ende Briketts knabbern.“
Sie wirft Marina einen fragenden Blick zu. Diese signalisiert lächelnd ihre Bereitschaft anzufangen und gießt Öl in die Pfanne auf ihrer Feuerstelle. Marga folgt ihrem Beispiel und winkt Jonah zu sich. Sie nimmt ein flach gedrücktes Bannock vom Tisch, legt es in die Pfanne und ermuntert Jonah, das richtige Vorgehen zu demonstrieren.

Geschickt wendet der Junge das Brot genau zum richtigen Zeitpunkt, erklärt worauf dabei zu achten ist und sticht konzentriert auch auf der nicht gebackenen Seite Löcher in den Teigfladen. „Wenn wir das nicht machen, wird der Fladen total platt.“ Der Bann ist gebrochen. Der Reihe nach platzieren die Kids ihre Brote und Jonah unterstützt wo nötig.
Kurz darauf ziehen Duftschwaden durchs Camp, die Chip an die Sabbergrenze bringen. Gut, dass Marga ihm die Verantwortung für Glut und Pfanne überträgt, damit sie den Tisch decken kann.

Liebevoll streut Marga noch Gänseblümchen über die Salate, stellt Gefäße mit Besteck bereit, rückt die Tellerstapel zurecht und freut sich auf das erste Wildpflanzenmenü.
„Mmmmh, das duftet ja köstlich.“ Maryama stibitzt ein Gänseblümchen aus der Schale in Margas Hand und setzt sich auf die Bank. Eine kalte Dusche und Atemübungen, haben sie wieder geerdet. In ihrer Mitte wäre übertrieben, aber ein Großteil der inneren Anspannung hat sich gelöst.
„Wie ich sehe, hat es gut geklappt, mit dem Bannockrezept.“ Sie beobachtet interessiert, wie Jonah gerade Jubilee assistiert. „Und Jonah ist in seinem Element.“
Marga nickt. „Ja, ich bin froh darüber. Erst hatte ich Bedenken, dass es chaotisch werden könnte, dann war es glaub ich ein bisschen zu viel Druck für ihn, aber jetzt..“ Zischend fällt der Fladen des Mädchens nach dem Umdrehen in die Pfanne und beide stechen emsig weitere Löcher in den Teig.
...erweist er sich als Profi und hilft den anderen.“ , schließt Marga lächelnd.
Theo und Eve sind mit Chip am Feuer zugange und langsam wandelt sich der Duft im Lager. Lagerfeuerrauch und das nussige Aroma der gerösteten Brote, bringen Maryamas Magen zum knurren. „Na dann, werd ich auch mal sehen, dass ich was zustande bringe.“
Kurze Zeit später, sitzen alle munter plaudernd an den Tischen. „Ich finde meiner sieht aus wie Batman.“ Chip hebt zum Beweis seinen Fladen vom Teller und bewegt ihn entsprechen. Dafür kassiert er einen strengen Blick von Marga und füllt sich anschließend grinsend Salat auf den Teller.
Irgendwie muss man sich diesen ganzen Lageralltag ja so gestalten, dass die Gedanken nicht abdriften zu Themen, die hier eigentlich nichts verloren haben. Zocken zum Beispiel...und Zoé zum Beispiel... und Viola zum Beispiel.. Hungrig spießt Chip ein paar der Wurzeln auf. Vielleicht ist Theos baden gehen Vorschlag gar nicht so ohne. Ablenkung ist die beste Strategie.


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25.07.2026 19:54
#47
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Bestseller-Schmied

~ Jubilee ~

Mit Jonahs Hilfe hat auch Jubilee ihren Teigbert zu einem relativ ansehnlichen Brot gebacken. Beinahe wäre es schief gegangen, weil beim Wenden eine Seite abgeknickt ist. Aber Jonah konnte die Situation souverän retten. "Danke", hatte sie freundlich gesagt. Und "Entschuldige für vorhin. Irgendwie waren wir alle doof." Der Junge hatte schmal gelächelt und ihr zugenickt. Das reicht ihr, um die Angelegenheit abzuhaken.
Mit ihrer selbstgemachten Mahlzeit hatte sie sich dann einen Platz an einem der Tische ausgesucht — und sich für Theo entschieden. Eindeutig der merkwürdigste aus der Gruppe. Aus irgendeinem Grund findet er sich ziemlich toll. Ein bisschen nervt sie sein Angeber-Gelaber. Aber das andere bisschen ist auch neugierig. Ob er wirklich ein echter Meersim ist? Das wäre schon ziemlich cool. Vielleicht hat er ja auch wirklich eine Insel, auf der er König ist. Aus Geschichten weiß sie, dass Könige manchmal auch ganz schön jung sein können. Warum sonst sollte er das ständig sagen? Wenn sie eine Königin von irgendetwas wäre, würde sie das bestimmt auch stolz herumerzählen.
Mit zwei Fingern nimmt sie ein Gänseblümchen vom Salat und inspiziert es skeptisch. Sie wusste bis heute nicht, dass man die essen kann. Kommt ihr komisch vor. Todesmutig schiebt sie es zwischen die Schneidezähne, um das halbe Köpfchen abzubeißen. Der Plan geht nicht auf. Die Blüte reißt ab und nur noch der Stängel bleibt zwischen den Fingern zurück. Zwei geschlagene Sekunden vergehen, in denen sie das Grün vor sich anschaut, die halbe Blüte hinter den Zähnen, die andere Hälfte davor und die Lippen weit geöffnet, als wäre das, was sie da noch nicht ganz im Mund hat, scharf oder ekelig oder schlichtweg tödlich. Theo schaut sie amüsiert an und sie blinzelt überfordert zurück. Dann nimmt sie ihren Mut zusammen und schließt die Lippen um die Blume. Vorsichtig darauf herumkauend stellt sie fest, dass es gar nicht schlimm ist. Zerkaut sich weich und schmeckt ein bisschen nussig. Ihr Mundwinkel hebt sich stolz.
"Bist du wirklich ein König?", fragt sie aus dem Nichts und beginnt, den 'normalen' Salat mit der Gabel aufzupieksen und in sich hineinzuschaufeln. "Müsstest du dann nicht auf deiner Insel sein und ..."
Kauend schaut sie den Jungen an und überlegt. Er sieht merkwürdig aus mit all diesen ... Bemalungen.
Was machen Könige eigentlich genau? Außer auf dem Thron sitzen und einen Stab in der Hand halten. "Königssachen machen?"


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31.07.2026 16:52
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#48
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Bestseller-Schmied

Welch ein wunderschönes Blumenkind.“, schmunzelt Theo, bevor er Lees Fragen beantwortet: „Als Repräsentant der Insel ist es wichtig, auch zu reisen.“ Er nimmt sich einen großen Schlag vom Salat auf. Essen im Freien macht hungrig. „Schließlich muss sich mein Land von der besten Seite zeigen. Und da ich gerne reise um Neues zu entdecken, lässt sich das gut verbinden.“ Er macht eine ausladende Geste. „Oh, ich kann dir Geschichten über mein Reich erzählen. Über den heldenhaften Superpiraten Zen und seinen nicht minder heldenhaften Freund Kutsu!“



Ein herzhaftes Lachen, als Theo Lees Blick erhascht. Für einen Moment lässt er ihren Blick auf sich wirken, dann klärt er auf: „In Wirklichkeit ist 'Inselkönig' ein Spitzname, den mir ein guter Freund gab. Und der irgendwie hängen geblieben ist.“ Warum eigentlich?

Für einen Moment wird Theos ansonsten fröhliche Stimme leiser: „Vielleicht... ist diese Rolle auch ein Weg, die Unsicherheit zu vertreiben.“ Er spricht so leise, dass nur Lee ihn hört. Doch das hält nicht lange an. Schon bald ist wieder sein Lachen zu hören: „Aber der Teil mit dem Meersim stimmt! Das bin ich wirklich.“


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06.08.2026 10:23 (zuletzt bearbeitet: 06.08.2026 10:25)
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#49
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Bücherstapler

~ Jubilee, Theo & Jonah ~

Das Essen hat ihm gut geschmeckt. Besser als gedacht und nicht nur, weil es Bannock gab. Jonah steht von seinem Platz auf, um sein Geschirr abzuräumen. In der Luft liegt noch der angenehme Geruch des Feuers, der Backpfannen, der geschnittenen Kräuter und feinen Öle, die ihr aller Mittagessen verfeinert haben. Er seufzt und ist erleichtert. Alle im Camp waren nett zu ihm. ALLE. Lubilee hatte sich sogar entschuldigt und Kinder aus den anderen Gruppen hatten gesagt, dass es ihnen Spaß mache und sie es Zuhause nachbacken wollten, für ihre Familien. Das war stark. Mit deutlich mehr Mut und Freundlicher Mine steuert Jonah auf Theo und seine Platznachbarin zu. "Kann ich mich zu euch setzen?", fragt er ein wenig unsicher.

Jubilee kaut auf ihrem Gänseblümchen herum, während Theo erzählt. Superpirat Zen und Kutsu klingen sofort nach etwas, das sie sich merken muss. Vielleicht sind Inselgeschichten doch gar nicht so langweilig. Als er dann leiser wird, blinzelt sie mit großen Augen. Unsicherheit vertreiben?
Ihr Blick wandert kurz über sein Gesicht. Also ist das Königsding doch nur Angeberei. Oder zumindest zum Teil? So richtig schlau wird sie aus dem Jungen nicht. Erwachsene sagen immer, man soll nicht lügen, aber irgendwie erzählen überall Leute Geschichten, damit sie sich besser fühlen. Vielleicht zählt das anders. Sie muss da noch mal nachfragen, wenn sie Anna-Maria wieder sieht.
"Also, ich finde Meersim viel cooler als König" entscheidet sie schließlich mit vollem Mund. "Egal von wo oder was."
Da taucht Jonah neben ihnen auf. Jubilee sieht zu ihm hoch. Eigentlich hatte sie gedacht, Jonah würde sie nach der Brotsache wieder blöd finden. Aber er sieht gar nicht mehr so aus. Eher vorsichtig.
Sie rutscht ein Stück zur Seite.
"Klar." Mit geschlossenem Mund grinst sie breit. "Dann kannst du mir ja vielleicht sagen, ob man die Stängel mit essen soll." Ihr Kopf neigt sich leicht, als ihre spitzen Finger das dünne Grün zwischen ihnen in die Luft halten. "Die schmecken nämlich irgendwie komisch. Du weißt doch so Kram."

Lees Worte hallen in Theos Gedanken nach. Also, ich finde Meersim viel cooler als König. Er lächelt. Es ist schön, wenn er sich nicht verstecken muss. "Mein Freund wollte eigentlich auch mit zum Camp.", erklärt er, "Aber er ist krank geworden." Auch Theo lehnt sich zurück, als sich schließlich auch Jonah nähert. "Klar, setz dich!", sagt er freundlich, während er an seinem Bannock knabbert. "Schmeckt übrigens sehr lecker. Das Rezept muss ich mir merken."

Jonah bedankt sich mir schüchternen Lächeln bei den beiden und setzt sich. "Ich schreibe es die später auf" verspricht er. An Jubilee gewant nickt er. "Klar kannst du die essen." Als das Mädchen prüfend beginnt seinem Rat zu folgen, kommt ihm eine Idee. Er beugt sich zwischen die beiden Gruppenmitglieder, die ihn hier zwischen sich aufgenommen haben, "Und wenn ihr mögt, zeige ich euch einen Ort, an dem wir noch mehr essbare Pflanzen finden, die wir als Ausrede benutzen können, um nach deinem Riesen-Biber zu suchen. Vielleicht führt er uns zu einem neuen Ort mit Abenteuern?" Seine Augen beginnen zum ersten Mal seit er im Camp ist, zu leuchten. "Und ich bin mir sicher, dass wir uns Schwimmsachen mitnehmen sollten."


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09.08.2026 00:34
#50
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Schicksalslenker

Chip
Nach dem Essen

Nachdem er mit dem Handy in der Hand eine volle Viertelstunde um das Camp herumgestiefelt ist, hat Chip endlich einen Spot entdeckt, an dem er einigermaßen Empfang hat. Ein unwilliges "Mpfffhhh", begleitet sein Hinsetzen, ehe er den Rücken an einen Baumstamm anlehnt. Für ein kurze Zeit starrt er blicklos auf das Display. Eigentlich wollte er es durchziehen und niemanden kontaktieren. Wirklich eine Auszeit nehmen, abschalten und so weiter. Angefangen hat es schon morgens, als ihm eingefallen ist, dass er vergessen hat Sarah zu sagen, sie soll Zoé nicht kitzeln. Komischerweise mag sie das nicht, beginnt sofort zu weinen und ist danach nur schwer zu beruhigen. Nach einigem inneren Hin und Her, hat er sich damit beruhigt, dass es Bertl ja auch noch gibt und er ihr sicher..? solche Kleinigkeiten noch vermitteln wird.
Ebenfalls merkwürdigerweise findet Chip dieses Verhalten seiner Tochter ziemlich charming. Sie ist eben nicht so ein Standardbaby. Sie prustet und quiekt nicht nach Norm.
Das andere Thema, was ihn unruhig macht, ist Kohle. Was auch sonst. Es stehen demnächst wieder Anschaffungen für Zoé an und die letzten Casinoaktionen online haben nicht viel Gewinn gebracht. Deshalb haben Viola und er vor seiner Abfahrt ein, wie er findet, ziemlich effektives System ausgetüftelt, wie und wann die Walzen zu stoppen sind, um möglichst viel Gewinn raus zu holen. Niemals hat Chip erwartet, dass es ihm so schwer fallen würde, die Finger vom Handy zu lassen und mit seinem verbleibenden Geld selbst zu testen, ob ihr Plan etwas taugt.
Noch gelingt es ihm die Auszeit einzuhalten, aber einen Check der Lage kann er sich erlauben. Zwei schnelle Blinzelbewegungen der Lider, dann tippt er mit zunehmendem Herzklopfen ihre Nummer in den Kontakten an. Vielleicht sind sie schon ein paar hundert Simoleons reicher. Bildet er sich das ein, oder dauert es länger als üblich, bis sie ab nimmt?
"Hi, wie läuft's?", fällt er mit der Tür ins Haus, ohne Zeit mit unnötigen Floskeln zu verschwenden.

Viola hat Chips Nummer sofort erkannt. Sie ahnt, worum es geht. "Ja hey!", antwortet sie schließlich. "Wie ist es so in der großen weiten Natur? Nerven die Pfadfinder bereits, so dass du meine Stimme hören musst?" Sie versucht mit Scherzen von der Situation abzulenken. Doch dann antwortet sie doch: "Oh, mal so, mal so. Ein paar Gewinne wurden eingestrichen, dann gab es aber auch andere Tage, da hat es nicht so gut geklappt... und..." Sie seufzt, was man auch über das Handy deutlich hört. "Okay, wir sind momentan im Minus. Ein Verlust von 146 Simoleons, jetziger Stand."

Gerade noch ein halb scherzhaftes 'lass den Smalltalk und mach mich glücklich' auf den Lippen, rauscht Chips Dopaminspiegel in den Keller. "Was?!" Plötzlich scheint keine Luft mehr durch seine Kehle zu passen. "Warum? Fuck! Was hast du..." Er bremst sich mühsam. "Hast du alles so gemacht wie besprochen?" Chips Stimme klingt selbst in seinen Ohren, als hätte er beim kiffen zu viel Rauch geschluckt.

"Natürlich! Dreimal auf den Bildschirm klopfen. Mach ich immer. Und ich nutze zum Klicken auch immer die nicht dominante Hand, so dass die dominante Hand bereit ist, den Gewinn zu schnappen. Manchmal hat das ja auch geklappt." Viola verzieht das Gesicht. Viktors Erziehung ist nicht spurlos an ihr vorbei gegangen. "Weißt du, was ich glaube? Dass diese Rituale rein gar nichts nützen und keinerlei Einfluss haben. Wir sollten lieber dahin zurück gehen, was einmal geklappt hat, und es im Casino vor Ort zu versuchen anstatt nur online. Dort hole ich den Gewinn wieder rein, glaub mir." Zumindest will sie daran glauben.

"Was heißt nutzlose Rituale? Du warst dabei, wir haben das getestet und es hat geklappt. Was redest du?" Chips Brustkorb folgt einem hektischen, unregelmäßigen Atemrhythmus. "Zumindest oft genug, dass man es weiter so machen könnte.", räumt er ein und stemmt sich hoch. Seine Gedanken kreiseln angestrengt. Wenn sie das Ruder nicht herum reißt, sind seine gesamten Ersparnisse verpufft. "Wieviel Kohle ist noch da? Was kannst du noch setzen?", ignoriert er ihren Vorschlag.



"Und jetzt soll es meine Verantwortung sein, während du dich mit Pfadfindern rumprügelst?" Violas Stimme wird lauter. Doch sie beantwortet Chips Frage dennoch: "Etwa 130 sind noch übrig. Also 65 für jeden von uns.", überlegt Viola, "Ungefähr. Ich muss es noch mal genauer nachzählen, aber das sollte so hinkommen."

Ernüchtert durch ihre Bemerkung, schwenkt Chip um. Eigentlich wollte er fragen, was mit 'heiße' und 'kühle' Walze war, aber sie hat Recht. "Nein..sorry. Ich...ich weiß ja, dass du dein Bestes gibst." Ein Knistern und Krachen im Ohr. Er verzieht schmerzhaft das Gesicht. "Viola? Hörst du mich?" -" ...wie unter Wa ...Empf..." , kommt von der anderen Seite. Nervös probiert Chip wechselnde Standorte aus, bis er sie wieder klar hören kann. " Wir müssen's kurz machen. Keine Ahnung wie lang noch Empfang ist. Scheiß Wald ringsrum." Angestrengt nachdenkend kaut er auf der Innenseite der Lippe herum, bis ihn intensiver Blutgeschmack inne halten lässt. "Hey, ich bin froh, dass du das machst. Das wird schon, du bist Lady Luck, das weißt du."
Unruhig mit der Zunge die brennende Stelle im Mund abtastend, geht er gedanklich weitere Systeme durch, die sich schon mal bewährt haben. Für Martingale haben sie zu wenig Geld. "Okay, was ist mit Mustern? Versuchs damit. Schreib alles auf und schau nach sich wiederholenden Mustern, du weißt schon. Ging auch schon auf."

"Ich werde sehen, was ich tun kann.", sagt Viola, und klingt nun nicht mehr ganz so zuverlässig wie beim ersten Mal. "Mitsamt den Ritualen. Und mit Mustern."

"Sag das anders. Sag: Ja, ich schaff das. Der Jackpot gehört uns.", sagt Chip und ballt entschlossen die Faust. "Immer positiv formulieren, dann zieht das Glück mit." Jetzt zeigt sich ein kleines Grinsen. "Hab ich mal irgendwo gelesen."

"Auf jeden Fall! Das Blatt kann sich noch wenden, solange Geld übrig ist!", antwortet Viola nun. "Ich schaff das, immerhin bin ich Lady Luck."

"Ja." Chip unterbricht sein hin -und her tigern, zwischen Waldrand und Wiese."Wir halten zusammen, das ist die Superpower dahinter." Er checkt kurz die Uhrzeit am Handy. "Ich muss wieder los. Brauchst du noch irgendwas?"

"Nein, das passt schon. Ich werde mich dran setzen. Ist ja nicht das erste Mal, dass es geklappt hat mit der Kohle."

"Okay, ich meld mich. Muss wieder zurück ins Camp." Als Viola aufgelegt hat, bleibt Chip noch einen Moment an einen Baumstamm gelehnt. Es ist brenzlig, aber sie sind ein gutes Team. Es muss funktionieren. Es MUSS.


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