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San Myshuno Nr. 8 - Villa Långstrump
Ort: San Myshuno Nr. 8 - Villa Långstrump – Der Sturmtrupp
Die erste Lieferung an Phil mit S-Bahn, Wägelchen und doppeltem Wundverband ist erfolgt und Lotta gerade zurückgekehrt.
Sturmtruppler: „Heute holen wir sie, Tarek! Du hast Dir jetzt hoffentlich genug Kenntnisse drauf geschafft.“
Tarek: „Klar, bin bereit. Ich werde nicht enttäuschen!“
Sturmtruppler: „Sei überzeugend! Wir wollen sie nicht als Gegnerin. Rein mit dir. Ich warte hier draußen, falls was schief geht.“


Lotta: „Tanuí? Kann das …?“ Lotta stockt der Atem. Tanuí steht plötzlich vor ihr? Hier in ihrer Werkstatt? Sie möchte ihm um den Hals fallen … Was hat er da an? Wieso bleibt er so verhalten stehen? Lotta hält auch plötzlich in der Bewegung inne. Wie zwei Fremde … Monate ist es her …


Tarek: „Hallo Lotta, schön dass wir uns endlich wiedersehen.“ Häh! Lotta ist völlig verwirrt. So eine Begrüßung hatte sie nicht nach monatelanger unfreiwilliger Trennung von ihrem Liebsten und Takatukas Vater erwartet.
Lotta: „Was ist denn los Tanuí? Ich erkenne dich gar nicht wieder!“ Was drückt er denn auf einmal an seinem Revers? Mit wem spricht er?
Tarek: „Klappt nicht wie gewünscht! Zugriff! Mach jetzt keine Zicken, Lotta!“ Was passiert hier? Lotta ist geschockt und versucht abzuhauen.


Sturmtruppler tritt von außen hinzu: „Was ist schief gegangen, Tarek? Hast du’s versaut?“ Hindert Lotta am Abhauen.
Tarek in Richtung Lotta: „Du hast keine Chance gegen uns beide. Füge dich der Ordnung!“

Sturmtruppler sarkastisch zu Tarek: „Ist d a s dein ganzer Charme, den du versprühen kannst? Das war anders geplant.“ Kenntnisvermittlung reicht halt nicht, bisschen Charisma hätte sie ihm auch noch beipulen sollen.
Zu Lotta: „Dein Tanuí hatte schwere Zeiten … Sieh’s ihm nach. Komm einfach mit, dann wirst du verstehen …!“
Zu Tarek leise gezischelt: „Muss ich jetzt auch noch deinen Job machen?“

Lotta erscheinen beide nicht vertrauenserweckend. W e r sind die? D a s soll Tanuí sein? Ihr liebenswerter und immer liebenswürdiger Tanuí? „Ich muss nach Takatuka sehen,“ wendet sie ein und will sich zum Haus begeben.
Tarek gebieterisch: „Wir haben bereits alles zur Abreise geregelt. Bleib hier!“ Der vermeintliche Tanuí wird richtig rabiat. Lotta ist entsetzt. Der Sturmtruppler schüttelt leicht den Kopf. Die hätten mal besser mich für die Mission eingesetzt. Dass ist ja vielleicht ein Elefant im Porzellanladen, kein Casanova vorm Herrn …




Lotta kann sich nur stumm und verzweifelt Takatukas wegen fügen. Was haben sie mit Takatuka gemacht? Haben sie sie schon weggebracht? Oder lassen sie sie einfach im Haus zurück? Warum nur liegen Lottas Rapiere, Degen und Schwerter so tief in der Truhe oben im Schlafzimmer? Sie hätte sich den Weg sonst frei kämpfen können. Mit d i e s e m Tanuí will sie nicht mitgehen. Aber sie muss erfahren, was sie mit Takatua gemacht haben. Und was ist mit Böser Wolf? Warum schlägt der nicht an?
Tarek: „Startklar! Drei Zielobjekte erfassen!“ Drei?! Nur drei?! Oh Gott, was ist mit Takatuka? D a s da kann niemals Takatukas Vater sein!

Ort: Irgendwo im Universum
“Wo … sind wir?“ Lotta ist hoch irritiert. Was hat sie an? Wo ist Takatuka? Sie kann ihre Tochter nirgends sehen. „Sie ist doch noch so klein! Was habt ihr mit ihr gemacht? Bitte …“ fleht sie dieses Wesen an, das Tanuí gleicht – wie ein Ei dem anderen. 
[color=DarkMagenta]„Halt die Klappe, du hast hier nichts zu fragen!“, blafft sie der als Tarek bezeichnete an. Er prüft irgendwelche Unterlagen, die er ihr aus einer Rocktasche dieser merkwürdigen Kluft gezogen hat. Wer … hat ihr die übergezogen? Lotta kann sich nicht erinnern, ohnmächtig geworden zu sein. Sie kann aber auch nicht erklären, wie sie aus ihrem Wintergarten in diese … noch fremdere Welt als die, in der sie zuletzt gestrandet war, geraten ist. Irgendwie hatte sie sich zwischendurch … völlig aufgelöst gefühlt.

„Kommst du allein klar?“, seufzt der Sturmtruppler Tarek an, „ich muss weiter zu meinem nächsten Posten.“ Er scheint leichte Zweifel zu haben, dass Tarek diesmal seine Arbeit richtig macht. Von Charisma echt keine Spur! Wo hatten sie den bloß im Universum aufgegabelt? Ohne die Ähnlichkeit wäre er völlig ungeeignet. Er sollte sich doch bei ihr einschleimen, damit sie unbemerkt einen Beobachtungsposten für die Erste Ordnung in der Welt dieser Rothaarigen einrichten können.
Als der Sturmtruppler außer Sichtweite ist, gewinnt bei Lotta allmählich Wut Oberhand über ihre Angst. Sie muss hier weg. „Jetzt bringe ich dich erstmal in die Sicherheitsverwahrung und dann …“

Weiter kommt dieser Tarek nicht. Lotta stößt ihn vor die Brust, kickt ihn zur Seite und stürmt los …


Er setzt sofort hinterher: „Bleib stehen. Du kannst nicht entkommen. W i r sind überall!“ Wir? Solche Wesen wie das, das Lotta gerade passiert? Was ist das nur für eine Welt und wie kommt sie wieder zurück? Sie kann nicht weiterdenken. Sie muss die Entfernung zwischen sich und diesem Tarek vergrößern.

[color=DarkMagenta]Da dieses Dickicht … Lotta setzt nochmal alles an Energie ein, um zu entkommen …

Ort: Irgendwo im Universum
Lotta rennt und rennt … Nach einer Weile bemerkt sie, dass sie ihren Verfolger abgehängt hat. Wo ist sie jetzt?


Lotta geht weiter. Da hinten scheint eine Art Lager im Freien zu sein und weitere merkwürdige Maschinen …

Gibt’s was Interessantes in der Kiste? Lotta hatte heute Morgen nicht mal gefrühstückt und langsam Hunger. Hoffentlich was Essbares. Wie mag es Takatuka und Böser Wolf gehen? Sind sie noch in der Villa Långstrump? Takatuka wird sich wenigstens noch was aus dem Kühlschrank greifen können. So schlau ist sie schon. Aber länger als ein Tag? Lotta verschlägt es jeglichen Appetit aus Angst um ihre kleine Tochter. Oder ist sie auch schon längst hier?

Ein Riesen-Handy? Etwas mit Piktogrammen. Das kennt Lotta ja zumindest schon ein bisschen, obwohl sie diese Zeichen kaum versteht. Trotzdem mal einstecken, man weiß ja nie.

Wer kommt jetzt? Wieder so ein Ordnungs-Fanatiker – mit Pickelhaube? Lotta ballt kampfbereit beide Fäuste. Mit einem Schwung umdrehen und einfach zuschlagen … „Hey, kann ich weiterhelfen?“, ruft jemand freundlich gelassen Lotta von hinten an. OK, nicht gleich draufschlagen, erstmal hören ...

Lotta wendet sich um, immer noch zum Sprung im Bedarfsfall bereit, eine Faust weiterhin geballt: „Wer will das wissen?“ Herzlichkeit will ihr gerade nicht so gelingen. Sie ist auf Gegenwehr gepolt, die Nerven zum Zerreißen gespannt. Sie kann die Kräfte dieser merkwürdigen Wesen nicht einschätzen. Eindeutig ein Nachteil in diesem Universum. „Grad vor der Ordnung geflüchtet, hm?“, beschwichtigt ihr Gegenüber. „Hier bist du erstmal sicher! Wir verstecken uns alle hier …“ Lotta versteht nur Bahnhof, aber … es scheint keine Gefahr von ihrem Gegenüber auszugehen. Sie entspannt sich langsam, lockert ihre zur Faust geballten Finger wieder. „Sprich am besten mit der Frau dort drüben.“ Lotta wendet den Blick zu einer entfernt stehenden Grauhaarigen …

Na, die sieht doch bis auf die Kleidung für Lotta noch ‚normal‘, also zumindest irdisch aus. Keine Stacheln auf dem Kopf! Ob die bei dem hier wohl zur Verteidigung dienen - wie bei so einem Stachus Saurus? Annika hatte Lotta mal ein Bild in der Kindheit in einem ihrer Schulbücher gezeigt. Lotta schaut noch einmal zu ihrem Gegenüber und unterdrückt ein Schmunzeln, als sie sich gerade vorstellt, wie er mit dem Kopf zur Verteidigung ausholt - wie der Saurus sonst mit seinem Hinterteil. Sie geht – wenigstens etwas heiterer gestimmt als zuvor - rüber zur grauhaarigen Dame in Braun. „Hej, ich bin Lotta. Der Stachelkopf da drüben meint, du kannst mir weiterhelfen.“ – „Herzlich willkommen, Lotta, im Lager des Widerstandes. Unsere Posten haben schon berichtet, dass du auf der Flucht vor der Ersten Ordnung bist. Willst du dich uns anschließen?“ Lotta hat nur noch Fragezeichen im Kopf: Erste Ordnung? Lager des Widerstandes?

„Du bist nicht von hier?“, folgt schon die nächste Frage. „Was ist denn ‚hier‘? Ich weiß nicht mal wie ich h i e r hergekommen bin!“ Lotta ist leicht verzweifelt. Wird das jetzt so ein kryptisches Frage-Antwort-Spiel? Wie oft ist sie eigentlich schon in ihrem Leben auf der Flucht gewesen und hat nicht gewusst, wo sie gelandet ist noch wie die Welt um sie herum funktioniert. Es wird immer komplizierter … „Ich möchte nur wissen, wie ich wieder nach Hause gelange … Zu meiner kleinen Tochter. Ich muss zurück und sie finden.“ – „Von einem Kind wurde nichts berichtet. Der Posten hat keines gesichtet. Wie alt ist deine Tochter?“ – „Etwa drei Jahre, bitte, sag mir nur, wie ich wieder zurück komme …“ Dann ist Takatuka noch zu Hause? Sie haben sie einfach zurückgelassen?

Die Dame in Braun überlegt ... „Das ist nicht so einfach, aber wenn du uns helfen wirst, werden wir eine Möglichkeit finden …“ Ist das jetzt eine Erpressung? Und wenn sie ihnen nicht hilft, finden sie keine Möglichkeit? Lotta spannt sich innerlich schon wieder an. Was hat sie mit den Kämpfen und Kontroversen in diesem Universum zu schaffen? Sie will doch nur zu ihrer kleinen Tochter …
Ort: Irgendwo im Universum – Batuu – Lager des Widerstandes
Lotta hat wohl keine Wahl. Sie wird für weitere Anweisungen an eine Vi Moradi verwiesen. „Schön, dass du dich uns anschließt, Lotta!“ Ja genau, und ganz freiwillig. „Also, da ist vor einiger Zeit ein neuer Soldat in der Ersten Ordnung aufgetaucht, der wohl wie du aus einer anderen Welt stammt.“ Aha! Lotta horcht auf. Ist es … doch Tanuí? Haben sie ihn irgendwie … manipuliert? Sie wartet weitere Informationen ab. „Er ist erstaunlich schnell aufgestiegen … für einen Neuling und schon recht eng mit Lt. Agnon. Wir fragen uns … warum? Und … was es mit dir zu tun hat! Denn du scheinst … gezielt verfolgt worden zu sein,“ schließt Vi ihre Ausführung ab und sieht Lotta nun direkt an, als erwarte sie von dieser jetzt ein paar Gegeninformationen. Mhm … „Ich weiß nicht, was du meinst, Vi!“ Lotta wird erstmal nicht allzu viel preisgeben, solange sie nicht weiß, was es mit diesem Tarek / Tanuí auf sich hat und was sie selbst oder ihn wirklich gefährden könnte – wenn er Takatukas Vater sein sollte. [/color]

Vi Moradi scheint ihr zu glauben. „Nun gut, aber wir müssen mehr über ihn erfahren, welche Funktion er hat. Er scheint nicht im üblichen Sinne für seinen Posten befähigt zu sein, also was macht ihn für Lt. Agnon so wertvoll? Das kannst nur du für uns herausfinden, Lotta!“ – „Ich?“ ruft Lotta entsetzt. „Ja, du! Du musst zurück und die Gefangennahme zulassen, dich um horchen und wir hauen dich dann wieder raus. Versprochen!“ – „Was ist das denn für ein sch … Plan?!“ entfährt es Lotta. Sind die Irre? Wird sie selber Irre? S i e spioniert jetzt i h n aus, ihren möglicherweise Geliebten? Ja, ganz an einen Zufall will Lotta auch nicht mehr glauben, dass sie sich in diesem Universum wiedertreffen - ob er nun ein Doppelgänger oder … das Original ist. Es hat mit Sicherheit, damit zu tun, dass sie einst einen Tanuí kannte. Aber der Grund will ihr nicht einleuchten. Was will dieser Planet von einem kleinen Inselvolk? Waren dies vielleicht … die Angreifer des tropischen Paradieses? Warum? Und wenn dies Tanuí ist? Existiert Takatuka dann überhaupt noch?
„Ok, Vi, ich übernehme den Auftrag!“ Ja, so langsam will Lotta wissen, was da alles hinter steckt und wenn es nicht anders geht, spielt sie halt mit – auf allen Seiten und Ebenen. Was wollte der Sturmtruppler? Eigentlich hätte dieser Tarek sie mit Charme einwickeln sollen. Hätte sie ihn für Tanuí halten sollen? Na dann! Auf eine charmante Begegnung und etwas Wimpern klimpern … Sie muss sich eilen! „Ich darf keine Zeit verlieren, Vi …“ – „Ja, so loben wir uns unsere Enthusiasten im Widerstand. Viel Erfolg, Lotta!“ Wenn du wüstest, Vi …

Lotta begibt sich zurück zu ihrem Fluchtausgangspunkt …
Ort: Irgendwo im Universum – Batuu – Bezirk der Ersten Ordnung
Ort: Irgendwo im Universum – Batuu – Bezirk der Ersten Ordnung
„Natürlich lässt du mich gleich zu Lt. Agnon vor.“ Tareks senkt seine Stimme … leise, bedrohlich. Die Sturmtruppler wissen nicht, was der Leutnant für einen Narren an diesem Tölpel gefressen hat, aber es scheint nicht gut, sich gegen ihn zu stellen. Er hat in kurzer Zeit viel Macht erlangt. Womit?

„Alles nach Plan, Sweetheart!“ raunt Tarek, sobald er vor Lt. Agnon steht. Der hört’s mit Wohlwollen, mahnt aber: „Nicht hier, Tarek!“ und wirft ihm einen sanft schmachtenden Blick zu. „Sie haben’s geschluckt? Alle? Es tut mir leid, Tarek, dass du den Tölpel geben musst …“ Ein leichtes Bedauern schleicht sich in Lt. Agnons Blick, aber nur leicht. Sonst wäre er nicht Leutnant der Ersten Ordnung. Dieses Sugarface hatte es ihm von Anfang an angetan. Seine einzige Schwäche, die der Leutnant stets vor allen zu verbergen sucht. Manch süßer Sturmtruppler hat aber im ‚Dienst‘ von Lt. Agnon durchaus ‚Erkenntnis‘ davon erlangt.

„Ich habe sie direkt in Richtung des Lagers der Rebellen getrieben,“ lässt Tarek sich selbstzufrieden über sein Werk aus. Genau genommen war es sogar sein Plan gewesen. „Sie werden sie bald zurücknötigen, um mehr über mich und meine Position hier zu erfahren.“ Lacht hinterhältig. „Und sie wird sich die ganze Zeit fragen, ob ich nun ihr Tanuí bin oder nicht. Werde ich Spaß mit ihr haben …“ – „Na, na nicht zu viel davon, Tarek!“ widersetzt Lt. Agnon, dem das einen kleinen Stich versetzt. „Doch alles nur zur Tarnung, Liebster!“ Tarek streicht sacht mit dem Handrücken über Lt. Agnons Wange als niemand in der Nähe ist. Verdammt, ist der gut! Lt. Agnon kann sich kaum der Anziehungskraft seines neuesten Gespielen entziehen - der das sehr wohl weiß.

Miyu - letzter Post
Ort: San Myshuno Nr. 8 - Villa Långstrump – Der Honorarvertrag
Miyu hatte schon den ganzen Vormittag von ihrem Büro aus versucht, Lotta für die Unterzeichnung des Honorarvertrages zu erreichen. Sie möchte ihn ihr gerne in der Mensapause vorbeibringen und mit ihr die wichtigsten Punkte durchgehen. Ständig nur diese Mitteilung, dass es diese Verbindung nicht gäbe. Irgendwas … stimmt da nicht. Miyu fährt zur Mittagszeit einfach bei Lotta vorbei.
Niemand öffnet. Keine Reaktion. Miyu wandert ums Haus. Keine Simseele. Ob das Kind im Kindergarten und Lotta unterwegs ist? Unten an den Docks hört Miyu einen merkwürdigen Laut. Heult dort ein Wolf? Quatsch, doch nicht mitten in der Stadt am helllichten Tag! Eine Tür führt in eine Werkstatt und einen unglaublichen Wintergarten. Wow, Lotta pflanzt im großen Stil an! Ob Miyu sie auch für weitere Projekt begeistern kann? Werkelt Lotta auch? Und diese andere Maschine mit den farbigen Pfeilen? Lotta scheint ja ganz schön umtriebig zu sein. Nur, wo ist sie? Miyu probiert erneut ihr Handy. Nach wie vor heißt es, die Verbindung gäbe es nicht.

Miyu guckt sich weiter um. Was liegt da am Boden? Eine Art Kopfhörer? Miyu hebt das Teil auf. Wer hat den verloren? Sicher Lotta! Miyu legt den mitgebrachten Honorar-Vertrag auf den Werktisch und den ‚Kopfhörer‘ daneben. Vielleicht erkennt Lotta ja, dass es Vertragspapiere sind und kann sich denken, dass Miyu die hiergelassen hat. Sie ruft dann hoffentlich zurück, sobald ihre Verbindung wieder geht. Diese Störungen immer in den Netzen … Miyu nimmt nochmal den Kopfhörer auf. Mhm, komisches Ding. Sie legt ihn wieder weg und macht sich auf den Weg zurück zur Schule für den Nachmittagsunterricht.


Miyu - nächster Post
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Böser heult ein bisschen das Kind an. Es soll heißen ‚wir müssen zurück‘. Takatuka zieht furchtlos immer weitere Kreise ums Haus, wenn die Mama nicht da ist. Der Wolf hat da nicht so den Einfluss drauf. Er läuft halt hinterher, versucht das Kind immer wieder etwas zurück zu scheuchen. Lotta mag das bestimmt nicht. Sie sind nicht zum ersten Mal unten an den Docks. Bislang waren sie aber immer zurück gewesen, bis Lotta kam. Er müht sich redlich: „AhuuuUU!“ Endlich setzt sich Takatuka in Bewegung und tappert glucksend wieder hoch in den Garten.

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zZZSschhzfffffzzSchschzzzzzzZ … Lotta fühlt sich schon wieder ganz aufgelöst … Aaaaaaahhhhhhaaaaaarrrrr … Fffffffft!
Wo …? Lotta atmet tief durch. Wieder in ihrer Werkstatt? Sie schaut an sich herab. Aber immer noch diese merkwürdige Kluft …? Ohne die würde sie an einen schlechten Traum denken. Sie schaut sich weiter um. Alles unverändert bis auf … Was liegt da auf dem Werktisch? Ein Stapel Papiere und … ein komisches kleine Ding …, dass e r am Revers trug. Was macht das hier auf dem Werktisch? Lotta mag nichts anrühren vorerst.


Takatuka! Wo ist das Kind? Ein Glucksen hinter dem Fenster des Wintergartens. Der Wolf tobt mit dem Kind im Garten … als wenn nichts gewesen wäre. Hat niemand etwas bemerkt? Niemand? Lotta schaut wieder auf den Papierstapel, das kleine Gerät. Kommen sie gleich wieder, und holen sie erneut? Wie funktioniert das überhaupt, dieses … Hin- und Herwechseln? Das kleine Ding mag sie immer noch nicht anrühren, aber den Papierstapel besieht sie sich nun näher. Oben prangt eine stilisierte Zeichnung als Briefkopf. Könnte das ein Schulgebäude sein? War Miyu vielleicht hier? Sie ist eine Rektorin, sie weiß doch viel, vielleicht auch, was Lotta passiert ist. “Ich kenne nichts, was sich nicht klären ließe.“ Dieser Satz von Miyu kommt ihr wieder in Erinnerung. Miyu ist viel älter, erfahrener. Lotta beschließt, sie sofort anzurufen. Dieser Gedanke erleichtert sie unendlich …


Miyu sitzt noch in der S-Bahn Richtung Brindleton als es klingelt. Lotta! Miyu ist endlich beruhigt. Ein Lebenszeichen. Sie hatte sich schon angefangen, Sorgen zu machen: „Lotta, hallo. Schön endlich von dir zu hören. Deine Verbindung war ja den ganzen Vormittag gestört.“ Ok, Lotta registriert, dass sie wohl nur wenige Stunden fort war. Wie spät ist es jetzt? Noch immer Mittag? „Du, die Papiere …, das ist der Vertrag. Du brauchst nur auf der letzten Seite unterzeichnen … Kannst du das?“ Lotta bejaht. So etwas wie eine Unterschrift hat sie sich zurechtgelegt. Etwas völlig Unleserliches, aber es scheint überall zu reichen. Es muss nur immer gleich aussehen … „Ich bin gleich bei der Schule und muss zügig wieder in den Unterricht. Bring doch den unterschriebenen Vertrag einfach mit und wir sprechen ihn dann nochmal später durch, Lotta. Start ist am Mittwochmorgen mit Kollege Jenkins …“
„Bis Mittwoch … Danke, Miyu!“, grüßt Lotta etwas tonlos, legt auf. Sie hätte jetzt gerne länger mit Miyu gesprochen … Sie hat keine Ahnung, was sie als nächstes erwartet. Sie nimmt die Papiere mit ins Haus. Dieses kleine Ding … rührt sie immer noch nicht an. Sie muss was anderes anziehen. Aaaahhh, die Seite schmerzt wieder leicht. Sie muss nach dem Verband schauen. Mittwoch also … Ist sie dann noch hier? Wie soll sie d a s jemandem erklären? Und das halbfertige Boot draußen … … … …? Sie glaubt nicht mehr, dass Takatuka noch existiert …

Ort: San Myshuno Nr. 8 - Villa Långstrump – Nachwehen
S i e kamen bisher nicht wieder, um Lotta zu holen. Den Glauben an ihr tropisches Eiland hat sie verloren. Sie muss sich hier ein Leben mit Töchterchen Takatuka aufbauen, nicht wissend, ob sie bald wieder rausgerissen wird. Nichts ist sicher! Nichts währt ewig! Lotta versucht, zu verdrängen, alte Erinnerungen nicht mehr hochkommen zu lassen. Eines Tages wird sie Takatuka erklären müssen, dass nichts blieb … Dieses kleine Ding vom Werkstatttisch hat sie zu unterst in ihrer Schiffstruhe vergraben, zusammen mit dieser seltsamen Kluft - noch unter ihre Degen, Rapiere und Säbel … und die ganze Takatuker Batik.
Lotta versucht, wieder in einen Alltag zu finden, ist für jede Beschäftigung und Ablenkung dankbar, muss Frohsinn für sich und Kind bewahren und es gelingt auch am Tage ein bisschen besser – äußerlich. Tagsüber versucht sie, sich ständig in Bewegung zu halten, ist zuweilen wie aufgezurrt. Miyu oder anderen hat sie doch nichts mehr von ihrer Entführung erzählt. Sie kommt ihr selber unwirklich vor. Nur, wenn sie innehält, wie jetzt nachts, ergreift sie wieder diese Schockstarre, das Gefühl sich innerlich wie äußerlich aufzulösen. Dieses Wesen, diese … andere Welt ...
Takatuka schläft nun … und der Wolf wacht. Lotta liegt neben ihrem halbfertigen Boot im Garten - auf der Erde, starrt in den Sternenhimmel hoch. War sie irgendwo da oben gewesen? Ist … e r … dort? War … er … es? E r war ihr unheimlich! Und es waren wundersame Dinge und Flugobjekte um sie herum gewesen, die sie nie zuvor gesehen hatte. Wenn hier schon alles neu bei ihrer Ankunft vor Monaten war ... D a s nun war absolut fremd gewesen. Unwirklich, surreal. Äußerlich funktioniert sie – für das Kind. Innerlich … ist sie wie … tot.


Es ist gut, wenn die Schule bald beginnt. Dann ist sie wenigstens einen Tag in der Woche rundum beschäftigt, wird keine Zeit zum Nachdenken finden. Sie will nicht nachdenken, aber sie hat zu viel Zeit … nachts. Kann nicht schlafen und liegt doch nur da … starrt das Firmament an.
Es ist nicht gut, nachts im Garten zu liegen, nahe bei den Docks. Die Wunde vom Überfall ist noch nicht vollständig abgeheilt, aber sie braucht auch keinen Verband mehr. Sie ist soweit geschlossen, verwachsen. Eine sichtbare Narbe wird bleiben ... Lotta erinnert sich wieder an diesen Terence. Maryama hatte ihr aufs Handy gesprochen. Lotta hört die Nachricht wiederholt, aber stumpf und geistesabwesend ab. Sie hat sich noch nicht wieder bei Maryama gemeldet. Sie hat sich außer bei Miyu für den Honorarvertrag bei niemandem gemeldet. Noch nicht. Sie hat sich viel Zeit für Takatuka genommen. Für ein Kind - ohne Vater. Dieses … Wesen kann sie nicht als Takatukas Vater sehen. Und was ist sie dann selber - jetzt? Was fühlt sie …? Nur Leere! Nichts ist geblieben …
Lotta drückt erneut mechanisch auf den Abspulknopf. Maryamas Stimmer ertönt: „Dieser Terence ist wohl ein ganz schräger Vogel. Er ist der Exmann meiner Nachbarin und die ist genau das Gegenteil von ihm. Eine ganz sympathische, warmherzige Person. Kann man kaum glauben, dass die mal ein Paar gewesen sein sollen. Aber egal.
Die Maße des Fensters sind 80 Zentimeter in der Breite und 2 Meter in der Höhe...ist wohl eine Terrassentüre oder sowas...Ich freue mich, dir beim Einbau zu helfen, soweit ich dir da tatsächlich eine Hilfe sein kann. Viel mehr als den Boden verlegen habe ich bisher handwerklich nicht geleistet, aber neue Herausforderungen sind immer willkommen. Bin schon neugierig auf Lilly und ihre Familie...wie sie leben und so...okay, melde dich schnell wieder, ich warte darauf. Bis bald liebe Lotta, ich umarme dich.“
Sie hätte Einiges zu tun. Könnte zig Dinge erledigen, um diese Leere zu verdrängen, diese Schockstarre nachts zu überwinden. Sie könnte sich an Lillys Fenster setzen. Sie könnte Freunde anrufen, die Job-Offerten der Filmstudios beantworten, sie könnte Basketball auf dem Gewürzmarkt spielen gehen, sie könnte …, könnte …, könnte … einfach liegenbleiben, weiter die Sterne anstarren … innerlich erstarren …


Terence …? Was hatte Maryama zu diesem Terence gesagt? Ex-Mann? Nachbar? Maryama …! Ist sie … in Gefahr? Lotta sollte aufstehen …
Alexander - letzter Post
Charakter: Alexander
Geschichtsstrang: Nachwehen
Der Tag hat sich schleppend in die Länge gezogen. Alexander hat seine Angelegenheiten geregelt und die Rechnungen bezahlt. Er fühlt sich immer noch krank, doch er hat weder Fieber noch Schmerzen. Er hat Duke angerufen und sich entschuldigt. Heute Abend fällt er im Jazz Club aus. Duke klang nur besorgt, als er ihm gute Besserung gewünscht hatte.
Alexander weiss, er sollte etwas essen, aber er hat absolut keinen Appetit. Wenn er nur wüsste woran das liegt...
Es ist dunkel und er hat den Tag auf den Sofa verbracht und dahin vegetiert. Untypisch für ihn, aber sich aufzuraffen lag nicht drin. Erst jetzt, da es Richtung Schlafenszeit ging, merkt er wie unklug das war. Hin und wieder war er auf dem Sofa eingeschlafen und jetzt war überhaupt nicht müde. Und gegessen hatte er auch nichts.
„Du verkümmerst.“ sagt der Kater. Sein Ton ist absolut neutral. Keine versteckte Botschaft, nur eine Feststellung. „Steh auf und unternimm etwas.“
Alexander sitzt da, das Gesicht in beiden Händen und reibt es. „Was denn...“ dumpf zwischen den Fingern hervor.
„Du hast schon wieder nicht angerufen.“ Meint der Kater. Stimmt. Das hatte er heute vergessen... „Ich ruf sie morgen an.“ verspricht er. Etwas anderes bleibt auch nicht übrig. Der Plan auf Almas Party ist völlig nach hinten los gegangen. Und das schlimmste ist, er konnte nicht mal was dafür. Wenn er es wenigstens selbst verbockt hätte. Alexander steht auf, zieht sich seine Jacke an und die Schuhe. „Wo gehst du hin?“ Fragt der Kater überflüssiger weisse. „Nur die Beine vertreten.“ antwortet er. Ehe er die Tür hinter sich schliessen kann, schlüpft der Kater auch noch hindurch. 
Alexander geht einfach in eine Richtung. Es bläst ein frischer Wind. Doch er ist angenehm in dieser warmen Sommernacht. Zu schade dass man hier mitten in der Stadt zwischen den hohen Gemäuern keine Sterne sehen kann. „Was willst du jetzt tun?“ fragt er sich mit der Stimme des Katers. Alexander schüttelt den Kopf. Er fühlt sich taub, hat keine Energie. Nichts da was ihn nochmal euphorisch werden lässt weil er das Gefühl nicht mehr hat seinem Ziel so nah zu sein. „Also glaubst du nicht, dass Irinas Freundin dir helfen kann.“ Alexander geht weiter. Immer weiter. Er zuckt nach einer Weile die Schultern. Wenn er ganz ehrlich ist, dann nicht. Sie hat ihm damals, als sie ihm endlich die Karte ausgehändigt hatte schon nicht grossartig etwas erzählen können. Aber damals war sie jung und schüchtern gewesen. Es ist viel Zeit vergangen. Wer weiss ob sie sich auch verändert hat.
Alexander geht weiter. Er überquert das Künstlerviertel, überquert eine moderne Brücke, passiert den Gewürzmarkt und hält inne als er kurz davor stand das Modeviertel zu betreten. Er seufzt. 
Was soll er sonst noch tun...? Da war noch diese Vanessa die ihm einen Kontakt angeboten hat... aber im Gegenzug war diese Vorführung... Alexander bezweifelt, dass er ihr da helfen kann. „Wenn man keine Freunde hat, ist das schwierig.“ Der Kater folgt ihm überall hin als hätte er Leckereien in der Tasche. Alexander hat keine Lust sich über ihn aufzuregen. Selbst die schelmischen Worte prallen an ihm ab. Eigentlich ist er ganz froh ein wenig Gesellschaft zu haben. „Ich weiss.“ gibt er zu, einfach nur damit das Thema sich nicht vertieft. 
Er hat Freunde. Sehr gute sogar. Und der Kater weiss das selbst. Nikolai, der verrückte... es tat gut einem Freund aus der Heimat zu begegnen. Und Maryama. Er ist unheimlich froh dass nach so langer Zeit der Streit doch noch ein Ende fand. Sie hat ihm das Leben damals sehr erleichtert. Nachdem Mia verschwand und Lillie starb war er wirklich niedergeschlagen und die kleine, tatenfrohe Maryama hatte ihn erfolgreich abgelenkt. Aber es bleiben leider nicht alle von früher Freunde. Die Sache mit Mia... ihm ist danach das Foto von damals zu zerreissen. Erstens kommt es anders... und zweitens als man denkt.... wie unsagbar wahr. Ihre fröhliche unbeschwerte Art hatte er vermisst. Sie schien ausser der Sorge um die Uni keine Probleme zu haben. Und als er sie vor ein paar Monaten zum ersten Mal wieder im Narwal gesehen hat, hat er sich wirklich gefreut. Alle die schönen Erinnerungen an sie waren zurückgekehrt... und was ist dann passiert? Jetzt sind sie zerstritten. Aber vermutlich zurecht. Alexander seufzt. Er dreht um und geht weiter.
Er sieht die grosse Villa auftauchen. Bis jetzt hat er gar nicht wirklich registriert wo er lang wandert. 
Lotta... Ein leichter angenehmer Schauer überkommt ihn gefolgt von einem Stich in der Magengegend. Er erinnert sich wieder daran wie sie ihn am frühen Morgen weggeschickt hat. Es klang als hätte sie Angst man könnte ihr diese Nacht vorwerfen. Als gäbe es jemanden der sich das Maul darüber zerreissen würde. Er tritt unwillkürlich näher an das Haus. Er denkt gar nicht daran ob der Wolf anschlägt. Die mentale Box ist offen und die ganzen Bedenken im Widerspruch mit den schönen Gefühlen prasseln auf ihn ein. Aber sie hat es wohl ernst gemeint... auf Almas Party hat sie ihn kaum angesehen. Zumindest meint er das. Die Geschehnisse auf dieser Party scheinen seine gesamten Erinnerungen daran zu trüben. Die Sache war einmalig gewesen... es wird sich nicht wiederholen. Niemals. Find dich damit ab. 
Alexander ist zu niedergeschlagen um es wieder wegzupacken. Er lässt zu dass diese Erkenntnis ihn noch weiter runter zieht. Er legt noch einen drauf in dem er darüber nachdenkt wie wenig er über Lotta eigentlich weiss. Was solls... „Ja tritt am besten noch drauf, wenn du am Boden liegst und streu Salz in die Wunde.“ sagt der Kater. „Weisst du eigentlich dass du einer Depression gefährlich nahe kommst?“ Alexander sieht den Kater an. „Kein Appetit, keine Energie, fühlst dich allein obwohl dus nicht bist, es ist fast wie damals, als der Vampir und seine Freunde dich ausgenommen haben und du ganz am Anfang standest, in einer völlig fremden Gegend. Bestimmt hat Mia mit dem gestohlenen Geldbeutel das getriggert.“ 
Alexander zuckt die Schultern. „Und wenn schon.“ sagt er. Er riecht die Seeluft und registriert dass er hier auf Lottas Platz steht. Er sollte gehen...
‚Maryama‘ war Lottas letzter Gedanke gerade noch und die mögliche Gefahr in der die Freundin schwebt durch diesen wüsten Terence. Lotta will sich endlich vom Boden in ihrem Garten erheben, nicht länger in das sternenübersäte Firmament starren … als sie plötzlich … Schritte im vorderen Garten hört …! Und … ein Maunzen? Ist sie selber in Gefahr? Ist diese Ratte … zurückgekehrt und will sie ganz erledigen? Lotta erstarrt, aber jetzt aus ganz anderen Gründen. Schwerter, Rapiere, alles mal wieder oben in der Truhe. Böser döst noch bei Takatuka vorm Bett. Es ist noch längst nicht Mitternacht, wenn er seine Patrouille ums Haus startet. Aber trotzdem. Die Schritte … fast vorm Fenster des Kinderzimmers. Warum … schlägt er nicht an? Warum … schlug er nicht an … als s i e sie holten? Hat seine Wachsamkeit durch die Reise mit Hannah und José nachgelassen? Nicht mal eine der Straßenkatzen befeuert seine Aufmerksamkeit? Er verjagt sie doch zuweilen … Oder sind s i e es wieder und der Wolf kann sie nicht hören?
Lotta erhebt sich vorsichtig, schleicht leise zur Hausecke vor. Die Angst schnürt ihr fast die Kehle zu. Bitte, tut meiner Tochter nichts , fleht sie innerlich. Sie wagt kaum einen Blick um das Gemäuer aus Sorge vor Entdeckung. Sie schaut sich um, was ihr zur Gegenwehr dienen könnte. Nichts! Sie sieht nichts Brauchbares. Sie hält den Atem an, ihre Nerven sind zum Zerreißen angespannt, als sie endlich einen Blick um die Ecke am Werkstatttor riskiert …
„Alexander?!“ Sie könnte fast in Ohnmacht fallen, so erleichtert ist sie. Mit allem hatte sie gerechnet, aber nicht, dass Alexander wieder vor ihrer Tür steht … So plötzlich, so überraschend, so unerwartet … wie an dem Tag als … Aber er wirkt so betrübt, so niedergeschlagen mit hängenden Schultern. Geht’s ihm nicht gut? Und sie liegt da, bedauert und betrauert sich. Auch andere haben wohl schwer zu tragen. Er suchte doch auch … und hatte nichts gefunden … auf der Party. Oh je, sind das … die Nachwehen! Alle suchen, finden nichts, verlieren sich … Sie geht bedauernd auf ihn zu. „Alexander!“, wiederholt sie freundlich lächelnd und schafft dann gerade mal nur ein gehauchtes „Hallo!“, als sie vor ihm steht. Was für eine Achterbahn an Emotionen innerhalb weniger Sekunden von Todesangst bis … unendlicher Erleichterung, erneuter Sorge - aber diesmal nicht um sich - und … Ansätze von Verlegenheit, weil plötzlich auch noch ein verdrängtes schlechtes Gewissen sich wieder aus irgendwelchen tiefen dunklen Analen emporwindet. Ihr ist regelrecht schwindelig wie auf einer echten … Loopingbahn.
Lotta schaut neben Alexander nieder. Eine Katze mit einer wundersamen schönen Fellfarbe sitzt völlig friedlich da und blinzelt sie nur an. Sie macht keinerlei Anstalten zu fliehen. „Deine?“, fragt sie erstaunt Alexander und schaut wieder zu ihm hoch. Lotta hatte nicht geahnt, dass er eine Katze hat. Und sie begleitet ihn sogar. Verwunderlich für eine Katze. Ein sonderbares Tier … wie der Wolf! Jetzt ist Lotta auch klar, warum Böser nicht anschlägt, auch bei der Katze nicht. Er greift keine Freunde des Hauses oder ihre Begleitungen an. Und er verlässt ohne wichtigen Grund vor Mitternacht nicht sein Wachelager vor Takatukas Bett.
Sie schaut einen Moment Alexander nur schweigend an, weiß nicht genau, was sie sagen soll. Seit ihrer Entführung hat sie noch keinen Sims wiedergesehen, mit dem sie ein Wort weiter wechselte. Nur diese paar Worte mit Miyu am Telefon. Sie hat das Gefühl, sie müsste … anders aussehen für alle hier. Ausgetauscht, fremd …, weil sie sich selber gerade so fremd in sich drin anfühlt. Gleichzeitig spürt sie aber auch wieder … etwas Belebung, so wie eben, wo sie anfing sich über Maryama zu sorgen … Hier sind doch so viele Sims, die ihr guttun, auch Hannah, José, Nael und Alma, Ellie, Ben, Lilly … selbst Alexanders Freund Nikolaj. Ein Hoffnungsschimmer keimt in ihr auf. Sie fühlt wieder … Leben. Sie könnte Alexander dafür um den Hals fallen. Zur rechten Zeit holt er sie aus ihrer Lethargie wieder raus … sieht aber selber so betrübt aus. „Geht es dir gut?“, fragt sie zaghaft. „Möchtest du … auf einen Tee … hereinkommen?“ Vielleicht sucht er ja jemanden zum Reden. Und … sie hätte ja auch noch … was zu sagen. Sie muss schauen, ob es passt oder was er gerade braucht. Sich jetzt mehr Sorgen um Alexanders Befindlichkeit zu machen, lenkt sie irgendwie von den eigenen Nöten ab. Ja, das konnte sie eigentlich schon immer gut. Verdrängen! Kaschieren! „Ich hab‘ bestimmt auch ein Schälchen Milch oder was er gerne mag. Wie heißt er denn?“ Lotta kniet sich zur Katze nieder, streichelt über dieses samtige Fell und schaut fragend zu Alexander hoch … in diese samtig blauen Augen. Ihr Herzschlag setzt einen Moment aus.

Charakter: Alexander
Geschichtsstrang: Nachwehen
Depression. Der Kater übertreibt. Er ist einfach nur... ein bisschen angeschlagen. Alles was er jetzt braucht, ist ein wenig Denkzeit und vor allem ... Lotta?
Er hört ihre Stimme. Sie klingt verwundert. Macht ja auch Sinn. Er hat hier nichts verloren. Er kommt sich vor wie ein Einbrecher. Er sieht sich um und da ist sie. Kommt auf ihn zu. Mist. Hat er sie etwa mit seinen Selbstgesprächen geweckt?
Er wendet sich ihr zu. Sie wiederholt seinen Namen. Hat er ihr nie die Kurzform davon angeboten? Wahrscheinlich weil die Sims normalerweise immer von ganz allein damit anfangen. Andererseits mag er wie sie seinen Namen ausspricht... 
Sie haucht ein leises „Hallo.“ Und er vergisst für einen Moment seinen Namen. „Hi.“ erwidert er im nächsten und hebt die Mundwinkel. Er würde sie gern herzlicher anlächeln doch das geht nicht. Ihr Erscheinen verunsichert ihn, aber wohl auch nur weil er sich selbst grade für den grössten Versager hält, der einfach nichts gebacken kriegt, egal was er unternimmt. Hatte er gerade noch gedacht e r wäre es nicht gewesen der den Plan verbockt hat? Oh doch! Und wie er selbst Schuld dran war! Er hätte einfach nur bei seinem Vorhaben, nichts(!) zu trinken bleiben sollen..! „Tut mit Leid. Ich wollte dich nicht stören ich...“ „Junge! Was los mit dir? Hör auf dich wie ein Waschlappen zu verhalten!“ Alexander sieht sich um. Er zeigt mit der linken in die Richtung aus der er gekommen ist. „Ich war nur... irgendwie...“ Die zeigende Hand zeigt nun an seiner rechten Schulter vorbei, hinter ihn, in die Richtung in der er wollte. Was wollte er jetzt sagen? Dieses schüchterne Lächeln.... I h r Lächeln... „Also...“ Faden verloren. Alexander seufzt. Er ist heute wirklich zu nichts zu gebrauchen.
„Ich konnte nicht schlafen und hab mir ein wenig die Beine vertreten... ich kam ganz zufällig hier vorbei...“Na ob sie ihm das glaubt..? Es fühlt sich an wie gelogen. Er sieht sie an. Sie wendet den Blick verlegen zu Boden und bemerkt den Kater der da sitzt und zu ihnen empor schaut. Er schnurrt. „Deine?“ fragt sie und sieht ihn wieder an. Alexander hat kurz das Gefühl nicht zu wissen was sie meint, doch er kommt zu sich. „Äh Jah! Vor Jahren zugelaufen.“ sie sieht zu ihm auf. Dieser Augenaufschlag... Alexander fühlt sich wie auf frischer Tat ertappt. Er hatte gar nicht vor gehabt jemandem zu begegnen und jetzt ist da Lotta... Lotta! Wie sieht er überhaupt aus? Er fährt sich mit einer Hand über die Haare und versucht unauffällig zu überprüfen ob die einigermassen sitzen. „Geht es dir gut?“ fragt sie zaghaft. „Möchtest du... auf einen Tee... hereinkommen?“ 
„Mh ja Tee... Sag ja!“
Alexander schaut auf die Uhr, dann Richtung Künstlerviertel. „Sag ja!“ er sieht zurück zu Lotta die ihn abwartend ansieht. „Sag jahaa!“
„Ich hab‘ bestimmt auch ein Schälchen Milch oder was er gerne mag. Wie heißt er denn?“ fügt Lotta an und geht in die Hocke was der Kater sofort als Einladung zum Heucheln aufnimmt. Er schnuppert an ihren Fingern bevor er den Kopf dagegen drück, weiter geht und sich an ihr Bein schmiegt, umdreht und wieder von vorn beginnt. Er schnurrt während er unter ihren zarten Händen hindurch läuft und es sich gut gehen lässt. Alexander sieht ihnen kurz zu, bevor er zu sich kommt und sagt:. „Sag ja!“ „Em... Rudy.“ „Sag jetzt ja! Und sie kann .... 'mich'.... weiter streicheln.“ der Kater dreht weiter seine Runden um Lotta. 
Sollte er wirklich jetzt, wo er grade so schlecht drauf ist, mit Lotta einen Tee trinken? Er will sie wirklich nicht mit runter ziehen und er macht keinen besonders guten Eindruck wenn er sich so verwirrt gibt. Dabei ist e r doch derjenige der mit dem bestmöglichen Barkeeperlächeln immer den Sims bei ihren Problem zu hört... oder ihnen einfach nur gute Gesellschaft leistet. „Hatten wir das nicht schonmal? Jetzt mach schon!“
„Ich bin ein wenig... vergrübelt..“ gibt er zu und reibt sich den Nacken. Abgesehen davon, dass er absolut nicht weiss wie er die Nacht mit ihr handhaben soll, grübelt er noch ganz anderen Dingen nach. Zum Beispiel dem was auf dieser Party passiert ist. Und, dass sie gesagt hat, sie möchte mit ihm befreundet bleiben. Und, diesem Blackout was absolut nicht typisch für ihn ist. Und, weil sie sagte, er müsse die Nacht für sich behalten. Und, weil er irgendwo in den trüben Erinnerungen glaubt Irina auf der Party gesehen zu haben... Und, sie hatte an jenem Morgen Angst man könne ihn sehen wenn er ihr Haus verlässt.... und... und... er ist masslos verwirrt. Ja, verwirrt ist das bessere Wort als vergrübelt. Oder wie hatte irgendjemand mal gesagt? Verstrudelt. Das passt perfekt. Kann er Lotta das zumuten? Sie wirkt... führsorglich wie immer... es ist schwer zu erkennen ob sie grade nicht selbst voller Probleme steckt. „Haha!“ der Kater lacht. „Dabei bist du doch der mit dem Heldenkomplex! ... jetzt sag ja!“ Alexander sieht Lotta an. Er reicht ihr seine Hand um ihr beim Aufstehen zu helfen. Dabei kann er sie nicht aus den Augen lassen. Okay... sie ist jetzt im Moment doch einer der Hauptgründe warum er verstrudelt ist.
„Vielleicht wäre etwas Tee genau das Richtige jetzt.“ raunt er, schaut sie weiter an und hofft dass dies die Richtige Antwort ist.
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