Windenburg - Open Air Sommer Festival (Jahr 1)

  • Seite 19 von 25
15.04.2023 17:00 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 17:09)
avatar  Knox
#181
avatar
Hausmeister

„Und Julius, auch wieder fit für etwas Sportliches oder turnt alles noch zu sehr in deinem Kopf herum!“, fragt Merlin. Julius winkt ab. "Das klappt schon, keine Sorge." Er grinst.

„Nach was wäre euch denn? Ich fände eine Radtour ganz toll … unter anderem.“ Nael überlegt.
"Eine Radtour hört sich toll an. Lasst uns schon mal in die Richtung gehen, wo du die Räder entdeckt hast. Vielleicht können wir uns welche leihen und dann mal das komplette Gelände erkunden.", sagt Nael und wartet auf Merlins Richtungsanzeige.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:01 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 17:10)
avatar  Knox
#182
avatar
Hausmeister

Charakter: Keito, Yuna, Bea
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3 – Gruppe Grau


Bea denkt nach. Es könnte vielleicht Spaß machen, tatsächlich klettern zu lernen, aber jetzt ist wohl nicht der richtige Zeitpunkt dazu. "Ich habe auch schon Hunger!", ruft sie den Baum hoch. "Was für ein Wasserspielpark?" Sie geht nun etwas näher in die Richtung, in die Yuna wies und kann nun ebenfalls erkennen, dass sich da etwas getan hat. "Das sieht ja cool aus!", freut sie sich, "da scheint ja allerhand los zu sein. Lass uns erst mal frühstücken und dann dorthin gehen." Vielleicht könnten sie Buzz und Lashawn dorthin einladen?

Sie holt schon mal Besteck und Teller aus ihrem Rucksack. "Habt ihr auf etwas bestimmtes Hunger?", fragt Bea schließlich.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:01 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 17:10)
avatar  Knox
#183
avatar
Hausmeister

Charakter: Tania
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3 – Gruppe Gelb, momentan jedoch gruppenlos


Tania war früh am Vormittag wach geworden und konnte nicht mehr schlafen.. Ach menno.
Es nervt sie sehr, wo ihre Freundinnen doch noch schliefen. Auch Nouki war wieder im Zelt. Sie sieht genauer zu Nouki. Irgendwas ist anders. Sie erkennt leider nicht, was es ist.

Anstatt weiter herum zu liegen, zieht sich Tania an und zieht ihres Weges über das Festivalgelände.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:02 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2023 17:10)
avatar  Knox
#184
avatar
Hausmeister

Charakter: Merlin
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3 – Gruppe Braun


Nachdem Julius grinsend ausreichende Fitness bestätigt und alle ihren Kaffee geleert haben, packt Merlin noch schnell seine kleine Musikbox ein. „Na dann los, auf zu den Rädern!“ bekundet er Nael. „Erkunden wir das ganze Gelände.“ Die drei Männer machen sich auf in Richtung der Duschen.

Dort angekommen greift sich Merlin einen der Fußbälle. „Den nehmen wir auch mit, oder?“, blickt er fragen zu den Garcias. Dann wählt er von den Rädern ein blaues aus.
Er prüft noch schnell den Reifendruck. „Scheint Ok, soweit. Meine Herren, setzen wir uns auf Pferd. Ich würde sagen … in die Richtung starten wir.“ Merlin zeigt einfach lachend blindlings nach vorn.
„Auf der Insel verirren werden wir uns ja wohl nicht. Man kommt doch im Kreis immer wieder an, oder?“ Schmunzelnd setzt er sich auf sein Gefährt und tritt in die Pedale.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:02 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:11)
avatar  Knox
#185
avatar
Hausmeister

Charakter: Alma / Tania
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3 – gewollt gruppenlos


Alma schleicht über das Festivalgelände. Sie läuft vorsichtig, versteckt sich hinter Mauern und Gebäude. Sie dreht sich gerade um als ~PÄNG~.

"Aua! Pass doch.. Alma?" Tania steht wieder auf und reicht Alma die Hand. Sie nimmt die entgegen gereichte Hand und steht auf.
"Tania, was machst du denn hier?", fragt Alma. "Das wollte ich dich gerade fragen, obwohl.." Tania lässt den Gedanken fallen, denn eigentlich wäre es ein Wunder, wenn Alma nicht hier wäre.



"Wieso guckst du dich so um? Bist du auf der Flucht?", fragt Tania.
"So in etwa, Nael darf mich nicht entdecken.", antwortet Alma verschwörerisch.

Tania sieht Alma entsetzt an. "NAEL?"
"PSST!", zischt Alma ihr zu. "Ja, er ist hier. Wir sind zusammen hier. Julius ist auch dabei." Alma flüstert.
Tania sieht sie mit großen Augen an. "Das habe ich nicht erwartet. Und wieso darf Nael dich nicht sehen, wenn ihr zusammen hier seid?" Sie ist gespannt auf Almas Antwort.

Alma kommt etwas näher. "Wir sind zwar zusammen hier, aber ich bin gerade .."
Sie macht eine Pause.
Tania sieht sie fragend an.
".. unterwegs, weil ..", spricht Alma weiter und pausiert erneut.
Tania sieht sie noch immer fragend an.
" .. ich nicht .." Tania seufzt daraufhin. "Komm zum Punkt."

Alma kommt noch näher und flüstert. " .. bei Nael und Julius im Zelt übernachtet habe, sondern einen Kerl kennenge.."
Tania unterbricht sie. ".. ehm ja, ich kann es mir schon denken.." Alma grinst. "Oh ja.. ich könnte dir was erzählen.."

Tania unterbricht Alma erneut. "Ja, ja, viel Spaß. Ich muss jetzt weiter. Grüß zuhause und viel Freude dir noch.. bei .. was du auch immer tust."

Alma winkt zum Abschied und schleicht zum Zelt von Nael, Julius und ihr. Die Jungs sind weg. Merlin auch. Und sonst auch niemand Bekanntes in der Nähe. Perfekt! Sie holt schnell ein paar Sachen und schleicht sich zurück.

Tania beendet ihre Runde und macht sich auf den Weg zu ihren Mädels.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:03 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:12)
avatar  Knox
#186
avatar
Hausmeister

Charakter: Blaze / Stephen
Geschichtsstrang: Musikfestival - Tag 3
Gruppe: Grün


Stephen öffnet die Augen noch nicht. Doch er ist wach. Er fühlt sich müde wie immer, weil er nie wirklich tief schläft. Er hat vor ein paar Stunden bemerkt wie Nouki aufgestanden war, doch wirklich registriert hat er es nicht. Nur jetzt, im nachhinein. Er hat keine Lust aufzustehen, doch die stickige Luft und das Kondenswasser an den Wänden nerven. Zu viel getrunken hat er eigentlich nicht. Dafür war sein Mund zu sehr mit Noukis Lippen beschäftigt. Er setzt sich seufzend auf, dann öffnet er den Reissverschluss und kühle, frische Morgenluft weht ihm entgegen. Ja, tja. Er hat nicht ganz sein Ziel erreicht diese Nacht, aber er hatte eine angenehme Zeit. Kann er Nouki nicht verübeln. Sie ist witzig und süss. Vielleicht ein wenig zu unschuldig und naiv für seinen Geschmack, aber sie hat das charmant zu überspielen versucht. Nichtsdestotrotz, wird er ihr heute den Termin klar machen. Wieso auch nicht. Seine Freunde freuts wenns neue Kunden gibt und er hat ein Stein im Brett. Etwas was er früh gelernt hat. Es ist immer gut, bei jemandem was gut zu haben und nicht selbst zu viel zu schulden. Und wenn man jemandem etwas schuldet, dann nur bei Leuten die es nicht raffen... oder Leuten die nicht nein sagen können.. und die mit Helferkomplex, die sind auch gut.
Mit zufriedenem lächeln kriecht Stephen aus dem Zelt und bleibt davor sitzen. Er lehnt sich zurück in Chips Behausung und sucht die Zigaretten aus seiner Hosentasche. Bis auf die Unterhose ist er Unbekleidet. Die Schuhe liegen neben ihm im Gras. Er steckt eine Kippe zwischen die Lippen und zündet sie an. Die Packung legt er neben sich ab.
Sein Blick schweift über den Zeltplatz und bleibt sogleich bei Sully hängen, der da mit verschränkten Armen und ausgestreckten Beinen in einem Stuhl liegt. Das Kinn auf der Brust... das wird Nackenschmerzen geben.
"Ey! Sully." Stephen greift nach einer leeren Dose und wirft sie nach dem Freund. Sie prallt an seinem Fuss ab der hochgelagert auf einer Holzkiste liegt. Blaze öffnet die Augen nicht, sondern dreht sich umständlich auf die Seite. "Lass mich in Ruhe, psycho..." murmelt er und liegt nun, seitlich, ein Bein halb angezogen, die Arme immer noch um sich geschlungen, als friere er und das andere Bein weiter auf der Kiste. Noch unbequemer als vorhin sowieso schon. Stephen hätte nicht geglaubt, dass er das nochmal hin bekommt. Aber Blaze war ja schon immer der Kleinste von ihnen dreien, der überall reingepasst hat. Heute vielleicht nicht mehr, aber damals. Stephen grinst bei einer Erinnerung bei der er... Sein Gedankengang wird unterbrochen als sich etwas in einem Zelt regt. Es ist Chip, der mühselig aus einem Zelt kriecht und von der roten Morgensonne geblendet wird.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:03 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:16)
avatar  Knox
#187
avatar
Hausmeister

Ort: Windenburg - Festivalgelände
Charakter: Keito, Yuna, Bea, Lota, Elani (in Zusammenarbeit mit Murloc)
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3 – Gruppe Grau mit kurzzeitigem Kontakt Gruppe Blau


„Ob ich auf etwas bestimmtes Hunger hätte?“, fragt Yuna mit Blick auf Bea, die schon mal Teller und Besteck auspackt: „Mhm, haben wir vielleicht noch welche von den Grillfrüchten da?“
Keito mischt sich auch ein, nachdem er neugierig ein bisschen durch das Gebüsch zum Wasserspielpark weiter vorgepirscht ist und das Gelände besser überblicken konnte. Er kommt zu den beiden Mädels gerannt: „Hei, das da drüben sind meine Ma, und Lotta! Und … d e r Wolf!“ Er schaut Yuna bedeutungsvoll an.

„Und da ist auch eine Picknickdecke und … garantiert hat meine Ma auch noch ein paar Leckereien mit runtergebracht.“, wirbt er weiter. Yuna schaut hoch zu ihm und dann zur Meerfrau: „Ach! Bea, was meinst du, sollen wir gleich mit unseren Sachen rübergehen? Keitos Ma hat vielleicht sogar … etwas Kaffee übrig. Ich könnte jetzt einen gebrauchen.“

Bea schaut zu dem Wolf. Yuna kennt das Tier offenbar. Es sieht tatsächlich eher nach Wolf aus als nach Hund, aber sie kennt sich da auch nicht so gut aus. Vielleicht ist es ein Wolfshund, der einfach Wolf genannt wird, weil das kürzer ist.
Bea ist überrascht und sieht zu Keito: "Das ist deine Ma? Die immer so toll kocht in der Kantine?" Sie wusste nicht, dass diese Frau mit Keito verwandt war. Dann sieht sie zu den beiden: "Ja, dann sollten wir da mal schnell hingehen!"

Geschwind packen die Teenager ihre Siebensachen und laufen zu dem Wasserspielpark rüber. Dass heißt, Yuna und Keito nehmen neben den Futteralien auch Rucksack und Staffel mit. „Um Zelt und Schlafsäcke kümmere ich später“, meint Keito. „Und ja, dass ist meine Ma … Sie ist viel dunkler als ich. Mein Pa … ist von hier. Weiß!“, antwortet er Bea etwas zögerlich. Ist ihm auf einmal merkwürdig, sich bewusst zu sein, dass er … ein Mischling ist … in jeder Hinsicht. Auch charakterlich!

Er blickt zu Yuna. Irgendwie ist sie ja auch … fremdartig, entspringt einer anderen Kultur mit ihren Mandelaugen. Und Bea …. Er lächelt sie plötzlich an. Irgendwie passen sie doch hervorragend zusammen mit der grünhaarigen Meerfrau. Bei ihr traute er sich auch gleich, alles zu sagen. Auch das mit seinem Pa – das, was er wirklich ist. Und wie stolz er eigentlich auf seine Mutter sein kann:
„Weißt du, sie ist nicht die Köchin der Schulkantine. Sie berät dort nur ehrenamtlich beim ausgewogenen Speiseplan und legt hier und da etwas Hand an. Sie leitet sonst ab mittags eine Gourmetküche in einem Fünf-Sterne-Restaurant.“
Yuna nickt anerkennend. „Alle halten sie für die Schulköchin, weil sie morgens oft da ist. Sie bereichert sogar noch den Chemieunterricht meiner Mum um den richtigen Umgang mit hauswirtschaftlichen Chemikalien. Nenn sie bloß nie eine einfach Schulköchin!“ Sie lacht dabei.

Bea hat kein Problem damit, dass Keitos Eltern unterschiedliche Hautfarben haben. Sie ist nur überrascht. "Oh, wow, in einem 5-Sterne-Restaurant war ich noch nie zu Gast. Aber das kann ich mir bei ihr gut vorstellen!", sagt sie. "Das wusste ich nicht." Bea sieht die Frau nun mit ganz anderen Augen. Aber Yuna sagte ja selber, dass viele Leute denken, sie sei einfach nur die Schulköchin. Da wird ihr wohl niemand diesen Irrtum übelnehmen.

„Hi, Ma!“ ruft Keito der dunkelhäutigen Frau entgegen. „Hi, Lotta!“, grüßt Yuna die Sportlehrerin. Es verbindet sie mehr als nur unterrichtet zu werden … nach der Geisternacht. Der Wolf wird munter. Yuna bückt sich nach dem wunderlichen Tier. Es ist tatsächlich d e r Wolf. „Deiner?“, fragt sie zu Lotta hoch. Die einfach freundlich nickt.




„Ma, das ist Bea!“, stellt Keito die Mitschülerin vor. Die ‚Schulköchin‘ lächelt Bea warmherzig entgegen: „Schön, dich kennenzulernen, Bea! Ich hoffe, ihr habt viel Spaß auf dem Festival.
Was hast du denn da Keito?“
Seine Ma schaut neugierig zur Staffel.

Lotta schaut Bea auch interessiert entgegen: „Hallo Bea, du bist recht neu an der Schule. Ich hatte noch gar nicht Gelegenheit, dich zu fragen, an was du denn im Sportunterricht Spaß hättest. Bei mir können sich ja alle mal was aussuchen.“ Jo, das sieht Lotta recht locker … mit dem Unterrichten.



Bea lächelt Keitos Ma an. "Aber ja, es ist super hier!", sagt sie, "die Musikbands waren toll und das Essen auch. Auch wenn es nicht ganz an das Ihre herankommt."
Dann sieht Bea zu Lotta. Wenn sie sich jetzt Schwimmen wünscht, würden alle hinter ihr Geheimnis kommen. Doch bisher hat jeder das locker gesehen. Keito und Yuna waren sehr tolerant und auch Shane hat das locker gesehen. Aber sollte sie es wirklich jedem offenbaren? "Vielleicht Tischtennis oder sowas!", sagt sie daher. Für's erste. Und Tischtennis hat ihr auch Spaß gemacht hier auf dem Festival, auch wenn sie das nicht super beherrscht. "Oder vielleicht auch tanzen!", fügt sie dann noch hinzu und denkt an den Feuertanz. Lotta kennt so etwas also auch? Yuna hat davon ja etwas erzählt.

„Vielen Dank, Bea, für das nette Kompliment!“, freut sich Keitos Mutter über Beas Lob aufrichtig. Und Lotta erklärt ganz herzlich: „Gebongt! Tischtennis und Tanzen gehören ab jetzt zum Sportunterricht. Und wehe eine meutert!“ Sie lächelt dabei verschmitzt. Lotta erinnert sich sehr wohl, dass einige Mädel tanzen für unter ihrer Würde halten. Die haben noch keine Ahnung wie sportlich das sein kann … Sie wird sie schon aus der Puste bringen.

Keito holt jetzt auch endlich das Bild von gestern hervor vor: „Ich male wieder, Ma!“ Elani legt verzückt beide Hände an die Wangen. Es kann sich wohl keiner der Umstehenden vorstellen, was das für sie bedeutet. Er löst sich zunehmend von seinen bösen Erfahrungen mit seinem Pa, der ihm das Malen verleidete, es zu Kinderkram erklärte. Sie starrt sprachlos auf das Bild. Es ist egal, ob künstlerisch wertvoll. Allein, dass er wieder malt zählt. Sie umarmt ihren Sohn fest.



Yuna reißt Elani wieder aus ihren Gedanken und zu viel Rührseligkeit: „Habt ihr vielleicht Kaffee übrig?“ Keito lächelt seine Ma an, drückt ihr einen Kuß auf die Wange: „Und noch ein paar andere Leckereien?“ Elani strubbelt ihm über die Haare wie einem Kind. „Aber sicher, da vorn im Korb findet ihr alles.“




Lotta registriert nebenbei erstaunt, wie vertraut sich der Wolf mit Yuna zeigt, als die ihn krault. Dann wendet sie sich Elani zu: „Gehen wir ein bisschen stricken, schwimmen oder probieren noch die anderen Geräte hier aus und lassen die jungen Leute in Ruhe frühstücken?“ Elani nickt und grüßt freundlich zum Abschluss als sich die beiden Frauen Richtung Wasserlinie aufmachen.



Der Wolf bleibt bei den Teens und beäugt nun auch Bea neugierig.
Bea beobachtet das Tier. Sie krault nun ebenfalls den Wolf. "Stricken kann ich überhaupt nicht", sagt die Meerfrau, auch wenn Lotta nicht mit ihr sondern mit Elani redete. Sie steht nah genug an den beiden, um das Gespräch mitbekommen zu haben. "Aber dann viel Spaß dabei!" Sie selber hat erst mal zu viel Hunger um es mit Handarbeiten zu versuchen.

Keito durchwühlt den Korb: „Bea, magst du Pfannekuchen zum Frühstück und … Boa, Frühstücksei? Kleine gefüllte Toastecken mit Tomatensauce und Spinat sind auch drin und … Bananenküchlein! Was willst?“ Er richtet sich wieder auf und blickt Bea erwartungsvoll an. Er wird von allem nehmen, garantiert. Bis er platzt.
Zu Keito sagt Bea: "Die Toastecken klingen doch mal lecker!"

Yuna hat es sich schon auf der Decke bequem gemacht: „Ich gehe nach dem Frühstück wohl noch kurz duschen und mich umziehen, Bea. Kommst du nachher mit?
Und magst du Lashawn vielleicht schreiben, dass wir schon beim Wasserpark angekommen sind?“
Sie schnappt sich einen der Kaffeebecher, den Keito ihr reicht: „Ahh, das tut gut!“

Bea nickt. "Ja, duschen klingt super.", sagt sie, "danach schreibe ich ihr. Aber erst einmal duschen!"



Letztendlich bereitet Keito doch alle Speisen aus dem Korb auf dem Tuch aus. Yuna langt herzhaft zu: „Ich könnt mich vergessen bei dem was deine Ma so produziert.“ Am Ende rollen sich beide auf den Rücken: „Ich glaub, ich kann nur noch wie ein Walroß im Meer Rückenschwimmen!“, stöhnt Keito lachend.
„Jo!“, stimmt Yuna einfach zu. „Puh, Bea wie geht es dir?“, fragt sie die Mitschülerin giggelnd.
Gemächlich hievt Keito sich wieder hoch: „Vielleicht sollten wir das wirklich mal machen … im Fünf-Sterne-Lokal essen gehen. Ma’s Chef hat bestimmt nichts dagegen. Ich frag‘ mal. Ich hab‘ das auch noch nie gemacht. Nur mal beim Servieren geholfen.“ - „Jo!“, antwortet Yuna wieder nur lachend. In so einem Schickymicky-Laden war sie auch noch nicht speisen. „Das wäre ein Spaß, oder Bea?“

Bea überlegt. "Ich weiß nicht, ob ich mir ein 5-Sterne-Lokal leisten kann!", sagt sie nachdenklich, "Es sei denn, deine Ma gibt uns das aus, Keito."
„Also, eigentlich bekommen Mitarbeiter Preisnachlass, hab‘ ich so gedacht! Oder ‚ne Runde gratis. Oder ich arbeite ein Wochenende umsonst dafür. Du bist auf jeden Fall eingeladen, Bea“, grinst Keito.

Nun setzt sich auch Yuna endlich auf. „Los, wer als erstes mit vollem Bauch bei den Duschen ist.“ Die drei Teen rennen los. Alle gewinnen … eine willkommene Erfrischung. Gestärkt und umgezogen pflanzen sie sich erstmal wieder auf die Decke. Yuna fragt Bea: „Meinst, Lashawn und Buzz sind schon wach?“



Bea antwortet ihr: "Letzte Nacht haben sie lange geschlafen. Aber so viel Lärm macht eine Textnachricht normalerweise nicht, zumindest mit den Standard-Einstellungen. Sie kann sich dann ja noch mal melden, wenn sie die Nachricht liest."


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:03 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:20)
avatar  Knox
#188
avatar
Hausmeister

Charakter: Chip / Stephen/Denize
Geschichtsstrang: Musikfestival - Tag 3
Gruppe: Grün


Erst mit den Beinen raus...oder mit den Armen? Überhaupt raus aus dem Zelt oder einfach liegen bleiben und den schweren Brummschädel an Ort und Stelle lassen? Chip fühlt sich hundeelend und die Welt ist eigentlich -Gott sei Dank- noch weit weg. Ächzend stützt er sich wenigstens mal auf einen Ellbogen auf, schüttelt kurz den Kopf und versucht sich zu orientieren. Okay...er liegt in...Denize' Zelt...aber warum nochmal? Sein Kopf dröhnt und verweigert die Denkarbeit. Dann fällt ihm auf, dass er mit nacktem Oberkörper geschlafen hat ...what the...aah...der Pool...und...und Stephen? In seinem Zelt mit...
Chips Erinnerungsvermögen spuckt ein paar verschwommene Bilder aus...unangenehme Bilder ...und überhaupt...wo steckt eigentlich Denize? Die ganze Nacht war er allein hier im Zelt..oh Mann...was für eine Sch... Chip setzt sich auf, ringt den Schwindel nieder und krabbelt mit den Armen voraus aus dem Zelt. Aufrichten draußen ist schon ne ziemliche Herausforderung und verursacht einiges Kreiseln im Kopf. Er hält sich am Zeltgestänge fest und versucht das Gleichgewicht zu halten. Ein Rundumblick ergibt... Blaze...in einem Campingstuhl auf halb acht und mit ner Kiste unter den Füßen...und Stephen...in Unterwäsche …allein vor seinem Zelt...ohne Nouki... dafür mit Kippe. "Alles klar? Schöne Nacht gehabt?" fragt er Stephen ziemlich angepisst und lässt sich in einen der Campingstühle fallen.



Stephen, der mit sich und der Welt im Reinen ist, mustert Chip. Warum ist er so angenervt? Er kam grade aus dem Zelt der kleinen Dunkelhaarigen. Was will er mehr. "Klar." antwortet er schlicht. "Du ja nicht so, oder was? Siehst aus wie'n verdammter Zombie."

Chip schaut ausdruckslos in seine Richtung. Ihm ist leicht übel und Denize ist auch nirgends zu sehen...wo zur Hölle steckt sie? Die Worte die er Stephen gerne um die Ohren hauen würde formen sich einfach nicht in seinem bestimmt noch restalkoholvernebelten Gehirn, er rülpst stattdessen, schüttelt den Kopf und sagt:" Nein.....hast mal ne Kippe?"

Stephen greift neben sich, wo die Zigarettenschachtel im plattgedrückten Gras liegt und wirft sie zu Chip hinüber. Das Feuerzeug steckt drin. Die Schachtel ist halb leer. Sein Blick wandert zum offenen Zelt aus dem Chip gekommen ist. Es wirkt unbewohnt. Schweigend sieht er zurück zu Chip. "Wie sieht dein Tag aus?" fragt er.

Seitlich über den Stuhl hängend angelt Chip nach der Kippenschachtel im Gras. Mit zwei Fingern bekommt er sie schließlich zu fassen, richtet sich wieder auf und wird augenblicklich von Schwindel erfasst. Das kann ja heiter werden. Er klopft eine Zigarette heraus, zündet sie an und wirft die Schachtel zurück zu Stephen, das Feuerzeug hinterher. Die nächste Welle Übelkeit überkommt ihn nach dem ersten tiefen Zug...great...
"Danke." Was war nochmal die Frage...?
"Kein Plan...weiß ja noch nicht mal wie mein Morgen ist..." Chip zieht nochmal an der Zigarette und verwirft den Gedanken sie zu Ende zu rauchen...boah...kann einem echt kotzübel werden...
"Hast du..." er schaut Stephen direkt an, während er die Zigarette möglichst weit von sich weg hält um den Rauch nicht riechen zu müssen, "...die Mädels schon gesehen?"

Stephen schüttelt den Kopf. "Nope." Er legt die Schachtel wieder ordentlich hin. "Wieso.. dachte hättest bei deiner Kleinen gepennt."

Chip lässt kurz den Kopf hängen und versucht sich an die Ereignisse der letzten Nacht zu erinnern....es gelingt ihm nicht wirklich. "Das war wohl der Plan eigentlich..."
Er steckt die Kippe in eine halbleere Bierflasche die in seinem Stuhl in der Halterung steckt. Mit einem Zischen erlischt sie...und Chip wäre irgendwie froh, er könnte diesen Morgen genauso löschen...oder besser noch den letzten Teil des Abends und der Nacht. Einfach so...ZISCH...und wieder am Lagerfeuer sitzen und Denize' Hand halten...das ist eine der letzten klaren Erinnerungen an gestern Abend. "Nachdem sie schon am Strand abgehauen ist...warum auch immer...und ich dann nicht in mein Zelt konnte, weil es überraschend belegt war...warum auch immer...und ich deshalb in ihrem gelandet bin, in dem sie die ganze Nacht nicht drin war...warum auch immer." Er schaut Stephen an und verzieht keine Miene. Sein Magen revoltiert und gefühlt hat er grade sein vorhandenes Budget an Wörtern für den Vormittag aufgebraucht.

Auf halber Strecke muss Stephen kurz grinsen. Er rechtfertigt sich jedoch nicht. Er hebt die Hände. "Ich weiss wirklich nicht wo sie ist. Tut mir Leid für dich Mann." Stephen schnippt den Stummel über den Pool hinweg unter einen Stuhl. Dann steht er auf und streckt sich ausgiebig. "Sag mal hast du noch n Shirt übrig, was du nich brauchst?"

"Mein letztes ist gestern auf der Strecke geblieben...Nein." Die Erinnerung kommt wieder und Chip sieht sich durchnässt am Boden sitzen...

"Ah, macht nichts." Stephen blickt kurz zu Blaze der immer noch ungestört schläft. Sieht nicht besonders bequem aus. Ihn braucht er eher nicht nach einem Shirt zu fragen. Wenn einer etwa seine Konfektionsgröße hat, dann Chip. Halb so wild. Es ist warm und geht auch so.
"Werd später zum Tattoostand gehn.." er blickt nochmal zu Blaze und zurück zu Chip. Egal was zwischen ihnen läuft, Blaze scheint es nicht den Schlaf zu rauben..
"Willst du mit? Oder bleibst du hier..." Kleiner Test. Seine Augen zucken zu Blaze, dann sieht er Chip wieder fragend an.

Chip blickt auf, er wäre fast wieder eigenickt grade. "Tattoostand? Hast noch Platz für ein Neues?" Er verzieht die Mundwinkel zu einem kleinen Grinsen. Dann erinnert er sich."Ach so...Nouki ist am Start." Das könnte interessant werden. "Wenn ich halbwegs fit bin komm ich mit." Er streckt sich. "Ich geh mal duschen glaub..."

"Jop. Guter Plan." Stephen schüttelt den Gedanken ab, ob Chip es vermeiden will bei Sully zu bleiben. Wie auch immer. Is' ihm egal. Kinderkram. Im gleichen Augenblick steigt Denize aus dem Zelt von Nadine und dehnt sich kurz. Ihr Blick richtet sich zu Chip, dann zu Stephen. Blaze bemerkt sie nicht. Sie ist zu verblüfft darüber wie früh die Jungs schon wach sind. "So früh auf?" fragt sie auch und lächelt verlegen.

Chips Kopf ruckt überrascht zu ihr herum. Sie war bei Nadine? Obwohl da irgendwie eine Zickerei am Strand war...und...was war da noch? Er weiß es nicht mehr, kann sich nur an Frustgefühle seinerseits erinnern. Sie jetzt aus Nadines Zelt kommen zu sehen freut ihn aber trotz allem. Sie war also nicht bei irgendwem anders ...aber so richtig hat er das von ihr eigentlich auch nicht vermutet."Jo...selbst ja auch." Chip grinst leicht schief in ihre Richtung. "Auch ne tolle Nacht gehabt?"

Stephen beobachtet nur. Er hebt die Kippen auf und zündet eine weitere an. Denizes Lächeln hingegen verblasst ein wenig. "Geht so..."
Stephen hebt eine Braue. Er hat keine Ahnung was gestern noch so gewesen ist. Nur das sich die Anwesenden wegen irgendwas in den Haaren hatten und er darauf hin mit Nouki abgehauen ist. Er wollte gar nicht wissen was war.

Denize blickt kurz zu Stephen, dann zurück zu Chip. Sie denkt darüber nach, ihn an Nadine zu erinnern, weil Blaze ja schon wieder einen Hammer gelandet hat gestern, doch sie sagt stattdessen:
"Ich war ein wenig... schockiert darüber wie du über deine Mama gesprochen hast."
Ein verkniffenens Lachen seitens Stephen. Denize sieht ihn an. Was ist daran so lustig? Stephen nimmt den fragenden Blick wahr und schluckt das Lachen runter. Grinsend macht er mit der Hand eine Bewegung, sie soll ruhig fortfahren.

Chip schaut sie groß an ....sein Hirn würde gerne rattern aber...es dümpelt nur. Da war was...ja. Bei "Ich hab noch nie"...aber nichts Schlimmes eigentlich. Er schaut zu Stephen, der sich amüsiert...klar...er kennt ja Marga. Chip blickt zurück zu Denize. Was regt sie bloß so auf? Er hat ja schließlich nicht über IHRE Mom gelästert...und was hat er denn überhaupt nochmal gelästert? Oh Mann...Er entschließt sich zu einer Standardreaktion :
"Ähm...hey...ich..."er kommt ein bisschen ins Stottern. "... ich hab das nicht so böse gemeint. Sie nervt halt oft rum....da kann man schon mal wütend werden. Frag Steph...der hat sie schon oft genug live erlebt."

"Ich finde es trotzdem nicht okay.."Denize geht zu ihrem Zelt und kramt darin herum.



Stephen grinst. "Och Marga ist doch echt liebenswert."
Er strahlt Chip an. Er kann's nicht lassen. "Soll ich mal von meiner anfangen?" er lacht.

Chip dämmert dass es hier um mehr geht, als nur seine flapsigen Worte von gestern. Er würde gern aufstehen und zu ihr hin gehen, aber er ist nicht sicher, ob er das ohne Schwindelanfall hinbekommt ....das muss jetzt nicht sein...Er wirft Stephen einen bösen Blick zu, der sich noch nen Scherz auf seine Kosten erlaubt. Halt einfach die Fresse...

Denize richtet sich mit Handtuch und sauberen Kleidern wieder auf. Sie sieht zu Stephen und wirkt ein bisschen beleidigt.
"Ihr habt eure Mütter wenigstens noch."
Stephen hebt die Hand. "Das würd ich so nicht unterschreiben." Jetzt lächelt er nur noch halb. Denize ist nicht sicher wie sie das bewerten soll. Aber Chips Mutter hat sie am Elternabend gesehen und sie wirkte nicht wie jemand über den man sich aufregen muss... im Gegenteil.

Sich im Stuhl aufrichtend dreht Chip sich zu Denize und sagt betroffen:" Das ...wusste ich nicht....dass du ..." Er denkt kurz über seine Wortwahl nach. Sein Gehirn arbeitet einfach verdammt langsam grade. "...dass du..."
Was ist jetzt richtig? Lebt sie noch ihre Mum und hat die Familie verlassen? Oder ist sie gestorben? "...keine Mutter mehr hast." Kommt es dann einfach aus ihm heraus. Sch...er hat sie gekränkt und war zu dämlich es zu bemerken...nein...zu besoffen.

"Darum gehts auch nicht." gibt Denize zurück.
Ihr Blick wandert zu Stephen. Was auch immer er für eine Mutter hat, bestimmt hat die es auch nicht verdient so über sie zu lachen. Doch sie sagt nichts. "Ich hatte das irgendwie nur nicht erwartet… von dir…. Ich geh duschen."
Denize wirft Chip einen letzten Blick zu, dann geht sie an Stephen vorbei Richtung Sanitäranlagen. Stephen lässt sich nicht beirren. Er setzt sich in einen Stuhl und streckt die Beine aus.
"Phu... ich glaub ich versteh warum du bei der so lang rumeierst." Er schüttelt kurz die Hand aus um anzudeuten was für einen schwierigen Fang er sich da ausgesucht hat.

"Gar nix verstehst du." Chip ist genervt. Es geht genauso weiter, wie der letzte Abend aufgehört hat. Nur Probleme und Zeug, bei dem er nicht durchblickt.
"Ich geh auch duschen.



Langsam hievt er sich aus seinem Stuhl und geht etwas unsicher zu seinem Zelt. Drinnen kramt er eine Weile herum. Alles komplett zerwühlt hier, er findet erst nicht was er sucht, dafür etwas Anderes. Er nimmt sein Duschzeug, Handtuch und Unterwäsche an sich und kriecht wieder raus zu Stephen. "Hier." Chip wirft ihm ein dünnes, schwarzes Shirt entgegen. "Falls du noch eins brauchst...meins isses jedenfalls nicht."
Widerwillig muss er grinsen, hebt sein eigenes feuchtes Bündel von Hemd vom Boden auf, wo er es gestern hingeworfen hat, winkt einen kurzen Gruß und macht sich auf Richtung Sanitäranlagen.

(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:03 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:22)
avatar  Knox
#189
avatar
Hausmeister

Stephen bleibt zurück. Er hängt Noukis schwarzes Oberteil über den Stuhl. Sollte er wohl mitnehmen, nachher. Aber bis dahin ist noch genug Zeit. Stephen blickt auf den Pool. Eigentlich hätte er richtig bock sich da ins kühle Wasser zu legen. Vielleicht später. Erstmal noch eine Rauchen.

Er döst fast, als er jemanden näher kommen hört. Er öffnet ein Auge und sieht Denize die sich in ihr Zelt beugt. Sie hat das noch feuchte Haar hochgesteckt und sich umgezogen.



Steph öffnet das andere Auge und greift nach seiner Zigarettenpackung. In der Halterung des Stuhls steckt eine angefangene Dose Cola, die er vor ein paar Minuten erst geöffnet hat. Frühstück für Festivalgänger am Limit. Denize steht auf. Sie scheint nicht richtig zu wissen was sie tun soll. Ihr blick schweift zu Blaze, dann kurz zu Stephen. anschliessend zu Nadines Zelt. Dann setzt sie sich in einen freien Campingstuhl. Steph setzt sich auf und mustert das Mädchen. Sie wirkt nicht mehr so ausgelassen wie auf der Tanzfläche. Jetzt scheint sie mehr so... fehl am Platz. "Ist das dein erstes Festival?" beginnt er das Gespräch. Denize blickt ihn an, als hätte sie nicht erwartet angesprochen zu werden. Sie nickt leicht und wendet den Blick ab. "Ist das so offensichtlich?" Stephen zuckt die Schultern. "Hab geraten." er grinst. Sie sieht ihn an und muss lächeln. "Du und Adrian, kennt euch schon lange?" Stephen verschränkt die Arme hinter dem Kopf. "Sie waren.. 8, 9, und ich war.. 11." - "Wart ihr das auf dem Foto?" sie erinnert sich an gestern. Steph nickt. "Drei oder vier Jahre später. Danach bin ich weggezogen." Denize nickt langsam. "Warum musstest du weg? Deine Eltern?" Sie vermutet ein Job Angebot oder etwas in der Art.



Stephen betrachtet Denize. Soll er sie ein wenig vor den Kopf stossen? Dafür, dass sie so naiv mit der Muttersache umgeht? Ihre Ansicht, alle Mütter in einen Topf zu werfen, ist seiner Meinung nach recht... bescheuert, um es nicht zu beschönigen. Nur weil jemand Mutter ist, heisst das nicht das sie auch automatisch gut und rein sind oder das sie es nicht verdient hätten auch mal schlecht über sie zu reden. "Meine Mutter wollte zu ihrem damaligen Freund ziehen." - "Oh." entgegnet Denize. "Und was ist mit deinem Vater?" Stephen zuckt die Schultern. "Weg." Denize schweigt. Sie hat ihn nicht an schlechte Erlebnisse erinnern wollen. "Warum hast du vorhin dann gesagt du hättest keine Mutter... Tut mir Leid wenn ich zu viel frage." Stephen grinst. "Is' schon okay." Er hat kein Problem damit über vergangenes zu reden. Lange ging das nicht. Lange hat er über viele Detail gelogen. Doch er musste feststellen das er niemanden richtig kennenlernen kann, wenn er permanent über sich selbst lügt. Also begann er damit, zu akzeptieren. Es ist halt wie es ist. "Ich sage das, weil sie die Vormundschaft abgetreten und mich mit 15 vor die Tür gesetzt hat." Denize starrt ihn an. "Das ist ja furchtbar. Warum hat sie das gemacht?" - "Sie war krank. Hatte eine Menge psychischer Probleme... Depressionen, Schizophrenie... alles mögliche. Sie hat mich nicht länger ertragen können und fasste den Entschluss mich einfach los zu werden. Sie gab mir eine Stunde Zeit, ich packte alles so schnell ich konnte in zwei läppische Koffer und dann war die Tür hinter mir zu." Erschrocken blickt Denize Stephen an, der neutral im Stuhl sitzt. Denize blickt zu Blaze der leise und gleichmässig schnarcht. Sie setzt sich etwas näher zu Stephen. "Was hast du dann gemacht?" Stephen zieht an einer neuen Kippe. "Ich bin zum Nachbar gelaufen. Es war dunkel und kalt. Es lag sogar Schnee. Ich hab gesehen, dass bei ihm im Stock licht brennt. Also hab ich geklingelt. Anschliessend hat er aus dem Fenster gesehen und ich ha b zu ihm hoch gewunken in der Hoffnung, dass er mich rein lässt. Er war der einzige Nachbar den ich kannte." Stephen inhaliert, stösst Rauch aus. "Er hat mich angesehen und ohne ein Wort, hat er das Fenster wieder geschlossen und hat das Licht ausgemacht. Die Tür blieb zu." - "Er hat dir nicht geholfen? Wieso denn das?" Deniz hängt, fasziniert und erschrocken zu gleich an Stephens Lippen. Dieser zuckt die Schultern. "Weiss ich nicht." - "Und was hast du dann gemacht?" - "Ich bin an den einzigen Ort, wo man wenigstens ein wenig vor Schnee und Kälte geschützt ist. Zum Bahnhof."




Mit den Händen vor dem Mund beobachtet Denize Stephen. Er lehnt sich zurück und sieht Denize an. Er wirkt ruhig, lächelt auch ein wenig bei der Erzählung. Als wäre das alles nur noch ein müdes lächeln wert. "Ich bin da geblieben, bis zum nächsten Morgen wo ich nochmal meiner Mutter begegnet bin die auf dem Weg zum Bäcker war." Stephen lacht bei der Absurdität dieser Erinnerung. "Ich hab sie gefragt ob sie mir auch was holt. Aber sie hat nein gesagt. Und dann stand ich da, mit meinen zwei Koffern, ohne Frühstück und wusste, ich muss gleich zur Schule." - "Oh mein Gott..." flüstert Denize. Sie kann einfach nicht glauben was sie da hört. Moment.. das ist aber nicht nur eine Masche oder? Nein.. dafür klingt er zu aufrichtig... "Das ist dir wirklich passiert? Hast du dir keine Hilfe geholt?" Stephen lacht. "Doch klar. Ich hab meinen Lehrer gefragt, aber der hatte keine Zeit, er muss sich um alle seine Schüler gleich kümmern damit sie die Prüfungen schaffen und er könne mir nicht helfen. Ich solle zum Vertrauenslehrer gehen. Bei dem war es das selbe wie bei allen in der Schule. Sobald die Schulglocke klingelt, sagt er, hör zu, ich kann dir nicht helfen, ich hab jetzt Feierabend. Du solltest zum Kinder und Jugend-Notdienst gehen. Das ab ich gemacht. Dort hiess es, ich sei eigentlich kein Kind mehr, sondern schon ein Jugendlicher. Die haben mich zum Jugendamt geschickt." wieder lacht Stephen müde. "Aber dort sagte der Sachbearbeiter mir, er könne nichts für mich tun. Er sei nicht Zuständig. Vielleicht liegt die Zuständigkeit bei der Familienbehörde weil ich ein junger Heranwachsender sei.... Und jedes Mal war das echt krass. Ich dachte das wären die Orte an denen mir geholfen wird und irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr zu fragen." Denize nickt vorsichtig. Sie hat schon gehört wie Bürokraten arbeiten. "Und du bist trotzdem weiter zur Schule gegangen?" - "Ja, anfangs schon. Das Klassenzimmer war der einzige warme Ort. Ich war sonst nur draussen. Geschlafen hab ich überall. Treppenhäuser, oder Keller von anderen Wohnblöcken. Hab mich da rein geschlichen und darauf gewartet das mich mal einer erwischt. Es gibt keinen echten Schlaf auf der Strasse. Man ist immer mit einem Auge wach."



Denize wirkt nachdenklich. Sie versucht sich das vorzustellen. "Aber gibt es denn nicht Notunterkünfte oder sowas?" Stephen wirft die Kippe weg und trinkt einen schluck. "Ja, einmal und nie wieder." Verwirrt sieht sie ihn an. "Ich bin da so krank geworden, war nur noch am kotzen und uff.. da wird man mit acht anderen fremden Leuten zusammengepfercht, die alle von der Strasse kommen. Die sehen so aus, riechen danach und jeder hat was anderes. Ich dachte wirklich ich sterbe dort. Notunterkünfte sind alles andere als Menschen würdig. Es ist eng und schmutzig. Viele meiden diesen Ort lieber." Dies erstaunt Denize. Sie hatte ja keine Ahnung. "Was ist mit Freunden?" Denize stockt. "Entschuldige ich Löcher dich... ich will nicht respektlos sein." Stephen betrachtet Denize. Er hat diese Geschichte lang nicht erzählt.
Aber er schämt sich auch nicht deswegen. Nicht mehr. "Kein Ding. Is kein Problem für mich." - "Es ist wirklich spannend." bekräftigt Denize. Stephen hebt die Mundwinkel. "Also... Einen Freund hat man auf der Strasse nicht. Man weiss nie wem man trauen kann und man ist immer vorsichtig. Man weiss nie wann einer kommt und dir versucht den Schlafsack zu klauen weil er selbst nicht erfrieren will... Ich hab irgendwann ein paar Leute kennengelernt die zumindest teilweise auf der Strasse gelebt haben und die mich bei sich 'aufgenommen' haben. Sie liessen mich in ihr Territorium und ich gab am ende des Tagen mein gesammelten Kram ab. Essen, Geld von Pfandflaschen und so weiter. Sie haben mir ein Dach über dem Kopf und.. eine Möglichkeit dem Scheiss zu entfliehen." Steph bleibt absichtlich wage. Er muss nicht ins Detail gehen um zu bekräftigen das die Strasse kein Zuckerschlecken war. Vorstellen kann es sich sowieso niemand der nicht selbst weiss wie es war.. Denize versteht. Sie glaubt zumindest. Sie nickt bloss. "Die Leute waren vielleicht keine enge Freunde, aber sie waren meine Gang und die einzige Familie. Ist schwer zu erklären." Denize fasst unwillkürlich nach Stephs Hand, was ihn überrascht. "Tut mir Leid was dir passiert ist. Du hattest keine Schuld." Mit einer möglichst beiläufigen Bewegung entzieht Steph sich Denize' Hand und kratzt sich am Kinn. Er braucht ihr Mitleid nicht und schon gar nicht den Eindruck den Chip hat wenn er das sieht. Der läuft zur Zeit sowieso auf Drahtseilen. Also haut er raus: "Und nachdem ich einem Kerl die Rippen gebrochen hab, weil er einem meiner Leute Geld geben sollte, wurd ich eingesperrt. Tja und in Folge darauf in ein Programm zur 'Resozialisierung' gesteckt. Deswegen hab ich jetzt ein Zimmer und wohne nicht mehr auf der Strasse."



Denize blickt Stephen an, die Hand wieder bei sich. Sie hatte keine Vorstellung. Um ehrlich zu sein hatte sie Stephen schon in eine Schublade gesteckt gehabt als sie ihn zum ersten mal sah. "Jetzt kannst du neu anfangen." sagt sie. Stephen mustert sie. Neu anfangen gibst nicht. Man hat sein Päckchen zu tragen und das wird man auch nicht mehr los. 'Neu Anfangen' ist eine Aussage für Schwache. Stephen will auch gar nicht 'neu' anfangen, dafür hat er zu viel Mist erlebt. Mist der ihn zu dem gemacht hat was er ist. Es gibt kein zurück. Keine Zeitmaschine um etwas anders zu machen. Er sagt. "Ja. So ähnlich."



Denize ist niemand mit der er über sowas diskutieren kann. Sie kann nicht mitreden, weswegen er die Unterhaltung hier beendet. Er steht auf und stellt sich aus einer Eingebung heraus in den Pool und legt sich einfach ins Wasser. Abkühlung, Ablenkung. Geil.



Denize kichert. "Was machst du?" aus irgend einem Grund fühlt sie sich ihm Verbunden dadurch was sie grade über ihn erfahren hat. Sie kann es nicht erklären. "Nach was siehts den aus." grinst Steph. legt den Kopf zurück und blickt zu Denize. "Willst du nicht richtig duschen?" fragt sie lächelnd. "Später." entgegnet Stephen und verschränkt die Arme hinter dem Kopf.


 Antworten

 Beitrag melden
15.04.2023 17:04 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2023 14:26)
avatar  Knox
#190
avatar
Hausmeister

Charakter: Maryama/Asante
Geschichtsstrang: Musikfestival – Tag 3

Gruppe: Blau

Es ist fast wie zuhause im Garten. Die innere Uhr funktioniert wieder und Maryama wird mit dem ersten Vogelgezwitscher wach. Lange kann sie nicht geschlafen haben...aber nochmal die Augen zumachen...so fühlt es sich gerade auch nicht an.
Ihre Gedanken schweifen zum gestrigen Abend. Der Song...der letzte Tanz...die Erinnerung weckt Vorfreude auf den heutigen Tag.
Sie richtet sich auf und blickt sich suchend nach Browneye um. Nicht mehr im Zelt...wohl schon zu Wolf raus gelaufen. Okay, dann mal aufstehen und ein bisschen Frühsport...eine Runde im Meer schwimmen und dann joggen am Strand , das erscheint ihr als gute Idee.
Als sie aus dem Zelt tritt stolpert sie wieder beinahe über Browneye, der den Eingang bewacht.Sie geht in die Hocke und streichelt liebevoll seinen Kopf. „Du passt auf mich auf, hm? Mein Braver.“
Ein schneller Blick in die Runde zeigt ihr, dass noch niemand auf ist von den Nachbarn. Alles ruhig. „Na komm, wir legen los.“ fordert sie Browneye schmunzelnd auf, der schon mit schräg gelegtem Kopf darauf wartet mitgenommen zu werden, ganz egal wohin, Hauptsache action.

Etwas später....

Das Schwimmen hat gut getan und Browney hat die Zeit in der Maryama im Wasser war, für kreative Spiele im Sand und wälzen in Seetang genutzt. „Oh Mann , du riechst wie ein ganzer Kutter voll...ich weiß gar nicht was!“
Maryama muss lachen, krault Browneye noch kurz unter dem Kinn und macht sich ans Abtrocknen und Sportkleidung anziehen.





So...und jetzt ab mit dir ins Wasser!“ Sie wirft Browneye einen Stock in die Wellen und der stürzt sich sofort begeistert hinterher.
Genüsslich die frische Morgenluft atmend , beginnt Maryama am Strand entlang zu joggen.



Plötzlich entdeckt sie in der Ferne eine vertraute Silhouette. Asante? Ihr Herz schlägt einen Takt schneller als sie stehen bleibt und ihm freudig zuwinkt.



Guten Morgen!“ Maryama strahlt Asante an, noch leicht außer Atem vom Strandlauf und Herumtoben mit Browneye. “Du bist auch schon rausgepurzelt? Wie schön!“
Dann blickt sie nach unten zu ihrem vierbeinigen Begleiter, der freudig Asante um die Füße wuselt. „Der hat heut auch schon trainiert.“ schmunzelt sie. Dann sieht sie wieder auf zu Asante, erwidert seinen Blick und lächelt: „Ehrlich gesagt wollte ich den kleinen Löwen grade frei lassen und noch ein bisschen weiter joggen am Strand, wärst du da auch dabei?“

Asante bückt sich zum kleinen gefleckten Freund nieder, streichelt über sein Köpfchen und lacht zu Maryama hoch: "Bin schon mittendrin im Joggen, machte nur kurz Stopp zur Begrüßung."



Sein Atem ist noch völlig ruhig, nur die Gedanken etwas wirr ... wegen dem Kreisen von eben und dann so plötzlich vor dem zu stehen, was einem gerade noch so durch den Kopf ging, diese ... Gedankenkurven. Er erhebt sich wieder: "Let's go!"


Jup.“Maryama befreit Browneye von der Leine und lacht, als er sich sofort wieder ins Wasser stürzt. Er ist wirklich ganz verrückt danach.
In gemächlichem Tempo weiter joggend, meint sie zu Asante:“ Es ist einfach schöner in Gesellschaft zu laufen, wir sollten das zuhause wirklich öfter tun.“ Lächelnd wendet sie ihm den Kopf zu.



Asante passt sich Maryamas gemächlichen Lauf und kleineren Schritten an und meint schmunzelnd zur Seite: „Ja, hatten wir mal darüber gesprochen, dass wir das tun wollten. Wie früh bist denn wirklich morgens wach?“ Nebenbei genießt er den herrlichen Ausblick … aufs Meer und lacht über Browneyes Torheiten im Wasser.

Maryama wird wieder etwas ernster, bei Asantes Frage...ihr fällt Terence wieder ein.
Wenn ich im Sommer draußen schlafe, nur mit dem Schlafsack, dann beim ersten Vogelgezwitscher..na ja...meistens jedenfalls. Im Zelt kann es schon mal etwas später werden, aber auf jeden Fall früh.“ Sie schmunzelt wieder. „Zumindest, wenn ich am Vorabend auch brav zu Bett gegangen bin.“

Die Worte 'Zelt' lassen Asante aufhorchen. "Du ... schläfst wieder ... draußen?" Ob sie auch gerade wieder daran denkt wie sie sich kennenlernten?
Diese Erinnerung hatte er eigentlich nicht wieder heraufbeschwören wollen. Unmerklich studiert er Maryamas Miene, was sie ihm dazu verrät. "Ich jogge auf jeden Fall morgens immer an deinem Haus vorbei. Kann ja schauen, ob du dann wach bist!", meint er leichthin. Er guckt auf jeden Fall, ob alles ok bei ihr ist. Oh man, Terence! Irgendwann lege ich dir das Handwerk!



Maryamas Blick schweift übers Meer. "Nein, ich schlaf noch drinnen....aber wenn wir wieder zuhause sind, ändere ich das wieder." Sie schaut Asante an und lächelt.
"Und wenn ich weiß, dass jemand da ist, der verlässlich auf mich aufpasst, trau ich mich erst recht. Übrigens...ich hab nen Vorratspack Pfefferspray erworben, falls grade mal keine Bratpfanne zur Hand ist."

Asantes Augen weiten sich: „Uhhh, dann hoffe ich mal nicht wieder auf erneute Verwechslung. Lass uns ein Zeichen ausmachen, falls ich mich nähere, wenn du draußen schläfts …“ Auf eine Ladung Pfefferspray in die Augen hätte er jetzt weniger Bock. Er wünscht sich, Elani wäre auch mal so wehrhaft gewesen. Asante wird einen Moment nachdenklich und stoppt plötzlich im Lauf und wendet sich Maryama direkt zu. „Würde es dir helfen, wenn ich die ersten Nächte mein Zelt in deinem Garten aufbaue und du nicht gleich ganz allein draußen schlafen musst.“ Er wartet ab, was Maryama von dem Vorschlag hält.

Browneye!! Pfui!!“ Schnell eilt Maryama zu ihrem Vierbeiner und entreißt ihm ein Bündel Seetang mit diversen anderen Einschlüssen, die sie gar nicht so genau definieren will. Browneyes Fell ist schon voll mit dem Zeug und er will sich gerade darin zu wälzen. Als Maryama das Grünzeug ins Meer wirft, setzt er freudig hinterher. Maryama muss lachen. “Unbelehrbar.“
Dann legt sie den Kopf schief, schaut Asante an und antwortet mit einer Gegenfrage:“ Das würdest du wirklich tun?“ Sie ist freudig überrascht. Wie sehr sie dieser Vorfall im Garten aus ihrer normalerweise ausgeglichenen psychischen Verfassung gebracht hat, wollte sie ihm gar nicht unbedingt sagen. "Ich würde mich freuen darüber, ja. Vorschlag akzeptiert."
Einen Moment beobachtet Asante schmunzelnd Maryams ‚Kampf‘ mit Browneyes Unbelehrbarkeit und freut sich, dass sie seinen Vorschlag annimmt, erstmal in ihrer Nähe zu übernachten. Na, sie versucht doch stärker zu wirken, als sie sich wirklich fühlt, mhm?!
So ganz kauft er ihr das nicht ab ... Sonst hätte man kein Pfefferspray … und sonst hätte er den Vorschlag auch nicht gemacht ...

Das Joggen im lockeren Sand strengt ungewohnt an und Maryama fragt:“ Magst du dich ein wenig mit mir in den Sand setzen? Kleine Pause machen?“ Schon sitzt sie und klopft lächelnd auffordernd neben sichin den Sand.

Asante streckt sich neben Maryama nieder, als sie sich setzt und um Pause bittet. „Pause ist gut! Die Tequila-Nacht fordert schon noch ihren Tribut.“ lacht er.



Asante dehnt die Arme einmal über den Kopf, während er sich rücklings im Sand bettet. Dann faltet er die Hände über dem Bauch und meint in den Himmel starrend lächelnd: „Dann ist das abgemacht. Mein Zelt kommt gleich Morgen in deinen Garten für die nächsten Nächte, wenn wir zurück sind.“ Er schaut wieder etwas ernster schräg zu ihr hoch. „Ich werde es Elani erklären und dass ich auch bei ihr natürlich vorbeischaue. Das kann ich nicht allein Keito überlassen. Ich habe für die beiden auch Verantwortung.“

Lächelnd wendet Maryama ihm den Kopf zu und blickt zu ihm hinunter. "Natürlich hast du die." Sie hält kurz inne. "Auf jeden Fall mehr, als für mich. Aber du weißt sicher was du tust und wie du das einteilen kannst." Sonst hätte er dieses Angebot gar nicht gemacht, da ist sich Maryama sicher.
Sinnend blickt Asante wieder in den Himmel: „Ich frage mich oft …. Warum sie sich das so lange bieten ließ? In Kenia wäre ihr das nicht passiert. Wir hätten auf sie geachtet. Verstehst du das? Ist sie einfach zu gutmütig für diese Welt hier?“ Er blickt fragend zu Maryama hoch. „Wäre dir das passiert?“ Schweigend wartet er auf ihre Antwort während er ihr unverwandt in die grünen Augen blickt.

Maryama erwidert seinen Blick lange. Gute Frage... dann lässt sie sich neben ihn in den Sand zurück fallen und schaut auch hinauf in den klaren Morgenhimmel. Ihre Gedanken wandern zurück nach Indien...zum kleinen Häuschen und dem Leben darin...
"Das Problem ist..." Sie dreht den Kopf zu Asante. "...es fängt ja nicht so an. Man ist jung...idealistisch...naiv? Erst deutet ja nichts darauf hin, dass dieser Mensch den man liebt, sich in jemanden verwandeln könnte, der einen schlecht behandelt." Sie denkt kurz nach. "Oder man ist eben blind für die kleinen Anzeichen.. Dann vergeht Zeit, man hat viele schöne Erlebnisse zusammen, nur ganz wenige Negative...bis sich das Blatt wendet und irgendwann die Schlimmen Sachen überwiegen ...und dann ist man schon so zusammengewachsen, dass man sich kaum mehr lösen kann oder will...und in Elanis Fall ist ja sogar noch ein Kind da...das macht es noch schwieriger ...
Dann kommt noch dazu ...man lebt in einem fremden Land...in meinem Fall Indien, Elani hier...es fehlt die Sicherheit der Familie im Hintergrund...der Partner ist deine „Familie“ so schlimm das klingt in so einem Fall...“ Sie seufzt. „Kurz gesagt ...ja, früher wäre oder ist mir etwas Ähnliches auch passiert ...heute würde ich es anders machen. Ich habe draus gelernt." Sie wendet den Blick von Asante ab und schaut wieder in den Himmel. "Gut, dass es jetzt dich in ihrem Leben gibt...und in meinem." fügt sie lächelnd an.

Betroffen hört Asante schweigend zu.
Immer wieder? Überall all auf der Welt lassen sich Frauen so viel gefallen? Why?
Er sieht sie nur an, als sie sich neben ihn legt, den Blick ihm zugewandt. Nachdem sie ihre Augen wieder abwendet und in den Himmel starrt, dreht er sich ihr auf die Seite rollend zu, den Kopf in die Hand eines angewinkelten Armes aufgestützt. Er streckt die andere Hand aus und streicht ihr zart eine Locke aus der Stirn mit einem Blick des Bedauerns im Gesicht.
Tut mir leid, all die schlechten Erfahrungen, die du machen musstest.“ Seine Stimme ist leise und sanft, zärtlich fast.
Deine Worte geben mir viel zu denken. Vielleicht verstehe ich jetzt etwas mehr wie es Elani allein in einem fremden Land ergangen sein muss. Danke für deine Offenheit.“ Er beugt sich nieder und haucht einen leichten Kuss auf Maryamas Stirn: „Und ich freue mich, jetzt ein Teil deines Lebens sein zu dürfen! Sollte ich dir je weh tun … jag mich zum Teufel!“
Aus seiner etwas erhöhten Position lächelt er nun etwas schmunzelnd zu Maryama hinunter: „Das ist mein voller Ernst.“

Die Zärtlichkeit kommt für Maryama überraschend und verursacht erst halb erschrockenes, halb freudiges Herzklopfen. Dann überkommt sie eine Welle der Zuneigung und auch Dankbarkeit für seine Art auf ihr Erzähltes zu reagieren. Sie lächelt ihn liebevoll an. "Ja, ich freu mich auch dass du das geworden bist...ein Teil meines Lebens."
Dann nickt sie lächelnd: "Ich nehm dich beim Wort."

Asante schweigt einen Moment während er sich weiter in ihren Blick versenkt. "Magst du mir mehr von ... deiner Erfahrung anvertrauen? Ich kann ein sehr geduldiger Zuhörer sein!"

"Ich mag schon...aber erstmal würde mich interessieren, wie das bei dir in deinem Leben so war bisher." Maryama liegt immer noch entspannt auf dem Rücken und dreht nur den Kopf zu Asante, während ihre Hand im Sand gräbt. "Warst du denn immer so glücklich in deinen Beziehungen?" Er wirkt so, als ob er immer genau weiß, was er tut und was er will...trotzdem ist er allein nach Brindleton zu Elani gekommen....hm...

Umpf, jetzt wird er gleich zum Teufel gejagt, wenn er offenbart, dass er kein Mönch ist. Auch nicht, seitdem er hier angekommen ist. Aber es war von beiden Seiten nichts Festes gesucht, nur kurze Abenteuer. He, er ist ein Mann! Und er hatte immer einen Gummi zur Sicherheit dabei. Er ist ja umsichtig. Lässt sich nichts andrehen, was keiner gewollt hat.
„Nun …“,
beginnt er langsam, „… für einen Mann ist das wohl alles ein bisschen anders. Ich war beim Militär. Immer unterwegs. Man … geht da nichts … Festes ein. Unglücklich war ich … nicht in der Zeit – ich denke, die Damen auch nicht. Ich habe nie etwas versprochen!“ Er hält kurz den Atem an, sondiert Maryamas Blick. Er will ihr auch keinen vom Pferd erzählen. Seine Hand behält er gerade besser bei sich, damit es keine auf die Pfoten von ihr gibt.

Schmunzelnd blickt Maryama zu ihm auf. "So, so...nichts Festes, hm?" Ihre Hand gräbt weiter im Sand. Sie hat nicht erwartet, dass er wie ein Mönch gelebt hat. Ehrlich ist er ja, das gibt einen großen Pluspunkt...zu den Anderen, die er ja schon hat, ohne davon zu wissen.
Nichts versprochen heißt nicht...keine Erwartungen oder Hoffnungen geweckt, denkt sie, lässt es aber so stehen, wie er es für sich formuliert hat.
"Weißt du, ich versteh dich. Das Leben bestimmt oft die Beziehungen, die man eingehen kann oder eben überhaupt bereit ist. Du hattest halt andere Prioritäten. " antwortet sie ihm stattdessen und meint es auch so. "Und wenn beide damit zufrieden sind, dann passt es doch." Sie schaut wieder in den Himmel und erinnert sich an die glückliche Zeit im Ashram mit Chris. An die Workshops...Kamasutra...Kundlinikraft erwecken...ein kleines Lächeln umspielt ihre Mundwinkel. Ja, sie versteht ihn, das Leben bietet viele Seiten um Spaß zu haben und jede Zeit hat ihre Erlebnisse. Solange beide Parteien sich damit wohl fühlen ist alles gut.

Sie lächelt sogar. Asante ist unendlich erleichtert. Ihm wird erst in diesem Moment klar, wie wichtig ihm ihre Meinung über sich ist. „Schön, dass du es so sehen kannst.“ Er atmet wieder gleichmäßiger.

Langsam ausatmend fährt er fort: „Aber irgendwann möchte ich mich natürlich auch fester binden, Familie gründen. Zuvor war ich nur noch niemandem begegnet, der in mir so ein Gefühl dafür entfachte …“ … außer vielleicht jetzt!
Aber das spricht Asante nicht aus. Zu früh!
Außerdem muss er jetzt erstmal sehen, wie sie das verdaut … Mit etwas angespannten Blick wartet er ihre Reaktion ab, ob der Teufel jetzt schon seine Hand im Spiel hat … Er wünscht sich nicht, dass schon im Sand versiegt, was sich gerade als zartes Pflänzchen zeigt.
Aber die Wildkatze soll auch nicht die Katze im Sack kaufen. Er will sich nicht verstellen …

Maryama hält im Graben inne und dreht sich jetzt auch zu ihm. Seitlich aufgestützt wie er, damit sie ihm direkt in die Augen schauen kann. "Da geht es dir wie mir." Sie lächelt ihn an.
"Ich wünsche mir auch eine Familie und Kinder irgendwann...mit dem richtigen Mann an meiner Seite." Sie atmet tief ein und aus.
"Du wolltest geduldig zuhören?" fragt sie. "Dann erzähl ich nochmal ein wenig...."
Ihr Blick schweift jetzt wieder Richtung Meer, sie beobachtet Browneye, der mit seiner neuesten Seetangentdeckung spielt.
"Diese Insel hier ist mir nicht fremd. Ich war hier schon mal....vor nicht allzu langer Zeit. Kurz nachdem ich hier in Brindleton angekommen bin. Ich kam aus Indien zurück , meine Mutter war plötzlich und unerwartet verstorben.“
Asante folgt ihrem Blick Richtung Meer. Dieser Browneye … Er muss schmunzeln. Sein Blick wandert zurück. Diese Frau … Er schaut auf das leicht abgewandte Gesicht, die wilden Locken … Er hört weiter zu …

„Wir hatten uns lange Jahre nicht gesehen und der geplante Besuch hier in Brindleton galt ihr ursprünglich. Es sollte ein glückliches Wiedersehen werden, aber ...leider kam es nie dazu. Hier, von dieser mächtigen Klippe da oben, habe ich ihre Asche im Meer verstreut...das war ihr letzter Wunsch gewesen."
Maryama wendet den Oberkörper um und zeigt nach hinten zu den Felsen, die von Höhlen durchzogen sind und mächtig aufragen.



Wieder folgt sein Blick den Bewegungen ihres Körpers, ihrer Hand

Dann fährt sie fort. "Mutter wurde nach dem Tod meines Vaters psychisch krank ...schwerst depressiv... ich konnte das irgendwann nicht mehr ertragen und bin von zuhause abgehauen. In die Welt...einfach nur weg. Als ich da oben stand, hatte ich das Gefühl, ihr wirklich die Freiheit zu schenken in diesem Moment." Sie pausiert und sieht Asante an.

Seine Miene ist völlig ruhig als sie erzählt. Er hat Krieg gesehen. Viele weinende Mütter, Kinder … Ihr Vater kam von seinem Kontinent, hatte sie mal erzählt. Viele Familien sind dort ohne Väter … Viele Männer in der Fremde … wie er auch. Woanders das Glück und ein Vorwärtskommen suchend. Frauen leisten die ganze Arbeit oft allein.
Er lächelt sie beruhigend an, als sie ihn einen Moment abwartend anschaut …

"Warum erzähle ich dir das alles?"
Maryama lächelt. "Weil ich ihr, als ich angefangen habe unser Elternhaus zu renovieren, versprochen habe, es mit Farben und Leben und Lachen zu füllen....und manchmal hab ich das Gefühl, sie ist tatsächlich bei mir und freut sich, wenn ich glücklich bin. So stell ich mir das Leben irgendwann vor in diesem Haus...lebendig, mit Lachen und Kindergeschrei." Maryama muss nun selber lachen. Hoffentlich haut ihn das jetzt nicht um.

„Manchmal muss man einfach erzählen …“,
Asante nimmt ihre Hand, haucht einen leichten Kuss in die Handinnenfläche, „wenn das Leben einen fordert, sollten wir nicht versuchen, alles allein zu tragen. Ich hatte nicht geahnt, dass wir uns hier an so einem für dich erinnerungswürdigen Ort aufhalten. Mein Gott!“
Er wiegt leicht die zarte Hand in seiner hin und her, drückt sie an seine Brust.
Wenn du Farbe, Lachen und Leben versprochen hast, sollten wir uns darum kümmern und das hier und heute weiter erfüllen, oder? Lass uns weiter das Festival genieß … Uuhhhh!“, Asante springt lachend auf und zieht Maryama mit hoch.
„Browneye ehrlich, du Schlawiner!“
Der kleine Vierbeiner hat sich einfach mit einem Haufen glitschigen Tag im Maul zwischen sie geworfen. Asante klopft sich lachend das Zeug von den Klamotten und hilft Maryama auch, sich vom Tang zu befreien.

Er bemerkt, dass eine Nachricht auf seinem Handy eingeht. „Oh, Elani schreibt!“ Er blickt zu Maryama. „Sie sind auch schon auf und zum anderen Strand runter. Da sei eine Art Wasserspielpark für heute aufgebaut.“ Er steckt das Handy weg. „Dusche, Frühstück und dann machen wir uns auch dahin?“

"Ein Wasserspielpark?" fragt Maryama verwundert? "Klingt interessant...gerne." Sie lächelt und schaut zu Browneye, der wie immer Asante anhimmelt.
"Und ihn brauchen wir ja nicht zu fragen...wo Wasser ist, ist auch Browneye. " Dann schaut sie Asante auffordernd an: "Los...ein kleiner Spurt zum Zelt...wer zuerst oben ist." Schon stiebt der Sand, als sie losrennt und Browneye sich mit Asante an ihre Fersen heftet.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!